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Heilige Nacht….

Mit einem kleinen Gruß möchte ich mich für die Feiertage verabschieden und euch von Herzen eine schöne, erholsame, gesegnete Weihnachtszeit wünschen!

Nachdem ich gestern Abend – als viele letzte Vorbereitungen getan waren – schon fast dachte, das Baby macht sich auf den Weg… hatten wir eine ruhige Nacht und einen sehr schönen Tag heute.

Allerletzte Besorgungen und Erledigungen wurden heute Vormittag in aller Ruhe geschafft. Weil Samstag war, gab es Pancakes zum Frühstück. Die Aufregung der Jungs stieg mit jeder Stunde.
Gegen 15:00 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Kirche. Auf dem Rückweg scherzten wir, wie schön in Ruhe wir jetzt zuhause ins Bett gehen könnten. Beide Kinder ließen sich so schön ärgern und konnten gar nicht verstehen, wie ich nur die Geschenke vergessen könnte..

Nach der Weihnachtsgeschichte, Kartoffelsalat und Würstchen und einem Lied war der Weg zu den Geschenken frei.
Emilian suchte zuerst sein Geschenk für uns, dann sammelte er Liams Päckchen ein. Und dann stürzten sie sich auf ihre Geschenke.

Wir beide saßen auf der Couch und waren einfach nur sehr glücklich über unsere fröhlichen, gut-erzogenen Kinder, die sich so ehrlich freuten und uns mit ihren Begeisterungs-Schreien zum Lachen brachten.
Was gibt es Schöneres, als ein „WOOAAHH! Das hab ich mir schon immer gewünscht!!!“ zu hören?

In wenigen Sekunden war aus der besinnlichen Heiligkeit im Wohnzimmer ein Schlachtfeld aus Papierfetzen, Lego, Socken und hüpfenden Jungs geworden.
Und seitdem spielen sie… satt, müde und glücklich.

Der Mann hat zur Feier des Tages einen Baumkuchen für mich besorgt und so sitzen wir 4 1/2 hier glücklich im Wohnzimmer – einfach nur mit uns.

Wir werden „Die Eiskönigin“ ansehen und Baumkuchen und Mandarinen essen.. und uns an uns und dem Leben freuen.

Gegen Ende des Jahres werde ich mich noch mit einem Jahresrückblick melden und dann mit dickem Bauch ins neue Jahr rutschen – einfach eine ruhige Kugel schieben!

Danke, dass ihr meine Leser seid!

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Ein besonderes Weihnachten

Ich werde nicht viele Worte über die letzten Geschehnisse in unserer Stadt verlieren. Es wird so viel gesagt, spekuliert, geschimpft und verbreitet.
Aber an der richtigen Stelle fehlen die Worte.
Uns und unseren Freunden und Familien geht es gut, obwohl es sich schrecklich anfühlt, jetzt plötzlich in Berlin und mit Berlin zu trauern.

Zur Weihnachtszeit teile ich sehr gern das Deckblatt der Berliner Morgenpost:

Umso wichtiger finde ich jetzt, das Gute und Schöne zu erzählen. Liebe und Hoffnung zu teilen, statt Angst und Schrecken zu verbreiten.

Ich erzähle euch von einer Weihnachtsfeier im Flüchtlingsheim.

Solche besonderen Feiern zu Weihnachten gehören zu meiner Kindheit. Wir haben oft mit Freunden aus dem Kinderheim, mit Flüchtlingen, mit Alkoholikern und anderen Bekannten gefeiert, die in der Gesellschaft am Rand stehen und zu Weihnachten gern mal vergessen wurden.

Singen in stinkenden Hausfluren, anonyme Tüten mit Kaffee, Seife, Obst und Schokolade packen, ein Lächeln aus Gesichtern sehen, die sonst nicht viel zu lachen haben, Schuhkartons für Kinder in anderen Ländern füllen, um ihnen das erste Weihnachtsgeschenk überhaupt zu bescheren, merkwürdige Gestalten am Weihnachtsabend neben uns unterm Baum zu haben, Essen teilen, Plätzchen in kalten Einkaufspassagen verteilen…

Wir vier Kinder waren immer dabei, es gehörte dazu, diese Leute zu besuchen oder einzuladen. Wenn ich daran denke, wie ich mich jetzt mit meinen eigenen Kindern zum Beispiel in einer Notunterkunft bewege („Fasst das nicht an! Geht eure Hände waschen! Nimm die Finger aus dem Mund! Setz dich bitte nicht dahin! …“), dann bewundere ich meine Eltern, wie entspannt und normal sie uns den Umgang mit „anderen Menschen“ beigebracht haben.

Wir vier wollten gestern zur Weihnachtsfeier in die Notunterkunft gehen, in die wir auch im Sommer regelmäßig zur Teestube gingen. Emilian ließ ich dann aber wegen seiner Erkältung mit Oma zuhause und auch mein Mann blieb im Bett liegen, weil er mal eine Pause brauchte. Ich war mit einer Freundin verabredet, die zum ersten Mal kommen wollte. Zusammen hatten wir Kinderpunsch gekauft und wollten ihn am Abend verteilen.

Liam kam nicht ganz freiwillig mit, aber kurz vor 17:00 Uhr machten wir uns zusammen auf den Weg. Es war dunkel und sehr kalt – fühlte sich ziemlich weihnachtlich an.

Wir parkten vor dem Heim und trafen viele Kinder und Erwachsene, die wir schon kannten, im Hof wieder. Die Tür zum Feierraum war noch abgeschlossen, der Punsch stand in den Wärmebehältern bereit und jemand mit einer Gitarre sammelte die Bewohner in der Mitte des Hofes um einen Kreis aus Kerzen.

Schon durch wenige gewechselte Worte fiel mir auf, wie gut viele Menschen dort inzwischen deutsch gelernt hatten! Mit den Kindern konnten wir uns richtig unterhalten. Und beim gemeinsamen Weihnachtlieder singen war der Text eindeutig zu verstehen. Die leichten Akzente aber machten die deutschen Volkslieder an diesem Abend zu etwas ganz Besonderem.

Nach ein paar Liedern wurden die Kinder ganz aufgeregt, denn die Tür öffnete sich und alle durften in den geschmückten Raum. Es gab einen Weihnachtsbaum, eine kleine Holzkrippe und viele Tische mit Tannengrün, Kerzen, Mandarinen und Keksen – wie es eben in so einem Weihnachts-Raum aussehen sollte. Am Rand standen ein paar Stühle und trotzdem war es kaum möglich, alle in den Raum zu bekommen.
Liam quengelte an mir herum, wir standen hinten und er sah natürlich kaum etwas. Es roch nach vielen aufgeregten Menschen, wir verstanden kaum ein Wort und Liam hatte keine Lust mehr. Ich setzte mich auf den Boden und nahm ihn auf den Schoß.
Ich sah kleine Kinder, die im Sommer noch Babys gewesen waren und jetzt ihre ersten Schritte machten. Ich konnte mich mit einer Mama unterhalten, die mich vorher nur schüchtern anlächeln konnte.
Mir fiel auf, dass viele Bewohner noch immer FlipFlops und zu kurze Hosen trugen.

Ein Mitarbeiter setzte sich hinter die Krippe und brauchte eine Weile, um gehört zu werden, aber mit der Aussicht auf tolle Geschenke, schafften es die aufgeregten Kinder und Jugendliche, der Weihnachtsgeschichte zuzuhören. Bestimmt hatten sie sie in den Schulen schon ein paarmal gehört, denn sie konnten gut folgen. Ein paar kleine Holzfiguren waren Maria, Josef, ein Hirte und zwei Schafe, eine große LED-Kerze war aus Mangel an mehr Figuren ein Engel.

Ich dachte bei mir, dass ich aus Rücksicht auf die Erlebnisse der Geflüchteten die Geschichte ein bißchen vorsichtiger und rücksichtsvoller erzählt hätte… Aber warum eigentlich?
Die weite, beschwerliche Reise der schwangeren Maria, ein großer böser König, kein Platz in den Wohnungen, eine Ruhestätte in einer dunklen, verlassenen Ecke… ist das nicht alles ziemlich genau so, wie die Familien aus Syrien es auch erlebt haben?

Am Ende der Geschichte bat ein anderer Mitarbeiter die Kinder, sich in Ruhe anzustellen. Man hatte uns vorher erzählt, mit wie viel Liebe und Aufwand für wirklich jedes Kind ein Geschenk ausgesucht wurde, in Altersgruppen eingeteilt. Die Kinder sammelten sich hibbelig um den Baum herum, als plötzlich die Tür wieder aufging und ein großer, echter Weihnachtsmann in rotem Kostüm mit Hut und Bart den Raum betrat.
Liam verschlug es die Sprache, noch nie hatte er einen richtigen Weihnachtsmann gesehen. Der Weihnachtsmann sprach leise und ruhig und lieb, wie man sich das so vorstellt. Er begrüßte jede Person mit der Hand und schob sich durch den Raum bis nach vorn zum Baum. Er bat um ein Lied von den Kindern und sofort fingen alle an, laut und aus vollem Herzen „Schneewittchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit?“ zu singen.

Die Mitarbeiter gaben dem Weihnachtsmann danach ein Geschenk nach dem anderen. Es waren volle Schuhkartons, dazu gehörte jeweils ein Schokoladenweihnachtsmann und eine große Tüte voller Süßigkeiten. Die Kartons waren beschriftet und jedes Kind, Jugendliche und auch Eltern wurden mit Namen aufgerufen.
Wenn eine Person nicht sofort reagierte, wuselten alle anderen so lang im Raum, bis sie sie gefunden hatten und zum Weihnachtsmann geschoben hatten.
Jedes beschenkte Kind rannte sofort strahlend zu den Eltern zurück und zeigte den Karton wie einen Schatz. Die kleineren von ihnen stürzten sich sofort auf die Schokolade, die größeren rannten hoch in ihre Zimmer oder zeigten sich gegenseitig ihre Päckchen. Es war ein sehr fröhliches, dankbares, glückliches, lebendiges Gewusel überall.
Liam wartete vergeblich darauf, dass sein Name gerufen wurde, aber ich erklärte ihm, dass wir für unser Weihnachtsfest noch dreimal mehr schlafen müssten.

Die Mädchen schnappten sich die Plätzchen-Teller und rannten über Haus und Hof, um Lebkuchen und Zimtsterne zu verteilen.

Eine Gruppe amerikanischer Besucher bespaßte die Kinder, die über den Hof flitzten. Die Mädchen wurden geschminkt und durften sich die Nägel lackieren lassen, für die Jungs wurden Luftballon-Figuren gedreht. Auch Liam war ganz stolz, als er ein grünes Ballon-Schwert bekam.

Ich freute mich, dass auch Männer und Frauen den warmen Punsch genossen, Plätzchen aßen und redeten und lachten. Einige von ihnen waren im Sommer eher in sich gekehrte Einzelgänger gewesen.
Obwohl es sehr kalt und windig war, war die Stimmung feierlich und festlich.

Ich weiß nicht, wieviele der Bewohner wussten, was Weihnachten für uns ist. Oder ob sie selbst vielleicht bereits Weihnachten gefeiert hatten. Ich weiß nicht, wie viele Geschenke die Kinder in den letzten zwei Jahren bekommen hatten. Ich weiß nicht, ob Kinderpunsch und Lebkuchen und Zimt für fremde Geschmäcker auch festliche Gefühle auslöst…
Aber ich weiß, dass der Abend ein besonderes Weihnachten für mich, für uns, für Berlin war.

„Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt:
Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe! Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“

aus der Bibel, Lukas 2

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Weihnachtsferien!

Die Kinder unserer Kirche haben gestern ein ganz tolles Weihnachtsmusical aufgeführt. Emilian war dabei und wir sind sehr stolz auf ihn. Fast wäre er nicht mit auf die Bühne gegangen… Er hatte nämlich seine ganze Schulklasse eingeladen – und war sehr enttäuscht, dass niemand gekommen war.

Zur Schlafenszeit wurde Emilian immer stiller und wärmer, Liam weinte wegen Ohrenschmerzen – diesmal im anderen Ohr. Und nach einer kurzen, unbequemen Nacht saßen wir vier dann alle beim Kinderarzt. Und so sieht es jetzt hier aus:

Emilian hat Streptokokken und Liam eine leichte Ohrenentzündung im zweiten Ohr. Für das Baby ist es nicht gefährlich – wir tun trotzdem alles dafür, uns nicht anzustecken.

Sobald Liam auch nur einen Tropfen Medizin bekommt, hat er wieder Energie. Er flitzt und tobt und singt und tanzt – auch an einem Montagmorgen, wenn alle anderen vor sich hin träumen.

Emilian wird blass und ruhig, liegt auf der Couch, hört Hörspiele und schläft. Er bekommt Medizin und darf in diesem Jahr nicht mehr in die Schule gehen.
Eigentlich schade, denn die letzten Tage vor Weihnachten sind ja irgendwie auch gemütlich und feierlich. Aber seine Lehrerin ist auch krank und viel wird er nicht verpassen. Wir werden uns ein paar Hefte mit in die Ferien nehmen und müssen dann erst im Januar wieder früh aufstehen. Eigentlich toll!

Gestern wurde ich zweimal gefragt, ob mein Bauch schon „tiefer liegen“ würde. Ich hab nichts gemerkt und von oben sieht es ja nicht anders aus – aber der Gedanke, dass es bald losgehen könnte, macht mich ganz hibbelig.

Ich schreibe mit ganz vielen Freundinnen, die ein paar Tage alte Babys haben. Am Samstag bin ich selbst zum ersten Mal Tante eines kleinen süßen Neffens geworden – und irgendwie bin ich jetzt bereit! Alles hier ist fertig, aufgebaut und gewaschen – einzig Emilians Krankheit und die Tatsache, dass noch Dezember ist, stört ein bißchen.
Aber ich wurde daran erinnert, dass auch die schlimmste Geburt vorbei geht und dass das Ergebnis so süß und lohnenswert ist! Meine Jungs waren ganz entzückt und verliebt, als wir ihnen vom neuen Cousin erzählt haben. Und erst der Bruder…
Ich habe also die wichtigen Zettel für die Geburt im Krankenhaus ausgefüllt und warte jetzt. Ich freu mich richtig!

Wir haben noch keinen Weihnachtsbaum und sind mit der Entscheidung für oder gegen einen Baum noch nicht ganz durch. Es könnte ausserdem sein, dass wir es in diesem Jahr nicht einmal schaffen, auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen…
Und jetzt sind wir krank und hochschwanger – und wir legen viel Wert auf Ruhe. Ich backe nur das leckerste nötigste und koche Glühweingelee, damit ich das leckere Getränk wenigstens kurz riechen kann.
Wir sehen uns Weihnachtsfilme auf Netflix an, hören Pentatonix-Musik, trinken Bratapfel-Tee und genießen Ruhe und Gemütlichkeit.

Um uns und euch mal abzulenken, schreibe ich zum letzten Mal im Jahr 2016 unsere Kindersprüche auf:

* Wir sind im Schwimmbad, ich mit Babybauch. Ich sehe eine Frau, die im Bikini im Babybecken sitzt und ein ganz kleines Neugeborenes auf dem Arm hat. Ich zeige es meinen Jungs und Liam fragt mit großen Augen: „Ist das grad rausgekommen???“

* Wir lesen Yakari und geben uns auch Indianer Namen.
Ich schlage für Liam „Krachender Popo“ vor, weil er gern mal laut durch die Gegend pupst.
Emilian sucht für mich „Glänzender Schmetterling“ aus…
In dem Buch heißt einer „Der der alles weiß“.
Ich frage Emilian: „Wen fragst du denn, wenn du etwas wissen möchtest?“
Seine Antwort: „Also.. meistens werde ich gefragt.“

* Wir reden darüber, warum das Polizei-Licht blau leuchtet. Weil nämlich kaum ein anderes Licht in der Stadt blau leuchtet und so die Polizei-Autos schnell gesehen und wahrgenommen werden.
Ich frage Liam: „Warum leuchten die Lampen bei Polizei blau?“
„Na, weil da blaue Lampen drin sind.“

* Die Jungs spielen mit Papa ein neues iPad-Spiel. Sie kämpfen mit kleinen Figuren gegeneinander. Emilian versucht sich, an seine liebsten „Waffen“ zu erinnern. Er meint „Bazooka und Kanone“ und sagt „Sambuca und Kanone“!

* Liam geht in den Garten und sagt: „Ich bauarbeiter ein bisschen weiter…“

* Ich finde im Wohnzimmer ein kleines Krabbeltier und werfe es in den Müll. Kurz danach bringt Liam mir auch eine tote Kellerassel. Ich bedanke mich und er sagt zögernd: „Aber… ich mag eigentlich nicht, dass wir Tiere tot machen…“

* Ich bezahle meinen Einkauf bei ernstings family. Liam kommt gern mit zur Kasse, weil es da meist Gummibärchen gibt.
Er wird gefragt: „Magst du eine Tüte Gummibärchen?“
Liam nickt.
Er bekommt eine kleine Tüte.
Plötzlich ruft er: „Zwei!!“
Die Verkäuferin lacht und fragt: „Hast du einen Bruder hier?“

* Liam möchte im Kinderzimmer singen und bittet mich, ihm über Bluetooth ein Lied abzuspielen. Ich suche ein paar, von denen ich denke, dass sie ihm gefallen würden, aber er schüttelt den Kopf und sagt: „Es gibt tausend Lieder, die ich kenne. Warum machst du dann die falschen???“

* In einer ruhigen Minute erzählt Liam:
„Wenn wir uns im Morgen-Kreis in der Kita mit Singen begrüßen und alle „Liam“ singen, da bin ich immer schüchtern.“

* Ein anderes Mal puzzelt Liam und schimpft: „Jetzt reicht’s aber mir!“

* Die Jungs spielen an der Weltkarte. Sie raten ein Land mit E. Gesucht ist Estland.
Liam sagt: „Eeeeeine Schweiz.“

* In einem Adventskalender wechseln sich die Jungs mit den Päckchen ab. Liam soll die 7 öffnen. Er findet 9, denkt, es sei die 6 und öffnet sie.
Ich verpacke sie schnell wieder und frage ihn: „Weißt du, wie eine 7 aussieht?“
Seine Antwort: „Klar! Ich hab doch schon Buchstaben delernt. Bist du etwa dumm im Kopf???“

* Emilian ist krank und soll sich ausruhen.
Ich sage: „Komm auf die Couch, damit du nicht alleine bist.“
Liam guckt mich ganz erstaunt an, zeigt auf sein Herz und sagt: „Hä, er hat doch den Geist!“

* Emilian mahlt in der Küche mit Papa Kaffee.
Er sagt entzückt: „Liam, willst du mal riechen? Riecht umwerfend!
Liam fragt: „Also richtig eklig??“

* Am Samstag früh kommt Liam an unser Bett.
„Mama und Papa, ähm, ich hab mal zwei Fragen:
Erstens: Wann pancakest du?
Zweitens: Ich hab fast ins Bett despuckt…“

* Liam ruft abends im Bett: „Mein Körper hat Hunger.“

* Liam spielt mit Astronauten.
Er erklärt mir: „Ein Weltaller hat zu wenig Geld bekommen, er sucht jetzt Goldmünzen.“

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Alltags-Schätze

Liam hat einen Freund zu Besuch, Emilian macht Hausaufgaben und ich ruhe mich auf der Couch aus und berichte von unserem Alltag. Von unserem sehr ruhigen Alltag.

Heute war ich mal einkaufen, während die Kinder in Schule und Kita waren. Ich hab ein paar schöne Geschenke gefunden, aber zwei Stunden laufen reicht mir dann auch.

Emilian beneidet seinen Bruder, der drei Tage krank zuhause bleiben konnte, aber nach den zwei Fehltagen in der letzten Woche hat er deutlich mehr Hausaufgaben und ich hoffe, er denkt nochmal darüber nach.

Wir zählen die Tage bis zu den Ferien!
Emilian lernt viel und ich bin so stolz auf ihn.
Er ist ein fröhliches, beliebtes, aufmerksames Schulkind.


Wir haben über ein mögliches Konzentrations-Problem geredet und ich habe bemängelt, dass er oft Dinge vergisst, die er eigentlich machen sollte. Er sagte, in der Schule kann er sich alles merken, was er machen soll.
Den Eindruck habe ich zwar auch, das hilft mir aber nicht zuhause. Da ist mal wieder eine Belohnungs-Liste fällig…

In Mathe fängt er schon mit ersten Rechenaufgaben an, in deutsch liest und schreibt er ganz ordentlich. Ich liebe es, seine Hefte durchzublättern, seine Schrift anzugucken und seine Sätze zu lesen.

Er  ist fleißig und kaum schusselig, Schönschrift schreibt er vielleicht nicht, aber er ist ein Junge und ich beschwere mich nicht.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ein Kind so schnell Lesen und Schreiben lernen kann. Er ist jetzt groß!
Er kann Einkaufszettel und Briefe schreiben und liest das Buch weiter, wenn ich zu lange Pause mache!

Liam weinte am Sonntag Abend viel, weil er Ohrenschmerzen hatte. Sowas kannten wir bei ihm noch nicht und wussten auch erst nicht, woran wir sind. Liam ist „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ in zwei Sekunden. Er kann brüllen vor Trauer oder Wut – und im nächsten Moment keine Luft bekommen, weil er so sehr lachen muss. Er kann ärgerlich Spielzeug durch die Luft schmeißen oder seinem Bruder in den Rücken beißen – oder er kann ganz allein für die komplette Familie den Tisch decken und Abendbrot vorbereiten. Er kann mit Sonnebrille auf der Nase und Gitarre in der Hand singen, dass die Wände wackeln, minutenlang eine Strophe in Endlosschleife –  oder er kann sich gelangweilt auf den Boden werfen und im Elend der Welt versinken. Er kann in Unterhose auf dem Tisch stehen und Geschichten in blühender Fantasie erzählen – oder er kann vor Schüchternheit versinken, ohne einen Pieps zu sagen.
Liam hat so viel Energie und Stimmung, das reicht für eine ganze Gruppe. Er ist kein Baby mehr – aber muss man sich das bei den jüngsten Kindern nicht auch noch sagen, wenn sie 18 sind?
Liam wird bald 5 und großer Bruder zu werden, wird ihm sehr gut tun. Er liebt das Baby jetzt schon und ich denke, das wird ihm leichter fallen, seinen Platz abzugeben. Er wird in seiner Rolle als Großer aufgehen.

Manchmal finde ich es schade, dass die Schule die beiden Jungs so „getrennt“ hat. Sie lieben und vermissen sich sehr und die Nachmittage verbringen sie zusammen, aber irgendwie ist jetzt was anders. Bei den Hausaufgaben muss Liam verschwinden, damit keiner den anderen ablenkt. Er liebt es, Emilians Stifte anzuspitzen und ist sein persönlicher „Schul-Stift-Anspitzer“. Er schreibt und übt gern mit dem großen Bruder, aber die zwei Jahre sind eben zwei Jahre.

Was auch immer das Baby an neuer Stimmung und Energie mitbringen wird – die beiden Brüder werden sich haben und sich auch brauchen.

Ja.. das Baby.
Wir sind fast mit allen Vorbereitungen fertig und das fühlt sich gut an. Auch, wenn ich noch 4 Wochen Zeit habe, kann man ja den genauen Termin nie wissen. Und falls es eben mal schnell geht, steht das Bett und der Kinderwagen und der Wickeltisch und die Babykleidung bereit.

Die Hebamme und der Arzt sind zufrieden mit allen Entwicklungen. Ich habe Zeit zum Ausruhen und schaffe aber noch viel. Dass sich die Schwangerschaft dem Ende naht, merke ich aber auch und ich bin bereit. Besonders am Abend, wenn ich immer ruhiger werde, wird das Baby aktiv und haut mit Ellenbogen und Knieen um sich. Manchmal zähle ich schon die Abstände, wenn es im Bauch zieht – und manchmal kann ich mich ins Bett legen und durchschlafen, als wäre nichts. Ich bin sehr gespannt!
Im Freundeskreis sind bereits 5 Babys in den letzten Wochen geboren. Auf eins warten wir gerade und das übernächste ist dann unseres!

Die beiden ersten Geburten gingen so schnell und waren „eigentlich okay“ – wenn man das mal mit ein paar Jahren Abstand sieht. Jetzt habe ich nicht richtig Angst, weil ich denke, dass es wahrscheinlich wieder schnell vorbei sein wird, aber Respekt habe ich doch. Das Wann und Wie und Wo ist so unsicher…

Im Moment kann ich es kaum erwarten, mich wieder ordentlich zu bücken, zu drehen, zu bewegen. Und die Freude auf das Kleine wird immer größer!

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Freude spenden.

Habt ihr schonmal einen Persönlichkeitstest gemacht?
Da gibt es ja inzwischen ne ganze Menge, seriös oder eher nicht so.

Es gibt da Tests aus diversen Zeitschriften, die dich und dein Essverhalten, dein Liebesleben oder deine Fitness in Kategorien einteilen.
Dann gibt es die, die deine Launen benennen und dich zu einem bestimmten Typ Mensch ernennen.
Oder die, die dein Verhalten in Gruppen auswerten.
Oder die, die dir helfen sollen, persönlich erfolgreicher zu werden.

Ich hab immer mal wieder Fragen für so Tests beantwortet, denn erstens können sich die Antworten und Auswertungen im Laufe des Lebens ändern, zweitens kann man ja die Fragen auf verschiedene Lebensbereiche (Ehe, Arbeit, Freizeit) beziehen.

Die Ergebnissen dieser Tests haben mir im Großen und Ganzen immer wieder gezeigt und bestätigt, dass ich eine kreative, initiative, äußerst kommunikative Person bin, die lieber mit Menschen, als allein ist, die personenorientiert denkt und handelt und spontan und emotional ist. Und so weiter.

Mir machen solche Tests Spaß, denn es ist ja irgendwie toll, meine „Macken“ da schwarz auf weiss zu einer Kategorie zugehörig zu lesen und zu wissen: „Es ist okay, dass ich so bin. Das entspricht meiner Persönlichkeit. Das ist normal. Es gibt andere, die genauso denken.“

Und dann kam der Birkman Test.
Für den Birkman Test werden zuerst schlappe 300 Fragen beantwortet. Fragen, die merkwürdig erscheinen und teilweise überhaupt nicht auf irgendein Ergebnis schließen lassen. (Damit du beispielsweise mit den Antworten nicht die Auswertung beeinflussen kannst.. soll ja Menschen geben, die sowas machen.)

Zuerst habe ich vom Birkman Test gehört, als ihn alle angestellten Mitarbeiter unserer Kirche gemacht haben und fasziniert, überrascht und dankbar für die Ergebnisse waren.

Viele Persönlichkeitstests zeigen unser Verhalten, das wahrgenommen wird. Die Birkman-Methode zeigt, wie es zu diesem Verhalten kommt, was uns antreibt und motiviert. Das sind unsere „Bedürfnisse“. Erfüllte Bedürfnisse bringen uns zu einem normalen, produktiven Verhalten. Ungestillte Bedürfnisse aber können ein Stressverhalten auslösen.

Ich habe diese 300 Fragen im letzten Jahr beantwortet.
Alle Mitarbeiter unserer Kirche haben ein Birkman-Coaching speziell für Engagement in Kirchen bekommen.
Die Auswertung habe ich in Form eines Heftes bekommen und zusammen mit den Mitarbeitern aus meinem Team angesehen.

Die Themen sind zum Beispiel:
– mein Führungsstil
– gute Motivationen für mich
– mein Arbeits- und Lernstil
– mein Gebets- und Glaubensleben

Wie schon gesagt, unterscheiden sich sowohl die Fragen, als auch dann die Antworten von anderen Tests, die ich gemacht habe. Die Ergebnisse sind teilweise allgemein und könnten gut als Aushängeschild oder Entschuldigung für mein Verhalten genutzt werden.
Aber mir ging es so, dass ich auch erleichtert oder beschämt reagiert habe, oder mich auch ertappt gefühlt habe, als ich durch die Seiten geblättert habe.

Sehr interessant und außergewöhnlich sind die Ergebnisse des Verhaltens und der Bedürfnisse.
Wie ich mich verhalte und wie ich möchte, dass sich andere mir gegenüber verhalten, kann ein riesengroßer Unterschied sein. Und ist kann so erleuchtend und erleichternd sein, das festzustellen, in Worte fassen zu können und als Tatsache nehmen zu können.

Beispielsweise gebe ich anderen Mitarbeitern gern Freiheit bei Entscheidungen und wenig klare Vorgaben. Für mich ist es aber besser, wenn mir direkte Ansagen gemacht werden.

Es ist wirklich umfangreich und es lohnt sich!

Eine weitere tolle Sache ist, dass mit den einmal beantworteten Fragen jederzeit neue Auswertungen zu anderen Lebensbereichen gemacht werden können.

Ich habe inzwischen auch die komplette, allgemeine Auswertung, dann eine Ehe-Auswertung, die unsere Ergebnisse übereinander sieht und vergleicht und neuerdings auch die, die die Beziehung zu meinem Kind ansieht und mich als Eltern-Teil bewertet.
Ich sage euch: Es ist so gut!

Mein Mann und ich haben jetzt schwarz auf weiss, dass sein Normalverhalten genau meinen Bedürfnissen entspricht und -bäm- andersherum genauso. Wir haben uns gesucht und gefunden, Latsch und Bommel, ein Herz und eine Seele.
Natürlich gibt es Felder, an denen wir arbeiten können, über die wir reden sollten und mithilfe denen wir an uns arbeiten können – aber es ist wunderbar, eine Bestätigung für den Weg zu sehen, den wir seit 9 1/2 Jahren!! glücklich zusammen gehen und der uns auf und ab führt.

Die Ergebnisse meiner allgemeinen Auswertung haben wieder gut zu bisherigen Ergebnissen anderer Tests gepasst.
Neu für mich waren aber unter anderem die Auswertungen darüber, wie ich mich anderen Menschen gegenüber verhalte und wie ich aber möchte, dass man sich mir gegenüber verhält.
Das ist fast ein Fass ohne Boden, aber so hilfreich im Umgang mit Kollegen, Familie und Freunden.

Ausserdem steht zum Beispiel meiner Auswertung, dass ich am effektivsten arbeite, wenn ich genug zu tun habe, dass ich besonders auf Situationen anspreche, in denen ich anderen helfen kann, dass eine Unterstützung von anderen mich motiviert, dass ich nicht gezwungen werden sollte, schnelle Entscheidungen zu treffen und auch dass ungewöhnliche Prämien sehr wirkungsvoll sind. (hihi)
Da steht noch viel mehr.
Aber ich stelle mir vor, wie hilfreich es für einen Chef und mich sein würde, das zu wissen. Und ich weiss, dass ich verrückt werde, wenn ich mich schnell entscheiden muss und nicht genug zu tun habe…

Interessengemeinschaften gehören dazu.
Am meisten gehört mein Interesse der Literatur, dem Lesen und kreativen Schreiben (hört, hört) und am allerwenigsten der Mechanik, technischer Verantwortung… ich weiß nichtmal, was damit gemeint ist ;)

Mich hat überrascht und fast genervt, wie oft wirklich in diesen Seiten stand, dass ich Wertschätzung, Achtung, Annerkennung, Wertschätzung und Achtung brauche. Mein Selbstvertrauen verschwindet förmlich, wenn man mich nicht sieht und lobt.
Ich kann nicht behaupten, dass ich nichts davon wusste… aber wer redet denn schon darüber?
Jetzt steht es jedenfalls hier in meinem Zettel! Und jedem, der was von mir will, kann ich sagen, was zu tun ist ;)

Es gäbe noch hundert Beispiele… besonders aus der Eltern-Kind-Beziehung. Für meinen Mann und mich war es wirklich neu und erstaunlich zu lesen, was für Eltern-Typen wir eigentlichlich sind, wo wir uns wohl und sicher fühlen und was unseren Stolz verletzt. Da gibt es jede Menge Redebedarf und habe ich schon gesagt, wie hilfreich das ist?

Die Kategorien sind wieder Normalverhalten, Bedürfnis und Stressverhalten.
Mit der einmaligen Beantwortung dieser Fragen können diese Kategorien immer wieder auf neue Bereiche angewandt werden. Außerdem können meine Ergebnisse mit jeder anderen Person, die den Birkman Test gemacht hat, verglichen und abgestimmt werden.

Warum schreibe ich das alles?
Und wann kommt der Haken, fragt ihr euch vielleicht.

Den „Haken“, falls man ihn so nennen will, gibt es.
Birkman kostet.
Zeit und Geld.
Und vielleicht Stolz und Nerven.

Aber es lohnt sich.
Mehr als „ES LOHNT SICH!“ kann ich euch nicht sagen.
Von ganzem Herzen empfehle ich euch, den „Kosten/Nutzen-Faktor“ abzuwägen und es zu versuchen.
Es tut gut.
Es ist hilfreich.
Es ist nachhaltig.
Es verändert.
Es passt zu jedem Moment des Lebens.
Zu Neuanfängen oder zum Alltag, am Ende eines Lebensphase oder am Anfang einer anderen.

Gibt es Leute von euch, die schon Birkman-Erfahrungen gemacht haben und vielleicht einen Satz dazu in den Kommentaren lassen möchten?

Gerade jetzt zu Weihnachen (und jetzt könnt ihr euch vielleicht denken, warum ich das schreibe) suchen wir wie blöd nach Geschenkideen, die halten, die Wert haben, die weiterbringen und die Freude machen.

Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, eurem Partner, eurer besten Freundin oder euch selbst so ein Birkman-Coaching zu schenken?

Es ist nämlich so, dass zu diesen Auswertungen ein umfassendes, persönliches Coaching gehört – alleine würde man nicht die Hälfte dieser Worte, Diagramme und die Tiefe eben dieser verstehen.
Die Fragen werden online beantwortet und auch die Gespräche hinterher können telefonisch oder per Skype stattfinden. Es ist also nicht nötig, irgendeine Praxis aufzusuchen und hunderte von Zetteln zu beschreiben.

Ich schreibe euch, weil ich einen sehr einfühlsamen, humorvollen, ermutigenden, kompetenten Birkman-Coach kenne.
Er ist täglich mit anderen Menschen im Gespräch, coacht und lässt sich coachen, lernt und gibt weiter, liebt die Herausforderung – und er ist mit mir verheiratet.

www.freudespenden.de 

Ich lade dich ein, über ein Coaching für dich oder als Geschenk nachzudenken. Ich lade dich ein, Birkman kennenzulernen und vielleicht ein Informations-Gespräch zu führen.

Die Weihnachtszeit mit der Sehnsucht nach wertvollen Geschenken und die Neujahrszeit mit dem Wunsch nach Veränderung und Neuanfängen passen so gut dazu.

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