Kindersprüche

Ungefähr einmal im Monat ist meine Liste der Kindersprüche voll genug, um einen Blog-Eintrag daraus zu machen. Liam fängt jetzt auch schon an…. es wird also nicht weniger, sondern mehr. (Und dann gibt es noch die, die ich vergessen habe…)

Kindersprüche

* Wir haben Knete für die Jungs gekauft. Vier kleine Töpfchen für jeden von ihnen. Unsere Empfehlung, die Knet-Farben nicht zu vermischen, um länger etwas davon zu haben, wurde natürlich prompt ignoriert. Jetzt haben wir acht kleine Töpfchen mit dunkelgrüner Knete. Aber sie hatten ihren Spaß und es gab ein paar ruhige Mittagspausen. Emilian hat ein paar Töpfe sehr voll gestopft und wollte mir sagen, dass zwei Töpfe leer geblieben sind: „Zwei Knet-Eimer sind leer. Ein bißchen Knete sind in keinem.“

 

* Mama fragt Liam: „Liam, wann gehst du denn mal auf das Töpfchen?“
„Mal gucken.“

 

* Wenn wir zuhause Kakao gemacht haben, konnte ich die Becher der Jungs fast vom Ess-Tisch aus aus der Mikrowelle holen. Unsere Mikowelle hier ist in der Küchenecke und das ist ein paar Schritte von der Ess-Ecke entfernt. Als Emilian die paar Schritte vom Tisch zur Mikrowelle gehen muss, um seinen Kakao zu bekommen, schimpft er: „Ach! Amerika ist aber eine anstrengende Stadt!“

 

* Emilian schreibt „Mama“ und das sieht so aus: AMAM
Ich versuche, es ihm vorzulesen und erkläre dann, dass wir die Wörter von links nach rechts lesen und nicht einfach in der Mitte anfangen. Sein Kommentar: „ABER wir sind ja hier in Amerika!“

 

* Vor ein paar Tagen haben wir angefangen, Emilian ein lustiges Gedicht aus unserer Kindheit zu erzählen. Wir kannten es beide, wie wir festgestellt haben und es ist ein Spaß, sage ich euch!
(Macht das mal mit euren Kindern, die so 4 Jahre und älter sind)
Nach jeder Strophe.. ach, nach jeder Zeile widersprach er gackernd und amüsierte sich köstlich.
Eine Kostprobe:
Dunkel war’s, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen blitzeschnelle,
langsam um die Ecke fuhr.

Papa schlug dann Emilian vor, sich auch so ein Gedicht auszudenken.
Und er fing an: „Es war einmal ein grüner Punkt…. und der war rot!“

 

* „Mama, ich hab dich lieb wie ein Krokodil!“

 

* Emilian wird kurz wach, nachdem er schon ein paar Stunden geschlafen hat. Wir gehen gerade ins Bett und weil wir zu viert in einem Zimmer schlafen, sehe ich, dass er sich hinsetzt und mich anlächelt. Er sagt: „Ich wollte, dass ihr mich von allein findet.“, legt sich hin und schläft weiter.

 

* Liam singt gern. Noch mehr, als Emilian damals gesungen hat und mit noch mehr Auswahl. Er singt selbst Lieder, die wir nicht oft oder lange nicht mehr gehört haben. Er singt laut und aus tiefstem Herzen. Den Text muss man nicht verstehen, aber Melodien hält er gut. Er stellt sich dann auch gern mal vor einen Spiegel und hält eine Hand wie ein Mikrofon vor den Mund. Wir dürfen ihn süß finden und tanzen… aber wehe! Wehe, wir singen mit! Dann hört er sofort auf, dann schnellt eine kleine flache Hand vor und er sagt: „Bopp!! Ich sing!“

 

* „Ich schwitze wie ein Fernglas.“

 

* Auf dem Weg nachhause erzähle ich, wie müde ich bin. Es ist spät, aber Emilian sagt, dass er noch ganz wach sei. Unsere Besucherin fragt, ob er denn Kaffee getrunken hätte und er antwortet: „Nein. Wie wird man denn von Kaffee?“

 

* Nach einem Tag, an dem wir viel gelaufen sind, sage ich: „Boah, heute haben wir aber viele Kalorien verbraucht.“
Da kommt eine Stimme aus dem Autokindersitz: „Was denn, Karolinen?“

 

* Wir reden über Tränen, woher sie kommen, warum sie kommen und warum sie wichtig sind. Emilian erzählt, dass ihm die Tränen kommen, wenn er traurig ist. Unsere Besucherin sagt, dass man aber auch vor Freude weinen kann. Mama sagt: „Das passiert meist Frauen.“ Emilian erwidert: „Nein Männern! Wenn die Frauen so schön angezogen sind!“

 

* Wir üben gerade mit Liam. Er soll Bescheid sagen, wenn die Windel voll ist und er eine neue braucht.
Warum auch immer: Meist riechen wir es, bevor er es merkt. Ich frage dann ab und zu, ob er nicht eine neue Windel bräuchte, aber er verneint. Dann sage ich in der Endlos-Schleife, dass der Popo aber weh tun könnte, wenn die volle Windel nicht gewechselt wird… Nein, die Windel ist nicht voll.
Heute waren wir bei Freunden und ich war der Meinung, Liam könnte eine neue Windel gebrauchen. Liam war anderer Meinung. Auf dem Weg zum Auto hieß es: „Popo aua!!!“ Papa fragt: „Ach, jetzt hast du Popo aua?“ Und Liam antwortet: „Nenaauu jezz!“

 

* Wir besuchen Freunde, die in einem überwachten Teil der Stadt wohnen. Das heißt: Wir fahren zum Pförtner, sagen ihm, wen wir besuchen wollen, bekommen ein Gast-Ticket zum Parken und das Tor wird geöffnet. Nachdem wir dieses Gebiet wieder verlassen haben, schenkt Papa Emilian diese Karte. Emilian ist ganz aufgeregt und bittet uns, noch ganz oft da rein und wieder rauszufahren, denn er möchte mal Pförtner werden und dafür diese Karten sammeln, damit er sie dann anderen Autofahrern geben kann. Ihm kommt eine Idee: „Jaaa, Jippieh! Das isses! Wir könnten uns in ein Parkhaus stellen, Papa. Ich habe die Karten, du läufst an mir vorbei, sagst ‚Brumm Brumm‘ und dann kann ich dir so eine geben…“

 

* Wenn es Liams Meinung nach Zeit für das Frühstück ist, fängt er an, nach „Muppsi“ zu fragen. Muppsi bedeutet Müsli. Wenn keiner von uns Großen auf ihn hört, weil wir noch im Bad sind, beschäftigt sind oder bereits Essen machen oder noch schlafen…., dann ruft er: „Goooße Muppsi Hungaa!“

 

* Die Jungs haben sich heute im Wäscheraum versteckt. Als die Tür fast zu war und es eine Weile ruhig blieb, riefen wir: „Na, wo sind denn Emilian und Liam? Eben waren sie noch da.. Wo könnten sie denn sein???“ Liam, der es dann nicht mehr aushalten konnte, rief: „Hier ich!!!“

 

Immer für einen Spaß zu haben:

Little Olaf          Schlaues Kerlchen

 

Zwei Brüder am Strand

Newport Beach

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