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Die Überraschung

Ich habe versprochen, euch zu erzählen, was uns bei unserer Rückkehr von Korsika völlig aus den Socken gehauen hat.

Als wir zuhause ankamen, war es schon dunkel.

Ich wusste, dass in unserer Abwesenheit kurz ein paar Freunde bei uns übernachtet hatten. Ich freute mich also, in ein Haus zu kommen, das nicht zwei Wochen komplett leer gestanden hatte.

Ich wusste auch, dass meine Schwester da war. Denn ich hatte sie gebeten, auf uns zu warten, die Heizungen anzumachen, Tee zu kochen und eventuell hatte ich angedeutet, dass wir uns über eine Portion Sushi freuen würden.

Wir waren müde, stinkend, genervt und hungrig. Uns war kalt und wir wollten zurück nach Korsika. Ich jedenfalls.

Die Kinder, die natürlich immer zuerst aus dem Auto springen, ohne irgendwas mitzunehmen, waren weg, bevor ich mich richtig abschnallen konnte.
Mein Mann nahm Jari – und ich quetschte mich als Letzte zwischen den Kindersitzen hervor.

Im Garten staunte ich über die heruntergefallenen Blätter, sah unser heimeliges Haus da stehen – und dann hörte ich es schreien:

„Emilian! EMI-LI-AN!! Das ist jetzt kein Traum!
Emilian, komm! Emilian, komm!! (*Stimme überschlägt sich*)
Emilian… das ist jetzt kein Traum, das ist jetzt kein Traum.
Emilian, guck mal! Das ist jetzt kein Traum, Alter!“

Ich, noch in FlipFlops, komme als Letzte ums Haus herum geschlappt und im Lichtschein des Küchenlichtes sehe ich, dass an unserem Baum im Garten… ein Baumhaus hängt!

Und zwar nicht so ein schiefes, morsches Holzteil mit vier Brettern und acht Nägeln, sondern da oben hängt ein Ding, das locker als Designer-Wohnzimmer durchgehen kann.

Meine Schwester hockte gackernd hinter der Hecke und filmte unseren Auftritt – daher weiß ich auch genau, dass Liam wirklich so ausgeflippt ist – und auf der Aufnahme hört man dann auch irgendwann meinen Mann und mich. „Das glaub‘ ich jetzt nicht. Das glaub‘ ich jetzt nicht!!“

*****

Wir hatten uns so darauf gefreut, Jaris Blick zu sehen, wenn er sein Zuhause wieder sah. Das Unwohl-sein im Urlaub hatten wir gespürt und nun wollte ich das Wiedererkennen auch feiern. Gerade bei den Kindern so im Alter von 1 oder 2 fand ich es immer so besonders, das Nachhausekommen zu beobachten.
Und Jari hat es genossen! Natürlich. An allen Tagen seitdem sitzt er eigentlich zufrieden in irgendeiner vertrauten Ecke, klopft mit dem Schuhlöffel auf die unterste Treppenstufe, schmeißt kleine  Gummiwürfel und krabbelt ihnen hinterher oder packt seine Holzbausteine aus und ein.

Aber an dem Abend ging das erstmal unter.
Emilian war oben, bevor ich überhaupt „Baumhaus“ sagen konnte – und Liam war zu sehr damit beschäftigt, seine normale Atmung wiederzufinden. Unten am Baumhaus baumelte ganz romantisch eine Strickleiter, die aber (noch) nicht am Boden befestigt war. Liam brauchte ein bißchen Hilfe beim Klettern (Ich versuchte es auch, aber.. lassen wir das.) – und dann waren beide Jungs oben. 

Alles passierte irgendwie gleichzeitig.

Mir war kalt und ich ging rein. Wie im Rausch schlappte ich durch unsere untere Etage – und stellte fest, dass alles, wirklich jeder Raum blitzblank geputzt war!
Auf dem Wohnzimmertisch stand eine Schüssel voller toller Schätze – mit einer Danke-Karte der Schlafgäste.
Der Kühlschrank war voll! (Danke an die Schwiegermama!)
Die Böden glänzten.
Die Bäder waren geputzt.
Überhaupt funktionierten auch plötzlich Dinge wieder, deren Reparatur wir, naja.. nicht an oberster Stelle auf der Liste hatten.
Und dann dieses Baumhaus…

Irgendwann kamen die aufgedrehten Kinder rein, die wir diesmal nicht ruhig halten mussten und wir trafen uns alle am Wohnzimmertisch, um über die Sushi herzufallen.

*****

Stück für Stück erfuhren wir, was also in den vergangenen Wochen passiert war:

Es ist ja so, dass dieser Baum sich schon sehr für ein Baumhaus anbot. Und wir, mit unseren drei Söhnen, hatten gerade im letzten Sommer natürlich immer mal wieder darüber nachgedacht.
Aber Zeit und Geld… ihr kennt das.

Mein Vater, ein Konstruktionskünstler, sagte mal sowas wie, .. er hätte da schon eine Idee.. und man könnte das so und so machen… ihr müsstet nur das Holz mal besorgen… vielleicht mal zu den Geburtstagen oder so.

Und dabei war es geblieben. Dachten wir.
Bis wir aus einem zweiwöchigem Urlaub kamen und das Ding plötzlich da ist. Als Weihnachtsgeschenk für die Jungs.

Meine lieben Eltern hatten das alles lange und in aller Heimlichkeit geplant! Und wenn mein Vater irgendetwas plant, richtig mit Zahlen und Skizzen und so, dann wird das was!
Schon vor unserem Urlaub wurde der Garten und der Baum vermessen. Das waren die Besuche, bei denen wir nicht da waren und ich dachte, wir hätten uns verpasst und ich mich fragte: Warum kommen sie auf gut Glück vorbei und fragen uns nicht vorher, ob wir da sind?

Fast genau am Tag unserer Abreise haben sie begonnen – und sind bis jetzt nicht fertig geworden, wie sie sagen. Obwohl ich das schon ziemlich perfekt finde.

Mein Bruder war dabei – und während er und unser Papa da so ein geräumiges Ding samt Dach und kleinem Balkon in 2m Höhe an den Baum werkelten, hatten Mama und die Schwägerin scheinbar etwas Langeweile und putzten unser Haus.
Und ich dachte immer, mich kann man nicht überraschen…

Diesmal ahnten wir gar nichts. Nichts!
Es war nicht eine von diesen Überraschungen, wo alle Bescheid wussten und für die Kinder aber so taten, als würden sie totaaal überrascht sein.
Diesmal war alles echt.
Und Liams Schreie sprechen für sich.

*****

Das Baumhaus war am Montag scheinbar das Gesprächsthema in Schule und Kita, denn seit dem hatten wir fast ununterbrochen Gäste allen Alters zu Besuch, die sich überzeugen wollten, ob es stimmte, was die Kinder da erzählten.
„Und ihr habt wirklich nichts gewusst???“
Emilian hat am Montag morgen kurz nach 7:00 Uhr im Baumhaus gefrühstückt, die Jungs haben sich ein Korb am Seil als Transportmittel gebastelt und wäre es nicht gerade so kalt, hätten die Kinder längst da oben übernachtet.

Obwohl inzwischen eine richtige Leiter am Baum lehnt, habe ich es bis jetzt noch nicht nach oben geschafft… Das werde ich morgen nachholen.
Und ich träume schon von einer langen Wäscheleine oder Lichterkette zum Schlafzimmerfenster, von lauschigen Wein-Abenden oder abenteuerlichen Übernachtungen, von Lese-Nachmittagen und Kaffe-Pausen… in unserem Baumhaus!

*****

Meine Eltern,
ich weiß, dass ihr das lest.
Ihr seid verrückt!
Danke!!!
Ihr habt uns so überrascht und so glücklich gemacht. Die drei, oder wahrscheinlich alle fünf Enkelsöhne, werden lange, lange Freude an diesem „Abenteuerzimmer“ haben und dort geheime Gespräche führen, Hausaufgaben machen, Streiche aushecken, über Witze gackern, Eichhörnchen beobachten, Tannenzapfen runterwerfen, Eis essen und sich so groß und frei fühlen.
Danke!

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Das Wochenende, an dem ich nicht mit dem Flugzeug abstürzte

Ich habe euch etwas verheimlicht.
Eine ganze Weile schon. Denn ich habe in den letzten vier Tagen fast 20.000 km zurückgelegt.
Das kam so:

 

Noch in Berlin wussten wir ja, dass mein Bruder am 30. August in Stuttgart seine Verlobte heiraten möchte. Weil es an ihren und an unseren Plänen aus verschiedenen Gründen nicht viel zu schieben gab, akzeptierten wir alle schnell, dass die nächste Familienhochzeit nach meiner eben ohne uns vier gefeiert werden muss. War doof, ist aber eben manchmal so.

Der August kam näher, ich sah, dass sich meine Kinder gut im neuen Land eingelebt hatten und ich fing an, zu planen. Ein Flug zu viert wäre zu teuer. Der Jetlag würde die Kinder verrückt machen. Aber… wie wäre es, wenn ich allein zur Hochzeit fliegen würde? – Nein, ausgeschlossen! Ich kann nicht alleine fliegen! – Aber ohne Kinder kann es doch nicht so schlimm sein… – Nein, das traue ich mich nicht!

Der Gedanke ließ mich nicht mehr los! Schon im Juli hätte ich vor Aufregung über diese große Reise platzen können. Ein Überraschungsbesuch! Ich stellte mir die Blicke und Reaktionen der anderen immer wieder vor. Mein Mann bekam unweigerlich mit, wie mich diese Gedanken beschäftigten und wie wichtig mir diese Hochzeit war. Er gab mir schließlich sein Einverständnis. Immerhin würde es ja dann seine Aufgabe sein, die Zeit, in der ich nicht da sein würde, mit den Kindern zu verbringen.

Provisorisch suchte ich immer mal wieder nach Flügen. Für einen guten Preis hätte ich mich längst entscheiden müssen. Wir dachten darüber nach, Freunde um Unterstützung zu bitten. Ich hatte so etwas noch nie gemacht und fühlte mich komisch dabei, aber schließlich leben wir hier irgendwie von Spenden und ein Gehalt, das ab Juni kommen sollte, gibt es noch nicht. Mein Fundraiser-Mann half mir und wenige Minuten nach dem Senden dieser Mails kam die erste positive Antwort. Wow!

Die verrückte Reise wurde ein bißchen realer – und dann passierten die Flugzeugabstürze in Russland und Afrika.
Nein, ich kann nicht fliegen! Das schaffe ich nicht. Das kann ich nicht.
Wenn ich mit meiner Familie abstürze.. gut. Aber ich alleine, ohne Mann und Kinder? Nein!

Die Freunde, die uns hier besuchten, wurden mit eingeweiht und beruhigten mich. Ich machte ein paar Anläufe, einen gewünschten Flug zu buchen, konnte es aber nicht. Erst nach ein paar Tagen, am 5. August, fand ich einen perfekten Flug mit guten Abflugs- und Ankunftszeiten, mit guten Umsteigezeiten und zu einem guten Preis – und ich traute mich. Ich hatte also tatsächlich gebucht! Mein Mann hatte gebucht. Delta würde es sein. Ich würde von Donnerstag bis Sonntag nicht bei meiner kleinen Familie, sondern 10.000 km entfernt bei meiner großen Familie sein!

Die gewünschte Spenden-Summe kam nicht ganz zusammen, jedoch erhielten wir wenige Tage nach der Buchung die Nachricht, dass uns eine 4stellige Summe vom Finanzamt zurücküberwiesen wurde. Das war eine unglaubliche Bestätigung für uns. Danke an alle Freunde, die mir diese Reise ermöglicht haben!

Ich war noch immer sehr aufgeregt, aber nun konnte ich planen!
Mit unserem Besuch aus Deutschland war ein Shopping-Tag geplant und weil auch meine Freundin ein paar Hochzeiten vor sich hatte, machten wir beide uns auf Kleider-Suche. Unsere Männer waren mit den vier Jungs unterwegs und wir hatten einfach nur uns – und die Kleider Amerikas. Oh Amerika, was für ein Traum! Ich probierte unzählige Kleider an und schickte Fotos zu meiner Schwester, der einzigen Person, die eingeweiht war. Sie hatte mir verraten, dass mein Bruder in dunkelblau heiraten würde und er sich gewünscht hatte, dass auch seine Schwestern in dunkelblau gingen. Ich hatte tatsächlich zwei Kleider aus Deutschland mitgenommen, weil ja mein Schwager auch im Mai geheiratet hatte – aber eben nicht in dunkelblau.

Ich zog viele schöne Kleider an, eher kurze. Mein Mann sagte, ich solle ruhig meine braunen Beine zeigen. Aber entweder waren sie zu kurz, zu altmodisch oder zu teuer.
Zwischendurch hatten wir ein wunderschönes langes blaues Kleid entdeckt, aber ich mochte keine langen Kleider und wir ließen es hängen. Als aber am Ende des Tages und unserer Kräfte kein Kleid in die engere Auswahl gekommen war, gaben wir dem langen Kleid eine Chance. Nur mal anziehen.
Als ich aus der Kabine kam, wartete meine Freundin draussen. Sie sah mich mit großen Augen an und sagte leise: „Marit… du musst dieses Kleid kaufen!“
Wir wagten einen Blick auf das Preisschild.. und es verschlug uns die Sprache. Dieses Kleid war mit Abstand das teuerste.. fast doppelt so teuer, wie andere, die wir zurück gelegt hatten, weil sie uns zu teuer waren… Aber sie sagte wieder: „Ich geb‘ dir was dazu, kauf‘ dieses Kleid!“ Und ich kaufte es. An den Blicken meines Mannes und meiner Söhne erkannte ich, dass es die richtige Entscheidung gewesen war.

 

Je näher der 28. August, mein Abreise-Datum war, desto hibbeliger wurde ich. Freunde, die ich hier einweihte, freuten sich mit mir und waren hingerissen von meiner geplanten Überraschung. Erst ein paar Tage vorher entschied ich, doch Gepäck zum Aufgeben mitzunehmen. Eigentlich wollte ich ganz entspannt nur mit Handgepäck reisen und es hätte eigentlich auch gereicht… aber so konnte ich schon erstes Zeug, das wir nicht mehr brauchten, zurück nach Deutschland nehmen. Ausserdem mehr Schuhe und dickere Kleidung, für den Notfall. Ich sprach immer wieder mit meiner Schwester und sie erzählte mir, wie schwer es ihr fiel, die Klappe zu halten und wie sie aber schummelte, damit ich ein Bett, Bettzeug und Essen hatte. Beispielsweise gab sie ihr Bettzeug „aus Platzgründen“ meiner Mama mit und packte aber selbst auch welches ein, für mich.

Den Kindern erzählte ich lange nichts von meinen Plänen, denn ich wollte sie nicht tagelang in Sorge lassen und wollte ausserdem nicht, dass sie sich im Skype verplapperten. Eines Tages sagte Emilian: „Mama! Wann bist du denn mal wieder am Abend weg? Wir wollen mit Papa mal wieder Männerparty machen!“ Erstaunt sah ich meinen Mann an. Als ich Emilian dann erzählte, dass er bald vier Tage mit Papa Party haben könne, freute er sich riesig. „Dann sage ich Papa mal gleich, dass er dann eklig rülpsen kann!“ Kein Wort über „Ich will nicht, dass du weg gehst.“ oder „Ich will mitkommen.“. Er freute sich auf die „Party“ und ich war erleichtert, dass die drei mich in Frieden gehen ließen. Wir ließen die Kinder in einem kleinen Film Grüße ausrichten und sie wussten, dass Mama dieses Video dann mit zur Hochzeit nehmen würde.

Am Tag vor der Abreise ging ich auf die Seite von FlightRadar24. Kennt ihr das? Jedes Flugzeug, das sich gerade in der Luft befindet, kann angesehen und verfolgt werden. Flugdaten, Startort, Zielort. Ich war absolut erstaunt darüber, wie viele Flugzeuge sich in jeder Minute in der Luft befinden! Diese Seite ist echt faszinierend. Zusammen mit den Kindern sah ich mir Los Angeles und Stuttgart an und wir beobachteten Flugzeuge auf ihrem Weg dorthin. Emilian zeigte auf ein Flugzeug und ich las ihm vor, wohin dessen Reise ging. Meine Absturz-Ängste verschwanden auf der Stelle. Wenn von diesen unzähligen Flugzeugen nur alle paar Jahre mal eins abstürzte…

Bis zum Abend vor dem Abflug hatten wir keine Idee, wie ich zum Flughafen kommen sollte. Der Flug ging um 7:35 und wir wollten die Kinder nicht mitten in der Nacht wecken, damit ich gegen 5:00 am Flughafen sein konnte. Ein paar Freunde boten sich an, bei uns zu übernachten, damit die Kinder am Morgen nicht alleine wären – und sie hätten geschlafen, bis mein Mann wieder dagewesen wäre, aber das war uns trotzdem unsicher, denn die Freunde sprachen kein deutsch.
Am Mittwoch bot sich dann ein Freund aus der Kirche an, mich zu fahren. Er wollte mich um 4:00 abholen.

Ich hatte mit Freuden eine Geschenketüte für das Brautpaar und einige kleine Geschenke für andere gepackt, hatte mein pflegeleichtes Traumkleid verstaut, Schuhe, lange Hosen und Kosmetik eingepackt. Am Abend verabschiedete ich mich von den Kindern, die Koffer standen bereit – unnötig zu erwähnen, dass ich in dieser Nacht kein Auge zutat. Ich versuchte es wirklich… aber es ging nicht. Mit dem Wecker-Ton sprang ich auf und saß dann zappelnd im Wohnzimmer und wartete auf mein Auto. Gut gelaunt und über die Maßen aufgeregt verabschiedete ich mich nochmal und nochmal von meinem Mann und stieg ins Auto.
Die Reise hatte begonnen!

 

Wir kamen überpünktlich an und dann stand ich mit meinen zwei Koffern ganz allein im Flughafen in Los Angeles. Erst dann fiel mir auf, wie wenig ich auf unserer Reise in die USA eigentlich von allem gewusst hatte. Ich war meinem Mann (mit zwei Kindern und Gepäck) hinterhergedackelt… jetzt war ich für alles allein verantwortlich. Eine freundliche Flughafen-Frau half mir beim Self-Check in und druckte meine Bordkarten aus. Dann gab ich meinen Koffer ab. Die Frau am Schalter versuchte, mich auf deutsch zu begrüßen, aber sie hatte den Satz vergessen. Als auch ihr Kollege ihr nicht weiterhelfen konnte, baten sie mich „How are you?“ auf deutsch zu sagen. Lachend erinnerten sie sich und der Mann bat mich, den Satz zu wiederholen. „Wie gehts dir?“ Er nahm sich Zettel und Stift und schrieb: „Wee getsa?“

Sonnenaufgang in Los Angeles

Sonnenaufgang

 

Ich fand mein Gate, kaufte einen wunderbaren Kaffee, den mein Autofahrer mir vor wenigen Minuten im Auto empfohlen hatte und genoß Ruhe, WLAN und einen schönen Sonnenaufgang am Flughafen. Der erste Flug nach Atlanta, sowie die Sicherheitskontrollen verliefen ohne Probleme. Es war leer auf den Flughäfen, das Personal war entspannt, ich bekam einen Platz am Gang, die andere Seite war frei. Nach Atlanta flogen wir ungefähr 3 Stunden und ich nutze die Zeit, um Schlaf nachzuholen.

Flugdaten für meine Männer

Flugdaten

In Atlanta fand ich schnell meinen Weg zum nächsten Gate. Die 2 1/2 Stunden Umsteigezeit waren fast zu viel. Ich machte mit meinem Handy ein Video für meine Jungs und bekam süße Video-Grüße zurück. Und ich freute mich, um mich herum die ersten deutschen Stimmen zu hören. Am Schalter wartete ich darauf, einen Platz zugewiesen zu bekommen und ein Angestellter fragte mich, ob ich einverstanden wäre, ….. zu sitzen. Ich verstand ihn nicht, aber es hörte sich an, als hätte er etwas Besonderes für mich. Ich bekam einen Platz in einer Zweierreihe mit viel Beinfreiheit, aber es war der Emergency-Sitz, neben dem Notausstieg. Daher also die Frage. Als ich vor Flugbeginn von einer Stewardess gefragt wurde, ob ich im Notfall bereit sein würde, dem Personal zu helfen, war ich endgültig verwirrt…

Neben mir nahm eine ältere Lehrerin Platz, die 3 Wochen Schüleraustausch in Wisconsin hinter sich hatte und sich sehr auf Zuhause freute. Trotzdem ich eine Jacke trug und extra Socken angezogen hatte, fror ich sehr. Ob die Notfall-Tür nicht richtig verschlossen war? Wir flogen an der amerikanischen Ostküste hoch und ich versuchte vergeblich, die Freiheitsstatue zu entdecken… Ich bekam Ohrhörer, eine Schlafmaske, genug Trinken und leckeres Essen und versuchte auch, zu schlafen. Ich würde am Morgen gegen 8:00 Uhr in Stuttgart landen und hatte dann einen langen Tag vor mir. Der Platz an der Wand erleichterte das Schlafen sehr! Der schöne Sonnenuntergang und -aufgang war leider nur aus den Fenstern auf der anderen Seite zu sehen.

Blick aus dem Fenster

Himmel

In der Nacht ging der Flug über den großen Atlantik.. ein unheimliches Gefühl. Über Schottland kamen wir nach Europa. Ungeduldig und zappelig verfolgte ich auf der Landkarte am Display, wie wir uns Stuttgart näherten und wir landeten schließlich früher als geplant.

Fast da…

Fast da

Ohne Wartezeit bekam ich meinen Koffer und nach kurzer Zeit entdeckte ich den Trauzeugen meines Bruders, der eingeweiht war und mich abholen sollte. Es regnete. Willkommen in Deutschland. Ich freute mich, deutsche Nummern- und Strassenschilder zu sehen. Und ich war so aufgeregt!
Der VW-Bus, in dem wir fuhren, hatte nur zwei Vordersitze und als wir uns dem Haus der Braut näherten, wo alle bereits anwesenden Gäste zum Frühstück verabredet waren, verschwand ich nach hinten auf den Boden, um noch nicht gesehen zu werden. Wir überholten meine Schwester und ihren Verlobten. Der Fahrer hielt an, um sie mitzunehmen, aber sie lehnten ab. Meine Schwester sah dann ins Auto, aber erst, als es wieder losfuhr, entdeckte sie mich. Allein ihr Gesichtsausdruck war die Reise schon wert!

Wir hielten am Haus, ich stieg aus, um meine Schwestern zu begrüßen. Plötzlich kam Mama aus dem Haus gerannt, sie schluchzte und ließ mich gar nicht mehr los. Im Haus ging das Begrüßen und Jubeln weiter. Auch die zukünftige Braut hatte Tränen in den Augen und strahlte mich sprachlos an. Glücklich und zufrieden setzte ich mich mit den anderen an den Frühstückstisch. Wir lachten und redeten. Ich bekam Kaffee, deutsche Brötchen, Käse und Nutella. Ich war noch nicht so lange aus Deutschland weg, um die Sachen zu sehr vermisst zu haben, aber es tat gut, irgendwie zuhause zu sein.
Nach einigen Minuten kam auch mein Bruder verschlafen aus seinem Zimmer und er freute sich sehr, mich zu sehen.

 

Am Freitag waren wir mit Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Einige dekorierten den Raum, andere bereiteten Salate für den geplanten Grill-Abend vor. Immer wieder reisten Gäste an und immer wieder gab es überraschte Gesichter oder auch ein „Ha! Ich hab mir doch gedacht, dass du kommst! Es war so ruhig auf Facebook.“ In der Tat hatte ich in den zwei Tagen keinerlei Verbindung zur Aussenwelt, erst Recht nicht zur amerikanischen… aber meine Schwester sagte meinen Männern Bescheid, dass ich gut angekommen war und meine Tante versorgte sie mit Fotos. Wir aßen draussen Mittag und es wurde fast kalifornisch warm. Ich legte mich nach dem Essen zum Schlafen hin, aber das war keine gute Entscheidung. Ich hatte das Gefühl, nicht mehr richtig wach zu werden. Trotzdem hatte ich keine großen Probleme mit der Zeitumstellung. Ich bekam Kaffe und dachte nicht daran, welche Uhrzeit gerade in Kalifornien war. Das klappte gut.

Eine ganz un-kalifornische Blumenwiese

Dorfwiese

Immer wieder regnete es, doch am Abend wurde es trockener und wir trafen uns auf einer Waldwiese, um beim Grillen das Hochzeitswochenende zu beginnen. Wie gut, dass ich doch eine Jacke und feste Schuhe eingepackt hatte! Ich war sehr froh, bei alldem dabei zu sein. Selbst, wenn ich aus Berlin angereist wäre, hätte ich auf dieser Hochzeit viele Freunde wiedergetroffen, die ich lange nicht gesehen habe. Aber so war es natürlich noch besser! Die Überraschung ist gelungen!

Ich packte das Zeug für Berlin aus, sammelte Geschenke für die Jungs ein und nahm schon Sachen von meiner Schwester mit, die am 2. September bei uns landet. Ihr wollten die Verwandten kleine Grüße für meine Kinder mitgeben, aber so konnte ich sie einpacken. Ich bekam ein Einzelzimmer, duschte den Rauch-Geruch ab und schlief sofort tief und fest ein.

 

Am Morgen schien die Sonne!
Und so blieb es den ganzen Tag. Was für ein göttliches Hochzeitsgeschenk!
Auch ich freute mich sehr, denn durch die Kälte im Flugzeug und das viele Erzählen (ähäm) fühlte sich mein Hals nicht gut an.

Wir frühstückten zusammen und hatten viel Zeit, denn die Trauung sollte um 14:30 Uhr beginnen.
Was für ein Spaß, sich mit allen Schwestern und Cousinen für eine Hochzeit vorzubereiten!
Die eine machte der anderen die Haare, die nächste wollte nicht angesprochen werden, weil sie sich selbst einen Zopf flocht. Eine verteilte Haarspray, eine andere zog sich kichernd eine Bauch-weg-Unterhose an und eine musste der anderen das Kleid mit einer Klammer feststecken. Shampoo und Fön wurden geteilt. So muss das sein!

Wir feierten eine wunderschöne Hochzeit, die Sonne schien, es gab gutes Essen, wir machten ausgiebig Familienfotos. Wieder und wieder war es wunderbar, vollständig zu sein. Fast jedenfalls. Ich war wach und glücklich und genoß die Zeit sehr! Weil wir von der Kirche zum Feiersaal nur ungefähr 50 Schritte gehen mussten, fuhr das Brautpaar auf dem Tandem durch einen Spalier. Während der Kaffee-Zeit war es die Aufgabe der Gäste gewesen, bunte Papierflieger zu basteln und sie dann dem Brautpaar zuzuwerfen. Immer wieder drehten die beiden um, um erneut an uns vorbeizufahren. Und wir hoben die Flieger schnell wieder auf, um es wieder bunt regnen zu lassen.

Hochzeitsgefährt

 

Zur Nachfeier wurde der Film von meinen Söhnen gezeigt und ich tanzte und redete bis 4:30 Uhr. Das lag nicht nur daran, dass das eine der wenigen Hochzeiten war, auf der ich ohne Kinder sein durfte, auch der Jetlag half mit. Es war wirklich schön, sich während der Feier nicht um ein einziges Kind kümmern zu müssen. Wenn ich mit Freunden über Amerika redete und die Rede von „hier“ war, war ich oft verwirrt und wusste nicht genau, wo ich eigentlich gerade war.

Am Abend musste ich mich jedoch wieder von allen verabschieden, denn meine Eltern wollten mich am Sonntag gegen 8:00 Uhr zum Flughafen fahren. Nach weniger als 3 Stunden Schlaf machte es mir überhaupt nichts aus, aufzustehen. Hallo Jetlag! Es regnete in Strömen. Alle anderen schliefen noch. Mein Vater brachte mich mit den Koffern zum Schalter und schon war ich wieder allein. Es war komisch, in Deutschland, jedoch nicht in Berlin gewesen zu sein. Und es war komisch, zu wissen, dass ich Deutschland erstmal nicht wiedersehen würde. Unsere längste Zeit in Amerika kommt erst noch.

So ruhig, wie die Hinreise war, so wuselig war die Rückreise. Das Einchecken dauerte deutlich länger, denn die Amerikaner lassen nicht einfach jeden in ihr Land. Oh nein! Auch keine junge, unschuldige Frau. Auch nicht jemand, der bereits Visum und Aufenthaltsgenehmigung hat. Boah.
Und das, obwohl es Sonntag morgen war…
„Wer hat sie zum Flughafen gebracht?“
„Waren Ihre Koffer jemals ohne Ihre Aufsicht?“
„Haben Sie Geschenke mit dabei?“
„War Ihr Mobiltelefon in den zwei Tagen in der Reparatur?“
Nein… ich war auf einer Hochzeit. Auf dem Dorf. Und es war Wochenende. Hallo?

Der Koffer wurde schnell eingecheckt. Jedoch sagte man mir, dass ich ihn in Atlanta für die Zoll-Kontrolle abholen und danach erneut einchecken müsse. Vor der Sicherheitskontrolle wurde ich vorsichtig gefragt, ob ich schwanger sei. Nein!? Dann wurden meine Taschen und ich mit einem kleinen Schnipsel irgendwas abgewischt und der Schnipsel danach in ein Auswertungsgerät geschoben. Es fing laut und unangenehm zu Piepsen an und der Display leuchtete rot auf. Rot! Nicht etwa grün oder vielleicht gelb oder orange, nein: Rot!
„Sprengstoff erkannt“ war die Meldung.
Ja nee, is klar…
Sehe ich, scheinbar halb schwanger, aus, als würde ich Sprengstoff dabei haben???
Sofort fielen mir Geschichten ein, bei denen man Menschen Drogen in die Koffer geschmuggelt hatte. Daher also die Frage, ob ich meinen Koffer aus den Augen gelassen hatte. Hatte ich ja aber nicht.

Ohne, dass ich ihn habe kommen hören, stand plötzlich ein riesiger Polizist vor mir. Sein schwarzer Gürtel mit Waffe war auf meiner Augenhöhe! Die Frau, die mich abgewischt hatte und mich bis jetzt nur kalt als „Objekt mit Sprengstoff“ ignoriert hatte, lächelte mich jetzt wenigstens freundlich an und sagte: „Das liegt manchmal auch am Parfum. Welches benutzen Sie?“
Dass ich an dem Morgen weder Parfum noch Handcreme benutzt hatte, sagte ich ihr nicht. Ich war mir ziemlich sicher, dass sich in meinen Koffern kein Sprengstoff befinden konnte.

Die Dame wechselte ihre Handschuhe und sowohl die Handschuhe, als auch der Test-Schnipsel wurden für weitere Untersuchungen eingetütet. Vielleicht war es ja nämlich auch das Parfüm der Frau. Ha! Genau.

Meine Handtasche, mein Koffer und ich wurden nochmals sorgfältigst mit je drei unterschiedlichen Test-Schnipseln abgewischt und in den Automat gesteckt. Natürlich war das Ergebnis jedesmal leuchtend-grün und Sprengstoff-frei. Natürlich! Wie gut, dass ich mit diesen Beamten noch deutsch sprechen konnte.

Ohne noch größere Zwischenfälle kam ich am Gate an. Es war ungefähr 10:00 Uhr und ich hatte nichts gegessen. Leider hatte ich keinen einzigen Euro und auch keine EC-Karte dabei. Also musste ich auf das Essen im Flugzeug warten. Ich bekam einen Fensterplatz in der letzten Reihe und der Platz neben mir blieb wieder frei, denn das Flugzeug war kaum voll. Schräg vor mir saßen vier Jugendliche aus Süddeutschland, die auf dem Weg nach Jamaika waren… Einen sehr umfangreichen von ihnen konnte ich gut beobachten. Pro Stunde bestellte er eine Dose Bier und nach der achten hörte ich auf, zu zählen. Bestimmt wird er einen tollen Urlaub im mittelamerikanischen Land des Reggae haben… Oh yeah.

Küste von Frankreich

Küste

Es war gut, diesmal zuerst die lange Strecke zu fliegen. Wir flogen über Paris und ich machte Fotos von Frankreichs Westküste. Eigentlich wollte ich nicht so viel schlafen, um zur Ankunft am Abend schlafen zu können, aber ich war sehr müde. Das Video-System ruckelte und es machte keinen Spaß, Filme anzusehen. Ich fror, weil ich noch nass vom Weg zum Flughafen war und kalte Füsse hatte. Und so schlief ich viel. Der Flug dauerte ungefähr 9 Stunden. Ein paar Luftlöcher jagten mir einen Schreck ein, aber die Reise war doch ruhig. Über den Wolken schien die Sonne und ich konnte das Meer und viele winzige Schiffe sehen. Ungefähr auf Höhe von Delaware oder Maryland kamen wir wieder über dem Festland an. Wir flogen über Durham und es war komisch, diese Umgebung zu sehen, in der wir auch schon zwei Wochen gewohnt hatten.

Amerikanisches Festland in Sicht

Festland

Als ich dieses Zoll-Formular ausfüllen musste und ankreuzen sollte, ob ich etwa Verbotenes einführen wollte, musste ich kurz grinsen und überlegen, ob ich bei (d) „Ja“ ankreuzen soll. Wir waren ja schließlich auf einem Dorf…

Zoll Formular

Jetzt stand mir das Einreise-Gespräch bevor. Mit vielen Menschen folgte ich den Schildern und stellte mich in die Schlange derer, die nicht mit ESTA, sondern mit Visum einreisen. Auch diese ganzen Gespräche hatte mein Mann auf unserer Einreise übernommen. Es war ungefähr 14:00 Uhr in Atlanta. Nach und nach wurden mehrere Schalter geöffnet und erst war ich froh, dass ich einen weißen Beamten vor mir hatte. Ich verstehe das Englisch der Weißen irgendwie besser. Aber dieser Kollege war… nicht nett. Ohne eine Miene zu verziehen bat er mich, meine Finger auf das entsprechende Gerät zu legen und ohne Brille in eine Kamera zu sehen. Dann fragte er mich nach dem Grund meiner Reise. Er verstand erstens nicht, dass ich für nur zwei Tage das Land verlassen hatte. Ausserdem verstand er nicht, warum mein Mann und meine Kinder währenddessen in Amerika geblieben waren. Ein Überraschungsbesuch bedeutete ihm nichts! Er konnte in meinen Unterlagen und in meinen Worten keinen Beweis finden, das ich Amerika zu gegebener Zeit wieder verlassen werde. Es ist allerdings auch verwirrend, denn unsere derzeitige Aufenthaltserlaubnis endet im November, unser Rückflug ist im Januar gebucht und wir wollen aber versuchen, bis März zu bleiben. Zwischendurch fragte er gelangweilt: „Do you know what you’re talking about?“ („Weißt du überhaupt, wovon du redest?“) Seine Arroganz und seine Überheblichkeit gingen mir auf die Nerven. Auch ein vorbereitetes Schreiben der Kirche in Irvine machte ihn nicht glücklich. Er steckte meine Unterlagen in einen gelben Umschlag (wenigstens diesmal gelb und nicht rot) und schickte mich in ein Nebenzimmer. Wie froh war ich über meine 2 1/2 Stunden Aufenthalt in Atlanta! Mit wenigen anderen Personen wartete ich unruhig. Drei dunkelhäutige Beamte, die kein Gefühl zeigten, ließen sich mit unseren „Fällen“ sehr viel Zeit.

Ich wurde aufgerufen, musste wieder den Grund meiner Reise erklären, aber auch hier hinterließen Worte wie „Bruders Hochzeit“ oder „Überraschung“ keinen Eindruck. Nach einer weiteren Wartezeit und einer Absprache mit seiner Kollegin gab er mir den neuen Stempel: Aufenthaltserlaubnis bis Februar. Yeah!

Ich folgte den Schildern, die mich zu meinem Koffer führen sollten. Auf einem Gepäckband, das sich bereits nicht mehr drehte, lag er – ganz allein in der letzten Ecke. Fast zufällig fand ich ihn. Ohne Probleme fand ich meinen Weg und konnte den Koffer wieder abgeben. Der Typ am Schalter nahm den Koffer und fragte: „San Marino, right?“ Ich zuckte zusammen, wollte nach meinem Koffer greifen, aber da sagte er: „Oh sorry, Los Angeles!“ Danke.

Ich fuhr wieder mit einem Zug zu meinem Gate. Gerade noch rechtzeitig kam ich an und konnte direkt an Bord gehen. 2 1/2 Stunden Aufenthalt! Ich fand meinen Platz und wollte mich häuslich einrichten, da kam ein Pärchen in unseren Gang. Der Mann sollte neben mir sitzen, die Frau nicht. Er bat mich, zu tauschen, da sie doch verlobt waren und irgendwas… Klar, war mir egal. Ich machte sie glücklich und setzte mich auf einen anderen Platz am Gang.

Kurz vor der Abreise kam eine gut gelaunte Stewardess, stellte sich an meinen Gang und sagte: „So, ihr zwei Reihen, ihr sitzt hier am Emergency-Sitz…“ (nicht schon wieder! War mir gar nicht aufgefallen.) „… und deswegen muss ich euch fragen, ob ihr bereit wärt, in einem Notfall zu helfen. Ich muss von allen von euch ein lautes Yes hören.“ Wir waren 12 Personen. Die erste Person sagte „Yes.“, die zweite sprach kein englisch und hatte scheinbar nichts verstanden. Die Personen an der Notfall-Tür müssen aber den Ernst der Lage verstanden haben und antworten können. Es wurde also ins Flugzeug gerufen, ob denn jemand bereit wäre, den Platz zu tauschen. Schnell fand sich eine Freiwillige und es ging weiter. Mehr Personen sagten „Yes“, dann gab wieder jemand zu verstehen, dass er kein Wort verstanden hatte. Diesmal dauerte es länger, eine freiwillige Person zu finden. Endlich meldete sich eine junge Frau aus den vorderen Reihen. Doch als die beiden gerade tauschen wollten, sah die Stewardess, dass die Dame einen Hund auf dem Schoß hatte. Nein, Personen mit Tieren dürfen nicht an der Emergency-Tür sitzen. Die Stewardess nahm es mit Humor und auch wir kicherten schon. Irgendwann kam eine ältere Dame von hinten, tauschte den Platz und durfte sitzen bleiben.

Neben mir saß ein polnisches Pärchen und sah sich die meiste Zeit online Shoppingseiten auf dem iPad an. Die 3 Stunden vergingen gar nicht und ich langweilte mich schrecklich. Als es endlich soweit war, schnappte ich mir mein Zeug und beeilte mich, um meine Männer zu sehen.

In Los Angeles sind die Kofferbänder am Ausgang, so dass sich eigentlich jeder Tourist einen Koffer schnappen könnte.. irgendwie komisch. Ich fand mein Band, aber bevor der Koffer kam, rannten zwei kleine blonde strahlende dreckige Jungs auf mich zu. Was für ein Glück! Liam durchforstete meine Tasche auf der Suche nach Bonbons. Aber ich hatte nichts mehr. Glücklicherweise hatte ich ein Geschenk für die Jungs in mein Handgepäck gepackt. Es waren Bücher von meiner Oma. Voller Freude rissen die Jungs das Papier ab und freuten sich über die schönen Bücher. Wir mussten ein bißchen auf den Koffer warten, aber er war dann doch nicht in San Marino, sondern in Los Angeles angekommen.

Ich nahm die Jungs auf dem Weg zum Auto an die Hand. Emilian hatte keine Schuhe an. Ich war wieder in Kalifornien angekommen! Die Wärme tat mir gut, ich war wieder zuhause. Irgendwie.

Ich war müde und hungrig und mein Hals tat weh. Die Kinder quengelten und so las ich ihnen auf dem Weg nachhause schon die neuen Bücher vor, die sie bekommen hatten. Wir kehrten bei unserem Lieblings-Restaurant ein, auch den Abschied am Mittwoch hatten wir dort gefeiert. Es tat gut, die Wärme und meine Kinder um mich zu haben. Emilian plapperte immer wieder irgendwas von: „Du musst noch 9 Minuten draussen bleiben, wenn wir zuhause sind.“

Eine aufgeräumter als erwartete Wohnung empfing mich. An der Küchenzeile hing ein Willkommens-Gruß von Emilian. Ausserdem hatte er ein großes, wichtiges Bild für mich gemalt. (Mehr Infos dazu im nächsten Blog-Eintrag) Wir alle waren müde, aber ich wollte den Kindern einfach noch die Freude machen und ihnen meine mitgebrachten Geschenke geben. Mein Mann sagte mit einem Grinsen: „Du machst meine ganze Erziehung von den vier Tagen wieder kaputt!“

Das war ein Fest! Gummibären, Traubenzucker, Schokolade aus Deutschland. Zahnpasta für Papa, Gesichtscreme für Mama, neue Kuscheltücher für die Kinder und viele, viele Bücher. Neue geschenkte und alte gewünschte aus dem Kinderzimmer in Berlin. Liam freute sich am meisten über die knallrote geklaute Flugzeugdecke, die ich ihm geschenkt hatte. Voller Freude und Glück schliefen die Jungs ein. Ich ging duschen und brauchte dann auch nicht lange, um einzuschlafen.

Für Mama 1 Für Mama 2

 

Heute war ein Feiertag in Amerika. Labor Day.
Wir schliefen lange aus, frühstückten Pancakes und lebten in den Tag hinein. Papa ging mit Liam einkaufen, ich räumte viel auf, wusch Wäsche und bereitete das Bett für meine Schwester vor.
Es kommt mir hier sehr heiß vor. Vielleicht, weil ich vier Tage nicht da war. Aber man sagt auch, dass der September hier nochmal ein sehr warmer Monat wird. In freien Augenblicken sprangen die Kinder wie Flummis um Papa herum, was sie sonst nie taten. Wie ich das genoß!

So wie ich hat auch mein Mann heute einen Blog-Eintrag über die vergangenen vier Tage aus seiner Sicht verfasst. Ich werde ihn in ein paar Tagen für euch hier veröffentlichen.

 

Ich bin sehr dankbar! Überaus.
Ich bin dankbar für vier ruhige Flüge. Ich bin dankbar, für viele Überraschungsmomente in Stuttgart. Ich bin dankbar für viele Gespräche und schöne Zeiten mit lieben Freunden. Ich bin dankbar für meinen wunderbaren kleinen Bruder und seine wunderbare schöne Frau! Ich bin dankbar, dass auch meine Kinder und mein Mann eine so schöne Zeit hatten.
Ich bin dankbar für dieses überstandene Abenteuer!

 

 

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Muttertag statt 12 von 12

Heute hatte ich leider keine Lust und keine Kraft für 12 Fotos. Ich hätte es geschafft.. aber irgendwie hatte ich schon nach den ersten zwei Fotos keine Ideen für Motive mehr. Wobei die ja im Laufe des Tages entstanden wären… Es ist zur Zeit einfach so, dass IMMER etwas zu tun ist.
Die entsprechende Liste wird gerade länger statt kürzer. Und wenn dann beide Kinder um mich herum wuseln und genau da „Unheil und Zerstörung“ anrichten, wo ich gerade fertig mit Aufräumen war, dann.. bleibt keine Zeit für Fotos.

So ähnlich war der 12. Mai im letzten Jahr.
Am 13. Mai sind wir nämlich in aller Frühe zum Gardasee aufgebrochen. Das war ein so schöner Familienurlaub…

 

Der Tag gestern bietet aber dafür genug Stoff für einen neuen Eintrag.
Also los!

Ich schrieb ja, was ich so über den Muttertag denke.
So war unser Sonntag:

Der Morgen war unspektakulär. Mein Mann verschwand, bevor ich aufgestanden war und ich kam zwei Stunden später mit den Kindern nach. Auf dem Tisch stand ein gebastelter Muttertags-Schmetterling, aber wenn ich mich nicht überschwänglich bei Emilian dafür bedankt hätte, hätte er ihn vergessen, denke ich. In der Kirche bekam jede Frau ein kleines Schoko-Herz. Ich hatte für meine Mama ein Foto vorbereitet und am Samstag Abend einen Kuchen gebacken, den ich Sonntag nach dem Gottesdienst dann fertig machen wollte. Mein Bruder und seine Verlobte waren bei meinen Eltern zum Brunchen und wir wollten sie dann eben zum Nachmittag mit Kaffee und Kuchen überraschen.

Erdbeertorte

 

Der Kuchen war dann irgendwann fertig, eine Sahne-Erdbeer-Bombe! Wir hatten Mittag nachhaue bestellt und warteten. Wir warteten sehr lange. Fast 2 Stunden. Unsere Mägen, unsere Nerven und die Geduld von Mama, Papa und Söhnen waren am Ende! Nach dem Mittag wollten wir dann sofort zu meinen Eltern fahren. Eine Whats App – Nachricht von meinem Bruder machte aber den Stress komplett: „Es könnte gut sein, dass wir einen Ausflug machen…“ schrieb er. Das Essen war noch nicht da. Wir verabredeten, dass sie heimlich weiterschreiben sollten, damit meine Eltern trotzdem überrascht werden konnten und dass wir eben dahin kommen würden, wo sie dann sein wollten. Das Essen kam. Wir aßen, die Laune besserte sich schlagartig. Inzwischen wussten wir ungefähr, wo der Rest der Familie hinwollte. Sie fuhren uns glücklicherweise ein bißchen entgegen. Wir packten die Geschenke ein, legten Eis-Akkus um den Kuchen, damit die Sahne uns keinen Strich durch die Rechnung machte. Da ich nicht wusste, wohin der „Ausflug“ gehen sollte, packte ich Teller, Messer und Gabeln mit ein. Minuten vor unserem Start kam die Nachricht: „Neeeeiiiin, wir fahren mit einem Dampfer…

Meine Eltern kennen ihre Kinder und haben irgendwie geahnt, dass wir vorbei kommen wollten. Als die Situation dann kritisch wurde, sagte mein Bruder es ihnen aber. Während ich fuhr, telefonierte mein Mann mit meinem Papa. Ich hörte zu und merkte, dass sie um eine Entscheidung rangen. Wir konnten entweder umdrehen und sie zwei Stunden später treffen, wenn der Dampfer wieder anlegte. Oder sie konnten ihre Dampferfahrt absagen und sich mit uns zum Kuchen essen treffen. Eine gemeinsame Dampferfahrt zu späterer Zeit war nicht möglich, da die beiden Studenten am Abend ihren Zug nehmen mussten. Ich merkte, dass sie ihre Fahrt eigentlich gern machen wollten. Und ich wollte nicht umdrehen, weil … unser Plan… und unser Kuchen… Ich muss an dieser Stelle ehrlich zugeben, dass es mich wahnsinnig macht und mich persönlich angreift, wenn von mir geplante Überraschungen nicht funktionieren! Ja, natürlich ist es Quatsch, weil die zu Überraschenden ja nichts wussten und sie die Planänderung also nicht stören wird. Aber! Grrr!

Wir waren noch nicht 2 km von zuhause weg. Noch am Telefon wirbelte mein Mann neben mir mit seinen Armen: Ich sollte umdrehen. Also fuhr ich auf die rechte Spur, um den Weg nachhause zu nehmen. Ich konnte meine Enttäuschung nicht so gut verstecken. Mein Mann legte dann auf und sagte: „Sie lassen die Dampferfahrt. Der Dampfer fährt in 15 Minuten ab und die Fahrt würde 2 Stunden dauern.. also fahren wir doch hin und treffen uns einfach irgendwo mit ihnen.“

Mir kam kurz der Gedanke, dass wir vielleicht doch alle zusammen mit dem Dampfer fahren könnten.. Aber der Verkehr war nicht so gut, die Kinder schliefen sofort ein und so fuhren wir also in Ruhe weiter.

Wir suchten einen Parkplatz und riefen sie an, um sie zu treffen. Kaum hatten wir gesagt, dass wir da waren, sprang mein Vater ans Auto und sagte mit einem Funken Abenteuerlust in seinen Augen: „Also.. der Dampfer fährt in 3 Minuten.“ Nach einer halben Sekunde des Abwägens entschieden wir, den Kuchen, den Kinderwagen und die Geschenke im Auto zu lassen, die schlafenden Kinder aus den Autositzen zu heben und uns zu beeilen.

Wasserkarte

 

Mein Bruder und seine Verlobte waren schon auf dem Weg, um Tickets zu kaufen. Liam war auf Opas Arm, Emilian wurde von Papa getragen und wir rannten! Von weiten sah uns ein Mitarbeiter des Schiffes und er schien besorgt um unsere Gesundheit. So konnten wir dann etwas langsamer ankommen und den Dampfer betreten. Erst als wir auf Deck saßen und unsere Gesichter der Sonne zuwandten, kehrte Ruhe ein. Ich hatte offene Schuhe ohne Socken an, aber wir hatten glücklicherweise Jacken für die Kinder, denn es war kühl da oben. Wir fuhren mit der „Havelqueen“ durch bekannte Gewässer und Gegenden. Wir beobachteten, wie ein Flugzeug nach dem anderen von Tegel abhob. Wir genossen die Zeit als Familie.

Ausblick

Wellenspiel

Wasserrad

 

Als der Dampfer den Hafen wieder erreichte, wurde es windiger und dunkler. Und dann begann es zu regnen. Um den Schirm aufzuklappen, war es zu windig. In den 3 Minuten zum Auto wurden wir komplett nass. Tropfend, aber fröhlich sammelten wir uns in und an den Autos und aßen endlich unseren Erdbeerkuchen. Die Kinder waren glücklich, Oma und Opa zu sehen und ein paar Erdbeeren zu naschen.

So endete unsere Muttertags-Überraschung.
Heute niese und schniefe ich, aber das war es mir wert!

 

Ich habe am Vormittag das Kinderzimmer um- und freigeräumt. Vorhin, am Nachmittag, kamen Oma und Opa zu uns, um die Jungs übernacht abzuholen. Mein Mann und ich möchten morgen zu einer Beerdigung gehen und meine Eltern ermöglichen es uns so. Die Kinder liegen nicht in ihren Betten und das Kinderzimmer ist so aufgeräumt. Unser bevorstehender Umzug ist nicht mehr zu verheimlichen. Auch, weil mich jedes Packen und Räumen emotional ein bißchen aufwühlt, hatte ich keine Kraft für die 12 Fotos.
Gerade sehen wir „Das Bourne Vermächtnis“ mit einer Freundin und genießen den Film in voller Lautstärke!

 

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Erster Tag im Kindergarten

Heute haben Liam und ich unseren großen Emilian zum Kindergarten gebracht.
Schon vor 7:00 Uhr war er wach.. aber so kamen wir alle mehr oder weniger schnell aus dem Bett und mussten uns keinen Stress machen. Im Kindergarten las ich noch ein paar Bücher vor – natürlich hörten andere Kinder auch zu. Als eine der Erzieherin uns sah, lachte sie und sagte: „Ach, da ist wieder unsere Autorin… unsere Leserin. Die Vorleserin!“ Wenn ich ihr eine Freude mache: Gerne!

Heute gab es verschiedene Müsli-Sorten, die die Kinder zum Frühstück essen durften. Während des Essens verschwand ich, weil Liam sehr gern mitgegessen hätte und weil wir abgemacht hatten, dass ich zum Frühstück gehe und nach dem Mittag mit einer Überraschung komme!
Der Abschied klappte gut und  mit noch einem kleinen schweren Herzen ging ich nachhause, um mit Liam zu frühstücken.
Die Zeit zuhause tat gut: Ich hatte eine gute Zeit mit Liam und habe viel geschafft.

Nebenbei befüllte ich die Kindergarten-Tüte für Emilian:

Kindergartentüte

 

Im Nieselregen stiefelten wir dann wieder los, vorbei an den Gärten unserer Strasse, die wir wohl jetzt an jedem Tag zweimal sehen werden. Bald kennt man uns.
Ich wartete mit Liam vor der Gruppentür, weil die Kinder nooch aßen. Irgendwann kam Emilian angeflitzt, winkte kurz, rief: „Ich muss noch Hände waschen!“ und verschwand im Bad.
Ich war erleichtert, ihn so zu sehen!

Am Kinderwagen durfte er seine Überraschung suchen.
Trotz Regen machte ich kurz Fotos vom ersten Tag im Kindergarten!
(Er hat im Gesicht und auf dem Shirt rosa Farbflecken, vom Schmetterling-malen..
Kindergarten eben)

Erster Tag

Der Brunnen hat eine wichtige Bedeutung: Schon kurz nach unserem Umzug hierher entdeckte Emilian mit Opa beim Spazieren diesen Springbrunnen. Da wusste noch keiner von uns, dass Emilian dort mal in den Kindergarten gehen würde…

Springbrunnen

An seinem ersten Kindergartentag in der letzten Woche suchte er ein Bild von einem Elefant.

 

Dieser Regen hat mich irgendwie bedrückt. In meiner Erinnerung hat es an jedem neuen ersten Schultag geregnet. Diese Neuanfänge sind mir nie so leicht gefallen – und dann auch noch der Regen…

Regen

 

Liam schläft gerade, Emilian hat in größtem Glück, mit strahlenden Augen und ordentlichen Dankesbekundungen seine Kindergarten-Tüte ausgepackt. Ihr glaubt nicht, wie schnell die süßen Sachen alle waren… Aber an manchen Tagen darf man das!

Bevor wir gleich zur Musikschule fahren, schreibe ich euch einige neue Kindersprüche von Emilian auf!

 

Wir sind unterwegs.
Emilian düst mit dem Laufrad an uns vorbei und ruft: „Mama… ähm…. ist gut hinten?“

Emilian kommt an einem Morgen in unser Bett und wir chillen. Ich sehe den Walnußbaum des Nachbarn und sage zu meinem Mann: „Guck mal, der hängt ganz schön zu uns rüber. Willst du den nicht auch mal abschneiden?“ Emilian hat zugehört, wendet sich ganz fürsorglich zu Papa und sagt: „Da ist der Walnußbaum, siehst du den, Papa?“ Und dann zu mir: „Wo ist der Walnußbaum???“
Ich zeige es ihm und er sagt wieder zu Papa: „Da ist der, guck!“

Emilian sitzt in kurzen Hosen und sagt: „Mein Bein ist dick geworden. Mein Körper merkt schon, dass er größer werden will.“

Wie so oft ohne Zusammenhang kommt von Emilian: „Papa, wenn ich groß bin, will ich gerne eine Ärztin werden!“ Und nach einer Pause: „Wie macht man denn dis?“

Emilian wird wach und kommt aus seinem Zimmer. Er sieht, dass ich schon wach bin und grinst. Dann sagt er: „Was hat hier so gescheppert? Ich wollte eigentlich böse rauskommen, weil du gescheppert hast!“

Ich gebe Emilian auf der Couch eine neue Windel und bitte ihn, ruhig zu liegen. Da sagt er: „Kannst du auf dich selbst aufpassen, wenn irgendwas passiert?“ Etwas verwundert über diesen Satz sage ich: „Ja, ich bin schon groß und habe ausserdem keine Windel mehr.“ Da sagt er: „Du bist ja ein echtes Menschenkind!“ (Da hat wohl einer zu viel „Dschungelbuch“ gehört…)

Auf dem Weg zum Kindergarten sagt er: „Ich freu mich auf jeden Fall!“

Emilian guckt sich um und sagt: „Wo bloß Liam sein mag??“

Noch eine plötzliche Aussage: „Wollen wir angeln? Mama, wollen wir angeln? Ich hab Lust auf Fisch!“

Ich beobachte von drinnen, wie Emilian draussen ein paar Ameisen zerstampft. Als ich bei ihm bin, sage ich nichts dazu, aber er sagt nach einer Weile: „Manche Ameisen sind zu Gott gekommen…“

Und heute morgen stellte er alle Autos in eine Reihe und sagte: „Das Schöne ist, Mama, dass man hat, was man braucht.“

 

In diesem Sinne: Habt eine gute Woche!

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