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Sommerloch (Pfingstferien)

Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, nehme ich mir irgendwie vor, einen Blog-Eintrag über die letzten Tage zu schreiben… und dann geht es mir aber so, wie Frau Frische Brise, die einfach mal die Ruhe und Routine des Alltags genießt.

Wir hatten eine Woche Pfingstferien, ganz neu für Berlin, und obwohl das Wetter erst am Ende besser wurde, war irgendwie immer was los.

Wer mir auf Instagram (mamasbusiness) folgt, wird ein paar Bilder schon kennen.
Macht aber nix, oder?

Zum Beispiel waren wir an drei Tagen hintereinander in drei verschiedenen Streichelzoos. Mir ist nämlich ein großes Licht aufgegangen, als ich einmal im Britzer Garten beobachtete, mit wie viel Liebe und Hingabe Liam die Ziegen fütterte.
Und wisst ihr was?
Vor 4 oder 5 Jahren wurde Emilian einmal im Streichelzoo sehr von einer neugierigen Ziege erschreckt. Weil er im Kinderwagen saß, kam sie ihm irgendwie genau auf Augenhöhe entgegen. Und als sie dann auch noch alle unsere Reiskekse wegschnappte, war der Spaß vorbei. Und seitdem ist hier nie wieder jemand auf die Idee gekommen, in einen Streichelzoo zu gehen!

Obwohl Liam bei Freunden, die Hunde und Hasen haben, nicht von den Tieren wegzukriegen ist, hab ich nie daran gedacht. Bis jetzt.

Also waren wir im Zoo (und hätten fast David Hasselhoff getroffen!), im Vogelpark Teltow und im Erlebnishof Klaistow.

Der Spargelhof Klaistow ist fast, fast so toll, wie Karls Erdbeerhof in Elstal, ein paar Kilometer weiter weg, besser zu erreichen und scheinbar noch nicht so bekannt. Bei fast 30 Grad, am Freitag, einem Wochenend- und Ferientag, waren wir dort mit nur ein paar anderen Familien und hatten eine wunderbare Zeit!

Die Jungs haben neue Trikots bekommen und sind im Glück. Dass die beiden am allerliebsten sich haben und nicht viel mehr brauchen, ausser vielleicht verrückte Ideen, lautes Gackern und Platz zum Rennen, ist ja nicht neu.
Heute waren sie beide alleine bei meiner Schwägerin im Pool.
Emilian sagt: „Liam, wenn irgendwas passiert.. ich bin da!“

Natürlich streiten sie sich! Sonst wären es nicht Brüder und sonst wäre irgendwas nicht normal.
Aber doch, ich denke, die beiden haben sich am allerliebsten.

Und gestern haben wir Freunde zu einer Party eingeladen bzw. sie gebeten, uns im Garten zu helfen.
Und es war ein sehr schöner Tag!
Wir haben uns um Essen und Getränke gekümmert und haben mit den 6 Freunden, die kamen, sehr viel geschafft.
Mein Vater hat in der Zeit mehrere Radtouren mit den Jungs gemacht, auf der sie tolle Sachen erlebt haben und glücklich zurück kamen.

Es gibt leider keine richtigen Vorher/Nachher-Bilder – aber: Unser Garten ist wunderschön!

Es ist jetzt fast 22.00 Uhr, ich sitze hier auf der Terrasse und ein schwerer Holunderblütenduft liegt in der Luft, dass es fast erdrückend ist.

Wir haben Unkraut gerupft, Hecken geschnitten, die Terrasse und Wege mit dem Kärcher gereinigt, Büsche gepflanzt, Beete vergrößert und meine Mama hat mir ein sehr schönes Steingarten-Beet angelegt.

Die Kinder ernten jeden Tag Erdbeeren und Süßkirschen und wir sehen zu, wie Salatpflanzen, Tomaten und Himbeeren wachsen.

In jedem Jahr beobachten wir, wie durchdacht die Vorbesitzer die Beete bepflanzt haben. Wöchentlich blüht eine andere Pflanze und unser Garten ist grün und bunt und schön. Ich bin sehr glücklich!

Morgen ist der 12. Juni.
Bleibt also dabei, wenn ihr unsere 12 Fotos sehen möchtet.
Und auf jede Fall erzähle ich euch in der Woche von dem schönen Foto-Projekt, das wir machen durften und das ich nun schon eine ganze Weile ankündige. Diese Woche!

Morgen früh geht die Schule auch wieder los.
Noch ein paar Wochen – dann beendet Emilian die 1. Klasse. Unglaublich!

Das jetzt sind die schönsten Monate des Jahres!
Ich freue mich drauf!

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12 von 12 im April

Nachdem Jari gestern wieder Bauchschmerzen hatte, die ihn nicht schlafen ließen, hatte er heute einen fröhlichen Tag und schlief gut und lachte und strampelte. Schön!
Gerade wollte ich mich hinsetzen und einen Eintrag schreiben, den ich schon ’ne Weile vorbereitet habe. Nämlich darüber, warum ich auch nicht besser bin als andere und dass mein Alltag genau so chaotisch und frustrierend sein kann, wie der jeder anderen Mama. Und was den Unterschied macht.
Aaaaber dann fiel mir ein, dass ja heute irgendwie der 12. ist. Und natürlich habe ich brav Fotos gemacht. Also kommen die jetzt – und der andere Beitrag vielleicht nach Ostern.

1. Am Morgen finde ich im Internet ein paar Tipps für Eltern zum Fotografieren mit dem iPhone. Wie passend.

 

2. Eine Freundin schickt mir ein cooles Foto von Sonntag, als sie mit Liam im Kindergottesdienst war.

 

3. Beim Frühstück sehen wir zwei Eichelhäher im Garten. Ihr seht sie wahrscheinlich nicht…

 

4. Am Vormittag besuchen wir meine Freundin. Am 12.4.2014 habe ich auch den Tag mit ihr verbracht. Damals war das Wetter viel besser. Damals hatten wir beide zwei Kinder, nun sind es insgesamt sechs.

 

5. Obst für alle Kinder.

 

6. Wir Mamas quatschen in der Küche, während sich nebenan Ritter, Ninjas, Spider-Man bekämpfen.

 

7. Hach!

 

8. Ich probiere einen neuen Kuchen. Jari liegt ja lieb und süß neben mir im Wagen und ich habe es vermisst, zu backen.

 

9. Noch dazu teste ich einen Tassenkuchen aus der Mikrowelle. Super schnell und wirklich nicht schlecht.

 

10. Und mit diesem Ergebnis und einer Tasse und ein paar Porzellan-Stiften entstand ein kleines Geschenk.

 

11. Die beiden großen waren in der Zeit mit Oma und Opa im FEZ Berlin. Mit süßen Osterbasteleien kamen sie zurück.

 

12. Am Abend musste dann das Kinderzimmer dran glauben.  Boah, wie mich das nervt. Nach Ostern ist großes Aussortieren dran!

Jari schläft immernoch und ich überlege jetzt, noch schnell ein bißchen Sport zu machen. Auch wenn das Frühlings-Wetter sich Zeit lässt – Babyspeck muss ja nicht sein.

Bei Caro sammeln sich alle „12 von 12“-Einträge von heute. Guckt doch mal vorbei!

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Unsere ersten Herbstferien

Heute Morgen fragte mich Emilian tatsächlich: „Wann sind denn wieder Ferien?“

Dabei ist heute doch Freitag, er hat erst zur 2. Stunde und die Kinder können dann ausschlafen, bzw. allein so kurz nach 7:00 Uhr aufwachen. Es war nicht zu kalt heut Morgen, wir haben uns zum Frühstück eine Laugenbrezel aufgebacken und sie mit Butter heiß gegessen… Schule kann so schön sein.
Ich weiß, dass er gern geht. Er lernt so viel und hat Freunde, er erlebt tolle Dinge und kann als Kind schonmal so ein bißchen „groß“ sein – und das macht er richtig gut.

Aber die Tatsache, dass er sich Ferien wünscht, freut mich natürlich auch. Das bedeutet nämlich wohl, dass ihm seine ersten Herbstferien gefallen haben.

Schlachtensee

Wir sind nicht verreist.
Ich hatte viele Pläne für die Ferien.
Vielleicht die Hälfte davon haben wir umgesetzt.
Das Wetter war gar nicht toll und ausserdem haben wir uns ausgeruht, geschlafen, gegammelt, gespielt. Ein geliehenes Spiel von Freunden ist der Renner hier zuhause…

Teltow

In den Ferien haben wir

– Emilians erste Zahnlücke bewundert
– Omas und Opas und Uromas und Uropas besucht
– Schulfreunde eingeladen
– die Hebamme den Kindern vorgestellt
– das Planetarium kennengelernt
– bei IKEA gefrühstückt
– PokémonGo gespielt
– den Schlachtensee umrundet
– bei Oma und Opa übernachtet
– einen Tag lang ohne Kinder in der SteinTherme in Bad Belzig entspannt
– mit Freunden den Dino Park in Germendorf besucht
– einen einzigen (Besuchs-)Tag im Kindergarten verbracht
– einen Geburtstag im Naturkundemuseum gefeiert
– die Cousine zum Übernachten eingeladen
– den Spielplatz am Gleisdreieck entdeckt
– mehrmals das Schwimmbad besucht

Übernachtungscousine

Und das sind nur die „größeren Sachen“. Zuhause haben wir gelesen, gespielt, gemalt, gebacken, Hörspiele gehört, Laub geharkt, den Garten aufgeräumt und sowas.
Ich habe so unglaublich viel geschlafen! Als würden Schwangere Winterschlaf brauchen… Bis 10:30 Uhr als Mama schlafen zu können, ist schon ziemlich toll.. darf man gar keinem erzählen. Aber glaubt mir, sowas wie vor-schlafen gibt es leider nicht.

Naturkundemuseum

Ich staune, wie gut es mir nach 30 Schwangerschaftswochen geht! Entweder liegt das an der längeren Pause oder an meinen tollen Kindern oder an meinem mich sehr unterstützenden Mann… ich konnte die Ferien mit den Kindern genießen und durch Berlin ziehen. Es gab nur ein paar Abende, an denen ich mich dann kaum noch bewegen konnte. Das Baby strampelt fröhlich vor sich hin, es ist gesund und liegt bereits richtig. Gestern erinnerte mich irgendeine App an die Krankenhaus-Tasche, die ich packen müsste… Es sind noch so 8-10 Wochen, aber die Vorstellung, unser Baby schon bald kennenzulernen, ist eigentlich unglaublich!
Liams Geburt ist fast 5 Jahre her und die Hormone haben einiges dafür getan, mich das alles vergessen zu lassen. Aber echt, wie schlimm kann eine Geburt denn sein… ich werde mein Baby bekommen! („Haha“, lachen die Hormone) Gut, wir sprechen uns dann.. Lieber nicht drüber nachdenken.

Ein paar unserer Ausflugsziele wollte ich ein bißchen mehr beschreiben. Berlin ist nämlich toll.,

* Zum Beispiel das Planetarium.
Wir haben uns aus der Programmübersicht die kleine Sternenreise ausgesucht. Ich wollte nicht einfach „Lars, der Eisbär“ oder „Der Regenbogenfisch“ angucken, sondern schon eine richtige Sternenshow. Die Sternenreise war für Kinder ab 4 Jahren beschrieben.
Natürlich war schon der Vorraum mit allen Plakaten und dem Zubehör, den Ausstellungsstücken eine Attraktion! Und dann erst der große Saal des Planetariums! Die Sitze, in denen man liegt. Die große Kuppel. Die Silhouette von Berlin.

Die Bilder und Filme der Sternenreise waren beeindruckend, das Wissen der Moderatorin war faszinierend – alles in allem aber gar nichts für Kinder ab 4 Jahren!
Liam fing an, sich zu langweilen. Emilian hörte nur noch halb zu und selbst die Schulklassen um uns herum wurden zappelig. Eine Lehrerin fragte mich, ob wir vielleicht in einer falschen Show gelandet wären… Selbst ich konnte der Dame am Mikrofon nicht ganz folgen. Gut, ist auch nicht mein Spezialgebiet… aber sie hätte vielleicht nicht so ausführlich erklären müssen, wie die Meteoriten heißen, die um den Saturn herumfliegen und somit den „Ring“ bilden.

Es gab Infos zu den Sternenbildern am Berliner Himmel, wissenswertes zu Mond- und Marslandungen und eine „Achterbahnfahrt“ am Ende, die den Kindern natürlich sehr gefallen hat. Aber irgendwie nicht so das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich schrieb der Frau, die unsere Karten vorbestellt hatte eine Email, bedankte mich für die Reservierung und berichtete, wie wir den Vortrag wahrgenommen hatten.
Sie bedankte sich herzlich für die Rückmeldung und entschuldigte sich für die Enttäuschung. Damit wir unseren Besuch im Planetarium doch in guter Erinnerung halten könnten, bot sie mir drei Freikarten für die Sternenreise mit anderer Moderation an. Sie schrieb, dass eine unterschiedliche Moderation etwas völlig anderes aus der gleichen Show machen könne.
Ich bin natürlich gespannt und dankbar für dieses Angebot! Die zweite Show ist in ein paar Tagen und ich werde euch berichten!

 

* Dinopark Germendorf
Zum dritten Mal waren wir jetzt im Dinopark. Wir haben noch immer längst nicht den ganzen Park gesehen, denn er teilt sich in drei große Teile, die je nach Interesse und Wetter besucht werden können. Da ist zum einen ein großer Freizeitpark einem See, mit kleinem Jahrmarkt-ähnlichen Fuhrpark und einem Indoor-Spielplatz. Dann gibt es den Dinopark mit See und Badestelle und Spielplatz und eben den Urzeit-Gestalten. Außerdem gibt es einen großen Wald mit Tieren in Gehegen und Tieren, die frei umher laufen.
In den Ferien haben wir mit einer Freundin und ihren drei Kindern von jedem Teil ein bißchen angesehen. Wir haben die Dinos bestaunt, ein paar Rehe gefüttert und Waschbären auf Bäumen gesehen, den Rest des Tages haben wir im Indoor-Spielplatz verbracht. Es war kalt, aber die 40 minütige Fahrt aus Berlin raus lohnt sich jedesmal.

* Schwimmbad Lankwitz
Ich weiß nicht, wie und wo und wann ihr mit euren Kindern schwimmen geht. Wir sind die, die noch keine Kurse besucht haben, deren Kinder folglich nicht schwimmen können und die im Sommer eher an Seen in und um Berlin zu finden sind. Deswegen hab ich es nicht so mit Stadtbädern.
Eine Freundin ist aus Berlin weggezogen und hat mir ihre Schwimmbadkarte überlassen. Also haben wir das Stadtbad Lankwitz ausprobiert. Und ich muss sagen: Es macht mir und den Kindern Spaß!
Die Jungs sind jetzt in einem Alter und Geisteszustand, in denen man entspannt mit ihnen Ausflüge unternehmen kann. So kann auch ich mit Babybauch mit ihnen ins Schwimmbad gehen, ohne verrückt zu werden.
Sie nehmen ihre Eintrittskarte und passen darauf auf. Sie ziehen sich schnell allein an und aus. Sie hören auf mich und spielen schön zusammen, ohne durchzudrehen oder nur an mir zu kleben. Sie duschen allein, sogar warm und kalt.
In Lankwitz ist das Wasser warm! Das und nur das ist für mich der wichtigste Pluspunkt überhaupt! Und: Es gibt sogar heiße Whirlpools! Es gibt nicht Schlimmeres, als im Wasser ständig neben den Kindern herzulaufen und zu frieren. Hallo Blasenentzündung!
Es gibt drei Becken, in denen wir uns meist aufhalten. Das flache, warme Babybecken mit Rutsche, ein großes, tiefer werdendes Becken zum Spielen und schwimmen-üben und ein tiefes Blubberbecken. Ach ja, und der Whirpool!

In einem weiteren großen Becken finden am Nachmittag parallel Kurse statt. Emilian konnte also schonmal rüberschmulen und weiß dann, wo evtl. mal ein Schwimmkurs für ihn stattfinden könnte.
Die Eintrittskarten sind Tageskarten und so können wir uns entspannt durch alle Becken bewegen, ohne nach 120 min. durch die Kabinen zu hetzen, um mit nassen Haaren rechtzeitig am Drehkreuz zu stehen. Die Jungs lieben es nämlich, sich nach dem Umziehen die Haare zu föhnen.
Ach ja, in Lankwitz sind wir gerne!

 

* Park am Gleisdreick
Dieses grüne Fleckchen in Berlin ist riesig und ich habe erst zwei kleine Ecken kennengelernt. Es war sehr kalt, sodass wir nicht lang geblieben sind. Wir haben direkt am Museum für Verkehr und Technik geparkt. So viele interessante Plätze gibt es da.
Der Eintritt zu diesem Park ist frei, es gibt Toiletten und mehrere kleine Cafés. Außerdem gibt es Platz, sehr viel Platz. Dazu gehören verschiedene Spielplätze für alle Altersgruppen, Wege zum Fahrrad, Skateboard, Inliner, Kinderwagen oder Roller fahren. Es gibt tolle Herbstbäume, viele Liegewiesen und viel Platz und Ruhe mitten in Berlin! Ich mag das Grün in Berlin.

Park am Gleisdreick

Gleich wieder ein Grund, sich auf den Frühling zu freuen… Liam fragt mich jeden Morgen, ob es warm oder kalt wird – dementsprechend zieht er sich lang- oder kurzärmlig an. Nach den letzten Tagen schimpfte er, wann es denn mal endlich wieder warm wird. Ach ja.. die Kleinen.

Morgen werden wir zur Babywelt-Messe gehen. Ich freue mich und bin sehr gespannt, wie das für uns drei wird!

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Pack die Badehose ein…

Wir genießen die Kita-Pause sehr!
Wir versuchen, auszuschlafen, wir treffen Freunde, wir schauen uns Familienfilme an, wir essen Eis, wir sind viel im Garten und wir lieben die Sommernächte!!!

Jetzt gerade sind die Kinder mit Oma und den Cousinen auf dem Spielplatz. Und ich versorge ein Vogelbaby, das uns in den Garten gefallen ist. Zwei tote Geschwister mussten wir entsorgen, aber unser Baby ist noch zu fit, um es einfach.. naja, liegenzulassen. Es zappelt und fiept, meine Güte.
Ich kann den allgemeinen Zustand schwer einschätzen, ich hab keine Ahnung, was für ein Vogel das ist und gehe nicht davon aus, dass es bei uns einen Namen bekommen und fliegen lernen wird… Aber solange es fiept und den Schnabel aufsperrt, werde ich mich wie eine Mutter darum kümmern. Ich habe Wasser mit Traubenzucker vermischt und eben hat es zwei dicke grüne Fliegen und einen Regenwurm verschlungen..
Mein Mann, der nicht so begeistert war, aber der mich gut kennt, ging auf Fliegenjagd. Emilian fand zwei Regenwürmer und Liam, der das Baby am liebsten sofort in den Arm nehmen und nie mehr loslassen würde, redet ihm eben gut zu. „Die Mama beschtimmt geschtorbn odaa?“
Ich finde irgendwie, zum Thema „Ja“ sagen und Sommer und so… so ein Vogelbaby aufziehen (oder es versuchen), dass muss man als Familie doch auch mal gemacht haben, oder?
Wir werden sehen.

Was ich euch eigentlich erzählen wollte:
Ich war gestern zum ersten Mal im Strandbad Wannsee!

Wenn wir früher (oder immernoch heute) als Kinder mit unseren Eltern draussen unterwegs waren und an einem See vorbeikamen, dann sind wir schwimmen gegangen. Wir hatten schon Badezeug dabei, meistens, und wir sind auch nicht in jeden Tümpel gesprungen, meistens. Aber von wegen Eintritt bezahlen, um in einen See zu gehen – das kannte ich nicht.

Vom Strandbad Wannsee hatte ich schon einiges gehört. Voller Strand, lange Warteschlangen und so. Dass die Badestellen an und nahe der Havel nicht ganz so sauber sind, wusste ich auch. Die vielen Boote und Schiffe, die vorbei kommen, machen schöne Wellen, aber wie an der Ostsee fühlt man sich noch lange nicht.

Weil Ferien sind, weil das Wetter schön werden sollte und weil wir beide (ohne Männer) nichts vor hatten, verabredete ich mich also mit einer Freundin für 10:00 Uhr am Wannsee.

Von uns aus fuhren wir 20 min. bis dahin. Für einen Ausflug an den See, mit Kindern, ist das eine wunderbare Zeit!
Auch kurz nach zehn an einem Mittwoch mussten wir vor den Kassen in der Schlange stehen. Aber wir bekamen ein Familienticket (2 Erwachsene und 5 Kinder), Liam musste nicht bezahlen und wir mieteten uns sogar noch einen Strandkorb.

Hinter den Kassen, mit Sicht auf das Strandbad und den Wannsee, fühlte ich mich irgendwie sofort wie in eine andere Zeit versetzt, so als würden uns sofort Badekappen und diese riesigen Badeanzüge angezogen werden. Das Strandbad sieht aus, wie es wahrscheinlich immer aussah und es fühlt sich so kultig an!

Dass es in der „Ladenstrasse“ aufblasbare Flugzeuge vom Film „Planes“ zu kaufen gibt und wie viele Menschen eigentlich Tattoos tragen, erinnert mich dann daran, dass es nicht Anfang 1900 ist, denn seit dieser Zeit ungefähr gibt es das Strandbad.

Bis nach 17:00 Uhr verbrachten wir dort eine wunderschöne Zeit. Der Strand ist riesig, voller Menschen, aber gestern war es nicht zu voll. Wir saßen in einem dieser blau-weiß-gestreiften Strandkörbe, spielten mit einem Wasserball von „Nivea“ (wie passend!), aßen Brezeln, Äpfel und Bouletten und fühlten uns so richtig wohl in unserem Berlin.

Die Menschenmassen, die von der S-Bahn oder vom Parkplatz auf ihr Handtuch plumpsen und Punkt 12 nach Pommes und Currywurst anstehen, gehören genauso hierhin wie die regelmäßigen Ansagen der Frau Bademeister, die die Halbstarken bittet, „nich von die Plattfoarm der Wassarutsche zu spring“. (Na gut, das war übertrieben. Sie hat fast hochdeutsch gesprochen…)

Wir haben es genossen!
Es war bewölkt, aber schön warm. Ein paar Sonnenstrahlen haben uns aber doch verbrannt. Das Wasser ist lange sehr flach und für meine Nichtschwimmer-Jungs war das perfekt!

 

 

 

Die Formen für diesen Sand-Saurier lagen vor ein paar Tagen zusammen mit vielen anderen Buddelsachen in einer blauen Karstadt-Tüte in unserem Garten. Wir haben keine Ahnung, wann und wie sie dorthin kam.

Wenn irgendjemand genau diese Buddelsachen vermisst: Hier sind sie gelandet!

Wenn die Tüte so still und heimlich hier ankommen sollte oder eines Nachbars Enkel aus dem Buddel-Alter raus ist: Vielen Dank! Meine Jungs freuen sich!

Der Tag gestern wurde mit italienischer Pasta von Freunden, Prosecco und Kerzenschein abgeschlossen und geht als glücklicher Sommertag in die Familiengeschichte ein!

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Szenen aus unserem Alltag 2

Ich finde diese Überschrift ganz passend. Dann kann ich einfach alles, was mir durch den Kopf geht, was wir erlebt haben und was nicht in eine andere Kategorie passt, aufschreiben.

 

* Hinter uns liegen vier volle Tage Sommerbibelschule. (Vacation Bible School, VBS)
An den vier Tagen gab es für vier Stunden (8:30 Uhr – 12:30 Uhr) ein absolut perfekt durchgeplantes Programm. Der Hauptteil galt den Schulkindern, wir liefen mit den 0-4jährigen so halb nebenher.. Am Anfang war ich völlig überfordert! Meine Kinder auch. Es war einfach überwältigend. 2200 Kinder und 1300 Mitarbeiter! Ohne die verschiedenfarbigen Halstücher hätten wir unsere Kinder niemals in der Masse behalten können. Nicht ganz so viel Wert wurde auf Pädagogik gelegt. Die Hauptsache war: Die Gruppe bleibt zusammen und hat Spaß! Dass die 2jährigen völlig überfordert waren, ihre Mamas vermissten, die Musik zu laut fanden und mit zu vielen fremden Leuten unterwegs waren, war nicht so schlimm.  Mich hat es anfangs umso mehr belastet. Aber das wurde dann meine Aufgabe: Ein bißchen Mama für alle sein – in allem Gewusel. Keine Frage, dass ich großen Respekt vor den Machern hinter der VBS habe. Dass bei 2200 Kindern an 4 Tagen keine Langeweile aufkam, sondern sich die Angebote noch toppen, muss man erstmal hinkriegen. Die Kirche hat keine Kosten und Mühen gescheut und es hat gerockt! Eine Band hat an jedem Tag ordentlich Stimmung gemacht, die Lieder wurden mit Bewegungen (ähnlich Gebärdensprache) begleitet und immer wiederholt. Letztendlich ging es darum, zu zeigen, das Kirche cool ist! Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn 2000 Kinder ihre Hände synchron bewegen und zu Jesus singen, wie sehr sie ihn lieben! Ich habe Eltern beobachtet, die einen Brief aus dem Rucksack ihres Kindes holten, ihn öffneten und lasen: „Celebration for the new believers (Feier mit den neuen Gläubigen). Dein Kind hat heute folgenden Satz nachgesprochen und eine Entscheidung getroffen!“ Und die Eltern hatten Tränen in den Augen…
Unseren Jungs fiel es am Anfang schwer, in der Gruppe zu bleiben und mitzumachen. Sie verstehen eben fast gar nichts und das macht es -auch für die Mitarbeiter- schwer. Ich war an jedem Tag in Liams Gruppe, Emilian blieb ab dem 2. Tag fast alleine und wir sind SO STOLZ auf ihn. Ich weiß, alle Mamis sagen sowas: Aber ich bin mir sicher, er ist in den 4 Tagen gewachsen! Heute, am 4. Tag, wären die Jungs so richtig drin gewesen. Emilian summt die Lieder und macht die Bewegungen nach. Er denkt sich sogar passende Bewegungen für unsere deutschen Lieder aus! Liam sang den ganzen Nachmittag eine Zeile immer wieder und versuchte sich auch vorsichtig in kleinen Bewegungen. – Egal, jetzt ist es vorbei. Ich hoffe, wir treffen ein paar Kinder aus den Gruppen im Kindergottesdienst wieder. Und ich habe gelernt, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, ins kalte Wasser zu springen…

Meine beiden Piraten:

Emilian  Liam

Abschiedstag mit mehr als 10 Hüpfburgen:

Hüpfburg

* Die Überleitung nehme ich doch glatt nochmal: Pool.
Gestern saß ich mit den Jungs im Pool und sah zwei Männer, die die Mülleimer leerten. Als sie dann auch noch den Grill und die Duschen checkten, war ich mir sicher, dass sie irgendwie zum Pool-Personal gehören mussten. Ich fasste mir ein Herz und erzählte ihnen mein Problem. Freundlich und hilfsbereit, wie Amerikaner meist so sind, knieten sie sich sofort vor die Luke und versuchten, im Schweiße ihres Angesichts, sie zu öffnen. Nachdem sie aus dem Auto noch ein Werkzeug geholt hatten, gelang es ihnen. Das Fach war leer. Sie sagten mir aber, dass es normalerweise eine „Lost & Found Box“ (Fundkiste) an Pools gäbe – an diesem vielleicht noch nicht, weil der sehr neu sei. Dreimal in der Woche würde aber ein Pool-Boy hier saubermachen und bestimmt hat er unser Zeug. Weil wir gestern schon wieder eine Badehose am Pool vergessen hatten (ich weiß ich nicht, was hier los ist!), hinterließ ich dem Poolboy heute eine Nachricht und hoffe, dass wir unsere Sachen bald wieder haben!

* Nochmal VBS:
Die Tochter meiner Freundin war auch in Liams Gruppe. Ihr fiel es sehr schwer, sich von Mama zu trennen, besonders weil Mama Leiterin von allen Gruppen war und somit immer wieder zu sehen war. Ich versuchte, ihre Freundin zu werden, und es klappte. An Tag 2 sprang sie von Mamas Arm und lief auf mich zu. Ich war so froh, dass ich die Mama entlasten konnte und wenigstens ein Kind trösten konnte. Liam beäugte die neue Freundin noch etwas zurückhaltend und war natürlich eifersüchtig. Wenn sie mir einen Keks beim Frühstück abgab, gab er mir zwei. Teilweise trug ich sie beide, rechts und links auf dem Arm und wir hatten unseren Spaß.

* Seit ein paar Tagen fährt unser Auto stolz mit den Deutschland-Überzügen am Rückspiegel rum. Ich glaub, wir sind die einzigen, die sowas haben. Als wir letztens ins Auto einsteigen wollten, hielt ein anderes Auto an und der Typ drehte seine Scheibe runter und sagte uns, dass der die Dinger „awesome“ fände. Yeah.

* Gestern wartete ich mit den Kindern am Auto, weil mein Mann noch im Shop war. Mit zwei Taschen auf den Schultern versuchte ich, den Einkaufswagen weiter leerzuräumen. Eine Mitarbeiterin kam angelaufen und fragte, ob ich Hilfe bräuchte. Ich sagte, dass ich hier nur auf meinen Mann warten würde. Da sagte sie: „Oh okay, ich dachte nur, du mühst dich hier ab…“ Inzwischen bin ich wirklich der Meinung, dass hier sehr freundliche und aufmerksame Menschen leben. Wir bekommen so viele freundliche Worte von Fremden…

* Emilian stempelte heute vor sich hin und als er sich sein Kunstwerk ansah, kam ein kleines „Wonderful“ über seine Lippen. Jawoll, es wird!

* Shred… Ich bin bei Level 2, Tag 5. Glaube ich. Ich komme nicht mehr ganz mit. Ich bin so begeistert, welche Wellen dieser Eintrag geschlagen hat! Immer mehr von euch probieren es aus, sogar in Amerika! haha (This is for you, Lisa! Keep on moving! Thank you for reading my blog!) Level 2 fällt mir schwer und ich muss meinem inneren Schweinehund jeden Abend einen Tritt geben. Man arbeitet bei den Bewegungen an anderen Schwerpunkten, z.Bspl. Schultern und Bauchmuskeln. Ich sehe nicht so deutliche Unterschiede wie in Level 1, aber ich werde beweglicher. Bei einigen Übungen wechsle ich wieder zu Anita und mache die einfachen Übungen, bei anderen halte ich mich weiter an Natalie. Ich brauche noch immer Pausen und bei einigen Bewegungen stelle ich mich ganz frech vor den Bildschirm, trinke was und bewege mich gar nicht! Aber es wird… Mit Turnschuhen tun mir die Füße auch nicht mehr so weh.

* Während wir in der VBS-Gruppe bastelten, kam eine Mitarbeiterin auf mich zu und erzählte mir ganz aufgeregt, dass es eine andere deutsche hier gibt, die uns unbedingt treffen will. Ich wurde sofort hellhörig! Ihr fiel weder der Name, noch der Bereich ein, in dem die Frau arbeitete. Weil sie aber so aufgeregt für uns war, kümmerte sie sich darum und kurze Zeit später kam dann „die Deutsche“ in meinen Raum. Wir redeten kurz. Sie ist Deutsche und kommt aus Siegen. Ob ich Siegen kennen würde, fragte sie… Sie hat einen Amerikaner geheiratet, lebt jetzt hier und unterrichtet Deutsch an einer Highschool. Sie hat eine Tochter, die 18 Monate alt ist… und einen Sohn. Der ist 4 und heißt Liam. Und er soll unbedingt deutsch lernen, weil ausser ihr spricht nämlich keiner deutsch mit ihm. Ich war sprachlos. DANKE Gott!

* Gestern ist etwas sehr Interessantes passiert:
Wir saßen zu fünft an einem Tisch in der Kirche und aßen. Plötzlich klingelte das Handy eines Freundes, sehr laut und schrill, aber er drückte es sofort aus, weil wir gerade redeten. Ich hätte gar nicht weiter darüber nachgedacht.. Aber dann gab mein Handy plötzlich auch einen schrecklich lauten Alarm von sich, obwohl der Ton ausgeschaltet war. Ohne richtig zu lesen, was auf dem Display stand, drückte ich es weg, weil der Ton sehr unangenehm war. Bei meinem Mann und bei den beiden anderen Freunden passierte das nochmal. Sie reagierten eher gechillt und legten die Telefone wieder weg. Mein Mann las, was auf seinem Display stand irgendwas mit „Huntington Alert“. (Huntington Alarm. Das ist ein Ort in der Nähe.) Er fragte die Freunde, ob sowas bei ihnen auch stehen würde. Und als sie kapierten, dass wir keine Ahnung hatten, was das gerade war, erklärten sie es uns.
Der Alarm nennt sich auch „Amber Alert“. Habt ihr davon gehört?
1996 wurde die 9jährige Amber in Amerika entführt und 4 Tage später tot gefunden. Der Mord ist bis heute unaufgeklärt. Ambers Familie engagierte sich sehr und setzte sich u.a. für strengere Gesetzesauflagen ein. Daraus entstand der „Amber Alert“, den es auch in Deutschland gibt.

„Seit seiner Einführung im Jahr 1996 wurde bereits mehr als 640 Kindern, die Opfer einer Entführung wurden, das Leben gerettet. Das Ziel des AMBER Alert ist hierbei die möglichst schnelle und umfassende Alarmierung der Bevölkerung zu einem aktuellen Vermisstenfall, an dessen Ende die sichere und zeitnahe Auffindung des vermissten Kindes steht.“
http://www.vermisste-kinder.de/amber-alert/

Ist das nicht krass???
In Deutschland könnten 8 Millionen Menschen innerhalb von 3 Stunden nach Auslösung des Alarms erreicht werden. Unser Freund erzählte, dass dieser Aufruf in Amerika auch auf Bildschirmen an Strassen oder an der Autobahn gezeigt wird, sodass auffälige Personen sofort gemeldet werden können. Das hat uns sehr beeindruckt.

* Morgen hat Amerika frei!
Es ist der 4. Juli.. Unabhängigkeitstag! Amerika flippt schonmal aus, was Deko-Verkauf oder überhaupt Verkauf von Dingen in blau-rot-weiß angeht. Es gibt sogar „July 4th Sale“, als Rabatt am morgigen Tag. Wir haben keine Ahnung, was uns erwartet. Ich werde berichten.

Amerika-Kuchen:

Kuchen   Kuchen

 

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