30. Dezember 2025
Der Mann ist gerade mit den drei Jungs bei seinem Bruder, das Baby schläft und ich setze mich an den Jahresrückblick. Eben habe ich nochmal ältere Rückblicke gelesen.. ich versinke gerne in den Erinnerungen. Aber das Schreiben und Suchen und Erinnern dauert ganz schön lange. Inzwischen sitze ich wieder mehrere Tage dran. Aber das gehört zu diesen Tagen auch irgendwie dazu.
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Januar
Wir feiern mit mehreren Familien ins neue Jahr. Es sind immer andere Familien, aber so feiern wir am liebsten! Der Januar ist kalt, wir fangen an, regelmäßig Zink und Vitamin D zu nehmen. (Spoiler: Wir alle sind in diesem Jahr sehr wenig bis nie krank!)
Die Schule startet am 2. Januar… wer denkt sich denn sowas aus? Der Große beendet sein Praktikum an der TU Berlin. Der Kleine feiert mit Freunden seinen 8. Geburtstag. Ich fange an, seine Klasse regelmäßig zum Bücherbus zu begleiten. Der parkt vor der Schule und die ca. 10 Kinder, die Bücher ausleihen möchten, sollen nicht alleine gehen.
Mit 4 anderen Mamas starte ich einen neue Online-Mama Kurs, wir treffen uns wöchentlich. Die Babys sind mit dabei, aber wir kriegen es gut hin. Auch mein Mann leitet wöchentlich einen Kurs in der Kirche. Es gibt Kontroll-Termine beim Kieferorthopäden, wir gehen regelmäßig in den Gottesdienst, die kleine Schwester wächst und gedeiht prima.
Februar
In den Winterferien reist der Mann mit dem Mittleren für eine Wochen nach Kenia, um unsere Haupt-Kirche zu besuchen. Das war ein großer Wunsch für beide und sie genießen die Zeit dort sehr. Wir werden ab und zu angerufen und verfolgen ihre Fotos.
In der Zeit ziehe ich mit den anderen Kindern ein paar Tage zu meinen Eltern. Die Kleine wird 6 Monate alt. Ich fange an, Einladungen für meinen großen 40. Geburtstag im April zu verschicken. Ich bin aufgeregt und freue mich sehr auf diese Party.
Der Mann fängt eine neue Arbeit an, bei der er deutschlandweit Kleingruppen begleitet. Er arbeitet in einer halben Stelle und von zu Hause aus, aber einige Dienstreisen werden neu dazukommen. Ich bin gespannt, wie wir das als Familie hinbekommen.
Die Jungs gehen weiter zu den Pfadfindern. Der Große bekommt Französisch Nachhilfe, der Mittlere hat einen BreakDance Kurs angefangen, der ihm viel Spaß macht. Der Kleine trifft sich mit Freunden und ist einfach gerne zu Hause.
Der Mittlere macht außerdem im Februar ein 1-wöchiges Praktikum in einem Kindergarten, was ihm gut gefällt. Mit Wäsche, Baby, Freundinnen treffen und Hausaufgaben und so bin ich gut beschäftigt. Im Februar schneit es!
Ich fange an, zu den wöchentlichen Sport-Terminen in die Kirche zu gehen. Das tut mir sehr gut und das Baby macht alles mit und ist höchst beliebt.
März
Der März wird ein voller aufregender Monat, wir feiern den Teenager-Geburtstag mit dem Mittleren, kurz danach wird der Große 15 Jahre alt. Er ist längst größer als ich. Vor seinem Geburtstag darf er seine feste Zahnspange loswerden und die Behandlung beenden.
Ich stelle in einer LadiesNight und auf dem Blog ein Intim-Pflegeprodukt für Frauen vor. Es handelt sich um einen besonderen Stab aus natürlichen Stoffen, der bei Beschwerden hilft. Der Alltag pegelt sich etwas ein, weil der Mann die Jungs morgens weckt und Frühstück macht, er geht mehrmals in der Woche zum Sport und arbeitet von zu Hause aus in seinem neuen Job.
Weiter leite ich jeden Mittwochabend meinen Online MamaKurs. Weil die Kleine immer aktiver wird und nicht mehr so geduldig neben mir liegt, gebe ich sie in der Zeit nach unten zu den Brüdern. Das klappt dann besser.
Ende März starte ich eine große Reise und fliege mit einer Freundin und meinem Baby nach Rumänien. Dort findet eine Europa-Konferenz mit allen Frauen statt, die eine Mama Gruppe leiten, wie ich auch. Die Reise ist aufregend, aber es klappt alles sehr gut und ich bin dankbar, dass wir uns das getraut haben.
Ende März komme ich wieder nach Hause und dann läuft der Countdown wirklich für meinen großen Geburtstag.
April
An meinem Geburtstag, am 4. April, hat der Mann frei und wir genießen den Tag zusammen. Wir gehen, wie jedes Jahr, in mein Lieblingscafé in Berlin. An diesem Tag treffe ich dort die Chefin und kann mein Glück kaum fassen. Wir sprechen kurz mit ihr, ich darf ein Foto machen und schwebe glücklich weiter durch den Tag. Seit 15 Jahren habe ich ihre Backbücher und backe fast nur noch ihre Rezepte. Dass ich sie nun einmal treffen darf, ist wirklich besonders. Der Mann fährt mit mir in den Park, es gibt leckeres Essen und wir genießen die Ruhe vor dem großen Tag. Am Abend laden mich einige Freundinnen zum Essen ein.
Die Geburtstagsfeier am 5. April ist ein absoluter Rausch. Ich bin von morgens bis abends in der Kapelle, wo wir feiern. Ich rede mit so vielen lieben Menschen, ich bekomme Blumen ohne Ende. Ich zähle am Abend über 130 Personen und mein Geschenketisch bricht fast zusammen. Es gibt viele kleine Spiele und Überraschungen. Genauso habe ich mir das gewünscht und ich bin einfach sehr dankbar.
Über den Berliner Familienpass gewinnen wir wieder Karten für ein Handballspiel der Berliner Mannschaft. Der Mann geht mit den Kindern dorthin. Im April sind Osterferien. Wir machen Tagesausflüge als Familie und genießen das wärmere Wetter. Der große Sohn fährt mit seinem Pfadfinderfreunden auf ein Camp. Die Hinfahrt macht er mit dem Rad und wir sind dankbar, dass er mit seinen Freunden gut ankommt.
Weil wir vorhaben, im Sommer statt eines Urlaubs die Kinderzimmer endlich umzuräumen und neu zu sortieren, beschäftigen wir uns nebenbei mit dem Ausmisten. Wir sortieren und werfen viel weg, damit die Aktionen im Sommer schnell geht.
Mein Mama-Kurs endet im April. Wir treffen uns dann einmal in echt, weil wir uns teilweise gar nicht alle kennen. Ich bin dankbar, dass wir den Kurs gemacht haben. Langsam fangen erste Gartenarbeiten an. Die Kleine liebt alles, was draußen stattfindet. Man muss sehr aufpassen, was sie sich in den Mund steckt, aber sie ist ein Draußen-Baby. Ich bekomme einen FahrradKindersitz und einen Helm und freue mich, dass wir endlich wieder mit dem Fahrrad unterwegs sein können.

Mai
Den wärmeren Monat Mai verbringen wir viel draußen. Über den 1. Mai haben wir für ein paar Tage zwei Zimmer in einer Jugendherberge gebucht. Wir freuen uns über den schönen Urlaub. Wir verbringen einige Zeit in Booten auf dem Wasser und ich bin ganz stolz und glücklich, dass wir zu sechst, mit Teenagern und Baby, mehrere Stunden in Kanus unterwegs sein können.
Mein Mama-Kurs ist vorbei und in der Kirche startet ein neuer Kurs, der sich alle zwei Wochen am Abend trifft. Wir sind 9 Frauen und ich freue mich, wieder so einen Austausch zu haben. Der Mann hat eine kurze Dienstreise. Diese Tage sind immer herausfordernd für uns, aber für ein paar Tage halten wir die den Ausnahmezustand aus.
Wir brauchen Reparaturen für unser Auto, wir brauchen eine neue Kaffeemaschine, wir bekommen eine andere Spülmaschine. Solche unvorhergesehenen Beträge fordern uns manchmal heraus und sind der Grund, dass wir in diesem Jahr eben keinen großen Sommerurlaub machen, sondern die Kinder auf ihre Camps fahren lassen und die Zimmer neu gestalten.
Die Kleine isst seit ein paar Wochen erstes Gemüse. Mit 9 Monaten bekommt sie den ersten Zahn. Einen freien Tag verbringen wir wieder auf dem Wasser im Spreewald. Ich bereite einen Workshop vor, den ich im September über das Enneagram halten werde.
Juni
Im Juni feiern wir unseren 18. Hochzeitstag. Ich feiere ein ganz großes und wunderschönes Midsommarfest in meinem Garten, wir sind ungefähr 20 Frauen in weißer Kleidung, es gibt schöne Deko, wunderbares Essen und wir genießen einfach das Leben.
Das Baby ist 10 Monate alt und macht tatsächlich die ersten Schritte. Wir sind viel mit dem Fahrrad unterwegs. Die großen Kinder sind immer mal an den Wochenenden mit den anderen Teens oder den Pfadfindern unterwegs. Nun bekommt auch der zweite Sohn eine feste Zahnspange. Es regnet viel, und der Sommer will nicht so richtig in Schwung kommen.

Juli
Im Juli freue ich mich über viele Gartentag mit dem Baby. Sie tippelt ihre Schritte, am liebsten barfuß, am liebsten draußen. An einem Nachmittag wird sie von einer Biene gestochen, aber wir können sie schnell versorgen und sie trägt keinen Schaden davon.
Die Kinderzimmer-Aktion rückt näher und wir räumen erste Schränke aus und bereiten die Renovierungen vor. Ende Juli beginnen die Sommerferien, wir feiern die Zeugnisse und genießen die freie Zeit. Wir sind viel unterwegs, mit Freunden, in Parks, bei meiner Familie, wir werden ins Kino eingeladen oder gehen zu Veranstaltungen für Blogger-Familien. Die Jungs nutzen ihre gratis Tickets für den öffentlichen Verkehr und fahren Bus, Bahn, Tram, Fähre.. alles, was es gibt. Die Großen fahren aufs Camp mit den Pfadfindern, wir bringen sie dorthin und verbringen einen Tag in Brandenburg an der Havel.
Ich kann kaum glauben, dass unser kleines Mädchen bald 1 Jahr alt wird. Im Juli ist es warm und es regnet viel – der Garten explodiert und man kann einfach zuschauen. Liebe Freunde eröffnen ein brasilianisches Restaurant (Werbelink) in Berlin und wir feiern mit. Ich gehe ein paar Mal mit der Kleinen zu einer Krabbelgruppe, weil die meisten Kinder dort mit 1 in die Kita gehen, höre ich dort wieder auf. Die Kleine hat es sehr geliebt und es tat uns gut, eine Stunde ohne Alltag nur für sie zu haben.
August
Im August genießen wir Sommerferien, die beiden Großen sind mehrmals unterwegs in irgendwelchen Camps. Es gibt eine Familie in der Klasse des Kleinen, mit der wir uns angefreundet haben, sie nehmen unseren Sohn ganz oft mit zu Ausflügen, was uns sehr freut.
In dieser Zeit schaffen wir ganz viel im Haus. Wir haben einen Freund, der die Wände für uns streicht, mein Mann verlegt das Laminat. Ich räume ganz viel und versuche, das Baby aus dem Weg zu halten. Relativ schnell entstehen drei völlig neue Kinderzimmer und Ende August können wir schon wieder einrichten. Wir haben Besuch von einem TV Team, was eine kleine Dokumentation über uns dreht. Meine Mama kommt, um uns beim Räumen und Putzen zu helfen. Die Kinder richten sich ihre Kinderzimmer richtig schön ein.
Die Wärme kommt doch noch und in allergrößter Hitze feiern wir in unserem geliebten Britzer Garten den 1. Geburtstag des kleinen Mädchens. Es ist ein wirklich schöner Tag, es ist sehr sehr heiß, die Kleine trägt ein süßes Kleid und genießt den Wasserspielplatz und das Obst. Mehr bekommt sie ja gar nicht mit. Ich bin sehr glücklich über das erste schöne Jahr mit diesem süßen Kind und freue mich auf alles, was kommt.
Wir machen eine schöne Bootsfahrt durch die Berliner Innenstadt, die wir wieder über den Familienpass gewonnen haben und besuchen den Bruder von meinem Mann. Der Mann fliegt dienstlich ein paar Tage nach Doha. Dort ist es noch mal 10 Grad mehr als bei uns und er verbringt die Tage fast ausschließlich im Hotel.
Die Kinder kommen von ihren Camps zurück, sie berichten und strahlen. Nach der Renovierungs-Aktion wurmt es mich doch sehr, dass ich fast den gesamten Sommer zu Hause verbracht habe. Also schaue ich im Internet nach möglichen Ausflugszielen, aber das Meer lockt mich doch, wie jedes Jahr, sehr. Und so planen wir zu fünft, weil ein Kind noch auf einem Camp ist, einen Ausflug an die Ostsee. Wir fahren morgens los und sind abends wieder da und verbringen einfach einen wunderschönen Tag am Meer direkt am Strand und wir alle lieben es. Das Mädchen ist ein absolutes Draußen-Kind und sie liebt alles, was mit Wasser und Sand zu tun hat.

September
Wir hatten keinen großen Urlaub in diesem Sommer, aber wirklich viele kleine schöne Ausflüge. Auch nach dem ersten Schultag im September fahren wir traditionell mit Freunden an den See und verabschieden uns ein bisschen vom Sommer. Die Kinder starten in die 3. Klasse, in die 8. Klasse, und in die 10. Klasse. Wir kaufen zum ersten Mal Schuhe für die kleine Tochter, sie bekommt rosa Schuhe in Größe 18.
Der Alltag geht wieder los mit Arztterminen und Meetings in der Kirche. Ich helfe bei der Einschulung der neuen Kinder, in der Kirche feiern wir ein kleines Sommerfest. Ich gehe einmal in der Woche zum Sport und einmal in der Woche zu meiner Frauengruppe.
Ein Highlight im September war der Workshop in Erfurt. Ich habe mich lange auf diesen Enneagram Workshop vorbereitet, zu dem ich von einem Team zu dessen Tagung eingeladen wurde. Wir fahren sehr früh los, weil wir keine Übernachtung einplanen wollten. Der Kleine schläft zum ersten Mal bei einem Freund und hat ausgerechnet an diesem Tag auch seinen ersten Schwimmunterricht. Im Schwimmbad gibt es einen kleinen Unfall und der Sohn muss von einer Freundin abgeholt werden… Der Tag ist wirklich aufregend für uns alle, auch noch kommt der mittlere Sohn an dem Tag von der ersten Klassenfahrt in der Oberschule wieder und der große Bruder holt ihn vom Bahnhof ab. Als wir spät abends wieder alle zusammen zu Hause sind, sind wir dankbar und erleichtert, dass dieser Tag so gut zu Ende gegangen ist.
Nachdem die Renovierungsarbeiten beendet sind, kümmere ich mich mehr um den Garten, indem ich ein neues Beet anlege. Die Großen tragen den Rasen ab und buddeln große Steine aus. Ich pflanze Blumen, verteile Rindenmulch und richte mir mein Beet ein. Das kleine Mädchen läuft und klettert sehr gerne überall da, wo ich bin. Sie ist etwas mutiger, als es mir lieb ist, aber sie genießt die Freiheit und den Alltag und ist immer unterwegs.
Traditionell im September ziehen die Teens unserer Kirche für eine Woche dort in den Räumen ein. Diesmal ist mein Mann mit den zwei Großen mit dabei. Ich bleibe mit den beiden Kleinen zu Hause. Nach den Sommerferien wird der September immer etwas unterschätzt und vergessen, denn wir haben echt viele Termine und schöne Ausflüge. Ich bin froh, dass die großen Jungs ihre Schwester noch immer sehr lieben und eigentlich viel im Haushalt helfen. Manchmal denke ich, ich würde sonst den Alltag gar nicht schaffen. Ich genieße spontane Ausflüge. Meistens sind wir nicht mehr alle sechs zusammen, aber das ist okay so.
Oktober
Im Oktober haben wir zum ersten Mal getrennt Urlaub gemacht. Es war gewöhnungsbedürftig, aber ich glaube, in der Zukunft wird das aus verschiedenen Gründen öfter mal so sein. Die großen Jungs sind durch die Teens-Gruppe, die Ranger und andere Hobbies oft mit ihren Gruppen unterwegs, sodass wir anderen vier dann auch Pläne machen können. Wir haben Urlaub in Hessen gemacht, im Oktober geht meine Brille kaputt und ich muss gezwungenermaßen eine neue, ganz andere aussuchen. Mit den beiden Kleinen besuche ich meine Schwester zum ersten Mal in ihrer neuen Wohnung in Nordrhein Westfalen. Ein Highlight ist der Wuppertaler Zoo und die Fahrt mit der Schwebebahn.
Der Alltag im Herbst ist herausfordernd. Die viele Kleidung und Wäsche und der Abschied von der Gartenzeit ist nicht leicht – aber irgendwie gehen die Tage vorbei, wir teilen die Arbeit, vor allem das Laub harken und freuen uns über schöne Veranstaltungen am Wochenende oder Treffen mit Freunden. In den Herbstferien haben wir in den zwei Wochen tatsächlich zwei Mahlzeiten als Familie! Irgendjemand ist immer unterwegs.
Wir waren Pilze suchen und finden – und Drachen steigen. In der Nähe habe ich eine andere Krabbelgruppe gefunden, in der ich vor 15 Jahren schon mit dem Großen war. Es ist alles noch ziemlich genau so. Jetzt sind wir wöchentlich da und die Kleine liebt alles daran! Sie klettert und rutscht, sie beobachtet und jede Menge Bewegungslieder sind auf „ihrer Playlist“ zuhause eingezogen.

November
Ich glaube, das war der ereignisreichste November, den ich je hatte. Vielleicht liegt es an der großen Familie – aber es war auch viel los. So hatte ich gar keine Zeit, den dunklen Herbst zu betrauern. Außerdem: Sonnig war es auch und es gab ein bißchen Schnee!
Mit den Weihnachtsvorbereitungen waren wir diesmal ganz schnell dran – das bedeutete: Viel weniger Hektik am Ende und mehr Genuss.
Ich war mit den Jungs auf dem O’Bros Konzert – das war schön!
Wir feiern Kleidertauschparty, bereiten Adventskränze und den selbstgemachten Adventskalender zum Tauschen. Der jüngste Sohn startet nun auch bei den Pfadfindern.
Nachts stille ich noch, oft schläft das Baby in unserem Bett. Ich merke an meinen Nacken-Verspannungen, wenn ich zu wenig schlafe und mich zu wenig bewege. Das Mädchen hat sich irgendwo die Hand-Fuß-Mund Krankheit aufgeschnappt und zum ersten Mal ist sie so richtig krank. Es wird sehr kalt. Das Mädchen spricht nach der Babyzeichensprache erste Worte, wie „Papa“, „Mama“ und „Guck Guck“. Noch immer habe ich übrigens keine Kleidung gekauft – wir haben mehr als genug. Sie 15 Monate alt und bekommt ihre vorerst letzte Impfung.
Der Große kauft sich einen 3D Drucker und produziert interessante Gegenstände. Ich bin zu einem Interview in ein Podcast-Gespräch über meinen Kiez eingeladen. Wie aufregend!

Dezember
Anfang Dezember startet der Mann auf die letzte große Reise nach Brasilien. Ab in die Wärme. Die dunklen Morgenstunden und kurzen Nächte mit 4 Kindern zehren an mir und am Ende der Woche bin ich doch erkältet. Ich gehe zu einem Entwicklungsgespräch in die Grundschule, der Sohn brauchte eine Weile, um sich an Noten und neue Fächer zu gewöhnen. Auch im Winter schafft er es tapfer zur 0. Stunde in die Schule. In der Grundschule, in der Kirche und bei den Rangern finden Weihnachtsfeiern statt. Ich bin weiter einmal in der Woche beim Sport, in der Krabbelgruppe und am Bücherbus, leite meine Mama Gruppe und manchmal eine LadiesNight. Die Jungs haben ihre Hobbies, Musikunterricht und Verabredungen. Der Mann beendet seine Arbeit bei den Teens und wir konzentrieren uns auf den Verein, der mehr und mehr durchstarten soll.
Feierlich haben wir unsere Tochter in einem Segnungsgottesdienst vom Pastor mit einem Gebet und einem Bibelvers segnen lassen. Wir führen eine „Kaffee Kuchen“ Zeit ein, in der wir am Nachmittag zu sechst am Küchentisch sitzen, Plätzchen und Mandarinen essen, Kakao und Kaffee trinken. Dabei liest der Mann aus einem Weihnachtsbuch vor. Wir schaffen das nicht jeden Tag, aber es ist uns allen wichtig. Meine Podcast-Folge erscheint und ist bei „Lichterfelde, lass mal reden!“ zu hören. Ich bin positiv überrascht.
Den letzten Schultag feiern wir sehr!
Wir feiern Weihnachten in der Kirche und für uns, dann mit den Schwiegereltern und mit meinen Eltern. Die Tage zwischen den Jahren verbringen wir mit Büchern und Gesellschaftsspielen, einmal fahren wir mit den beiden Kleinen in die Pinguin-Therme in den Spreewald. Da ist es echt schön!
Und wieder feiern wir mit 3 anderen Familien zusammen in das neue Jahr!

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Für den Mann war das Jahr sehr voll, fast zu voll. Für mich war ein bißchen wenig los. Auf den Fotos staune ich, wie sich besonders das Baby verändert hat und wie die Tage an mir vorbei rauschen. Wenn die Kleine größer wird, wollen wir unseren Alltag mehr an unsere Persönlichkeiten anpassen.
Die Jungs sind auch gut unterwegs und lernen, „Nein“ zu sagen, Ressourcen zu nutzen und ihre Tage zu planen. Es ist interessant, wie unterschiedlich sie sind und wie sie alle größer werden. Sie teilen Hobbies und entdecken unterschiedliche Begabungen. Sie lieben ihre Schwester wie am ersten Tag und entwickeln kleine Rituale, helfen ihr und wachsen echt süß zusammen auf.
Ich bin jetzt 40 Jahre alt und werde im nächsten Jahr bestimmt wieder beruflich meine Wege gehen. Ich bin manchmal überfordert vom Familienleben, aber inzwischen weiß ich, dass die Tage lang und die Jahre kurz sind. Also versuche ich, die Mühe nicht zu schwer zu nehmen und immer wieder das Schöne im Alltag zu finden. Das war ein gutes Jahr, mit vielen, vielen schönen Tagen, Momenten und Wundern!
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Auch in diesem Jahr bedanke ich mich fürs Mitlesen,
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Kommt gut in das neue Jahr 2026!