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12 Monate mit Jari

Morgen feiern wir den 1. Geburtstag von Jari!

Wir freuen uns darauf und sind sehr glücklich über den kleinen Bruder. Besonders ich hänge jetzt in Gedanken immer mal wieder im letzten Januar. Diese Tage des Wartens, diese Ungewissheit, die Vorwehen und der erste Besuch im Krankenhaus, Fehlalarm. Dann diese Blitz-Geburt und mein dritter Sohn in meinen Armen.

Trotz aller Aufregung wird das aber wohl der ruhigste Geburtstag aller 12 Kindergeburtstage, die ich schon gefeiert habe.

Jari ist gesund und glücklich. Er hat alles, was er braucht! Er selbst spürt von der Aufregung nichts. Wir werden morgen einfach die Gelegenheit nutzen, die Familien wieder an einem Tisch zu haben, Käsekuchen essen und uns über Jari freuen.
Es gibt ein Geburtstags-T-Shirt und Luftballons.
Mehr nicht.

Diese Entspannung und Zufriedenheit, die ich gleich nach der Geburt des dritten Kindes geübt und genossen habe, hält bis jetzt.
Sicher trägt unsere Erfahrung und Ausgeglichenheit, auf jeden Fall aber auch die größer gewordene Familie und die Hilfsbereitschaft der Jungs dazu bei. Wir haben uns zu fünft gut gefunden.

Trotz der drei Krankenhaus-Besuche war das Jahr mit Baby ganz toll. Urlaube, Ausflüge, Partys, Wanderungen… haben wir alles gut geschafft.
An den überraschenden Wechsel zur Flaschen-Nahrung haben wir uns trotz erster Schockstarre gut gewöhnt. Noch immer bekommt er ein paar Flaschen am Tag und das können wir inzwischen mit links, mit Baby auf dem Arm und fast blind anrühren.

Noch immer schläft Jari im Beistellbett an unserem Bett – ich glaube, inzwischen länger als die anderen beiden damals. Er wird nachts noch ein- oder zweimal kurz wach. Ich habe überhaupt kein Problem damit, dass er noch da schläft. Auch wenn Durchschlafen wirklich wirklich toll wäre – dieses in-der-Nacht-aufstehen-und-rumlaufen kann ich nicht. Geht nicht.

In diesen Tagen jetzt kommt der erste Zahn!
Aber selbst dieses kleine Drücken im Mund lässt ihn nicht sehr quengelig werden. Natürlich ist er manchmal weinerlich, hungrig, müde, erkältet, unruhig oder ängstlich – aber die meiste Zeit ist er zufrieden und fröhlich, übermütig und schelmisch – und immer in der Nähe von einem von uns.

Ich schrieb mal, dass ich nicht sagen kann, wer von uns Jari am meisten liebt. So ist es noch immer.
Und diese Liebe wächst, je mehr „etwas mit Jari anzufangen ist“ und er die Liebe erwidert. Er ist soo glücklich, wenn er im Zimmer der Jungs spielen kann – und sogar in ihr Bett darf. Niemand kann ihn so zum Lachen bringen wie Emilian oder Liam!
Wenn er den Schlüssel in der Tür hört und weiß, dass Papa nachhause kommt, dann fliegt er fast zur Tür. Und auf Papas Arm, da ist sein liebster Platz!

Noch immer „krabbelt“ er mit einem Bein und zieht das andere hinterher. Irgendwie. Aber eigentlich kann er längst laufen. Wenn er die Hände voll hat oder vergisst, dass es zwei freie Schritte vom Stuhl zur Couch sind, dann läuft er diese Schritte, ohne nachzudenken.

Er beginnt langsam, Bücher irgendwie aufzuklappen und anzuschauen. Er liebt es, an einer Zahnbürste zu lutschen (an einer neuen), oder sich auch mal das Zahnpasta der Jungs aufs T-Shirt zu drücken, während ich dusche.
Mehrmals am Tag nutzt er eine freie Sekunde, um die Treppe hochzuklettern. Das macht er sehr gut und sicher, aber seit letzter Woche gucken wir doch genauer hin. Er ekelt sich vor Körnerkissen. Sehr!
Er lernt sehr schnell. Wenn er beispielsweise meine Hanteln im Wohnzimmer findet, nimmt er sie in die Hand, versucht meine Bewegungen nachzuahmen und dreht sich zum Bildschirm um, um den Fitness-Film zu suchen.

Den Augenblick der verdächtigen Stille kennen wir, genau so seine Töne, die wichtig erzählen und berichten wollen, seine Beschwerde-Rufe und sein Such-Ton. Mit komischem lauten Krächzen zeigt er, dass er ungeduldig oder hungrig ist. Wir erinnern ihn an unsere Babyzeichen und er macht erste Versuche, sie nachzuahmen.

Im Moment lachen wir alle sehr über seine Mund-Pups-Geräusche, sein Kopfnicken-üben, sein stolzes Klatschen einfach so und seine Grimassen. Er lacht neuerdings, in dem er den Mund weit aufreißt und laut die Luft einsaugt. So witzig! Er reißt die Arme hoch, wenn wir fragen: „Wie groß ist Jari???“

****

Wenn wir am Morgen aufwachen, sind Papa und Emilian schon auf dem Schulweg. Liam kommt dann ins Schlafzimmer und begrüßt Jari. Wie verschlafen Jari auch sein mag – wenn er am Morgen seine Brüder erblickt, leuchtet sein Gesicht.
Liam zieht ihm dann den Schlafanzug aus und nimmt ihn auf eine erste Erkundungstour mit, während ich ins Bad gehe.

Wir frühstücken entweder bevor, oder nachdem ich Liam in die Kita gebracht habe. Jari mag Toast mit Frischkäse oder Marmelade – neuerdings verschlingt er auch eine große Portion Haferflocken mit Obst. Trotz eigentlich keiner Zähne, haben wir inzwischen aufgehört, den Mittagsbrei zu pürieren und es schmeckt ihm. Er liebt es, mit zwei Fingern die Erbsen unter den Nudeln zu suchen.

Am Vormittag wuselt er um mich herum, spielt hier, sabbert da, entdeckt seine Schätze und genießt es, Mama und Papa allein zu haben.

Wenn er müde wird, bekommt er entweder sein Mittag oder, wenn es schneller gehen muss, eine Flasche. Denn der Abhol-Gang beider Jungs dauert manchmal bis zu zwei Stunden. Wenn Jari satt und warm im Kinderwagen liegt, kann er da bis zu drei Stunden schlafen. Meist ist das sein Mittagsschlaf, an frischer Luft. Es kommt aber auch vor, dass er tagsüber zwei kürzere Schläfchen auf der Couch macht.

Am Nachmittag verbringen wir die Zeit zuhause, wenn keine Termine anstehen. Jari will überall dabei sein, wird mal gelockt und mal weggetragen, wird gefüttert und bespaßt, ausgetrickst und zum Lachen gebracht. Er ist immer im Mittelpunkt, obwohl unser Nachmittag sich nicht so sehr um ihn dreht, wie der Vormittag. Das ist ein deutlicher Unterschied zu den ersten beiden – aber uns fünfen geht es sehr gut damit.

Zu fünft essen wir Abendbrot, alle an einem Tisch, voll und gelebt vom Tag. Wir genießen den vollen Tisch, den Austausch und das Zusammen-sein.

Im Moment ist es so, dass wir viele Abend-Termine haben und einer von uns beiden meist allein die Kinder ins Bett bringt. Das sind erst gegen 20:00 Uhr die großen Jungs und Jari schläft unten auf der Couch oder auf unserem Arm ein, während wir schreiben, lesen, netflixen, reden, Sport machen, aufräumen oder chillen. Wieder gönnen wir ihm und uns diese Zeit zu zweit/dritt und beenden den Tag ganz ruhig.

****

Diese letzten ersten 12 Monate mit Jari waren voll und schön. Er gehört so sehr dazu, dass wir uns ihn nicht mehr wegdenken können. Jeder von uns hat eine eigene Beziehung mit Ritualen und Besonderheiten mit ihm.
Oft fragen mich Mütter mit einem Kind, wie das so mit mehreren Kindern ist. Ob das Erste sehr vernachlässigt werden würde, wenn ein Zweites kommt? Ob das Herz genug Platz hat, man könne sich ja schließlich nicht teilen.

Es ist immer genug Platz im Herzen. Mit vielen Kindern wird die Liebe der Eltern nicht weniger, sondern mehr. Sie läuft über. Und dieser Bund zwischen Geschwistern verbindet ein Leben lang.

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1000 Fragen an dich selbst – Teil 1

Johanna von Pinkepank hat sich diesen Fragen aus dem Flow Magazin gewidmet und darüber geschrieben. Wie es dazu kam und warum sie sie jetzt beantwortet. Über 100 Frauen haben sich inzwischen anstecken lassen. Ich auch.

Es macht viel Spaß, ihre Antworten zu lesen. Ich hebe mir das für später auf, um bei den Antworten ganz in meinem Kopf zu bleiben.

Du bist herzlich eingeladen, mitzumachen!
Jede Frage, jede zweite, nur drei: Egal!
Du kannst mir davon schreiben, musst du aber nicht.
Ich lade dich ein, dir am Anfang des Jahres ein paar ruhige Minuten für dich zu nehmen.

Ich mag Fragen.
Da muss ich mir nicht groß aussuchen, worüber ich schreibe. Aber nachdenken muss ich doch. Und ich darf schreiben!
Mir geht es nicht so sehr um die Frage „Wer bin ich ausser Mama?“. Obwohl ich seit fast 8 Jahren zuhause bin und „nur Mutter“ bin, bin ich eben nicht nur Mutter. Da ist so viel nebenbei, was mir Pausen und Ablenkung schenkt, wohin ich meine Leidenschaft und Kreativität schicke.
Vielleicht möchte ich mir eher Zeit nehmen, an mich zu denken, über mich nachzudenken, zu lernen, zu verarbeiten, zu verstehen…
Ich bin gespannt auf die Fragen.. und auf die Antworten!

Einmal in der Woche werde ich 20 Fragen beantworten.
Here we go!

 

1.
Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?
Ich habe mich vor ein paar Wochen für eine berufliche Weiterbildung angemeldet. Und ich habe in diesem Jahr bestimmt schon 6 spezielle Käsekuchen zum ersten Mal gebacken – aber nicht zum letzten Mal!

2.
Mit wem verstehst du dich am besten?
Tatsächlich mit meinem Mann! Wenn mich etwas beschäftigt, bekommt er es ab. Alles. Manchmal hätte ich gern so die eine beste Freundin, mit der ich meine Gedanken und meinen Wein teile.. aber ich bin nicht so die Telefoniererin – und für regelmäßige Wein-Abende fehlt grad die Zeit. Aber über zu wenige Mädels-Abende und zu wenig Gesprächs-Themen kann ich mich nicht beschweren! Ein Hoch auf WhatsApp!

3.
Worauf verwendest du viel zu viel Zeit?
Handy und Haushalt. Darf ich das so sagen?
Die viele Arbeit mit der Wäsche und der Küche lässt mich ja auch die Zeit am Handy haben. Aber trotzdem.. müsste beides nicht sein.

4.
Über welche Witze kannst du richtig laut lachen?
Ich mag gute Comedians. Mario Barth und Kaya Yanar.. gute saubere Witze, da könnte ich mich wegschmeißen. Auch über witzige Serien oder Filme, komische Charaktere. Pitch Perfect.
Ich liebe Sarkasmus und Ironie!
Insider und Witze, die nur gute Freunde verstehen. Und so richtig trockener Eltern-Humor. Die Familientweets. Darüber kann ich lachen, bis mir die Tränen kommen und ich auf dem Boden liege.

5.
Macht es dir etwas aus, wenn du im Beisein von anderen weinen musst?
Ja.. obwohl das dann eher um richtiges Heulen oder Schluchzen geht. Tränchen vergieße ich öfter. Ich bin eine Mutti!

6.
Woraus besteht dein Frühstück?
Meist aus leckeren Toast, die mir mein Mann macht. Mit Lachs und Avocado. Manchmal Müsli oder Haferflocken, manchmal ein Croissant, manchmal Pancakes, im Sommer auch gern Obst dazu. But first: Coffee.

7.
Wem hast du zuletzt einen Kuss gegeben?
Meinem jüngsten Sohn, ständig.

8.
In welchen Punkten gleichst du deiner Mutter?
Wir lieben die Sonne und Wärme! Wir reden gern. Wir haben gern das Haus voll und Familie ist uns wichtig. Wir sind die Muttis, die zu jedem Anlass gern ein Familienfoto machen würden und von allen Seiten nur genervtes Augenrollen ernten. haha
Wir beide sehen jünger aus, als wir sind.

9.
Was machst du morgens als erstes?
Kommt drauf an, wie ich geweckt werde.
Entweder die Uhrzeit auf dem Handy lesen, Wecker ausstellen, Nuckel suchen, Flasche machen oder meine Haare hochstecken.

10.
Kannst du gut vorlesen?
Ja, ich denke schon. Ich mag es auch. So die verschiedenen Stimmen zu lesen. Und dann geh ich selber richtig mit der Geschichte mit. Am besten ist es, wenn ich nebenbei mal einen Blick auf die Kinder werfe. Wie ihre Mimik mitfiebert und wie sie kichern müssen, wenn etwas Lustiges gelesen wurde… Gerade lesen wir „Die Konferenz der Tiere“.

11.
Bis zu welchem Alter hast du an den Weihnachtsmann geglaubt?
Ich würde gern wissen, in welchem Alter ich zum ersten Mal vom Weihnachtsmann gehört habe. Ich bin mit christlichen Werten groß geworden und den Weihnachtsmann gab es da mit Sicherheit nicht.

12.
Was möchtest du dir unbedingt mal kaufen?
Ganz ehrlich: Ich möchte so gern mal einkaufen, ohne auf den Preis zu gucken. Egal wo.
Es gab Zeiten, da hätte ich gern einen kleinen rosa Motorroller oder einen Mini gehabt.. Ansonsten bin ich eigentlich wunschlos glücklich, was materielle Dinge betrifft. Ach ja, eine Reise für uns 5 nach Kalifornien wäre ganz toll.

13.
Welche Charaktereigenschaft hättest du gerne?
Ich hätte gern ein sichereres Auftreten. Ich würde gern besser zuhören können.

14.
Was ist deine Lieblingssendung im Fernsehen?
Wir schauen kein Fernsehen. Und wir vermissen es nicht.

15.
Wann bist du zuletzt in einem Vergnügungspark gewesen?
Da muss ich jetzt echt überlegen… Zum Abschied von Kalifornien waren wir da 2015 im Legoland. War das das letzte Mal?

16.
Wie alt möchtest du gerne werden?
Das kann ich gar nicht so einfach beantworten. Wenn es soweit ist, möchte ich nicht das Gefühl haben, dass es „zu früh“ ist. Aber wenn es so ist, dann ist es so und dann sehe ich das als Gottes Plan.

17.
An welchen Urlaub denkst du mit Wehmut zurück?
Wenn unser Auslands-Jahr in Kalifornien als Urlaub gilt, dann denke ich sehr gern daran zurück und da hängt so viel Wehmut dran. Weil es so unwiederbringlich ist.
Wenn nicht, war unser Korsika-Urlaub eine wirklich schöne Zeit für uns. Aber ich kann im Urlaub von der ersten Minute an entspannen und abschalten – und so ziemlich jedem Urlaub genießen.

18.
Wie fühlt sich Liebeskummer für dich an?
Ich habe meinen allerersten festen Freund geheiratet und kenne daher nicht das gebrochene Herz einer für immer verlorenen Liebe. Aber Trennungszeiten oder Abschiede kenne ich – und da konnte ich schonmal tagelang im Zimmer sitzen und weinen.

19.
Hättest du lieber einen anderen Namen?
Früher vielleicht. Obwohl ich gar keinen anderen Namen im Kopf hatte – ich fand es manchmal blöd, so einen außergewöhnlichen Namen zu haben. Aber jetzt mag ich ihn. Und auch das außergewöhnliche.

20.
Bei welcher Gelegenheit hast du an dir selbst gezweifelt?
Ich bin mir nicht immer so sicher mit mir selbst und mit dem, was ich tue – auch wenn das vielleicht so aussieht.
Ich hab aber einen guten Coach an meiner Seite und inzwischen auch ein dickeres Fell und jede Menge Optimismus. Und dann geht das schon.

Fortsetzung folgt… 

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Mal wieder neue Kindersprüche

Lang, lang ist die Liste der neuen Kindersprüche geworden.
Hier sind sie:

 

* Liam sagt beim Zähne putzen:
„Wir kämpfen jetzt gegen Asterix und Obelix!“
(Er meint Karius und Baktus.)

* Ich möchte mich anziehen. Ich frage: „Liam, kannst du in der Küche kurz auf Jari aufpassen?“
Er antwortet: „Nein! Wer das Baby geboren hat, der muss auch auf es aufpassen!“

* Wir reden über Teenager in unserer Gemeinde und dass unsere Kinder später die Teenager sein werden.
Liam hört nur halb zu, reckt den Arm in die Luft und ruft: „Yeah, wir sind Team Ninja!!“

* Wir haben einen neuen Gast zuhause. Emilian sagt nach den ersten Minuten zu mir: „Ich hatte befürchtet, ich werde schüchtern. Aber jetzt reden wir schon zusammen.“

* Opa sagt zu Emilian: „Mensch, jetzt bist du in der 2. Klasse. Jetzt kannst du deiner Mama die Welt erklären.“
Emilian läuft gelangweilt weg und ruft noch: „Konnte ich vorher schon…“

* Emilian erzählt über eine Autofahrt in Thüringen: „Da gab es eine Stecknadel-Kurve.“

* Wir fahren mit dem Auto in den Bergen.
Liam schimpft über den Höhenunterschied: „Irgendwas nervt mich in den Ohren..“

* Liam wartet am Flughafen auf Papa. Er denkt laut: „Hey Mama… wenn einer keine Wohnung hat, kann er einfach Pilot werden! Dann kann er immer nur rumfliegen.“

* Papa kommt nach zwei Wochen aus Kalifornien wieder.
Er sagt: „Liam! Bist du etwa groß geworden??“
Liam antwortet: „Ja! Du warst ja so lange weg. Wenn du da gewesen wärst, hättest du das gemerkt. Wenn Mama mal weg ist, würde sie sich wundern.“

* Liam über sein neues Spielzeug: „Das ist mein Fitness Spinner!“

* Liam hat eine schmutzige Unterhose im Kita-Fach. Ich frage, was passiert ist und er sagt: „Ach.. die war irgendwie … verkackt.“

* Emilian erzählt von seinen Abenteuern anhand seiner Narben am Bein:
„Hier ist eine Verletzung am Bein, das war an der Ostsee.
Hier ist eine Verletzung am Knie, das war nicht so heldenhaft. Da hat Liam mich an eine Lampe geschubst…“

* Liam sagt in Frankreich: „Sind wir hier in der sächsischen Schweiz? Hier sind so viele gute Berge..“

* Die Kinder rennen in Korsika jeden Morgen ans Meer und rufen uns dann zu, ob der Wind anlandig oder ablandig ist. Und dann wissen wir, ob wir gut Muscheln suchen können.

* Ich staune am Morgen: „Liam, du bist ja schon angezogen!“
Er sagt: „Ich bin schon seit Wochen angezogen!!“

* Im Auto lernen wir das Spiel „Stadt Land Fluss“, um uns zu beschäftigen. Es geht um ein Land mit O.
Liam ruft: „Ostralien!“

* Die Kinder gehen alleine in den Bergen von Korsika ein bißchen vom Auto weg und wollen wandern.
Ich frage: „Was ist, wenn ihr eine Kuh trefft?“
Sie antworten: „Dann sagen wir Bonjourno!“

* Wir schlafen auf dem Weg nach Korsika bei Freunden. Wir kommen am Abend an, als ihre Tochter schon schläft. Auf dem Rückweg kommen wir nach zwei Wochen wieder bei ihnen vorbei. Es ist wieder Abend und ich sage den Jungs: „Seid bitte leise. Denkt dran das Baby schläft!“
Liam staunt: „Die schläft aber lange!“

* Im Urlaub hören wir das Hörspiel „Vaiana“. Immer. In Englisch, Deutsch und Französisch. Unser Ohrwurm ist das Lied „You’re Welcome“ von Maui.
Auf dem Rückweg auf der Fähre fragen wir eine Angestellte nach dem Weg. Als wir uns bedanken, sagt sie zu uns: „You’re Welcome!“
Die Kinder staunen und wundern sich, dass diese Frau unser Lied kennt.

* Wir kommen nach dem Korsika-Urlaub nachhause, parken zuhause und sehen die Nachbarin, die gerade den Müll rausbringt.
Liam grüßt sie. Sie grüßt zurück.
Er seht mich völlig fasziniert an uns flüstert: „Sie kennt uns noch!!“

* Emilian: „Ich mag Papas Sauer-Scharf-Suppe. Sie ist nur ein bisschen sauer .. und ein bisschen scharf!“

* Mama ich hab gezählt, wie viele Wochen das Jahr hat: 52.000. Ich hab gerechnet 12 x 30.“

* Liam sieht, dass wir Brotscheiben in den Toaster stecken und fragt: „Warum toastet man denn Brote? Dann heißt es ja gebrotet und nicht getoastet.“

* Wir hören das Weihnachtslied: Ich wünsche mir vom heiligen Christ … einen Freund, der die Klappe hält.
Emilian sagt: „Ich hab mal einem Freund unter Geheimhaltung erzählt, dass ich krank war, .. aber er hat es allen erzählt.“

* Wir lesen oft „Karlsson vom Dach“.
Liam geht alleine in den Garten.
Er sagt: „Das stört doch keinen großen Geist!“

* Emilian inhaliert. Später fragt er: „Mama, darf ich nochmal meditieren?“

* Ich habe den Kindern beigebracht, daran zu denken, was und wie viel sie in der Hand hatten, wenn wir irgendwo hingehen, damit sie nichts vergessen. Klappt ganz gut.
Liam und ich liefen Hand in Hand in die Kita. Als wir da sind, lasse ich seine Hand los. Kurze Zeit später sieht er seine Hände an und sagt: „Hatte ich nicht was in der Hand? Was hatte ich denn in der Hand???“
Ich sage: „Du hast mich angefasst..“
Er sagt: „Ah. Ich dachte, ich hab dich verloren.“

* Emilian muss viel trinken, um gesund zu werden. Wir kaufen viel Saft. Zuhause nimmt er sich eine Packung und sagt: „So. Der wird jetzt weggelitert!“

* Ich gucke im Internet nach, wie lange selbstgemachte Karamell Sauce hält.
Emilian sagt: „Na, bis sie aufgefressen ist!“

* Wir sehen im TV eine Zirkus-Show. Die Nummer heißt: „Sterbender Schwan“. Später reden wir darüber und Liam fragt: „Ah, war das das mit der toten Gans?“

* Jari ist ein paar Treppenstufen heruntergefallen und mein Mann fährt zur Sicherheit mit ihm ins Krankenhaus. Alles ist gut.
Sie kommen nachhause und Liam fragt: „Na Jari? Hast du eine Gehirn-Schütterung?“

* Liam macht sich einen Tee. Nach einer Weile sieht er nach, ob der Tee abgekühlt ist. Er sagt: „Der Tee ist nicht mehr so heiß. Aber er muss noch ein bißchen schmeckerer werden.“#

 

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12 von 12 im Januar

Hier seht ihr 12 Fotos von einem vollen Freitags-Alltag einer fünfköpfigen Familie. Am 12. Januar. Nicht mehr und nicht weniger.

1. Ich bringe Liam in die Kita. Ein Glück, wenn wir allein im Fahrstuhl sind und er die Knöpfe drücken darf.

 

2. Gleich danach fahre ich zu unserem ersten MOPS-Treffen in diesem Jahr. Die drei Stunden vergingen wie im Flug und waren so voller Lachen und Leben – ich hab nicht eine Sekunde an die Fotos gedacht.
Hier eine Jahresanfangs-Anregung, die wir den Mamas mitgegeben haben. Vielleicht möchte einer von euch sie ausfüllen und während der nächsten Monate darüber nachdenken – oder ein Jahr später wieder angucken?

 

3. Was Süßes für den Süßen.
Smoothie-Eis aus Sommer-Obst.

 

4. Emilian hat einen Freund zu Besuch.
Sie tauschen und sortieren ihre NinjaGo Spielkarten. Liam schreibt die Namen der Lego Ninjas auf.

 

5. Dann lassen sich die Jungs Bilder von Papa ausdrucken und sitzen eine ganze Weile da und malen.

 

6. Als der Besuch weg ist, setzt sich Emilian noch an die Mathe-Hausaufgaben. Er ist einer der Klassenbesten in Mathe, aber Zahlen ins Heft schreiben gehört nicht so zu seinen liebsten Aufgaben.

 

7. Ich backe – tadaa – einen neuen Cheesecake für die Geburtstagsfeier unserer Freundin. Das Blöde an den Käsekuchen ist ja, dass man sie vorher nicht probieren kann.. Sieht aber erstmal gut aus.

 

8. Bestes Abendbrot vom besten Ehemann.

 

9. Wir sehen zusammen einen alten Film.
Herkules.

Mein Mann kann nicht glauben, dass ich die Geschichte noch nicht kannte. Hmm.. ich schließe meine Bildungslücken gemeinsam mit den Jungs.

 

10. In der Blogger-Welt hat eine neue Blog-Parade gestartet: „1000 Fragen an mich“
Ich möchte da gern mitmachen und versuchen, pro Woche 20 Fragen zu beantworten.
Ein bißchen auf die Suche gehen nach „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ – „Was bin ich ausser einer Mama?“ – „Was macht mich aus?“
Möchtet ihr auch?

 

11. Während die Kinder den Film gucken, mache ich einen neuen Kindersprüche-Beitrag für euch fertig. Kommt bald!

 

12. Und dann, ob ich will oder nicht: Shred!
Ich bin wirklich schon an Tag 9 von 30.
Ohne Pause!

 

Wer noch mehr Fotos und Inspirationen sehen möchte: Hier bitteschön!

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Backen ist Liebe!

Ich könnte euch jetzt erzählen, dass ich wieder mit Shred angefangen habe.. dass ich mir die DVD gekauft habe, weil es die Videos nicht mehr auf youtube gibt. Ich könnte schreiben, dass ich an Tag 4 von 30 bin und der Muskelkater langsam erträglicher wird…
Aber das würde thematisch überhaupt gar nicht zu meinem anderen Thema passen.. und die Idee meiner Jahresanfangs-Fitness-Challenge etwas unglaubwürdig erscheinen lassen. Also lass‘ ich es lieber.

****

Ich und die Käsekuchen.
Käsekuchen und ich.
Das ist so eine Sache…

Die Käsekuchen meiner Kindheit habe ich gelb-braun und trocken und mit matschigen Rosinen in Erinnerung.
Nicht so der Kindheits-Traum.

Im Jahr 2010 lud uns eine Freundin, die wir im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt haben, zum Kaffee trinken ein.

Sie hatte einen New York Cheesecake gebacken und wir waren total begeistert. Wir erkundigten uns nach dem Rezept und sie holte das Backbuch – von Cynthia Barcomi. Ich hatte noch nie von ihr gehört.

Wir kauften uns schnell das Buch und buken wild drauf los.
Zuerst wurden es Bagels und ein Chocolate Espresso Cheesecake. Die Bagels waren lecker, aber aufwändig.. der Cheesecake war ein Gedicht! Aber viel zu mächtig für den deutschen Magen. Unserem Schwager hätten wir damals fast den Nachmittag verdorben.

Ich buk viel von Cynthia Barcomi, sehr viel. Eigentlich backe ich seit dem kaum andere Rezepte.
Apfelkuchen, Pancakes, Cookies.. was habe ich in den letzten Jahren an Cookies gebacken! Muffins, Cupcakes, Blechkuchen, Zitronenschnitten, Pizza… Wir besuchten ihre Cafés in Berlin und verliebten uns noch mehr in Lachs-Frischkäse-Bagels und den selbstgerösteten Kaffee.

Ihre Cheesecakes sind unglaublich gut.
Es gibt im Restaurant den „Probierteller“.
Für 7.50 Euro kann man sich 4 halbe Stücken aussuchen und probieren. Das empfehle ich für mindestens zwei Personen..

Diese Kuchen erinnerten uns sehr an die Cheesecakes, die wir in der Cheesecake Factory in Kalifornien gegessen hatten. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie besseren Kuchen gegessen. Dass wir uns ein Stück des Oreo Cheesecakes damals zu acht geteilt haben, sagt wahrscheinlich schon alles…

Von den Käsekuchen im Backbuch, mit denen ja alles anfing, ließ ich erstmal die Finger. Die Rezepte, die meist über zwei Seiten gedruckt waren, betrachtete ich mit Respekt.

Erst Jahre nach dem ersten Backbuch, im letzten Frühling, versuchte ich es wieder: New York Cheesecake
Ich las das Rezept vorher nicht ganz bis zum Ende, verschätzte mich total in der Zeit – aber das Ergebnis war so gut! Ich war auf den Geschmack gekommen.. im wahrsten Sinne.

Zu Weihnachten bekam ich nun mein 4. Backbuch von Cynthia Barcomi. Cheesecakes, Pies & Tartes heißt es.

Die Käsekuchen-Rezepte sind – Überraschung! – so gut, so kreativ, so verführerisch, mit guten Fotos und humorvoller Einleitung zu jedem Kuchen – und die Rezepte sind deutlich vereinfacht. Dennoch gibt es Zutaten, die herausfordernd sind, es gibt Rezepte, die über mehrere Seiten gehen. Cheesecakes sind diejenigen unter den Backwerken, die ich mit Sie anspreche. Etwas ganz Besonderes.

Ich habe gestern den vierten Cheesecake seit Weihnachten gebacken.
Sweet Potato Spice Bars with Potato Chip Crust
Cinnamon and Sugar Cream Cheese Bars
Cheesecake mit Brownie-Boden und Salzkaramell-Sauce
Chocolate Swirl Chhesecake Bars

(Wenn euch jetzt noch nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, stimmt irgendwas nicht 😉 )

Ich habe neue Backformen und Back-Utensilien gekauft.
Ich lerne, ich staune, ich bin begeistert und ich liebe es!

Ich liebe den Stil, wie Cynthia ihre Rezepte beschreibt und aufschreibt.
Ich bin nicht so der Experimentier-Typ.
Wenn Cynthia schreibt: 225g Mehl – dann nehme ich 225g Mehl.
Wenn der Kuchen 18 Minuten in den Ofen soll, dann lasse ich ihn keine Sekunde länger drin.
Wenn zum Rezept Vanille-Extrakt und Vanille-Salz gehört, dann muss das so. Wenn der Kuchen vor dem Servieren mehrere Stunden kühlen muss, dann halte ich mich daran.
Wenn ein Becher saure Sahne fehlt, dann lasse ich alles stehen und liegen und kaufe saure Sahne. Ich überlege nicht, wie ich Sahne oder ein Ei ersetzen könnte: Ich halte mich streng an das Rezept!

Ich liebe es, die Zutaten zusammen zu rühren und zu sehen, zu schmecken und zu riechen, wie etwas Wunderbares daraus wird.

Ich liebe es, Schokolade zu zerhacken, mir die Finger abzulecken und zu ahnen, dass ein guter Kuchen entsteht.

Ich liebe es, den Kuchen im Ofen zu beobachten.
Ich liebe es, den fertigen Kuchen auf den Tisch zu stellen.

Ich liebe es, den Kuchen anzuschneiden, zu hoffen, dass alles gut gegangen ist und aufzuatmen, wenn das Stück stehen bleibt und einigermaßen aussieht, wie im Backbuch.

Ich liebe es, meinen Männern beim Probieren zuzusehen.
Wenn sie mit vollem Mund den Daumen hochstrecken.
Dieses „Mmmmhh Mama!“
Wenn sie den Gästen sagen: „Das ist der beste Kuchen, den musst du probieren!!!“

Backen macht mich so glücklich!

Und ich sage euch: Das Backen mit Cynthia ist etwas ganz Besonderes!
Wenn ich eine Frage zu einem Rezept habe und sie bei Facebook anschreibe, dann antwortet sie.
Wenn ich ein Foto oder Text von einem fertigen Kuchen poste und sie markiere oder sie das auf ihrer Seite liest, dann kommentiert sie und gratuliert.

Ich liebe ihre Überzeugung.
Sie sagt, sie hält nichts von low-carb Rezepten oder Magerquark.
Ich zitiere:
„Bitte ersetzen Sie keine Zutaten durch fettreduzierte Produkte. Vielmehr möchte ich Sie dazu ermutigen, diese Kuchen als Vergnügen zu genießen. Ich bin ganz begeistert von den kleineren Varianten mit 15cm Durchmesser.
Es ist meine Überzeugung, dass es besser und gesünder und befriedigender ist, ein kleines Stück eines perfekten Cheesecakes zu essen anstatt ein großes Stück eines Kuchens, der durch Kompromisse entstanden ist.
Wenn das Rezept zu reichhaltig für Sie klingt, genießen Sie ein kleineres Stück. Es ist gut, wenn man dann mehr will.

Denn es gibt immer ein Morgen!“

Yeah!

Vor ein paar Tagen habe ich ein Back-Video von ihr gesehen und mir das Rezept mitgeschrieben. Ihre Erklärungen dazu waren so gut und hilfreich. Sie lebt ihre Rezepte, hat jedes einzelne entwickelt und kennt sie auswendig. (Ich habe endlich verstanden, wie ich Karamellsauce machen kann. Wenn ihr die riechen könntet!)

Ihr seht, ich bin verliebt.
In Käsekuchen.
Wie gut, dass in zwei Wochen unsere Geburtstags-Zeit anfängt.
Denn irgendjemand muss ja diese ganzen leckeren Sachen auch essen..

 

(Beitrag enthält Affiliate-Links)

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