Helle Sonne, warmer Wind und so

Wenn der letzte Eintrag „Schnee und Eis“ hieß, dann muss der von heute „Helle Sonne, warmer Wind“ heißen!

Ja, jetzt kommt mein alljährlicher „Ich liebe den Frühling“-Eintrag.. oder der erste von allen.
Egal, wie schlimm oder mild, wie kurz oder lang der Winter war – die ersten Tage, die das Winterende verkünden und die wärmeren Wind, hellere Sonne und dieses gewisse Gefühl mit sich bringen, lassen mich in jedem Jahr neu ausflippen. ES IST VORBEI! Es ist geschafft, es ist überstanden!! Kennt ihr das? (Wenn es euch schon nervt, solltet ihr jetzt „vorspulen“…)
Ich frage mich, warum ich nicht einfach abgeklärt in die nächste Jahreszeit schwebe, die Deko eben umräume und die Kleidung ein bißchen anpasse, wie das sonst so ist. Kann ich nicht. Frühling ist anders. Fast wie auferstehen oder neu anfangen. Vielleicht übertreibe ich und die Frühlingsgefühle gehen mit mir durch.. und vielleicht kommt ja sogar noch Schnee… bis Mai – wie im letztem Jahr. Aber.
Ich liebe es, nicht mehr fünf Schichten anziehen zu müssen, nicht mehr einen halben Medizinschrank in der Küche zu haben, nicht mehrmals täglich Feuchtigkeitscreme für die Hände zu brauchen, nicht mehr im Dunkeln aufstehen zu müssen, nicht mehr nach jedem Nachhausekommen den Flur wischen zu müssen, nicht mehr Mengen an Streu-Steinchen im Staubsauer klappern zu hören, nicht mehr nur grau zu sehen…
Es juckt mich auch schon in den Fingern, den Garten „schön“ zu machen. Aber erstens hat das noch Zeit und zweitens bin ich in diesem Jahr ein bißchen entspannter, weil wir von Frühling bis Herbst/Winter in Amerika sein werden… Der Garten ist also im nächsten Frühjahr dran.

Winterblume      Zarte Boten

 

Ich bin sehr dankbar, denn Herbst und Winter haben keinen bleibenden Schaden bei uns hinterlassen. Es war kaum nass, nicht lange kalt, es gab viel Sonne, es gab Schnee, (wir alle waren krank)… reicht doch.
Und jetzt sehe ich die Tauben in den Bäumen vor unserem Fenster zusammen… na, ihr wisst schon. Frühlingsgefühle eben. Wenn das kein Zeichen ist…

Die Zeit, in der wir Emilian heute vom Kindergarten abgeholt haben, war doppelt so lang, wie sonst.
Weil Liam läuft und weil es so viel zu sehen gibt. Seit ich diesen Artikel einer Mutter gelesen habe, möchte ich uns bewusst Zeit geben. Ich würde sagen, dass es auch vorher nicht sehr hektisch oder stressig bei uns war. Ich liebe es, einfach Zeit zu haben und nicht immer wohin zu müssen. Dann gibt es eben mal kurz vor 14.00 Uhr unser Mittag… wir sind aber glücklich. Und eben nach dem Artikel möchte ich, dass Liam gucken und denken und entdecken kann, solange er möchte es geht.
Emilian war und ist ein Kind, das lieber im Kinderwagen sitzt. Mein Vater ist fast daran verzweifelt, mit ihm spazieren zu gehen. Und nach dem Kindergarten gönne ich Emilian diese Pause. Heute sind sie zusammen gelaufen, haben Schneehaufen zertreten und sind in Pfützen gesprungen. Liam macht grundsätzlich das nach, was Emilian vor macht. Sei es sinnvoll oder sinnlos. Und Liam brüllt, wenn ich ihn in den Wagen setze. Er läuft bestimmt und auch in gutem Tempo, trägt einen Stock, sammelt hier Steinchen, beobachtet da Hunde, ahmt Vögel nach, tippelt durch Pfützen. Und vor ein paar Tagen hat er festgestellt, dass die meisten Klingelknöpfe genau auf seiner Höhe sind… Liam geht auch mal ohne Jacke und mit Socken auf die Terrasse, wenn ich die Tür offen lasse. Er wuselt dann ums Haus (nachdem ich ihn richtig angezogen habe), sortiert unsere Steine, summt seine Lieder und kommt ab und zu, um „zu berichten“.

Liam dekoriert

 

Eine neue „Macke“ von Emilian ist, JEDEN Satz mit „oder?“ zu beenden. (Eher „…odaa Mama?“)
Es ist nicht so wie ein „Waruhuum?“, weil ich auf ein „odaa Mama?“ auch einfach mal „Hmm.“ sagen kann.
Der Tag auf dem Eis wurde mit „Das war ja ein Tag, odaa Mama?“ zusammengefasst.
Und letztens sagte er: „Ich muss mal was.. odaa Mama?“

Weitere Kindersprüche:

Emilian erzählt, dass ein Mädchen aus seiner Kindergartengruppe am Wochenende ihr Seepferdchen-Abzeichen bekommen hatte. Sie hatte es auch dabei. Mit 4.. ich hab es mit 8 kaum geschafft. Jedenfalls habe ich ihm erklärt, was ein „Seepferdchen-Abzeichen“ ist, dass er dafür noch Zeit hat, dass selbst ich in der 3. Klasse Angst davor hatte und um welche Prüfungen es geht (schwimmen, tauchen, springen). Er sagte: „Das ist ja riesig gefährlich… in die Schule will ich nicht!“

Ein süßer Versprecher, über den wir immer wieder lachen: „… weil mir das Toast schmecker leckt.“

Als wir gestern vom Kindergarten nachhause gingen, sagte Emilian: „Heute gab’s was ganz leckeres. Plattfisch. Dis heißt nämlich Scholle!“
Aha.

Nach dem Schlittschuh-Abenteuer hat mein Vater beiden Jungs die Haare geschnitten.
Gestern fragte eine Freundin: „Na, wer hat euch denn die Haare geschnitten???“
Emilian: „Unser Großvater!“
Wir lachten amüsiert… da sagte er: „Häää, wir haben doch gar keinen Großvater!“
Scheinbar hat er sich von den Heidi-Geschichten ein tolles Wort gemerkt – und hat nicht gewusst, dass es passt.

 

Ich trinke jetzt meinen Kaffee aus und putze meine Fenster. Von innen erstmal. Das muss jetzt sein.
Und nebenbei gesagt:
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Comments

  1. Heidi says:

    Passend zum Frühling – ich hab mir gestern neue Winterschuhe gekauft 😉

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