WMDEDGT – 2

06. Februar 2026

Am 5. eines Monats erzähle ich normalerweise, was wir so den ganzen Tag gemacht haben.
Falls jemand fragt:
„Was macht du eigentlich den ganzen Tag?“
Gestern habe ich es vergessen.

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Ich hab gestern den ganzen Tag daran gedacht, den Blogeintrag zu schreiben – und abends habe ich es tatsächlich vergessen!

Wir hatten einen schönen ruhigen Tag und haben mit meinem Mann Geburtstag gefeiert!
Gleich nach dem Aufstehen bin ich mit ihm frühstücken gegangen. Wir hatten einen Gutschein beim Café an der Ecke. Die vier Kinder haben zuhause alleine gefrühstückt.

Zuhause hat er dann ein paar Geschenke ausgepackt. Als wir weg waren, waren nämlich seine Eltern kurz da und haben etwas abgegeben. Es hat wieder neu geschneit, aber der Schnee war eher eine Eis-Regen-Masse. Ganz komisch, laut knirschender Schnee. Ich bin mit den beiden Kleinen ungefähr eine halbe Stunde in den Garten gegangen. 

Mein Mann war ja von Montag bis Mittwoch spontan mit den beiden Großen in Italien. Das war ein richtig schöner Trip für die drei. Weil er heute mit mir frühstücken war, habe ich vorgeschlagen, dass er mit dem kleinen Sohn zu weit irgendwo Mittagessen geht. Das war gut und so hatte er mit jedem von uns eine ganz besondere Zeit zum Geburtstag. 

Zum Nachmittag bereitete ich einen Obstteller vor und deckte den Tisch schön mit Kerzen. Dann holte ich den großen Kuchen aus dem Kühlschrank. Jedes Jahr zumGeburtstag wünscht der Mann sich Donauwelle. In den letzten Jahren habe ich Muffins gebacken – dieses Jahr wurde es dann endlich der Blechkuchen. Ich selbst mag diesen Kuchen nicht so. Er schmeckt mir nicht besonders gut und ich finde es auch nicht ganz leicht, ihn zu backen. Aber dieses Mal ist er mir gelungen und hat uns allen geschmeckt. 

Wir sind noch in den Winterferien und genießen es, so gemütlich durch den Tag zu gammeln. Die Kleine verpasst den Mittagsschlaf und schläft nur kurz beim Stillen ein. Ich wecke sie – natürlich viel zu früh – und sie braucht ein lange Weile und viel Geduld und Kuscheln, um wieder bei uns anzukommen. Der Mittlere ruhte sich viel aus, er ist irgendwie nicht ganz gesund. Der Kleine spielt mit Papa ein neues Spiel auf der Nintendo. 

Am Abend schnappt sich der Mann den Kuchen und zieht los, um mit seinen Freunden beim Spieleabend zu feiern. Ich esse mit den Kindern und dann schauen wir zusammen „Good Bye Lenin“ an. Ich hatte den Film etwas leichter in Erinnerung. Vielleicht sind auch einfach nochmal ein paar Jahre vergangen. Die beiden Großen verstehen schon, worum es geht. Es ist ein komisches Gefühl, diesen Teil meiner Kindheit zu sehen und den Kindern irgendwie erklären zu wollen, wie das Leben im Ostteil war. Es fühlt sich so weit weg an – dabei erkennt man Kleinigkeiten noch immer. 

Als der Mann nachhause kommt, sind die Jungs gerade im Bett. Ich hab dem Mädchen ein kleines Stickerheft mit Tieren zum Aufkleben gekauft und damit sitzen wir auf der Couch. Sie klebt die Tiere in ihr Heft. 

Eine Weile reden wir noch, dann gehen wir auch ins Bett. Die Kleine ist zum Glück auch wieder müde und schläft schnell ein. Ein schöner, ruhiger, feierlicher Familientag.

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