Das Schokoladenregal

Dieser Feind aller Eltern wurde von uns gut ignoriert.. bis gestern.

Wenn wir einkaufen, darf Emilian aus dem Kinderwagen aussteigen und flitzt dann glücklich durch die Gänge. Regeln wie „Eine Sachen darfst du dir aussuchen“ brauchen wir nicht, denn die meisten Leckereien kennt er noch nicht und ein Apfel oder eine Brezel aus Mamas Tasche lenkt gut ab. Da er sich auch sehr gerne die kleinen Bilder in der Tierfutter-Abteilung ansieht, muss ich nichtmal einen Umweg um die Süßwaren-Abteilung machen.
Gestern aber sind uns die aufdringlichen Weihnachtsregale zum Verhängnis geworden, die die schlauen Verkäufer einem mitten in den Weg stellen.
Zuerst bewunderte Emilian die kleinen Teddys und die goldenen Glöckchen… dann sah er die Schokoladenweihnachtsmänner!
Er ging näher an das Regal, betastete die großen und kleinen Figuren in der bunten Folie und staunte!
Dann nahm er sich einen kleineren, parkte seinen Po rückwärts auf meinem Schoß (ich hatte mich neben ihn gehockt), und nahm seinen Nuckel aus dem Mund.
Das beste Zeichen für: Lass uns anfangen zu essen, Mama!“

Aah, ich mag solche Situationen nicht!
Einerseits würde ich ihm ja gern diese Freude machen, aber er wird dann wahrscheinlich nie mehr an diesem Regal vorbeigehen können, bis ich nicht wieder… und so weiter. Ausserdem würde ich unter normalen Umständen niemals 1,50 Euro dafür ausgeben. Und zuhause haben wir ja auch Schokolade.
Aber Emilian denkt nicht so.
Er hatte sich so auf dieses kleine Picknick mitten im Gang gefreut und ließ nicht zu, dass ich seinen kleinen roten Freund wieder ins Regal stellte.
Aber ich habe mir vorgenommen, keine dieser Mütter zu sein, die lange diskutieren und erklären – also nahm ich den Weihnachtsmann in die Hand, stellt ihn unbeschädigt zurück, nahm meinen weinenden Sohn auf den Arm, ignorierte die Blicke der anderen Kunden und zog meines Weges.

Erfolgreich!
Und nicht etwa die Hunde und Katzen auf ihren Leckerli-Dosen mussten ihn ablenken – schon im nächsten Gang war er total von einem Regal voller Würstchen in Gläsern fasziniert..

Am Ausgang des Geschäfts steht so ein blinkendes Auto, in das sich Kinder setzen können. Und wenn die Eltern dann noch 50 Cent in einen Schlitz werfen, fängt es an, zu schaukeln und macht tolle Geräusche. Emilian liebt das Auto!
(Aber er weiß noch nichts von der Sache mit dem Geld – er mag das Auto auch so!)
Seit einigen Tagen ist das alte Auto weg und stattdessen steht dort ein neues faszinierendes Mickey Maus-Auto.
Damit wollte ich Emilian jetzt für seinen Weihnachtsmann-Verzicht belohnen.
Als wir ankamen, saß ein Mädchen in der Mickey Maus und durfte 2 Runden „fahren“. Emilian bewegte sich nicht mehr und beobachtet Maus und Mädchen mit offenem Mund! Wie gesagt, das Geschaukel kannte er ja nicht.
Ich suchte in meinem Kleingeld schonmal nach einem 50-Cent-Stück, das Mädchen stieg aus und Emilian trat mit glänzenden Augen näher an die Maus heran… und das war’s!
Er traute sich nur auf meinem Arm, die Maus anzufassen – reinsetzen wollte er sich gar nicht!

Da habe ich wohl gestern 2,00 Euro gespart!

Comments

  1. rutschauto says:

    Ein toller blog, ich finde Kinderspielzeug sehr wichtig für die Entwicklung von Kindern , angefangen von Lego bis hin zu Rutschautos

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