WMDEDGT – 3

05. März 2026

Am 5. eines Monats erzähle ich normalerweise, was wir so den ganzen Tag gemacht haben.
Falls jemand fragt:
„Was macht du eigentlich den ganzen Tag?“

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Es ist grad ein bißchen ruhig hier auf dem Blog. So still und langsam der Winter vielleicht war – so nimmt der März jetzt Fahrt auf und wir planen Geburtstage, suchen Geschenke, veranstalten Events, buchen Sommercamps, bezahlen Rechnungen, räumen den Garten auf, waschen Wäsche … und leben den Alltag als Großfamilie.

Die Kleine ist anderthalb Jahre alt.. das ist die Phase, in der ich als Mama zu noch weniger komme, als sonst schon. Eine Freundin hat mich letztens gefragt, ob ich überhaupt mal ein paar Minuten Ruhe am Tag habe. Ich hab kurz überlegt.. nein, eher nicht so. Nachts, nach 23 Uhr vielleicht, wenn alle schlafen. Aber da schläft der Mann dann leider auch schon. Am ehesten kann ich in Ruhe denken, wenn ich im Garten beschäftigt bin. Dann verziehen sich die Großen, weil sie Arbeit wittern. Und die Kleinen wuseln irgendwo draussen rum, aber ich muss nicht ständig aufpassen. Es kommen auch wieder ganz andere Phasen, das weiß ich! Jetzt muss der Blog eben warten. Aber es gibt ja zum Beispiel unseren Podcast! Und hier im Blog gibt es 15 Jahre Lese-Stoff.. da sollte es nicht langweilig werden 😉

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Mein Wecker klingelt heute um 6:30 Uhr. Ich höre den Mittleren aufstehen. Er ist der einzige, der früh zur Schule muss. Der Kleine ist krank und der Große geht erst später. Ich bin noch müde und schreibe dem Sohn eine Nachricht und frage, ob er in der Küche alleine klarkommt. Es klappt. Wir bleiben einfach liegen.

Irgendwann steht die Kleine einfach alleine auf und tapst los, um zu gucken, ob sie jemand findet. Der Bruder macht ihr in der Küche einen Kakao. Sie hören zusammen ein Hörspiel an. Der Mann steht auch auf und macht uns Frühstück, dann stehe ich auf. Der Große duscht, will zur Schule und fragt nach seiner Brotbox. Oh, die habe ich auch nicht gemacht. Der Mann wirft ihm schnell drei Bananen hinterer 😉 Beim nächsten Mal stehe ich wohl lieber wieder auf!

Der kleine Sohn war irgendwie krank und musste sich eine Nacht lang übergeben. Wir haben nie Magen-Darm-Krankheiten und waren ganz aufgeregt. Viele Kinder in seiner Klasse lagen mit ähnlichen Symptomen im Bett, aber er hat auch eine Impfung bekommen und hat als einziger von uns einen Döner gegessen… wer weiß, woher es kam. Wir anderen bleiben gesund und stecken uns nicht an! Das weiß man ja nicht immer so. Aber Durchfall und Erbrechen haben wir eigentlich nie! Heute geht es ihm wieder ein bißchen besser und er ist im Wohnzimmer und ansprechbar.

Nach dem Essen räume ich die Küche auf, der Mann geht zur Arbeit ins Büro. Dann packe ich die Kleine ein und wir fahren zur Krabbelgruppe. Sie liebt das immer sehr – aber ich stelle fest, dass mehr „jüngere Babies“ nachrücken und wir so langsam rauswachsen. Ab 18 Monaten wird es schwieriger, Vormittagsprogramm zu finden, weil viele Kinder im Kindergarten sind. Bis zum Sommer bleiben wir noch. Wir singen und spielen, sie rutscht und rutscht und rutscht… als wir danach gegen 12 Uhr zum Auto gehen, ist es so warm draußen! Richtig schön.

Im Auto schläft sie ein, aber ich wecke sie zuhause, damit wir noch Mittag essen können. Ich mache eine Wäsche mit den ersten Winterjacken an. Die Schuhe hole ich auch bald vom Dachboden. Es ist noch früh, ich weiß. Aber bei 15 Grad und mehr passt die Kleidung nicht mehr so, die wir auch bei -10 Grad getragen haben…

Nach dem Essen gehen wir in den Garten. Der Sohn merkt richtig, dass ihm das in den letzten Tagen im Bett gefehlt hat. Wir spielen auf der Strasse mit dem Ball und ich spreche in den paar Minuten mit mehr Nachbarn, als in den vergangenen Monaten. Der Frühling verändert alles! Wir schießen den Ball hin und her und die Kleine sammelt den Split vom Streuen auf. Nacheinander kommen die beiden Jungs aus der Schule.

Die Kleine hält noch bis 14:30 Uhr durch, dann stille ich sie und lege sie in den Wagen. Gestern habe ich mein großes Beet sauber gemacht. Ich konnte es einfach nicht mehr aushalten und hoffe sehr, dass es nicht mehr schneit und ich das bereue. Heute war die Terrasse dran. Ich räume und fege und schiebe.. das fühlt sich gut an. Selbst, wenn es nochmal regnet und stürmt, ist der größte Dreck vom Winter weg und wird nicht mehr durch den Garten gepustet. Wenn alles sauber und frisch für die Garten-Saison ist, sieht es so gut aus! Bald sind die Fenster dran!

Der Mann bleibt im Haus, er merkt jede Polle, die ich im Garten aufwirbele. Zum Kaffee ruft er mich rein und wir trinken zusammen in der Küche unseren Kaffee. Der Große repariert sein Fahrrad. Der Kleine ruht sich aus. Der Mittlere ist bei einer Freundin aus der Kirche. In der 8. Klasse gehört ein Projekt mit älteren Menschen zum Unterricht und über einen längeren Zeitraum besucht er sie und sie tauschen sich über den Alltag aus. Unsere Freundin ist 70 Jahre alt und meist kochen sie zusammen und er bringt leckere Sachen mit nachhause!

Ich hänge die nassen Jacken draußen auf und erledige dann ein paar Sachen am Laptop, weil die Kleine noch schläft. Der Große ist als Mitarbeiter fürs Sommercamp angemeldet und ich überlege, ob sein Führungszeugnis noch aktuell ist. In der Klasse des Sohnes frage ich, ob es Hausaufgaben gab. Der Große geht zu einem Physiotherapie-Termin. Ich habe ein paar schöne Bücher aus der Bücherbox am Zaun geholt und fotografiere sie. Manchmal frage ich dann eine Freundin und meine Mama, ob sie Interesse haben. Eigentlich wollte ich heute auch das Aquarium ausmisten und das Wasser wechseln, aber dazu komme ich irgendwie nicht. Der Mittlere geht nach dem Besuch bei der Frau gleich weiter in die Kapelle zum „Biblischen Unterricht“, er schafft seine Küchenaufgaben nicht, also mache ich das schnell.

Es wird nach 17 Uhr, als wir die Kleine wieder wecken. Sie bekommt einen Kakao und wir kuscheln ein bißchen auf der Couch. Der Mann ist immernoch im Büro und hat ein Telefonat. Ich fange an, das Abendbrot vorzubereiten. Dann gegen 18 Uhr sind wir plötzlich alle zuhause und alle in der Küche. Die einen spielen, die anderen reden oder räumen. Einer hat Kopfschmerzen, einer spielt Klavier, dann trägt einer Gehörschutz-Kopfhörer. Es ist selten und schön, dass wir alle zusammen in einem Raum sind und wirklich irgendwas zusammen machen.

Wir essen Brot und Reste und selbstgemachte Frühlingsrollen. Ich bin so dankbar, dass die Magen-Darm-Geschichte uns wieder nicht erwischt hat. Beim Essen erzählen wir uns vom Tag, aus der Schule und zuhause. Der Mittlere plant seinen 14. Geburtstag in ein paar Tagen, der Große bereitet seine MSA Präsentation vor. Ich erzähle vom Gespräch mit den Nachbarn. Wir überlegen, was wir am Wochenende zusammen machen wollen.

Als der Küchentisch leergeräumt ist, schicke ich alle nach oben, um den Boden zu saugen und zu wischen. Die Küche und das Wohnzimmer wird aufgeräumt. Oben gehen die Kinder langsam ins Bett. Der Mann bringt die beiden Jungs, die oben schlafen, ins Bett und kommt mit der Kleinen runter und setzt sich ans Klavier. Ich fange an, den Text hier zu schreiben, sie zeigt das Zeichen für „Stillen“ und „Schlafen“, wir machen immernoch sehr erfolgreich die Babyzeichensprache. Ich wundere mich, weil sie eigentlich lange geschlafen hat.. aber wenn sie müde ist, soll sie schlafen dürfen. Ich bringe mit ihr den Großen ins Bett und gehe nach oben. Sie möchte gerne in unserem Bett liegen, aber schlafen möchte sie nicht. Na toll. Ich stille, sie liegt und kuschelt, ich singe und streichle.. aber sie schläft einfach nicht. Mein Handy habe ich nicht dabei und ich werde ganz ungeduldig, weil ich eigentlich auch noch duschen wollte..

Irgendwann gehe ich nach unten und bitte den Mann, mich abzulösen. Sie schläft natürlich schnell ein. Dann schreibe ich schnell den Text hier und gehe duschen.

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