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12 von 12.. am 14. Mai

Was wäre Urlaub mit WLAN?
Kein Urlaub. Oder so.

Deswegen kommen die 12 Fotos jetzt erst. Wenn das Internet bis zum Ende mitmacht.

Der 12. Mai war ein wunderschöner Tag!
Seht selbst:

 

1. Ich habe mir frei genommen und frühstücke bei einer Freundin im Garten. Wir lachen, reden, beten zusammen in der Sonne.

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2. Als ich nachhause komme, steht mein Mann mit einem Freund in der Küche und sie kochen zusammen. Yeah!

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3. Ich finde ein Päckchen im Briefkasten:
Eine liebe Verwandte hat meine Wunschliste hier auf dem Blog angeguckt und für die Kinder eingekauft. Ich hab mich soooo gefreut!
Die Kinder wissen es noch nicht, sie werden ausflippen vor Freude! Die EM kann kommen!!!

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4. Das Mittag von den Männern ist so gut!
Gebackene Süßkartoffel mit Hähnchen. Im Garten. Mit Wein. Das Leben ist schön!

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5. Wir packen unsere Koffer, denn wir fahren den Kindern hinterher nach Mecklenburg. Für einen Kuchen im Urlaub mische ich die trockenen Zutaten zusammen.

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6. Mein Mann mäht den Rasen und ich genieße einen Kaffee in der Sonne.

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7. Und ab geht die Reise!

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8. Der Lieblingsmann kauft an der Tankstelle Eis für uns. Kindheitserinnerungen. (War der Kaugummi immer schon so riesig?)

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9. Fahrt durch Brandenburg.
Raps, blauer Himmel und Wolken. Was auch sonst?

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10. Wir kommen gegen 19:00 Uhr in Serrahn an. Viele, viele Jahre haben wir als Familie dort unsere Sommer verbracht. Ich tauche in dieses Dorf ein und bin im Urlaub! Kindheitserinnerungen, bekannte Menschen, Plätze, Gerüche. Meine Kinder zeigen mir die Orte, die für sie in diesem Urlaub besonders sind und ich habe dort als Kind schon gespielt. Hier bleibt die Zeit stehen.

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11. Und weil sowieso lange nicht mehr der 12. ist, schummele ich jetzt. Am Freitag sind wir, Kindheitserinnerungen überall, mit einem Ruderboot auf eine Insel gerudert und (mit Decken) gesegelt. Sonne, Lagerfeuer, Marshmallows, Kaffee vom Gaskocher, Familienglück.

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12. Urlaub: Zeit für die kleinen Schätze des Lebens.

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Mit mehreren WLAN-Abstürzen ist es jetzt weit nach Mitternacht und ich werde dann lieber erst wieder aus Berlin schreiben – mit vielen Urlaubsfotos!

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Der Traum geht weiter…

In den letzten Tagen ist was Verrücktes passiert. Wir beide hatten viel Freizeit, waren shoppen und Sushi essen, ich habe Essie Nagellack zum halben Preis bekommen, ich hab dank der Sonne bestimmt 5 Maschinen Wäsche gewaschen, wir haben viel Sonne genossen und jeden Abend bekommen wir die schönsten Urlaubsfotos von den Jungs.

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Aber am Montag habe ich eine Email bekommen. Eine Antwort auf eine Mail, die ich am 4 Januar 2015 aus Amerika geschrieben habe.

In dieser Email schrieb ich an eine Amerikanerin in Deutschland, die MOPS macht. Ich wusste, dass es 1 oder 2 MOPS Gruppen in Deutschland gibt, zwar in englisch, aber es gab sie.
Ich erzählte ihr, wie sehr ich von MOPS begeistert und überzeugt bin, wie ich es in Kalifornien geliebt habe und dass ich es unbedingt nach Deutschland bringen möchte bzw. werde.

Ihr erinnert auch vielleicht auch, wie ich geschwärmt habe… Gebt einfach „MOPS“ als Suchbegriff ein und lest euch die Beiträge durch. Ich liebe MOPS! Alle Mütter sollten MOPS kennen.

(MOPS heißt übrigens „Mothers of Preschoolers“ und ist ein wöchentliches Frühstücks-Treffen für Mütter. Keine Krabbelgruppe, keine Baby-Bespaßung, sondern ein Wohlfühl-Programm mit tollen Themen für Mütter! Das ist eine Marktlücke in Deutschland, richtig???)

Jedenfalls stand in dieser Email, dass es jetzt MOPS in Deutschland geben soll. In deutsch und für deutsche Mütter. Anfang Juni wird es ein Training für Interessierte und potentielle Leiter in Heidelberg geben und ich bin eingeladen. Wohoooo! Wer hätte gedacht, dass es tatsächlich passiert?

Da es bis jetzt ca. 8 Gruppen für Frauen von amerikanischen Soldaten und erst 2 eher deutsche Gruppen in Süddeutschland gibt, steht uns die Welt sozusagen offen.

Wenn du MOPS für deine Kirche möchtest, oder Frauen kennst, die englisch können und am Anfang im Planungs-Visions-Team dabei sein möchten, schreib mir bitte!

Ich suche jetzt ganz dringend interessierte Mütter, die möglichst englisch können, um bei der Übersetzung und Planung zu helfen.
Der früheste Zeitpunkt ist im Herbst, wir könnten aber auch später anfangen. Es ist übrigens möglich, neben MOPS oder anstelle von MOPS ein „Moms next“ anzubieten. Das sind die Treffen für Mütter von Schulkindern. Falls dich das betrifft, freue ich mich genauso über Interesse und Unterstützung!

Ich habe gestern eine Facebook-Gruppe aller MOPS Koordinatoren aus Amerika gefunden und um Mitgliedschaft gebeten. Sofort wurde ich hinzugefügt und in einem kurzen Satz habe ich von meinem Anliegen und den Plänen erzählt. Bis jetzt haben 99 Personen „Gefällt mir“ geklickt und einige Frauen haben sogar kommentiert.

Eine schrieb: „Ich bin aus Berlin Treptow und wohne seit 15 Jahren in Kalifornien. Ich habe immer schon dafür gebetet, dass es MOPS in Berlin gibt. Du bist eine Gebetserhörung!“

Ich habe keine Ahnung, wie schnell und wie gut es jetzt weitergeht. Aber ich weiß jetzt, dass ich nicht die einzige Mama bin, die MOPS für Deutschland möchte. Und ich bin mir sicher, dass es weitergeht. Das ist so schön!!

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Freiheit!

Ich sitze ausgeschlafen und frisch geduscht mit einem Kaffee im Halbschatten auf der Terrasse und schreibe einen Blog-Eintrag. Montag Morgen. Was ist passiert? Ich werde es euch sagen.

Wir sind erfüllt von einem vollen, tollen Himmelfahrtswochenende. Am Donnerstag waren wir mit 50 Freunden im Britzer Garten. Ein riesiges Buffett, erste Sonnenbrände, ferngesteuerte Flieger und glückliche Familien. Am Abend haben wir Papa zum Bus gebracht, damit er wieder ein paar Studientage in Hannover besuchen konnte.

Freitag morgen waren wir auf dem Grundstück unserer Kirche verabredet, um die Außenanlagen sozusagen frühlingsfrisch zu gestalten. Die Sonne knallte und wir rupften Unkraut, pflanzten Blumen und gossen die Beete.

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Die kleine Tochter von Freunden wackelte mit unseren Jungs umher, denn die Eltern mussten arbeiten und wir hatten sie in unsere Obhut genommen. Als wir gegen 15:30 fertig waren, kam auch ihre Mama gerade. Zusammen fuhren wir zu uns nachhause, um den Tag mit einem schönen Abendessen, einem Glas Sekt auf der Wiese, drei glücklichen Kindern und der Abendsonne ausklingen zu lassen.

 

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Der Samstag gehörte nur uns, mir und den Kindern. Processed with MOLDIV

Wir machten uns Pancakes und frühstückten auf der Terrasse. Wir erledigten ein paar Einkäufe.Wir ließen uns Wasser in kleine Planschmuscheln laufen, aßen Eis, hörten Hörspiele, malten in Badesachen auf der Decke, trockneten Wäsche an der Luft und entspannten in unserem Berliner Frühlingsgarten.
Spät abends zogen die Kinder ihre Schlafanzüge an, wickelten sich in eine Decke und wir fuhren wieder zum Busbahnhof, um Papa abzuholen.

Der Sonntag begann ruhig und nach einem schönen Gottesdienst setzten wir uns in den Garten meiner Schwägerin, um den 1. Geburtstag unseres Neffen zu feiern. Sonne ohne Ende, fünf glückliche Cousinen und Cousins, Erdbeeren und Melone, Familienglück.

Ich muss mal ganz ehrlich sagen, dass ich mir meinen Muttertag ein wenig feierlicher vorgestellt hatte, zumindest mit Frühstück am Bett und so. Die Jungs waren so froh, dass Papa endlich wieder da war, dass sie ganz entspannt zu dritt in der Küche saßen und quatschten. Ich bekam so zwar keine Küsschen oder Kaffee ans Bett, konnte aber ausschlafen.

Während ich hier sitze, sehe ich die Vogelkästen, die am Nachbarhaus angebracht sind. Seit Tagen schon stecken die Vogelbabies ihre offenen Schnäbel aus dem Loch und seit Tagen schon sind die Vogeleltern unterwegs, um wirklich im Minutentakt Futter in die Luken zu schieben. Ich frage mich, ob die Vogelmama überhaupt sowas wie ein eigenes Leben hat, währen die Kinder klein sind.

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Naja, ich bin keine Vogelmama und die Küken brauchen nicht 18 Jahre, bis sie groß sind.. aber diese ständig hungrigen Vogelbabies haben mich dankbar für meine großen Jungs gemacht. Die sind nämlich so groß, dass sie alleine in den Urlaub fahren können – der Grund, warum ich am Anfang der Woche entspannt auf der Terrasse sitze. (Soweit meine „Gedanken zum Muttertag“…)

Nach der Geburtstagsfeier sind wir nämlich kurz nachhause gefahren, haben die Kinderrucksäcke geschnappt und sind zu meinen Eltern gefahren.
Die Eltern, die ungefähr 24 Stunden vorher von einer Fahrradfreizeit, die sie in Binz geleitet haben, zurück gekommen waren, haben selbst ihre Koffer kaum aus- und wieder eingepackt und starten heute einen Urlaub mit den Enkeln in Mecklenburg am See!
Ja, wir haben die tollsten Eltern!
Mit Liebe und viel Zeit, mit Geduld und Großzügigkeit sind sie für ihre Enkel da. Sie teilen ihre freie Zeit, ihre Erholung und ihren Urlaub mit zwei kleinen gackernden, pupsenden, neugierigen, blonden Bengeln. Und wir Eltern sind sehr dankbar dafür!

Gegen 21:00 Uhr verabschiedeten wir uns dann von glücklichen Enkeln und Großeltern. Wir hielten noch kurz bei meiner Schwester an und als wir dann kurz nach 23:00 Uhr in einem ruhigen Haus ankamen, machten wir das, was alle Eltern machen, die mal eine kinderfreie Nacht haben: Wir fielen in die Betten und schliefen ein.

In ein paar Tagen werden wir den Kindern hinterherfahren und zusammen urlauben – aber bis dahin liegen ein paar schöne, sonnige, freie, ruhige Momente vor uns.

Ich werde jetzt die Wäsche abnehmen und eine neue Maschine anmachen. Dann werde ich mir die Nägel lackieren und später ins Büro fahren. Heute Abend werde ich mich mit meiner Netflix-Serie zu meiner Schwägerin ins Wohnzimmer setzen und meine Nichten und den kleinen Neffe beim Schlafen bewachen.

Oh, du schöne Freiheit!

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Mein Vorschuljunge

Man sagt, dass ich früher mal mehr im Blog geschrieben habe. Sehe ich auch so. Mehr, als nur „12 von 12“ und „Hallo, neuer Monat!“ Und so.

Ich hatte mehr Zeit. Und weniger drumherum. Was auch so alles in meinem Kopf herumschwirrt… Soll ich mal sammeln?

Der Haushalt, Umräum-Pläne hier und da, das Büro sortieren, die Wäsche, Kinderkleidung passend und sauber halten, der Garten, der Mann, abends weggehen und so, die Ehe lebendig halten, die Kinder, der Große und der Kleine, Kitaprogramm, Vorschulkram, Eltern-Treffs, Beziehungen bauen und pflegen, Freundschaften, Freundinnen fragen, wie es ihnen geht, die Familie, Geburtstage, whatsapp, Hochzeitsgeschenke, Karten schreiben, Emails beantworten, die Kirche, Ehrenämter, Veranstaltungen, Kurse besuchen und vorbereiten, mit Freunden wegfahren, mal was für mich, einkaufen, die berufliche Situation, fast kein Einkommen haben, planen, vorsorgen, keine Sorgen machen, die Nägel lackieren, die Nachbarn kennenlernen, Bücher lesen, genug schlafen, gut aussehen, glücklich sein.

Das ist alles so in meinem Kopf. Und noch mehr.
Mein Büro-Job hat mein Leben jetzt nicht unbedingt viel anstrengender gemacht – aber die 11 Stunden in der Woche sind halt weg. Ich bin egoistisch und nehme im Kopf fast nichts von der Arbeit mit nachhause, im Büro nicht an Privates zu denken, klappt nicht immer.

Das soll jetzt keine Ausrede sein, warum ich hier nicht mehr so oft schreibe. Material hab ich im Kopf und Herz genug! Irgendwas muss aber immer warten. So ist das.

Zum Beispiel habe ich in diesem Jahr auch (noch) nicht geschafft, die Geburtstagsbriefe an meine Jungs zu schreiben. Es kostet Zeit und Nerven, aber sowas lohnt sich. Zum Aufschreiben, zum Behalten, zum Vorlesen und zum immer wieder Lesen.

 

Heute schreibe ich deswegen einfach mal so ein paar Gedanken über Emilian auf. Mein Großer. Mein Vorschulkind.

Er ist so toll.
Er ist schlau. Er ist sensibel. Er ist aufmerksam. Er ist ausdauernd. Er ist gewissenhaft. Er ist ehrgeizig. Er ist fürsorglich. Er ist nachgiebig. Er ist humorvoll. Er ist schnell. Er ist gewitzt. Er ist liebevoll. Er ist geduldig. Er ist kreativ.

Wir teilen die Liebe zu Büchern und Hörspielen, die Freude am draußen sein, die Liebe zu Kleinigkeiten und Besonderheiten, die Fähigkeit, Freundschaften zu beginnen und zu halten.

Ich höre gern von seinen Gedanken, Fragen und Antworten und er hilft mir, die Welt zu erklären und zu verstehen. Er hat tolle Lieblingsthemen und kann sich viele Einzelheiten über lange Zeiten hin merken. Die Schule wird ihm neue Welten eröffnen und er wird begeistert in diese Welten eintauchen.

Ach ja… die Schule.
Ich erinnere mich an das kleine, stille, schüchterne Mädchen, das 1991 eingeschult wurde. Und in 4 Monaten ist es für Emilian soweit. Vier Monate!

Unsicherheiten und Sorgen und Fragen bewegen mich. Auf der anderen Seite ein fettgedrucktes „Das haben bis jetzt alle vor uns auch geschafft!“ 
Ich versuche, ganz viel Freude und Neuiger und Vorfreude mit Emilian zu teilen. Ängste werden schon früh genug kommen.

Es gibt Momente, in denen er sich fest an mich klammert und sich keinen Schritt wegtraut. Sehr häufig kam das am Anfang dieses Jahres vor, was mit dem Beginn meiner Arbeit zu tun haben kann. Umso wichtiger ist es mir geworden, Zeiten in Ruhe oder Zeiten zu zweit zu finden.

Weil er im Kindergarten und im Kindergottesdienst gar nicht gern ohne mich sein wollte, habe ich mich gefragt, woran das liegt. Vertraute Personen, gute Freunde, bekannte Umgebung.

Ich habe mich gefragt, was ihm wirklich Spaß macht.
Ist das Kinderzimmer zu voll?
Sind die Wochentage zu voll?
Ist mein Alltag zu voll?

Eine Veränderung brachte auf jeden Fall das wärmere Wetter. Wenn er mit Liam in seiner „Höhle“ oder auf dem Sandberg spielen, experimentieren, phantasieren und an frischer Luft Kind sein darf, ist er ausgeglichener. Eine Runde Rad fahren, schaukeln und klettern tut ihm gut. Hörspiele und Malhefte helfen ihm, den Kopf abzuschalten.

Dann ist mir aber noch eine andere Sache aufgefallen:
Seit Mitte März ungefähr gehen wir regelmäßig, einmal in der Woche zur „Teestube“. Das ist ein kleiner Raum in einer großen Gemeinschaftsunterkunft, ein paar Minuten entfernt von uns.

Es war mir wichtig, dabei zu sein, weil diese Unterkunft so nah bei uns ist und weil die Kinder dort inzwischen fast fließend deutsch sprechen können. Wir sind dort meist so 2 Stunden und trinken Tee, Kaffee oder Kakao, wir spielen und puzzeln, wir klettern und rutschen, wir reden und lachen.

Es ist kein großes Ding für mich. Aber für die Kinder.

Als die Flüchtlingskinder mich nach den ersten Besuchen anlächelten, mich erkannten und nach meinen Jungs fragten, wenn nur einer von ihnen dabei war, wusste ich, dass ich da richtig bin.

Egal, wie voll der Tag oder wie spannend das Spiel gerade ist… Wenn ich rufe: „Wollen wir zur Teestube?“, rufen meine beiden Kinder „Jaaa!“ und ziehen ihre Schuhe an. Das berührt mich sehr, denn ich weiß, wie wichtig diese Beziehungen sind. Für uns alle.

Der Raum der Teestube ist nicht besonders warm, es ist laut und nicht sehr sauber. Die Stühle sind wahrscheinlich von überall gesammelt, es ist eng und die Regale sind voll mit irgendwelchem Zeug. Aber der Raum ist voller Liebe und Leben!

Ich sehe, wieviel Spaß Emilian dabei hat, völlig fremden Jungs ein Spiel zu erklären. Wie er vor Aufregung wie ein Flummi auf der Couch hüpft und die Zahl des Würfels kaum erwarten kann. Wie er loslacht, wenn ein Spielstein weiterziehen darf.

Ohne nachgedacht zu haben, habe ich ein Spiel mitgenommen, bei dem es keine Gewinner oder Verlierer gibt, sondern sozusagen die Gruppe gegen das Spiel spielt. Und der Jubel war soo laut, als die Kinder knapp gewonnen haben.

Die coolen Jungs, die heimlich lächeln, wenn sie eine gute Zahl würfeln. Die schüchternen Mädchen, die ihren Kakao löffeln und mir ihren Namen flüstern. Die Rabauken, die durch den Raum flitzen und alle ihren Namen aufschreiben lassen. Die Brüder und Schwestern, die jeweils dem anderen einen Platz freihalten. Und meine Kinder, die lernen, wie gut sich teilen anfühlt.

In der letzten Woche hatten wir einen Fußball dabei und spielten ein bißchen auf dem Hof. Als es kälter wurde, ging ich mit Liam in den Raum zurück, Emilian blieb draußen.
Später kam ein junger Mann zu mir und fragte mich auf englisch, ob er mit meinem Sohn spielen dürfe. Und dann spielten sie zu zweit, später zu dritt und zu viert – in mehreren Sprachen.

Die „Teestube“ hat mir wieder gezeigt, dass es etwas gibt, was Emilians Herz berührt und fröhlich macht. Ja, ich bin mit ihm da, aber er spielt frei, rennt umher, lacht und tobt.

Ich möchte viele dieser Momente in diesem Sommer mit Emilian erleben, im letzten Sommer vor der Schule. Und ich möchte ihm nicht vermitteln, dass Schule irgendwas mit dem Ernst des Lebens zu tun hat.

Ich möchte ihm zuhören, wenn er philosophiert. Ich möchte auf dem Fahrrad neben ihm fahren und reden. Ich möchte mit ihm lesen und schreiben, backen und Unkraut zupfen. Ich möchte ihn zum Lachen bringen und ihn auf den Schoß nehmen, so oft es geht.

Und wenn all‘ das Neue im Leben zu aufregend für uns beide ist, dann möchte ich ihn mit Geduld und Liebe ermutigen. Und festhalten, wenn es sein muss. Und loslassen, wenn es sein muss.

 

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Hallo Mai!

Irgendwie war der 1. Mai zu voll, der 2. auch und dann ging was mit der Internetseite nicht. Trotzdem haben wir den neuen Monat begrüßt und uns riesig über das passende Wetter gefreut. Der April macht, was er will und alles neu und schön macht der Mai!

Im Mai werde ich…

… Cookies backen.
… mit Freunden einen Tag im Britzer Garten verbringen.
… Tulpen fotografieren.
… den 1. Geburtstag meines Neffen feiern.
… auf der Terrasse sitzen und im Garten wuseln.
… die Kinder mit Oma und Opa in den Urlaub schicken!!!
… später mit dem Mann hinterher fahren und Mecklenburg Vorpommern genießen.
… liebe Freunde aus Kalifornien in Berlin begrüßen!!
… die Holunderblüten beim Wachsen anfeuern.
… mit den Kindern unsere Freunde im Flüchtlingsheim besuchen.
… zur Hochzeit einer Freundin nach Kassel fahren.
… die schlauen Experimente meines Großen bewundern.

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