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Ein bißchen Alltag mit den besten Muffins

Wie schön war die Sonne in den letzten Tagen! Da hat mich fast die plötzliche Eiseskälte gar nicht gestört. Jetzt ist es etwas wärmer in Berlin, es ist nass und grau und ich würde am liebsten den ganzen Tag nur schlafen…
Dass der Arzt mir geraten hat, etwas ruhiger zu machen, macht es auch nicht besser. Irgendwie muss ja doch was gemacht werden, aber ich hab eben die Ausrede, ruhiger zu machen, auch mal den Mann zum Bringen und Abholen zu schicken und einfach mehr rumzusitzen. Und das macht dann wieder müde…

In der letzten Woche haben wir Laternen gebastelt. Im letzten Jahr gab es für Emilian eine very very last-minute TetraPak-Laterne, von der er das ganze Jahr geschwärmt hat. Also haben wir vor dem Laternenfest 4l Saft getrunken und dann gebastelt. Ich hab die Jungs machen lassen – und sie waren der Meinung, ihre Laternen waren die Schönsten vom ganzen Fest!

In Liams Gruppe fand kein gemeinsames Kaffee trinken statt – wir trafen uns einfach im Halbdunkeln mit unzähligen anderen Eltern, Erziehern und Kindern im Kita-Hof. Nach ein paar Liedern, die ein paar Erzieher wohl irgendwo in der Masse gesungen haben, ging der Marsch los. Das Sankt Martins Pferd samt Reiter, das als Überraschung angekündigt wurde, ist aus irgendwelchen Gründen nicht gekommen. Von dem üblichen Laternenweg kann man sich an jeder Ecke von der Gruppe trennen und zu unserem Haus abkürzen. Na, und an der zweiten Ecke war es uns dann zu langweilig und zu kalt und so sind wir dann nach nichtmal einer Stunde wieder nachhause gegangen. Ratet, wer die Laternen trug… Aber: Wir haben selbst gebastelt, ich habe mich für Laternen und Stäbe nicht in Unkosten gestürzt und wir hatten immerhin einen kleinen Umzug.

Wir haben gestern über eBay Kleinanzeigen eine süße Babyjacke und ein ganz tolles Stubenbett für die untere Etage bekommen. Es freut mich, dass der kleine Beebi-Bruder präsenter im Alltag wird und mit jedem Tag mehr willkommen ist. Ich hab das Gefühl, sobald das Bettchen oben steht und ich die Tasche fürs Krankenhaus gepackt habe, geht es los. Also warte ich mal lieber noch..
Der Bauch ist noch nicht riesig, finde ich. Aber langsam verabschiede ich mich von den angenehmeren 8 Monaten… und watschele in die letzte Runde.

Ich hab die erste Weihnachtsdeko aufgehängt, gestern haben wir einen gemütlichen Nachmittag mit 5 Kindern bei Freunden verbracht, wir haben schon Kekse gebacken, ich war mit einer Freundin bei IKEA frühstücken – und alles obwohl Liam seit drei Tagen mit Rotznase zuhause hängt. Aber Liam braucht keine Unterhaltung, er liebt es, das Haus mal für sich zu haben! Er sortiert seine „Kumpel“ (Autos), diskutiert wilde Rennen und singt aus vollem Hals mit Mikro und Gitarre seine Lieder.

Emilian arbeitet fleißig an den ersten Wochenplänen. Jeweils für Mathe und Deutsch hat er ungefähr 5 Seiten, die er in 7 Tagen schaffen muss. Und dieses „Können“, aber nicht „Müssen“ ist nicht so sein Fall, weil er muss ja jetzt nicht, und „ICH kann das bestimmen, Mama!“ Er liest sehr gut und gerne, er kann das Rechnen kaum erwarten, aber dieses schön schreiben von immer wieder den Zahlen und Buchstaben geht ihm schon auf die Nerven. Na, Übung macht den Meister, oder?

Vor ein paar Tagen hatte ich Lust auf Schoko-Muffins. Auf einfach schnelle, süße Muffins, mal nur für uns, für die ich alle Zutaten sofort da habe. Ich fand sofort ein Rezept und habe die Muffins seit dem schon mehrmals gebacken.
Heiß aus dem Ofen mit Vanilleeis….

Schokoladenmuffins 

(Aus dem Rezept bekommt ihr 12 Monstermuffins, oder auch ungefähr 20 normale Muffins.)

Zutaten

250g Mehl
150g Zucker
2EL Kakaopulver
2TL Backpulver
1/2TL Natron
200g gehackte Schokolade oder Schokotropfen
250ml Milch
90ml Ol
1 Ei

Zubereitung

Alle trockenen Zutaten werden vermischt, danach kommt die Milch, das Öl und das Ei dazu. Gut verrühren. Dann kommt noch die Hälfte der Schokolade dazu.

Der Teig kommt dann in die Muffinförmchen, die andere Schokolade wird obend drauf gekrümelt. Die Muffins werden bei 150 Grad Umluft ca. 20 Minuten backen.

Zack – das war’s schon!
Probiert es jetzt gleich aus.
Guten Appetit!

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Unsere ersten Herbstferien

Heute Morgen fragte mich Emilian tatsächlich: „Wann sind denn wieder Ferien?“

Dabei ist heute doch Freitag, er hat erst zur 2. Stunde und die Kinder können dann ausschlafen, bzw. allein so kurz nach 7:00 Uhr aufwachen. Es war nicht zu kalt heut Morgen, wir haben uns zum Frühstück eine Laugenbrezel aufgebacken und sie mit Butter heiß gegessen… Schule kann so schön sein.
Ich weiß, dass er gern geht. Er lernt so viel und hat Freunde, er erlebt tolle Dinge und kann als Kind schonmal so ein bißchen „groß“ sein – und das macht er richtig gut.

Aber die Tatsache, dass er sich Ferien wünscht, freut mich natürlich auch. Das bedeutet nämlich wohl, dass ihm seine ersten Herbstferien gefallen haben.

Schlachtensee

Wir sind nicht verreist.
Ich hatte viele Pläne für die Ferien.
Vielleicht die Hälfte davon haben wir umgesetzt.
Das Wetter war gar nicht toll und ausserdem haben wir uns ausgeruht, geschlafen, gegammelt, gespielt. Ein geliehenes Spiel von Freunden ist der Renner hier zuhause…

Teltow

In den Ferien haben wir

– Emilians erste Zahnlücke bewundert
– Omas und Opas und Uromas und Uropas besucht
– Schulfreunde eingeladen
– die Hebamme den Kindern vorgestellt
– das Planetarium kennengelernt
– bei IKEA gefrühstückt
– PokémonGo gespielt
– den Schlachtensee umrundet
– bei Oma und Opa übernachtet
– einen Tag lang ohne Kinder in der SteinTherme in Bad Belzig entspannt
– mit Freunden den Dino Park in Germendorf besucht
– einen einzigen (Besuchs-)Tag im Kindergarten verbracht
– einen Geburtstag im Naturkundemuseum gefeiert
– die Cousine zum Übernachten eingeladen
– den Spielplatz am Gleisdreieck entdeckt
– mehrmals das Schwimmbad besucht

Übernachtungscousine

Und das sind nur die „größeren Sachen“. Zuhause haben wir gelesen, gespielt, gemalt, gebacken, Hörspiele gehört, Laub geharkt, den Garten aufgeräumt und sowas.
Ich habe so unglaublich viel geschlafen! Als würden Schwangere Winterschlaf brauchen… Bis 10:30 Uhr als Mama schlafen zu können, ist schon ziemlich toll.. darf man gar keinem erzählen. Aber glaubt mir, sowas wie vor-schlafen gibt es leider nicht.

Naturkundemuseum

Ich staune, wie gut es mir nach 30 Schwangerschaftswochen geht! Entweder liegt das an der längeren Pause oder an meinen tollen Kindern oder an meinem mich sehr unterstützenden Mann… ich konnte die Ferien mit den Kindern genießen und durch Berlin ziehen. Es gab nur ein paar Abende, an denen ich mich dann kaum noch bewegen konnte. Das Baby strampelt fröhlich vor sich hin, es ist gesund und liegt bereits richtig. Gestern erinnerte mich irgendeine App an die Krankenhaus-Tasche, die ich packen müsste… Es sind noch so 8-10 Wochen, aber die Vorstellung, unser Baby schon bald kennenzulernen, ist eigentlich unglaublich!
Liams Geburt ist fast 5 Jahre her und die Hormone haben einiges dafür getan, mich das alles vergessen zu lassen. Aber echt, wie schlimm kann eine Geburt denn sein… ich werde mein Baby bekommen! („Haha“, lachen die Hormone) Gut, wir sprechen uns dann.. Lieber nicht drüber nachdenken.

Ein paar unserer Ausflugsziele wollte ich ein bißchen mehr beschreiben. Berlin ist nämlich toll.,

* Zum Beispiel das Planetarium.
Wir haben uns aus der Programmübersicht die kleine Sternenreise ausgesucht. Ich wollte nicht einfach „Lars, der Eisbär“ oder „Der Regenbogenfisch“ angucken, sondern schon eine richtige Sternenshow. Die Sternenreise war für Kinder ab 4 Jahren beschrieben.
Natürlich war schon der Vorraum mit allen Plakaten und dem Zubehör, den Ausstellungsstücken eine Attraktion! Und dann erst der große Saal des Planetariums! Die Sitze, in denen man liegt. Die große Kuppel. Die Silhouette von Berlin.

Die Bilder und Filme der Sternenreise waren beeindruckend, das Wissen der Moderatorin war faszinierend – alles in allem aber gar nichts für Kinder ab 4 Jahren!
Liam fing an, sich zu langweilen. Emilian hörte nur noch halb zu und selbst die Schulklassen um uns herum wurden zappelig. Eine Lehrerin fragte mich, ob wir vielleicht in einer falschen Show gelandet wären… Selbst ich konnte der Dame am Mikrofon nicht ganz folgen. Gut, ist auch nicht mein Spezialgebiet… aber sie hätte vielleicht nicht so ausführlich erklären müssen, wie die Meteoriten heißen, die um den Saturn herumfliegen und somit den „Ring“ bilden.

Es gab Infos zu den Sternenbildern am Berliner Himmel, wissenswertes zu Mond- und Marslandungen und eine „Achterbahnfahrt“ am Ende, die den Kindern natürlich sehr gefallen hat. Aber irgendwie nicht so das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich schrieb der Frau, die unsere Karten vorbestellt hatte eine Email, bedankte mich für die Reservierung und berichtete, wie wir den Vortrag wahrgenommen hatten.
Sie bedankte sich herzlich für die Rückmeldung und entschuldigte sich für die Enttäuschung. Damit wir unseren Besuch im Planetarium doch in guter Erinnerung halten könnten, bot sie mir drei Freikarten für die Sternenreise mit anderer Moderation an. Sie schrieb, dass eine unterschiedliche Moderation etwas völlig anderes aus der gleichen Show machen könne.
Ich bin natürlich gespannt und dankbar für dieses Angebot! Die zweite Show ist in ein paar Tagen und ich werde euch berichten!

 

* Dinopark Germendorf
Zum dritten Mal waren wir jetzt im Dinopark. Wir haben noch immer längst nicht den ganzen Park gesehen, denn er teilt sich in drei große Teile, die je nach Interesse und Wetter besucht werden können. Da ist zum einen ein großer Freizeitpark einem See, mit kleinem Jahrmarkt-ähnlichen Fuhrpark und einem Indoor-Spielplatz. Dann gibt es den Dinopark mit See und Badestelle und Spielplatz und eben den Urzeit-Gestalten. Außerdem gibt es einen großen Wald mit Tieren in Gehegen und Tieren, die frei umher laufen.
In den Ferien haben wir mit einer Freundin und ihren drei Kindern von jedem Teil ein bißchen angesehen. Wir haben die Dinos bestaunt, ein paar Rehe gefüttert und Waschbären auf Bäumen gesehen, den Rest des Tages haben wir im Indoor-Spielplatz verbracht. Es war kalt, aber die 40 minütige Fahrt aus Berlin raus lohnt sich jedesmal.

* Schwimmbad Lankwitz
Ich weiß nicht, wie und wo und wann ihr mit euren Kindern schwimmen geht. Wir sind die, die noch keine Kurse besucht haben, deren Kinder folglich nicht schwimmen können und die im Sommer eher an Seen in und um Berlin zu finden sind. Deswegen hab ich es nicht so mit Stadtbädern.
Eine Freundin ist aus Berlin weggezogen und hat mir ihre Schwimmbadkarte überlassen. Also haben wir das Stadtbad Lankwitz ausprobiert. Und ich muss sagen: Es macht mir und den Kindern Spaß!
Die Jungs sind jetzt in einem Alter und Geisteszustand, in denen man entspannt mit ihnen Ausflüge unternehmen kann. So kann auch ich mit Babybauch mit ihnen ins Schwimmbad gehen, ohne verrückt zu werden.
Sie nehmen ihre Eintrittskarte und passen darauf auf. Sie ziehen sich schnell allein an und aus. Sie hören auf mich und spielen schön zusammen, ohne durchzudrehen oder nur an mir zu kleben. Sie duschen allein, sogar warm und kalt.
In Lankwitz ist das Wasser warm! Das und nur das ist für mich der wichtigste Pluspunkt überhaupt! Und: Es gibt sogar heiße Whirlpools! Es gibt nicht Schlimmeres, als im Wasser ständig neben den Kindern herzulaufen und zu frieren. Hallo Blasenentzündung!
Es gibt drei Becken, in denen wir uns meist aufhalten. Das flache, warme Babybecken mit Rutsche, ein großes, tiefer werdendes Becken zum Spielen und schwimmen-üben und ein tiefes Blubberbecken. Ach ja, und der Whirpool!

In einem weiteren großen Becken finden am Nachmittag parallel Kurse statt. Emilian konnte also schonmal rüberschmulen und weiß dann, wo evtl. mal ein Schwimmkurs für ihn stattfinden könnte.
Die Eintrittskarten sind Tageskarten und so können wir uns entspannt durch alle Becken bewegen, ohne nach 120 min. durch die Kabinen zu hetzen, um mit nassen Haaren rechtzeitig am Drehkreuz zu stehen. Die Jungs lieben es nämlich, sich nach dem Umziehen die Haare zu föhnen.
Ach ja, in Lankwitz sind wir gerne!

 

* Park am Gleisdreick
Dieses grüne Fleckchen in Berlin ist riesig und ich habe erst zwei kleine Ecken kennengelernt. Es war sehr kalt, sodass wir nicht lang geblieben sind. Wir haben direkt am Museum für Verkehr und Technik geparkt. So viele interessante Plätze gibt es da.
Der Eintritt zu diesem Park ist frei, es gibt Toiletten und mehrere kleine Cafés. Außerdem gibt es Platz, sehr viel Platz. Dazu gehören verschiedene Spielplätze für alle Altersgruppen, Wege zum Fahrrad, Skateboard, Inliner, Kinderwagen oder Roller fahren. Es gibt tolle Herbstbäume, viele Liegewiesen und viel Platz und Ruhe mitten in Berlin! Ich mag das Grün in Berlin.

Park am Gleisdreick

Gleich wieder ein Grund, sich auf den Frühling zu freuen… Liam fragt mich jeden Morgen, ob es warm oder kalt wird – dementsprechend zieht er sich lang- oder kurzärmlig an. Nach den letzten Tagen schimpfte er, wann es denn mal endlich wieder warm wird. Ach ja.. die Kleinen.

Morgen werden wir zur Babywelt-Messe gehen. Ich freue mich und bin sehr gespannt, wie das für uns drei wird!

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Hallo November!

November.
November heißt, schon ein grauer, nasser Teil des Herbstes ist vorbei.
November heißt, noch mehr kalte, nasse, graue, matschige Tage kommen.
November heißt, Weihnachten ist nicht mehr weit.
Ich habe versucht, den Herbst gern zu haben. Aber dafür brauche ich Sonne. Die war im Oktober gefühlt 2x zu sehen. Also, der Herbst und ich, wir werden auch in diesem Jahr keine Freunde. Sorry.

Im November werde ich…

… Blätter harken. Das machen drei von uns ganz gern. Man sieht sofort ein Ergebnis und ist an der frischen Luft und so. Toll!
… beim Arzt das Beebi mal wieder sehen.
… gegen Erkältungen kämpfen.
… Orangen schälen, riechen und essen.
… schlafen.
… backen.
lesen.
… mit den Kindern zu einem Spielenachmittag in die Kirche gehen.
… mich über neugeborene Babys von Freundinnen freuen.
… Laternen basteln und zum Kitafest gehen.
… über Weihnachtsgeschenke nachdenken.
… unsere Amazon-Wunschliste füllen.
… Babyzubehör suchen und sortieren. Es könnten noch so 8-10 Wochen sein. Das ist gar nicht mehr viel!!!
… mit einer Freundin zum IKEA-Frühstück gehen.
… „Weihnachten im Schuhkarton“ packen.
… mit meinen Schwestern ein Wochenende wegfahren.
… Adventskalender befüllen.
… Weihnachtslieder hören.
… vielleicht Schnee sehen!

Ich freue mich auf den November.
Mit der Vorweihnachtszeit und der Schwangerschaft machen wir es uns schön. So viele schöne Dinge, auf die wir warten.. Vielleicht können wir die Adventszeit so besser verstehen. (Braucht jemand ’ne schwangere Maria im Krippenspiel???)

In der 29. Schwangerschaftswoche ahne ich, dass sich das Ende der angenehmen Phase nähert. Ich laufe schneller, als ich sollte. Ich schlafe weniger, als ich müsste und ich sitze weniger still, als mir gut tun würde. Dieses „sich schonen“ kriege ich mit zwei Kindern und dem Haus mit Garten nicht so gut hin. Mein Magen wird eingequetscht und  getreten. Die Gelenkigkeit verschwindet und die Müdigkeit nimmt zu.
Aber die Freude auf das Kleine überwiegt. Es ist so lange her und wir haben so lange gewartet… Und wenn das Baby da ist und die ersten Wochen überstanden sind, dann kommt der Frühling! Diese Freude lasse ich mir nicht von Rückenschmerzen und Sorgen über eine Geburt nehmen!

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12 von 12 im Oktober

Also… wenn ich heut die Kinder nicht gehabt hätte, wäre ich bestimmt im Bett geblieben. So ein nasser, grauer, kalter Oktobertag… Gar nix für mich! Da helfen auch keine Gummistiefel und kein Kaffee und keine Schokolade und kein Netflix.

Ich war viel unterwegs heute und bin mit dem Auto mindestens 4x bei uns zuhause losgefahren und wieder eingeparkt. Keine Pause, kein Mittagsschlaf, viele kleine Wege. Immer wieder habe ich auch vergessen, Fotos zu machen.
Dafür bin ich jetzt, kurz nach 20:00 Uhr, schon im Bett und die Jungs schlafen! Das haben wir mal gebraucht!

1. Der erste Weg mit Emilian.
Müde, dunkel, kalt, früh.

 

2. Mein Mann ist dienstlich in Kairo unterwegs und schickt ein Foto.

 

3. Für ein paar Minuten gibt es Internet und wir tauschen kurze Sätze aus.

 

4. Diese Gummistiefel müssen heut einfach aufs Foto!

 

5. Ich habe Liam für die Herbstferien abgemeldet. Weil seine Kita morgen und übermorgen geschlossen ist, hat er heute seinen letzten Tag vor einer langen Pause.

 

6. Ich besorge Medizin für eine Freundin und entdecke lustige Postkarten in der Apotheke.

 

7. Hausaufgaben. Die ersten Worte!
Er ist müde, gibt sich aber viel Mühe.

 

8. Ich kaufe Vitamine. Muss sein.

 

9. Wir sind bei meinen Schwiegereltern eingeladen. Die Kinder werden bespaßt und ich werde verwöhnt.

 

10. Im oberen Stockwerk feiern vier Kinder eine Knicklicht-Party!

 

11. Und der lange freie Abend gehört nur mir!

 

12. Währenddessen gucke ich meine Serie weiter. Ich liebe liebe liebe es!

 

Bei Caro in der Liste findet ihr mich und viele, viele andere Blogger. In einigen Teilen Deutschlands gab es heute wohl auch Sonne.

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Alltag mit Schulkind und Babybauch

Jetzt kurz vor den Herbstferien würde ich sagen, dass wir inzwischen richtige Schuleltern geworden sind. Unser Alltag läuft rund (meiner erst!), die Abläufe funktionieren und es geht uns sehr gut.

An jedem Morgen klingelt mein Wecker um 6:00 Uhr und so irgendwann zwischen 6:00 Uhr und 6:30 Uhr stehe ich auf. Ich schaffe es nicht annähernd, abends rechtzeitig im Bett zu sein, aber ich schaffe es irgendwie, pünktlich aufzustehen.
Fast immer wecke ich Emilian, wenn ich mich fertig gemacht habe und fast immer wird Liam mit wach. Aber beide sind dann auch sofort da – keine Morgenmuffel wie ihre Mama, sondern gleich zu allen Taten bereit.

Die Jungs frühstücken leise und ich packe Emilians Brotbox. Ich versuche, den Kindern beizubringen, dass sie sich zuerst anziehen sollen und dann später spielen können, wenn noch Zeit ist. Meist ist sogar noch Zeit und ich bin sehr froh, dass wir die Morgenstunden in Ruhe und guter Laune verbringen können. Das ist mir sehr wichtig, denn wir alle brauchen einen guten Start in den Tag.

Gegen 7:30 Uhr gehe ich mit Emilian aus dem Haus. Liam spielt und singt dann noch ’ne Runde im Kinderzimmer. Ein einziges Mal bis jetzt habe ich Emilian mit dem Auto gebracht… Die Straßen waren so voll, uns wurde nicht warm auf den paar Metern und schneller waren wir auch nicht. Also schiebe ich mein Fahrrad, die Schultasche steht im Korb und Emilian sitzt auf meinem Sattel. Wir reden und lachen, treffen Schulfreunde und beobachten Baustellen.

Ich mag diese Zeit sehr, die ich mit beiden Jungs allein habe. Und gerade für Emilian ist es wichtig, dass wir in guter Stimmung in der Schule ankommen.

Ich denke, Schule ist genau das Richtige für ihn.
Er ist einer von vielen im gleichen Alter. Er kommt gut mit, er sucht sich Freundschaften aus und er macht seine Sache gut.
In meiner Erinnerung war ich die ersten Jahre in der Schule ein kleines piepsiges Mäuschen. Auch ich war das erste Schulkind in der Familie. Ich weiß nicht, ob und wann ich mich getraut habe, mich zu melden. Schule war laut und wild. Glaube ich.
Aber Emilian redet mit und diskutiert und ich erfahre viele interessante Kleinigkeiten, die mich sehr stolz machen. Ich sehe, wie ihn die anderen Kinder begrüßen, wenn er kommt. Ich höre, von welchen Mitschülern er sich bereits wieder zurückzieht. Ich staune, dass er alle Namen schon kennt. Er ist ein großer Junge geworden.

Die Zahlen 1, 2 und 3 schreibt er sauberer als die Buchstaben. Er hat das L, das O und das A gelernt. Bald kommt das M. Neu sind für ihn die kleinen Buchstaben. An den Linien im Heft versucht er, sich zu orientieren. Ganz klar und hell singt er „Hejo, spann‘ den Wagen an“ – das haben sie in Musik gelernt. Von jeder Sportstunde bringt er ein neues Spiel mit. Die Mathelehrerin scheint sehr laut und streng zu sein, das nervt ihn – aber sie meint die anderen Kinder, sagt er und kann davon Abstand halten. Er arbeitet schnell und die Hausaufgaben sind oft nur ein Beenden.

Ein paar Eltern verabschieden sich am Schulzaun oder kommen morgens schon gar nicht mehr mit. Dann gibt es auf dem Hof eine „Trenn-Stelle“, andere geben die Kinder am Klassenzimmer ab oder kommen noch mit zum Tisch. Wir arbeiten uns langsam „rückwärts vor“ und obwohl der Moment der Trennung noch ein bißchen schwer ist, weiß ich, dass es ihm gut geht und dass er sich auf jeden neuen Tag freut. Er kennt zu jedem Wochentag die Fächer, die auf ihn warten, er rollt hier die Augen und da kommt ein „Yeah!!“ und wenn ich ihn abhole, ist er munter und fröhlich und ist jedesmal wieder ein Stück größer geworden.

Gegen 8:10 Uhr komme ich nachhause, sehe Liam spielen und freue mich, dass er seine Zeit genießt und noch richtig Kind ist. Es muss jede Menge spannender Welten in seinem kleinen Kopf geben!
Auf dem Weg in den Kindergarten plappert er vor sich hin und wir beide genießen wieder die Zweisamkeit.
Nach einem Jahr hat er einen festen Platz in der Gruppe und er gehört dazu. Als eines der älteren Kinder kennt er die Abläufe gut, er ist hilfsbereit und aufmerksam.

Wenn ich Emilians Erzieherinnen sehe, winken wir uns, sie freuen sich zu hören, dass es ihm gut geht und bestellen Grüße an den Großen.
Noch vor 9:00 Uhr bin ich wieder zuhause. Der Mann ist dann wach und fertig und zusammen frühstücken wir.

Ich liebe die freien Vormittage und ich liebe die Ruhe, die ich dann habe. Manchmal lege ich einfach die Beine hoch, die nach den vier Wegen am Morgen schon müde sind. Manchmal schlafe ich, manchmal höre ich Musik, ich schreibe, mache Wäsche, räume das Kinderzimmer auf und habe einfach Zeit. Das ist ein Schatz!

Gestern haben wir ein Auto voll Zeug zum Rumpelbasar gebracht. Kleidung, Küchenzeug, Bücher, Spielzeug, Kuscheltiere… Weg! Ich habe Herbst-Deko auf dem Dachboden gesucht und viele Baby-Utensilien gefunden, auf die ich mich jetzt freue.
Manchmal merke ich gar nicht, dass meine Un-Lieblings-Jahreszeit begonnen hat. Entweder, weil unser Alltag so ruhig und entspannt ist, oder weil Vorfreude die Zeit vergehen lässt oder weil ich wirklich Zeit zum Leben habe.

Die Wege am Mittag von Kita und Schule nachhause dauern länger, weil wir mehr geschafft sind, weil es viel zum Reden gibt und weil wir Zeit haben, Kastanien oder Pokémon zu sammeln. Manchmal holt mein Mann ein Kind oder beide ab, weil sie gleichzeitig fertig sind.

Wir essen manchmal ein Mittagessen, den richtigen Plan dafür haben wir noch nicht. Und dann brauchen die Jungs erstmal sich und Ruhe. Ich bin so froh, dass das so ist. Sie erzählen, sie albern und machen Quatsch (glücklicherweise nicht so richtigen Quatsch), sie bauen Landschaften, hören ein Hörspiel oder rennen durch den Garten. Wenn sie einzeln ihre Pause brauchen, dann sortieren sie sich eben auseinander, aber lange dauert das nicht.

Ich weiß nicht, wie sehr ich mich da in Wunschträumen verliere – aber ich finde, die ruhigen Vormittage und die freien Nachmittage sind perfekt für ein drittes Kind. Was kann denn Schlimmes passieren?
(Okay, ich weiß, was alles passieren kann, das war keine echte Frage. Aber im Vergleich zum Winter 2011/2012, als ich hochschwanger in einem neuen Haus war und 24 Stunden lang ein Kleinkind in Windeln um mich hatte… im Vergleich dazu ist das ja jetzt gar nichts!)

Meine App sagt mir, dass das Beebi in 100 Tagen kommt.
Ich habe das Gefühl, dass mein Bauch grad kaum wächst und wenn ich ordentlich laufe (langsam und gerade und aber nicht wie ein schwangerer Pinguin), dann geht es mir sehr gut. Das Beebi strampelt mal, wenn ich mich zu lange nicht bewegt habe. Ich kann allein meine Schuhe anziehen, der Mantel geht noch zu und das ist wahrscheinlich das Ende der beiden angenehmeren Trimester… Aber wir werden sehen.

Immer mal wieder frage ich mich, ob es gut ist, dass wir mit unseren Jungs am Nachmittag keinen Musikunterricht/Sportkurs/Kindertreff besuchen. Aber dann liege ich auf der Couch, habe zum Kaffee Besuch von einer Freundin und denke: Es ist gut so.

Natürlich haben wir uns nicht einfach aus Faulheit dazu entschieden, auch wenn ich diese Tatsache gerade sehr genieße. Auch die Finanzen, unsere Nähe zu Freunden und Kirche und die „Freiheit“ für unsere Kinder haben zur Entscheidung beigetragen.
Wir finden, unsere Jungs sind vielseitig und unterschiedlich begabt und interessiert. Wir lesen und singen und lernen zusammen. Beide Kinder können gut und sicher im Straßenverkehr laufen und Rad fahren. Wir verabreden uns mit Freunden, besuchen Parks oder Spielplätze, wir kochen und backen zusammen, wir gehen einkaufen, harken Blätter, versorgen die Pflanzen und sind eine glückliche Familie.

Die AGs in der Schule und die Schwimm- und Kletterkurse am Nachmittag werden kommen und die Verabredungen ohne Mama und Papa auch.
Aber jetzt überschütten wir uns mit Ruhe und Geborgenheit, Sicherheit und Liebe, Büchereibüchern und der Sendung mit der Maus. Und unsere Jungs sind zu dem geworden, was sie sind, weil das so ist.

3. Oktober mit der Familie in Potsdam

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