12. Februar 2026
Am 12. eines Monates bekommt ihr 12 Fotos und einen Bericht von mir. Letztens habe ich von Gründern eines Kunstmarktes gehört, dass diese Tradition auch unter Künstlern sehr verbreitet ist. Da hab ich mich gefreut!
****
Gestern war ich den ganzen Tag verspannt und schwindlig und bin früh ins Bett gegangen. Also verhältnismäßig früh, für meine Zeit. Das war eine gute Idee, denn ich habe heute meine ganze Kraft gebraucht…
Der Mann ist bis Sonntag in Dortmund und ich bin alleine mit den Kindern. Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr. Natürlich wird die Kleine ungefähr 30-40 Minuten früher wach und weckt mich natürlich auch. Das ist manchmal schon frustrierend. Ich stille sie und kurz vor meinem Aufstehen schläft sie allerdings nochmal ein und ich kann in Ruhe die Jungs wecken und fertig machen.
Wir haben einen fröhlichen Morgen zusammen. Es ist schon um 7 Uhr herum hell!!! Der Große hat zur 3. Stunde, also kann ich den Kleinen zum Bus bringen, während das Baby schläft.
Heute liegt ein sehr freier Tag vor uns. Ich merke aber im Laufe des Tages, dass „frei“ nicht gleich „frei“ bedeutet. Ich habe nur einen Termin. Aber frei ist der Tag auf jeden Fall nicht.

Als alle Kinder in der Schule sind, trinke ich einen Kaffee, räume ein bisschen auf, vereinbare einen Arzttermin für den Großen, lege Wäsche zusammen und telefoniere in der Zeit mit meiner Oma. Wir teilen jedes Jahr unsere gemeinsame Frühlingssehnsucht. Mit ihren fast 95 Jahren weiß sie auch, dass jeder Winter irgendwann vorbei sein wird. Ich denke an die Omi des Mannes, die heute Geburtstag gehabt hätte.

Die Kleine wuselt fröhlich mit mir mit. Wir haben gerade einen kleinen Buggy ausgeliehen – den liebt sie sehr. Sie schiebt ihre Puppen und möchte auch selbst gern durchs Wohnzimmer geschoben werden.

Kurz nach 10:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Krabbelgruppe. Eigentlich wollte ich das heute ausfallen lassen, weil der Tag gestern sehr voll und anstrengend war. Aber es ist der einzige Termin heute und die Kleine genießt diese Spiele-Zeit immer sehr. Also fahren wir. Auf der kurzen Fahrt muss ich das Sonnenverdeck runterklappen, weil die Sonne plötzlich so scheint. Richtig ungewohnt. Aber warm. Und schön! Und Vogelgezwitscher. Knospen!



Nach der Krabbelgruppe fahren wir nach Hause und essen Mittag. Es gibt Ofengemüse. In einer ruhigen Minute am Herd denke ich, dass sie fröhlich ihr Mittagessen isst… Dabei cremt sie sich einfach nur sehr intensiv mit Kräuterquark ein.

Ein wenig später lege ich sie in den Kinderwagen zum Schlafen, den Wagen lasse ich aber drinnen stehen, denn es regnet ziemlich. Ich kann es natürlich nicht lassen und nutze die Pause nicht für mich, sondern sauge den Boden, da liegen immer diese Steinchen vom Streugut.

Als die beiden großen Jungs gleichzeitig nach Hause kommen, hole ich den Kleinen schnell mit dem Auto ab. Wir sind heute alle ein bisschen müde und langsam. Der Sohn macht Hausaufgaben und erzählt, dass sie in Musik den Gold-Sieger vom Eiskunstlauf angeschaut haben. Über den Rückwärtssalto habe ich auch gestaunt. Wir suchen das Video und bleiben ein bißchen bei Olympia hängen.
Ich will mich gerade mit einem Kaffee auf die Couch setzen und die Augen ein bisschen zu machen, da höre ich ein zartes „Mama!“ aus dem Kinderwagen. Ich denke, dass sie noch hätte weiterschlafen können, aber ein Bruder ist gleich da, macht Licht im Flur an und holt sie aus dem Wagen. Damit ist meine Pause vorbei, das Mädchen ist wach – aber eben nicht ausgeschlafen. Und so geht ein langer Nachmittag weiter.
Es ist wuselig, ich erledige hundert Sachen gleichzeitig und stolpere über Bedürfnisse und Erwartungen. Der eine Sohn nimmt sich ein Eis, versteckt es nicht schnell genug und die Schwester ist frustriert, weil sie nichts abbekommt. Die Pumpe vom Aquarium macht komische Geräusche und ich reinige den Filter und gucke, ob es bei Vinted Aktivkohle gibt. Zwei Ranger-Kluften brauchen neue Aufnäher. Der Sohn lernt gerade die Uhrzeiten und tut sich mit den Vormittags- und Nachmittagsstunden so schwer! Ich bin ganz dankbar, dass ich gestern im Buch-Tausch-Regal in der Kapelle ein Wissensbuch über die Uhr gefunden habe. Ich brauche alle meine Kraft und Geduld, um ihm eine Hilfe zu sein. Die Großen müssen sich dabei mit der Schwester beschäftigen.

Seit gestern Abend weiß ich, dass ein vorderes Abblendlicht am Auto kaputt ist. Wir haben keine Glühbirnen mehr, also versuche ich, mit dem Mann und ChatGPT zu schreiben, um herauszufinden, wo die Birnen im Auto sind und welche wir kaufen müssen. Ich schicke die Jungs im Regen zum Auto, sie sind nicht begeistert, aber sie gehen – finden die Birne aber nicht. Der Mann bestellt. Morgen, wenn die neue Glühbirne ankommt, müssen wir sie irgendwie auswechseln…
Dann sagt eine Mitfahrgelegenheit wegen Krankheit ab, die unsere beiden großen Jungs am Wochenende nach Sachsen fahren wollte. Die beiden haben sich mit zwei anderen Kindern aus Berlin für ein Pfadfinder-Proben-Wochenende fürs Sommercamp angemeldet – ohne zu wissen, dass das Treffen in Sachsen stattfinden wird. Der Ort stand damals noch nicht fest.

In diesem Nachmittags-Gewusel versuche ich also auch noch, einen Bahn-Verbindung zu finden. Minderjährige dürfen nicht alleine mit dem FlixBus fahren, wenn es einen Umstieg gibt. Eine andere Verbindung startet Samstag um 6 Uhr früh. Ich merke, dass die Jungs gern dorthin wollen, dass ihnen aber auch langsam alles zu viel wird. An dieser Stelle möchte ich am liebsten in Tränen ausbrechen und weglaufen!
Einerseits sollen die Jungs so langsam ihre Termine selbst organisieren – aber das ist viel zu viel. Nach langem Hin und Her und einem Telefonat und viel Frust finden wir eine Verbindung für Freitag, die bezahlbar ist, mit nur einem Umstieg – und die Familie des anderen Jungen wird die drei Sonntag wieder abholen.
Der eine Sohn geht dann zum „Biblischen Unterricht“ in die Kapelle, ich setze die Schwester ins Zimmer des Großen und gehe mit dem dritten Sohn kurz raus, denn ich habe ihm versprochen, ein Faschingskostüm zu suchen. Es regnet, wir brauchen beide einen Schirm, aber es ist warm (ich glaube, dieser Winter war so kalt, dass mir alles über 5 Grad irgendwie warm vorkommt) und es tut gut, an der frischen Luft zu sein.

Wir finden kein Kostüm, das ihm gefällt und auch keine Ninja-Verkleidung, die er gesucht hat. Ich fange an, zu überlegen, als was er gehen könnte. Er ist der erste unserer Jungs, der richtig gern Fasching feiert und das will ich ihm gönnen. Wir gehen ein paar Lieblingsfilme durch und plötzlich ruft er: „Ich weiß!!! Ich geh als „Kevin allein zuhaus!“
Wer ihn kennt, weiß, dass das absolut die beste Idee ist! Er wurde schon so oft darauf angesprochen, dass er dem Kevin sooo ähnlich sieht. Sofort macht er die berühmte Geste mit dem erschrockenen Gesicht und den Händen an den Wangen.
Wir finden eine perfekte Pudelmütze und einen roten Schal im Laden und ich muss richtig lachen, weil es so echt aussieht!
Er sucht sich noch Luftballons und Konfetti fürs Klassenzimmer aus und wir gehen nachhause. Schnell wird das Wohnzimmer aufgeräumt und der Ess-Tisch gedeckt. Wir essen mehr oder weniger entspannt, diesmal ohne Quark-Schlacht.
Der Kleine darf den Anfang von „Kevin“ gucken, er will Ausschau nach passenden Requisiten halten will. Die Großen brauchen ein bißchen Hilfe bei ihren Küchendiensten. An solchen Tagen bräuchte ich eigentlich Hilfe…

Ich kündige an, dass ich in die Dusche gehen möchte, aber es braucht eine Weile, bis klar ist, wer auf die Schwester achtet, damit sie nicht im Wohnzimmer beim Film landet. Gegen 20 Uhr geht es Richtung Bett. Der Große setzt sich noch ans Klavier, aber heute geht das ins-Bett-bringen schnell.. ich glaub, wir sind alle müde. Sogar die Kleine schläft neben mir auf der Couch beim Kuscheln ein.
Als die Küche fertig ist und ich diesen Blog-Eintrag tippe, fällt mir die Zugverbindung wieder ein! Natürlich ist der Preis etwas gestiegen… aber ich buche jetzt und möchte keinen weiteren Gedanken daran verschwenden!
Gegen 22:30 Uhr ist endlich Ruhe im Haus, die Wäsche ist gefaltet, die Küche ist sauber, die Kinder sind im Bett, die Aquarium-Pumpe pumpt, meine Vorbereitung für das Mama-Treffen morgen ist fertig – geschafft! Irgendwo steht meine volle Teekanne rum. Die nächsten drei Tage werden ruhiger.
****
Die Sammlung der „12 von 12“ Beiträge gibts hier! (Werbelink)
Danke fürs Mitlesen!
Wenn du mein Bloggen unterstützen möchtest,
lade ich Dich ein,
in meine Kaffeekasse zu spenden. (Klick hier!)