mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Hallo, neues Jahr! Hallo Januar!

Willkommen im Jahr 2018!

Seid ihr gut über die Jahre gekommen?

Wir haben uns gestern mit Freunden verabredet und die Kinder haben alle zusammen ordentlich… geböllert den Papas beim Böllern zugeschaut. So eine Freude, wenn sie langsam in das richtige Alter kommen! Es gab Kindersekt und Glühwein und Würstchen und Marshmallows am Feuerkorb.

Kurz nach 22:00 Uhr haben wir uns verabschiedet, unsere Knaller waren alle weg und mein Mann hat mit den Kindern „Dinner for One“ angesehen. Die Kinder haben gut durchgehalten.

Kurz vor 0:00 Uhr habe ich mir Jari in die Manduca geschnallt. In die eine Hand kam ein Glas Sekt und in die andere Hand ein Pfannkuchen – und dann sind wir zu fünft nach draussen spaziert.
Die Strassen waren menschenleer, weil ja bekanntlich erst zuhause angestoßen wird.

Jari war inzwischen eingeschlafen – und dann standen wir glücklich Punkt Mitternacht auf unserer Brücke über dem Teltowkanal und feierten in das neue Jahr!
Wir grüßten Busfahrer, die in leeren Bussen vorbei fuhren, wir trafen Kita- und Schulfreunde und Nachbarn, staunten über das Feuerwerk links und rechts.

Als wir wieder zuhause ankamen, verschwanden die Kinder ziemlich gleich im Bett und schliefen sofort ein. Und wir eigentlich auch.

Und erst kurz vor 10:00 Uhr wurden wir von einem hungrigen Jari und von vielen Sonnenstrahlen geweckt. Ein schöner Start in das neue Jahr!

Im Januar werde ich…

… mit meinem Mann ins Kino gehen!
… mit Jari zum Arzt gehen und hoffentlich endlich wieder drei gesunde Kinder haben.
… mit einer Freundin ihren 40. Geburtstag feiern.
… endlich wieder freie Vormittage haben.
… Geschenke aufräumen. Kinderzimmer aufräumen. Wohnzimmer aufräumen. Noch mehr aufräumen.
… Weihnachtskisten wegpacken.
… mich für eine Weiterbildung anmelden.
… Sport machen!
… eine liebe Freundin endlich wiedersehen und ihre Kinder kennenlernen.
… neue Rezepte ausprobieren.
… ein neues Jahr mit MOPS Berlin starten.
… mit den Kindern im Schnee spielen. Vielleicht.
… mit Freunden Feuerzangenbowle machen. Und trinken!
… mich mit Freundinnen treffen.
… den Geburtstag meiner Schwiegermutter feiern.
… eine kreative LadiesNight veranstalten.
… an den Zeitpunkt der Geburt vor einem Jahr denken.
… den 1. Geburtstag mit Jari feiern!!
… meinen Mann nach Afrika verabschieden.
… Tulpen kaufen.

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5 Tipps für Schulanfänger-Eltern

Gestern war so ein schöner Tag!

Nach dem Gottesdienst gab es ein schnelles Mittag und wir sind raus! Raus in die Sonne! Ich konnte nicht aufhören, zu sagen, wie schön ich das alles fand! Meine Männer ließen mich geduldig juchzen. Aber so wie die Jungs sich vor die Krokusse gekniet haben, weiß ich doch, dass sie das genauso lieben. Aber echt. Frühling… haaach. Jedes Jahr wieder. Ich kann es gar nicht beschreiben, aber mein Herz liebt Frühling über alles!

Mein Mann hat uns begleitet und still und tapfer seine Allergien ausgehalten.

 

Während ich dann am Abend Staub saugte und so um die Schultasche herum stocherte, dachte ich daran, wie unsicher und aufgeregt ich vor einem Jahr war, was die Schule und Emilians Einschulung und so betraf. Und da kam mir eine Idee für einen neuen Artikel hier:

5 Tipps für Schulanfänger-Eltern

Die Einschulung kommt nicht plötzlich. Es gibt viele Schritte auf dem Weg dahin. Die Untersuchungen beim Arzt, die Schuluntersuchungen, die Anmeldungen, die Gespräche mit den Erziehern… und trotzdem habe ich mir so viele Gedanken gemacht und hatte keine Ahnung, was auf mich, auf uns zukommt.

Emilian war lange ein schüchternes, ängstliches, anhängliches Kind. Verglichen mit meiner eigenen Einschulung als ältestes Geschwisterkind malte ich mir aus, wie schwer er es haben würde. Wir hatten keine Ahnung von Schule. Nur das, was man halt so hört: „Dann ist das Ausschlafen vorbei!“, „Dann fängt der Ernst des Lebens an!“, „Macht das noch, solange ihr keine Schulkinder habt!“

Aber ach, es wird alles gut!!
Versprochen!
Ich schreibe mal auf, was uns geholfen hat und was ich gelernt habe.

 

1. Gute Vorbereitung

In Berlin, auch Deutschland, würde ich mal sagen, ist es so, dass Eltern gut auf den Schulanfang vorbereitet werden. Lange im Voraus wird das Kind zur Schulanmeldung und Schuluntersuchung gebeten. Die Schule in unserem Einzugsgebiet hat uns zukünftige Eltern zu mehreren Info-Veranstaltungen eingeladen. Wir durften die Schulleitung, die Räume, das Personal, den Hort und sogar den laufenden Unterricht kennen lernen – und alle Fragen stellen, die wir hatten.
Seit Jahren sagte ich immer, wenn wir an der Schule vorbei fuhren: „Emilian, guck mal: Das ist deine Schule!“ Trotzdem setzten wir erst zu diesen Veranstaltungen allererste Schritte in diese Schule. Die Einschulung lag noch weit vor uns, aber so fiel das Thema „Schule“ immer mal wieder in unserem Alltag.

Die Vorschulkinder durften mit den Erziehern die Schule an zwei Vormittagen besuchen, den Schulhof „erspielen“ und einmal in den Unterricht schauen. Das fand ich sehr gut. Emilian weiß jetzt noch, welche Lehrer er damals kennengelernt hatte.

Das kann man mit dem Kind auch allein machen. In den Wochen vor Beginn der Sommerferien holte ich mit Emilian zwei Freunde aus der Schule ab. Die Mama der beiden zeigte mir ein paar Sachen und Emilian zeigte mir, wo er mit seinen Erziehern gewesen war.
Noch wussten wir nichts vom Klassenraum oder einer Lehrerin, aber wir gingen die Wege, sahen die Einschulungs-Turnhalle und schätzten die Zeit für den Schulweg.

 

2. Angst und Unsicherheit nicht auf das Kind übertragen

Ich hatte Angst, natürlich. Alles, was zum Thema „Schule“ gehörte, war so neu und fremd für mich und dann erst Recht für Emilian.
Wie wird wohl die Lehrerin?
Kommt er mit seinem besten Freund in eine Klasse?
Wird Schule ihm Spaß machen?
Wird er sich morgens gut verabschieden können?
Darf ich ihn bis in den Klassenraum bringen?
Wird er schnell Freunde finden?
Wird er gut lernen können?

Ich dachte an meine Erfahrungen als Kind und an meine Erfahrungen als Schulerzieherin in den ersten Klassen.
Aber Emilian hatte diese Erfahrungen nicht. Für ihn war Schule natürlich auch neu und fremd. Aber die Kita begann ihn zu langweilen und wir wollten Schule ein neues, spannendes Abenteuer für ihn sein lassen. Was sollte er mit meinen unbegründeten Sorgen anfangen?

Wir erzählten ihm keine Lügen und Verschönerungen und er fragte nicht direkt nach, weil er ja nicht wusste, was auf ihn zukommen würde. Mir war es wichtig, ihm ungefähr den Ablauf eines Schultages klar zumachen. Ich erzählte ihm, was er alles tolles lernen würde. Und wir würden das zusammen entdecken und kennen lernen. Unsicherheiten kann man dem Kind negativ unsicher oder positiv unsicher erklären. Mein Mann kann das ganz toll und wir versuchten, in Emilian viel von dieser aufgeregten, freudigen Neugier wachsen zu lassen.
(Tatsächlich finde ich schon nach dem ersten Schulhalbjahr, dass die Erstklässler mehr „fürs Leben lernen“, als ich das so von mir in Erinnerung hatte. Da kommt die Fahrbücherei im Bus und die Kinder lernen, Bücher auszuleihen und zu verlängern. Dann kommt ein BVG-Bus und die Schüler lernen das richtige Ein- und Aussteigen und das Verhalten in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dann die Stunde zum Sozialverhalten, die Polizei erklärt den Strassenverkehr und so weiter…)

 

3. Mit anderen Eltern austauschen

Sowohl der Austausch mit anderen „Schulanfänger-Eltern“, als auch die Gespräche mit Schul-Eltern haben mir sehr geholfen.
Was planst du?
Wie macht ihr das?
Was könnt ihr empfehlen?
Wo habt ihr das gekauft?
In der Nachbarschaft und in der Kita finden sich bestimmt solche Eltern, wenn es im Bekanntenkreis noch keine gibt.
Wir haben eine Freundin, die selbst Lehrerin einer ersten Klasse ist und auch sie hat uns ganz viel geholfen. Wir haben uns Einkäufe mit anderen Eltern geteilt, wenn 3 Schnellhefter gebraucht wurden, es sie aber nur im 6er Pack zu kaufen gibt. Wir haben auf den Info-Veranstaltungen nebeneinander gesessen und uns über den Hort, den Schulweg und das Schul-Konzept ausgetauscht. Das beruhigt und bringt auf andere Gedanken.
Und von den Kindern, die bereits ein oder zwei Schuljahre hinter sich gebracht haben, lernte ich, wie schnell so ein kleines Kind tatsächlich in den aufregenden Schulalltag hinein wächst und Wege, Abläufe, Personen, Räume und Veränderungen ganz schnell kennenlernt und damit umgehen kann.

 

4. Ein Tempo mit dem Kind finden

Zusammen mit Emilian haben wir aufgeregt die erste Post der Klassenlehrerin geöffnet. Wir haben die Einschulungs-Feier geplant, die Schultüte ausgesucht und uns einen Mama-Papa-Kind-Tag für den Kauf der Schultasche genommen.

Wir haben ihn viel miteinbezogen und ihm viel erklärt. (Ich bin hier die Pädagogin, die redet und erklärt.)

Wir haben uns über sein Interesse an Zahlen und Buchstaben gefreut, aber wir haben ihn nicht gebremst oder gepusht. Es gab Übungsheftchen hier, Schwungübungen und so, aber er fing ganz langsam an und konnte vor der Schule gerademal seinen Namen schreiben. Alle Kinder lernen lesen und schreiben und für Emilian war es ganz gut, dass er vor der Schule noch nicht zu viel wusste.

Wir haben uns und ihn auf die Schulzeit vorbereitet, aber ihn auch Kind sein lassen, wenn es genug war. Die 7 Wochen Ferien vor der Schule waren Ferien und Freizeit. Kinder leben im Jetzt und können mit dem großen Wechsel trotzdem gut umgehen.
Und sie machen das in ihrem Tempo. In ihnen drin passiert in der Zeit so viel und oft ist außen davon nicht viel zu sehen. Ein ruhiger Alltag und viel Zeit zum Abschalten und Spielen hilft, mit all dem Neuen klarzukommen. Wir haben mit dem Schwimmkurs und mit neuen Verabredungen bewusst gewartet, damit Emilian sich in den ersten Monaten wirklich nur um Schule kümmern konnte.
Der Alltag bestand dann aus Gewohntem und Vertrautem und dort konnte er spielen und Kind sein.

 

5. Ganz entspannt sein!

Es wird alles gut!
Auch wenn jeder Schritt für mich und für Emilian der allererste war, habe ich mir immer gesagt (hilft vor einer Geburt auch): „Das haben schon soooooo viele vor uns geschafft!“
Die Schulleitung weiß Bescheid. Die Lehrerin kennt sich aus. (Interessanterweise fragt mich Emilians Lehrerin manchmal nach Eltern-Tipps, während ich mir von ihr die Schul-Tipps hole)

Zur Einschulung haben mir die Worte der Schulleitung so gut getan, weil sie genau ansprach, was uns frischen Eltern auf der Seele lag. Und doch macht sie das einmal im Jahr und holt immer wieder aufgeregte Kinder und Eltern ab und führt sie durch die erste Zeit.

Zu den Herbstferien und spätestens zu Weihnachten können die meisten Erstklässler lesen und auch schreiben. Wirklich! Emilian hat jetzt noch nicht alle Buchstaben gelernt (also bearbeitet), aber das geht Stück für Stück und plötzlich kann mein Baby lesen!
Die Lehrerinnen haben so tolle Lern-Methoden. Sie lernen die Kinder schnell kennen und entwickeln individuelle Hilfen und Unterstützungen. Unsere Mathe-Lehrerin klebte Emilian letztens einen Zettel mit den Zahlen von 1-10 auf seinen Bleistift, weil er die 3 oft noch spiegelverkehrt schreibt.

Wir wachsen mit unseren Aufgaben.
Das erste Schuljahr besteht (in unserer Schule) tatsächlich noch aus vielen Spielen und viel Freizeit. Das sind pädagogische Spiele, Lernspiele und Spiele zum Sozialverhalten, aber für Emilian bedeutet das Wort „Schule“ nicht Stress und Lernen.
Zur Einschulung legte uns die Schulleiterin ans Herz, unsere Kinder noch Kinder sein zu lassen, mit den AGs zu warten, das Nachmittagsprogramm leicht zu halten und nicht zu hohe Erwartungen stellen.
Und so erleben wir den Schulalltag.
Emilian ist locker und entspannt – und er macht seine Fortschritte.

Zur Einschulung wurde Emilian 6 1/2 und in den Monaten vom 6. Geburtstag bis zur Einschulung ist ganz viel Schulreife gewachsen. Irgendwann war er einfach soweit.
Die „Langeweile“ in der Kita und die Neugier haben sicher dazu beigetragen, aber es passierte etwas in ihm. Wenn auch die ersten Abschiede schwer waren und das frühe Aufstehen ihm nicht immer gefiel – er wuchs und wurde innen und außen ein Schulkind. Das passierte fast übernacht.

Auch mit ängstlichen Mamas und Papas können die Lehrer umgehen. Ich habe mich verrückt gemacht, weil ich am ersten Schultag vergessen hatte, die große Tüte mit allen Heften mitzugeben. War gar nicht schlimm!
Das Schild am Schuleingang „Mama, ab hier schaffe ich es allein!“ durften wir bis zu den Herbstferien ignorieren und unsere Kleinen bis zum Platz bringen, wenn wir wollten.
Manchmal suche ich Emilian auf dem Schulhof, oder ich suche ein bestimmtes Heft in seiner Tasche – aber er kennt sich aus. Er weiß inzwischen viel besser, was seine Aufgaben sind. Auch, wenn er für die erste Stunde in ein anderes Gebäude muss und das vergisst, steht er nicht weinend und verlassen vor dem verschlossenen Klassenraum, sondern dreht um und sucht den richtigen Raum.

Die Begeisterung für die Hausaufgaben lässt ganz langsam nach. Aber nicht, weil er nicht möchte. Er macht es gern und gut – aber lieber in der Schule. Noch können die fehlenden Hausaufgaben in der Schule ergänzt werden und dass damit Spielzeit weg fällt, stört ihn scheinbar nicht. Er arbeitet schnell und schusselig und er langweilt sich manchmal. Und ich lerne ein bißchen, ihn Fehler machen zu lassen, damit die Lehrerin seinen Stand sieht – und nicht meinen.

Das frühe Aufstehen war im Winter nicht einfach, aber Emilian macht das gut. Er hat es gut gelernt. Seit Jari da ist, bringt Papa ihn zur Schule und wir beide haben ganz unterschiedliche Arten, unseren Morgen zu planen. Aber Emilian weiß das, er kennt seine Pflichten und Zeiten. Mit kleinen bunten Zetteln haben wir unsere Uhr markiert, so dass Emilian weiß, wie viel Zeit ihm für Anziehen, Spielen, Essen, Mama Tschüß sagen usw. bleibt. Das klappt wunderbar. (Von Jako-o gibt es dazu eine professionellere Uhr)

Ein Wort zu den Lern-Utensilien:
Wir bekamen rechtzeitig eine Liste mit Dingen, die wir für Emilian besorgen sollten. Das kann von Schule zu Schule und auch von Lehrer zu Lehrer unterschiedlich sein. Manchmal wurde sehr spezifisch nach einer Marke gefragt, manchmal stand da nur ein Farbwunsch.
Und dann habe ich das Zeug zusammengesucht.
Schon – und besonders – im Babyalter wird Eltern oft vermittelt, das Teuerste sei gerade gut genug für den Nachwuchs. Ab und zu habe ich mich da überreden lassen und ärgere mich noch heute. Natürlich gibt es Dinge, die nicht gebraucht oder sehr billig  gekauft werden sollten. Aber es gibt eben auch Gebrauchsgegenstände, die günstig erstanden werden können.

Ich empfehle euch auch da den Austausch mit erfahrenen Eltern. Eine Schultasche muss nicht in erster Linie blinken oder glitzern. Sie sollte stabil sein, ein paar Schuljahre aushalten und dem Rücken des Kindes gut tun.
Uns wurde im Geschäft ein Schulrucksack empfohlen, aber weil wir uns das nicht merken konnten, bzw. den Unterschied nicht ganz sahen, ist es doch eine Schultasche geworden. Wir sind sehr zufrieden damit. Die dazugehörige Federtasche war gut mit Stiften ausgestattet und die dicken und dünnen Buntstifte, zwei Bleistifte und eine Schere passen gut hinein. Alles andere, wie Kleber, Lineal, Pinsel.. kommt in die Kramfedertasche. Filzstifte werden noch nicht gebraucht.
Natürlich wäre es toll, passend auch Trinkflasche und Brotbox zu haben. Aber in den ersten Schultagen bekamen die Kinder mindestens drei gefüllte Frühstücksboxen und eine oder zwei Trinkflaschen geschenkt.
Die Buntstifte verschwinden schneller, als wir gucken können. Anfangs hat Liam treu einmal in der Woche angespitzt – jetzt freue ich mich, wenn ich am Freitag (wenn ich die Tasche kontrolliere) wenigstens einen Bleistift finde. Mein Mann zuckt mit den Schultern und sagt: „Meine Mutter ist früher bei mir auch verzweifelt..“ Emilian sagt einfach: „Ich hatte keine Zeit, ich musste spielen!“
Kauft nicht die teuersten Stifte. Es werden viele Bunt-und Bleistifte verbraucht und verloren, zerkaut und zerbrochen, getauscht und verschenkt…
Den Radiergummi am Stift kann ich daher empfehlen. Wenn er auf dem Stift steckt, dann geht er nicht so schnell verloren.

Den faltbaren Wasserbecher kann ich empfehlen, Emilian bekam ihn zur Einschulung.

Für die Schultüte habe ich ein Bastelset gekauft und auch darüber geschrieben. Sie steht noch immer hier, hat einige Stürme und viele Einschulungsgeschenke ausgehalten und ich bin sehr mit dem Arbeitsaufwand und der Haltbarkeit zufrieden. Und eigentlich hatte sie ja ihren großen Auftritt, einen halben Tag lang, und dann war es das.

Seid entspannt!
Es wird alles gut und dein Kind hat Zeit!

Fragt mich gern nach speziellen Situationen oder Materialien.
Wir sind alle entspannter geworden, weil die Schule in Ruhe und Gemütlichkeit anfängt. Wir machen keinen Stress und Emilian geht es gut damit. Wir gehen den „Schulweg“ Stück für Stück und trotz einiger großer Veränderungen (auch zuhause) ist es angenehmer, als ich es mir vorgestellt habe.

Mein anhängliches, schüchternes Kind ist ein sehr beliebtes, waches, schlaues, witziges Schulkind geworden. Manchmal bin ich fast froh, wenn er vor neuen Situationen ängstlich wird, wenn er beim Spazieren meine Hand nimmt oder zum Einschlafen meine Nähe braucht, weil ich dann weiß, dass mein kleines Kind eigentlich noch da ist.

„Hallo, ich bin Emilian und ich möchte dir einen Kaffee machen.“

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Der erste Schwimmkurs

Am Dienstag fand Emilians erster Schwimmkurs statt und morgen gehen wir schon zum zweiten Mal hin. Ich freu mich, dass das Programm straff losgeht und er vielleicht Ende Mai schon schwimmen kann. Aber von vorne:

Ich finde nicht, dass ein Kind mit 4 Jahren bereits schwimmen kann. In Berlin wird man da aber gern mal schräg angeguckt. Wenn man mit dem Baby-Schwimmkurs anfängt, schafft man das vielleicht auch… haben wir aber nicht.
In Kalifornien waren wir täglich am Pool, da hätten wir es fast geschafft, aber Emilian war doch noch zu klein.

Unsere Kinder haben keine Angst vor dem Wasser, aber sie springen jetzt auch nicht vor Freude in jede Pfütze. Wir sahen uns hier in der Nähe immer mal wieder nach Schwimmkursen um. Sie kosten viel Geld, sind teilweise am Wochenende und ausserdem schnell ausgebucht. Im letzten Herbst waren wir dann mehrmals in einer Schwimmhalle in der Nähe und stellten fest, dass sie uns sehr gut gefiel. Dazu gehört vor allem die Wassertemperatur. Das geht ja in den öffentlichen Bädern oft gar nicht.
Wir gingen immer mal wieder, solange das mein Bauch noch zuließ und sprachen immer mal wieder über einen Schwimmkurs. Ab und zu konnten wir am Nachmittag auch den Kindern zusehen, die einen Kurs besuchten, während wir dort spielten.

Ich suchte mir dann einen Seepferdchen-Kurs raus und merkte mir die Anmeldefrist. Telefonisch sicherte ich mich nochmal ab und man riet mir, pünktlich zu sein, da die Plätze begehrt und begrenzt seien. Wir entschieden, Liam gleich mit anzumelden, sammelten auch Freunde ein und wollten dann vier Jungs zusammen für den Kurs eintragen. Am Tag dann scheuchte ich meinen Mann kurz nach 08:00 Uhr morgens an die Halle – er schrieb mir kurz darauf, dass noch ein Platz frei gewesen wäre und er Emilian angemeldet hatte. Es gab wohl im Internet ein Missverständnis mit dem Anmeldedatum und so war die Liste leider schon voll.

Wir hätten die Jungs gern mit ihren Freunden geschickt, aber vielleicht ist es jetzt auch gar nicht so schlecht, dass Emilian als Ältester zuerst in Ruhe schwimmen lernt und die anderen es dann nochmal zusammen versuchen. Die Kurse sind für Kinder ab 5 Jahren und der Schwimmlehrer erzählte, dass noch nicht viele der 5jährigen das Seepferdchen wirklich schaffen. Emilian wird jetzt 7 und ich bin gespannt.

Auf eine Abreiß-Liste, mit der die Jungs die Tage bis zu ihren Geburtstagen zählen, haben wir auch die Tage mit Schwimmkurs markiert. Es gibt einen Spielzeug-Wunsch, den Emilian hat und seit Monaten schon versprachen wir ihm, den Wunsch der schon hier versteckt ist zu erfüllen, sobald er schwimmen könnte.
Er kannte die Becken gut und freute sich auf den Kurs. Wer meinen schüchternen Emilian kennt, wundert sich vielleicht darüber – ich wunderte mich auch. Aber wer meinen Blog treu liest und sich erinnert, wie selbstbewusst Emilian die Einschulung gemeistert hat, wundert sich dann doch vielleicht nicht mehr.

Der Dienstag Vormittag war frei für mich. Ich schlief aus, frühstückte mit meinem Mann, schnallte mir das Baby vor den Bauch und putzte ein paar Fenster, ein Bad und die Böden. Ich genoß meinen Haushaltstag… so sehr, dass ich ein bißchen die Zeit vergaß. Ich dachte daran, Liam abzuholen, aber ich dachte nicht daran, dass das auch für Emilian ein kurzer Tag war.
Eine Freundin schrieb mir und fragte, wer Emilian abholen würde. Er wäre gerade auf dem Trampolin umgeknickt und sei ein bißchen traurig. Erschrocken schrieb ich meinem Mann aus der Kita und bat ihn, Emilian schnell abzuholen.
Er wäre noch eine Weile von den Erziehern betreut, das war nicht das Problem. Aber sein Knie tat ihm wirklich weh – und vorbei war die Freude auf den Kurs.

Wir machten es uns auf der Couch gemütlich, hörten ein Hörspiel und ich redete Emilian gut zu. Dass das aber auch gerade an dem Tag passieren musste… Er weinte noch ein bißchen, Jari war müde und quengelig und Liam wollte auch gern mit. Ich ließ ihn aber beim Papa, weil ich meine Nerven für die beiden brauchte, packte schnell das Schwimmzeug zusammen und humpelte mit Emilian zum Auto. Eine Freundin kannte den Schwimmkurs bereits und sagte mir, dass es ganz langsam und in Ruhe losgehen würde. Ich erzählte Emilian davon. Ausserdem war der Eingangsbereich des Bades durch eine große Glaswand vom Schwimmbad getrennt, Emilian würde mich also die ganze Zeit sehen können. Ein wichtiger Vorteil!

Wir fanden einen guten Parkplatz, ich klemmte Jari in die Manduca und lief mit Emilian zum Schwimmbad. In der Umkleidekabine war es warm und voll. Die beiden Lehrer hatten den Raum gerade betreten und fingen an, die Kinder aufzurufen. Blitzschnell zog ich Emilian um. Ich sagte ihm, dass ich die ganze Zeit da sein würde und als er aufgerufen wurde, gab ich schnell die Sache mit dem Knie weiter und er blieb tapfer beim Schwimmlehrer stehen. Als alle Kinder eingesammelt waren, ging der Trainer mit der Gruppe durch die Duschen ins Bad und erklärte alles ganz lieb. Der andere Trainer blieb bei uns und gab ein paar Infos weiter.

Und dann waren wir entlassen und stellten uns an die Scheibe. Ich sah, dass Emilian noch nicht sehr fröhlich aussah und immernoch humpelte, aber ich freute mich, dass er mit der Gruppe ging und ich sah, wie viel Spaß sie hatten. Immer wieder winkten wir uns. Ganz langsam und spielerisch wurden die Kinder ans Wasser geführt und durften schon mit Poolnudeln ins Becken gehen.

Das war der erste von drei Kursen, der an diesem Tag begann. Als die nächste Gruppe aufgeregter Kinder das Schwimmbad betrat, durfte ich Emilian wieder abholen. Er strahlte mich an und erzählte schon von den ersten Erlebnissen. Das warme Wasser hatte seinem Knie gut getan und wie versprochen durfte er sich im kleinen Bistro am Ausgang ein paar Süßigkeiten aussuchen.

Liam hatte sich gewünscht, in der Zeit mit Papa eine „Pokémon Runde“ zu laufen und sie waren uns entgegengekommen. Als wir sie einsammelten, waren sie bereits 3km gelaufen!
Wir setzten uns ins Auto, Emilian teilte ein paar Süßigkeiten und wir lobten unsere Jungs für ihre Leistung!

Am Abend sah sich Emilian meinen Laptop an und begann, Buchstaben zu suchen. Ich fragte ihn, ob er mal etwas schreiben wolle und wir überlegten, dass er ja eine Email an unsere Familie über seinen ersten Schwimm-Tag schreiben könnte.

Er brauchte sehr lange, brauchte Ruhe und war ganz erschöpft danach… aber hier ist seine erste Email:

„halo ich sage  och wi mei n ärstdeär schwüm kurs wa .
okäi wir haben gelänt  wi man  schwimt abär ich kan noch nicht schwimen  wal wir  noch nicht  ales  gelernt haben .ssssssssssccccchhhhhhhhhüüüüüüüüüüüüüüüssssssssssssss..
emilian“

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Es geht uns gut.

Ich habe mich gefragt, ob es mit den größer werdenden Kindern auf dem Blog weniger zu berichten gibt. Oder ob ich weniger Zeit für den Blog habe. Oder ob es nicht mehr genug Abwechslung gibt. Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen? Die Antwort weiß ich noch nicht.

Ich stelle aber fest, dass ich weniger über uns schreibe. Oder weniger über die Kinder, was sie so tun und lassen. Das könnte ich ja mal wieder öfter tun.

Wir alle genießen unsere Familienzeiten und den Alltag, der sich im neuen Jahr so eingependelt hat. Kita-Vormittage in der Woche und ruhige Wochenenden. Pancake-Frühstück am Samstag, Gottesdienst am Sonntag. Cousinen-Tausch am Mittwoch. Die große Cousine ist mit Emilian in dem einen Haushalt und Liam mit der kleinen Cousine im anderen Haushalt. Die Großeltern übernehmen zum großen Teil die Fahrdienste und das Unterhaltungsprogramm. Ich habe oft die beiden Kleinen bei mir und es ist so schön zu sehen, wie sie – ganz frei und kreativ – mal ohne die jeweils größeren Geschwister spielen.
Ich merke, dass wir alle vier mehr nebeneinander als miteinander durch die Nachmittage wuseln.

Ich bin in dieser Woche nicht ganz fit, habe Kopf und Hals und brauche mehr Schlaf, aber das ist wirklich die einzige Krankheit, die wir bis jetzt in diesem Winter auf die Liste schreiben würden. Wie ist das möglich? Dieser Blog ist voll von Krankheits-Posts aus den letzten Jahren.. Ich bin so dankbar, dass die Jungs gesund sind. Sollte Kalifornien etwas damit zu tun haben, möchte ich gern einmal im Jahr dort hin. Überhaupt finde ich, dass jetzt mal wieder so 3 oder 4 Wochen Kalifornien dran wären. Die Sehnsucht ist wirklich da. Und die Sonne ist auch da. Hier allerdings auch, manchmal. Ich liebe die ersten Frühlings-Zeichen und meine Finger jucken, um die Fenster zu putzen oder die Terrasse aufzuhübschen. Geduld!
Immer mal wieder frage ich mich, ob es an der Zeit wäre, in den Beruf zurückzugehen. Ich lese, wie viele Erzieher gesucht werden und weiß um unsere persönliche Situation. Aber mein Herz sagt, dass es noch nicht soweit ist. Auch, wenn die Jungs selbständiger werden, sollen sie eine Mama haben, die Tag und Nacht für sie da ist und die sie nicht mit anderen teilen müssen.

Mein Mann setzt viel Zeit und Kraft und Energie für unsere Kirche Mavuno Berlin ein. Seit unserer Rückkehr im April haben sich einige berufliche Optionen gezeigt. Bis jetzt konnten wir als Familie noch keine feste Entscheidung aus ganzem Herzen treffen. Wir sind sehr dankbar für einen Staat, der uns da aushilft. Gestern haben wir „Fun with Dick and Jane“ gesehen. Kennt jemand den Film mit Jim Carrey? Beide Ehepartner verlieren den Job und rauben letztendlich Banken aus, um zu überleben. Danke Deutschland, dass wir unterstützt werden. Die Zeit wird allerdings doch irgendwann knapp und wir beten um den richtigen Platz, an dem wir beide oder einer von uns mit Herz und Leidenschaft investieren können.

Emilian ist groß geworden. Manchmal steht er vor mir, sagt schlaue Sachen und ich frage mich, wann er so groß geworden ist. Er ist ein richtiges fast-Schulkind. Das freut mich riesig, denn für die Schule wird er Mut und Selbstbewusstsein brauchen. Er ist inzwischen der größte und der älteste in der Kita-Gruppe, was dazu führt, dass er deutlich weniger Frust und Schmipfworte mit nachhause bringt. Seine ruhige und ausgeglichene Art wird sehr geliebt. Zu den 5 Jungs in der Gruppe kommen 8 Mädchen, von denen viele 1 oder 2 oder 3 Jahre alt sind. Emilian ist bei allen beliebt und wenn er beim Abholen nach der Mittagspause kurz in die Gruppe flitzt, („Ich muss noch L. Tschüß sagen!“) einem noch schlafenden Mädchen die Nase stupst und dann auf meinen Arm springt, dann fließt mein Herz über. Er fängt mit Lego an, er schreibt erste Worte und er ist überhaupt sehr süß und schlau. Eine Mama muss sowas über ihren Sohn sagen 🙂 Am Wochenende gehe ich zum ersten Mal mit ihm ins Kino. Wir wollen den „Heidi“-Film mit meiner Schwester sehen. Ich bin sehr aufgeregt und gespannt und auf alles gefasst. Aber meine Güte, es ist toll, so ein großes Kind zu haben! Er wird bald sechs…

Liam ist noch immer mit Abstand der fröhlichste und der lauteste von uns allen. Sein Lachen steckt jeden an. Er lacht über sich, über uns, über eine Geschichte, über einen Film oder einfach mal so. Er ist inzwischen so ganz ohne Windel und somit ein richtig großer Junge. Seit ein paar Wochen kommt er in jeder Nacht irgendwann in unser Bett getippelt, aber er schläft dann fest ein und ich liebe es, ihm diese Geborgenheit geben zu können. Liam hat einen ganz festen Platz in seiner Kindergartengruppe, die aus 9 Kindern besteht. Von den 6 Jungen und 2 Mädchen hat er sich ein 5jähriges Mädchen ausgesucht, um sie als Erste mal zu sich nachhause einzuladen. Das kleinere Mädchen ist 1 Jahr alt und eine Freundin der Familie. Wir holen sie ab und zu mit aus der Kita ab und unsere Jungs verehren sie.
Liam spielt gern mit Playmobil-Welten, aber seine größte Leidenschaft ist die Musik. Gitarre, Radio, Klavier, auf der Couch dancen – das ist Liam. Seit wir eine Zirkus-Show im Fernsehen gesehen haben, zieht er sich ab und zu bis auf die Unterwäsche aus, um „Übungen“ zu machen.
Liam hinterfragt die Welt und uns, er liebt seinen „Süßigkeiten-Teller“ in der Mittagspause, er liebt sein Laufrad und er liebt seinen großen Bruder, mit dem er toben, pupsen, gackern, das Kinderzimmer umräumen und Pläne für das Leben schmieden kann.

Die Pläne, die wir schmieden, haben mit den Geburtstagen der Kinder zu tun, mindestens 4 Hochzeiten warten in diesem Jahr auf uns und ein großer Augenblick wird die Einschulung im September sein.

Die unsichere Lage der vielen Menschen in der Welt und in Berlin um uns herum, macht uns dankbar für das, was wir haben. Gerade in Zeiten der beruflichen Neu- oder Umorientierung verzichten wir bewusst auf Dinge, die wir eigentlich nicht brauchen. Ich werfe schneller altes Zeug weg und schaffe Platz zum Atmen und Zeit für Freundschaften. Ein Abendessen mit Freunden, zu dem jeder etwas mitbringt, ist wertvoller als ein Candlelight-Dinner im Restaurant. Der Schatz der Bücherei hält viel länger als ein neu-gekauftes Buch.

Vielleicht ist das vorübergehend, vielleicht fällt es uns nicht immer so leicht, wie jetzt. Aber diese Erfahrungen, die wir jetzt machen, die Freundschaften, die wir jetzt vertiefen und die Zeiten, die wir jetzt genießen, sind für uns alle ein wichtiger Teil in unserem Leben.

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