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* Unser 2017 *

Immer mal wieder Ende Dezember freue ich mich darauf, endlich unseren Jahresrückblick zu schreiben.
Das dauert meistens zwei (diesmal drei) Tage, bis ich damit fertig bin, aber es ist mir so wertvoll.

Diese Texte und Fotos sind ein Schatz.
Für mich. Für uns.

Ein Beweis, dass es gut war. Und wird.
Ein Beweis, dass Gott seine Versprechen hält, alles zu unserem Besten zu machen. Ein Beweis, dass wir Eltern es trotz Herausforderungen schaffen, eine glückliche Kindheit zu bauen, Kindheitserinnerungen entstehen zu lassen. Ein Beweis, dass wir es uns zusammen schön gemacht haben.

Jetzt hier zu sitzen und im Rückblick an die Aufs und Abs dieses Jahres zu denken, an Glück und Enttäuschung, an Trauer und Zufriedenheit, an Gesundheit und Krankheit, an Überraschungen, an Planänderungen… – ist nicht immer leicht, aber so wertvoll und kostbar. Für mich gehört das zum Beenden eines Jahres dazu.

Vorgestern habe ich auf Instagram meine 9 beliebtesten Fotos des Jahres ausgesucht. Emilian hat zugeguckt – und ab und zu sagte er: „Ach jaaaa.. daran kann ich mich fast nicht mehr erinnern!“
Was sind 12 Monate für ein Kind?
Eine Ewigkeit.
Das ist so lange her.

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Januar

Zusammen mit Freunden haben wir in der Kirche in das neue Jahr gefeiert. Die Kinder sind zum ersten Mal bis nach Mitternacht wach geblieben. Im letzten Monat schwanger war ich nicht mehr dazu in der Lage, wie sonst eine Party zuhause zu schmeißen.

Genau vor einem Jahr hatte ich ein kleines ungeborenes Baby verloren. Dieser dicke Bauch war so ein Geschenk! Jederzeit rechnete ich damit, dass die Geburt losging. Noch nie hatte es ein Kind bis zum errechneten Termin geschafft und gerade bei Nummer 3 war ich auf alles gefasst.

Mein Mann sagte nach langem Hin und Her seine vorletzte Einheit des Coaching-Studiums in Hannover ab und nahm per Skype teil.
Den Entbindungstermin verbrachten wir im Krankenhaus, aber nach Geburt sah das nicht aus. Was haben wir gewartet!!
Drei Tage später, am 21. Januar, kam unser dritter Sohn zur Welt, nachdem wir nicht mal 60 Minuten vorher im Schlafzimmer aus dem Bett gesprungen sind.

Ich war überwältigt von diesem Baby-Glück, wieder nach 5 Jahren. Wir alle staunten über das kleine Wesen. Ich fühlte mich schnell wieder fit und musste doch lernen, mir und uns Zeit zu geben. Alle Omas und Opas haben uns viel geholfen und den Start sehr erleichtert. Die Mädels aus der Kirche überraschten mich mit einer Babyparty, mit vielen Geschenken und Mittags-Gutscheinen für die ersten Baby-Tage.

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Februar

Der Februar begann mit den Winterferien. Wir alle genossen die Pause, mal nicht früh aufstehen zu müssen. Die Hebamme besuchte uns täglich und wie die anderen beiden auch brauchte Jari lange, um sein Geburtsgewicht zu erreichen. Ich konnte die Babyzeiten mit dem dritten Kind jetzt aber mit viel Entspannung und Erfahrung wirklich genießen.

Das Geburtstags-Wochenende meines Mannes verbrachten wir in Dresden, wo wir mit meiner Schwester+Mann und meinem Bruder+Frau an einem Familienseminar teilnahmen. Außerdem überraschten wir meine Schwester mit einer Babyparty. Ihr Sohn, der 5. Enkel meiner Eltern, kam auch sehr schnell und überraschend Mitte Februar statt Anfang März zu Welt.

Mein Mann flog für ein paar Tage in die Schweiz, wir feierten viele Familien-Geburtstage und ich nahm (mit Jari) an einem Selbstbehauptungskurs für Frauen in unserer Kirche teil. Wir besuchten Karls Erdbeerhof zum ersten Mal im Winter und Emilian stand zum ersten Mal in Schlittschuhen auf dem Eis. Auch im Zoo war ich endlich wieder mit den Kindern.
In einem Kita-Elterngespräch sprachen wir über Liams Verhalten und seine Suche nach dem neuen Platz in der Familie.
Ich selbst suchte auch meinen neuen Platz und wurde ein bißchen besser darin, Schmutz und Wäsche und Geschirr stehen zu lassen.. und einfach frische Dreier-Mama zu sein.

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März

Ihr wisst ja, wie ich es liebe, den Frühling zu erwarten und zu spüren. Jede Blüte musste ich bewundern und in den frühmorgendlichen Still-Pausen konnte ich Vögel zwitschern hören.
Wir waren wieder im Zoo. Die neue Freiheit-ohne-Bauch genoß ich und auch die Ruhe-Zeiten zum Stillen musste ich lernen und schätzen lernen.

Mein Mann war beruflich wieder kurz in Hannover unterwegs. Unsere MOPS-Treffen in der Gemeinde wurden größer und machten richtig Spaß! Emilian begann einen Schwimmkurs und das wurde ein schönes Mama-Sohn-Ritual für uns.

Und dann der jährliche Geburtstags-Marathon!
Liam wurde 5 und feierte eine Dschungel-Party.
Emilian wurde 7 und feierte eine Cars-Party.
Ich lieh mir von einer Freundin die heißgeliebte Manduca und trug Jari sehr oft mit mir rum. Das half auch am besten gegen Bauchschmerzen, die ihn immer wieder quälten.

Es wurde deutlicher und deutlicher, dass wir nicht -wie gewünscht und gehofft und geplant- die Sommerferien in Kalifornien verbringen können. Ein paar Termine, auf die wir keinen Einfluss hatten, wurden geändert und ausserhalb unserer Schulferien gelegt. Das war sehr bitter und ich brauchte eine Weile, um das zu akzeptieren. Mein Mann würde also nach 2 1/2 Jahren ohne uns nach Kalifornien fliegen.
Stattdessen planten wir, unsere Herbstferien auf Korsika zu verbringen und der Gedanke an die zwei Wochen am Meer entschädigte mich ein bißchen.

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April

Der 1. April war ein ganz, ganz heißer Tag und ich fuhr mit den Kindern und meiner Schwester in den Britzer Garten. Tolle Kirschblüten-Fotos haben wir gemacht!
Am 4. April wurde ich 32 und es war ein richtig kalter Tag.
Anders als in den letzten Jahren feierte ich gar nicht und das hat mir eigentlich auch gefehlt. Immerhin waren wir nach dem Schwimmunterricht kurz Eis essen und am Abend liefen mein Mann und ich zum Restaurant an der Ecke, um zur Not schnell wieder zuhause sein zu können.
Wir genossen den kommenden Frühling im Garten und auf der Terrasse. Wir färbten Ostereier, besuchten das Legoland und die beiden Jungs verbrachten ein schönes Wochenende bei meinem Bruder und seiner Frau. Mein Mann schloss sein Studium in Hannover erfolgreich ab!
Kurz nach Ostern stellte die Kinderärztin erschrocken fest, dass Jari Gewicht verloren hatte und schickte uns eilig ins Krankenhaus.
Ein paar aufregende Tage begannen, voll von Sorge, neuen Hebammen-Besuchen, Schuldgefühlen und Flaschennahrung. Es stellte sich heraus, dass die Muttermilch nicht ausreichend war und zum ersten Mal im Leben rührte ich Flaschenmilch an. Trotz völliger Ahnungslosigkeit lernten wir das ganze Flaschen-Zeug für Tag und Nacht doch schnell und konnten fast zusehen, wie Jari Gewicht zunahm.

Jari geht es jetzt gut.
Er hat absolut keinen Schaden genommen und ist ein gesunder, glücklicher Schatz.
Aber ich spüre, wie dieses Thema in mir sticht, wenn ich daran denke. Manchmal kann ich mir die Fotos von Jari im April kaum ansehen, weil es wehtut. Wie konnte ich mein Baby halb verhungern lassen? Was bin ich für eine Mutter, die ihr Kind nicht stillen kann? 
Dieses ganze Thema „Stillen“ ging mir plötzlich so auf die Nerven. Auf jeder Milchpulverpackung sahen mich die Buchstaben „Stillen ist aber das Beste für Ihr Kind!“ herausfordernd an. Ich wollte ja so gern! Aber es ging nicht.
Glücklicherweise hatte ich bereits zwei Kinder „großgestillt“ und konnte irgendwann entspannter und gelassener mit der Sache umgehen und die Vorteile der Flaschenmilch schätzen.

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Mai

Zum ersten Mal besuchten wir das Kirschblütenfest in unserer Nähe. So ein Traum! Zartrosa und Sonne und Duft überall.
Zusammen mit meiner Familie machten wir einen Tagesausflug zum Wannsee. Ich musste lernen, Ausflüge trotz Flaschennahrung zu bewältigen.
Das Stillen wurde immer mehr ein Kampf für uns beide. Zum ersten Mal im Leben besorgte ich eine Milchpumpe und begann eine Hass-Liebe mit diesem Ding. Ich war natürlich dankbar für solche Sachen wie Milchpumpen und Flaschennahrung, aber es dauerte trotzdem, bis ich mich angefreundet hatte.
Bei einem kurzem Stromausfall wurde ich wieder erschüttert und mit der Tatsache gequält, dass ich ohne Strom überhaupt nicht in der Lage war, mein Kind zu füttern!
Wir besuchten eine Osteopathin, nur um herauszufinden, dass mit unserem Kind wirklich alles in Ordnung war.

Emilian beendete seinen Schwimmkurs.
Gemeinsam nahmen wir an einem Familien-MutMachTag in Potsdam teil. Dieser Tag und diese Idee haben uns viel Freude gemacht. Uns besuchte ein Familienfotograf, der uns einen Tag lang begleitete und viele, viele Fotos aus dem Alltag schoß. Inzwischen ist daraus ein Fotobuch entstanden und wir denken gern an diesen Tag zurück.
Gemeinsam mit „Berlin Machen“ nahmen wir an einer Sauberkeits-Aktion teil und räumten das Gelände um unsere Kapelle auf.
Emilian begann einen Kletterkurs, der ihm viel Spaß machte. Wir alle verbrachten viel Zeit draussen in Parks und unserem Garten. Diese Jahreszeit macht mich immer glücklich! Wie immer mal wieder kämpfte ich gegen zu volle Kinderzimmer und Unordnung, dazu auch mit Vergesslichkeit und Schlafmangel und Hausaufgabenstress. Wir alle kämpften gegen Ameisen in der Küche und -leider erfolglos- gegen gemeine Raupen in der Buchsbaumhecke.

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Juni

Im Juni feierten wir unseren 10. Hochzeitstag!
Wir spaziertem am Schlachtensee und ließen uns Weißwurst mit Brezeln und Erdbeerbowle schmecken.
Am Nachmittag zwängten wir uns zogen wir uns unsere echte Hochzeitskleidung an und machten Familienfotos bzw. stellten unsere Hochzeitsfotos -nun mit drei Kindern- nach. Das war mein großer Wunsch und es sind wunderbare Fotos entstanden!

Emilian steckte sich mit Streptokokken an und bekam ein Medikament, das er nicht vertrug und einen anstrengenden Hautausschlag mitbrachte.
Wir feierten eine Gartenparty und luden Freunde ein, uns bei größeren Arbeiten im Garten zu helfen. Meine Mama legte einen schönen Steingarten an, wir pflanzten neue Blumen und auch Bohnen und Tomaten.
Ich konnte endlich wieder Holundergelee kochen und habe auch Likör gemacht. Lecker!

Elternabende, Impfungen, Geburtstage standen auf dem Programm – und natürlich ganz viel draussen sein. Wir entdeckten, dass Liam Streichelzoos liebt! Und so machten wir ab jetzt nicht mehr einen großen Bogen darum, sondern verbrachten viel Zeit auf Karls Erdbeerhof, im Zoo oder auf dem Spargelhof Klaistow mit dem Streicheln und Füttern von Tieren.

Ganz spontan entschieden sich die beiden Jungs eines Abends, mit Papa draussen im Zelt zu übernachten. Alle waren so aufgeregt und es klappte wirklich gut.

Jari wurde 5 Monate alt und war unser aller Glück.
Er holte gut Gewicht auf und wir probierten die ersten Breie. Besonders Liam kümmerte sich rührend -wenn auch ab und zu etwas wild- um alles, was Jari brauchte.
Ich hörte auf, Milch abzupumpen. So schwer mir das auch fiel, das innige Stillen des eventuell letzten Babys so zu beenden – ich genoß auch die Freiheit und vor allem, die Milchpumpe loszuwerden.
Jari war einfach gern inmitten seiner Familie. Er weinte kaum, liebte seine Brüder und lag gern im Wipper und schaute uns zu. Bis heute noch ist er ein absolutes Papa-Kind.
Ich litt an Schlafmangel, Haarausfall, schmerzenden Schultern und erinnerte mich daran, dass alles eine Phase sei und ich das irgendwie bereits zweimal geschafft hatte. Trotz allem konnte ich mit diesem dritten Baby wirklich entspannter sein und genoss den Babyduft, den Anblick der kleinen Hände und das erste Plappern.

Liam probierte das Fußball-Training aus. Emilian würde bald die 1. Klasse beenden. Er war ein fröhliches, schlaues Schulkind und probierte die ersten Nachhausewege ohne uns.
Schweren Herzens verkauften wir unser Auto, weil es uns doch mehr Ärger als Nutzen brachte.
Wir bekamen Besuch aus Kalifornien und verbrachten zusammen schöne Sommertage in Berlin.

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Juli

Nachdem wir den Jahrhundertregen in Berlin ohne Auto überstanden hatten, kauften wir das meines Schwiegervaters. Die Überschwemmungen störten uns nicht weiter und wir machten uns Spaß daraus und liefen barfuß von der Kita nachhause oder stürzten uns im Garten in riesige Matsch-Pfützen.

Für ein Blogger-Treffen fuhr ich mit den Jungs nach Berlin Prenzlauer Berg und die Innenstadt und die öffentlichen Verkehrsmittel waren ein aufregendes Erlebnis.

Für die Freunde aus Kalifornien mag der Regen eine Freude gewesen sein – für uns und viele Berliner war er ärgerlich und enttäuschend. Immerhin war es warm und ich ging nie mehr ohne Schirm und Gummistiefel aus dem Haus.

Als inzwischen kleines Sommer-Ritual fuhren wir aufs Feld, zum Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren und Blaubeeren zu ernten und gleich in den Mund zu stecken.
Emilian beendete glücklich das erste Schuljahr und wir starteten in die Sommerferien! Lange schon arbeiteten wir an einer to-do-Liste für den Sommer – und nun ist es endlich soweit.
Mit allen Müttern und Vätern und Kindern von MOPS Berlin feierten wir ein Abschlussfest – überwältigt von allem, was aus diesem Traum geworden ist.

Nebenbei lief der ganz normale Alltag, der keine Ferien macht: Sand in der Wohnung, Babybrei kochen, Fenster putzen, Geschenke für Lehrer und Erzieher besorgen, Bücher für die 2. Klasse bestellen, das Baby nicht vergessen.

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August

Nach dem Regen folgte eine Mückenplage, die den ganzen Sommer nicht mehr aufhören sollte.
Bei schönem Wetter feierten wir den Geburtstag meiner Mama und genoßen es, alle ihre fünf Enkel zusammen zu haben.

Mit meiner Tante trafen wir uns in Familiengarten Eberswalde und staunten über den schönen großen Park. Im Berliner Zoo sahen wir endlich die neuen Pandabären. Emilian verbrachte einen Tag mit Papa im Filmpark Babelsberg.
Mit den Kindern fuhr ich für einen Tag an die Ostsee, um meine Eltern zu besuchen und das Meer zu sehen.
Wir verbrachten schöne, wenn auch verregnete, Urlaubstage in Dresden bei meiner Schwester. Noch immer reden die Jungs vom Ausflug in die Sächsische Schweiz.

Wir feierten 7 Monate mit Jari.
Durch die Flaschenmilch hatten wir einen guten Überblick über seine Nahrung – und so lief alles andere eher nebenher. Er lernte so schnell und so viel. Lachen, Quietschen, Sitzen, sich Hochziehen, Brei essen, Brei verschmieren, besser Schlafen, erste Babyzeichen.

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September

Nach einem vollen Sommer, den wir uns trotz des vielen Regens schön und voll gemacht haben, begann für Liam das Vorschuljahr und für Emilian die 2. Klasse. Der regelmäßige Alltag tat uns allen gut.
Zum zweiten Mal und mit als ein Höhepunkt des Jahres feierten wir mit unserer Kirche das Nachbarschaftsfest.
Wir ernteten Bohnen, Himbeeren und Tomaten im Garten, ich probierte, Pfefferminzgelee herzustellen und wir fotografierten die Herbst-Beete im Britzer Garten. Zum ersten Mal durften die Jungs im Kletterwald den Kinder-Parcour ausprobieren. Bei schönem Wetter spazierten wir auf dem Tempelhofer Feld, um das Drachen-Festival zu bewundern.
Bücherei-Besuche standen auf dem Programm. Und immer mal wieder ein überraschender Regenschauer.

Ende des Monats flog mein Mann dann nach Kalifornien, um Freunde zu treffen und an Konferenzen teilzunehmen. Wir waren gut vorbereitet und hatten Freunde und Familie zur Unterstützung, aber schwer war es doch. Die Fotos und Videos von ihm sahen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Und natürlich bestellten wir viele Mitbringsel.

Kurz bevor er wieder zu uns kam, fand ein großes, großes Familientreffen statt, dass wir nur alle paar Jahre mal schaffen. So viele (ungefähr 120) sind wir inzwischen. Es war kalt, aber schön sonnig im Thüringer Wald und die vier Tage vergingen schnell. Emilian verlor seinen 3. und 4. Milchzahn.

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Oktober

Mit Hilfe der Abreiß-Liste und des näher kommenden Frankreich-Urlaubs schafften wir irgendwie auch die letzten Tage ohne Papa. Als wir endlich zu fünft vom Flughafen wieder nachhause kamen, zeigte Jari, das Papa-Kind, mit leuchtendsten Augen, was wir alle dachten: Papa ist wieder da!
Wir stürzten uns auf seine Geschichten und Geschenke und in den vertrauten Alltag zu fünft.

Mit Emilian lernten wir, erste Schreibschriftwörter und Lernwörterdiktate zu schreiben. Ich brachte ihn ab und zu wieder zur Schule und genoß die Zweisamkeit und das Fahrrad fahren nach langer Pause.
Die Kinder halfen gern beim Laub harken, wir laminierten Herbstblätter für schöne Fenster-Deko.

Es gab viele goldene und warme! Oktober-Tage. Mit Bücherei-Büchern für die Fahrt, unzähligen Babybrei-Gläschen, Passfotos und Strand-Zeugs bereiteten wir uns aufgeregt auf unseren Familienurlaub vor.
Wir packten und packten und planten und planten und erlebten zwei wun-der-schö-ne Wochen auf Korsika, am Mittelmeer. Das Wetter war traumhaft, das Meer nebenan, die Croissants so lecker – und ausser einer Bronchitis, die unser Baby erwischte und vielleicht etwas Langeweile auf den langen Autofahrten gab es nichts zu meckern.

Was wir noch nicht wussten: Während unserer Abwesenheit wurde in unserem Haus und Garten viel gewurschtelt und ein selbstgebautes Baumhaus wurde an unseren Baum gehängt!

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November

Die Sonnenuntergänge unter Palmen, das Baden im Meer und das Urlaubsgefühl taten uns so gut – und etwas verstört und verkühlt kamen wir Anfang November in das dunkle Berlin zurück.
Einen besonderen Wunsch erfüllten wir uns auf der Rückfahrt und machten kurz Pause in Nizza und Cannes. Vor 10 Jahren begann unsere Geschichte dort mit unserer Hochzeitsreise – nun mit drei Kindern zurück zu kommen, war ein besonderer Moment für uns.

Die Kälte und Dunkelheit in Berlin rückte schnell in den Hintergrund, weil wir nicht nur in ein sauberes Haus mit gefülltem Kühlschrank kamen – sondern weil ein Baumhaus im Garten uns vor Überraschung die Sprache verschlug.

In einer letzten Etappe vor den Weihnachtsferien begann der Kita- und Schulalltag wieder. Wir brachten die Sommerkisten auf den Dachboden und holten gleich die Weihnachtsdeko runter. Im Zuge des Räumens und auf der Suche nach neuen Geschenkideen sortiere ich mal wieder die Kinderzimmer und bringe volle Tüten zum Rumpelbasar. Ausserdem räumte ich endlich alle Kinderkleidung in beschriftete Kisten und es entstand viel Platz im Kleiderschrank.

In einem Segnungsgottesdienst für Babys wurde für Jari und uns als Familie gebetet. Diesen besonderen Sonntag feierten wir mit der Familie und mit der traditionellen Sauer-Scharf-Suppe.
Ich ging mit Liam zur Schuluntersuchung, die er ohne Probleme bestand. Wir beschäftigten uns mit Laternen und ersten Weihnachtsplätzchen, ich befüllte die Adventskalender.
Mit Emilian ging ich zur Filmpremiere von „Bo und der Weihnachtsstern“. Ein ganz toller Film!

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Dezember

Den Dezember verbrachten wir ruhig und mit vielen kleinen Weihnachts-Traditionen. Eigentlich dauerhaft quälten uns Kinderkrankheiten, die wir wohl auch mit ins neue Jahr nehmen werden. Es gab Plätzchen, den Weihnachtsmarkt-Besuch, das Lebkuchen-Haus, viel Weihnachtsmusik und Kerzenschein.

Kurz freuten wir uns über echten Schnee!
Wir feierten den 1. Geburtstag meines Neffen, befüllten Nikolaus-Schuhe und bereiteten das Weihnachtsfest vor.

Nach den Feiertagen mit den Familien verbrachten wir die freien Tage einfach zuhause. Emilian hatte ein neues Tanz-Spiel für die PlayStation bekommen und wir alle tanzen sehr gerne damit! Die Kinder werden langsam gesund und bis zum Schulanfang am 3. Januar werden wir einfach ausruhen, mit den neuen Sachen spielen, Rezepte ausprobieren, ausschlafen, Hörspiele hören und ab und zu eine Runde um den Block gehen.

Heute feiern wir bei Freunden in das neue Jahr und die Jungs sind schon ganz aufgeregt, weil sie wach bleiben dürfen und ihre Knaller knallern können.

Danke!
Danke für euer Mit-Lesen und Mit-Freuen

 und Mit-Leiden und Mit-Leben.
Wir haben Pläne und Wünsche und Ideen für das neue Jahr 2018 und sind gespannt, was uns erwartet!

Ich wünsche allen meinen Lesern einen schönen letzten Dezembertag und dann einen bewahrten Silvester-Abend!
Kommt mit guten Gedanken ins neue Jahr!
Schön, dass es euch gibt!

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Mein Jahresrückblick 2016

Ich hab mich schon auf diesen Jahresrückblick gefreut, obwohl es immer richtig lange dauert, ihn zusammen zu sammeln und zu schreiben. Wie heute auch.
Aber so ein Jahr im Rückblick ist was Besonderes für mich.. da bleibt mir ausser Dankbarkeit gar nicht viel übrig. Und ohne meine ganzen Einträge würde ich vergessen, wie voll und schön und ereignisreich dieses Jahr für uns war.

Dieser Eintrag wird bei Jana auf dem Hebammenblog zur Blogparade verlinkt. Guckt euch auch mal alle anderen schönen Rückblicke von 2016 an!

 

Januar

Mit Freunden haben wir Silvester bei uns gefeiert und im Garten gegrillt! Ich war schwanger, noch wusste niemand davon – aber kurz nach dem Start in das neue Jahr mussten wir uns von unserem Baby verabschieden, auf das wir über ein Jahr gewartet hatten! Wir haben das überhaupt nicht „erwartet“ natürlich oder befürchtet und waren erschrocken und traurig.
Aber Freunde und Familie und die beiden großen Kinder haben uns geholfen, weiterzumachen. Ich weiß auch nicht, ob ich das so einfach schreiben könnte, wenn jetzt nicht ein 37 Wochen altes Baby in mir strampeln würde..
Im Januar waren wir zum ersten Mal im Zirkus und im Kino (mit Emilian), wir haben Besuch aus Kanada gehabt und waren mit Opa auf dem Eis. Emilian hat sich ganz, ganz langsam von der Kita abgenabelt und Liam hat dort mehr und mehr seinen Platz gefunden.

 

Februar

Der Februar ist ja normalerweise mein „Ich halte es nicht mehr aus, bis der Frühling anfängt“-Monat und sonst eher ruhig – aber in diesem Februar 2016 war ’ne Menge los! Erinnert ihr euch??? Uns sind mehrere Lichter aufgegangen! Und ich habe angefangen, im Büro zu arbeiten!
Vom 12.-22. Februar haben wir an einem besonderen Experiment von Lumizil teilgenommen. Wir haben komplett ohne elektrisches Licht gelebt und wurden am Ende mit neuen Lampen im ganzen Haus belohnt. Unsere täglichen Berichte und Erfahrungen könnt ihr gern nochmal nachlesen.
In genau dieser Zeit habe ich angefangen, wieder zu arbeiten. Zwar nicht als Erzieherin, sondern als Aushilfe in einem Versicherungs-Büro, aber es war doch der erste Schritt zurück in die Arbeitswelt. Mein Mann hatte Geburtstag, während des Experiments war er auch noch ein paar Tage auf Dienstreise und zum ersten Mal haben beide Kinder Fasching gefeiert.

 

März

Im März haben wir den Opa meines Mannes beerdigt.
Mein Bruder kam nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder zurück nach Berlin, ich habe ihn mit den Jungs vom Flughafen abgeholt. Wir gingen zum ersten Entwicklungs-Gespräch zu Liams Erzieherinnen und waren begeistert, wie treffend sie uns unseren Sohn beschreiben konnten und wie gut er in der Gruppe angekommen ist. Mit vielen Freunden von früher haben wir das Comeback einer coolen Jugend-Band gefeiert, meine Schwester kam mit Mann für ein paar Tage zu Besuch, wir waren zu einer schönen Hochzeit von Freunden eingeladen und haben natürlich Kindergeburtstag gefeiert. Liam bekam eine coole Piraten-Party mit schöner Deko und Emilian hat mit Freunden einen Polizisten-Geburtstag gefeiert. Wir haben mit allen Familien Ostern gefeiert und hatten mehrmals Besuch aus Kalifornien.

 

April

Zu meinem Geburtstag habe ich mal wieder groß und wunderbar mit vielen, vielen Freunden gefeiert. Ich liebe es! Zum ersten Mal habe ich einen american Cheesecake gebacken und seitdem noch ein paarmal. Auch zum ersten Mal war ich Gastgeberin einer Tupperparty und es war ein voller Erfolg! Liams Kita-Gruppe war zum Frühstück bei uns und ich hab meine Oma mit meiner Cousine und ihren Kindern besucht. Das taten wir ab dann einmal im Monat. Die Jungs haben angefangen, die EM Sticker zu sammeln und waren total im „Manu Neuer“-Fieber.
Mein Mann war für eine Woche beruflich unterwegs und zum ersten Mal war ich alleinerziehend mit zwei Kindern und Job. Die Kinder waren sogar eine Nacht bei Oma und Opa, damit alles gut funktionieren konnte. Ich bin nach langer Pause wieder viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, habe Freundinnen besucht und habe das wärmere Wetter genossen. Wir waren im Britzer Garten, haben zwei Mädels mit einer Babyparty überrascht, Liam hat seine U8 bestanden und wir haben in der Familie viele Geburtstage gefeiert.

 

Mai

Der Mai war voll von schönem Wetter und Urlaubs-Gefühlen. Wir haben den Feiertag mit 50 Freunden im Britzer Garten verbracht und uns erste Sonnenbrände geholt. Die Jungs sind für ein paar Tage mit Oma und Opa nach Mecklenburg Vorpommern gefahren und wir sind später hinterher gefahren. Dort im Urlaub kam zum ersten Mal die Ahnung meiner neuen Schwangerschaft… Ich verbrachte wieder meine Stunden im Büro mit sehr langen Montags-Diensten, wir holten ab und zu unsere kleine Freundin aus der Kita ab, wir feierten den 1. Geburtstag unseres Neffen und ich bekam eine Email von der MOPS-Koordinatorin aus Heidelberg, die damit einen großen Stein ins (weiter)rollen brachte. Eine ganz tolle Familie aus Kalifornien besuchte uns und wir hatten schöne Zeiten in und um Berlin. Emilian fuhr mit Papa und der Kita-Vorschulgruppe ins Olympiastadion zur Kitajade und erlebte einen richtig tollen Tag! Immer mal wieder besuchte ich mit den Kindern die „Teestube“ in einer Unterkunft für Geflüchtete und wir erfuhren bei einem Familien-Abendessen, dass die Jungs im Dezember einen Cousin bekommen würden. Wir genossen den Frühling in unserem Garten sehr – mit Holunderduft, Pool, Grill-Partys und langen Abenden. Mit Freundinnen feierte ich eine sehr schöne „Wine and Paint“ Party.

 

Juni

Sommer-Erinnerungen.
Mutig fuhr ich ganz allein mit verschieden seriösen Mitfahrern nach Heidelberg und zurück. In Berlin sollte nun offiziell die erste deutsche MOPS-Gruppe entstehen. Wir waren in Spandau bei unserem dritten Pentatonix-Konzert, wir besuchten Freunde, wir feuerten unsere National-Elf zur EM an und fuhren zum Erdbeerhof nach Elstal! Wir Eltern gingen zu einer ersten Info-Veranstaltung in unsere zukünftigen Grundschule. Immer wieder fuhr mein Mann für ein paar Tage nach Hannover, um sein Studium voranzubringen. Emilians Kitagruppe besuchte uns zum Abschieds-Frühstück. Die Kita-Tage waren gezählt..

 

Juli

Deutschland warf Italien in der Fußball Europameisterschaft raus.
Das muss jetzt hier mal ganz oben stehen… War DAS ein spannendes Spiel! Zu dem Zeitpunkt feierten wir gerade eine Hochzeit mit Freunden, saßen in einer Scheune und konnten nicht glauben, was wir da sahen. Im Juli entdeckten wir Gatow, wo wir selbst Erdbeeren und Himbeeren ernten konnten. Ein Traum! Es war ein verregneter Sommer, glaube ich, aber wir badeten in Seen, besuchten wieder meine Oma und feierten einen ganz tollen Kita-Abschied für Emilian. In den Sommerferien kauften wir eine Schultasche für Emilian, sahen das EM-Finale, und feierten ganz groß den 30. Geburtstag meiner Schwester. Wir sagten den Kindern, dass sie ein Geschwisterchen bekommen würden, filmten sie dabei und schickten das Video an Familie und Freunde. Mit einer Freundin aus Amerika gingen wir in den Zoo und wurden vom Regen so nass! Emilian hatte einen Freund übernacht zu Besuch, ich war mit Freunden im Open Air Kino und wir als Familie fingen an, PokémonGo zu spielen. Kurz vor Beginn der Sommerferien lag endlich ein lang ersehnter Brief von der Grundschule im Briefkasten. Wir erfuhren, wer Emilians Klasse und Lehrerin sein würden, welche Termine auf uns warteten und wie der Tag der Einschulung ablaufen würde.

 

August

Die letzten Tage vor der Schule lagen im August vor uns. Wir haben es uns schön gemacht und ich hab versucht, viel Mama-Zeit mit meinem Großen zu verbringen. Dazu gehörte auch, dass ich mit ihm für ein paar Tage nach Dresden zu meiner Schwester fuhr. Dort erzählt sie mir, dass auch sie ein Baby erwartet. Zum Geburtstag meiner Mama und meines Schwagers waren wir auf schöne Bootsfahrten in Berlin eingeladen. Aber es war kühl, erinnere ich mich. Auch, als wir als Familie mit einer Blogger-Kampagne ins Freibad eingeladen waren, war es nicht übermäßig warm. Wir guckten fasziniert ganz viel Olympia und nach einer großen Geburtstagsfeier mit meiner Oma in Frankfurt/O. sind die Jungs mit meinen Eltern in den ersehnten Sommerurlaub aufgebrochen. Ostsee satt. Schöne Fotos zeigten uns, dass es ihnen sehr gut ging. Währenddessen ruhten wir uns aus, räumten zuhause ein bißchen auf, ich bastelte zum ersten mal eine Schultüte und bereitete die Einschulung vor. Wir feierten wieder eine Hochzeit mit Freunden und bauten mit an einem neuen, tollen Spielplatz auf dem Gelände unserer Kirche. Mit zwei Gewinnerinnen ging ich zu einem Lagerverkauf von Kinder- und Babysachen in Berlin. Mein Mann überraschte mich mit einer Kurzreise nach Prag, die sehr schön war! Und nach 7 Monaten hörte ich wieder auf, im Büro zu arbeiten, um Zeit fürs Schulkind und Baby zu haben.

 

September

Wir fuhren den Kindern hinterher, um auch ein paar Tage Ostsee-Urlaub zu haben und sie dann wieder mit zu uns zu holen. Nach einer kurzen Abschlepp-Unterbrechung inmitten Mecklenburg Vorpommerns kamen wir am Vormittag in schönstem Sonnenschein an und trafen unsere kleinen, blonden, braungebrannten Jungs am Strand. Wir genossen kurz die frische Brise, bevor es zurück nach Berlin ging. Die letzten Tage ohne Schule lagen vor uns… Wir gingen zum allerersten Elternabend der neuen ersten Klasse und hörten dankbar der tollen, jungen Lehrerin zu. Bei der Feindiagnostik wurde bestätigt, dass unsere Jungs einen Bruder bekommen und wir lernten die Hebamme kennen. Das Wetter im September war wirklich toll! Wir gingen ins Freibad, pflückten frisches Obst auf Feldern und feierten ein großes, wunderbares Nachbarschaftsfest zum 5. Jubiläum unserer Kirche. Und den letzten freien Tag verbrachten wir in schönster Sonne in Elstal auf dem Erdbeerhof. Dann kam die Einschulung, die einfach ein ganz, ganz toller Tag war. Am 12. September brachte ich meinen Sohn zum ersten Mal zur Schule. Wegen des schönen warmen Wetters fiel viel Unterricht aus und Emilian reagierte leicht gelangweilt. Ich bin sehr dankbar über die ersten Schultage, -wochen und -monate. Emilian macht das richtig gut!
Im September zog eine Freundin für einen Monat bei uns ein und wir fingen mit kleinen MOPS-Treffen in unserer Kirche an.

 

Oktober

Am 3. Oktober fuhren wir mit meiner Familie mit den Rädern nach Potsdam. Es war immernoch warm und sonnig. Mein Mann wurde nach Ägypten eingeladen und erlebte dort ein paar schöne Tage mit Freunden aus Kalifornien. Ich habe mir tatsächlich Gummistiefel gekauft. Mit den Kindern war ich wieder zum Blogger-Café eingeladen und wir gingen ins Schwimmbad, zu meiner Oma und in den Dino-Park. Emilian verlor seinen ersten Zahn! Der zweite wackelt jetzt erst. Der Nestbautrieb packte mich und ich konnte viel räumen, weggeben, wegwerfen, aussortieren und vorbereiten. Mehr und mehr freuten wir uns auf das Baby. Wir genossen die ersten Herbstferien, besuchten das Planetarium und ruhten aus. Für eine Nacht luden meine Eltern die Kinder ein und wir entspannten einen Tag in der Therme in Bad Belzig. Den Abend des 31. Oktobers verbrachten wir bei Freunden im Garten am Feuerkorb. Unsere Mitbewohnerin zog nach Dresden.

 

November

Erfolgreich habe ich die letzten Wochen des Jahres leer gehalten. Unser Alltag war ruhig und entspannt. Oft brachte ich Emilian morgens in Dunkelheit und Kälte zur Schule, noch immer mit dem Rad. Wir lernten andere Schulkinder und deren Eltern besser kennen und verabredeten uns. Es war schon sehr kalt und so schafften wir mit unseren selbst-gebastelten Laternen den Kita-Umzug nicht ganz. Wir feierten eine Babyparty für meine Schwägerin, ich kaufte einen Stubenwagen und kleines Baby-Zubehör für unser Kleines. Mit Freundinnen packte ich Pakete für „Weihnachten im Schuhkarton“ und mit meinen Schwestern verbrachte ich ein schönes Wochenende in Berlin. Wir hörten viel Weihnachtsmusik, schmückten das Haus und ich füllte Adventskalender.

 

Dezember

Offensichtlich wird es unser Baby noch aushalten und nicht im Dezember kommen, worüber ich sehr froh bin. Die Spannung steigt jedoch täglich! Vor ein paar Tagen habe ich meinen ganz frischen Neffen kennengelernt und gesehen, wie meine Söhne ihren Cousin ansahen. Ich freue mich riesig!
Wir bekamen wieder Besuch aus Kalifornien, die Jungs bekamen einen tollen neuen Haarschnitt und wir meldeten uns im Krankenhaus an. Auch in diesem Monat besuchten wir unseren Erdbeerhof in Elstal und sahen die Eiswelt an. Wir beendeten die Serie „Prison Break“, die uns wie keine andere gefesselt hat. Ich habe eine ganz tolle neue Kita-Mama kennengelernt, Weihnachtsfeiern gefeiert, ein Lebkuchenhaus gebaut, den Kinderwagen aufgebaut und Stück für Stück alles fürs Baby vorbereitet. Wir haben Geschenke gesucht, bestellt und eingepackt. Ganz stolz waren wir auf Emilians Auftritt beim Weihnachtsmusical. Eine kleine Krankheitswelle ließ uns Schule und Kita vorzeitig beenden und so gehörte noch mehr Ruhe zum Dezember.
Die Weihnachtsfeiertage waren wunderschön, voller Freude, Familie und Fröhlichkeit. Wir sind beschenkt und dankbar. Ich ruhe mich aus, räume hin und her, putze noch einmal alles durch und bin bereit, mein drittes Baby kennenzulernen.
Die Kinder zeigen keine Langeweile, obwohl sie schon so lang zuhause sind. Sie können seit ein paar Tagen beide UNO spielen und sie lieben es! Während eines Spiels habe ich ihnen heute vorgelesen, was ich hier so geschrieben habe… und das waren schöne Momente, zusammen als Familie an die Highlights unseres Jahres zu denken!

Danke, dass ihr im Jahr 2016 gelesen habt, was ich geschrieben habe.
Danke, dass ihr Freud‘ und Leid mit uns geteilt habt.
Ich wünsche euch einen guten Start in das neue Jahr 2017!

 

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Das war unser Jahr 2015!

Das Jahr 2015 ist fast vorbei… Wie schnell das immer geht, oder? Und im Rückblick kann man aber sehen, was doch alles passiert ist.

Unser Jahr war ein ganz besonderes.
In der ersten Hälfte lebten wir noch bei den Reichen und Schönen und saßen bei 35 Grad am Strand… Und dann plötzlich standen wir im Schneesturm in Deutschland.

Das Wetter im Sommer und Herbst und sogar im Winter war aber so wunderbar, dass uns diese Kälte jetzt so richtig erschreckt. Ich weiß gar nicht, wie und ob ich die Jungs in den nächsten Wochen richtig anziehen kann. Und ich muss sagen, es gibt mir immernoch einen kleinen Stich im Herzen, die Fotos aus Kalifornien anzusehen…

Unser Jahr war voll von Treffen mit Familie und Freunden. Kaffee und Kinder, Spiele und lachen. Unser Jahr war etwas aussergewöhnlicher, wir mussten und müssen unseren Platz noch richtig finden. Es gibt Fragen, die wir ins neue Jahr mitnehmen und es gibt Veränderungen, die im nächsten Jahr auf uns warten. Wenn ich da nur an die Einschulung denke…

 

Mein Jahresrückblick

 

Im Januar haben wir sehr klein und sehr ruhig ins neue Jahr „gefeiert“. Ich habe Quarkbällchen gemacht und das hat uns sehr an Deutschland erinnert.
Wir hatten Besuch von meinem Schwager und Schwägerin und machten zusammen Feuerzangenbowle. Auch die Schwester von meinem Mann wollte mit ihrem Mann kommen und wir hatten große Pläne – doch einen Tag vor dem Abflug musste die Reise leider aus gesundheitlichen Gründen gestrichen werden. Wir waren sehr traurig und unsere Pläne fielen ins Wasser.
Wir vier waren am Huckleberry Pond, angelten zwei Forellen, bearbeiteten und aßen sie auf. Ein bißchen Heimweh hatte ich und die Zeit in Kalifornien ging dem Ende zu. Wir machten tolle Hand- und Fuß-Bilder mit den Kindern und waren oft am Strand. Ein paar kleine Kinderkrankheiten überstanden wir mit Zwiebelsaft und Hustensaft aus dem Supermarkt. Liam verlor seinen Nuckel – und das war es dann. Kein Nuckel mehr! Er lernte neue Wörter und machte uns viel Spaß mit seinen lustigen Ideen. Emilian ging immer wieder tapfer in die Kinderbetreuung, lernte mehr englische Wörter und wurde ein großer Junge. Wir entdeckten neue, tolle Pflanzen, Tiere und Strände in Kalifornien und besuchten die Universal Filmstudios!

 

Im Februar verschwand mein Mann für fast drei Wochen nach Kenia, um unsere Pastoren aus Berlin dort bei einer Konferenz zu überraschen. Die Zeit, in der wir so weit entfernt voneinander waren und ich irgendwie mit den Kindern allein in Kalifornien war, war speziell. Es war nicht leicht für mich, alleinerziehend und rund um die Uhr für die Kinder da zu sein. Aber ich hatte das Auto für mich und wir waren viel unterwegs. Zoo, Strand, Kirche… Ich bekam einen neuen Haarschnitt und wir freuten uns über Besuch aus Kanada. Ich nahm an einem Bible Study teil und lernte neue tolle Frauen kennen. Ich genoß die Sonne und Wärme und freute mich über die wöchentlichen MOPS-Treffen. Nach einer Pause habe ich wieder mit Sportübungen angefangen und wir haben uns mit Freunden auf Spielplätzen getroffen. Einmal haben wir eine lebende Maus aus dem Pool gerettet. Und mehr und mehr kamen die Gedanken an den Abschied von Amerika…

 

Im März konnten wir auf ein Pentatonix-Konzert gehen, weil der Besuch aus Kanada auf die Kinder aufpasste. Das war so cool!!! Zusammen machten wir vier einen Kurztrip nach San Francisco, der zwischendurch sehr abenteuerlich wurde. Aber wir hatten es geschafft, diese Stadt zu sehen. Wir genossen die letzten sonnigen Tage und fingen mit dem Packen und Sortieren an. Beide Kinder hatten eine kurze Magen-Darm-Krankheit und bremsten den Alltag etwas aus. Wir feierten den 3. und 5. Geburtstag und erlebten viele „letzte Male“. Laguna Beach, Burger, Frozen Yogurt, Gottesdienst, MOPS… Ein schrecklicher Flugzeugabsturz kurz vor unserer Abreise brachte mich ganz schön durcheinander. Wir feierten viele Abschiede mit Freunden und Kollegen und ganz schnell kam dann der letzte Tag. Wir mussten einen zusätzlichen Koffer kaufen UND Übergepäck bezahlen und reisten mit 11 Gepäckstücken! Mit schwerem Herzen betraten wir dann das Flughafengebäude Los Angeles. Viele Stunden später landeten wir sehr müde und sehr früh in Berlin Tegel. Ein Schneesturm tobte und wir konnten noch gar nicht glauben, dass wir wieder in Deutschland waren!

 

Im April kamen wir einfach an. Wir packten aus und um. Unser großes Haus und alle vertrauten Zimmer taten uns gut. Mit über 70 Freunden feierten wir unser Zurückkommen und meinen 30. Geburtstag. Im Sonnenschein saßen wir auf der Terrasse und genoßen das Leben. Wir feierten Ostern uns sahen so viele liebe Menschen wieder. Wir freuen uns über das Euro-Geld in unseren Händen und kauften deutsche Lebensmittel. Wir pflanzten Frühlingsblumen. Ich konnte leider nicht zum Junggeselinnen-Abschied meiner Schwester nach Dresden fahren, weil ich eine Blasenentzündung bekam. Das deutsche Frühlingswetter ist eben kein kalifornischer Winter. Wir alle waren ein bißchen überfordert, plötzlich wieder so viel zu besitzen. Ich sortierte viel Kinderspielzeug und -Kleidung aus und zum ersten Mal beschäftigten wir uns mit den Flüchtlingen in unserer Stadt.

 

Im Mai haben wir meine Schwester in Dresden besucht. Ich mag diese Stadt an der Elbe. Wir feierten an zwei wunderschönen Tagen die Hochzeit meiner kleinen Schwester. Auf den Fotos sieht man, wie braun wir noch waren. Unser Neffe und Cousin der Jungs wurde geboren. Wir fuhren mit Freunden zum Paddeln in den Spreewald und verbrachten einen Tag im Britzer Garten. Über jeden Sonnentag freute ich mich. Mit ein paar Mädels ging ich zur Premiere von Pitch Perfect II. Yeah! Emilian hatte noch keinen Kindergartenplatz und so genossen wir viele Familienzeiten. Ich habe endlich wieder Holunderblüten geerntet.

 

Im Juni feierten wir den 8. Hochzeitstag. Mein Mann flog wieder für ein paar Tage nach Kenia. Ich lud wöchentlich einige Freundinnen zum Frühstück ein. Emilian ging wieder in den Kindergarten. Die Eingewöhnung war überhaupt kein Problem. Liam wurde für August angemeldet. Wir fuhren noch einmal mit Freunden in Kayak-Booten auf dem Wasser. Die Jungs verbrachten ein Wochenende mit Oma und Opa an der Ostsee. Mein Vater nahm an der „Fichkona 2015“ Teil und fuhr in 24 Stunden mit dem Fahrrad vom Fichtelgebirge zum Kap Arkona. Wir alle verfolgten ihn im Internet und waren sehr stolz. Wir luden wieder Freunde ein, ich genoß das Backen nach deutschen Zutaten und Rezepten und wir machten viel Guacamole, um uns an Kalifornien zu erinnern. Liam hatte einen kleinen Unfall, bei dem er sich das Kinn aufschlug. Es ist gut verheilt und auch die Zähne sind gesund, auch wenn das erst nicht so aussah.

 

Im Juli haben wir einfach den Sommer in unserem Garten genossen. Wir haben geerntet, sind unter den Sprenger gesprungen, hatten Besuch, ich habe zum ersten Mal Holunderblütenlikör gemacht. Mmmhh! Zusammen mit allen Mitarbeitern der Kirche feierten wir eine Sommerparty. Ganz plötzlich verstarb eine Freundin aus der Kirche und wir als Team konnten zusammen halten und für die Familie da sein. Wir bekamen Besuch von einem befreundeten Pärchen. Ganz groß haben wir den 80. Geburtstag meiner Oma gefeiert. Es war wirklich ein heißer Sommer. Ende des Monats besuchten wir Freunde in Schleswig Holstein und machten einen Familienurlaub im Norden.

 

Im August wurde Liam in den Kindergarten eingewöhnt. Er war das dritte Kind der Gruppe und konnte also in Ruhe die Erzieher kennenlernen. Er ging sehr gerne und wir Eltern hatten wieder freie Vormittage. Der Anbau unserer Kirche konnte fertig gestellt werden und in der Sommerpause ohne Gottesdienst richteten wir die neuen Räume ein. Wir trafen uns mit Freunden am See oder Freibad. Auch Karls Erlebnishof in Elstal sahen wir uns an. Eine alte Schulfreundin besuchte mich mit ihrem Sohn. Wir hatten uns tatsächlich 20 Jahre nicht gesehen! Als Familie und mit Freunden fingen wir an, Flüchtlingsheime in unserer Umgebung kennenzulernen.

 

Im September feierten wir die Hochzeit meines Cousins und sahen viel Verwandtschaft wieder. Mein Mann ging mit seinem Bruder aufs Coffee Festival und arbeitete weiter an seiner persönlichen Lieblings-Kaffee-Röstung. Wir sind so verwöhnt mit unserem guten selbstgemachten Kaffee. Wir besuchten einen Dino-Park und meine Großeltern. Ich fing an, einen Kurs für Ehepaare mitzuleiten und feierte in meinem Garten eine „White Dinner“-Party, um den Sommer feierlich zu beenden. Mit anderen Vorschul-Mamas besuchte ich erste Veranstaltungen in unserer Grundschule. Wir gingen immer wieder allein oder mit Freunden in Unterkünfte für Geflüchtete. Ich verlor mein Herz an die kleinen Kinder mit den großen dunklen Augen und organisierte viele Spendensammlungen. Auch wir selbst gaben Spielzeug, Kleidung, Geschirr oder Möbel ab. Meine Kinder verreisten nochmal für zwei Wochen mit Oma und Opa im Wohnwagen! So lange waren wir noch nie voneinander getrennt – aber es klappte wunderbar. Noch heute schwärmen alle vier von diesem Urlaub und Liam spielt das Erlebte mit seinem Wohnmobil nach. Ich besuchte meine Schwester in Dresden. Am Ende des Monats zog ein toller Mitbewohner bei uns ein, der in Berlin ein Studium angefangen hat.

Im Oktober wurde ich in beiden Kindergartengruppen zum Elternvertreter gewählt. Wir sahen das Berliner Lichterfest und ich fuhr mit meinen Schwestern für ein Wochenende in den Spreewald! Mein Mann begann ein Fernstudium und fuhr für eine Woche nach Hannover. Zusammen mit Freundinnen veranstaltete ich einen Pitch Perfect-Abend im Wohnzimmer. In der Kirche feierten wir zum Reformartionstag ein Mittelalterfest. Auch ein Ausflug nach Lutherstadt Wittenberg gehörte dazu. Wir hatten schöne Abende mit Ehepaaren in unserem Wohnzimmer und zum ersten Mal ging ich zu einem Blogger-Café für Eltern. Drei Freunde aus Kalifornien besuchten uns und wir verbrachten viel Zeit zusammen.

 

Im November freuten wir uns über das immer noch milde Wetter und stürzten uns in die Weihnachtsvorbereitungen. Wir tranken Glühwein und gebrannte Mandeln. Wir besuchten Weihnachtsmärkte und bastelten. Wir backten Plätzchen und in einer last-minute Bastelaktion machte ich eine Laterne für Emilian. Mein Mann fuhr wieder nach Hannover und am Ende des Monats fuhren wir vier auf einen kleinen Familienurlaub nach Templin. Liam gab seine Windel ab und von dem Tag an ist er trocken! Wir genießen die Freiheit alle sehr.

 

Im Dezember fehlte uns der Start in die Weihnachtszeit irgendwie, weil wir erst am 6. aus dem Urlaub kamen. Das ziemlich warme Wetter machte es irgendwie schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Liam kam mit seiner Kindergartengruppe zum Besuch in die Kirche und Emilian übte ganz fleißig fürs Weihnachtsmusical. Wir haben viel gebacken und neue Rezepte ausprobiert. Ich traf mich mit Freundinnen und genoß schöne Zeiten. Zu viert feierten wir ganz in Ruhe Weihnachten und stürzten uns dann ins Familien-Gewusel. Die Pause zwischen den Jahren genoßen wir sehr und räumten, putzen, spielten, lasen und schliefen.

Heute werden wir mit ein paar Freunden Silvester feiern. Wir werden grillen, wie es für unsere Freundin aus Brasilien üblich ist und wir werden Feuerzangenbowle machen, wie es unsere Tradition ist. Irgendwann morgen wird es Pancakes geben, weil wir diese Tradition aus Amerika mitgebracht haben.

Wir sind sehr dankbar für dieses Jahr, das für uns viel Veränderung und Bewegung brachte. Wir vermissen Kalifornien und wir lieben es, in Berlin zu leben. Wir sind unseren vielen Freunden und unseren Familien sehr dankbar, dass sie ein Teil unseres Lebens sind und wir sind sehr gespannt, was wir vier im neuen Jahr lernen werden.

Allen meinen Lesern wünsche ich einen tollen Silvester-Abend und einen gesegneten Start ins nächste Jahr!!

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… and a happy new Year!

Der Garten ist grün, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Heute ist der 31. Dezember 2013.
Im Garten liegt kein Schnee und die wunderbar helle Sonne zeigt mir deutlichst, wie dreckig meine Fenster sind. Vielleicht putze ich sie einfach, wenn die Sonne ein bißchen weitergezogen ist…

Mein Mann liegt auf der Couch und hört ein Hörbuch. Liam spielt oben im Kinderzimmer. Emilian ist mit meinem Bruder in der Stadt, um „ein Abenteuer“ zu erleben. (Ich bin mir sicher: Das werden sie!) Und ich habe tatsächlich nichts zu tun! Also schreibe ich ein letztes Mal in diesem Jahr für euch.

Kurz vor Weihnachten las ich meinen Jahresrückblick von 2012 und war erschrocken, wie schwer dieses Jahr für mich gewesen sein muss. Jetzt, mit genug Abstand, kommt es mir überhaut nicht mehr so vor. Aber wenn ich diesen Bericht lese, erinnere ich mich…

In meiner Erinnerung kommt mir das vergangene Jahr 2013 nicht sehr schwer vor. Wenn ich genauer nachdenke, fällt mir dann der lange, eklige Winter ein, aber wir hatten auch viel, viel Sonne. Wir konnten schöne Momente mit unseren größer werdenden Jungs genießen und haben auch im Haus und Garten viel geschafft. Andererseits sind in diesem Jahr so viele Freunde, Verwandte aus unseren Familien gestorben, wie sonst noch nie – denke ich. Mein Opa, ein Nachbar, ein enger Freund der Familie, ein Cousin meiner Mama, die Gastmutter meiner Schwester, mein ehemaliger Chef, ein Junge aus meiner früheren ersten Klasse… Einige Abschiede waren abzusehen, andere kamen so plötzlich und haben mich fast umgehauen. Die Mama, die vier kleine Kinder zurück lässt und der Junge, der bald 14 geworden wäre? Das macht mein Herz schwer.

 

Wir hatten ein gutes Jahr! Mit Höhen und Tiefen.
Vieles habt ihr ja hier schon mitgelesen.

Im Januar wohnten wir 12 Monate in unserem schönen Schwedenhaus und der Spruch „Irgendwas ist immer“ ist in jedem Fall wahr. Aber wir konnten (und können) das Leben im Haus, die Freiheiten und vor allem den Garten sehr genießen und mit vielen Gästen teilen.

Am 15. März feierten wir den 1. Geburtstag von Liam und am 21. März wurde Emilian 3 Jahre alt.
Unsere Söhne haben ein paar tolle Freunde hier und so waren das aufregende Tage.

Im Mai genossen wir einen wunderbaren Familienurlaub!
Wir fuhren mit dem Auto zum Gardasee und wohnten ein paar Tage in einem Hotel, direkt am See. Die italienische Sonne tat sooo gut nach dem furchtbar kalten „Frühling“ in Berlin und den ersten Sonnenbrand gab es auch. Emilian flitzte fröhlich mit dem Laufrad durch die Gegend und zusammen erkundeten wir die Gegend.. zu Fuss, per Boot oder Gondel. Wir sind dankbar für diese schöne Zeit, für unfallfreie Fahrten und für entspannte Kinder während diesen langen Fahrten!

In den Sommermonaten blieben wir dann zuhause und konnten einen wirklich schönen, warmen, entspannten Sommer in unserem Garten erleben. Die Kinder spielten mit dem größten Vergnügen im und am Wasser, wir entdeckten ein paar neue Seen in Berlin, waren oft im Zoo, im Britzer Garten oder bei Oma und Opa.

Ende Juli starb mein Opa nach langer Krankheit. Obwohl die Nachricht nicht überraschend kam, war es ein Schock.. und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das schon aufgehört hat. Unsere Kinder haben den Abschied und die Beerdigung miterlebt, waren tapfer und haben Antworten auf ihre Fragen bekommen. Die Beerdigung war wunderschön – und genauso tieftraurig und schmerzhaft. Es hat gut getan, als Großfamilie zusammen zu sein und diese Last gemeinsam zu tragen.

Im August hatte Emilian seinen ersten Tag im Kindergarten! Für ihn und für mich war dieser Schritt mit Sicherheit gleich aufregend.

Der Kindergarten ist 350m oder 600m von unserem Haus entfernt, je nach dem, ob ich vor dem Haus nach links oder nach rechts gehe. Die Eingewöhnungszeit ging schnell, Emilian hat drei wunderbare Erzieherinnen, eine tolle Kindergartengruppe und auch, wenn er nicht an jedem Tag mit einem Jubelschrei zum Kindergarten flitzt, tut es ihm gut und die Erzieherinnen spiegeln mir, dass er gut angekommen ist und seinen Platz in der Gruppe hat.

In jedem Jahr fällt mir das Ende des Sommers nicht leicht. Umso dankbarer bin ich für einen wirklich goldenen, warmen, sonnigen Herbst! Selbst der November war keine Qual, sondern ein langsames, angenehmes Abkühlen.

 

Wir sind Gott dankbar für ein Jahr voller Freude, voller Familien-Zeiten und voller Glück!

Wir sind dankbar für Bewahrung vor Unfällen und Krankheiten!

Wir sind dankbar für viele schöne Erinnerungen!

Wir sind dankbar, dass wir auch unser nächstes Jahr voll Vertrauen in Gottes Hände legen können!

 

Noch schnell die letzten Kindersprüche:

Immer mal wieder redet Emilian von seinem Körper und der Körperpolizei. Manchmal, wenn er Angst hat oder etwas nicht versteht. Und manchmal, wenn er keine Lust auf irgendwas hat, dann hat eben die Körperpolizei keine Lust. Dann sagt er zum Beispiel: „Meine Körperpolizei merkt, dass ich nicht auf die Toilette muss.“ Oder: „Meine Körperpolizei versteht das nicht…“

Wir fahren in die Tiefgarage von IKEA und suchen einen Parkplatz. Emilian sieht einen, zeigt ihn mir und sagt: „Ich bin… wie heißt das, wenn man nicht blind ist? – Ich bin klug!“

Wir reden über einen Arzt und Emilian sagt: „Warum heißt das eigentlich Doktor? Hört sich an wie Gartentor.“

Ein neues Spiel von den Jungs ist, sich auf der Couch entgegenzurennen und dann übereinander zu purzeln. Als sie „spielen“, rufe ich zum Essen. Emilian antwortet: „Gleich. Wir müssen erst noch ein Unfall machen, bis uns ein bißchen was wehtut.“

Ich schneide und Emilian sieht sich meine Scheren an. Einige sind gezackt oder gewellt. Er nimmt eine Zackenschere und sagt: „Die ist ja zickig!“

Im Auto reden wir darüber, wie stark Emilian, Papa und Liam sind. Ich sage: „Und wenn ihr größer werdet, werdet ihr immer lauter und kräftiger!“
Emilian wiederholt: „Ja! Lautiger und kräfter!“

Kurz vor Weihnachten kann Emilian es kaum aushalten. Er freut sich so auf Weihnachten und erzählt: „Und dann helfe ich meiner Tante H. beim Geschenke auspacken!“ Ich sage: „Ja! Und sie hilft dir!“
Da sagt er: „Äh… ich kann das doch!“

Papa kommt von Lidl zurück und stöhnt: „Boah, da ist es so voll, als würde der dritte Weltkrieg ausbrechen!“
Emilian guckt mit goßen Augen: „Ein Dieb will ausbrechen? Dürfen wir den sehen???“

Auf einem Weihnachtsmarkt sehen wir einen Ständer mit lustigen Sonnenbrillen. Wir probieren ein paar aus und gucken uns im Spiegel an. Als Emilian gerade gucken will, dreht Liam den Ständer weiter und der Spiegel ist weg. Emilian sagt: „Ich hab mein Gesicht verloren.“

Am Morgen zieht Emilian Liam den Schlafsack aus. Als sie nicht weiterkommen, ruft Emilian:
„Weißt du, Mama, unser Liam ist mit den Armen steckengeblieben!“

 

Habt einen schönen Silvester-Abend, passt auf euch auf und wir lesen uns dann im nächsten Jahr!

 

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