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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Sommer-Mama

Das ist meine Jahreszeit.
Absolut.

März ist toll fürs Gefühl und für die ersten warmen Strahlen.
April ist toll zum Geburtstag feiern und um sich über die ersten Farben zu freuen. Aber jetzt… das liebe ich!
So warm wie es geht, so sonnig, wie es geht, so hell wie es geht. Immer bitte.

Im Juni 2015 habe ich einen Artikel von MOPS für den Blog übersetzt: In diesem Sommer möchte ich JA sagen

Ich denke immernoch oft daran.
Im Sommer fällt mir das leichter. Der Dreck, die Jungs, der Haushalt, die Termine.

Im Sommer möchte ich meine fröhlichen Kinder ansehen – und nicht den Dreck, den sie machen.

Im Sommer möchte ich in die leuchtenden Augen meiner Jungs sehen – und nicht die Flecken in ihrem Gesicht.

Im Sommer möchte ich an ihren T-Shirts sehen, wie glücklich sie gespielt haben und wie oft sie Eis essen durften – und nicht, wieviel Wäsche das bedeutet.

Im Sommer möchte ich mich an den kleinen Füßen freuen, die barfuß über Wiesen und Steine hüpfen – und nicht die schwarzen Tapsen auf dem Küchenfußboden sehen.

Im Sommer möchte ich die Pflanzen und Blumen ansehen – und nicht den gelben Blütenstaub, der auf allen Möbeln liegt.

Im Sommer möchte ich mich über alles Grün im Garten freuen – und nicht das Unkraut sehen, das wirklich wild wuchert.

Im Sommer möchte ich mich mit den Kindern auf der Terrasse in Wasserschüsseln setzen – und nicht über die Wasserflecken an den Fensterscheiben stöhnen.

Im Sommer möchte ich mit Freunden im Garten sitzen und essen und grillen und Wein trinken – und mich nicht über Geschirrberge ärgern.

Ich freue mich auf den Sommer!

 

Emilian hat heute mit seiner Klasse einen Ausflug zum Wasserspielplatz im Britzer Garten gemacht. Für die Schulkinder, die in der Schule waren, gab es das erste Hitzefrei.

Nach dem Mittag haben wir uns die leckersten holländischen Honigwaffeln gekauft und sind zu fünft ins Schwimmbad gefahren, um Emilian bei seinen letzten Stunden zu unterstützen.

Als ich im Auto über die Hitze gestöhnt habe, hat Liam sofort angemerkt, dass ich mir das doch seit langem gewünscht hätte. Und er hat ja recht.
Nur nicht mit langer Jeans – zu fünft im Auto – bei Feierabendverkehr – und Übelkeit. Hab ich ihm erklärt.

Die ersten Kinder des Kurses springen schon ins Wasser und schwimmen los. Das ist so toll zu sehen und die Eltern an der Scheibe strahlen vor Glück.
Emilian macht sehr gute und saubere Bewegungen – aber der Respekt vor dem Wasser ist noch zu groß. Ich erinnere mich an meine Angst, damals in der 3. Klasse.

Und ich höre zu, wie mein Mann, der Coach, mit Emilian redet und ihm hilft, seine Angst zu überwinden. Das ist unglaublich. Emilian ist ja sozusagen der einzige „Klient“, bei dem ich zuhören darf. Ich hatte hier im Blog schonmal geschrieben, wie das zusätzliche Studium meines Mannes uns geholfen hat… und gerade sehe ich wieder zu und bin sehr begeistert!

Der Nachmittag bestand nach Wasserspielplatz und Schwimmkurs wieder zum größten Teil aus nackt-im-Garten-durch-den-Sprenger-springen-und-vor-Freude-quietschen.

Ich bringe die Kinder zur Zeit nicht sehr pünktlich ins Bett, ehrlich gesagt. Die hellen Abende sind mir einfach zu schade.

Die Tage und Nächte, die jetzt kommen, sind wertvoll.
Für mich. Und für meine Familie.

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Grüße von der Couch

So ganz brav, wie das hier klingt, halte ich meine Ruhe nicht ein. Eher, wie eine Mama über das Wochenbett sagte: „Eine Woche im Bett, eine Woche am Bett und eine Woche ums Bett.“ , oder so.

Der selbstgenähte Schlafsack von meiner Mama.
Wie klein der uns vor der Geburt vorkam…

Mir geht es sehr gut.
Donnerstag Abend war ich einmal kurz mit den großen Jungs draußen. Das war schön, aber irgendwie auch komisch. So ohne Bauch und Baby im Auto und dann bei Lidl eine kurze Reizüberflutung.

Am Freitag war ich dann vormittags draußen. Die Sonne schien. Ich habe Emilian überrascht und ihn von der Schule abgeholt. Ich traf fast alle meine Mama-Freundinnen auf dem Schulhof. Weil ich Jari nur kurz aus dem Autositz genommen hatte und ihn im Sitzsack wie ein kleines blaues Bündel auf dem Arm trug, sahen sie uns schon von Weitem. Haach, war das schön. Die Mamas, die nicht glauben konnten, wie klein so ein Baby ist. Die leuchtenden Augen der Kinder aus Emilians Klasse. Und der stolze Emilian.
Später ging ich noch zum Klassenraum, um Emilians Lehrerin zu besuchen. Sie kam uns entgegen und freute sich so, uns zu sehen. Sie hielt Jari ein paar Minuten und wir quatschten kurz so von Mutter zu Mutter.
Ich brachte Emilian nachhause, stillte eine Runde und fuhr mit Jari zum Kinderarzt, zur U2. Bei dm holte ich kurz neue Windeln, traf wieder eine Mama-Freundin und genoß es so sehr, mit meinem Baby im Sonnenschein in meinem Kiez unterwegs zu sein. Eine andere Kundin schaute in den Autositz und fragte, wie alt das Baby sei. „Waas, 6 Tage? Und da laufen Sie hier schon rum?“
Ich fuhr weiter zur Kita, um Liam abzuholen. In Emilians Gruppe besuchte ich schnell seine Erzieherinnen. Sie hatten alle so aufs Baby gewartet und freuten sich sehr über unseren Besuch. Und sie hören auch immer gern Neuigkeiten aus der Schule von „ihrem“ Emilian. Wir haben die Erzieherinnen echt gern und Jari hat seinen Platz dort in 3 Jahren schon ziemlich sicher.

Durch die Sonne fuhren wir nachhause und ich hatte meinen „sozialen Tank“ wieder voll aufgefüllt. Wir haben täglich Besuch und Freunde, die Mittag bringen, aber dieses echte „draussen sein“ und Freunde treffen und vertraute Wege gehen und die Blicke der Leute auf meinem Bündel – ich hab es sehr genossen!

Das Bündel

Am Freitag Abend hatten wir dann wieder Besuch und die Müdigkeit am Abend war fast das Einzige, was mich noch daran erinnerte, dass irgendwas Außergewöhnliches passiert war. Mein Kopf kam nicht ganz hinterher, denn mir ging es wirklich so gut. Sämtliche Schmerzen und Wehwehchen waren inzwischen verschwunden. Das Baby schlief viel und ich konnte gut stillen… es war irgendwie so unwirklich, denn immerhin hatte ich ein Baby geboren.

Am Samstag und Sonntag wollten wir pünktlich um 9:00 Uhr in der Kirche sein, um Veranstaltungen zu besuchen – und es klappte. Ich fing vor 7:00 Uhr an, aber wir hatten drei Kinder zur richtigen Zeit satt und angezogen und aus dem Haus. Trotz Kälte und Eis auf den Autoscheiben. (Ich freue mich auf den Frühling!!)

Am Samstag war ich abends alleine mit den Jungs und wir alle waren gleichzeitig müde und hungrig. Ich musste die Großen irgendwie ins Bett bringen und gleichzeitig stillen. Dann standen da zwei Wäschekörbe und die Küche war nicht aufgeräumt. Das Kinderzimmer sah fürchterlich aus, ich hätte gern geduscht und die obere Etage hätte mal gesaugt werden können. Und es war fast 22:00 Uhr. Ich war so müde. Und überfordert. Und alles, was ich nicht geschafft hatte und lange nicht schaffen werde, brach über mich herein. Bis der Mann kam, sortierte ich ein bißchen Wäsche und kramte meine Umstandsmode aus dem Schrank. Ganz sicher nicht Punkt 1 auf der Prioritätenliste, aber was geschafft ist, ist geschafft. Und im Kopf komme ich so mehr und mehr in der neuen Lebensphse an.

Der erste Gottesdienst zu fünft klappte wunderbar. Mein Baby zeigte sich von der besten Seite und den Sonntagnachmittag verbrachten wir wieder mit Freunden. Wir spielten, aßen Mittag von meiner Schwägerin, tranken Kaffee und quatschten. Ich hatte das Gefühl, am ganzen Sonntag meine Augen nicht vollständig aufzubekommen – und am Montag schlief ich bis 11:00 Uhr. Wie ein Stein.

Wie gut, dass wir jetzt Winterferien haben!
Die Großen spielen UNO und Duplo im Schlafanzug, hören Hörspiele, spielen im Schnee und genießen das nichts-tun. Heute sind sie mit meiner Schwester in Berlin unterwegs und morgen wollen wir einen Ausflug zum Erdbeerhof machen.
Die Hebamme besucht uns täglich und Jari arbeitet sich tapfer in Richtung Geburtsgewicht. Ungefähr 200g fehlen noch. Die kleinen, zarten Kinder – das sind meine Jungs!

Zartheit

Ich zwinge mich dazu, die Arbeit zu ignorieren und wirklich nur das zu tun, was ich schaffe. Erstens bleibt mir so viel mehr Zeit, um mit den Jungs zu sein und zweitens wird die Arbeit doch nur mehr, wenn ich einmal anfange. Hallo? Ich wohne mit vier Männern in einem Haus. Wen interessiert da mein Anspruch? Leider niemand. Und es gibt eine Grauzone, die okay sein muss und in der ich mich bewegen muss, bevor das Haus verdreckt. Die Zone muss es einfach geben.

Diese „Haaach, ist das Leben nicht wunderschön???“-Phasen und die „Oh Gott, ich kann nicht mehr. Wie soll ich das alles jemals schaffen???“-Phasen werden sich schön abwechseln, das weiß ich inzwischen. Und ich weiß, dass es bestimmt mal noch viel schlimmer und anstrengender wird und dass es auch wieder viel besser werden wird.
In allen Zeiten möchte ich das Lachen nicht verlieren, möchte mich nicht verlieren und Zweisamkeit mit meinem Mann nicht verlieren.

Nach der ersten Woche mit Baby haben wir beide gestern zum ersten Mal zu zweit gefrühstückt und festgestellt, wie wir uns vermisst haben. Inmitten aller dieser Kinder. Wir rufen uns „Kannst du mal schnell..“ und „Halt mal kurz.“ zu. Die SMS, die wir uns schicken, sind Einkaufszettel oder dm-Coupons zum Ausdrucken. Sobald ich mich nachts zu meinem Mann drehe, knatscht der kleine Mensch auf der anderen Seite. Wir funktionieren sehr gut zu zweit, wir ergänzen uns perfekt und versuchen, dem anderen Ruhe zu gönnen, wenn es geht. Aber das ist keine Zweisamkeit. Jetzt grad nicht.
Jedes Lächeln, jede ruhige halbe Minute wird gefeiert.

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Er ist da!

Hallo! Ich bin seit kurzem eine Mama von drei wunderbaren Söhnen. Willkommen auf meinem Blog!

Ich hab es schon vermisst, euch zu schreiben. Seit dem letzten Eintrag ist hier eine Menge passiert… Aber weil mein Herz und Kopf so voll und ungeordnet sind, werde ich euch einfach kurze Szenen an den Kopf knallen – für einen „normalen“ Eintrag bin ich noch nicht sortiert genug… Mehr Fotos und kleine Beiträge für zwischendurch könnt ihr auf meiner Facebookseite Mamasbusiness finden.

* Am 21. Januar wurde Timo Jari geboren!

* Fast unnötig zu erwähnen, dass viele meiner Sorgen mal wieder unbegründet waren… Als die erste Wehe kam, wusste ich sofort, dass das die erste Wehe war. Das ist einfach so. Und die Wehen der Tage davor waren nichts im Vergleich dazu.
Es war Freitag Nacht, perfekter Zeitpunkt, ich hatte noch nicht geschlafen, als ich meinen Mann weckte. Er sprang grinsend aus dem Bett, voll von Vorfreude!
Ich hatte mir fest vorgenommen, auf dem Weg ins Krankenhaus nicht mehr sowas wie „Ich hab Angst!“ oder „Ich will nicht!“ zu sagen, sondern eher „Endlich!“ oder so. Naja.
Es war 01:14 Uhr, als wir das Schlafzimmer verließen. Noch bevor Oma und Opa da waren, fuhren wir los. Die Strassen waren frei, die Autoscheiben mussten nicht gekratzt werden, die Kinder schliefen, ich hatte meinen Mann bei mir, der so viel Freude und Ruhe verbreitete, der „Storchenparkplatz“ vor dem Krankenhaus war frei und wir hatten Zeit und Ruhe und die dunkle, kühle Nacht für uns. Alles war perfekt!

* Nach ungefähr 2 Minuten in unserem Apartment (ich sag ja: „Kreissaal Hotel“) entschied die Hebamme, dass es Zeit für den Kreissaal war. Ja, war es. Ich hatte ordentlich eklige Wehen und kaum Pausen. Es war ungefähr 01:30 Uhr. Wir bekamen das Zimmer, in dem auch Liam geboren wurde. Ich stellte mich wieder ans Bett, hielt mich an denselben Griffen fest, mein Mann fütterte mich mit Traubenzucker und hielt mir seine Hand hin, wenn ich Halt brauchte. Die junge Hebamme stand mir sehr zur Seite, redete mir gut zu und tat alles, um es angenehm für uns zu machen. Als sie nach dem Telefon griff, um die Ärztin zur Geburt zu rufen, platschte ein kleiner Junge aus mir heraus, den sie mit der anderen freien Hand schnell und sicher auffing. Es war 02:07 Uhr.

* Trotzdem ich diese Geburt viel zu intensiv und schmerzhaft fand, war ich von Anfang an mit dem Kopf viel mehr dabei, als bei den anderen Jungs. Und das nehme ich bis jetzt wahr.
Als Emilian als erstes Kind geboren wurde, war ich 24. Ich hatte keine Ahnung und lernte, eine Mama zu sein.
In einer stressigen Zeit für uns kam Liam 2 Jahre später dazu, Emilian war noch sehr klein und brauchte Nuckel, Windeln und Mama..
Aber jetzt… ich habe Erfahrung, fange aber gleichzeitig fast neu an. Wir haben große tolle Jungs, hatten in den letzten Jahren so wunderbare Familienzeiten samt Auslandsjahr, ich hatte meinen Körper, mein Bett, meinen Schlaf und viel Zeit für mich – und ich stelle fest, dass ich Jari ganz anders neu und viel mehr genießen kann. Ich habe Zeit und Ruhe, die Brüder verstehen gut, wenn sie kurz warten müssen, ich habe viel Hilfe von Freunden und Familie und es ist alles perfekt. (Und vielleicht habe ich auch gerade zu viele Glückshormone um mich herum…)

* Nach den ersten Untersuchungen und einer Ruhepause verließen wir das Krankenhaus zu dritt um 06:30 Uhr. Es war immernoch dunkel. Ich plapperte vor mich hin, weil mein Kopf noch nicht ganz mitgekommen war. Einerseits konnte ich nicht glauben, dass da hinten im Auto ein Baby mit uns fuhr. Wenn ab und zu ein kleines Geräusch kam, erschraken wir beide fast. Andererseits hatte ich viel zu verarbeiten und schwor mir, mal wieder – aber noch mehr als sonst – keine weiteren Kinder mehr zu bekommen. Nie mehr. Nie wieder.

* Heute, an Tag 6, ist die Geburt schon wieder so weit weg.
Die Sonne scheint, das Baby schläft, die Nachwehen sind fast vorbei, das Stillen klappt wunderbar, Jari nimmt zu, der Milcheinschuss ist vorbei, die Hebamme ist begeistert von unserer Entwicklung und sagte ich das mit den Glückshormonen schon? Naja, und dieses „nie“ von „nie wieder Kinder“ ist schon nicht mehr ganz so groß und fett wie vor 5 Tagen…

* Der Wohnzimmertisch ist voll von Blumen und Geschenken. An jedem Tag kommt eine andere Freundin vorbei, die fertiges Mittag für uns bringt. Meine liebe Schwiegermutter holt Emilian und Liam täglich von Schule und Kita ab und bringt sie uns. Ich habe zur Zeit nicht viel mehr zu tun, als auf der Couch zu sitzen und zu stillen. Dort kann ich auch Hausaufgaben kontrollieren, vorlesen, UNO spielen und Filme gucken. Dorthin kommt die Hebamme einmal am Tag und dort landet Liam sofort nach der Kita. Er ist das Gegen-Magnet zu Jari. Wo Jari ist, ist Liam. Er hält ihn, streichelt und tröstet und „übersetzt“, was Jari so von sich gibt. „Der liebt mich, weil ich jeden Tag Hallo in den Bauch gesagt hab.“

* Emilian ist sehr liebevoll und vorsichtig, aber ein bißchen zurückhaltender. Er hat ein großes verliebtes Lächeln für Jari. Am Anfang der Woche hatten wir ein Gespräch mit Emilians Lehrerin zum Ende des ersten Halbjahres der ersten Klasse. Sie lobte ihn sehr und sagte, dass sie gern mehr Kinder wie ihn in der Klasse hätte. Er sei sehr gut und fleißig in allen Fächern, er sei bei allen beliebt, er könne Gehörtes gut wiedergeben und er habe ein außergewöhnlich großes Allgemeinwissen. Sie sagt, er würde in sich ruhen und wach und ausgeglichen sein. An jedem Tag kommt er fröhlich aus der Schule und erzählt von seinem Tag. Ich bin so stolz! Und ich ärgere mich nicht, dass er zur Zeit kein straffes Nachmittags-Programm hat. Er darf Kind sein und er ist Kind. Und morgen feiern wir das bestandene erste Halbjahr!

* Seit ein paar Tagen probieren wir ein neues Uhrzeit-System aus. Wir haben die kleine weiße Uhr von IKEA mit bunten Zetteln markiert, sodass die Minuten von 06:50 Uhr bis 07:30 Uhr eingeteilt sind in Anziehen, Spielen, Essen, Packen, Anziehen, Losgehen. Das funktioniert erstaunlich gut. Mein Mann ist konsequent und lässt Emilian wirklich allein die Zeit im Blick behalten – auch wenn dann eben einer der Bereiche zu kurz kommt oder ausgelassen werden muss. Emilian richtet sich bereits am Abend darauf ein, pünktlich und gut aufzustehen und er macht das so gut. Ich freue mich für ihn, dass es bald heller und irgendwann auch wärmer wird. Er wünscht sich so, dass ich ihn bald wieder bringe. Und ich freue mich auch darauf.

* Heute werden wir zum Kinderarzt gehen und die U2 machen lassen. Ich habe seit Ewigkeiten keinen eigenen Kinderwagen mehr geschoben und war überhaupt auch lange nicht an der frischen Luft – ich bin gespannt!

* Ab und zu überfällt mich eine Müdigkeit, die ich nicht mehr kenne. Ich habe lange, lange durchgeschlafen und selbst in der Schwangerschaft konnte ich viel ausruhen und schlafen. Aber jetzt schlafe ich natürlich nicht durch. Überhaupt nicht. Ich kann mich noch nicht wieder ganz so wie vorher bewegen und ich trinke kaum Kaffee. Und dann gähne ich und muss mich hinlegen, ich schlafe so tief ein, dass ich nicht mehr weiß, wo und wer ich bin… Ich bin so dankbar, dass der Frühling mit Sonne und Wärme und Licht und frischer Luft bevorsteht. Denn eines Tages werde ich nicht mehr ausschlafen können. Ich werde Jari irgendwie pünktlich satt und fertig in den Wagen legen müssen, um morgens oder mittags meine Runde zu drehen. Ich werde nicht immer auf der Couch chillen können.
Bis dahin aber genieße ich und lasse mich verwöhnen.

* Mit meinen Fotos und Berichten habe ich in den letzten Tagen den Hormonhaushalt sämtlicher Mütter-Freundinnen durcheinander gebracht und den einen oder anderen Kinderwunsch wieder wachgerüttelt. Ich kann das gut verstehen. Wir sind aber auch so leicht durcheinanderzubringen… „Hatte ich gesagt, ich möchte keine Kinder mehr? – Niemals habe ich sowas gesagt!“
Jari ist mit seinen 50 cm und 3kg ein kleines zartes Wesen, aber er wird tatsächlich schon größer!
Vor ein paar Tagen habe ich hier geschrieben, dass ich nicht so viel „Früher war alles besser.“ und „Später wird alles besser.“ denken will. Aber haaach, warum kann er nicht einfach so klein und zart bleiben?
Meine Schwägerin hat mich besucht. Ihr Baby kam am 17. Dezember. Der Unterschied von den paar Wochen ist schon deutlich zu sehen.

* Wenn Jari immer klein und zart bleiben würde, würden die Brüder sich schnell langweilen. Sie würden nicht mit ihm lachen und spielen können. Er würde immer meine Nähe brauchen und ich würde wahrscheinlich nie mehr ordentlich schlafen können. Es ist schon alles gut, so wie es ist. Und das lernen meine Hormone auch irgendwann.

* Weil er so schnell wächst, kann ich euch ruhig ein paar Babyfotos zeigen. Er sieht ja sowieso schon bald wieder ganz anders aus…

 

* Am Montag war schulfrei und die beiden Jungs durften das Wochenende bei meinen Eltern verbringen. Mama und Papa und Jari hatten die ersten drei Tage ganz für sich.
Morgen ist der letzte Schultag vor den Winterferien und ich freue mich auf eine ruhige Familienwoche.

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12 von 12 im Juli

Es ist schon Mitte Juli, meine Güte.
Dieser Sommer ist besonders für uns. Wir fahren gar nicht weg, jedenfalls nicht zu viert. Aber der Anfang der Sommerferien bedeutet in diesem Jahr das Ende der Kindergartenzeit für Emilian. Ein großes Ereignis!

Heute war ein schöner ruhiger Tag. Ich wusste gar nicht, dass wir sowas noch können.

1. Meine Schwester traut meiner Wetter App mehr als ihrer und fragt nach. Sieht doch gut aus.

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2. Wir haben heute etwas Besonders mit Emilian vor, also bringe ich den kleinen lustigen Liam allein in die Kita.

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3. Nach einem Frühstück gehen wir drei in die Stadt: Wir suchen einen Schulranzen aus!

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4. Dieses ganze Thema um die Schule ist ganz schön aufregend. Was alles dazu gehört!

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5. Die Schultüten und Ranzen habe ich mir viel größer vorgestellt.. Wahrscheinlich ist es bei mir einfach zu lange her. Uns wird eine Schultasche empfohlen, die anfangs noch eher Rucksack ist und dann umfunktioniert werden kann. Emilian sucht sich ein Dino-Motiv aus und bleibt dabei, auch wenn wir es vielleicht etwas zu gruselig finden. Das ganze Paläontologen-Ding passt einfach zu ihm und die Schultasche ist bestellt!

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6. Emilian darf für Liam und sich ein kleines Auto aussuchen und wir genießen den sonnigen Vormittag zu dritt.

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7. Wir haben nichts weiter vor und ich topfe ein paar Pflanzen um, während die Kinder im Pool spielen. So ein Glück! Ich weiß nicht, wann so eine Garten-Gemüse-Frau aus mir geworden ist, aber ich finde es toll.

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8. Guckt euch mal meine Tomaten an!!! Und nicht, dass hier einer sagt, da waren nur Blätter…

 

9. Und um das Familien-Sommerglück perfekt zu machen, erbarme ich mich sogar und spiele ’ne Runde Fußball mit den Jungs. 

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10. Emilian spielt Galionsfigur und bringt uns zum Lachen.

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11. Ich drehe noch eine Runde und besorge Abschiedsgeschenke für die Erzieherinnen.

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12. Am Abend backe ich Schoko-Muffins.
Sehen die nicht so gut aus?

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Die Jungs haben noch 8 Kita-Tage und dann kommt der Sommer. Eine to-do-Liste für die freie Zeit haben wir schon erstellt. Ich freue mich aufs Ausschlafen!!! Und jeden Tag warten wir auf Post aus der Schule. Wir werden dann erfahren, in welche Klasse Emilian kommt und welche Schulsachen wir noch besorgen müssen.

Für alle, die gern etwas zur Einschulung schenken möchten, gibt es unsere Amazon-Wunschliste. Vielen Dank!!

Ich trage mich noch in die 12 von 12-Liste bei Caro ein und wünsche euch eine gute Nacht!

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It’s all about happiness!

Ich habe nachgedacht.
Immer mal wieder, seit ich im Internet Geschichten aus unserem Alltag veröffentliche, bekomme ich Rückmeldungen, ich würde über eine heile Welt schreiben, in der es nur Friede, Freude, Eierkuchen gibt. (Sagen wir Pancakes. Dann stimmt es.)

Und ich merke, wie mich das einerseits stört, denn man will ja allen gefallen und so. Und natürlich ist unser Leben nicht nur Frieden und Freude. Echt!

Aber:
Ich konzentriere mich auf die guten und schönen Dinge im Leben, kleine oder große. Ich sehe sie, ich suche sie, ich jage ihnen nach!
So bin ich.
Schon vor 10 und mehr Jahren gehörten Worte wie Optimismus, Humor und Hoffnung fest zu meinem Leben – nicht erst jetzt, seit dem ich Mama bin.
Auch noch mit über 30 kann ich mich über Unkraut am Weg freuen, weil es rosa blüht. Auch noch mit zwei Kindern nehme ich mir Zeit und bleibe stehen, weil eine Schnecke über den Zaun kriecht. (Auch, wenn die Kinder nicht dabei sind…) Ich lache über alberne Witze und springe über eine Wiese, wenn mir einfach danach ist. In solchen Momenten fühle ich mich überhaupt nicht erwachsen und ich finde das gut.

Mein Alltag ist voll.
Voller, als ich es mir manchmal wünsche.
Es gibt Dinge, die einfach immer wieder erledigt werden müssen, jede Mama kennt das. Ich würde gern mehr lesen, mehr schreiben, mehr schlafen, öfter duschen.. Der Boden des Schlafzimmers ist voll von Kleiderstapeln, die einsortiert werden müssten. Die Kinderkleidung könnten aktualisiert und an Sommer angepasst werden. Der Wohnzimmerboden ist voller Krümel. Kinderzimmer aufräumen. Unkraut rupfen. Terrasse fegen. Glasflaschen wegbringen.
Vielleicht denkt ihr nicht, dass es auch bei uns so ist – ist es aber.
Ich sage aber: Egal!
Vielleicht ist es mir nicht wirklich egal, denn es nervt mich und manchmal schimpfe oder weine ich, weil ich nicht schaffe, was ich möchte.

Aber dieses EGAL ist wichtig für mich. Ich brauche es jetzt, denn diese Jahre mit Kleinkindern sind die vollen, wilden Jahre. Für Schlaf und Bücher werde ich später Zeit haben. Hoffentlich.

Mein Leben ist auch voller Menschen. Beziehungen. Freundschaften. Kontakte. So bin ich, dafür nehme ich mir Zeit und das genieße ich.
Seit ich angefangen habe, im Büro zu arbeiten, fehlt mir noch mehr Zeit. Ich merke diese 11 Wochenstunden. Aber es gibt tatsächlich wichtigeres, als Wäsche und saubere Fenster. Im Sommer jedenfalls.

Also treffe ich mich mit Freundinnen, gehe auf die Festwoche, koche Holunderblütengelee ein und frühstücke mit meinem Mann in der Sonne, weil es mir wichtig ist!

Es gibt genug Menschen und Mütter, die meckern und jammern. Das ist wichtig, denn wir sollten nicht jede Ungerechtigkeit und Schublade, in die wir gesteckt werden, hinnehmen. Wir sollten füreinander kämpfen und uns beschweren, wenn wir sehen, dass irgendwas nicht richtig läuft und wir daran etwas ändern können.
Und glaubt mir, es gibt Dinge, die mich nerven und aufregen. Oh ja! Aber ich bin nicht die, die sich aufregt und schimpft.
Ich schimpfe nicht über blöde Erzieher, laute Nachbarn, ungerechte Politiker, schlecht gelaunte Kassierer und doofe Kinderärzte. Es gibt sie überall, aber egal. Warum sollte ich hier darüber schreiben?

Und um ganz persönlich zu werden: Unser Leben ist nicht perfekt. Das verspreche ich euch.
Es gibt Schmerz und Fragen in meinem Leben.
Es gibt Zeiten, die wir so nicht geplant haben.
Es gibt Dinge, auf die wir verzichten müssen, obwohl wir sie gern hätten.

In den vergangenen Monaten haben wir von Arbeitslosengeld und anschließend von noch weniger gelebt, weil Entscheidungen lange gedauert, bzw. nicht ganz positiv ausgefallen sind.
Unser Auto hat uns in allen 5 Jahren viel Geld gekostet, weil wir es scheinbar einem Betrüger abgekauft haben.
In den letzten 7 Jahren habe ich zwei Kinder geboren und zwei Kinder verloren.
Wir hätten vor Schulstart gern einen richtigen Familienurlaub außerhalb der Ferien gemacht, hatten aber keinen Cent dafür übrig.

Das gehört zu unserem Leben dazu.
Aber ich halte nicht an der Vergangenheit fest.
Ich trauere und ärgere mich, dann stehe ich auf und gehe weiter.

Ich suche mir Dinge, um mein Glück und meine Zufriedenheit, meine Dankbarkeit und mein Lächeln zu behalten.

Ich bin sehr glücklich mit einem wunderbaren Mann verheiratet, wir haben zwei gesunde Söhne und wir wohnen in einem Haus mit Garten. Wir können mit einem eigenen Auto fahren und wir haben unzählige Familienmitglieder und Freunde innerhalb Berlin und Umland. Wir sind gesund, wir haben genug Essen und Trinken und wir haben Zeit füreinander. Darüber schreibe ich, denn das ist unser Leben.

Wir leben in der Gewissheit, dass es einen Gott gibt, der uns führt und unser Leben hält. So kann ich Enttäuschungen leichter annehmen und die guten Geschenke des Lebens entdecken.
Wer gibt, der bekommt – daran glauben wir.

Als ich eine Freundin vor kurzem gefragt habe, wie es ihr so geht, schrieb sie: „Manchmal gehetzt, weil ich viel tun will. Aber auch gelassen, um die Zeit mit wichtigen Dingen zu nutzen. Manchmal aufgewühlt, wegen unserer Zukunft.

Und genau so ist es.
In meinem Leben gibt es Hüftspeck und Pickel, Staub und Ameisen in der Küche, ungehorsame Kinder und genervte Eltern, Tränen und Zukunftssorgen.

Aber ich habe mich entschieden, die Sonne, den leckeren Kaffee, den Platz auf der Terrasse und die wunderschönen Blüten, die Freude und das Gute zu sehen.

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