mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Mit Kindern durch das Jahr

Ich möchte die Zeit zwischen den Jahren nutzen, um euch in ein neues Projekt von mir einzuweihen. Ich träume schon lange von so einem Projekt – für die Kinder und für mich und überhaupt für unsere Familie. Bis jetzt war ich zu faul waren die Kinder noch zu klein oder ich habe zu spät dran gedacht… aber jetzt geht’s los und ich bin schon ganz aufgeregt!!

Das Projekt wird heißen:

Mit Kindern durch das ganze Jahr

Bäm!
Das isses.
Ist jetzt nicht umwerfend und ich bin auch bestimmt nicht die erste Mama, die auf diese Idee kommt… Aber seitdem mir dieser Gedanke wieder (diesmal rechtzeitig im Dezember) in den Kopf geschossen kam, bin ich ganz begeistert und kann den Januar kaum abwarten. Bzw. den April, weil die Monate in Kalifornien zählen nicht. Meine Idee klappt nur in Deutschland. hihi

 

Also:
Ich kenne mich und weiß, dass ich gut im Pläne machen und weniger gut bis schlecht im Umsetzen bin, eben die typische Pinterest-Mom. (Anderes Thema) So habe ich mir also eine Liste gemacht, habe die 12 Monate aufgeschrieben und dann zu jedem Monat
Garten:
Küche:
Wohnzimmer:

Bedeutet:
Ich möchte erstmal für jeden Monat eine Idee für draußen, ein Rezept und eine Bastel-/Deko-Idee sammeln.
Dazu passende Musik, Filme und Bücher.

 

Bei Frau Frische Brise sehe ich immer am Anfang des Monats, wie schön sie eine Monatskarte (nicht die von der Bahn) und dazu kleine, monatstypische Gegenstände auf ihren schönen sauberen Schrank stellt.
Beispiel November Ich finde das so schön!

 

Ich erhoffe mir von diesem Projekt:

– dass wir aufmerksamer und dankbarer durch das Jahr gehen. Ich bin nicht unbedingt die, die Nachhaltigkeit und Gemüse-Anbau und Lasst-uns-durch-den-Regen-tanzen und sowas groß schreibt…, aber ich sehe das Interesse meiner Kinder am Garten, am Wetter, an den Pflanzen, am Kreislauf des Lebens. Und das möchte ich bestärken. Und mit ihnen lernen.

– dass wir zusammen neue, gesunde Rezepte kennenlernen, die uns Vorfreude auf jeden neuen Monat machen, die uns zeigen, was wann wo wächst und die uns dankbar über die schöne, leckere Vielfalt in Gottes Schöpfung machen.

– dass ich persönlich die Monate Oktober – Februar (minus Dezember) ein kleines bißchen mehr zu lieben lerne und das Schöne in ihnen finde, dass sie haben. Bestimmt.

– dass wir neben unseren Himbeeren und Kirschen und Holunderblüten (vom Nachbarn) mehr Schätze in unserem eigenen Garten säen und dann ernten können!

– dass wir zusammen mit Liedern, mit Bildern und Deko die unterschiedlichen Schwerpunkte, Farben und Besonderheiten jedes Monats sammeln.

 

Diese Sammlung wird klein anfangen und erst mit den Jahren größer werden. Wenn Emilian und Liam später selbst Kinder haben, werden sie sich an jedes Lied und an jedes Kinderbuch erinnern! So geht es uns Eltern gerade. Und das ist mein Wunsch für meine Söhne.

 

Bis jetzt habe ich im Internet tatsächlich nicht viele Informationen gefunden, die ich nutzen möchte.
Es gibt das Buch, „Mit Findus durch das ganze Jahr“, was ich theoretisch allein aus Liebe zu Pettersson und Findus kaufen könnte, aber die Ideen aus dem Buch würden eher zu einer Mama passen, die den Garten und die Küche über alles liebt – und so eine bin ich eben (noch) nicht.
Dann gibt es in paar Bücher für Kindergartengruppen, in denen es Basteleien und Bewegungsspiele gibt… Es gibt die Jahreszeiten-Wimmelbücher, die ich toll finde. Wir finden sowieso alles toll, was wimmelt… Die vier Bücher habe ich gleich auf unsere Amazon-Wunschliste gesetzt. (Kleiner Tipp: Die Liste findet ihr da oben rechts.. falls ihr sie mal braucht 😉 )
Von genau dieser Liste kam völlig unerwartet ein Buch für die Kinder zu Weihnachten hier an. Danke an Tante und Onkel aus Berlin!  „Wie lang ist ein Jahr?“ gehört uns jetzt und es passt perfekt zu meinem Plan!

Und dann gibt es Filme und Musik.
Rolf Zuckowski zum Beispiel. Seine Lieder kennt doch jeder irgendwie. Er hat ein paar Jahreszeiten-CDs zusammengestellt, die ganz toll sind. Wir als Kinder hatten nur eine Kassette von ihm, aber die haben wir ordentlich gehört. Und seine Lieder nerven nicht so, haben auch mal Tiefgang und überhaupt Sinn und bleiben echt 20 Jahre im Kopp! Jetzt entdecken wir gerade Spotify (Waaaah!) und die CD „In der Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski kam bei den Jungs so gut an!

Und dann habe ich ja noch Pinterest. Meine Schatzkiste! Für alles.

Ich flippe aus, wenn ich mir vorstelle, was für einen Schatz meine Kinder nach einem, nach zwei und drei Jahren in ihren Köpfen haben! Vielleicht gebe ich dann darüber ein Buch heraus, wenn ich 50 bin…

 

Natürlich werde ich auch mamasbusiness miteinbeziehen, unbedingt! Einmal im Monat, wahrscheinlich am Ende, werde ich eine Vorschau oder Rückschau für euch schreiben und teilen, was wir erlebt haben. Ich kann mir vorstellen, dass das Jahr dann ziemlich schnell an mir vorbeihuscht, weil ich feststelle, wie oft ein neuer Monat anfängt. Aber ich freu mich sehr auf dieses Projekt!

 

Und ich brauche euch dafür!
Von euch würde ich jetzt gern wissen:

* Was sind die Lieder, die Düfte, die Bücher, die Ausflüge, die sofort in euren Kopf springen, wenn ihr an Frühling, Sommer, Herbst oder Winter denkt?

* Was gehört für euch unbedingt zu einer Jahreszeit dazu?

* Was habt ihr mit euren Kindern, Neffen, Nichten, Enkeln gesungen oder gebacken – und was haben euch eure Eltern zu den Jahreszeiten beigebracht?

* Welche Filme seht ihr immer zu Weihnachten, zum Ferienbeginn, zum Geburtstag?

 

Danke!
Ich bin gespannt!

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Erkältungs-Frust

Eigentlich wollte ich gestern einen ordentlichen Frust-Eintrag bloggen.
Gegen die Krankheit, die Eintönigkeit hier und überhaupt.
Aber dann ließ sich der Laptop auf Grund eines Wackelkontakts plötzlich nicht mehr laden und mit 28% Akku wäre ich nicht weit gekommen.
Segen oder Fluch – ich weiß es nicht.

Ich werde trotzdem ein bißchen von unserer Woche berichten, nur heute ist es eher unterhaltsam und mit Sarkasmus gewürzt. Gestern wäre es böser und verzweifelter geworden.

Heute ist der erste Tag dieser Woche, an dem ich nicht bei irgendeinem Arzt war.
Ich habe nicht geforscht, aber meiner Meinung nach sind die Kinder seit dem letzten Herbst krank. Erkältet. Nicht gesund.
Es gab gute Tage, natürlich. Auch Wochen. Aber schleimlösende Mittel gebe ich ihnen seit Monaten.

Am Sonntag Nachmittag bekam Emilian hohes Fieber. Schnupfen und Husten hatten die Kinder schon/noch, aber damit kommen wir inzwischen klar. Das ist normal. Fieber ist dann aber so’ne Sache. Wenigstens keine Ohrenschmerzen. Denn wir haben seitdem mit Nasenspray nicht gespart..
Irgendwie fand ich auch, dass Emilian komisch aus dem Mund roch. Mit einer Krankheit hab ich es aber nicht direkt in Verbindung gebracht… Er glühte und schlief viel. Die Batterien vom Fieberthermometer gaben den Geist auf.
Am Montag sagte die Kinderärztin, sie tippt auf Streptokokken. Belegte Zunge und so. Weil sie meinen Sohn aber nicht mit einem gemeinen Blut-Test quälen wollte, bat sie uns, am Dienstag wiederzukommen. Die Platzwunde, die wir ja auch noch im Gepäck haben, wollte sie sich in der nächsten Woche ansehen. Emilian hütet sie, wie.. eine Wunde eben und als die Pflaster abgingen, musste sofort ein neues drauf. Der Anblick erschreckte ihn wieder.

Emilian ging es dann besser. Beide Kinder röcheln und husten und würgen. Liam hat am Montag und am Dienstag je einmal… seinen Schleim erbrochen. Verschiedene Ärzte haben mir bestätigt, dass kleine Kinder ihren Hustenschleim nicht anders loswerden können. Nun gut. Wenn dann nicht die Mahlzeiten des ganzen Tages mitkommen und auf dem Teppich/im Kinderwagen/auf drei Kleidungsschichten landen würden… Als sich dann gestern beide Kinder gleichzeitig ihres Schleimes entledigen mussten, standen wir dann geübt und vorbereitet zu dritt vor dem Waschbecken.
Ihr seht, ohne Sarkasmus geht das nicht.
Und ich danke einmal mehr meiner lieben Freundin, der Waschmaschine!

Weil es Emilian am Dienstag besser ging, wurde sein Blut nicht getestet. Nebenbei erfuhr ich von meinem Hausarzt, dass wir keine extra Impfungen für Californien brauchen. Auch gut. Ohne neue Medikation zogen wir also durch das herrliche Frühlingswetter wieder nachhause. Wir kauften ein, trafen Freunde in ihrem Garten und quatschten, wir gingen zur Bücherei, um uns neuen Lese- und Film-Stoff zu holen und gammelten so vor uns hin. Das hört sich entspannt an, war es aber irgendwie nicht. Liam musste seinen Mittagsschlaf nach ein paar Minuten beenden, weil er sich und den Wagen vollgespuckt hatte. Beim Einkaufen, beim Auto fahren und in der Bücherei war ich sehr angespannt, weil Liams Nase ununterbrochen lief, weil jedes würgende Husten mich zusammenzucken ließ und – weil Emilian nicht so gut hört. Das ist belastend! Er hat einfach zuviel Druck oder Schleim im Kopp. Dabei ist er sehr aufmerksam und verständnisvoll. Er hängt an meinen Lippen und sagt auch mal: „Du musst lauter reden, Mama!“ Aber beim Auto fahren oder im Dunkeln – geht es gar nicht. Die Einschlafmusik tönt durchs ganze Haus, damit er sie hört. (Er schläft glücklicherweise nach den ersten beiden Liedern ein..) Ich glaube, ich rede zur Zeit allgemein schon lauter. Aber es nervt!

Am Mittwoch fing der Morgen schön an. Die Kinder spielten in liebevoller Zweisamkeit mit ihren Duplo-Steinen. Ab und zu musste ich schlichten und trösten. Liam lernt gerade, dass er seine Liebe nicht zeigen kann, in dem er Emilian ins Auge piekt oder ihm in den Finger beißt. Und Emilian muss lernen, dass er mit „Liam, gib‘ mir das zurück!“ oder „Nein, Liam, ich möchte das nicht!“ viel viel weiter kommt, als mit „Aaaaaaaaah!“ oder „Naaaaaiiiin!“ oder „Maaamaaa!!!“. Aber sie lernen. Na gut, Emilian lernt. Liam trotzt und testet. Manchmal schreit er förmlich danach, erzogen zu werden. Mach ich doch gerne! Wenn ich nicht schon ein großes Kind hätte und sowieso wüsste, dass alles nur eine Phase ist, würde ich durchdrehen. Aber so bin ich ruhig, konsequent und ausgeglichen.
In dem Punkt jedenfalls.

Weiter geht’s.
Am Mittwoch Nachmittag legte ich mich mit Emilian auf die Couch und wir hörten ein Hörspiel. Kann man bei dm runterladen. Emilian liebt das „Lümmel“-Hörspiel! (Und es hat die richtige Länge für mich, um einen Mittagsschlaf zu machen. Ähäm.) Als ich wach wurde, merkte ich, dass Emilian eingeschlafen war. Ich machte das Hörspiel aus und holte Liam aus dem Kinderwagen, weil er rief. Wach war er aber irgendwie nicht und so lagen wir dann zu dritt komatös auf der Couch. Um 15:30 Uhr kam die Oma kurz vorbei. Aber weil keins der Kinder sie richtig wahr nahm, trank sie einen Kaffee mit mir, wir redeten und dann ging sie wieder. Emilian schlief und schlief.. und wurde immer heißer. Das Fieberthermometer hatte neue Batterien und zeigte 39,4°C. Es war ungefähr 16:30 Uhr.
Beim Kinderarzt hieß es: „Hallo, hier ist der Anrufbeantworter der Kinderarztpraxis… Leider rufen Sie ausserhalb der Sprechzeiten an…“
Na toll.
Dann HNO-Arzt. Immerhin hört Emilian ja schlecht und H steht ja wohl für Hals.
Mittwoch, Sprechstunde bis 19:00 Uhr. Yeah!
Die Dame am Telefon war irgendwie gestresst und fragte, wie schnell ich da sein könne.
„In 15 Minuten.. aber.. ich habe gelesen, Sie sind mittwochs bis 19:00 Uhr da?“
„Ja, aber heute sind wir nicht mehr lange da.“
Ich erfuhr dann später, dass es einen PC-Absturz gegeben hat. Na gut, das ist entschuldbar.
Wir waren wirklich die letzten in der Praxis. Die Kinder spielten geduldig im Warteraum. Meine Mama rief an und fragte, ob sie ungefähr in eine Stunde vorbeikommen könnten. Ein Lichtblick!
Die leuchtenden Augen der Kinder zeigten mir, dass sie auch so dachten.

Die Ärztin nahm sich viel Zeit für eine überforderte Mama, die einfach mal reden wollte uns.
Mit beiden Kindern auf dem Schoß saß ich auf ihrem Behandlungsstuhl und war dankbar, dass Emilian alles mit sich machen ließ. Sie diagnostizierte tatsächlichen eine Infektion im Rachen. Tadaa. Antibiotikum! Den Ohren ging es soweit gut, wir bekamen neuen Fiebersaft und wünschten dem Praxis-Team einen schönen Feierabend.

Der Abend mit meinen Eltern war schön.
Ich tankte ein bißchen Kraft, die Kinder tankten sehr viel Großeltern-Liebe und alle waren zufrieden.

Heute verbachten wir einen Shopping-Tag in der Stadt, genossen die Berliner Luft, lösten bei dm die Geburtstags-Gutscheine der Kinder ein und kauften ein neues Kabel für den Laptop. Niemand musste sich übergeben, es musste kein Fieber gemessen werden und niemand erlitt einen Nervenzusammenbruch.
Es gab eine Situation, die einen eigenen Blog-Eintrag verdient hätte.
Vom Glück, draussen und gesund zu sein, beseelt, überkam mich die Lust, mit den Kindern ein Eis zu essen. Weil ich bei unserem Lieblings-Italiener nicht mit Karte zahlen konnte und mich auch nicht in Unkosten stürzen wollte, landeten wir bei McDonalds. Ich kaufte zwei kleine Softeis-Becher mit Schokosauce „zum Mitnehmen“, weil im Restaurant alles voll war…
Und das Unglück nahm seinen Lauf.
„Ich wollte rote Soße!!!“
(Glücklicherweise konnte ich sagen, dass es gar keine rote Soße gab, denn der Mensch hinterm Tresen hatte „Schoko, Karamell oder Vanille“ gefragt und ich hatte „Schoko“ geantwortet. Weil ich dachte, ein Eis macht meinen Kindern Freude. „Zum Mitnehmen“ hieß dann „Vor dem Geschäft, im Kinderwagen“. Ich löffelte schnell die oberste Schicht von Liams Eis weg – und beinahe wäre mir der Becher um die Ohren geflogen. Wie konnte ich nur! Und ich dachte, ein Eis macht meinen Kindern Freude. Liam brüllte mich an, konnte aber seinen Eisbecher nicht richtig festhalten, wollte auch nicht gefüttert werden.. Sehr ungünstig. Emilian merkte, dass Schokosauce doch schmeckte. Über die Eisflecken auf der Jacke und über die Blicke der Passanten sah ich hinweg. Dann wurde es ihm zu kalt und das Eis wurde ihm zu flüssig.
Damit das jetzt nicht doch ein eigener Eintrag wird… Ratet, wer beide Becher leergegessen hat?!
Und ich dachte, ein Eis macht meinen Kindern Freude.

Liam schlief danach auf der Stelle ein.
Auch Emilians Laune besserte sich schnell und dem Tag folgte ein schöner Abend.

Ich könnte noch viel mehr schreiben.
Über die Brüder. Wie sie sich lieben und nachahmen.
Über Liam. Wie er trotzt und schelmt.
Über Emilian. Wie er weise spricht und seinen Geburtstag plötzlich kaum noch abwarten kann. Am Morgen habe ich gesagt, dass wir den Kalender bald zu März umdrehen – und das kleine Geschenk von dm hat die Vorfreude dann endgültig geweckt!
Aber dazu später mehr.

 

Damit der Beitrag in Friede und Freude endet, schreibe ich die neuesten Kindersprüche auf:

„Mein Freund aus dem Kindergarten hat auch Husten-Durchfall.
Dis is, wenn man spucken muss.“

Beim Obst-Essen spielen und fantasieren die Jungs, statt zu essen.
Ich: „Was macht ihr denn eigentlich da???“
Emilian: „Wir faulen einfach nur rum.“

„Mama! Ich hab aus Duplo ein echtiges richtiges Boot gebaut!!“

Oma sucht mit Emilian ein Buch, dass sie vorlesen kann.
Bei einem sagt er:
„Oh oh.. Ich glaube nicht, dass ich das Buch angucken kann. Da ist ein Fuchs drin!“

Ich habe mir vorgenommen, Cookies zu backen. Emilian liebt das. Er steht von seinem Jim Knopf-Film auf, um mir beim Backen zu helfen! Als er dann auf dem Stuhl steht und der Küchenmaschine beim Teig-rühren zuguckt, ruft er: „Mama, hilfst du mir?“
„Wobei denn?“
„Na.. beim Zuschauen.“

Aus dem Nichts fragt er:
„Mama, was heißt ‚abwehren‘?“
Auf so eine Frage frage ich erst immer, woher er das Wort kennt, um den Zusammenhang zu verstehen.
„Wer sagt denn dieses Wort?“
„Na alle.“
(Wollt ihr wissen, woher es kam?
„Da hat das rote Pferd – sich einfach umgekehrt –
und hat mit seinem Schwanz – die Fliege abgewehrt…“)

Abends aus dem Bett ruft er:
„Ich hab da irgendwelche Krümel in der Hand, die mich stören.“
Es stellte sich heraus, dass sein Arm beim Liegen eingeschlafen war…

Nach dem Spielen mit dem TipToi-Buch teilt Emilian sein Wissen mit uns.
„Bei den Seepferdchen bringt das Männchen die Babys zu der Welt.“

Emilian versteht nicht ganz, warum er in dieser Woche gar nicht in den Kindergarten kann.
„Ich bin gesund! Ich huste alle nich an.“

Im Kinderzimmer sage ich: „Hier stinkt aber was!“
Emilian: „Ja! Ich bin’s wohl nicht!“

Als ich einem Freund von Emilians Unfall berichte, sage ich: „Und dann hat er gespuckt…“
Emilian: „Nein. Ich hab gekotzt!“

Heute beim Einkaufen zeigt mir Emilian, dass er Blut am Finger hat. Ich gucke kurz und sehe, dass seine Lippe blutet. Die ist sehr rau und trocken durch die Krankheit.
Ich sage: „Da, du blutest an der Lippe.“
„Ja, weil ich hab ein bißchen Körper abgerissen.“
Kurze Pause.
„Ich will zum Arzt!“

Und kurz vor dem Einschlafen sagte er lächelnd:
„Mama, es ist schön, im Frühling Geburtstag zu haben…. ich möchte auch mal im Winter Geburtstag haben!“

 

 

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Neue Sprüche

Wir sind eingeschneit, frieren und schniefen. Die Kinder sind gesund, ich hoffe, das bleibt jetzt so! Dafür hat „es“ jetzt aber mich erwischt. Ich trinke einfach die Hustensäfte aus, die mir die Kinder übrig gelassen haben…

Liam hat mich heute überrascht. Es war natürlich noch kein richtiger Kinderspruch, aber er hat ein anderes Wort als „Mama“ und „Papa“ gesagt, weil er etwas Bestimmtes von mir wollte. Und er hat nicht gezeigt oder „Mh mh“ gesagt. Ich war sehr stolz!
Aber erstmal neues Gequatsche vom Großen:

Wir sind im Auto, unterwegs nach Teltow.
Emilian schlägt vor: „Wir könnten auch mal mit dem Laufrad nach Teltow fahren, das ist schneller…“
Papa: „Ja… aber nicht schneller, als das Auto.“
Emilian: „Doch! Es rast!“

Emilian fummelt irgendwas am Tisch herum, dabei sagt er:
„Ich pul hier die Fusseln ab und lass sie liegen und einer räumt sie weg… und wer isses? Du Mama!“

Und irgendwann sagte er etwas, was mich auch überraschte. Ich dachte nämlich, dieses, was er dort entdeckte, würde ihm irgendwann mal vorgemacht werden und diese andere Person würde ich dann böse angucken können…
Jedenfalls sagte er: „Mir schmeckt Popel gut, weil dis schmeckt nach Salz.“

Als wir vor ein paar Tagen Stromausfall hatten, war Emilian ganz schön betroffen von dieser neuen, unbekannten Situation.
Und so fragte er: „Geht auch nicht der Toaster?“
„Nein.“
„Dann können wir auch kein Toast essen.“
„Richtig.“
„Wir können aber Brot essen.“
„Ja.“
„Aber ich mag leider kein Brot…“

Beim Mittag pickt Emilian zwischen den Nudeln herum und sucht Mais.
Er sagt: „Wow, mit so viel Mais habe ich ja gar nicht gerechnet!“

Und jetzt Liam:

Liam weiß ganz genau, in welchem Schrank unsere Süßigkeiten sind. Und so steht er ab und zu mal winselnd und zeigend davor und bettelt. Weil er schon gefrühstückt hatte, gab ich ihm heute nur ein paar Müsli-Smacks in einem kleinen Teller. Er futtert die gern zwischendurch. So nahm er sich also sein Tellerchen und krabbelte damit auf dem Boden herum. Dann lief er plötzlich vor den Kühlrschrank, zeigte aufgeregt darauf und sagte immer: „Ch ch ch.“ Ich verstand überhaupt nichts und wusste aber, dass er irgendetwas ganz bestimmtes meinte. Er tippelte weiter vor dem Kühlschrank herum und zischte sein Geräusch. Dann endlich fiel mir etwas ein und ich fragte: „Möchtest du Milch?“ Ja! Das war es! Zu den Smacks gehört Milch! Liam strahlte mich an. Und ich war beeindruckt von seinem „Satz“.

 

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Ein guter Tag

Heute ist nicht der 12. und ich werde keine 21 Bilder für euch haben.
Aber irgendwie war heute ein guter Tag und ich habe Fotos gemacht.

Mein Wecker klingelte um 7.00 Uhr und es fällt mir in dieser kalten Dunkelheit so schwer, aufzustehen…

Die Kinder schliefen lange. Es gab einen schnellen Kakao, Emilian wurde in den Kindergarten gebracht und auf dem Rückweg besorgte ich mir einen Eimer Streusalz. (Ich habe ihn natürlich gekauft, nicht „besorgt“.) Während ich also streute, legte sich Liam im Flur, noch angezogen, auf unsere unterste Treppenstufe und summte „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ vor sich hin. Ich wäre mehr als überrascht, wenn er das Naturgeschehen im Garten mit dem Lied in Verbindung gebracht hat – das denke ich aber nicht. Mir ist eher aufgefallen, dass er immer, wenn einer von uns das Wort „Schnee“ oder „geschneit“ sagte, zu Summen anfing. Trotzdem: Schlaues Kerlchen!

Unsere Kaffeemaschine muss zur Reparatur und ihr Fehlen hinterlässt eine häßliche Lücke in unserer Küche. Also habe ich mir den Toaster und den Wasserkocher geschnappt und geputzt, entkrümelt und entkalkt. Jetzt sind die Geräte auch wieder als solche zu erkennen. (Das erste Toast nach der Säuberung kam mir deutlich heißer als sonst vor…) Ausserdem wurde eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine gestopft und unser „Obst-Tablett“ ist wieder bunt und voll!

Liam lief den ganzen Weg zum Kindergarten allein. Hin und zurück auch. Ganz leise und andächtig lief er – und suchte sich die Flächen, auf denen noch niemnad gegangen war. Faszination! Er kicherte vor sich hin, wenn ich anhielt, um mir den Schnee von den Schuhen zu stapfen. Auf dem Rückweg stapften dann beide Jungs durch den neuen Schnee. Als wir wieder zuhause waren, suchte ich unsere Schneegeräte und den Schlitten aus dem Schuppen. Emilian versuchte, Liam auf dem Schlitten durch den Garten zu ziehen.

Weil es schon halb zwei war, verzichtete ich auf ein Mittag und es gab Brot und saure Gurken.
Liam liebt saure Gurken.

Während der Mittagspause fiel im ganzen Haus (und im ganzen Stadtteil, wie ich von Vattenfall erfuhr) der Strom aus. Als es langsam kälter wurde und ich mich nach  meinen Kaffee sehnte, gab es plötzlich wieder Strom.

Die Kinder gucken gerade einen Film von Jim Knopf und Lukas. Und gleich werden wir zusammen unser Vogelhaus in den Garten hängen.

 

       

      

 

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Wo sind die Jahreszeiten, wenn man sie mal braucht?

Ich habe etwas Komisches festgestellt: Ich kann mich nicht richtig über die Sonne freuen.
Zum ersten Mal überhaupt bin ich verhalten.

Ich liebe die Sonne!
Sie hat mich im September, Oktober, November, Dezember überrascht und hat mir so gut getan.
Es war fast immer hell, die Herbstblätter haben geleuchtet, der Himmel strahlte.
Jetzt ist Januar. Und jetzt bricht der Frühling in Berlin aus. Im Kindergarten, in den Arztpraxen, in den Haushalten stehen Tulpen. Mein Herz sehnt sich nach Frühling – aber irgendwas hält mich zurück. Entweder, weil die Freude nach dem Winter noch größer wäre und sich verdienter anfühlen würde… Oder, weil ich einfach vermute, dass da noch was kommt. Ich stelle die Winterschuhe noch nicht zurück. Ich putze die Fenster nich nicht von aussen – das fällt mir nicht leicht. Ich lasse Mützen und Schals noch griffbereit. Ich fege die Terrasse noch nicht sauber. Ich lasse die Weihnachtsdeko noch ein paar Tage hängen… Und irgendwie, ein bißchen, so vielleicht einen Monat lang würde ich mich ja doch über Schnee freuen, also für die Kinder.. und so.

Sonnenschein

 

Ich mag, dass das Wetter die Menschen vereint.
Ja, manche meckern, was das Zeug hält und ziehen sich gegenseitig in die Tiefe.
Aber auch diese Sehnsucht und das Warten und dann die Freude wird geteilt. Im Internet häufen sich die Bilder von Sonnenaufgängen, von Blumen, von blauen Himmeln (ist ja immer derselbe Himmel…), man tauscht sich aus und freut sich wirklich sehr gemeinsam über gutes Wetter!

Winterkind

 

Die Kinder werden gesund und es tut gut, sie wieder hüpfen, lachen und durchschlafen zu sehen.
Es ist Emilian schwer gefallen, sich vor dem Kindergarten von mir zu trennen. Die Weihnachts- und Krankheits-Pause war einfach zu lang. Gestern ging es zum ersten Mal wieder leichter.. das war ein Freitag. Mal sehen, was Montag passiert…
Oft wird ein Wachstum deutlich, nachdem Kinder krank werden. Emilian fragt und erschließt Dinge, die mich wirklich sprachlos machen und auf die ich keine schnelle Antwort habe. Ich dachte früher, mit 3 ist man noch fast Baby. Was soll noch alles passieren, bevor er überhaupt in die Schule kommt? Ich ahne, dass das nicht-durchschlafen, die Still-Koliken, das Zähne kriegen und die Trotzphase nicht das Schlimmste war, was mein Mutterherz ertragen musste.

Liam ist richtig gut drauf!
Er schläft gut, er kommt gut mit den Besitzansprüchen seines großen Bruder klar, er lacht viel und hat seinen Platz in unserer Familie gefunden. Seit dem er „Papa“ sagen kann, sagt er es. Manchmal, weil er weiß, dass Papa dass wir es gern hören, manchmal, weil er einfach seine beiden Wörter, „Mama“ und „Papa“, vor sich hinbrabbelt und meistens aber, weil er seinen Papa über alles liebt. Kommen wir nachhause: „Papa??“, setzen wir uns ins Auto: „Papa brmm brmm?“, klingelt es an der Tür: „Papa??“. Ein schönes Gefühl. Mehr Wörter sagt Liam nicht, denn er kann sich ganz gut mit Zeichen und anderen Geräuschen verständigen. Wir denken aber, dass er mit seinen 22 Monaten kurz davor ist, mehr Wörter zu lernen. Mir ist aufgefallen, dass Liam – das wird auch an den musikalischen Genen liegen – den Klang unserer Wörter anhört und dann summend im gleichen Klang antwortet. So sagt er das Wort nicht – aber wir können er-hören, was er meint. Ausserdem summt er! Alle meine Entchen, Eins zwei drei im Sauseschritt, Schneeflöckchen Weißröckchen, Gott hat alle Kinder lieb, … Ich bin beeindruckt!

 

Gestern waren wir auf einer „Allgäu“-Mottoparty. Ich hatte zum ersten Mal ein Dirndl an!
Ich stand zuhause vor dem Spiegel, während mein Mann, der Held!, mir Zöpfe flocht.
Liam scharwenzelte aufgerget um mich herum, strich mit den Händen über mein Kleid und sagte: „Waoo, Waoo!“
(Auch wieder so ein Klangwort.)

Dirndl

Nachher feiern wir Omas und Schwiegermutters Geburtstag im schönen, kleinen Kreis der Familie.

Habt ein schönes Wochenende!

 

Liam wandert

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