Random Acts Of Kindness

24. November 2021

(Challenge)

Die Angst und Sorge, diese Dunkelheit, in der wir gerade leben, ist echt.
Sie ist real und wirklich da und ernstzunehmen.

Aber genau so ist die Liebe, die Hoffnung und das Licht echt.
Es ist immer da.

Wenn du dich mit der Dunkelheit beschäftigst und in schweren Themen versinkst, siehst du eben nur den weniger schönen Teil der Wahrheit.

Ich versuche, mich grundsätzlich mit Liebe, Hoffnung und Fröhlichkeit zu umgeben und das weiterzugeben, wenn ich kann. Erst Recht jetzt. Erst Recht zu Weihnachten.

Ich höre hier und da: Ich muss mich zurück ziehen. Ich brauche eine Pause. Ich brauche Kraft für Weihnachten. Ich muss für mich sein. Ich tauche ein paar Wochen ab.
Das kann ich verstehen. „Das da draußen“ kann zu viel und zu krass sein. Aber viele kleine schwache Lichter werden zusammen hell. Zurückgezogen und allein können wir kaum leuchten. Komm ins Licht!

***

Wir feiern Advent.
Fast jeder weiß, was Weihnachten ist.
Wir warten und wissen schon, was kommt.. wer kommt.
Wir warten auf das Licht, die Liebe und die Errettung.
(Klingt kitschig, ist aber so.)

Jesus kennt unsere Welt und sein Herz zerbricht über die Dunkelheit und Traurigkeit, die Hoffnungslosigkeit, in der wir stecken! Und er kommt, weil diese Welt Licht und Liebe und Hoffnung braucht. Dringend.

Er kommt aber leider nicht (immer) als leuchtende Gestalt vom Himmel, die Gesundheit, Geld und Glück verteilt. Er kommt übrigens auch nicht jedes Jahr wieder als kleines, süßes, rosa Baby, das im Stall liegt und vor sich hin gluckst. – Wo sehen wir also Jesus im Advent?

Ich glaube, dass wir ihn unter anderem in Form von Menschen erkennen können – und das sind wir! Du und ich! Und weil unsere Stadt, unsere Nachbarschaft, unsere Familie selten so wie jetzt Liebe, Freundlichkeit und Miteinander braucht – und weil Geben bekanntlich seliger ist als Nehmen – habe ich mir etwas ausgedacht:

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Random Acts Of Kindness
Zufällige Freundlichkeiten
Adventskalender 2021

Ich habe einen Adventskalender erstellt, in dem an jedem Tag eine kleine Aufgabe auf uns wartet. Eine kleine zufällige Freundlichkeit für eine andere Person. Für Fremde, für Freunde, für Familie. Möglichst ohne Zusatz-Kosten und Corona-passend.

Druckt euch die Übersicht aus, teilt sie mit euren Bekannten, sortiert euch die Aufgaben je nach dem, wie es für euren Alltag passt. Und wenn ihr nur 20 Aufgaben oder 12 oder 2 schafft: Macht gerne mit!
Macht Fotos, nutzt den Hashtag #füreinanderweihnachten , teilt eure Berichte, werft mit Freundlichkeit um euch, wie mit Konfetti und LASST ES LEUCHTEN in diesem Advent! Wir sind viele!

Zusätzlich zur Übersicht möchte ich euch die Ideen gern ein bißchen erklären und beschreiben, damit ihr was damit anfangen und den Gedanken evtl. für euch anpassen könnt.

Tag 1
„Mach einem Freund ein Kompliment.“

Fangen wir mit etwas leichtem an. Sag (oder schreib) einer Person, die du magst, dass du ihre Frisur toll findest, ihre Kreativität oder Kleidungsstil. Sag, was du schätzt und wofür du dankbar bist.

Tag 2
„Lächle fremde Personen an, wenn du unterwegs bist.“

Damit meine ich nicht, dass wir alle dämlich grinsend durch die Strassen laufen sollen – obwohl mich auch interessieren würde, was dann passiert! Aber ist es nicht schon eine Herausforderung, beim Einkauf, an der Bushaltestelle, in der Strasse die fremden Menschen neben uns anzulächeln? So richtig mit Mundwinkel hoch und mit leuchtenden Augen, dass es durch die Maske strahlt?

Tag 3
„Backe oder kaufe Kekse für einen Nachbarn.“

Der Klassiker: Ein Stück Kuchen, eine Tafel Schokolade, die PralinenBox für die Menschen hinter der Tür nebenan. Einfach so, einfach aus Freude, einfach weil wir gerade an sie gedacht haben. Und weil Weihnachten ist.

Tag 4
„Spende oder kaufe Spielzeug für Kinder, denen es nicht gut geht.“

In unserem Rathaus steht ein Baum mit Wunschzetteln, die Kinder in Familienzentren aus der Nachbarschaft ausgefüllt haben. Diese Zettel kann man sich nehmen, den Wunsch kaufen und zurück bringen. Vielleicht gibt es Kinderheime oder geflüchtete Personen, die sich riesig freuen, wenn wir unseren Überfluss teilen.

Tag 5 (Sonntag)
„Sammele Müll auf bei einem Spaziergang.“

Mach einen Sonntagsspaziergang und nimm Handschuhe und eine Mülltüte mit: Fertig!

Tag 6
„Lass jemand in einer Schlange vorgehen.“

An der Kasse, beim Bäcker, am Bus, bei der Post, in der Bahn, im Testzentrum … gib deinen Platz einfach mal ab.

Tag 7
„Bedanke dich bei Müllmännern mit Keksen oder Schokolade.“

Das habe ich leider erst einmal in meinem Leben geschafft, aber es war so cool. Ich habe leckere Cookies gebacken, habe sie in eine Dose gemacht, die ich abgeben konnte, habe einen netten Brief geschrieben und hab die Dose sichtbar auf die Mülltonne gestellt. Dann hab ich heimlich hinterm Fenster das Staunen und Freuen beobachtet. Ein einfaches: Danke, ich sehe dich und bin dankbar für deine Arbeit!

Tag 8
„Kaufe etwas für die Person an der Kasse und lass es für sie da.“

Such im Laden eine tolle Kleinigkeit aus, die du verschenken möchtest. Blumen, Schokolade, einen Saft, ein Geschenk. Und nachdem die Person an der Kasse den Gegenstand abgepiepst hast, überreichst du ihn ihr einfach und sagst: „Bitteschön, das ist für Sie. Danke, dass Sie hier arbeiten!“ (Oder so.)

Tag 9
„Spende Lebensmittel oder Pfandgeld für die Tafel o.ä.“

In Berlin gibt es „Die Tafel“ für Lebensmittelspenden. In einigen Geschäften können Lebensmittel gekauft und hinter der Kasse gesammelt und gespendet werden. Vielleicht braucht einen Nachbarin einen Obstkorb oder so. Such dir was aus und gib von dem ab, was du hast.

Tag 10
„Sag einem Lehrer/Erzieher/Arzt Danke.“

Die Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben – mehr noch, auf die wir angewiesen sind. Das kann auch ein Busfahrer, ein Taxi-Fahrer, eine Hauskrankenpflege oder die Tagesmutter sein. Sag einfach mal Danke, mit Worten, Blumen oder Schokolade.

Tag 11
„Verstecke irgendwo eine freundliche Notiz für eine fremde Person.“

Wo halten sich Menschen auf? Auf einer Parkbank, auf dem S-Bahn-Sitz, im Wartezimmer, in der Telefonzelle, auf der öffentlichen Toilette, im Parkhaus.. überall dort kann eine kleine freundliche Notiz Wunder bewirken. „Hey du, diese Nachricht ist für dich! Du machst das toll. Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag!“ (Oder so.)

Tag 12 (Sonntag)
„Sing alleine oder mit der Familie ganz laut zusammen ein Weihnachtslied.“

Musik laut an, Text vorbereiten und los gehts. Einfach laut und von Herzen. Das neueste Lied aus dem Radio oder der Klassiker aus der Kindheit – einfach mal singen!

Tag 13
„Bedank dich bei den Postboten mit Keksen oder Schokolade.“

Im letzten Herbst und Winter waren die Postboten fast die einzigen Menschen, die an unsere Tür kamen. Ich habe eine große Schüssel mit Süßigkeiten vor die Tür gestellt und gesagt: „Bitte bedienen Sie sich. Danke für Ihre Arbeit!“ Meist war es weniger die kalte Schokolade, als einfach diese unerwartete Überraschung, die dann ein Lächelns ins Gesicht gebracht hat.

Tag 14
„Halte jemandem die Tür auf.“

Gibt es das noch? Oh ja, warum nicht. Es gibt auch noch Türen, die sich nicht automatisch öffnen. Finde sie.

Tag 15
„Biete einer fremden Person deine Hilfe an.“

Du siehst eine Person, die zu viel trägt? Die den Fahrplan nicht lesen kann? Die den Weg sucht? Die offene Schnürsenkel hat? Die das Kleingeld an der Kasse nicht findet. Die mit Kinderwagen die Treppen hoch muss? Die ans oberste Regal nicht herankommt? Der etwas heruntergefallen ist, ohne dass es bemerkt wurde? Biete deine Hilfe an. „Kann ich Ihnen irgendwie helfen?“

Tag 16
„Kauf einem Obdachlosen etwas zu Essen oder Trinken.“

Mach es einfach mal. Sieh nicht auf den Schmutz, auf die Kleidung oder Frisur der Person – schau in die Augen und verschenke ein bißchen Wärme. (Bonus: Hör dir ihre Geschichte an. Vielleicht ist das für die Person das größte Weihnachtsgeschenk.)

Tag 17
„Bring heute jemanden zum Lachen.“

Vielleicht ist das gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Und vielleicht ist damit kein schwaches Lächeln, sondern ein herzhaftes befreiendes Lachen gemeint. Lass dir was einfallen. Meist ist Lachen ja sogar ansteckend..

Tag 18
„Lass Kleingeld in einem Automaten liegen.“

Der Kaffee-Automat, der Fahrkarten-Automat, der Süßigkeiten-Automat, der Pfand-Automat, der Zigaretten-Automat… um ein paar Euros dort hinein zu legen, musst du den Automat nicht mal benutzen.

Tag 19 (Sonntag)
„Nimm jemandem aus der Familie oder einem Freund eine Aufgabe ab.“

Vielleicht kannst du den Tisch decken oder das Essen vorbereiten. Vielleicht kannst du Schnee (oder Laub) fegen oder das Auto frei kratzen. Vielleicht kannst du den Hund ausführen oder frische Brötchen kaufen. Vielleicht findest du heute eine Aufgabe, die du erledigen kannst und mit der du einer anderen Person eine Freude machst.

Tag 20
„Stecke den Nachbarn eine freundliche Karte in den Briefkasten.“

Das kann entweder eine Einladung zum Weihnachtsgottesdienst, eine Weihnachts-Grußkarte oder eine persönliche Nachricht sein. Geh zu den Nachbarn, die um dich herum wohnen und schicke ihnen liebe Grüße zu Weihnachten.

Tag 21
„Bring Bilder oder Karten in ein Seniorenheim oder Krankenhaus.“

Oft gibt es in Krankenhäusern, auf Kinderstationen, in Seniorenheimen oder in Nachbarschafts-Cafés kleine Weihnachtsfeiern, für die Geschenke oder Karten gespendet werden können. Such dir was!

Tag 22
„Verschicke einen Brief an eine Person, die weit weg wohnt.“

Nimm dir eine Weihnachtskarte oder eine leere A4-Seite, nimm dir deinen Lieblingsstift und fang an zu schreiben. Wofür bist du dankbar? Was wünschst du der Person? Einfach mal ein paar persönliche Zeilen zum Jahresende.

Tag 23
„Verschenke Blumen.“

Einfach so. An Fremde oder Freunde. Geheim oder mit Besuch. Einmal oder mehrmals. Blumen (und Schokolade) gehen immer!

Tag 24
„Sag oder schreib einer Person, was du an ihm/an ihr magst.“

Heute geht es nicht nur um einen Brief mit Grüßen oder einem netten Wort. Sag einer Person, die dir nahe steht, was sie für dich bedeutet, was du für sie empfindest, wofür du im letzten Jahr dankbar warst, an was du dich gern erinnerst, was du ohne sie nicht geschafft hättest.

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Es steht dir natürlich frei, diese kleinen Freundlichkeiten so oft wie gewünscht zu wiederholen, Unpassendes wegzustreichen und Neues dazuzuschreiben.

Ich weiss, dass es nicht einfach ist und dass wir einigen Menschen die Tür lieber vor der Nase zuschlagen würden, als sie ihnen aufzuhalten. Aber lasst es uns bitte versuchen. Im Dezember. Weil Weihnachten ist.

Wenn die Rechnung aufgeht, sind die Beschenkten am Ende nämlich wir.

Ich wünsche euch eine besonders gesegnete Adventszeit!

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