Die Kindergeburtstage 2018

Unsere beiden großen Jungs sind jetzt 6 und 8.

Nach tagelanger Vorfreude auf den Geburtstag mussten dann nach dem Fest erstmal ein paar Tage vergehen, damit die Kinder in Ruhe im neuen Lebensjahr ankommen konnten. Ich hatte manchmal den Eindruck, als würde es nur um das Auspacken und Aufreissen der Geschenke und um den Hype des nächsten Geschenkes gehen, als um das, was drin ist.
Aber dabei sind wir jetzt und verschneite Osterferien + Krankheit eignen sich perfekt dafür.

Wir husten und niesen alle um die Wette, es ist schon fast lustig. Mein Mann ist noch immer gesund – ich weiß nicht, wie er das macht, bei der Menge Bakterien, die hier umher geschleudert werden.
Aber bei uns wird es langsam besser und wir sind froh, dass wir keine großen Pläne für die Ferien hatten. Ein Arzttermin heute morgen war das Aufregendste, was wir unternommen haben. Und Liam ist gerade mit Papa unterwegs. Papa hat beiden Jungs einen Ausflug zum Geburtstag geschenkt.

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Liam hatte sich einen „Cowboy-Geburtstag“ gewünscht. Er hat nämlich ein Kostüm dafür. Die Gäste kamen nicht verkleidet, ich hatte ausser Luftballons und einer Girlande gar nicht dekoriert und das Essen war einigermaßen angepasst. Ganz entspannt.

Fünf Gäste waren geladen und so waren es dann sechs Jungen und ein Mädchen. Die Kinder waren im Alter von 4-7 und kannten sich fast alle. Wie auch im letzten Jahr war das eine Gruppe, die sich kaum als Gruppe gefunden hat und eher aus vielen guten 2er Kombinationen bestand. Das war unsere Herausforderung. Wenn Liam zum Beispiel ein Geschenk bekam, wäre er am liebsten mit dem Geschenk und dem Freund dazu erstmal zum Aufbauen und Spielen verschwunden.
Wir hatten ein lockeres Programm und kleine Spiele vorbereitet und die kleinen Gäste durften zwischendurch auch einfach in den neuen Kinderzimmern spielen.

Von meiner Schwägerin hatten wir ein großes Spielpferd ausgeliehen, auf dem die Kinder reiten konnten. Ein Spiel war zum Beispiel, das Pferd mit Reifen zu fangen. Ganz einfach.

Ich hatte Toilettenpapier-Rollen mit Süßigkeiten gefüllt und mit Krepppapier umwickelt und zugebunden, sodass es wie eine Art Bonbon aussah. Diese Bonbons haben wir an eine Schnur gehängt und die Kinder mussten springen, um das Papier abzureissen. Das war die Idee einer Mini-Pinata.

Für den Nachmittag hatte ich einen Möhrenkuchen gebacken und eine 6 daraus ausgeschnitten. Ausserdem hatte sich Liam Cake Pops gewünscht. Und in kleine Becher hatte ich Weintrauben, Naturjoghurt und Müsli in Schichten gefüllt, um auch einen gesunden Snack anzubieten.

Am Abend gab es Chicken Nuggets in Form von Tieren, es gab Käse und Weintrauben-Spieße und Salzgebäck.

Zwei Gäste blieben übernacht und nach dem vollen Tag war dann auch bald Ruhe im Kinderzimmer.

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Emilians Geburtstag sollte eine größere Nummer werden.
Er hatte sich eine „Lego Ninjago-Party“ gewünscht. Und weil ich Pias Ninjago-Geburtstage schon jahrelang im Hinterkopf hatte, war das unser großer Moment.

Ich konnte mit Ninjago erst nicht so viel anfangen, aber als Mama von drei Jungs musste ich mich doch drauf einlassen. Was sonst.
Und als wir (mein Mann und ich) uns erst richtig damit beschäftigt hatten und alle Kinderbücher zum Thema durchgelesen hatten, konnten wir gar nicht mehr aufhören.

Die Ninja sind Freunde, die die Welt retten.
Ganz ganz kurz und knapp.
Zu ihren Stärken gehören besondere Eigenschaften, die sie mit viel Beherrschung und Disziplin erlernen. Und daraus haben wir ein Programm gemacht.

Das Essen und die Deko war eine Kleinigkeit und hat so viel Spaß gemacht. Danke Pinterest!

So sahen die Einladungen aus, an den Stiel habe ich dann den Zettel mit den Informationen geklebt.

 

Beim Essen habe ich das Ninja und das Lego Thema verbunden:

Wackelpudding in bemalten Bechern.
Legosteine und Figuren aus Schokolade in Silikonformen.
Zuerst habe ich alte Wachsmalstifte zerbrochen und in die Formen gelegt und im Backofen geschmolzen. Dabei ist die Form leider sofort kaputt gegangen.
Mit Schokolade ging es gut, bestimmt mit Wackelpudding oder Wasser als Eiswürfel auch.


Der Nachmittags-Kuchen: Ich habe noch nie mit Fondant gearbeitet und wollte wieder wenigstens etwas gesünderes dabei haben. Also habe ich mir diese Ninja-Obsttorte ausgedacht.

Für die Schulklasse gab es Möhren-Muffins mit Esspapier-Ninja-Bildern.

Emilian hatte 6 Gäste eingeladen und insgesamt waren es also 8 Kinder. An dem Tag war früh Schulschluss und Emilian konnte eine ruhige Mittagspause zuhause verbringen. Gegen 14:30 Uhr fuhren wir in die Schule und holten die anderen Kinder aus dem Hort ab. Das war ein Spaß!

Das Wetter war sonnig und die Kinder hatten gute Laune. Es waren fast nur Gäste aus der 2. Klasse, ein Freund aus unserer Strasse ging in die 1. Klasse, aber die Kinder untereinander kannten sich und waren eine Gruppe, ein richtiges Team.

Während wir noch auf ein Kind warteten, schlug Emilian vor, mit „Flaschen drehen“, die Geschenke auszupacken. Also setzten sie sich in einen Kreis und drehten die Flasche. Ganz aufgeregt fieberten sie mit, welches Kind sein Geschenk überreichen durfte und freuten sich alle beim Auspacken mit.

Beim Kuchen essen fing mein Mann schon an, den Kindern das Spiel zu erklären: Um den Kampf gegen das Böse zu gewinnen, müssten sich alle Gäste erst als echte Ninja erweisen und verschiedene Prüfungen bestehen.

Es fing mit einem Quiz an. 13 Fragen wurden ihnen gestellt und mindesten 10 mussten richtig beantwortet werden. Die Kinder waren echt gut und schafften es als Team gerade so, diese Prüfung zu bestehen.

In der nächsten Aufgabe wurden unter großem Gelächter neue Ninja-Namen vergeben. (Vorlage für den Privatgebrauch auch von Pia)

Wir spielten „Pie Face„, was auch richtig viel Spaß gemacht hat. Die Zweitklässler sind ja eigentlich schon ziemlich cool, aber spielen und laut lachen können sie noch ganz süß.

Dann gab es kleine Spielchen wie „mit Brausepulver im Mund einen Zungenbrecher sagen“ oder „mit Handschuhe und Messer und Gabel eine Packung Schokolade auspacken“ – ganz im Sinne von Konzentration und Geschicklichkeit.

Es gab eine Schatzsuche im Garten, bei der an mehreren Stationen kleine Wurfsterne zu finden waren. Dafür hatte ich nach Pias wunderbarer Anleitung also 8 Wurftsterne gefaltet. Die halten hier teilweise bis heute und sind immer wieder leicht zusammenzustecken, sollten sie doch mal auseinander fallen.

Die Übung mit den Klo-Rollen gab es hier auch, natürlich verpackt als „Der Sprung nach der Rolle des Schicksals“.

Am Ende musste dann der böse Gegner mithilfe der Wurfsterne „in das Becken der Erlösung“ geschmissen werden. Und das war’s!

Alle kleinen Ninjas haben miteinander und mit viel Freude gekämpft und die Prüfung bestanden!

Zum Abendbrot gab es dann Mumien-Würstchen im Blätterteig, ganz viel sternförmiges Salzgebäck, Bouletten und Salami-Würstchen. Die Kinder waren sehr satt und sehr glücklich, als die Eltern zum Abholen kamen.

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Das waren die Geburtstage. Richtig schön, fanden wir,

Jetzt werden hier neue Geschenke ausprobiert, vor allem wird viel Lego gespielt. Wir freuen uns darauf, gesund zu werden und zusammen mehr Zeit draussen zu verbringen.

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