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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Rückblick und Vorschau

Ich hatte so einen tollen Geburtstag!!!
Voll und laut und lang – und ich im Mittelpunkt. haha
So muss es sein!

Meine neue Lieblingsart zu Feiern ist: Ich lade Freunde ein, den Tag über vorbeizukommen. Fertig.
Jeder kommt, wenn er kann.
Der Tag ist gut gefüllt.
Es gibt nicht ein Anfang und ein Ende, sondern vielleicht sogar kleine Pausen zwischendurch. Vielleicht.

Weil wir meinen 30. Geburtstag mit unserem Zurückkommen im letzten Jahr so groß gefeiert haben und über den Tag verteilt 70 Menschen bei uns vorbeikamen, habe ich in diesem Jahr versucht, nicht alle meine Freunde einzuladen. Und wir waren ja dann auch nur 40…

Die ersten kamen zum Frühstück und die letzten gingen nach einem Glas Wein, als der 4. April eigentlich schon vorbei war. Ich liebe es!

Ich liebe es, dass „nur ein paar Leute einladen“ so eine große Freundesschar bedeutet.
Ich liebe es, wenn die Freunde kommen und gehen und sich auch untereinander sehr gut verstehen, während wir rumwuseln.
Ich liebe es, dass unser Haus ein Ort ist, wo gespielt, gelacht, geredet und gefeiert wird.
Ich liebe es, dass ich mit vielen Freunden tiefe Beziehungen habe, auch wenn wir uns nicht ganz so oft sehen.

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Danke für die vielen Blumen.
Danke für die Gutscheine im Wert von über 100 Euro!
Danke für die Lieblingsschokolade!
Danke für die Pentatonix Tickets! (aaaaaaahh)
Danke für die Karten mit euren lieben Grüßen.
Danke für das Ausmalbuch, mit dem ich jetzt voll im Trend bin.
Danke für die selbstgemachten Schätze.
Danke für die neuen schönen Blumen im Beet.

Ich habe gestern Vormittag erst die Geschenke in Ruhe angeguckt und gestern Abend die Böden sauber gemacht. Für heute habe ich mir vorgenommen, alle Emails und Nachrichten zu beantworten. Die Blumen strahlen noch auf dem Wohnzimmertisch und die Essensreste…. ach ja, es gab ja gar keine Reste.

Ich habe mir aus irgendeinem Grund in den Kopf gesetzt, an meinem Geburtstag zum ersten Mal einen Käsekuchen zu backen. Also einen American Cheesecake!
Seit bestimmt 6 Jahren habe ich das erste Backbuch von Cynthia Barcomi… und ich habe es, weil eine Freundin uns einen Cheesecake gebacken hat, den wir seit dem nicht mehr vergessen haben.
Aus Respekt habe ich den Cheesecake dann erfolgreich vor mir her geschoben… bis jetzt.

Während die ersten Gäste eine wunderbare selbstgemachte Pizza Calzone frisch vom Grill von meinem Mann serviert bekamen, schlug ich also mal wieder das Backbuch auf und fing an.

Obwohl mir schnell wieder sehr deutlich wurde, warum ich dieses Rezept so lange verdrängt hatte, klappte das Backen des Bodens sehr gut. Für die Füllung fehlte ein bißchen Frischkäse, was schnell vom Laden um die Ecke besorgt wurde.

In meiner wachsenden Genervtheit habe ich das auf zwei Seiten aufgeschriebene Rezept nicht so ganz sorgfältig bis zum Ende gelesen. Nun war es schon so 15:00 Uhr und nun stand da irgendwas von „60 Minuten backen“ und dann „60 Minuten kühlen“ und dann „4 Stunden in den Kühlschrank“…
Das weiß doch jeder, denkt ihr jetzt vielleicht.
Naja, jeder.. außer Marit.

Wir zauberten Schoko-Muffins, Joghurt und Eistorte auf den Tisch und den Gästen ging es gut.
Die Vorfreude stieg und ich war mir aber sicher, dass ich diese Cheesecake-Rezepte von nun an besser wieder in Ruhe lassen würde.

Als der Kuchen warm und weich und duftend aus dem Ofen kam, beschlossen wir, die letzten 5 Stunden Kühlung sein zu lassen und den Kuchen einfach ohne die heißen Kirschen und noch warm und wackelig zu servieren …
Ich sagte ja schon, dass es keine Reste gab.
Es war sehr, sehr, sehr lecker und mein Mann sagte: „Den hast du nicht zum letzten Mal gemacht…“

Sehr spät am Abend fiel mir dann ein, dass ich meinen Kollegen im Büro für die Dienstbesprechung am nächsten Tag Kuchen versprochen hatte… Ich fiel gegen 1:00 Uhr ins Bett und überlegte und überlegte.
Mein Stolz sagte: „Wir kaufen doch keinen Kuchen!“
Meine Augenringe sagten: “ Aber wir müssen schlaaaafen…“

Ich entschied mich aber dazu, vor der Arbeit kurz beim Bäcker anzuhalten und .. naja, vielleicht Erdbeertorte zu kaufen. Als der Wecker dann um 6:40 Uhr klingelte und ich überraschend wach und fit war, schlich ich in die Küche und machte schnell 12 Schoko-Muffins. Viel zu früh Pünktlich und mit noch warmen Muffins auf dem Fahrrad kam ich im Büro an und hatte vorher auch die Kinder in den Kindergarten gebracht. Manchmal wundere ich mich selbst über mich…

Weil ich von diesem Cheesecake dann so überrascht war und weil es keine un-ausprobierten Cynthia Barcomi-Rezepte geben sollte und weil ich Emilian auch oft sage: „Die Angst vor etwas lässt dich manchmal auch ganz Schönes verpassen!“ habe ich mir was vorgenommen:

Ich möchte jedes Rezept aus meinen Cynthia Barcomi Büchern mindestens einmal probiert haben!

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Ich habe drei Backbücher von ihr (die anderen beiden stehen auf meiner Wunschliste) und in dem ersten Backbuch habe ich jetzt mal 60 Rezepte gezählt – ohne Variationen.

Es gibt viele Rezepte von Cynthia, die ich schon mehr als einmal gebacken habe. Dazu gehören die Pancakes, die Cookies, Coffee Cake, Lemon Bars, Blaubeer Muffins, Bagels, Pizza und so weiter.

Aber es gibt eben auch viele, an die ich mich noch nicht gewagt habe – und ich wette, sie sind lecker!
Wenn mich jemand nach guten Rezepten oder Ideen fragt, dann möchte ich auch ordentlich antworten können.

Ihr könnt euch gern als Tester anmelden, mich an meine Challenge erinnern, euch zum Kaffee einladen oder vielleicht sogar Kuchen in Auftrag geben – irgendjemand muss das Zeug ja auch essen.

Ich bin sehr gespannt!

Bis mir dann in der Mitte des Buches die Käsekuchen begegnen, werde ich wohl jede Menge Mut und Erfolge brauchen… Los geht’s erstmal mit French Toast, Scones und Zimtschnecken im ersten Buch. (In die Zimtschnecken kommt Kartoffelpüree??)
Das kriege ich hin, oder?

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12 von 12 im März

Aus dem angekündigten vollen, tollen Tag wurde ein richtig guter Tag mit vielen (unerwarteten) Geschenken. Ab und zu habe ich vergessen, Fotos zu machen, aber es gibt genug.

1. Die Großfamilie war fast vollständig wieder im Elternhaus, richtig mit Übernachtung und so. Kurz nach Mitternacht gab es ein feines Getränk, Erinnerungen an einen gemeinsamen Sommerurlaub 2012…

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2.  Die Kinder waren vor allen anderen wach… und so wurde ich geweckt. Keine Ahnung!

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3. Frühstück in großer Runde.

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4. Ausflug in die City.
Kein Frühlingshimmel, aber das Lieblings-Wahrzeichen.

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5. Bruder und Schwägerin haben uns einen Einkaufsgutschein und die Zeit dazu geschenkt. Sie haben sich mit den Jungs die Zeit vertrieben. Erstmal ein Döner.

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6. Was es alles gibt!

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7. Und das ist doch mal eine gute Idee, oder?
Würdet ihr kaufen?

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8. Erfolgreich und glücklich. Danke!

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9. Auch die Kinder hatten eine gute Zeit.

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10. Zuhause gab es dann die erste große Geburtstagsüberraschung! Gestern hatten wir heimlich das Bett aufgebaut und das Zimmer vorbereitet – und zugeschlossen. Heute durften die Jungs ins Zimmer und sahen dann das neue Bett! Sie waren so dankbar und glücklich – und endlich kann ich mich mal neben sie legen! Große Liebe.

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11. Ein schönes Paket wartet auch schon auf die Kinder. Diese Überraschungen, in Zeiten, in denen wir den Kindern vielleicht nicht alle Wünsche erfüllen können, bedeuten mir viel. 

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12. Und NOCH eine Überraschung. Ein Team aus Kalifornien ist zur Zeit wieder in Berlin. Und über Umwege kam ein voller Beutel mit Geschenken zu uns. Meine Güte.. der Geburtstagstisch meiner Kinder wird nicht leer sein! Mein Herz fließt über.

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Jetzt trage ich mich noch schnell in die Liste aller „12 von 12“-Blogger ein und verschwinde. Gute Nacht!

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Fröhliche Weihnachten!

In den letzten Tagen habe ich mir immer wieder vorgenommen, euch mal wieder zu schreiben. Zu erzählen, was wir so machen und vor Weihnachten noch vorhaben. Und plötzlich ist Weihnachten.

Wir hatten eine überraschend ruhige und entspannte Vorweihnachtszeit. Kita-Vormittage, Familien-Nachmittage. Wir haben gebacken, Musik gehört, geschmeckt, Geschenke gepackt, aufgeräumt, gesungen, Besuch bekommen, sauber gemacht, gebadet, gelesen, geschlafen, Fotos gemacht, Karten geschrieben…

Ich habe morgens, mittags, abends, nachts viele neue Rezepte ausprobiert und gleich mehrmals gebacken. Der Lebkuchen von Frau Frische Brise und die Minz-Bomben von Pia waren absolut der Kracher. Wie ich backen liebe!

Die Kinder haben zusammen mit allen Kindern aus der Kirche am 20. Dezember ein tolles Weihnachtsmusical aufgeführt.

Wir hatten ein echtes Friedenslicht aus Bethlehem bei uns und haben heute in der Kirche viele, viele andere Kerzen damit angezündet.

Ein ganz besonderer Höhepunkt war ein Konzert, bei dem mein Mann und ich gestern waren. Es war eine „Bandprobe“ vor kleinem Publikum. Die Band gab es nämlich eigentlich nur bis vor 10 Jahren – ich war bei fast jedem Konzert in Berlin, mein Mann spielte ab und zu mit seiner Band als Vorband und irgendwie gehörte diese Musik absolut zu unserer Kennlern-Geschichte. Jetzt wollten sie also sozusagen probieren, ob ein Comeback möglich ist. Wir beide wurden persönlich eingeladen, für mehr als 30 Gäste war im Probenraum kein Platz. Es war schnell warm und eng, laut sowieso. Aber die Musik… war wie früher. Wir beide fühlten uns waren jung und verliebt und genossen die vorweihnachtliche Zweisamkeit sehr.

Nach einem ruhigen Vormittag und einem sehr schönen Gottesdienst setzten wir vier uns zu Kartoffelsalat und Würstchen in die Küche. Und als es die Kinder wirklich nicht mehr aushalten konnten, (Emilian wollte noch schnell eine Gedicht aufsagen), ließen wir sie ins Wohnzimmer. Und dann ging es ganz schnell.

Liam trägt den neuen Schlafanzug und spielt ohne Pause auf der kleinen Gitarre, die er bekommen hat. („Jaaaaaaa, das hab ich mir dewünscht!“) Emilian hat ein Lego-U Boot bekommen und nach fast 2 Stunden konzentriertem Bauen ist er fast fertig. Die Wangen sind rot und die Augen leuchten.

Wir haben für die nächsten Tage ein volles Programm und werden Feiern und Familie in vollen Zügen genießen. Ich freue mich schon darauf, am Ende des Jahres hier einen Rückblick aufzuschreiben.

Bis dahin wünsche ich euch allen aber wunderschöne Feiertage und einen gesegneten Start in das Jahr 2016! Danke, dass ihr meine Leser seid und ein bisschen bei uns mit-lebt.

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Hallo Dezember!

Und plötzlich ist Dezember.
2015 ist fast Vergangenheit.
Wir sind nach 10 Monaten Amerika wieder nach Berlin gezogen, ich bin 30 geworden, das Berliner Wetter hat sich von bester Seite gezeigt, wir haben ein angemeldetes Schulkind, wir haben viele Flüchtlinge kennengelernt und wir haben keine einzige Windel mehr im Haus! Meine Güte…

Aber erstmal liegen ja noch 31 tolle Tage vor uns.

Im Dezember werde ich…

… ruhigen Urlaub mit meinen drei Männern verbringen.
… lesen, vorlesen, schwimmen, Filme sehen, spazieren.
… die Bibelgeschichten als „Jesse Tree“-Weihnachtsgeschichte an den 24 Tagen erzählen.
… eine Tochter von lieben Freunden in Liams Gruppe begrüßen.
… Kekse backen.
… feierlich unseren Ehe-Kurs abschließen.
… mich mit Freundinnen zu Plätzchen und Glühwein treffen.
… Liams Kindergartengruppe zum Spielen in der Kirche begrüßen.
… mit meinem Sohn Lieder für ein Weihnachts-Musical üben.
… eins, zwei, drei Weihnachtsfeiern feiern.
… Freunde zum Weihnachts-Musical in die Kirche einladen.
… Familienfotos machen und Weihnachtspost verschicken.
… Geschenke aussuchen und einpacken.
… mit den Familien feiern.
… an das größte Geschenk Gottes an uns denken.
… traditionell und wunderbar mit Freunden in das neue Jahr feiern.
… dankbar sein!

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Noch 4 Tage…

Abgesehen davon, dass mich die Berichte von GermanWings förmlich anziehen und ich mich konzentrieren muss, nicht so viel zu lesen, geht es uns sehr gut!

Das Wetter hier ist unglaublich – wie eigentlich immer.
Ich versuche, noch so viel Sonne zu schnappen, wie es nur geht. Und ab Montag werde ich „Irvine“ von der Liste streichen und nicht mehr daran denken. Vorher hab ich ja auch nicht geguckt, wie das Wetter in Australien oder Hawaii ist.. Da wär‘ ich ja schön blöd.
Freunde aus Berlin schreiben mir, wie schön es gerade dort wird. Meine App sagt: „11 Grad und Regen“.
Ich werde versuchen, mein Gejammer für mich zu behalten. Ich liebe den Frühling und ich liebe den Monat April.. und frieren werden wir sowieso. – Wir essen süße Erdbeeren frisch vom Feld, auch Avocados und Melonen und Spargel.. gibt’s hier ja immer.

 

Das Packen klappt gut, zwei Koffer sind voll und fertig und sogar unter 20kg. Mein Mann hat mir erlaubt, im Notfall einen 8. Koffer zu kaufen… aber noch habe ich ein gutes Gefühl. Wenn ich durch die Läden gehe, habe ich das Gefühl, für alle Freunde „noch schnell“ einen Gruß aus Amerika kaufen zu müssen. Das sehe ich ja alles nie wieder! Aber in Berlin kann man ja auch ganz gut einkaufen.. (Denkt jetzt bloß nicht, ich bringe euch alles was mit! Es sei denn, es gibt spezielle Wünsche?!)
Gestern sprach ich mit einer Freundin und sie verstand erst nach und nach, dass wir unser Zeug nicht mit einem Container verschiffen, sondern wirklich nur 7 Koffer haben. Sie war ganz verwirrt und fragte: „Das heißt also, du hast zum Beispiel keine Lampe mitgebracht? Und du konntest hier auch nichts Großes für die Wohnung kaufen???“

Einige sprechen vom „Kulturschock beim Zurückkommen“.
Gerade kann ich mir nichts darunter vorstellen, weil ich ja „nachhause“ komme. Und den Schock am Anfang, den man mir mehrmals prophezeit hatte, gab es nicht.
Vielleicht gibt es zu große Erwartungen an mich? Vielleicht habe ich mich verändert und ihr kommt damit nicht klar? Vielleicht meckere ich über deutsche Eigenarten, die vorher für mich ganz normal waren? Vielleicht nervt das ständige Vergleichen? Ich weiß es nicht. Noch nicht.

Am Montag war unser letzter „freier Montag“. Und es war so ein schöner Tag!
Die beiden Jungs waren nochmal beim Frisör. Das machen sie inzwischen locker mal zwischendurch – ohne Gejammer und Gekratze und so. Süß sehen sie aus!
Wir waren dann mit einer Freundin von mir verabredet, die Fotografin ist. An unserem Lieblingsstrand in Laguna Beach haben wir uns getroffen. Eigentlich wollte ich mich mit ihr alleine treffen, um… Erinnerungsfotos für meinen Mann zu machen, ihr wisst schon. Aber dann hätte ich ihm nichts davon erzählen dürfen und meine Freundin und ich hätten uns um unsere vier Kinder kümmern müssen. Also haben wir alle uns farblich passend angezogen und Familienfotos am Strand gemacht. Drei haben wir schonmal bekommen und – sie sind wun-der-schön! Perfekt für eine Wand im Flur, um lebenslange Erinnerungen an eine so schöne Zeit zu haben. Perfekt zum Verschenken. Perfekt.

Danach sind wir noch ein bißchen durch die „Shopping-Straßen“ von Laguna Beach geschlendert. Im Candy-Store wurden noch ein paar Süßigkeiten-Mitbringsel gekauft und ausserdem bekamen beide Jungs einen Lolli, für gutes Benehmen beim Shooting. Emilian hat diese Belohnung gebraucht, denn es fiel ihm echt schwer, 3 Stunden lang der brave Junge für das Foto“ zu sein.
Die Kinder meiner Freundin waren im selben Alter wie unsere, sie kennen sich aus der Kinderbetreuung, und die beiden haben die ganze Zeit um uns rum gespielt.. Schwer für Emilian.

Am Ende haben wir noch einen Laden mit „California-Kleidung“ gefunden! Den ganzen Morgen schon sind wir durch ein Einkaufszentrum gejagt – auf der Suche nach rosa Pullovern, auf denen „California“ steht. Ich wollte so einen unbedingt! T-Shirts gab es öfter, aber für Berlin wollte ich eben einen schönen Pulli haben. Und in diesem Laden eben haben wir ihn gefunden. Es gab leider keinen mehr in weiß oder rosa, meiner ist jetzt pink. Und es steht nicht nur „California“, sondern auch „Laguna Beach“ drauf.. Sehr toll! Und soo kuschelig.

Hoodie

 

Heute Abend waren unsere Vermieter da. Zum ersten Mal, seit wir hier wohnen. Peinlich eigentlich.
Diese Menschen sind so unglaublich. Reich – und hundertmal großzügiger.
Ohne sie hätten wir nicht einen Tag hier leben können – und sie haben sich bei uns bedankt. Das war mir unangenehm.
Ich hab mir zwar ziemlich Mühe gegeben, das Apartement zu putzen und aufzuräumen… und sie waren beeindruckt und sagten aber, man würde gar nicht sehen, dass hier zwei kleine Kinder gewohnt haben. Sie fragten, was zu reparieren oder zu ersetzen wäre und sagten, das würden sie übernehmen. Wir sollen uns nur keine Sorgen machen.
Oh man. Das ist dann wohl Gnade.
In den letzten Tagen sind sie selbst in ein neues Haus gezogen – als mein Mann sie dort besuchte und wiederkam, war er sichtlich beeindruckt. Ich fragte ihn, wie groß es denn ungefähr sei und er sagte: „Kennst du Schloß Sanssouci?“
Und auch das stehe uns jederzeit zur Verfügung.. für einen Urlaub oder überhaupt jederzeit. Um uns zu „ehren“, wollten sie uns eigentlich für den letzten Monat dort wohnen lassen… aber es seien noch zu viele unfertige Bauarbeiten im Haus.
Ich kann es nicht glauben.

 

Unsere Monate hier waren gefüllt von solchen Geschenken großzügiger Freunde – und auch Fremde.
Ich hatte gestern über Dankbarkeit geschrieben… aber genau das passiert, wenn Menschen ihr Vertrauen in Dinge aufgeben und sich auf Gott verlassen! Gott läßt sich da nicht lumpen. Und wenn er sagt: „Ich werde euch segnen, mit mehr, als ihr braucht!“ – dann wird das genau so passieren!

Ich möchte jetzt nicht darauf aufmerksam machen, wie toll wir sind.
Für einige scheint es unmöglich, mit zwei Kindern ein Jahr nach Kalifornien zu ziehen.
Für uns war es ein bißchen so, wie 10 Monate Sommerferien.

Es war nicht immer so leicht. Einerseits hier als Deutsche zu leben – und andererseits nicht so richtig einzutauchen, weil wir immer diese „10 Monate“ als Begrenzung hatten. Weihnachten ohne Familie, das Ding mit nur einem Auto, das immer-nicht-so-ganz-richtig-dazugehören..

Wir haben unser Haus, Garten und Auto abgegeben.
Wir beide waren ohne Beruf und sogar kurz ohne Einkommen.
Wir haben Kitaplätze gekündigt und die Routine der Kinder auf den Kopf gestellt.
Wir haben Freundschaften der Kinder abgebrochen und unterbrochen.
Wir haben auf Arztbesuche und Gesundheits-Kontrollen verzichtet.
Wir haben bis auf Kleidung, Schuhe und Bücher unseren Besitz zuhause gelassen.
Wir haben Familie und Freunde tausende Kilometer zurück gelassen.
Wir haben Freiheiten aufgegeben, die wir in Deutschland ohne Probleme hätten.
Wir haben uns in ein völlig fremdes Umfeld gestürzt.
Wir alle mussten uns in eine andere Sprache rein-lernen.

Und doch:
Ich würde es jederzeit wieder tun!
Nicht überall auf der Welt und nicht viel länger und nicht mehr mit Schulkindern vielleicht…

Aber dieser Segen, diese unerwarteten krassen Geschenke von Gott, die wir immer wieder bekommen haben, diese Freundschaften, diese Erinnerungen an hier… das kann uns keiner mehr nehmen. Es hat uns an nichts gefehlt – im Gegenteil. Ich bin sprachlos und begeistert von einem großen Gott, der alles in der Hand hält.

 

 

Am Pool

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