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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Die Kindergeburtstage 2017 sind vorbei..

Es ist ruhig – und vor allem sauber bei uns.
Beide Kindergeburtstags-Partys sind wieder einmal überstanden.

Diesen Beitrag hier schrieb ich -ähnlich erschöpft- am 22. März 2016.

Die Jungs schlafen, der Geburtstagstisch biegt sich unter tollen Geschenken und fast alle Spuren sind beseitigt! Der Wohnzimmer-Boden war so dreckig, wie lange nicht mehr. Am Ende haben wir den Tisch abgewischt und alle Krümel und Deko-Reste einfach auf den Boden gefegt. Ein schönes verbotenes Gefühl! Und das Knistern dann im Staubsauger…Ich liebe meinen Staubsauger übrigens!

Ich habe in diesem Jahr für beide Partys nicht meine volle Zeit und Kraft gegeben, aber den Kindern und uns hat es Spaß gemacht – und jetzt ist es vorbei! Einmal Dschungel für Liam und heute Cars für Emilian.

Vorher – Nachher

   

Erstaunlicherweise habe ich nicht viele Cars-Artikel mehr in den Läden gefunden. Ist die Zeit schon vorbei? So habe ich mehr selbst gemacht oder mich am Thema „Auto“ entlang gehangelt.

Dank Pinterest – ich kann es immer wieder sagen – bekam ich schöne Deko- und Spiel-Ideen. Am Ende hatte ich zu viel Essen und zu wenig Bewegungs-Spiele. Wer kann den ahnen, dass eine Horde 5-7jähriger am Ende eines langen Tages keine Tassen anmalen, sondern „Feuer, Wasser, Sturm“ im Garten spielen möchte??

Die Kinder – eine Mischung aus Familie, Schule und Kindergarten – haben sich sehr gut verstanden und es gab weniger emotionalen Stress. Viel glockenhelles Lachen, Rülpsen, uralte Schulwitze und unruhige kleine Popos gab es. Emilian hätte sich am liebsten sofort mit seinen neuen Lego-Packungen zurückgezogen und mit dem Bauen angefangen. Aber er kann mit dem vielen Hin und Her in sich drin schon gut umgehen und war ein guter Gastgeber.

Einen Transformer hat Emilian bekommen. Ich kannte sowas nicht – aber es war der Hit für Emilian und die anderen Jungs. Und meinen Mann.
Auch die Lego Creator-Geschenke sind toll. Immer wieder neu. Und für viele Altersstufen.
Dann gab es ein tolles Forscher-Set und eine Wasserbomben-Füllstation. Damit hätten die Kinder ja am liebsten auch gleich angefangen…
Als Frau und mit vielen Schwestern und so finde ich Lego zwar toll, aber ich dachte, dass Emilian vielleicht nicht so den Wert sehen kann. Ich weiß, dass Mann und Bruder und Schwager mir widersprechen würden und aufhören würden zu atmen, würde ich ihr Kindheits-Lego anrühren… Inzwischen sehe ich aber tatsächlich auch, wie viel Glück es Emilian bereitet, wenn er – noch vor dem Abreißen Öffnen des Geschenkpapieres hören kann, dass sich Lego im Geschenk befindet. Und sowas wie „Das hab ich schon..“ gibt es ja bei Lego auch nicht. Sondern nur Kreativität.
Für Liams Wunschliste habe ich sogar nach Farben sortierte Packungen entdeckt, mit Bau-Ideen! Blau und Grün hat er bekommen. Rosa hab ich mir verkniffen, obwohl es ein sehr schönes rosa ist…

Doch das sollte eigentlich kein Lego-Eintrag werden, sondern ein schneller Geburtstags-Bericht.

Wir haben zum ersten Mal in diesem Jahr den Grill angeschmissen und die Kinder haben sich auf die Würstchen gestürzt. Wenn es etwas wärmer gewesen wäre, hätten wir bestimmt auch die Eltern, die pünktlich um 18:00 Uhr zum Abholen kamen, mit an den Tisch eingeladen. Wir hatten nämlich echt viel! Aber die Kinder hatten schon wieder Hummeln im Hintern und zwei Stunden Pause vor dem ins-Bett-gehen tat meinen Jungs auch gut.

Das war es jetzt also!
Liams Geburtstag wurde am Dienstag in der Kita nachgefeiert. Ein paar kleine Termine mit meinen Geschwistern und Großeltern stehen noch an und wir als Familie werden zusammen unseren Lieblings-Eisladen, der uns an Kalifornien erinnert, besuchen. Gestern nach dem Schwimmen waren wir als Überraschung dort, aber der Laden hatte geschlossen. Wer hat denn dienstags bitte Ruhetag???

Ich finde meine Jungs ganz toll und kann eigentlich nicht glauben, dass sie 5 und 7 Jahre alt sind. Dafür brauche ich noch ein paar Tage. Sie sind so wunderbare Kinder, dankbar und gut gelaunt und ich finde, dass sie tolle Freunde hier haben.

Jari – in der Manduca – hat auch sehr gut mitgemacht.
Er ist jetzt zwei Monate alt!
Und ja: Er sieht genauso aus, wie seine Brüder.

Ich möchte jetzt erstmal keine Listen mehr schreiben.
Ich möchte vormittags mit meinem Kaffee auf der Couch sitzen, Tulpen kaufen, mit den Jungs durch die Sonne spazieren, Pokémon fangen, Blümchen fotografieren und so weiter.
Die Gedanken an das Oster-Fest melden sich schon an, ich werde meinen kleinsten dann Neffen zum ersten Mal sehen, ich suche Geschenk-Ideen für so viele liebe Menschen aus der Familie, die im April Geburtstag haben. Ach ja, und ich hab ja dann wohl auch in zwei Wochen Geburtstag…

Aber jetzt ist erstmal Pause. Und Frühling.

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Liam, das Mittelkind

Ich wollte euch mal was von Liam erzählen.. und das passt doch ganz gut zu seinem Geburtstag.

Als Älteste von vier Kindern habe ich nicht viel Erfahrung mit älteren Geschwistern und Mittelkindern. Ich weiß aber irgendwie, dass die Mittelkinder eher mal untergehen und manchmal eine extra Portion Aufmerksamkeit gut gebrauchen können.
Das sagt Wikipedia dazu:
„Anders als der Erstgeborene müssen sie von Geburt an um die Aufmerksamkeit der Eltern konkurrieren, verlieren aber den Sonderstatus des jüngsten Kindes an das Nesthäkchen mit dessen Geburt.“

Ich weiß aber auch, dass Liam unser Mittelkind ist…
Liam, der von der ersten Minute an lauter, wacher, forscher, stimmungsgeladener, mutiger, testender und einfach mehr da war, als sein großer Bruder Emilian war. Da war keine Konkurrenz.

Weil Emilian eher vorsichtig ist und Liam manchmal nicht zu viel nachdenkt, haben die beiden Brüder sich schnell in der Mitte getroffen uns sich gegenseitig gut getan. Emilian wurde ein bißchen mitgezogen und hatte mit Liam einen mutigen Freund – und Liam hat kaum Blödsinn von seinem großen Bruder gelernt und bewundert ihn bis heute. Ich bin so unglaublich dankbar, für diese Verbundenheit, die genau deswegen da ist. Meine beiden großen Jungs lieben sich. Sie brauchen sich. Und sie sind sich gegenseitig bester Freund und Gegenüber.

So dachte ich also, dass Liam seinen Platz als Mittelkind ganz gut finden wird. Die 5 Jahre Abstand zu Jari würden an der Liebe der Brüder nicht rütteln. Eher wollte ich darauf achten, den ruhigen Großen nicht aus den Augen zu verlieren. Liam verbringt sowieso mehr Zeit mit mir, weil Emilian jeden Tag früher zur Schule geht und meist nach Liam nachhause kommt.

Dann trafen wir uns mit Liams Erzieherinnen zum Entwicklungsgespräch. Sie waren wie immer voll des Lobes über Liam, der sich gut benimmt, ein hilfsbereites, redseliges, liebenswertes Kind ist und sich gut im Kita-Alltag auskennt und einbringt.

Ein paar Tage vor diesem Gespräch hatte sich Liam mit einer Schere ein paar Haarfransen abgeschnitten. Weil ihm das unglaublich unangenehm war, wurde diese Sache kaum besprochen und einfach stehen gelassen.
Wir redeten nun also mit den Erzieherinnen über Liam und sie stellten fest, dass Liam die letzten Monate, in denen sein großer Bruder von Kita zur Schule gewechselt war und in denen ein kleiner Bruder geboren war, sehr gut „verkraftet“ und mitgemacht hatte.
Und plötzlich fiel mir auf, wie sehr! sich das Leben und der Alltag dieses kleinen Kerls in kurzer Zeit verändert hatte! Und wie toll er damit umging und umgeht.
Die Erzieherinnen, selbst Mütter von einmal 4 und einmal 3 Kindern, merkten an, dass dieser Haarschnitt ein kleiner „Schrei nach Aufmerksamkeit“ gewesen sein könnte.
Es ist nicht meine Art, zu jeder Tat eines Kindes gleich einen tieferen Hintergrund als Erklärung zu suchen – Liam war kurz vorher beim Friseur und auch das könnte ein einfacher Grund für seinen Versuch gewesen sein – aber auch als Erzieherin schätze ich die Anregungen der Erzieher und Lehrer meiner Kinder in bestimmten Lebensphasen und so behielt ich diesen Gedanken des „Aufmerksamkeitsschreis“ im Hinterkopf.

Und mit einem kleinem Erschrecken stellte ich fest, dass die viele Aufmerksamkeit, die Liam von uns bekam, tatsächlich nicht immer die positive, bestärkende war. Nicht immer.

Ja, er verbringt täglich vielleicht mehr Zeit als Emilian mit Mama und Papa… Aber Emilian bekommt viel Aufmerksamkeit und Lob, was die Schule und das Lernen und die Hausaufgaben betrifft. Er wird für seine Fortschritte bewundert, er bekommt extra Ruhe für die Schulaufgaben und er erlebt etwas Neues und Aufregendes – weg von der Kita und dem ähnlichen Alltag für beide Jungs.
Und Jari verlangt sowieso gerade Aufmerksamkeit – und bekommt sie auch von allen Seiten.

Liam ist in seiner Liebe zu Jari manchmal etwas stürmisch.
Liam ist manchmal zu laut, wenn Emilian Hausaufgaben machen muss.
Liam ist manchmal verträumt, wenn wir schnell gehen müssen.
Liam hat manchmal einen Rappel und tobt laut über Tisch und Bänke.
Liam muss manchmal einfach laut singen.

Das zu wissen und auf ein Gleichgewicht zu achten, hilft mir sehr!

Liam ist ein sehr liebevoller großer Bruder. Um Jari zu beruhigen, zum Lachen zu bringen, lässt er alles stehen und liegen. Inzwischen kennt Jari ihn und strahlt ihn an – umso besser. Oft legt Liam sich morgens neben Jari ins Bett und erzählt mit ihm.

Liam ist ein sehr bewundernder kleiner Bruder. Er lernt gern mit Emilian mit und lässt sich viel Neues aus der Schule erklären. Er hört den Geschichten aus dem Schulalltag zu und möchte Emilian in nichts nachstehen.

Liam ist ein ganz tolles Kind, ein Vorschulkind! Er hat seine Freunde. Er sagt, was er möchte und nicht möchte. Er ist musikalisch und sportlich und fit und humorvoll und aufmerksam und feinfühlig und liebenswert. Wir lachen so viel mit ihm. Er ist kreativ. Er kann sich gut Dinge merken. Er ist kindlich ehrlich und zutraulich. Er ist so begeisterungsfähig. Er zeigt seine Liebe. Er liebt es, zu singen und auf seinem neuen Schlagzeug zum spielen. Er liebt kleine Spiele wie Uno, Lotti Karotti oder Quartett. Er spielt Rollenspiele und liebt seine Autos oder Flugzeuge, um in deren Welten zu verschwinden.

Er redet und fragt, was er denkt und nachdenkt. Sicher hat Emilian mit 4 oder 5 Jahren auch viel gedacht, er hat es aber nicht so ausgesprochen oder mitgeteilt. Liam hat tiefe, gute Fragen und stellt sie ehrlich. Ausgelacht werden oder nicht verstanden werden kränkt ihn sehr!

Liam stellt Fragen wie:
– „Können Babys im Schlaf sterben? Woher weiß man denn, ob Jari noch lebt, wenn er schläft?“

– „Wird Jari mal ein Junge oder ein Mädchen? Werden wir ja dann sehen… Heute sieht er so aus, wie ein Mädchen.“
(Wir haben das Gespräch mit ihm weitergeführt. Er, der nur Brüder hat, wusste tatsächlich nicht direkt, wie sich Jungen und Mädchen unterscheiden – ausser in der Kleidung. Als wir mal so nachfragten, ob er beim Duschen nach dem Schwimmen mit den Mädchen zusammen war und so, dachte er nach und sagte sowas wie: „Ich kann doch nicht immer nach unten gucken, dann laufe ich ja gegen eine Wand.“)

– „Warum hat Emilian immer so viel Angst? Ältere müssen doch mutig sein.“

Er wechselt schnell zwischen Ernst und Quatsch. Und wenn dann so eine Frage beantwortet ist und Emilian noch lange zuhören und forschen kann und wir zusehen, wie sein Kopf Informationen aufsaugt, dann ist es für Liam aber gut und er summt ein Liedchen und geht seines Weges.

Zur U8 ging er stolz und neugierig mit der Arzthelferin mit. Für ihn war die Untersuchung ein Test, ob er 5 werden darf.
Ich vergleiche ihn nicht mit Emilian, weil sie so unterschiedlich sind. Ich freue mich über seine Neugier und Lebensfreude, seinen Humor und seine Gedanken.

Die herausfordernden Trotz-Phasen haben wir überstanden. Er hat uns ausgetestet und lautstark seine Wünsche mitgeteilt. Schritten wie „Nuckel abgeben“ oder „aufs Töpfchen gehen“ sind wir erst aus dem Weg gegangen, weil Liam ordentlich Theater machen konnte.

Liam hat es genossen, kleiner Bruder zu sein und nun war es toll und wichtig für ihn, großer Bruder zu werden. Er ist jetzt das Mittelkind, aber er wird von vier Personen hier geliebt und gebraucht. Er hat seine speziellen Rituale mit Mama, mit Papa und mit Emilian und Jari.

Liam ist Liam.
Und er ist so ein toller, hübscher, intelligenter Junge.
Nicht „kleiner Bruder von Emilian“ und nicht „großer Bruder von Jari“ – obwohl die Jungs offensichtlich auch als Drillinge durchgehen würden. Die zwei Jahre Unterschied zu Emilian merken wir kaum.

Ich finde es wichtig, darauf zu achten, wie ich mit Liam rede. Er ist sehr feinfühlig für Stimmungen und möchte und darf als großer Junge behandelt werden. Mündliches Lob und direkte Anerkennung tun ihm gut. Ein kleines, aber ernst gemeintes liebes Wort zwischendurch, das ihm zeigt, dass ich ihn sehe, ist so wichtig. Versprechen und Abmachungen einzuhalten sind wichtig für Liam. Spaß und Quatsch und Wortspiele sind wichtig. Einen kleinen ausgedachten Witz von ihm lustig zu finden, ist wichtig. Seine Erzählungen anhören und reagieren, ist wichtig. Mit 5 Jahren möchte er angehört und verstanden werden, nicht im Schatten von den Brüdern stehen.

Ich fand und finde es nicht herausfordernd, alle meine Jungs zu lieben. Jeder von ihnen ist anders und unterschiedlich liebenswert. Aber die gute, ermutigende, fördernde Aufmerksamkeit, die ein Junge von seiner Mama braucht, die möchte ich geben und nicht damit sparen!

Bäm! Da ist Liam!

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Liams 5. Geburtstag

Der Tag nach dem Geburtstag.
Ich habe gerade erst gefrühstückt. Davor habe ich eine Wäsche angemacht, das Kinderzimmer aufgeräumt, das Baby gewickelt und umgezogen, Kaffee gemacht, ein bißchen aufgeräumt…
Hier stehen Reste vom Geburtstagsessen, es knirscht unter meinen Füßen – und eigentlich sollte ich mich auch schon an die Planung von Emilians Party machen…

Meine Schwester war zwei Tage da und hat ganz viel geholfen und ich habe vorsichtig und entspannt geplant – und auch unterwegs immer mal wieder was weggelassen. Trotzdem ist so eine Party (mit Baby) schon eine kleine Herausforderung.

Geburtstagstisch

Ich war und bin sehr stolz, dass ich es geschafft habe, ein schönes T-Shirt für Liam zu bemalen.
In Amerika hatten wir die 2er und 4er Shirts, als sie so alt waren und sie liebten diese Oberteile.

Am Montag machten wir mit den Kindern zusammen einen schönen Papageienkuchen (Backmischung!) und kleine Spieße für die Kita.

Wir dekorierten das Wohnzimmer „dschungelig“ und Emilian durfte ein paar Spiele mit vorbereiten.

Weil wir beide Jungs miteinbezogen und am Tag vorher schon anfingen, hatten wir alle mehr davon.

Ich konnte Liam auch gar nicht so richtig überraschen, denn leider mussten wir den Kuchen und die Obstspieße am Dienstag morgen wieder mit nachhause nehmen. Liams Kindergarten-Gruppe musste spontan geschlossen bzw. aufgeteilt werden. Weil er seinen Geburtstag nicht in einer fremden Gruppe verbringen wollte, verbrachten wir den Vormittag eben zuhause.
Bis die Gäste kamen, mussten beide Jungs tapfer warten und gingen sich und uns schon mal auf die Nerven – vor allem, weil sie seit 5:30 Uhr wach waren!

Zwei Mädchen und zwei Jungen waren eingeladen und wir hatten tolles Dschungel-Essen und Programm. Mit kleinen gebastelten Ferngläsern sollten die Kinder Dschungeltiere im Garten suchen, die Emilian vorher mit meiner Schwester versteckt hatte. Ohne das zu wissen, hatte eine Mama ein tolles Fernglas von der Wunschliste geschenkt und Liam war der Held! Aus einem Sack mit verschiedenen Gegenständen durften die kleinen Dschungelforscher einen Kristall erfühlen und behalten. Alle Kinder haben gut mitgemacht und ein paar Streitigkeiten schiebe ich mal auf Müdigkeit und Überforderung.

Wackelpudding mit versunkenen Tieren

Ameisen am Spieß

Als mein Mann nachhause kam, schlachtete er mit den Kindern eine echte Kokosnuss!

Liam hat tolle Geschenke bekommen. „Hausaufgaben“ hatte er sich gewünscht.
Und jetzt sitzt er schon hier und arbeitet.

Ich könnte noch ein paar Sätze über Liam, unser Mittelkind schreiben. Wie toll er ist und wie er den neuen Platz in der Familie finden muss… aber ich schreibe mit einer Hand und die Sonne scheint und Emilian muss gleich abgeholt und die Wäsche aufgehangen werden… also später mehr dazu.

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12 von 12 im März

Zuallererst: Mein iPhone macht wieder gute Fotos!
Meine Güte, ist das ein Unterschied!

Die Meldung, die mich immer am 11. des Monats abends erinnert, hat mich gestern echt überrascht. Schon wieder der 12.?! Und auch heute musste ich dann immer mal wieder zwischendurch an die Fotos denken. Ihr glaubt nicht, was ich zur Zeit so alles vergesse. Aber das mal in einem anderen Blogeintrag…

1. Jari mag den neuen Wipper.

 

2. Frühlingssonne. Muss einfach auf die Fotos.

 

3. Der Charme unserer alten Kirche.

 

4. Ich stille im Auto, während mein Mann und meine Schwester das Mittag kaufen.
Wir haben lange überlegt, ob wir das tun, weil Jari immer (IMMER!) dolle Bauchschmerzen bekommt, wenn ich nicht-selbstgemachtes Essen esse. Diesmal dachten wir, wenn wir beim Döner die Zwiebeln und den Rotkohl weglassen, geht es…

 

5. Es war sehr lecker! Aber wir haben nicht an die Soße gedacht…

 

6. Beim Sonntagsspaziergang testet Emilian zum ersten Mal seinen Metalldetektor.
So ein Spaß für die Jungs!

 

7. Und Liam spielt in vollem Ernst unsere neue Netflix-Serie „“Beastmasters“ nach.

 

8. Sonntag Nachmittag gibt es in Deutschland Kaffee und Kuchen.

 

9. Neue Lieblingsgeschichten von den drei ??? Kids werden vorgelesen.

 

10. Gegen blöde-Dönersoße-Bauchschmerzen hilft nur Mama und die Manduca.

 

11. Emilian probiert mit Papa etwas Neues aus und ist sehr begeistert.

 

12. Wir nutzen den ruhigen Abend, um noch ein paar Geburtstagsgeschenke zu besprechen.

 

Heute war ein schöner Tag!
In der Liste von allen Bloggern, die heute Fotos gemacht haben, bin ich die Nummer 151.

Vor uns liegt eine volle Woche mit Schwimmkursen, Arztterminen und Kindergeburtstagen! Und dazu Kita und Schule und Baby und viel Sonne. Ich freu mich!

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Der erste Schwimmkurs

Am Dienstag fand Emilians erster Schwimmkurs statt und morgen gehen wir schon zum zweiten Mal hin. Ich freu mich, dass das Programm straff losgeht und er vielleicht Ende Mai schon schwimmen kann. Aber von vorne:

Ich finde nicht, dass ein Kind mit 4 Jahren bereits schwimmen kann. In Berlin wird man da aber gern mal schräg angeguckt. Wenn man mit dem Baby-Schwimmkurs anfängt, schafft man das vielleicht auch… haben wir aber nicht.
In Kalifornien waren wir täglich am Pool, da hätten wir es fast geschafft, aber Emilian war doch noch zu klein.

Unsere Kinder haben keine Angst vor dem Wasser, aber sie springen jetzt auch nicht vor Freude in jede Pfütze. Wir sahen uns hier in der Nähe immer mal wieder nach Schwimmkursen um. Sie kosten viel Geld, sind teilweise am Wochenende und ausserdem schnell ausgebucht. Im letzten Herbst waren wir dann mehrmals in einer Schwimmhalle in der Nähe und stellten fest, dass sie uns sehr gut gefiel. Dazu gehört vor allem die Wassertemperatur. Das geht ja in den öffentlichen Bädern oft gar nicht.
Wir gingen immer mal wieder, solange das mein Bauch noch zuließ und sprachen immer mal wieder über einen Schwimmkurs. Ab und zu konnten wir am Nachmittag auch den Kindern zusehen, die einen Kurs besuchten, während wir dort spielten.

Ich suchte mir dann einen Seepferdchen-Kurs raus und merkte mir die Anmeldefrist. Telefonisch sicherte ich mich nochmal ab und man riet mir, pünktlich zu sein, da die Plätze begehrt und begrenzt seien. Wir entschieden, Liam gleich mit anzumelden, sammelten auch Freunde ein und wollten dann vier Jungs zusammen für den Kurs eintragen. Am Tag dann scheuchte ich meinen Mann kurz nach 08:00 Uhr morgens an die Halle – er schrieb mir kurz darauf, dass noch ein Platz frei gewesen wäre und er Emilian angemeldet hatte. Es gab wohl im Internet ein Missverständnis mit dem Anmeldedatum und so war die Liste leider schon voll.

Wir hätten die Jungs gern mit ihren Freunden geschickt, aber vielleicht ist es jetzt auch gar nicht so schlecht, dass Emilian als Ältester zuerst in Ruhe schwimmen lernt und die anderen es dann nochmal zusammen versuchen. Die Kurse sind für Kinder ab 5 Jahren und der Schwimmlehrer erzählte, dass noch nicht viele der 5jährigen das Seepferdchen wirklich schaffen. Emilian wird jetzt 7 und ich bin gespannt.

Auf eine Abreiß-Liste, mit der die Jungs die Tage bis zu ihren Geburtstagen zählen, haben wir auch die Tage mit Schwimmkurs markiert. Es gibt einen Spielzeug-Wunsch, den Emilian hat und seit Monaten schon versprachen wir ihm, den Wunsch der schon hier versteckt ist zu erfüllen, sobald er schwimmen könnte.
Er kannte die Becken gut und freute sich auf den Kurs. Wer meinen schüchternen Emilian kennt, wundert sich vielleicht darüber – ich wunderte mich auch. Aber wer meinen Blog treu liest und sich erinnert, wie selbstbewusst Emilian die Einschulung gemeistert hat, wundert sich dann doch vielleicht nicht mehr.

Der Dienstag Vormittag war frei für mich. Ich schlief aus, frühstückte mit meinem Mann, schnallte mir das Baby vor den Bauch und putzte ein paar Fenster, ein Bad und die Böden. Ich genoß meinen Haushaltstag… so sehr, dass ich ein bißchen die Zeit vergaß. Ich dachte daran, Liam abzuholen, aber ich dachte nicht daran, dass das auch für Emilian ein kurzer Tag war.
Eine Freundin schrieb mir und fragte, wer Emilian abholen würde. Er wäre gerade auf dem Trampolin umgeknickt und sei ein bißchen traurig. Erschrocken schrieb ich meinem Mann aus der Kita und bat ihn, Emilian schnell abzuholen.
Er wäre noch eine Weile von den Erziehern betreut, das war nicht das Problem. Aber sein Knie tat ihm wirklich weh – und vorbei war die Freude auf den Kurs.

Wir machten es uns auf der Couch gemütlich, hörten ein Hörspiel und ich redete Emilian gut zu. Dass das aber auch gerade an dem Tag passieren musste… Er weinte noch ein bißchen, Jari war müde und quengelig und Liam wollte auch gern mit. Ich ließ ihn aber beim Papa, weil ich meine Nerven für die beiden brauchte, packte schnell das Schwimmzeug zusammen und humpelte mit Emilian zum Auto. Eine Freundin kannte den Schwimmkurs bereits und sagte mir, dass es ganz langsam und in Ruhe losgehen würde. Ich erzählte Emilian davon. Ausserdem war der Eingangsbereich des Bades durch eine große Glaswand vom Schwimmbad getrennt, Emilian würde mich also die ganze Zeit sehen können. Ein wichtiger Vorteil!

Wir fanden einen guten Parkplatz, ich klemmte Jari in die Manduca und lief mit Emilian zum Schwimmbad. In der Umkleidekabine war es warm und voll. Die beiden Lehrer hatten den Raum gerade betreten und fingen an, die Kinder aufzurufen. Blitzschnell zog ich Emilian um. Ich sagte ihm, dass ich die ganze Zeit da sein würde und als er aufgerufen wurde, gab ich schnell die Sache mit dem Knie weiter und er blieb tapfer beim Schwimmlehrer stehen. Als alle Kinder eingesammelt waren, ging der Trainer mit der Gruppe durch die Duschen ins Bad und erklärte alles ganz lieb. Der andere Trainer blieb bei uns und gab ein paar Infos weiter.

Und dann waren wir entlassen und stellten uns an die Scheibe. Ich sah, dass Emilian noch nicht sehr fröhlich aussah und immernoch humpelte, aber ich freute mich, dass er mit der Gruppe ging und ich sah, wie viel Spaß sie hatten. Immer wieder winkten wir uns. Ganz langsam und spielerisch wurden die Kinder ans Wasser geführt und durften schon mit Poolnudeln ins Becken gehen.

Das war der erste von drei Kursen, der an diesem Tag begann. Als die nächste Gruppe aufgeregter Kinder das Schwimmbad betrat, durfte ich Emilian wieder abholen. Er strahlte mich an und erzählte schon von den ersten Erlebnissen. Das warme Wasser hatte seinem Knie gut getan und wie versprochen durfte er sich im kleinen Bistro am Ausgang ein paar Süßigkeiten aussuchen.

Liam hatte sich gewünscht, in der Zeit mit Papa eine „Pokémon Runde“ zu laufen und sie waren uns entgegengekommen. Als wir sie einsammelten, waren sie bereits 3km gelaufen!
Wir setzten uns ins Auto, Emilian teilte ein paar Süßigkeiten und wir lobten unsere Jungs für ihre Leistung!

Am Abend sah sich Emilian meinen Laptop an und begann, Buchstaben zu suchen. Ich fragte ihn, ob er mal etwas schreiben wolle und wir überlegten, dass er ja eine Email an unsere Familie über seinen ersten Schwimm-Tag schreiben könnte.

Er brauchte sehr lange, brauchte Ruhe und war ganz erschöpft danach… aber hier ist seine erste Email:

„halo ich sage  och wi mei n ärstdeär schwüm kurs wa .
okäi wir haben gelänt  wi man  schwimt abär ich kan noch nicht schwimen  wal wir  noch nicht  ales  gelernt haben .ssssssssssccccchhhhhhhhhüüüüüüüüüüüüüüüssssssssssssss..
emilian“

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