Love where you live

Die aktuelle Themenreihe in der Mariners Church heißt Love where you live.

Neben guten Predigten gibt es Mitglieder, die in kurzen Videobeiträgen erzählen, warum sie gerne da leben, wo sie leben. Sie berichten, wie sie ihrer Nachbarschaft zeigen, dass sie dort gern Nachbarn sind. Ausserdem haben wir alle diesen Google-Punkt bekommen und sollen Fotos in unserer Lieblings-Gegend machen und sie zeigen. (Siehe „12 von 12 im Oktober„)
Ich finde, das Thema ist perfekt in der Halloween-Zeit. (War auch vielleicht nicht ganz ohne Hintergedanken…)

Ich schreibe jetzt nicht darüber, was Halloween für uns bedeutet und ob wir es feiern und warum wir es „feiern“, wenn wir es feiern. Für uns wird es an diesem Tag nichts gruseliges geben und die Kinder kennen den Hintergrund dieses Festes nicht. Jeder von euch kann selbst entscheiden, was dieser Tag bedeutet. Wir haben zwei Kürbisse gekauft, die wir aushöhlen wollen und die Kinder werden als Mini-Piraten zum „Ernte-Karneval“ in der Gemeinde gehen. Vielleicht gehen wir an dem Freitag abend „spazieren“. Vielleicht stellen wir uns tot. Noch habe ich nämlich keine Süßigkeiten gekauft.

Boo!

Im letzten Jahr habe ich in unserem Haus in Berlin an den Tagen vor dem 31. Oktober kleine Süßigkeiten verpackt und Zettelchen angebunden. Darauf stand:

Bei uns ist heute Reformationstag, nicht Halloween!
Manche finden das süß, andere werden deswegen sauer. Trotzdem bekommst du bei uns heute Süßigkeiten, denn wir feiern am 31. Oktober den Reformationstag, sozusagen den Geburtstag der Evangelischen Kirche. Was ist denn Reformation? Am Anfang stand ein junger Mönch: Martin Luther hieß er. Er ärgerte sich über seine Kirche und schlug deswegen am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen (Glaubenssätze) an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Fast 500 Jahre ist das her. Eigentlich wollte Martin Luther die Kirche damit nur verändern, doch am Ende stand eine neue Kirche. Er hatte den Anstoß gegeben, und viele Menschen gründeten neue Gemeinden, die sich auf Martin Luther beriefen. Heute gibt es die Evangelische Kirche in der ganzen Welt. Mehr: www.kurzlink.de/reformationstag

Den so genannten „Gedenktag der Reformation“ gibt es in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist er bis heute gesetzlicher Feiertag. Wenn du also in Brandenburg zur Schule gehst, hast du es Martin Luther zu verdanken, dass du heute schulfrei hattest.“

Dazu hatte ich noch eine Einladung in unsere Kirche in Berlin geschrieben. Es kamen nicht viele Kinder an die Haustür, weil wir am Zaun keine Klingel haben, aber ein paar Kindern habe ich dieses Päckchen gegeben. Vielleicht mache ich das hier einfach wieder mit den Kontaktdaten der Mariners Church…

 

Wie auch immer.
Im Zuge der „Love where you live“-Reihe werden wir ermutigt, unseren Nachbarn an Halloween zu zeigen, dass wir sie gern haben und uns nicht vor ihnen verstecken. Es gibt ein paar coole Typen, die knallen ihren Kofferraum im Auto voll mit Süßigkeiten, parken an der Gemeinde und laden alle Kinder dazu ein.

Hier sind ein paar Ideen für die Halloween-Zeit:

* Wenn schon, denn schon:
Kaufe gute, beliebte Süßigkeiten. Sei die Adresse, zu der alle Kinder am liebsten zurückkommen würden!

 

* Sei freundlich und entgegenkommend:
Begrüße die Nachbarn mit einem Lächeln. Sei begeistert, dass sie an deine Tür gekommen sind. Sei du selbst und genieße es! Verteile Komplimente an völlig fremde Nachbarn. Geh‘ einen Schritt aus deiner Komfortzone heraus und mach‘ dich auf einen tollen Abend gefasst.

 

* Erschaffe eine „Nachbarschafts-Tränke“:
Mache heißen Punsch, Glühwein, Cidre… und lade die Eltern ein, sich zu treffen und auszuruhen, während ihre Kinder in der Strasse „Süßes oder Saures“ machen. Stelle gute Fragen und versuche, entstandene Freundschaften zu halten.

 

* Schmeiß‘ ’ne Party!
Zeig den Nachbarn, dass du es liebst, zu feiern! Denke dir eine verrückte Kostüm-, Kürbis- oder eine andere Motto-Party aus. Und falls du dir Gedanken machst: Jesus hat Parties genauso geliebt!!

Verpasse diese großartige Chance nicht, den Menschen um dich herum zu zeigen, dass du sie gern hast! Hab‘ Spaß! Sei auffallend und anwesend an diesem Halloween! Süßes oder Saures!!

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Es ist sehr amerikanisch, ja.
(Das kann allerdings auch an meiner Übersetzung liegen)
Aber wir müssen die Amerikaner für ihre Überschwänglichkeit nicht verurteilen – genauso wenig müssen wir uns hinter unserem „deutschen Sicherheitsabstand“ verstecken. Love where you live!

 

 

Falls das alles nichts für dich war, du Halloween hasst, du am 31. Oktober eh nicht zuhause bist oder du keine Nachbarn hast: Diese Ausreden zählen nicht!
Mariners Church hat noch weitere Vorschläge parat:

 

15 Möglichkeiten, deine Nachbarschaft zu lieben

    1. Biete einen Spieleabend an
    2. Lade Nachbarn zum Abendessen ein
    3. Lass‘ dich an Stammtischen oder bei anderen lokalen Veranstaltungen blicken
    4. Geh‘ mit deinem Hund täglich die gleiche Strecke zur gleichen Zeit und grüße Leute, die du triffst
    5. Geh‘ zu Parties, zu denen du eingeladen wurdest
    6. Initiiere Lebensmittel- oder Kleidersammlungen, wenn jemand in der Nachbarschaft Hilfe braucht
    7. Lade Nachbarn an Weihnachten oder an Ostern in die Kirche ein
    8. Lade zu Grill-Parties ein
    9. Fange eine Läufer-/Sport-Gruppe an
    10. Lade zu einem Kaffee-und-Dessert-Abend ein
    11. Lade Nachbarn zum Film-Abend und zum drüber-reden ein
    12. Lade deine Nachbarn zum Fussball gucken ein
    13. Biete Hilfe im Sport-Team deiner Kinder an
    14. Organisiere, dass du dich zusammen mit Nachbarn um ältere Menschen in der Gegend kümmerst
    15. Sei oft im nahen Park zu sehen und lerne die Namen derer, die du oft dort triffst

 

10 Möglichkeiten, deinen Kiez zu lieben

    1. Versuche, immer wieder dieselben Verkäufer zu treffen und lerne ihre Namen
    2. Gehe zu Festen oder Veranstaltungen in deinem Kiez
    3. Sei ein Stammgast in ein paar Restaurants, in einer Bäckerei … und lerne die Mitarbeiter kennen
    4. Gehe immer wieder zum Coffeeshop und lerne die Namen der Bedienung
    5. Geh‘ mit deinen Kindern auf Spielplätze oder in Büchereien und lerne andere Eltern kennen
    6. Melde deinen Kinder in Sport- oder Musikgruppen an
    7. Nimm‘ an Treffen der Stadtverwaltung teil
    8. Werde Elternsprecher
    9. Arbeite ehrenamtlich im Tierheim mit
    10. Trainiere die Sportgruppe deiner Kinder

 

Lebst du gerne da, wo du lebst?
Wenn ja: Sei der Grund dafür, dass es auch anderen so geht!
Wenn nein: Sei die Veränderung, die du dir wünschst!

Lass‘ dich darauf ein und sieh‘, was passiert!
Love where you live!

Orange leuchtet

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