Pretend City Irvine

Ich habe auf meinem Computer ein paar tolle Fotos entdeckt.
Also erzähle ich euch mal, wo wir da waren.

Pretend City heißt ungefähr „So tun, als ob – Stadt“.
Es ist eins dieser vielen, vielen Angebote für Kinder hier in der Gegend. Bis jetzt hatte ich von den meisten eher so den Eindruck „Cool gemacht, aber dafür, was meine Kinder davon haben, viel zu teuer“. Entweder kannten sie die Figuren oder Themen nicht, sie waren zu klein und schüchtern oder aber es war gut, aber dafür alt und dreckig oder laut und voll. Man sagt, dass sich in solchen Kinder-Vergnügungsparks auch gern mal Krankheiten verbreiten. Wird in Deutschland auch so sein, aber hier habe ich es öfter gehört.

Pretend City ist relativ teuer, jede Person ab 1 Jahr bezahlt $12.50. Und wenn ich dann nicht so sicher bin, was die Kinder davon haben, bezahle ich nicht so gern 4x diesen Eintritt. Dann standen uns aber die drei Wochen ohne Papa bevor und ausserdem habe ich im Internet einen Coupon gefunden, der uns einen etwas günstigeren Eintritt beschert hat. Jetzt gibt es diese Coupons nicht mehr – ein Volltreffer für uns!

Wenn ihr irgendwann mal mit Kindern in Irvine sein solltet und Langeweile haben solltet: Geht zu Pretend City!
Diese „So tun, als ob – Stadt“ ist einfach nur toll! Wir waren dort mehr als 5 Stunden und selbst dann (kurz vor Ladenschluß) musste ich die Kinder rausscheuchen.

Seht euch mal die virtuelle Tour an!
Eine große Halle wurde tatsächlich so umgebaut, dass die Kinder den Eindruck haben, sie wären in einer Stadt. Am Rand sind 16 kleine Themenbereiche aufgebaut und in der Mitte fahren die Kinder mit kleinen Autos auf kleinen Strassen, müssen bei kleinen Ampeln und kleinen Stoppschildern anhalten usw.

Unser Ausflug begann, wie immer, mit einer leichten Überforderung meinerseits. Zu viele Kinder, zu viele Reize, zu viel zu erklären, zu viel. Als wir dann aber das Konzept verstanden hatten und als gegen Mittag alle Schulklassen verschwunden waren, hatte wir die Stadt sozusagen mit ein paar anderen Familien für uns.

Die Stadt besteht aus einer Farm, einer Baustelle, einem Café, einem Theater, einer Bücherei, einem Kunststudio, einer Bank, einer Feuerwehr- und Polizei-Station, einem Strand, einem Krankenhaus, einer Tankstelle, einem Einkaufsladen, einem Hafen, einem Wohnhaus und einer Post.

Alles, was wichtig ist, oder?
Absolut.

Diese ganzen Stationen sind wirklich sehr detailgetreu und kindgerecht gebaut. Es gibt sehr viel Zubehör und jeder Raum ist so gestaltet, wie er wahrscheinlich in echt auch wäre. Die Kinder können und dürfen viel ausprobieren und man sieht ihnen an, dass sie glücklich dabei sind, mal „Erwachsen sein“ zu spielen. Es gibt passende Verkleidungen, es gibt gleiche Marken oder Namen, wie im „echten Leben“, es gibt viel zum Lernen und Verstehen.

Das Café ist sozusagen zum Pause-machen. Aus einem Automaten kann man ein paar Snacks bekommen, Kaffee gibt es nicht. Auch kein WLAN. Immer wieder weisen Schilder auf „Handy freie Zone“ hin. Wir Eltern werden deutlich aufgefordert, mitzuspielen.

In der Mitte der Halle gibt es eine kleine Bühne mit Leinwand, auf der die Mitarbeiter ab und zu und Themen bezogen ein Progamm anbieten. Als wir dort waren, hat gerade das chinesische Neujahr begonnen. Wir sahen einen kleinen Film über die Tiernamen der chinesischen Jahre und bastelten zusammen.

Es gibt viele Mitarbeiter. Sie laufen geschäftig durch die Bereiche und räumen auf. Überhaupt nicht störend oder genervt, was man bei einer Lautstärke von 50 Kindern und zum zehnten Mal in der Stunde die Spiel-Kartoffeln wieder in der Erde verbuddeln schon mal sein darf. Durch das Aufräumen fühlten wir uns nicht weggescheucht, sondern jedes Kind hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, den Spielbereich neu zu entdecken.

Am Anfang fand ich es schade, dass mein Mann nicht dabei war, denn ich dachte, dass Liam ganz andere Sachen mag, als Emilian. Aber sie brauchten nur unterschiedliche Zeiten und Reihenfolgen, alles zu erobern. Nach und nach fanden sie ihre Lieblings-Plätze in der Stadt und spielten zusammen. Sie sind schließlich Jungs und Brüder.

Einmal folgte ich Liam eine Weile, der mit seinem Polizeiauto durch die Strassen kroch fuhr. Und dann fand ich Emilian nicht mehr. Ich wusste, dass er nicht gegangen sein konnte. Und ich wusste, dass alle Häuser klein und verwinkelt sind – perfekt für Kinder. Ich wusste, dass er ein schwarz-weiß gestreiften Pullover trug… und ich konnte ihn einfach nicht finden! Normalerweise bin ich ja da entspannt, weil ich meinen Kindern vertraue und keine unnötige Panik schieben will.. aber als ich weiter suchte und suchte, wurde ich echt unruhig.
Ich fand ihn dann – verkleidet mit Kochmütze und Schürze – in einer Kinder-Bar. Oh man!
Und dann gab es erstmal einen leckeren Bananen-Brokkoli-Salat für Mama…

 

Ich bin begeistert von dieser Stadt!
Und hier kommen die Fotos!

 

Mein kleiner Bauarbeiter versucht, Rohre ineinanderzustecken

Baustelle

 

Auf der Farm werden echte Küken bewundert

Küken

 

Aus einem „Beet“ können Kartoffeln, Zwiebeln oder Möhren gebuddelt werden.
Von sehr coolen „Wand-Bäumen“ können Erdbeeren, Tomaten, Orangen und Äpfel gepflückt werden.

Farm 3

Farm 2

Farm 1

 

Ein großer Raum voller dieser blauen Gummi-Dinger lädt zum Phantasie-Spiel ein.
Emilian war da irgendwas mit Fühlern. Glaube ich.

Phantasie

 

Vor dem Wohnhaus werden Melonen gegrillt.

Am Grill

 

Für die Bühne gibt es viele Kostüme und ein paar kleine E-Gitarren.
Am Mischpult kann man verschiedene Sound-Effekte, Tanz-Musiken oder Licht-Effekte einstellen.

Mischpult

 

Im Kunst-Zimmer werden an vier kleinen Tischen vier verschiedene Basteleien angeboten.
Täglich wechselnd.
Wir waren da gerade die einzigen und die Jungs spielten mit Knete oder so.

Kunst

 

Das war das einzige Mal, dass uns eine Mitarbeiterin tatsächlich gebeten hatte, aufzuräumen.
Im Lebensmittel-Geschäft sah es aber auch wirklich wild aus.

Sie forderte die „Kunden“ heraus, das Obst und Gemüse nach Farben zu sortieren.. und da mochte ich sie wieder.

Obst und Gemüse

 

Beim Zahnarzt.
Verschiedene Gebisse, Röntgen, Zahnarztstuhl, Zahnbürsten..
Ich bilde mir ein: Liam meckert seitdem
nicht mehr beim Zähne putzen.

Zahnarzt   Zahnarzt 1

 

Meine Feuerwehrmänner

feuerwehr

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