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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Zwischenstand aus der MilchBar

Ich melde mich mal mit einem Update.
Vielleicht merkt ihr an der Stille auf dem Blog, dass uns zur Zeit andere Dinge beschäftigen. Und mit Stillen hat das im echten Leben leider nicht mehr viel zu tun.

Jari nimmt ordentlich zu, er bekommt Speck-Beinchen und einen faltigen Po. Er trinkt an machen Tagen mehr als 800ml – falls das interessiert. Mamas, die stillen, haben ja mit Mililitern nicht so viel zu tun. Seid froh!

Es ist nämlich so, dass ich immernoch keine Flaschen-Mama bin und das auch nicht sein werde. Nur ist das meinem Sohn egal. Ziemlich.
Er hat seit Tagen nicht mehr an der Brust getrunken – und ich lasse ihn jetzt. Was bringt es ihm und uns, wenn er höchstens versehentlich ein paar Tropfen Muttermilch schluckt – dabei aber brüllt und weint, bis ich brülle und weine.
Für eine klassische „Saugverwirrung“ ist Jari eigentlich schon zu alt und das sollte ausserdem kein Problem sein, weil ich immer mit Stillhütchen gestillt habe.
Wenn ihr also – ungeachtet dessen – noch einen guten Tipp habt, lese ich mir den gern durch.

Ich habe ziemlich schnell über ein paar logistische Umwege eine Milchpumpe aus der Apotheke leihen können. Jetzt ziehe ich mich mehrmals am Tag in eine stille Ecke zurück, fauche meine drei großen Männer an, wenn sie gucken kommen, versuche, nicht an einen Kuhstall zu denken – und pumpe meine Milch ab.

Es kommt eine größere Menge dabei heraus, als ich so dachte und ich freue mich über alles, was Jari von mir bekommen kann. Der Rest ist mir egal. Ich habe noch ein paar Hoffnungen, was den Besuch beim Osteopathen betrifft und wenn es sein soll, dass ich Jari noch stillen kann, dann ist es so. Aber wenn nicht, dann nicht.
Jari braucht in der Nacht nur noch eine Flasche und die stelle ich mir abends schon fertig ans Bett. So schlafe ich besser und tiefer, obwohl ich beim Flasche geben wacher sein muss, als beim Stillen. Denn wenn Jari schläft, dann schläft er auch richtig… und liegt nicht halb nuckelnd/halb schlafend neben mir.

Dass das jetzt alles so kam, ist inzwischen okay für uns – aber es hat mich doch überrascht und kurz verunsichert. Ich bin sehr froh, dass Jari jetzt 15 Wochen alt ist. Er hat lange meine Milch bekommen und wir müssen nicht um jedes Gramm kämpfen. Nicht mehr. Morgen Abend gibt es einen neuen Gewichtsstand!

Als wir heute Mittag nachhause kamen, fiel der Strom aus. Bei uns, unseren Nachbarn und sämtlichen Strassen rings um uns herum. Nach den ersten lustigen Momenten, in denen sich einige Nachbarn sofort zum Quatschen auf der Strasse trafen und mehrere Kinder plötzlich wieder in den Gärten spielten, fiel mir mit einem Schreck ein: Ich kann Jari nicht füttern, wenn wir keinen Strom haben!

Ich kann nicht abpumpen und kein Wasser warm machen!
Vielleicht hätte er sich irgendwann stillen lassen… aber er weint und kämpft sehr dagegen. Die Flaschenmilch läuft ihm nämlich einfach in den Mund, sobald ich ihm die Flasche hinhalte. Und für die Muttermilch muss er sich nicht nur viel mehr anstrengen – er muss auch ein paar Minuten „ansaugen“, bevor überhaupt etwas fließt. Darauf hat der kleine hungrige Jari keine Lust…
Und so packten wir heute Jaris Zeug und unser Mittag, das wir gerade machen wollten und fuhren nach Teltow zu Oma und Opa.

Natürlich hat so eine Flasche auch Vorteile:
Alle können Jari füttern.
Ich kann mich wieder anders anziehen.
Ich müsste nicht mehr so sehr auf meine Ernährung achten.
Wir wissen genau, wieviel Jari trinkt.
Jari hat keine Koliken mehr.
Und ich versuche jetzt, diese Vorteile zu feiern und das zu nutzen. Mal einen Schluck Wein, mal ein längeres Bad, mal schlafen… aber ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn sich auch dieses Baby in den nächsten Monaten noch irgendwie bei Mama stillen lassen würde.

Briefe vom Erstklässler

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Liam, das Mittelkind

Ich wollte euch mal was von Liam erzählen.. und das passt doch ganz gut zu seinem Geburtstag.

Als Älteste von vier Kindern habe ich nicht viel Erfahrung mit älteren Geschwistern und Mittelkindern. Ich weiß aber irgendwie, dass die Mittelkinder eher mal untergehen und manchmal eine extra Portion Aufmerksamkeit gut gebrauchen können.
Das sagt Wikipedia dazu:
„Anders als der Erstgeborene müssen sie von Geburt an um die Aufmerksamkeit der Eltern konkurrieren, verlieren aber den Sonderstatus des jüngsten Kindes an das Nesthäkchen mit dessen Geburt.“

Ich weiß aber auch, dass Liam unser Mittelkind ist…
Liam, der von der ersten Minute an lauter, wacher, forscher, stimmungsgeladener, mutiger, testender und einfach mehr da war, als sein großer Bruder Emilian war. Da war keine Konkurrenz.

Weil Emilian eher vorsichtig ist und Liam manchmal nicht zu viel nachdenkt, haben die beiden Brüder sich schnell in der Mitte getroffen uns sich gegenseitig gut getan. Emilian wurde ein bißchen mitgezogen und hatte mit Liam einen mutigen Freund – und Liam hat kaum Blödsinn von seinem großen Bruder gelernt und bewundert ihn bis heute. Ich bin so unglaublich dankbar, für diese Verbundenheit, die genau deswegen da ist. Meine beiden großen Jungs lieben sich. Sie brauchen sich. Und sie sind sich gegenseitig bester Freund und Gegenüber.

So dachte ich also, dass Liam seinen Platz als Mittelkind ganz gut finden wird. Die 5 Jahre Abstand zu Jari würden an der Liebe der Brüder nicht rütteln. Eher wollte ich darauf achten, den ruhigen Großen nicht aus den Augen zu verlieren. Liam verbringt sowieso mehr Zeit mit mir, weil Emilian jeden Tag früher zur Schule geht und meist nach Liam nachhause kommt.

Dann trafen wir uns mit Liams Erzieherinnen zum Entwicklungsgespräch. Sie waren wie immer voll des Lobes über Liam, der sich gut benimmt, ein hilfsbereites, redseliges, liebenswertes Kind ist und sich gut im Kita-Alltag auskennt und einbringt.

Ein paar Tage vor diesem Gespräch hatte sich Liam mit einer Schere ein paar Haarfransen abgeschnitten. Weil ihm das unglaublich unangenehm war, wurde diese Sache kaum besprochen und einfach stehen gelassen.
Wir redeten nun also mit den Erzieherinnen über Liam und sie stellten fest, dass Liam die letzten Monate, in denen sein großer Bruder von Kita zur Schule gewechselt war und in denen ein kleiner Bruder geboren war, sehr gut „verkraftet“ und mitgemacht hatte.
Und plötzlich fiel mir auf, wie sehr! sich das Leben und der Alltag dieses kleinen Kerls in kurzer Zeit verändert hatte! Und wie toll er damit umging und umgeht.
Die Erzieherinnen, selbst Mütter von einmal 4 und einmal 3 Kindern, merkten an, dass dieser Haarschnitt ein kleiner „Schrei nach Aufmerksamkeit“ gewesen sein könnte.
Es ist nicht meine Art, zu jeder Tat eines Kindes gleich einen tieferen Hintergrund als Erklärung zu suchen – Liam war kurz vorher beim Friseur und auch das könnte ein einfacher Grund für seinen Versuch gewesen sein – aber auch als Erzieherin schätze ich die Anregungen der Erzieher und Lehrer meiner Kinder in bestimmten Lebensphasen und so behielt ich diesen Gedanken des „Aufmerksamkeitsschreis“ im Hinterkopf.

Und mit einem kleinem Erschrecken stellte ich fest, dass die viele Aufmerksamkeit, die Liam von uns bekam, tatsächlich nicht immer die positive, bestärkende war. Nicht immer.

Ja, er verbringt täglich vielleicht mehr Zeit als Emilian mit Mama und Papa… Aber Emilian bekommt viel Aufmerksamkeit und Lob, was die Schule und das Lernen und die Hausaufgaben betrifft. Er wird für seine Fortschritte bewundert, er bekommt extra Ruhe für die Schulaufgaben und er erlebt etwas Neues und Aufregendes – weg von der Kita und dem ähnlichen Alltag für beide Jungs.
Und Jari verlangt sowieso gerade Aufmerksamkeit – und bekommt sie auch von allen Seiten.

Liam ist in seiner Liebe zu Jari manchmal etwas stürmisch.
Liam ist manchmal zu laut, wenn Emilian Hausaufgaben machen muss.
Liam ist manchmal verträumt, wenn wir schnell gehen müssen.
Liam hat manchmal einen Rappel und tobt laut über Tisch und Bänke.
Liam muss manchmal einfach laut singen.

Das zu wissen und auf ein Gleichgewicht zu achten, hilft mir sehr!

Liam ist ein sehr liebevoller großer Bruder. Um Jari zu beruhigen, zum Lachen zu bringen, lässt er alles stehen und liegen. Inzwischen kennt Jari ihn und strahlt ihn an – umso besser. Oft legt Liam sich morgens neben Jari ins Bett und erzählt mit ihm.

Liam ist ein sehr bewundernder kleiner Bruder. Er lernt gern mit Emilian mit und lässt sich viel Neues aus der Schule erklären. Er hört den Geschichten aus dem Schulalltag zu und möchte Emilian in nichts nachstehen.

Liam ist ein ganz tolles Kind, ein Vorschulkind! Er hat seine Freunde. Er sagt, was er möchte und nicht möchte. Er ist musikalisch und sportlich und fit und humorvoll und aufmerksam und feinfühlig und liebenswert. Wir lachen so viel mit ihm. Er ist kreativ. Er kann sich gut Dinge merken. Er ist kindlich ehrlich und zutraulich. Er ist so begeisterungsfähig. Er zeigt seine Liebe. Er liebt es, zu singen und auf seinem neuen Schlagzeug zum spielen. Er liebt kleine Spiele wie Uno, Lotti Karotti oder Quartett. Er spielt Rollenspiele und liebt seine Autos oder Flugzeuge, um in deren Welten zu verschwinden.

Er redet und fragt, was er denkt und nachdenkt. Sicher hat Emilian mit 4 oder 5 Jahren auch viel gedacht, er hat es aber nicht so ausgesprochen oder mitgeteilt. Liam hat tiefe, gute Fragen und stellt sie ehrlich. Ausgelacht werden oder nicht verstanden werden kränkt ihn sehr!

Liam stellt Fragen wie:
– „Können Babys im Schlaf sterben? Woher weiß man denn, ob Jari noch lebt, wenn er schläft?“

– „Wird Jari mal ein Junge oder ein Mädchen? Werden wir ja dann sehen… Heute sieht er so aus, wie ein Mädchen.“
(Wir haben das Gespräch mit ihm weitergeführt. Er, der nur Brüder hat, wusste tatsächlich nicht direkt, wie sich Jungen und Mädchen unterscheiden – ausser in der Kleidung. Als wir mal so nachfragten, ob er beim Duschen nach dem Schwimmen mit den Mädchen zusammen war und so, dachte er nach und sagte sowas wie: „Ich kann doch nicht immer nach unten gucken, dann laufe ich ja gegen eine Wand.“)

– „Warum hat Emilian immer so viel Angst? Ältere müssen doch mutig sein.“

Er wechselt schnell zwischen Ernst und Quatsch. Und wenn dann so eine Frage beantwortet ist und Emilian noch lange zuhören und forschen kann und wir zusehen, wie sein Kopf Informationen aufsaugt, dann ist es für Liam aber gut und er summt ein Liedchen und geht seines Weges.

Zur U8 ging er stolz und neugierig mit der Arzthelferin mit. Für ihn war die Untersuchung ein Test, ob er 5 werden darf.
Ich vergleiche ihn nicht mit Emilian, weil sie so unterschiedlich sind. Ich freue mich über seine Neugier und Lebensfreude, seinen Humor und seine Gedanken.

Die herausfordernden Trotz-Phasen haben wir überstanden. Er hat uns ausgetestet und lautstark seine Wünsche mitgeteilt. Schritten wie „Nuckel abgeben“ oder „aufs Töpfchen gehen“ sind wir erst aus dem Weg gegangen, weil Liam ordentlich Theater machen konnte.

Liam hat es genossen, kleiner Bruder zu sein und nun war es toll und wichtig für ihn, großer Bruder zu werden. Er ist jetzt das Mittelkind, aber er wird von vier Personen hier geliebt und gebraucht. Er hat seine speziellen Rituale mit Mama, mit Papa und mit Emilian und Jari.

Liam ist Liam.
Und er ist so ein toller, hübscher, intelligenter Junge.
Nicht „kleiner Bruder von Emilian“ und nicht „großer Bruder von Jari“ – obwohl die Jungs offensichtlich auch als Drillinge durchgehen würden. Die zwei Jahre Unterschied zu Emilian merken wir kaum.

Ich finde es wichtig, darauf zu achten, wie ich mit Liam rede. Er ist sehr feinfühlig für Stimmungen und möchte und darf als großer Junge behandelt werden. Mündliches Lob und direkte Anerkennung tun ihm gut. Ein kleines, aber ernst gemeintes liebes Wort zwischendurch, das ihm zeigt, dass ich ihn sehe, ist so wichtig. Versprechen und Abmachungen einzuhalten sind wichtig für Liam. Spaß und Quatsch und Wortspiele sind wichtig. Einen kleinen ausgedachten Witz von ihm lustig zu finden, ist wichtig. Seine Erzählungen anhören und reagieren, ist wichtig. Mit 5 Jahren möchte er angehört und verstanden werden, nicht im Schatten von den Brüdern stehen.

Ich fand und finde es nicht herausfordernd, alle meine Jungs zu lieben. Jeder von ihnen ist anders und unterschiedlich liebenswert. Aber die gute, ermutigende, fördernde Aufmerksamkeit, die ein Junge von seiner Mama braucht, die möchte ich geben und nicht damit sparen!

Bäm! Da ist Liam!

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Mal wieder nach Innen hören.

Heute war ein ganz fauler Freitag.
Wir sind früh (Ferien-früh um 8:30 Uhr) aufgestanden, um eine Show im Planetarium zu sehen – später mehr dazu.
Und das war dann auch schon das größte Highlight des Tages.

Wir saßen auf der Couch, haben Hörbücher angehört, Bücher vorgelesen, getobt, gespielt und ganz laut Pentatonix Videos angeschaut bzw. das neueste Weihnachtsalbum angehört. Es gab Walnüsse, Mandarinen, getrocknete Aprikosen, Tee und Apfelkuchen.
Und wir haben gesehen, dass es ganz neue Aufnahmen von Google in Amerika gibt! Mit sehnsüchtigen Herzen sind wir auf unseren Alltags-Wegen von 2014 entlang-gegoogelt und haben uns für ein paar Minuten nach Kalifornien gebeamt. Emilian war so fasziniert, Liam hat die Strassen nur uns zuliebe „wiedererkannt“, fürchte ich…

Jetzt habe ich die Böden gesaugt, ich höre die Jungs noch im Bett flüstern, lege die Beine hoch und entspanne.

Achtung Überleitung: Entspannung ist das Stichwort.

Gegen 13:00 Uhr klingelte es an der Tür und meine Hebamme kam zur ersten häuslichen Vorsorge-Untersuchung. Sie wird sich ab jetzt mit dem Frauenarzt abwechseln und mir jeden zweiten Gang zum Arzt abnehmen.

Ich habe den Tumult um die Hebammen in Deutschland in den letzten Monaten und Jahren verfolgt, jedoch bis jetzt keinen Beitrag aus meiner Feder dazu geliefert.

Mit ganzem Herzen bin ich der Meinung, dass eine Hebamme eine äußerst wichtige Aufgabe hat und auf gar keinen Fall ersetzt/reduziert/weggekürzt oder für unwichtig erklärt werden sollte! Ich finde es schrecklich, dass Männer entscheiden, dass Geburtshäuser in dünner besiedelten Orten schließen müssen, dass Babys in Autos geboren werden, weil keine Hebammen-Praxis mehr in der Nähe ist und dass Frauen verunsichert und allein gelassen werden!

Jedoch hätte ich in solchen Beiträgen nur wiederholt, was andere tausende Mütter bereits geschrieben, gerufen, gebrüllt oder geschimpft haben. Ich persönlich kann nicht sagen, dass ich traumatische Zustände unter der Geburt erlebt habe, die in Anwesenheit einer Hebamme nicht stattgefunden hätten. – Im Gegenteil: Meine Hebammen waren so unvorbereitet bzw. überrascht, dass ich sie tatsächlich kaum gebraucht habe.

Bei Emilian hatten wir eine Beleghebamme gebucht. Sie war eine ganz tolle Frau und tat uns sehr gut – jedoch konnte sie mir bis zum Ende nicht glauben, dass mein Kind wahrscheinlich sehr schnell kommen würde. Wir schafften es gerade so ins Krankenhaus und zu der Zeit, zu der sie sich eigentlich mit uns dort verabredet hatte, lagen wir Eltern mit dem kleinen Paket schon wieder zuhause im Bett.
Ich kann mich nicht erinnern, was sie während der Geburt gesagt oder gemacht hat.

Als Liam kam, ging es noch schneller und das Geld für eine Beleghebamme sparten wir diesmal. Ich weiß weder, wie die Hebamme im Kreissaal aussah, noch wie sie hieß… sie hatte gerade Zeit, meine Dokumente fertigzustellen und dann kam sie ans Bett, um Liam aufzufangen.

Ich weiß, dass die Hebammen bei beiden Kindern ganz wichtig für mich waren, dass sie mich vorher und nachher bestärkt und beruhigt haben, dass sie uns mit medizinischer Erfahrung zur Seite standen und den Überblick behalten haben. Gerade in der Zeit der Vorsorge und im Wochenbett brauchte ich sie.
Meine schnellen kurzen Geburten funktionierten jedoch fast von ganz allein.

Sehr gern empfehle ich euch an der Stelle den HebammenBlog von Jana. Ich liebe ihre Texte und hab beim ElternBloggerCafe am Sonntag mal ein  paar Worte mit ihr gewechselt.

Heute kam nun also Frau U., die mich auch in der letzten Schwangerschaft mit Liam zuhause betreut hatte.
Ihre eigenen Kinder sind im Teenie-Alter, sie ist eine erfahrene, ruhige, kompetente Frau. Inzwischen ist sie mit einer halben Stelle im Krankenhaus angestellt – wieder das aktuelle Hebammen-Problem – aber sie sagt, vor Anrufen und Anfragen kann sie sich kaum retten.

Wir saßen am Wohnzimmertisch, tranken Tee und unterhielten uns. Die beiden Großen gackerten oben im Kinderzimmer, ich erzählte, dass es mir gut geht, dass es keine Fragen oder Probleme gibt und dass ich an manchen Tagen abends beim Ausziehen den Bauch sehe und denke: „Stimmt! Ich bin ja schwanger!“
Sie erzählte von ihren Frauen, die sie betreut. Von ganz ängstlichen Mamas, die sich kaum trauten, den Bauch anzufassen, die jeden stärkeren Tritt des Babys sofort dem Arzt meldeten und die einfach so verunsichert waren.

Ich kann das gut verstehen.
Mütter und Schwangere sind so leicht zu verunsichern!
„Mach das nicht! Du sollst doch nicht… Hast du daran gedacht? Willst du das wirklich essen?“

Natürlich möchte keine Mama ihrem Ungeborenen schaden, sondern gibt ihr Bestes. Aber das ist von aussen vielleicht nicht immer so zu erkennen und jeder, (besonders gern Personen ohne eigene Kinder), ist der Meinung, er müsste der Mama mal einen Tipp geben bzw. seine Meinung mitteilen.

Und dann gibt es die Firmen, die damit Geld verdienen, junge Eltern zu verunsichern. „Nur dieses Bett kann deinem Baby den perfekten Schlaf bescheren! Und nur dieser Hochstuhl sorgt für einen gesunden Rücken. Nur diese Milch ist wie Muttermilch. Nur diese Creme pflegt und schützt die Haut.“

Kann man es wagen, ein billigeres Produkt zu nehmen, wenn es um mein Baby geht? Darf man wirklich ein Möbelstück kaufen, ohne einen Warentest gelesen zu haben? Was ist, wenn es zu dieser Sorte keine Bewertungen im Internet gibt?

Und so weiter. Ihr wisst, was ich meine.
Ich sage nicht, dass es nicht das Beste und Größte und Teuerste für das Baby sein darf. Klar, darf es! Muss es aber nicht. Schon gar nicht, wenn ich verunsichert bin.

Auf Facebook geht (oder schaukelt) gerade ein Bett herum, dass ein Baby selbständig, mit Mamas-Bauch ähnlichen Bewegungen, in den Schlaf schukkelt, über Monitor die Nöte des Babys zu Mama und Papa schickt und überhaupt viel Geld kostet.
Echt jetzt?
Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll!
Damit das Baby sich an Geruch, Geräusche und Bewegungen der Mama erinnert, braucht es vielleicht einfach … eine Mama.

Meine Hebamme beobachtet den Verlauf der Geschichte, sie sieht, wie die Kaiserschnitt-Tendenz ansteigt, wie aus „normal“ langsam ein „unnormal“ wird, wie Maschinen und Medikamente Gefühle und Schmerzen nehmen und sie sagt: Geburt wird uns Frauen weggenommen.

Dann sagte sie:
„Es tut mir richtig gut, sich mit Ihnen mal so entspannt und normal zu unterhalten.“

Ich hab darüber nachgedacht.
Als Emilian geboren wurde, war ich ziemlich entspannt. Er war ein pflegeleichtes Baby, ließ uns schlafen und  die auf Hochzeiten gehen, er trank und schlief und wuchs.

Zu Liams Zeit war unser Leben aufregend und wir zogen gerade um. Ich war nicht entspannt, weil Liam nicht entspannt war. Und Liam war nicht entspannt, weil ich nicht entspannt war. Er hatte Bauchschmerzen, schlief wenig und weinte viel. Trotzdem machte ich mich nicht verrückt, denn ich wusste, Phasen kommen und gehen und ich konnte Liams Unruhe auf meine Unruhe schließen.

Jetzt gerade bin ich tiefenentspannt!
Ich schlafe viel, die Kinder sind selbständig und einigermaßen vernünftig, ich habe Zeit für mich, ich kann abschalten und die Beine hochlegen.
Und obwohl ich eher eine ruhigere, gechilltere Mama war und bin, denke ich: Jetzt mache ich alles nochmal ganz in Ruhe! Dieses Baby möchte ich richtig genießen! Das und das und das werde ich nicht wieder so machen. Ich lasse mich nicht verunsichern. Ich lasse mir Zeit! Ich höre auf meinen Bauch!

Und ich frage mich, warum das Bauchgefühl eigentlich so schnell überhört und ignoriert wird. Frau U. bedauert, dass werdende Mamas keinen Mut mehr haben, auf sich zu hören und selbst zu spüren, was richtig ist.

Wir Frauen sind perfekt ausgestattet und vorbereitet – und das ist nicht einfach so passiert oder „dank der Natur“ entstanden. Als ich mit 24 Jahren zum ersten Mal Mama wurde, war ich schwer davon beeindruckt, wie sehr mein Körper wusste, was dran ist, was sich gut anfühlt und was nicht.

Es war nicht alles perfekt oder Lehrbuch-mäßig.
Emilian wurde mit einer Saugglocke geholt, weil die Nabelschnur um seinen Hals gewickelt war.
Ich habe beide Kinder je 12 Monate mit Stillhütchen gestillt, obwohl beide Hebammen sagten, davon würde die Milch weniger werden.
Emilian wurde geschoben. Liam hing in der Manduca.
Bei Emilian stand ich Nacht für Nacht am Bett, bis er eingeschlafen war. Liam schlief lange noch bei uns unten im Wohnzimmer ein und wir trugen ihn dann hoch, wenn wir ins Bett gingen.
Selbst mit beiden Fehlgeburten, einmal mit medizinischer Hilfe und einmal ohne, konnte mein Körper fast selbständig umgehen und ich konnte bald danach wieder schwanger werden.

Jedes Kind ist anders. Jede Geburt ist anders.
Unser Körper, unser Bauchgefühl kann aber damit umgehen und kann und wird uns ein Gefühl dafür geben, was dran ist. Ich sehe das als ein großes Geschenk, das wir von Gott bekommen haben.

In mir entsteht gerade ein Mensch!
Manchmal finde ich das so unglaublich, dass es gruselig ist. Wie kann ich da nicht an ein Wunder glauben? Da wächst was – und dennoch geht mein Leben fast normal weiter. Ich muss keinen Zaubertrank trinken, nicht an Geräte angeschlossen sein – einfach so wächst da was in mir.
Mein Körper hat alles, was ich und dieses Menschlein brauchen, um klarzukommen – und auch über die Geburt hinaus.

Ich möchte alle jungen und werdenden Mamas ermutigen, auf sich, auf das Gefühl innen drin zu hören!
Wenn es sich für euch gut anfühlt, …
… Erdbeeren und saure Gurken zu essen…
… in der Schwangerschaft Rad zu fahren…
… das Baby zuhause zu entbinden…
… nicht im 6. Monat mit dem ersten Brei anzufangen…
… das Baby mit in eurem Bett schlafen zu lassen…
… was auch immer …

Egal!
Egal, was andere sagen und gelernt haben und denken und wissen: Wenn es dir und deinem Baby gut geht, dann ist es gut so!

Ich wünsche uns, dass wir die Weisheit und den Überblick unserer Hebammen wieder schätzen lernen.

Ich wünsche uns, dass wir uns von erfahrenen Frauen wieder zeigen lassen, wie sich ein Bauchgefühl anhört und welche Schätze unser Körper vorbereitet.

Ich wünsche uns Entspanntheit und Klarheit, auf uns und unser Baby zu achten, auch wenn der Rest der Welt es besser weiß.

***

Damit das auch gesagt ist:
1. Ich weiß, dass es Momente gibt, in denen wir wirklich sicher sind, dass eine Mama ihrem Baby schadet, weil sie…
Mit viel Sensibilität und Feingefühl können wir natürlich nachfragen und Dinge ansprechen, die uns auffallen. Wir können andere mit unserem Bauchgefühl anstecken oder unterstützen, wenn es angebracht ist.

2. Es gibt natürlich auch Hebammen, die ganz fürchterlichen Schaden anrichten, weil sie… überfordert sind, von der alten Schule sind, wenig Erfahrung haben, schlechte Laune haben, was auch immer.
Ich weiß, dass einige Hebammen Müttern weh tun, dass sie sie überstimmen, dass sie ihnen nicht zutrauen, auf ihr Bauchgefühl zu hören, dass sie neue Mamas unterschätzen und belächeln.
Diese Frauen gibt es auch.
Aber ihr wisst, um was es mir geht.

Meine Hebamme sagte heute:
Früher wurden naive, unbesorgte Mamas schnell belächelt, als Dummchen bezeichnet.
Heute wünscht sie sich, dass Frauen wieder mehr naiv an Schwangerschaft und Geburt herangehen.
„Es wird schon gut werden.“
„So viele Frauen vor mir haben das geschafft, dann schaffe ich das auch!“

In diesem Sinne:
Du bist die Mama.
Du bist die Heldin.
Es wird schon alles gut!

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Mein Vorschuljunge

Man sagt, dass ich früher mal mehr im Blog geschrieben habe. Sehe ich auch so. Mehr, als nur „12 von 12“ und „Hallo, neuer Monat!“ Und so.

Ich hatte mehr Zeit. Und weniger drumherum. Was auch so alles in meinem Kopf herumschwirrt… Soll ich mal sammeln?

Der Haushalt, Umräum-Pläne hier und da, das Büro sortieren, die Wäsche, Kinderkleidung passend und sauber halten, der Garten, der Mann, abends weggehen und so, die Ehe lebendig halten, die Kinder, der Große und der Kleine, Kitaprogramm, Vorschulkram, Eltern-Treffs, Beziehungen bauen und pflegen, Freundschaften, Freundinnen fragen, wie es ihnen geht, die Familie, Geburtstage, whatsapp, Hochzeitsgeschenke, Karten schreiben, Emails beantworten, die Kirche, Ehrenämter, Veranstaltungen, Kurse besuchen und vorbereiten, mit Freunden wegfahren, mal was für mich, einkaufen, die berufliche Situation, fast kein Einkommen haben, planen, vorsorgen, keine Sorgen machen, die Nägel lackieren, die Nachbarn kennenlernen, Bücher lesen, genug schlafen, gut aussehen, glücklich sein.

Das ist alles so in meinem Kopf. Und noch mehr.
Mein Büro-Job hat mein Leben jetzt nicht unbedingt viel anstrengender gemacht – aber die 11 Stunden in der Woche sind halt weg. Ich bin egoistisch und nehme im Kopf fast nichts von der Arbeit mit nachhause, im Büro nicht an Privates zu denken, klappt nicht immer.

Das soll jetzt keine Ausrede sein, warum ich hier nicht mehr so oft schreibe. Material hab ich im Kopf und Herz genug! Irgendwas muss aber immer warten. So ist das.

Zum Beispiel habe ich in diesem Jahr auch (noch) nicht geschafft, die Geburtstagsbriefe an meine Jungs zu schreiben. Es kostet Zeit und Nerven, aber sowas lohnt sich. Zum Aufschreiben, zum Behalten, zum Vorlesen und zum immer wieder Lesen.

 

Heute schreibe ich deswegen einfach mal so ein paar Gedanken über Emilian auf. Mein Großer. Mein Vorschulkind.

Er ist so toll.
Er ist schlau. Er ist sensibel. Er ist aufmerksam. Er ist ausdauernd. Er ist gewissenhaft. Er ist ehrgeizig. Er ist fürsorglich. Er ist nachgiebig. Er ist humorvoll. Er ist schnell. Er ist gewitzt. Er ist liebevoll. Er ist geduldig. Er ist kreativ.

Wir teilen die Liebe zu Büchern und Hörspielen, die Freude am draußen sein, die Liebe zu Kleinigkeiten und Besonderheiten, die Fähigkeit, Freundschaften zu beginnen und zu halten.

Ich höre gern von seinen Gedanken, Fragen und Antworten und er hilft mir, die Welt zu erklären und zu verstehen. Er hat tolle Lieblingsthemen und kann sich viele Einzelheiten über lange Zeiten hin merken. Die Schule wird ihm neue Welten eröffnen und er wird begeistert in diese Welten eintauchen.

Ach ja… die Schule.
Ich erinnere mich an das kleine, stille, schüchterne Mädchen, das 1991 eingeschult wurde. Und in 4 Monaten ist es für Emilian soweit. Vier Monate!

Unsicherheiten und Sorgen und Fragen bewegen mich. Auf der anderen Seite ein fettgedrucktes „Das haben bis jetzt alle vor uns auch geschafft!“ 
Ich versuche, ganz viel Freude und Neuiger und Vorfreude mit Emilian zu teilen. Ängste werden schon früh genug kommen.

Es gibt Momente, in denen er sich fest an mich klammert und sich keinen Schritt wegtraut. Sehr häufig kam das am Anfang dieses Jahres vor, was mit dem Beginn meiner Arbeit zu tun haben kann. Umso wichtiger ist es mir geworden, Zeiten in Ruhe oder Zeiten zu zweit zu finden.

Weil er im Kindergarten und im Kindergottesdienst gar nicht gern ohne mich sein wollte, habe ich mich gefragt, woran das liegt. Vertraute Personen, gute Freunde, bekannte Umgebung.

Ich habe mich gefragt, was ihm wirklich Spaß macht.
Ist das Kinderzimmer zu voll?
Sind die Wochentage zu voll?
Ist mein Alltag zu voll?

Eine Veränderung brachte auf jeden Fall das wärmere Wetter. Wenn er mit Liam in seiner „Höhle“ oder auf dem Sandberg spielen, experimentieren, phantasieren und an frischer Luft Kind sein darf, ist er ausgeglichener. Eine Runde Rad fahren, schaukeln und klettern tut ihm gut. Hörspiele und Malhefte helfen ihm, den Kopf abzuschalten.

Dann ist mir aber noch eine andere Sache aufgefallen:
Seit Mitte März ungefähr gehen wir regelmäßig, einmal in der Woche zur „Teestube“. Das ist ein kleiner Raum in einer großen Gemeinschaftsunterkunft, ein paar Minuten entfernt von uns.

Es war mir wichtig, dabei zu sein, weil diese Unterkunft so nah bei uns ist und weil die Kinder dort inzwischen fast fließend deutsch sprechen können. Wir sind dort meist so 2 Stunden und trinken Tee, Kaffee oder Kakao, wir spielen und puzzeln, wir klettern und rutschen, wir reden und lachen.

Es ist kein großes Ding für mich. Aber für die Kinder.

Als die Flüchtlingskinder mich nach den ersten Besuchen anlächelten, mich erkannten und nach meinen Jungs fragten, wenn nur einer von ihnen dabei war, wusste ich, dass ich da richtig bin.

Egal, wie voll der Tag oder wie spannend das Spiel gerade ist… Wenn ich rufe: „Wollen wir zur Teestube?“, rufen meine beiden Kinder „Jaaa!“ und ziehen ihre Schuhe an. Das berührt mich sehr, denn ich weiß, wie wichtig diese Beziehungen sind. Für uns alle.

Der Raum der Teestube ist nicht besonders warm, es ist laut und nicht sehr sauber. Die Stühle sind wahrscheinlich von überall gesammelt, es ist eng und die Regale sind voll mit irgendwelchem Zeug. Aber der Raum ist voller Liebe und Leben!

Ich sehe, wieviel Spaß Emilian dabei hat, völlig fremden Jungs ein Spiel zu erklären. Wie er vor Aufregung wie ein Flummi auf der Couch hüpft und die Zahl des Würfels kaum erwarten kann. Wie er loslacht, wenn ein Spielstein weiterziehen darf.

Ohne nachgedacht zu haben, habe ich ein Spiel mitgenommen, bei dem es keine Gewinner oder Verlierer gibt, sondern sozusagen die Gruppe gegen das Spiel spielt. Und der Jubel war soo laut, als die Kinder knapp gewonnen haben.

Die coolen Jungs, die heimlich lächeln, wenn sie eine gute Zahl würfeln. Die schüchternen Mädchen, die ihren Kakao löffeln und mir ihren Namen flüstern. Die Rabauken, die durch den Raum flitzen und alle ihren Namen aufschreiben lassen. Die Brüder und Schwestern, die jeweils dem anderen einen Platz freihalten. Und meine Kinder, die lernen, wie gut sich teilen anfühlt.

In der letzten Woche hatten wir einen Fußball dabei und spielten ein bißchen auf dem Hof. Als es kälter wurde, ging ich mit Liam in den Raum zurück, Emilian blieb draußen.
Später kam ein junger Mann zu mir und fragte mich auf englisch, ob er mit meinem Sohn spielen dürfe. Und dann spielten sie zu zweit, später zu dritt und zu viert – in mehreren Sprachen.

Die „Teestube“ hat mir wieder gezeigt, dass es etwas gibt, was Emilians Herz berührt und fröhlich macht. Ja, ich bin mit ihm da, aber er spielt frei, rennt umher, lacht und tobt.

Ich möchte viele dieser Momente in diesem Sommer mit Emilian erleben, im letzten Sommer vor der Schule. Und ich möchte ihm nicht vermitteln, dass Schule irgendwas mit dem Ernst des Lebens zu tun hat.

Ich möchte ihm zuhören, wenn er philosophiert. Ich möchte auf dem Fahrrad neben ihm fahren und reden. Ich möchte mit ihm lesen und schreiben, backen und Unkraut zupfen. Ich möchte ihn zum Lachen bringen und ihn auf den Schoß nehmen, so oft es geht.

Und wenn all‘ das Neue im Leben zu aufregend für uns beide ist, dann möchte ich ihn mit Geduld und Liebe ermutigen. Und festhalten, wenn es sein muss. Und loslassen, wenn es sein muss.

 

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Mama am Schreibtisch

Während wir uns auf den Frühling freuen und gegen kleine Erkältungen kämpfen, während wir unsere Lampen mehr wahrnehmen und es noch drei Tage bis zum Experiment sind, während eigentlich alles andere wie immer ist, wird sich doch eine Kleinigkeit ab morgen ändern: Ich werde wieder arbeiten gehen!

Dieses Angebot und dann meine Entscheidung kam sehr überraschend und schnell. Ich werde an drei Tagen für ein paar Stunden in der Woche im Büro eines Finanzmaklers arbeiten. Diese Möglichkeit bot sich spontan und passte einfach gut zu uns. Auch, wenn „irgendwas mit Finanzen“ nicht gerade an erster Stelle meiner Interessenliste steht und ich viele dumme Fragen stellen werde, nehme ich die Herausforderung an!

Ich bin sehr froh, dass sich für die Kinder nichts ändern wird. Mein Kopf kann mal für ein paar Stunden an ganz andere Dinge denken und ich kann unsere Haushaltskasse wenigstens ein bißchen auffüllen.

Es fühlt sich komisch an, nach ziemlich genau sechs Jahren wieder „zur Arbeit“ zu gehen. Wieder wichtige Formulare ausfüllen, mehr darauf achten, wie ich aussehe, was ich anziehe, pünktlich sein müssen, die Kinder schnell in die Kita bringen. Alles das hatte ich lange nicht. Aber die Umstände passen gut, der Arbeitsweg ist ein Witz  und die Arbeit, die auf mich wartet, ist nicht ganz neu für mich.
Ich bin gespannt und freue mich!

 

Am Sonntag Nachmittag hatten wir einen Mitabeiter von Lumizil und einen Kamera-Mann zu Besuch. Wir hatten viel Spaß zusammen und fühlen uns gut betreut. Morgen kommt ein nächstes Presse-Team.
Wir haben heute alle Lampen fotografiert und überlegt, wo wir gern neue und wo wir gern zusätzliche Lampen hätten.

Die Jungs haben ihre Faschingskostüme für morgen schon zusammen gepackt. Und ich werde ins Büro gehen. Oh, meine Güte!

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