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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Szenen aus unserem Alltag

So. Jetzt.
Jetzt ist Samstag und wir haben frei und ich kann euch endlich von all‘ den Sachen erzählen, die passiert sind.

* 30 Tage Shred
Ich hab’s geschafft! Anfang Februar waren die 30 Tage vorbei. So sehr, wie ich Level 2 verabscheute, so sehr mochte ich Level 3. Weniger Sprünge, mehr Power.
Am Ende hatten die Kinder nicht mehr so viel Interesse, mitzumachen. Aber Shred hat täglich dazu gehört. In jedem einzelnen Tag konnte ich eine Lücke finden.
Ich habe vorher nicht mein Gewicht notiert und auch nicht Bauchumfang oder ähnliches gemessen.. hätte ich vielleicht machen sollen.
Ergebnis ist aber: Mir passen wieder Hosen von früher. Ich fühle mich viel fitter. Ich schlafe besser. Ich habe weniger Rückenschmerzen. Muskelkater fühlt sich gut an. Endlich wieder zusammen mit meinem Mann genossen wir freie Abende.

Merkwürdig ist: Jetzt, da es vorbei ist, kann ich mir nicht mehr vorstellen, Zeit für diese 20-30 Minuten am Tag gehabt zu haben. Das ist wirklich eine Entscheidung, eine Einstellungssache. Ich habe die Pause genossen… aber wusstet ihr was? Große Erkenntnis: Nach dem Sport ist vor dem Sport. Auf diesen 30 Tagen brauche ich mich überhaupt nicht ausruhen. Bringt nichts. Der Körper lacht mich aus und die Bikini-Figur zieht weiter Richtung Süden…

Nach ein paar Tagen Pause und ein paar Gängen durch Amazon ist nun eine zweite Jillian Michaels-DVD bei mir eingezogen. „Bauch, Beine, Po intensiv“ Ich befürchte, es ist einfach nur „Shred – eine Nummer härter“
Bis jetzt habe ich keine Ahnung. Ich werde es probieren und mich nicht verrückt machen, wenn ich es vielleicht nur alle zwei Tage schaffe. Aber irgendwas fehlte doch jetzt die letzten Tage..

 

* Tropical Island
Am 5. Februar, am Geburtstag meines Mannes, sind wir hier in aller Kälte und Frühe Richtung Süden gestartet. Der Bikini-Figur hinterher..
Nichtmal eine Stunde waren wir unterwegs, so schön südlich wohnen wir. Und es ist schon sehr erstaunlich, aus diesem Nichts in Brandenburg, aus diesem Wald, von der Autobahn zu fahren und dann plötzlich vor dieser Halle zu stehen! Mächtig gewaltig.

Noch dazu wirbelten ein paar Schneeflocken durch die Luft, es war so kalt … aber wir hatten Badekleidung und Flipflops im Gepäck, das wir extra einen Tag vorher vom Dachboden gesucht hatten.

Und dann in dieser Halle fühlt es sich an, wie in einer anderen Welt. Also, ich war mir ständig bewusst, dass ich in einer Halle war.. dieses schwere Metall ist nicht so einfach wegzudenken und doch kein Vergleich zum Strand mit Himmel und Weite.
Aber abgesehen davon zeigt sich eine absolute Liebe zum Detail in allen Ecken. Die Größe dieses Gebäudes wirkt vielleicht im ersten Moment erschlagend – aber nach und nach fanden wir heraus, dass doch alles ganz überschaubar sein kann.

Gegen 9:00 Uhr kamen wir an und es waren gar nicht mehr so viele Plätze frei. An der Südsee blieben wir uns besetzten vier schöne Liegen im Sand. Wir hatten noch nicht richtig die Taschen abgestellt, da waren die beiden Großen schon im Wasser und klitschnass. Und so ging es eigentlich weiter, bis wir uns gegen 20:00 Uhr auf den Nachhauseweg machten.

Eine Herausforderung war, dass unsere beiden großen Jungs noch nicht schwimmen konnten – und Jari gar nicht mehr aus dem Wasser wollte. Dazu noch unsere Taschen an den Liegen, die wir eigentlich nicht allein lassen wollten.
Wir wechselten uns also ab, mit Jari durchs warme Babybecken zu stapfen – und mit den Großen den Rest der Halle zu erforschen. Dazu gehört nämlich ein Indoor-Spielplatz, ein Dschungel, kleinere Spiel-Ecken, die Lagune, die Rutschen und ein Außenbereich.

Es gibt so viel zu entdecken und an einem Tag ist es nicht möglich, das zu tun. Langweilig wird es nicht – kostspielig schon. Nach so einem hohen Eintrittspreis fanden wir es schade und unnötig, auch in der Halle für viele kleine Aktionen Geld bezahlen zu müssen. Tropical Island ist wie ein Dorf! Wir sahen die Übernachtunsgäste am Morgen aus ihren Zelten oder Wohnungen stapfen und zum Frühstück gehen. Es gibt Spielhallen, Süßigkeitenläden, Bekleidungsgeschäfte, jede Menge guter Restaurants…alles, was das Herz begehrt!

Wir verbrachten aber viel Zeit damit, Jaris erste Schritte im Wasser zu bestaunen, mit Emilian und Liam sicherer schwimmen zu lernen, zu lesen, zu schlafen, die Füsse im Sand zu vergraben und die Urlaubs-Stunden zu genießen.

 

Neue Kinderzimmer
Für die Winterferien hatten wir den Plan, aus einem Kinderzimmer vielleicht zwei zu machen oder irgendwie anders unsere drei Zimmer zu gestalten. Während mein Mann in Kenia war, konnten wir kaum planen und ich schaffte weniger Vorbereitung, als ich gewollt hatte.
Wir dachten, das große Arbeitszimmer meines Mannes könnte ein Spielzimmer für alle werden und das kleine jetzige Kinderzimmer könnte vielleicht ein Schlafzimmer für alle drei Jungs werden.

Abwechselnd durfte immer einer der beiden Großen in Papas Bett schlafen, als der in Kenia war. Ich stellte fest, wie viel besser und entspannter die Jungs abends einschliefen und morgens aufwachten. Und wir überdachten unseren Plan.

Als die Kinder dann in den Ferien bei meiner Schwester waren, fingen wir an. Wir hatten viel zu tun, wir hatten Jari, wir hatten kaum Freunde, die Zeit zum Helfen hatten… und nach abwechselndem Optimismus und Verzweiflung nahmen die Zimmer aber nach und nach Gestalt an.

Im Kinderzimmer rissen wir mühsam die Tapete ab und tapezierten neu. Zwei Freundinnen kamen zu Hilfe und mein Schwiegervater nahm uns den Tapeten-Job ab.

Das große Arbeitszimmer war das, was seit unserem Einzug vor 6 Jahren die meisten Rollen und die meiste Unordnung abbekam. Es war Arbeitszimmer, Spielzimmer, Kaffee-Röst-Zimmer, Gästezimmer, Musikstudio und Abstellkammer. Denn viele Kisten, die zum Umzug „erstmal“ dort gelandet waren, sind auch irgendwie „erstmal“ dort stehen geblieben.

Wir räumten und räumten. Wir fuhren mehrmals zum Wertstoff-Hof oder zum Rumpelbasar. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens vom Gästezimmer und räumten noch mehr.

Zwei Freundinnen strichen sehr gut und sehr schnell das obere große Zimmer, sodass es nun wie neu aussieht. Die neuen Räume waren langsam bereit und nach mehreren Besuchen bei IKEA entstand zwar noch mehr Müll, aber aus einer Baustelle wurden langsam drei neue schöne Räume!

Mein Mann hat unten jetzt ein schönes Arbeits/Kaffee-Zimmer, wo vielleicht auch für mich eine kleine Büro-Ecke entsteht, wenn erst aller Müll und Krempel verschwunden ist.

Emilian hat das kleine Zimmer bekommen und ist sehr glücklich. Er hat nun einen Schreibtisch und ein höheres Hochbett. Er hat das nach Farben sortierte Lego, was sehr geliebt wird. Er hat einen eigenen Kleiderschrank und Ruhe und Platz. Ein bißchen hat er ein Teenager-Zimmer. Die Wahrheit lässt sich nicht länger verstecken. Aber aus dem frechen, zappeligen Rüpel ist nach den Ferien und mit neuem Zimmer ein großes, selbstsicheres, stolzes, glückliches Schulkind geworden. Sagt meinem Herzen nicht, dass er bald 8 wird!

Liam hat nun ein sehr großes, neues, sauberes Zimmer. Das Etagenbett der Jungs mussten wir auseinander bauen, um es ins andere Zimmer zu bringen, aber es hat sich gelohnt. In ein paar Monaten könnte Jari dann zu Liam ziehen. Ich weiß nicht, wer von beiden sich mehr darauf freut. Liam genießt genauso den Platz, die Ruhe und Freiheit.

Zum ersten Mal seit 5 Jahren schlafen die Jungs in getrennten Zimmern und haben das Spielzeug aufgeteilt. Wie schon geschrieben: Sie finden es toll. Es gibt neue Möglichkeiten, es gibt immer Gründe, sich zu besuchen und die Türen knallen schon ab und zu mal.

Jari tappelt von hier nach da, wird mal rausgeschmissen und mal hereingelockt. Heute Morgen stellte ich erschrocken fest, dass er ohne Probleme die schräge Leiter zu Emilians Bett hochklettert. Mit fast 13 Monaten. Hoch zum 1.80 m hohen Bett. Hilfe?

Wir sind sehr glücklich mit den neuen Zimmer, obwohl noch nicht alle Dinge ihren Platz gefunden haben. Aber der ruhige Februar wird Zeit dafür geben und rechtzeitig zum Frühling sind wir drinnen fertig und haben Zeit für draussen.

 

Handy gefunden
Als ich gestern mit Emilian und Jari auf dem Schulweg war, sah ich plötzlich ein Handy auf der Strasse im Dreck liegen. Ich sah mich um und hob es auf. Es war ein funktionierendes Samsung mit vollem Akku. Auf dem Bildschirm war ein kleines Kind zu sehen. Mir war sofort bewusst, was das für ein Schock für die andere Person, wahrscheinlich eine Mama, sein muss, festzustellen, dass das Handy verloren gegangen ist. Ich nahm es mit und suchte nach einer guten Idee, das Handy der anderen Person wiederzugeben. Während wir frühstückten, gab es mehrere Anrufe auf dem Handy, die wir leider nicht bemerkten. Ich kenne mich mit Samsung nicht aus und scheinbar war Ton und Vibrationsalarm ausgeschaltet.
Ich behielt es also in der Hand und schon rief wieder jemand an.
„Hallo? Haben Sie mein Handy gefunden??? Oooh, ich liebe Sie!!!“
Es stellte sich heraus, dass es wirklich eine Mama war, die auf dem Weg zum Bus das Handy verloren hatte. Sie bekam meine Handynummer, meine Adresse und kam am Nachmittag nach der Arbeit vorbei. Mit einem großen Blumenstrauss für mich stand sie vor der Tür. Sie bekam schnell ihr Handy wieder und war wirklich sehr dankbar und erleichtert. Und ich auch!

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12 von 12 im Februar

Heute war ein Familientag. Montag. Schultag. Alltag. Irgendwie alles. Ich hab nichts geschafft – und viel geschafft. Alles durcheinander. Der Tag war voll, aber es gab Pausen. Und Sonne!

Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal das Gefühl, dass ich nicht seit Ende Januar Däumchen drehend da sitze und mit geputzten Fensterscheiben auf Frühling warte – sondern dass der Frühling in diesem Jahr irgendwie auf mich wartet.

Den Garten habe ich so lange nicht beachtet. Ich brauch noch ein bißchen Zeit. Wir haben im Herbst Tulpenzwiebeln gesetzt. Ich weiß noch, wie vorausdenkend ich mich damals gefühlt hab. Und jetzt hab ich keine Ahnung, wo sie auftauchen werden.
Und die Fensterscheiben – ha! Meine Schwester hat sie zweimal geputzt, aber dann sind da wieder diese Kinder. Und Kinder vertragen sich absolut nicht mit geputzten Fensterscheiben.

Aber das ist unser Alltag!
Das ist jetzt so.
Und das ist schön.
Wir haben heute so viel zusammen gelacht. Und Faschingskostüme vorbereitet. Und Kuchen gebacken. Und immernoch die Zimmer „eingelebt“.
Aber guckt selbst:

1. Die kleine Schnute auf dem Weg zur Kita.

 

2. Frühstück bei einer Freundin.
In letzter Sekunde ist mir eingefallen, dass ich Fotos machen wollte. Wenn wir uns treffen, dann reden wir. Und reden. Und egal, ob wir uns 2 oder 4 oder 6 Stunden unterhalten, es endet damit, dass wir beide mitten im Satz aufspringen, weil wir die Zeit vergessen haben und der nächste Termin ruft.

 

3. Sonne. Leider konnte ich sie heute fast nur von drinnen bewundern. Aber es wird wärmer. Und heller. Ich merke das. Der Garten wartet.

 

4. Letzte Winter-Deko vor einem frühlingshaften Nachmittags-Himmel.

 

5. Und wir räumen.
Es macht Spaß, weil wir plötzlich so. viel. Platz haben! Die Jungs hatten seit 5 Jahren ein gemeinsames Zimmer und gemeinsames Spielzeug. Sie geben nicht so zu, dass die Trennung nicht leicht fällt. Aber sie lieben es, das Spielzeug mal aufzuteilen, sich eigenes Zeug auszusuchen und sich dann zu besuchen (aber bitte KLOPFEN!) und sich wieder Spielzeug vom Bruder zu leihen. Haach.

 

6. Meine Schwester schickt Fotos von Experimenten, die sie mit den Jungs am Wochenende gemacht hat.

 

7. Bei Lidl. Echt jetzt?

 

8. Emilian und Papa gehen mit der Ur-Omi zum 88. Geburtstag fein essen.

 

9. Liam hat sich für seine Kita-Gruppe einen Papageien-Kuchen gewünscht. Also backen sie.

 

10. Jari. Ach Beebi. Er macht uns so viel Freude. Er ist so glücklich. So zufrieden mit seiner Familie. Die Tage ohne seine Brüder und das Geräume haben ihn verwirrt. Jetzt sind sie wieder da und lieben und locken ihn – und er ist einfach nur da und schaut und lernt und liebt.

 

11. Der Große hat sich Poster nebens Bett gehängt. Es war doch erst gestern, dass ich meine Poster an der Wand hatte! Haach. Wird es jemals leichter, die Kinder groß werden zu sehen?

 

12. Mein Mann hat mir einen neuen Wischer gekauft. Einfach mal so, das ist nämlich trotzdem kein gutes Geburtstagsgeschenk! Aber einfach mal so hat er mich damit sehr glücklich gemacht. Kein Bücken mehr, kein Auswaschen in der Spüle.. Ich weiß nicht, wann die Böden zuletzt so glänzend sauber waren. Nochmal haach für die kleinen Freuden im Alltag.

 

Morgen plane ich, Teil 5 meiner 1000 Fragen zu beantworten und dann, dann endlich kommt mal wieder ein bißchen Alltags-Geblogge. Einfach mal das, was ich schon lange und angedeuteterweise schreiben wollte.

Ich trage mich noch schnell bei Caro in die 12von12-Liste ein und dann hab ich fertig.

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Hallo Februar!

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Im Februar werde ich…

… mit den Kindern zu Oma und Opa fahren.
… die überstandene erste Hälfte der Klasse 2 feiern.
… meinen Mann vom Flughafen abholen!
… Käsekuchen backen.
… den Geburtstag vom Mann feiern.
… über Jaris Schritte staunen.
… Winterferien genießen.
… zum ersten Mal ins Tropical Island fahren.
… ausruhen.
… Geburtstag mit Omi, Schwiegervater, Neffen, Bruder und Schwager feiern.
… Frühblüher suchen und fotografieren.
… die 30-Tage-Shred-Challenge beenden!
… unsere (Kinder)Zimmer neu räumen und sortieren.
… mehr Fragen hier im Blog beantworten.
… Faschingskostüme suchen und zusammenstellen.
… endlich zum Info-Tag meiner Weiterbildung gehen.
… die endgültige Entscheidung dafür oder dagegen treffen.
… Familie genießen.

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Stand der Dinge…

… Augenringe.
Ich gehe nicht ohne meinen Concealer aus dem Haus!

Papa ist unterwegs. Beruflich.
Diesmal nicht in Kalifornien, sondern in Kenia.
(Eines Tages werde ich mit-reisen!)

Und wir sind hier. Wir vier.
Bisher läuft es besser, als gedacht. Aber bisher war auch erst Wochenende. Am Samstag waren wir im Zoo, weil unsere Jahreskarte bald abläuft. Es war ziemlich kalt.

Und ich muss gestehen, dass die beiden Großen den Zoo schon langweilig finden. Also.. Liam hat zum ersten Mal so richtig Giraffen aus der Nähe gesehen. Sonst waren sie wohl immer im Haus – da stinkt es ihm zu sehr… Er fand es faszinierend, dass Papa diese Tiere in Afrika grad echt sieht. Vielleicht.
Im Affenhaus war auch mehr los und wir haben eine Weile zugesehen. Dann sind Pinguine und Robben immer sehr beliebt und eine kommentierte Fütterung bei den Hyänen musste auch sein.
Na gut.. sie finden den Zoo nicht langweilig. Sie wissen bereits sehr viel für ihr Alter. Das finde ich gut! (Emilian konnte ja ’ne Menge Tiergeräusche, bevor er überhaupt sprechen konnte!)

Liebe Grüße nach LA!

Heute waren wir zusammen im Gottesdienst und danach mit Freunden im Restaurant. Und morgen beginnt der Alltag!

Es ist möglich, das alles zu schaffen!
Ich stelle mir den Wecker früher.
Ich bitte die beiden Großen mehr um Hilfe.
Ich bleibe nachts abends länger wach, um Stille zu genießen und Dinge abzuarbeiten.
Ich arbeite meine Listen langsamer ab.
Ich halte mich nicht ganz so streng an den Zeitplan.

Aber.. es ist anstrengend.
Ich muss immer alle drei im Blick/im Ohr haben. Die kommen auf die merkwürdigsten Ideen.. alle drei!
Ich bin allein für den Tagesablauf verantwortlich.
Ich muss allein auf die Zeit achten.
Ich möchte die Kinder weder überfordern noch ignorieren.

Jari bekommt grad seine ersten vier Zähne gleichzeitig und ich weiß, dass er Papa sehr vermisst. Immer wieder krabbelt er vor den leeren Schreibtisch, bleibt sitzen und guckt einfach. Trotzdem ist er gut drauf und kaum quengelig. Er liebt das Skypen mit Papa. Am liebsten würde er in das Handy kriechen und Papa auf den Arm springen.
Wenn er auf meinem Arm einschläft (ist heut zweimal passiert), merke ich, dass wohl Schlafenszeit für ihn gewesen wäre.. Aber dann trage ich ihn eben und mache weiter. Jari ist noch immer der pflegeleichte kleine Bruder, den alle lieben, zum Lachen bringen und gern bespaßen.

Liam ist nun stolzer Geigen-Schüler und macht pflichtbewusst seine Hausaufgaben. Wir sind so glücklich, dass er als Mittelkind neben dem Schulkind und dem Baby auch in eine besondere Rolle schlüpfen darf und loben ihn sehr. Er vermisst Papa und manchmal kullern die Tränen – aber Liam ist ganz schnell wieder bei himmelhochjauchzend.

Emilian ist ein sehr guter Schüler und manchmal wüsste ich gern, ob es in der Klasse einen Klassenclown gibt und wenn ja, ob er das ist. Sein Verhalten wird mehr Show und er schleudert sein Wissen um sich, als könnte ihm keiner was. Cool ist er, aber Übermut tut selten gut. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob och mich im Notfall auf ihn verlassen könnte – oder ob es ihm dann doch wichtiger wäre, Liam zum Gackern zu bringen oder eine dumme Idee auszuprobieren.

Ich mache tatsächlich seit 24 Tagen täglich meinen Sport und bin sehr glücklich damit. Es ist jetzt schwieriger, weil Jari entweder dabei ist oder ich ihn erst hinlegen muss. Dann wird es sehr spät. Eben musste ich unterbrechen und ihm eine Flasche geben – aber ich habe danach weiter gemacht.
Ich fühle mich viel fitter! Ich spüre Muskeln!
Was nach den 30 Tagen passiert, weiß ich aber noch nicht.
Habt ihr Vorschläge?
Ich habe mir schon eine andere DVD von Jillian Michaels ausgesucht, denn die jetzige werde ich verleihen und im Februar erstmal nicht machen. (Und wehe, du machst das nicht, K.! 😉 ) Zweimal hintereinander wäre auch langweilig, glaub ich.
Sonst bin ich (noch) nicht so müde, ich genieße die freieren Vormittage, obwohl Jari auch gut klammert und dazwischenfunkt und ich schaffe in kleinen Schritten meinen Haushalt.

Eine Freundin, deren Mann mit meinem Mann in Kenia ist, hat mir eine Überraschungstüte gebracht. So lässt’s sich überleben!

Es bleibt so viel liegen. Der Boden ist so dreckig. Die to-do-Liste wird länger. Abends gehe ich mehrmals von unten nach oben, bis ich alles aufgeräumt und am richtigen Platz habe. Emilian und Liam dürfen abwechselnd in Papas Bett schlafen und so schlafen sie abends besser ein und morgens länger aus. Perfekt. Die Nächte sind also ruhig.

Auf die Bedürfnisse von vier Personen zu achten und einen normalen Alltag zu schaffen, klappt erstmal noch nicht so. Aber war ja auch Wochenende.
Die Nachmittage haben wir uns bewusst frei gehalten, um Ruhe und Freizeit zu haben. Wenn ihr nichts von uns hört, wisst ihr, woran es liegt. Dienstag beantworte ich aber meine nächsten 20 Fragen!

Um die überstandene Zeit zu feiern, möchten wir demnächst ins Tropical Island fahren. Habt ihr Tipps, Empfehlungen, Warnungen für uns?

 

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Mal wieder neue Kindersprüche

Lang, lang ist die Liste der neuen Kindersprüche geworden.
Hier sind sie:

 

* Liam sagt beim Zähne putzen:
„Wir kämpfen jetzt gegen Asterix und Obelix!“
(Er meint Karius und Baktus.)

* Ich möchte mich anziehen. Ich frage: „Liam, kannst du in der Küche kurz auf Jari aufpassen?“
Er antwortet: „Nein! Wer das Baby geboren hat, der muss auch auf es aufpassen!“

* Wir reden über Teenager in unserer Gemeinde und dass unsere Kinder später die Teenager sein werden.
Liam hört nur halb zu, reckt den Arm in die Luft und ruft: „Yeah, wir sind Team Ninja!!“

* Wir haben einen neuen Gast zuhause. Emilian sagt nach den ersten Minuten zu mir: „Ich hatte befürchtet, ich werde schüchtern. Aber jetzt reden wir schon zusammen.“

* Opa sagt zu Emilian: „Mensch, jetzt bist du in der 2. Klasse. Jetzt kannst du deiner Mama die Welt erklären.“
Emilian läuft gelangweilt weg und ruft noch: „Konnte ich vorher schon…“

* Emilian erzählt über eine Autofahrt in Thüringen: „Da gab es eine Stecknadel-Kurve.“

* Wir fahren mit dem Auto in den Bergen.
Liam schimpft über den Höhenunterschied: „Irgendwas nervt mich in den Ohren..“

* Liam wartet am Flughafen auf Papa. Er denkt laut: „Hey Mama… wenn einer keine Wohnung hat, kann er einfach Pilot werden! Dann kann er immer nur rumfliegen.“

* Papa kommt nach zwei Wochen aus Kalifornien wieder.
Er sagt: „Liam! Bist du etwa groß geworden??“
Liam antwortet: „Ja! Du warst ja so lange weg. Wenn du da gewesen wärst, hättest du das gemerkt. Wenn Mama mal weg ist, würde sie sich wundern.“

* Liam über sein neues Spielzeug: „Das ist mein Fitness Spinner!“

* Liam hat eine schmutzige Unterhose im Kita-Fach. Ich frage, was passiert ist und er sagt: „Ach.. die war irgendwie … verkackt.“

* Emilian erzählt von seinen Abenteuern anhand seiner Narben am Bein:
„Hier ist eine Verletzung am Bein, das war an der Ostsee.
Hier ist eine Verletzung am Knie, das war nicht so heldenhaft. Da hat Liam mich an eine Lampe geschubst…“

* Liam sagt in Frankreich: „Sind wir hier in der sächsischen Schweiz? Hier sind so viele gute Berge..“

* Die Kinder rennen in Korsika jeden Morgen ans Meer und rufen uns dann zu, ob der Wind anlandig oder ablandig ist. Und dann wissen wir, ob wir gut Muscheln suchen können.

* Ich staune am Morgen: „Liam, du bist ja schon angezogen!“
Er sagt: „Ich bin schon seit Wochen angezogen!!“

* Im Auto lernen wir das Spiel „Stadt Land Fluss“, um uns zu beschäftigen. Es geht um ein Land mit O.
Liam ruft: „Ostralien!“

* Die Kinder gehen alleine in den Bergen von Korsika ein bißchen vom Auto weg und wollen wandern.
Ich frage: „Was ist, wenn ihr eine Kuh trefft?“
Sie antworten: „Dann sagen wir Bonjourno!“

* Wir schlafen auf dem Weg nach Korsika bei Freunden. Wir kommen am Abend an, als ihre Tochter schon schläft. Auf dem Rückweg kommen wir nach zwei Wochen wieder bei ihnen vorbei. Es ist wieder Abend und ich sage den Jungs: „Seid bitte leise. Denkt dran das Baby schläft!“
Liam staunt: „Die schläft aber lange!“

* Im Urlaub hören wir das Hörspiel „Vaiana“. Immer. In Englisch, Deutsch und Französisch. Unser Ohrwurm ist das Lied „You’re Welcome“ von Maui.
Auf dem Rückweg auf der Fähre fragen wir eine Angestellte nach dem Weg. Als wir uns bedanken, sagt sie zu uns: „You’re Welcome!“
Die Kinder staunen und wundern sich, dass diese Frau unser Lied kennt.

* Wir kommen nach dem Korsika-Urlaub nachhause, parken zuhause und sehen die Nachbarin, die gerade den Müll rausbringt.
Liam grüßt sie. Sie grüßt zurück.
Er seht mich völlig fasziniert an uns flüstert: „Sie kennt uns noch!!“

* Emilian: „Ich mag Papas Sauer-Scharf-Suppe. Sie ist nur ein bisschen sauer .. und ein bisschen scharf!“

* Mama ich hab gezählt, wie viele Wochen das Jahr hat: 52.000. Ich hab gerechnet 12 x 30.“

* Liam sieht, dass wir Brotscheiben in den Toaster stecken und fragt: „Warum toastet man denn Brote? Dann heißt es ja gebrotet und nicht getoastet.“

* Wir hören das Weihnachtslied: Ich wünsche mir vom heiligen Christ … einen Freund, der die Klappe hält.
Emilian sagt: „Ich hab mal einem Freund unter Geheimhaltung erzählt, dass ich krank war, .. aber er hat es allen erzählt.“

* Wir lesen oft „Karlsson vom Dach“.
Liam geht alleine in den Garten.
Er sagt: „Das stört doch keinen großen Geist!“

* Emilian inhaliert. Später fragt er: „Mama, darf ich nochmal meditieren?“

* Ich habe den Kindern beigebracht, daran zu denken, was und wie viel sie in der Hand hatten, wenn wir irgendwo hingehen, damit sie nichts vergessen. Klappt ganz gut.
Liam und ich liefen Hand in Hand in die Kita. Als wir da sind, lasse ich seine Hand los. Kurze Zeit später sieht er seine Hände an und sagt: „Hatte ich nicht was in der Hand? Was hatte ich denn in der Hand???“
Ich sage: „Du hast mich angefasst..“
Er sagt: „Ah. Ich dachte, ich hab dich verloren.“

* Emilian muss viel trinken, um gesund zu werden. Wir kaufen viel Saft. Zuhause nimmt er sich eine Packung und sagt: „So. Der wird jetzt weggelitert!“

* Ich gucke im Internet nach, wie lange selbstgemachte Karamell Sauce hält.
Emilian sagt: „Na, bis sie aufgefressen ist!“

* Wir sehen im TV eine Zirkus-Show. Die Nummer heißt: „Sterbender Schwan“. Später reden wir darüber und Liam fragt: „Ah, war das das mit der toten Gans?“

* Jari ist ein paar Treppenstufen heruntergefallen und mein Mann fährt zur Sicherheit mit ihm ins Krankenhaus. Alles ist gut.
Sie kommen nachhause und Liam fragt: „Na Jari? Hast du eine Gehirn-Schütterung?“

* Liam macht sich einen Tee. Nach einer Weile sieht er nach, ob der Tee abgekühlt ist. Er sagt: „Der Tee ist nicht mehr so heiß. Aber er muss noch ein bißchen schmeckerer werden.“#

 

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