WMDEDGT – 10

05. Oktober 2020

Am 5. eines Monats möchte ich euch erzählen, was ich eigentlich so den ganzen Tag gemacht habe.
Falls jemand fragt:
„Was macht du eigentlich den ganzen Tag?“
WMDEDGT?

Für uns als Familie war heute ein ganz besonderer Tag:
Zum ersten Mal ist ein Kind auf Klassenfahrt gefahren!

Die Aufregung und Nervosität der letzten Tage hatte ihren Höhepunkt gestern Abend – und heute Morgen sind wir zu fünft in Ruhe aufgestanden. Es gab Frühstück, letzte Dinge wurden beschriftet und gepackt. Alle waren gut drauf und pünktlich.

Wir fuhren zusammen zur Schule, der Große flitzte schnell in seinen Unterricht. Wir fanden die Lehrerin des Mittleren, meldeten uns an und stellten uns zu den anderen aufgeregten Familien. Ich habe noch nie so viele Rollkoffer auf einer Schul-Fahrt gesehen… Aber ich habe die letzte Schul-Fahrt evtl. auch vor vielen, vielen Jahren gesehen.

Der Sohn wollte nicht, dass wir lange winken, also gab es einen kleinen Kuss, ein Lächeln und eine Umarmung.. und er war weg. Bei so kleinen emotionalen Spuren im Gesicht hat die Maske ja auch einen Vorteil..

Mein Mann half den Lehrern, den Bus zu bepacken und wir warteten mit dem kleinen Sohn am Auto. (Natürlich wollte ich sehen, wie der Bus abfuhr.) Obwohl es sich um zwei Schulklassen handelte, lief alles ruhig, organisiert und schnell ab. Punkt 8:30 Uhr verließen sie die Strasse an der Schule. Haach.. das ist ein komisches Gefühl.

Wir brachten den Kleinen in den Kindergarten und fuhren nachhause, um einen Kaffee zu trinken. Wir überlegen, ob wir mit dem großen Sohn in dieser Woche etwas Besonderes machen, weil der Bruder verreist ist. Ich stürzte mich ins Küchen-Chaos, dann Kinderkleidung sortieren, Wäsche waschen, Terrasse fegen… der Mann verschwand im Büro. Gegen 11:00 Uhr kam schon eine fröhliche Email mit 2 Fotos von der Klassenfahrt. Ich konnte viel schaffen, nebenbei hörte ich die Predigt vom Sonntag nach. Wir hatten gestern Familiengottesdienst, aber der Pastor hat die Predigt extra am Samstag aufgenommen und online gestellt. Ich ging dann schnell einkaufen, bevor ich den Kleinen dann kurz vor 13:00 nachhause holte.

Ich fing an, einen Hefeteig für den Nachmittag vorzubereiten. Beim gehen lassen und ruhen musste ich ein bißchen schummeln, das hätte ich sonst nicht ganz geschafft. Der Große kam ganz schlapp nachhause, er ist gelaufen, weil wir ja am Morgen ohne Rad losgefahren sind. Und seine Schultasche ist echt schwer.

Die Jungs ruhten sich ein bißchen aus, bzw. räumten Zimmer auf. Ich holte die Wäsche rein, weil es irgendwie regnete. Zwei Bleche Hefezöpfe waren gerade fertig, als der Besuch klingelte. Eine Freundin kam mit zwei Kindern, das dritte ist mit meinem Sohn auf Klassenfahrt. In unseren Familien sind die beiden Urlauber wohl die lebendigeren Kinder – und unser Treffen war mit 4 Kindern erstaunlich still.

Wir unterhielten uns, die Kinder kamen immer mal vorbei, um zu essen oder trinken. Als sie am Abend gingen, brachten wir sie zum Zaun und bestaunten einen schönen Sonnenuntergang.

Ich musste noch einmal einkaufen und nahm beide Jungs mit. Es ist ganz anders mit nur zwei Kindern. Der Mann machte Abendbrot und wir setzten uns in die Küche. Ich hatte den Tisch am Morgen etwas gedreht, weil dann mehr Platz in der Küche ist, aber nur 4 Personen dran sitzen können. Passt also mal für diese Woche.

Die Jungs waren müde, aber die Betten wurden noch ein bißchen sortiert, weil der Kleine nicht allein im Zimmer schlafen wollte. Ich glaube, jetzt liegt doch jeder in seinem Bett. Auch für die Brüder wird das eine interessante Woche.

Ich frage mich öfter mal: „Was die Kinder auf der Klassenfahrt wohl gerade machen?“ und hoffe, dass die erste Nacht im fremden Bett gut wird. Mal sehen, ob die Lehrerin sich nochmal meldet.

Habt eine gute Woche!

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