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Hallo Juli!

Ist heute etwa schon der 3. Juli?
Uups, egal.
Wenn man Besuch aus Kalifornien hat, den man über 2 Jahre nicht gesehen hat und auch erstmal nicht wiedersehen wird, dann ist alles andere egal. So ist das nämlich.

Dazu muss ich kurz erzählen:
In letzter Zeit (in Hinblick auf den Besuch) haben wir drei Großen vermehrt von Kalifornien erzählt, Fotos angesehen, Kleidung wiedergefunden..
…und wir haben festgestellt, dass Emilian zwar seinen Akzent verloren hat, aber sich an jede Menge Orte, Personen, Situationen erinnern kann.
Liam.. weiß nichts mehr. Nichts!
Wir haben ihm so viele Fotos gezeigt, Videos.. haach und er hat es uns zuliebe wirklich versucht, sich zu erinnern. Das hab ich ihm angesehen. Aber da war nichts mehr. Mein Herz weint.
Er ist dort drei geworden, er hat dort sprechen gelernt..

Nachdem wir jetzt aber zwei volle Tage mit den Freunden und deren Kindern verbracht haben, der Bildschirmschoner mit über tausend Fotos wieder lief.. da kamen Dinge zurück. Beide Kinder fingen ganz zart und vorsichtig an, wieder englisch zu reden. Liam saß vor den Bildern und in seinem Kopf arbeitete es. Er würde sich erinnern. Wenn wir nur bald wieder dort sein könnten!
Dafür brauchen wir ein Wunder. Oder jede Menge Geld. Oder beides.
Nun stellt euch vor, heute wäre der 1. Juli!

 

Im Juli werde ich…

… Freunde aus Kalifornien wiedersehen.
… mich an unser neues Auto gewöhnen.
(Wir durften meinem Schwiegervater seins abkaufen und haben nun wieder ein Auto. Natürlich waren wir genau während des Jahrhundertregens ohne Auto…

… mit den Kindern zu einer Feier für Blogger gehen.
… Sommerfeste mit Kita, Schule und Freunden feiern.
… aufs Feld zum Himbeeren pflücken gehen. Lecker!
… den MOPS-Jahresabschluss feiern!
… mit Emilian das Ende der 1. Klasse feiern! Yeah!
… Sommerferien genießen!
… in den Zoo und an den See fahren, zum Britzer Garten, Karls Erdbeerhof und anderen Parks gehen.
… Geburtstage feiern.
… Jaris ersten halben Geburtstag feiern!
… ausschlafen.
… lesen.
… in der Sonne sitzen.
… Kuchen backen.
… Himbeeren essen.

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Große Frühlingsliebe

Jetzt hab ich mir grad mal Zeit genommen und mich hingesetzt, um endlich mal wieder einen Eintrag zu schreiben, da fällt mir ein, dass morgen der 1. ist und ich ja sowieso dran bin. Moaahr.

Dass ich so wenig Zeit für den Blog habe, schiebe ich jetzt einfach mal auf den Frühling. Es ist schön, keine Zeit für drinnen zu haben, wenn man viel draußen ist. Denn es ist ja nicht so, dass bei uns weniger passiert…

Zusammen mit Freunden und Oma und Opa waren wir, schon fast traditionell, beim Osterfeuer im Britzer Garten. Naja, diese Idee hatten allerdings nicht nur wir… Aber wir lieben den Britzer Garten ja, weil er so groß ist. Wir stromerten ein bißchen rum, probierten mal neue Wege aus, vor allem genossen wir die Sonne. Oh ja!

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Nach und nach trafen wir unsere Freunde und sammelten uns ums Feuer herum. Allerdings ging die Sonne unter, lange bevor das Feuer anging. Es wurde sehr kalt und so zogen wir los und sahen das große Feuer dann aus der Ferne.

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Den Ostergottesdienst feierten wir mit großem Brunch in der Kirche.

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Der Ostermontag war so wunderschön. Ich hab mich für die arbeitende Bevölkerung gefreut, die frei hatte und endlich das schöne Wetter auch mal von morgens bis abends genießen konnte. Ach.. ich hatte ja auch frei!
Wir wollten eigentlich zu viert eine Radtour machen, aber bei diesem Sonnenschein hat mich einfach jeder Krümel im und um das Haus angefleht, ihn wegzumachen und so sind die Männer mit den Rädern losgezogen. Unterwegs haben sie die Uroma besucht, waren dort auf Toilette und haben Süßigkeiten abgestaubt. Wie das eben so ist. Ich habe gefegt, geputzt, geräumt und draußen im Garten den Winterstaub entfernt. Das ist das beste Gefühl!

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Das Foto hab ich bei Facebook schon gezeigt.
Die Gartenarbeit, die ich am wenigsten liebe, Blätter aus den Kieseln pflücken, zeigt immerhin, dass essie der beste Nagellack ist!

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Meine Kamera und mein Garten!!

Am Dienstag hatten wir Besuch und den Abend habe ich mit einer Freundin verbracht, die jetzt für 3 Wochen zur Kur gefahren ist.

Für den Mittwoch Nachmittag war ich mit einer Freundin verabredet, die in einem wunderschönen Haus Kinderparadies wohnt. Weder wollten ihre Kinder was von meinen wissen, noch waren meine an ihren beiden interessiert. So spielten die einen draußen und die anderen (meine) verwüsteten das Wohnzimmer drinnen. Wir zwei Mamas saßen im Sonnenschein bei leckerstem Cheesecake und quatschten.

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Unser Motto war: „Lasst die Kinder Kinder sein.“ 

Wir ließen viel Lautstärke und Unordnung zu, fand ich. Meine Freundin war allerdings völlig entspannt.
Plötzlich war es dann 18:30 Uhr!
Wir aßen zusammen das Abendbrot und weil unsere Kinder sich dann plötzlich anfreundeten und einer den anderen zum Lachen brachte, machte ich mich mit sehr glücklichen Kindern schnell auf den Heimweg. (Weil es laut und verrückt wurde – nicht, weil die Kinder sich anfreundeten!)
Diese Frauen, mit denen man redet und nicht merkt, dass 3, 4, 5 Stunden vergehen, sind kostbare Freundinnen.

 

Heute vor einem Jahr sind wir aus 36 kalifornischen Grad im berliner Schneetreiben gelandet!
Ich kann es echt nicht glauben, denn einerseits passt das, was wir in dem Jahr erlebt haben, gut in 24 statt 12 Monate und andererseits…. ist es wirklich schon sooo lange her?

Ich habe viel in alten Blogeinträgen gelesen…. Ich freue mich über das, was ich dort vermisst habe und ich vermisse das, von dem ich schon dort wusste, dass ich es vermissen werde. Ja, so ist das.
Einige Dinge vergessen oder verlernen wir, einige Dinge gehören ab jetzt für immer zu unserem Leben und andere Dinge entstehen gerade erst oder wieder. Das ist sehr schön.

 

Auf meiner to do Liste stehen viele schöne Sachen für den Frühling. Ich freue mich auf meinen Geburtstag (yeah!), eine Babyparty, eine Tupperparty und noch manche andere Party.
Partys gehören wohl zu meinen Leben 🙂

Eine kleine Schönheitsfehler-Party feiere ich bald noch: Ich teste etwas für euch!
Wer begeistert ist und auch Lust hat, bekommt von mir einen Rabatt-Code, wenn ich fertig getestet habe!

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Die längste Woche meines Lebens

Meine Kinder sind jetzt 4 und 6 Jahre alt!
Ich hab keine Ahnung, wie und wann das passiert ist… Ich weiß nur, dass ich hier sitze, an einem sauberen Tisch, auf sehr sauberen Boden und.. ja, ein Glas Rotwein steht wohl auch hier.

Zwei volle Geburtstagstische und dunkle Augenringe sind Zeugen der letzten Tage. Mit Fotos von Liam klebt eine große 4 an der Tür und mit Bildern aus Emilians Leben klebt eine 6 an der anderen Tür. Ich war nicht mehr so fertig seit den Baby-Koliken von Liam, echt jetzt.

Ich danke allen (falls ihr es nicht bis zum Schluss des Eintrags schafft…), die diese Tage ohne Papa für mich und die Jungs so besonders gemacht haben! Ihr wisst, dass ich euch meine.
Danke, dass ihr meine Jungs so liebt.
Danke, dass ihr uns so beschenkt.
Danke, dass ihr wisst, was wir wann am meisten brauchten.
Danke, dass ihr da seid, wenn es wichtig ist.
Ohne euch wäre mein Leben anders und ich nach dieser Woche wahrscheinlich gar nicht mehr.

Für Blog-Einträge zwischendurch war wirklich! keine Zeit, obwohl jeder Tag einen eigenen Text verdient hätte.
Das kommt jetzt dafür alles in einem Wisch.
Sollte euch der lange Text stressen – bitte. Meine Woche war gar nichts dagegen…

 

Samstag, 12. März

Von Samstag gibt es schon 12 Fotos im letzten Eintrag. Ein voller Tag, wir sind beschenkt von und mit tollen lieben Menschen.

 

Sonntag, 13. März

Schon am Morgen im Gottesdienst trafen wir Freunde aus Kenia und Kalifornien, die gerade angereist sind, um eine Woche in Berlin Zeit mit Kirchen und Flüchtlingen zu verbringen. Alte Freunde aus Kalifornien nach so langer Zeit plötzlich in unserem Gottesdienst zu sehen, verwirrt mich und ich musste in diesen Tagen viel an unsere Zeit in Kalifornien denken. Wir erzählten, machten Fotos und erinnerten uns an schöne alte Zeiten.
Nach dem Gottesdienst blieb mein Mann mit allen Dazugehörigen dieser „Aktionswoche“ zum Mittag in der Kirche und ich fuhr mit einer Freundin und den Kindern in die Markthalle Neun zum Naschfest. Wir verabschiedeten uns von Papa, der am Abend für 4 Tage zum Studium nach Hannover fahren würde.

Ich bin mir sicher, dass „das Naschfest“ eine tolle Ausstellung ist und dass es viele leckere und neue und wunderbare Gebäcke gegeben hat – aber es war SO VOLL. Wir konnten nichts sehen, kaum laufen und jede von uns hatte ein Kind fest an der Hand, um es nicht zu verlieren. Wir konnten ein paar Blicke auf leckere Cupcakes oder bunte Macarons werfen, die Kinder haben einen riesigen Osterei-Cookie mit buntem Frosting und tausenden Zuckerstreuseln dekoriert und mitgenommen und wir haben einen Kaffee getrunken. Mehr Nerven hatte ich nicht mehr.

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Weil wir dann früher als geplant wieder zuhause waren, konnten wir Papa zum Busbahnhof fahren. Diese kurze Familienzeit tat gut.
Die Kinder gingen schnell ins Bett und bis sehr spät in die Nacht bastelte ich die Einladungen für Emilians Freunde, um sie am Montag Morgen in die Fächer legen zu können.

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Montag, 14. März

Unglaublicherweise standen wir alle weit vor 7:00 Uhr früh genug auf, sodass beide Jungs rechtzeitig in der Kita waren. Ich konnte in beiden Gruppen noch ein paar Minuten sitzen, was den Abschied tausendmal leichter machte und trotzdem war ich überpünktlich im Büro.
Super-Mom!
In der Zeit zwischen Feierabend und der Kinder-Abholzeit konnte ich kurz Einkäufe erledigen und mich um die unzähligen Listen kümmern, die für diese Woche auf mich warten. Geschenke kaufen und einpacken, Piraten-Party Snacks kaufen, Luftballons vorbereiten, Dekoration überdenken.
Mit den Kindern bereitete ich die Muffins vor, aber viel mehr konnte ich nicht erledigen, weil am Abend viele Freunde zu Besuch kommen würden. Über Jahre waren wir eine „Kleingruppe“ unserer Kirche, wir standen und stehen uns sehr nah und werden uns nun dritteln, um aus einer großen Gruppe drei neue Kleingruppen zu machen. Mit Raclette, Lachen und Gesprächen und lieben Briefen des Dankes und der Ermutigung verabschieden wir uns am Abend. Es gibt nicht viele Menschen, die ich so oft und sehr gern jederzeit in mein Haus und mein Wohnzimmer lasse.
Ein riesiger Geschirr- und Reste-Essen-Berg musste bewältigt werden, dann kam die Piraten-Deko und das Geschenke einpacken. Meine liebe Schwester klebte eine wunderschöne 4 mit Liams Fotos an die Tür, Luftballons, Geburtstagstisch und so weiter…. Dazu kam das Essen für die Kindergarten-Gruppe – weit nach 1:00 Uhr nachts fielen wir ins Bett.

 

Dienstag, 15. März

Emilian kletterte früh zu mir unter meine Decke und kurz vor 7:00 Uhr schlichen wir an Liams Bett, um „Happy Birthday“ zu singen. Nach dem 4. oder 5. Mal bewegte er sich, obwohl ich sicher bin, dass er wohl vorher aufwachte und sich noch ein bißchen in der Aufmerksamkeit sonnte.
Wir frühstückten schnell und Liam stürzte sich auf seinen Geschenke-Tisch. Sehr voller Freude und dankbar und wertschätzend begrüßte er jedes Geschenk. Emilian war äußerst geduldig, liebevoll und unterstützend. Er ist immer der Große, der zu Liams Feier noch 6 Tage warten muss.
Wir fuhren mit dem Auto in die Kita, um das ganze Essen heil abgeben zu können. Die Erzieher waren entzückt über die Snacks in den Piratenbooten und die Muffins.

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Ich meine, geplant zu haben, an diesem freien Vormittag auszuruhen oder gar zu schlafen – keine Chance. In den freien Stunden dekorierte ich den Piraten-Tisch, machte Snacks und erledigte Einkäufe. Für die Piraten-Schlacht schleppte ich unsere Gäste-Couch ins Kinderzimmer und die meiste Zeit brauchte ich für die coolen Piratenhaken.

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Beide Jungs konnten nach dem Mittag nachhause und sie ruhten ein bißchen aus.
Ich faltete wieder Piraten-Schiffe für die Snacks, zusammen bemalten wir eine sehr coole Piraten-Tischdecke und Liam sah mich so rumwusel und sagte: „Mama, ich hab dich lieb!“

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Die Gäste kamen, verkleidet und mit guter Laune. Wir aßen, hörten Piraten-Lieder und dann gab es oben im Kinderzimmer eine Schlacht. Die beiden großen Kinder durften aufs Hochbett und die fünf Kleinen sollten sich in der Klappcouch verstecken. Es gab viele Angebots-Zeitungsblätter, die wir zerknüllten und uns damit beworfen. Alle mochten den Spaß nicht, aber für den Rest war es eine coole, wilde Schlacht.
Die Kinder im Alter zwischen 1 und 6 teilten sich schnell in kleinere Gruppen und so verschwanden auch mal welche nach draußen, um kurz „unter sich“ sein zu können. Es war eine schöne, friedliche Piratenparty.
Zum Abendbrot gab es HotDogs und Liam war am Ende des Tages wirklich glücklich. Er schlief vor Emilian ein, was weniger als einmal im Monat vorkommt.

 

Mittwoch, 16. März

Nachdem beide Kinder in Liams Gruppe abgegeben waren, traf ich mich mit Freunden in der Kirche. Emilian wollte überhaupt nicht gern in der fremdem Gruppe bleiben. Ich hatte einen meiner freien Vormittage und konnte mir die Extra-Minuten leisten.
Im Anschluss an unser Treffen in der Kirche landeten meine Schwester, ich und zwei Freundinnen in einem schönen Eiscafé. Wir frühstückten und genossen uns, das Leben, die Sonne und die Freundschaft.
Auf dem Weg zurück begegneten wir unserem Bruder, der zu uns unterwegs war. Unser Familien-Zahnarzt des Vertrauens hat seine Praxis in einem Vorort von Frankfurt/O. und wir alle hatten dort einen Termin.
Ich holte die Kinder ab, wir aßen kurz Geburtstages-Reste, packten unsere Zahnbürsten ein und machten uns auf den Weg nach Frankfurt/O. Der Kindergarten-Zahnarzt hatte mir per Zettel-Nachricht schon vor ein paar Wochen angedeutet, dass Emilian „behandlungsbedürftige Schäden“ in seinem Mund hätte und tatsächlich gab es dort wohl zwei Löcher. Emilian saß auf meinem, Schoß und fing sofort an, zu weinen. Jedoch redete ihm die Zahnärztin sehr gut zu und mit ihr zusammen durfte er erst mich behandeln. Obwohl glücklicherweise nicht viel zu tun war, bekam ich doch eine kleine Behandlung + Betäubung. Emilian durfte wirklich richtig assistieren. Ich war für einen emotionalen „Du musst aber den Mund aufmachen“-Kampf viel zu müde und zu schwach und betete um Hilfe. Als Emilian dann zu den Vorschlägen der Zahnärztin immer wieder nickte und auch den Mund öffnete, konnten wir es kaum glauben.
Er bekam „Schlafsaft“ für den Zahn und das Loch im Zahn wurde gesäubert und gefüllt. Die „Zahnweh-Männchen“ durften wir in einer Tüte mitnehmen (Ja, sowas gibt’s) und Emilian war der stolzeste Mann auf Erden. Mit der Betäubung kam er nicht so gut klar. Immer wieder fühlte er mit dem Finger seine Lippe und als am Abend die Schmerzen kamen, jammerte er ein bißchen. Viel zu spät und nach viel zu langem Sitzen im Auto brachte ich die Jungs ins Bett.

 

Donnerstag, 17. März

Die kurzen Nächte und die Zeiten ohne Papa zerrten an unseren Nerven. Im Büro konnte ich die Augen kaum offenhalten, aber die Sonne machte mich sehr glücklich.
Am Nachmittag bereitete ich unser Gästezimmer vor, denn eine Freundin mit Freundin würde für 4 Tage nach Berlin kommen und bei uns wohnen.
Wir bemalten unsere ausgeblasenen Ostereier (diese Tüte von dm kann ich wirklich sehr empfehlen) und ich schaffte es, 52 Muffins für die Hochzeit von Freunden zu backen! Dieser Aufgabe wollte ich mich eigentlich am Freitag annehmen und ich war sehr froh, das am Donnerstag schon geschafft zu haben. Emilian war mir eine große Hilfe und kurz bevor die Mädels ankamen, waren wir fertig.

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Die Farbe geht wieder ab!

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Ich brachte die Jungs ins Bett und weil die beiden Besucherinnen da waren, konnte ich meinen Mann in Ruhe vom Busbahnhof abholen. Ich schmierte ihm ein Brot und brachte einen frisch gebackenen Muffin mit – und war sehr froh, dass er wieder da war.

 

Freitag, 18. März

Obwohl die Woche sich dem Ende näherte, spitzten sich die Ereignisse doch zu und ich spürte meine Erschöpfung mehr. Nach den drei Stunden im Büro gingen die Planungen zuhause weiter. Mein Mann war mit seinem ehemaligen Chef aus Kalifornien unterwegs und ich gönnte ihm diese Zeit sehr. Der Handwerker vom „Leben ohne Lampen“-Experiment kam spontan vorbei, um wie versprochen die Löcher in den Decken zu verputzen.
Am Nachmittag holte meine Schwiegermutter die Jungs zum Kindergeburtstag ihres Freundes ab. Er hat genau in der Mitte meiner Jungs Geburtstag und so wird das wohl im März immer sein. Es fiel Emilian nicht leicht, zu gehen und ich ärgerte mich, dass diese Woche so wenig Freiraum und so viel enge Zeitpläne hatte. Der Papa des Geburtstagskindes schickte mir Fotos und Videos vom Fest und ich war dankbar, weil ich sehen konnte, dass es Emilian gut ging.
In dieser Zeit duschte ich endlich mal in Ruhe und bereitete ein großes Fondue-Essen vor. Wir hatten unsere vier Freunde aus Kalifornien und dazu zwei Berliner Freunde zum Essen eingeladen. Noch ein großes Treffen, das aber nur zu dieser Zeit möglich war, wie so vieles in dieser Woche…
Etwas zu spät trafen unsere Freunde ein. Wir bekamen Geschenke aus Kalifornien, überraschten sie mit der geliebten „deutschen Feuerzangenbowle“ und hatten eine sehr gute Zeit.
Die Kinder wurden vom Geburtstag gebracht, rochen schön nach Marshmallow und Lagerfeuer und brauchten mich eigentlich – und eigentlich wartete schon wieder ein nächster Termin auf mich: In unserer Kirche war LadiesNight und an diesem Abend wollten wir zusammen die Cupcakes verzieren. Eine Freundin hatte mit-gebacken und so hatten wir zusammen über 70 Stück. Meine Küchentasche hatte ich schon gepackt und so saß ich mit anhänglichen übermüdeten Kindern im Kinderzimmer und wartete auf meinen Mann.
Am liebsten wäre ich einfach auf der Stelle mit den Kindern eingeschlafen…
Etwas zu spät kam ich zur LadiesNight, konnte aber die Ruhe und Entspannung am Kamin genießen. Ein paar von uns gingen in die Sauna, andere redeten, wir verzierten alle Muffins erfolgreich und lackierten uns die Nägel für die große Hochzeit am nächsten Tag. Obwohl ich wieder sehr und überhaupt viel zu spät ins Bett kam, war mir die Zeit mit den Mädels sehr wichtig.

 

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Immer wieder hatte ich am Freitag mit meiner Mama hin und her-geschrieben, weil sie die Kinder während der Hochzeit haben sollte. Wir überlegten, ob sie Freitag Abend oder Samstag Morgen zu meinen Eltern gebracht werden sollten.

 

Samstag, 19. März

Ich konnte endlich ein bißchen ausschlafen!
Mein liebster Mann nahm die Kinder mit in die Küche und machte Pancakes für alle. Ich packte schnell einen Rucksack für die Jungs, denn Opa hatte einen Treffpunkt ausgesucht, zu dem jeder von uns nur 20 Min. fahren musste. Papa setzte die Kinder ins Auto und brachte sie weg – ich wusste, dass wieder so ein Abschied nicht leicht fallen würde und hatte keine Kraft mehr. Papa kann das besser. Diese zwei Stunden am Samstag Morgen waren die einzigen, in denen ich mal mit meinen beiden Gästinnen quatschen konnten. Wir hatten uns in den vergangenen Tagen erfolgreich verpasst.
Ich zog mich dann hochzeitlich an, steckte mir die Haare hoch und verschwand mit Mann und Schwester in die Kirche. Es war kühl, aber sonnig und es war ein sehr schönes Fest.
Unsere Kinder feierten währenddessen bei Oma und Opa mit einem großen Teil der Verwandtschaft eine Silberhochzeit und hatten einen schönen Nachmittag.
Zwischen dem Ende der Trauung und dem Beginn der Abendfeier gab es auf unserer Hochzeitsfeier über zwei Stunden Pause. Und weil die Kirche ja nur wenige Minuten von unserem Zuhause entfernt ist, verließen wir die Feier und  machten tatsächlich einen Mittagsschlaf. Komisch und verrückt, aber so gut und wichtig.
Wir genoßen das Feiern und Essen und Reden mit Freunden und fielen kurz nach Mitternacht ins Bett.

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Sonntag, 20. März

Ein Sonntag Morgen ohne Kinder ist schön ruhig und so konnten wir wieder ein bißchen ausschlafen. Im Gottesdienst wurden dann sowohl das Ende und die Erfolge der Flüchtlingswoche, als auch die Reste des Hochzeitsessens gefeiert, was sehr schön war. Die Amerika-Besucher wurden schweren Herzens verabschiedet. Wir konnten viele Gottesdienstbesucher mit einem spontanen Mittag überraschen und nahmen Hochzeitstorte und leckere Desserts mit nachhause.
Meine Schwester kümmerte sich wieder darum, dass eine schöne 6 mit Fotos an die Tür geklebt wurde.
Meine komplette Familie sollte am Nachmittag zum Feiern beider Geburtstage kommen und so packte ich Emilians Geschenke schon ein und bereitete seinen Tisch vor. Gegen 15.00 Uhr kamen dann die Jungs mit der Familie und daraus wurde ein wuseliger, schöner Nachmittag. Wir packten Geschenke aus, probierten gleich und lasen vor. Liam zeigte seine Geschenke, es gab Kuchen und Käse-Fondue, Kaffee und Wein.

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Familien-Feier-Gewusel

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Liams neue Seifenblasen-Maschine

Als wir die Jungs kurz nach 20:00 Uhr in die Betten brachten, war wenig Zeit für Geburtstagsvorbereitungen. Aber es ging den Kindern gut so und ich verabschiedete mich einfach von ein paar meiner Plänen. Den Polizei-Tisch und die 6 Luftballons in Ampelfarben bereitete ich aber vor und sogar die dreifarbige Götterspeise stellte ich vor dem Schlafen gehen noch schnell in den Kühlschrank.

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Montag, 21. März

Als der Wecker klingelte, drehte ich mich zu meinem Mann um und sagte: „Vor sechs Jahren sind wir Eltern geworden!“ Kaum zu glauben.

Wir wollten Emilian kurz vor 7:00 Uhr mit unserem Liedchen wecken, aber er saß schon komplett angezogen vor seinem Bett und schnallte sich gerade seinen neuen Forscher-Gürtel um. Mein großer Junge!
Emilian würde heute nicht in die Kita gehen und ich war sehr froh darüber. Weder am Freitag, noch am Samstag hätte ich Zeit gehabt, mich um das Frühstück für die Kita-Kinder zu kümmern.
Liam und ich setzten uns also auf die Fahrräder und ich brachte ihn in die Gruppe und mich ins Büro. Obwohl mir das Abschalten schwer fiel, tat es doch gut, mal vier Stunden nicht an Küche, Kuchen, Kindergeburtstag zu denken!
Auf dem Weg nachhause würde ich richtig nass und ich kam mit ziemlich schlechter Laune zuhause an. Es gab aber frisches warmes Essen mit Resten aus unserer getesteten Bio-Kiste und eine kurze ruhige Mittagspause. Wir räumten das Wohnzimmer auf, mein Mann besprach mit unserer Freundin, der „Komplizin“, die letzten Infos zur geplanten Schatzsuche und dann klingelte es an der Tür.
Die drei verkleideten Polizei-Gäste kamen fröhlich nacheinander an und verzogen sich ins Kinderzimmer, sodass wir Eltern tatsächlich in Ruhe einen Kaffee trinken konnten.
Als die Meute dann an den Kindertisch kam, verabschiedeten sich die anderen Eltern und wir fielen über Ampel-Götterspeise und leckeren Kuchen her.
Zwischen den Regenschauern ging es auf Diebes-Jagd und die Runde um den Block hat den kleinen Polizisten richtig Spaß gemacht!
Emilian hätte sich am liebsten mit der neuen Lego-Box zurückgezogen, aber Papas Pizza konnte ihn nochmal ablenken. Alle Jungs durften selbst ihre Pizza kneten, ausrollen, formen und belegen.

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Die Mamas und Papas, die zum Abholen kamen, wurden mehr oder weniger freundlich begrüßt und durften die Pizzen probieren. Gegen 19:00 Uhr kehrte Ruhe ein, aber der Zustand der Küche und des Wohnzimmers ließ nicht wirklich Ruhe zu.
Ich wusste nicht, womit ich beginnen sollte.
Zuerst schickte ich Papa und Liam nochmal los, um Joghurt für Emilians Gruppen-Frühstück zu holen. Emilian baute Lego und ich räumte auf. Küche, Wohnzimmer, Kinderzimmer.
Papa brachte die Jungs ins Bett und ich schnappte mir den Staubsauger. Das war so notwendig!
Mit letzter Kraft richtete ich das Wohnzimmer wieder her, die Küche wurde geputzt und mein Mann nahm mir die Muffins ab und kümmerte sich um den Teig.

 

Jetzt sind die Muffins fertig und auch endlich dieser Blog-Eintrag! Leider ist es wieder spät, aber morgen habe ich frei und das werde ich auch feiern. Kein Büro, sondern Frühstück mit dem Mann oder sonstwas. Diese überstandenen Tage sind für mich wirklich ein Grund zum Feiern! Es geht uns allen gut, meine Pläne sind aufgegangen und auch alle anderen Termine drumherum konnten wir erfolgreich wahrnehmen. Wir haben es geschafft!

Am Mittwoch gibt es noch eine letzte Feier mit den Cousinen und Oma und Opa und dann freuen wir uns auf freie, sonnige Oster-Familien-Tage!

Der nächste große Punkt auf der to do Liste ist mein Geburtstag. In jedem Jahr der krönende Abschied unseres Geburtstags-Marathons und ein Frühlingsfest. Und da geht es dann nur um mich 🙂

 

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Was macht ihr eigentlich so?

Für mehr als „Alltags-Schnipsel“ reicht es gerade nicht.
Ich werfe euch jetzt also kleine bunte Schnipsel aus unserem Alltag an den Kopf.

* Ich genieße die Sonne! Das Wetter ist golden! Die paar Blätter, die wir zusammenharken müssen, stören uns nicht und wir können den Garten in Ruhe in den Winterschlaf verabschieden.

Gartenhelfer

 

* Ich weiß jetzt, warum ich wenig bis keine Herbst-Deko im Haus habe:
Ich versuche nämlich, so lang es geht (in diesem Jahr tatsächlich bis Ende Oktober) am Sommer festzuhalten. Hat funktioniert. Und gleichzeitig ist jetzt schon die Vorfreude auf Weihnachten so groß, dass ich den Kindern versprochen habe, am 1.11. mit der Weihnachts-Deko anzufangen!
Dann können wir uns zwei lange Monate auf Weihnachten freuen und uns Zeit für alle Weihnachts-Bücher und -Hörspiele nehmen.
Wen interessiert dann das Wetter? Nach Weihnachten kommen ja dann nur noch so 1 oder 2 Wintermonate…

 

* Ich spüre eine größer werdende Sehnsucht nach Kalifornien.
Das hängt einerseits mit den Temperaturen zusammen, die wir lange lange nicht hatten. Andererseits bekommen wir am Samstag den ersten Besuch aus Kalifornien. Wir tauschen „Was brauchst du aus Amerika?“ und „Was brauchst du aus Deutschland?“-Emails aus, erinnern uns, sehen Fotos an und träumen vom Meer.
Weitere Besucher haben sich angekündigt, einige Freundschaften werden wieder wach und vielleicht, vielleicht werden wir eines Tages auch wieder dort sein.

 

* Unsere Jungs haben am Sonntag eine große Kiste mit Teilen einer Holzeisenbahn geschenkt bekommen. Richtig gutes Zeug von Brio. Noch nie haben sie so lange und so friedlich zusammen mit der Holzeisenbahn gespielt. Sie bauen, verschwinden in Rollen- und Logik-Spiele und sind die coolsten Brüder ever.
Wenn ich Sätze von Liam nach einem Streit wie: „Ich glaube, wir sind doch Freunde!“ oder von Emilian: „Aber ich möchte nicht allein einen Film gucken. Liam soll mitgucken, Liam ist mein Freund.“ höre, dann macht mich das glücklich.

Holzeisenbahn

* Es vergeht nicht ein Tag, an dem wir keinen Freund zu Besuch haben – wenn auch nur für 5 Minuten. Ich liebe es, es ist wuselig, die Kaffeemaschine brummt und ich kaufe Teelichter ohne Ende. Unsere wöchentlichen „Abende für Ehepaare“, die ich mit-leite, mein Frühstück mit Frauen und hier und da eine Freundinnen-Zeit zwischendurch gehören fest zum Alltag. Wenn ich nachts ins Bett falle, bin ich dankbar für einen erfüllten und vollen Tag.

 

* Während Liam immer mal wieder in eine Trotz-Phase abrutscht und nur schwer für den Toilettengang zu begeistern ist, können wir nicht übersehen, dass unser großer Junge ein Vorschulkind geworden ist. Er redet wie ein Großer, er diskutiert über Erziehungskonsequenzen und er wählt Nagellack und Lidschatten für mich aus. „Ich möchte, dass du mal schön bist, Mama. Also, du bist ja schön, aber noch schöner.“

– Ich sitze im Wohnzimmer und höre laut Pentatonix-Musik. Unser Mitbewohner kommt von der Uni und sagt: „Na, Pentatonix-Party?“
Da kommt Emilian mit einer elektrischen Eisenbahn von oben: „Wir haben neue Batterien in den Zügen. Komm hoch, hier geht die Party ab!“

– Wenn es schnell gehen soll, sage ich oft sowas wie: „Wer hat zuerst die Schuhe angezogen?“
Eigentlich mögen die Jungs diese Wetten nicht, weil beide gern gewinnen möchten und diesen Stress nicht wollen. Wenn einer 5 und der andere 3 ist, kann eben nicht immer der, der schneller/größer/stärker ist, gewinnen. Emilian ist groß und schlau, Liam ist schnell und schlau. Der eine trickst lieber, der andere schubst lieber. Sie würden beide mit ihren Mitteln ans Ziel kommen…
Emilian sagte mir also, dass sie diese Wetten nicht wollen und ich dann auch beim Anziehen sowas nicht sagen soll. Ich fand seine Gedanken gut. Wir einigten uns auf den Satz: „Wer kann schnell seine Schuhe anziehen?“ und er versprach, weniger zu trödeln.

 

* Inspiriert vom Eltern-Blogger-Café, wo wir Spielzeug testen durften, sammele ich Weihnachtswünsche auf unserer Amazon-Liste, die ihr auch hier oben im Blog sehen könnt. Die Duplo-Zeit neigt sich langsam, langsam dem Ende zu (bzw. wir haben genug Teile) und Playmobil wird interessanter. TipToi, Wimmelbücher, Vorschulhefte… Liam wünscht sich eine Gitarre.

 

* Weil Dinge wie „Zeit mit dem Mann“, „Ausschlafen“ oder „Sitzen und Lesen“ gerade selten vorkommen, haben wir gestern einen Mini-Familienurlaub gebucht! Noch nie sind wir über den 1. Advent verreist, aber ich freue mich riesig auf diese Tage in einem Familien-Hotel mit Indoor-Spielplatz und Pool, nur 100km von hier!

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One year ago…

Immer wieder musste ich heute an den 28. Mai 2014 denken. Einfach immer wieder.

Meinen letzten Eintrag vor der Reise könnt ihr hier lesen. Mann, waren wir aufgeregt und wir hatten keine Ahnung, was dieses Jahr für uns hat.

Heute vor einem Jahr sind wir in aller Frühe und bei Regenwetter zum Flughafen gefahren. Ich kann mich so gut an diese Gefühle zwischen riesiger Vorfreude und ziemlicher Unsicherheit erinnern. Der Pastor, meine Schwester und meine Großeltern waren mit am Flughafen. Wir hatten viel Gepäck (ungefähr die Hälfte von dem, was wir dann wieder brachten…), wir waren müde und aufgeregt.

Wir waren lange unterwegs. Und es war so heiß und schwül, als wir endlich in North Carolina von unserem Schwager und seiner Verlobten abgeholt wurden.

Flugreise

Jetzt sind wir ziemlich genau seit zwei Monaten wieder in Deutschland.

Das Zurückkommen war schwer für mich, für uns. Liam sagt noch manchmal: „Ich vermisse Talifornien.“
Heute habe ich mit den Kindern ein paar Fotos von vor einem Jahr angeguckt. Emilian sagte: „Ich versuche, meine Traurigkeit wegzumachen. Ich denke einfach nicht mehr dran.“

Es ist unglaublich und es tut immernoch (oder für immer) ein bißchen weh, dass wir keine Palmen mehr sehen, dass Freunde einfach so weit weg sind, dass wir nicht mal einfach so zur Mariners Church zurück gehen können und dass der Pazifik unerreichbar ist.

Vieles andere, wie die Sonne, das Eis, einen Burger, einen Pool und so, kann man hier irgendwie auch bekommen. Jedenfalls ähnlich.

Wir haben jetzt angefangen, mit Freunden aus Kalifornien zu skypen. Die 9 Stunden Unterschied sind ein Akt, aber wenn wir uns regelmäßig verabreden, klappt es gut. Und das ist wichtig für uns. Mein Mann wird in der nächsten Woche wieder für 6 Tage nach Kenia fliegen. Zu einer jährlichen Konferenz werden auch Freunde von der Mariners Church kommen. So cool, dass sich die Kollegen nach kurzer Zeit wiedersehen können!

Weil wir im April ziemlich plötzlich und ja… ziemlich „vollkommen“ in unser altes Leben geplumpst sind, ist es uns schwer gefallen, Kalifornien am Leben zu halten. Alles war wieder wie immer, wie früher – und alles andere, alles aus den letzten 10 Monaten, schien sooo weit weg zu sein.
Erst jetzt verarbeiten wir, räumen Fotos und Andenken wieder raus und nehmen alte Rituale wieder auf. An jedem Samstag gibt es ein traditionelles Pancake-Frühstück, wir reden doch ab und zu englisch mit den Kindern, wir skypen mit Freunden und erinnern uns, wir trinken Smoothies und wir hören die Musik oder den Radiosender von da. Ich freue mich darauf, die Fotos unseres Strand-Shootings aufzuhängen.
Kleinigkeiten, aber sie sind wichtig.

Strand Shooting

Strand Shooting 1

Auf den ersten Blick hat sich kaum etwas verändert, aber 10 Monate sind doch irgendwie lange. IKEA hat ein paar Ecken in der Möbelausstellung geändert, sowas sehe ich doch sofort. Wie viele Kollektionen sind da wohl an mir vorbei gezogen?
Bei ernstings family finde ich Kleidung für meine Söhne nun nicht mehr in der Baby-Abteilung, sondern schon bei den Kinder-Klamotten für große Jungs. Das ist echt komisch.
Bei dm brauche ich sowieso immer am längsten und ich möchte mir jedes einzelne Produkt angucken und am liebsten ausprobieren.

Dass wir so lange mit ziemlich wenig Zeug ausgekommen sind, macht das Einkaufen hier schwer. Wir haben einige Sachen vermisst, aber vieles haben wir wirklich. nicht. gebraucht. Warum kaufe ich also neues Zeug? Wir haben so viel von allem. Auch die Kinder scheinen wirklich zu viel von allem zu haben.

Heute habe ich mit ihnen ihr Zimmer aufgeräumt und umgeräumt und sie haben ein paar Spielzeug-Kisten wiederbekommen. Mal sehen, für wie lange.
Was sie nicht vermissen, landet im Müll oder wird weggegeben. Es gibt so viele Möglichkeiten in Berlin, gebrauchtes Zeug loszuwerden. Über freie Regale oder leere Zimmerecken kann ich mich immer wieder freuen!

Ich freue mich wirklich auch, dass es so warm ist und dass der Frühling in Berlin und in unsrem Garten so wunderschön ist. Ich genieße es, Platz zu haben, Veränderung zu schaffen und unser Haus schön zu machen.

Ich freue mich über alle Freundschaften, die die lange Pause ausgehalten haben. Das bedeutet uns wirklich viel. Es macht uns Spaß, Freunde wieder zu sehen und nicht nur ein war Monate „bis Amerika“, sondern weiter zusammen zu planen.

Ab Montag geht Emilian wieder in den Kindergarten. Er freut sich richtig und wird sehr erwartet. Liam wird ihn vermissen, aber diese festen Zeiten am Tag werden uns gut tun.
Wir sind inzwischen wieder krankenversichert, ich finder immer weniger amerikanisches Geld im Portmonee, es kommt kaum noch Post für unsere Zwischenmieter hier an und an das Fahren im Schaltwagen bin ich auch wieder gewöhnt.

Trotz aller „alten Routine“ spüren wir aber, dass etwas anders ist.
Sowas wie frischen Wind.
Uns verbindet etwas.
Das, was man eben hinter dem Tellerrand sieht.
Und es ist gut.
Wir haben Deutschland schätzen gelernt, die Krankenversicherung und die Lebensmittelkontrollen, die kurzen Entfernungen und so weiter. Aber auch mit Familie und Kind kann man mal was anderes ausprobieren und inspiriert und beschenkt zurückkommen.

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