Einschlafen

Zuerst möchte ich mich entschuldigen, dass mein Blog ein bißchen eingeschlafen ist. Bei uns ist viel passiert und zwischen „Ich nehme mir vor, einen neuen Eintrag zu schreiben“ und „Ich schreibe JETZT einen neuen Eintrag“ gibt es tausend Gedanken, Ideen, plötzliche Notfälle und Ablenkungen.
Emilian schläft auf dem Balkon und müsste jederzeit wach werden, aber ich verspreche euch, den Eintrag zu beenden!

Das abendliche ins-Bett-bringen ist ein schöner und wichtiger und nervenaufreibender Moment zugleich. Emilian schläft meist gut ein, zeigt auch, dass er müde ist und legt sich dann schonmal mit Nuckel und Kuscheltuch mitten auf den Küchenfußboden.
Zum Einschlafritual gehört ein gelber Mond, der – so oft man die Schnur zieht – „Somewhere over the rainbow“ spielt. Ich würde wirklich gern wissen, wie oft ich diese Melodie (die übrigens 2 Minuten klingt) schon gehört habe, denn schon als ich schwanger war, habe ich mir den Mond beim Einschlafen auf den Bauch gelegt. (Natürlich nicht alle 9 Monate)
Wenn Emilian eine frische Windel hat, wir seine 8 Zähne „geputzt“ haben, er seinen Schlafsack an hat und seinen Nuckel bekommt, weiß er, dass er jetzt bald ins Bett gelegt wird. Tagsüber schläft er im Kinderwagen und so liegt er wirklich nur nachts im Bett. (Jetzt ist er wach!) Irgendwann weiß er hoffentlich, dass zum abendlichen Ritual auch das Aufräumen gehört..
Ein kleiner Höhepunkt ist für ihn auch das Einschalten einer Lichterkette. Solche Knöpfe und Lichter faszinieren ihn immer!
Wir machen dann ein kleines Milchfläschchen für ihn warm, setzen uns vor das Bett und auf unserem Schoß (Mama oder Papa, immer nur einer) trinkt er dann die Milch aus. Manchmal ist er nach diesen 150ml sofort weg und man kann ihn ins Bett legen, Küsschen geben und das Zimmer verlassen. Das wäre der Idealfall…
Dann gibt es aber Tage, an denen er viel erlebt hat, wir nicht zuhause schlafen oder sonst irgendetwas ihn aufwühlt und er braucht länger, zum Einschlafen.
Minutenlanges „Schschsch“ und Streicheln und den Mond wieder aufziehen können eine gute Laune schnell verändern. Ich frage mich fast jeden Abend, warum das Ziehen an der Spieluhr-Schnur so unglaublich laut sein muss!
Und wehe, das Telefon klingelt oder ein falsches Geräusch kommt aus der Küche. Manchmal liegt er im Bett, bewegt sich nicht mehr – hat aber die Augen offen und würde sofort merken, wenn wir das Zimmer verlassen. Das ist besonders ungünstig, wenn es draussen noch hell ist und das Zimmer nicht verdunkelt werden kann. Dann hängt man da über einem Kinderbettchen, streichelt den kleinen Rücken, spürt jeden Muskel seines eigenen und versucht, wenig Geräusche zu machen. Ihr glaubt nicht, wie laut es dann ist, sich aufzurichten oder einfach das T-Shirt gerade zu ziehen!
Wenn dann aber der Atem ruhig wird und der Mond keine Töne mehr von sich gibt, kann man versuchen, sich leise aus dem Zimmer in einen ruhigen Abend zu schleichen..

Comments

  1. Elsa says:

    Cool, du schreibst so liebevoll und entspannt. Emilian strahlt aber auch die Ruhe seiner Eltern aus! Ich wünschte allen Kindern, dass sie so friedlich ihren Tag beenden dürften……

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