All‘ Tag Alltag

Mein Kind schläft warm eingepackt auf dem Balkon, vor unserer Wohnungstür streicht ein Handwerker fröhlich pfeifend den Flur und ich will einmal vom wirklichen Alltag berichten.
Während der Schwangerschaft lernt man anhand von Puppen, ein Baby zu wickeln, zu baden, zu halten. Uns wird erzählt, welche Dinge unbedingt und welche eher nicht angeschafft werden sollten. Man gibt uns Adressen für den Notfall (Kind schreit, Kind hat sich verschluckt, Kind ist gestürzt, Kind ist heiß, Kind ist kalt) und für allerlei lustige Angebote (Schwimmgruppe, Krabbelgruppe, Massagegruppe, Papa-Gruppe, Mama-Gruppe, Turngruppe, Stillgruppe).
Doch mit der Zeit fällt mir auf, dass wir auf den wahren Alltag nicht vorbereitet werden. (Oder wir sind einfach zu schüchtern, solche Fragen zu stellen)
Ich zähle ein paar Situationen auf, die jeder für sich „durchleben“ kann 🙂
Vielleicht gibt es gute Tipps von Menschen, die sich im ‚Alltag mit Baby‘ auskennen!

– Ich bin mit dem Kinderwagen unterwegs und muss einen Großeinkauf machen. Weil ich keine Hand mehr für den Einkaufswagen hab, versuche ich, alle Lebensmittel unten im Wagen und auf der Babydecke zu verstauen. Sobald das Baby aufwacht und strampelt, fliegen die Einkäufe wie auf einem Trampolin durch die Luft..

– Wieder bin ich unterwegs, noch lange nicht zuhause und ich muss mal auf die Toilette. Aber ich habe ein Kind im Kinderwagen dabei und es gibt weit und breit keine City-Toilette (Würde der Wagen reinpassen?) und es gibt keine Bekannten, die in der Nähe wohnen und es gibt kein Restaurant, in dem ich nach einer Toilette fragen könnte..

Es gibt einige Situationen mit Baby, die viel Logistik erfordern.
– Ein Arztbesuch, zu dem mein Baby mit muss. Wird genug Platz für den Kinderwagen sein? Was ist, wenn er weint, während ich in Behandlung bin? Was ist, wenn es keinen Fahrstuhl gibt?
– Fahrstühle, die „Außer Betrieb“ sind. Wie lange warte ich, bis jemand vorbeikommt, bevor ich den Wagen selbst die Treppen hoch- oder runterschleppe?
– Weil mein Kind schläft, entscheide ich mich, schnell zu duschen. Als ich von Kopf bis Fuß eingeschäumt bin, beginnt er zu weinen und ich weiß, er wird nicht aufhören, bis ich da bin.
– Wir sind am See und möchten ins Wasser. Lassen wir das schlafende Baby einfach stehen? Bitten wir einen Fremden, aufzupassen?
– Mein Kind liegt auf dem Wickeltisch, die Windel ist voll und mit einer unglaublichen Beweglichkeit fängt es an, den Windelinhalt großzügig zu verteilen. Irgendetwas wichtiges (Feuchttuch, neue Windel, Creme) liegt aber unerreichbar im anderen Zimmer ..

Habt ihr sowas erlebt? Und was wird erst mit mehreren Kindern sein?
Im Idealfall bin ich nicht alleine und kann um Hilfe bitten.
Aber ab und zu gibt es wirklich Momente, in denen ich nicht weiß, was zuerst zu tun ist.

Comments

  1. Elias says:

    hei marit,

    dankeschön für den übercoolsten Adventskalender -schreib mal wieder was, ja?
    Liebste Grüße
    Elias_

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