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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Luft und Liebe

Die zwei Regentage nach den ersten warmen Tagen waren schon wieder irgendwie komisch. Meinem Mann hat der Regen gut getan und die Pollen-Luft ein bißchen sauber gemacht. Aber heute hatte ich Kopfschmerzen… ich habe nie Kopfschmerzen.. und die Luft war fast tropisch feucht.

Aber die Jungs liebten es!
Emilian kam vom Schwimmkurs und Liam erwartete ihn schon im Garten. Die beiden wechseln zur Zeit täglich mehrmals die Schuhe: Winterschuhe, Gummistiefel, Sandalen ohne Socken.

Liam hat zum Geburtstag zwei kleine Fussballtore für den Garten bekommen. Pop-up Tore. Sie sind ganz schnell aufgepoppt – das Zusammenbauen haben wir noch nicht so geschafft, aber ist ja eigentlich auch erst im Oktober fällig.

Jeder der beiden hat also ein kleines, blaues Tor. Und dort wird der Ball hineingeschossen, dort hinein kann man sich setzen und picknicken, man kann sich einwickeln und kaputtlachen, man kann Zoo spielen oder Gefängnis oder…

Ich finde es immer schwieriger, kreative, nützliche, haltbare Geschenke zu finden, aber diese leichten Kindertore waren eine gute Idee.

Das ganze Geburtstags-Lego hat Emilian in sein Zimmer gebracht. Dann ausgepackt und sortiert – aber diesmal hat es ihn zum ersten Mal überfordert. War aber auch gutes Zeug. Er hat viel Zeit dafür und ich werde die Kinder nicht aus dem Garten holen und ins Kinderzimmer schicken. Ein Hoch auf die langen warmen Tage, die vor uns liegen!

Von meinem Bruder haben die Kinder einen echten, voll ausgestatteten Laubsägeschrank bekommen. Mit Holzplatten. Von meinen Eltern gab es Schutzhandschuhe und Figuren zum Aussägen oder -schnitzen. Liam bekam einen fetten Holzblock, einen Hammer und hunderttausend kleine Nägel. Männer schenken Männergeschenke!
Auf der Terrasse sieht man noch die Spuren der ersten Versuche. Emilian kann sich da richtig Zeit nehmen und entspannen. Auch so ein Projekt für einen langen freien warmen Nachmittag. (Wie gut, dass bald Osterferien sind!)

Ich konnte Emilian heute natürlich fast nicht zu den Hausaufgaben kriegen und das Abendbrot wurde auch immer weiter nach hinten geschoben. Die Brüder entwickeln so eine Phantasie und verschwinden in ihren Spielen. Das wechselt von Pokémon zu Fussball zu Beastmaster zu Rollenspielen zum Nachbarn beobachten… und sie gackern und toben und streiten und kreischen und lachen und flitzen.

Ich kann mich an den Farben gar nicht satt sehen und ich liebe das Gezwitscher der Vögel morgens und abends. Fühlt sich ja auch irgendwie alt an, sowas zu sagen, aber jetzt mag ich es! Ohne Still-Pausen in der Nacht würde ich wahrscheinlich gar nicht darauf achten.
Ich sehe jede rosa Baumblüte, die irgendwo in der Stadt blüht und ich finde jede einzelne schön! Bald ist unser Baum auch soweit…

Einen Zweig habe ich auf der Strasse gefunden und in ein Glas gestellt. Diese zarten Blüten in hellrosa und die etwas dunkleren Knospen… so schön! Das ist Frühling für mich.

Beim Eier färben hatte ich Liam mal ganz für mich alleine und wir haben schöne Gespräche geführt. Er hat es so genossen, die Eier zu zählen, einzutauchen und zu beobachten.

Zwischendurch hatte Jari wieder Bauchschmerzen und ich wollte ihn nicht so viel in der Manduca tragen, weil meine Schulter heute ein bißchen wehtat. Am Ende hing er doch wieder an mir dran und schlief tief und fest. Ich freue mich dann, dass er das genießt und ich ein bißchen mehr schaffen kann.
Aber er lernt gerade, wie interessant und lecker seine Hände sind und sobald es wieder warm ist, werde ich ihn auch zu uns in den Garten legen.

Frühling, wir lieben dich!

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Heilige Nacht….

Mit einem kleinen Gruß möchte ich mich für die Feiertage verabschieden und euch von Herzen eine schöne, erholsame, gesegnete Weihnachtszeit wünschen!

Nachdem ich gestern Abend – als viele letzte Vorbereitungen getan waren – schon fast dachte, das Baby macht sich auf den Weg… hatten wir eine ruhige Nacht und einen sehr schönen Tag heute.

Allerletzte Besorgungen und Erledigungen wurden heute Vormittag in aller Ruhe geschafft. Weil Samstag war, gab es Pancakes zum Frühstück. Die Aufregung der Jungs stieg mit jeder Stunde.
Gegen 15:00 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Kirche. Auf dem Rückweg scherzten wir, wie schön in Ruhe wir jetzt zuhause ins Bett gehen könnten. Beide Kinder ließen sich so schön ärgern und konnten gar nicht verstehen, wie ich nur die Geschenke vergessen könnte..

Nach der Weihnachtsgeschichte, Kartoffelsalat und Würstchen und einem Lied war der Weg zu den Geschenken frei.
Emilian suchte zuerst sein Geschenk für uns, dann sammelte er Liams Päckchen ein. Und dann stürzten sie sich auf ihre Geschenke.

Wir beide saßen auf der Couch und waren einfach nur sehr glücklich über unsere fröhlichen, gut-erzogenen Kinder, die sich so ehrlich freuten und uns mit ihren Begeisterungs-Schreien zum Lachen brachten.
Was gibt es Schöneres, als ein „WOOAAHH! Das hab ich mir schon immer gewünscht!!!“ zu hören?

In wenigen Sekunden war aus der besinnlichen Heiligkeit im Wohnzimmer ein Schlachtfeld aus Papierfetzen, Lego, Socken und hüpfenden Jungs geworden.
Und seitdem spielen sie… satt, müde und glücklich.

Der Mann hat zur Feier des Tages einen Baumkuchen für mich besorgt und so sitzen wir 4 1/2 hier glücklich im Wohnzimmer – einfach nur mit uns.

Wir werden „Die Eiskönigin“ ansehen und Baumkuchen und Mandarinen essen.. und uns an uns und dem Leben freuen.

Gegen Ende des Jahres werde ich mich noch mit einem Jahresrückblick melden und dann mit dickem Bauch ins neue Jahr rutschen – einfach eine ruhige Kugel schieben!

Danke, dass ihr meine Leser seid!

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Ein besonderes Weihnachten

Ich werde nicht viele Worte über die letzten Geschehnisse in unserer Stadt verlieren. Es wird so viel gesagt, spekuliert, geschimpft und verbreitet.
Aber an der richtigen Stelle fehlen die Worte.
Uns und unseren Freunden und Familien geht es gut, obwohl es sich schrecklich anfühlt, jetzt plötzlich in Berlin und mit Berlin zu trauern.

Zur Weihnachtszeit teile ich sehr gern das Deckblatt der Berliner Morgenpost:

Umso wichtiger finde ich jetzt, das Gute und Schöne zu erzählen. Liebe und Hoffnung zu teilen, statt Angst und Schrecken zu verbreiten.

Ich erzähle euch von einer Weihnachtsfeier im Flüchtlingsheim.

Solche besonderen Feiern zu Weihnachten gehören zu meiner Kindheit. Wir haben oft mit Freunden aus dem Kinderheim, mit Flüchtlingen, mit Alkoholikern und anderen Bekannten gefeiert, die in der Gesellschaft am Rand stehen und zu Weihnachten gern mal vergessen wurden.

Singen in stinkenden Hausfluren, anonyme Tüten mit Kaffee, Seife, Obst und Schokolade packen, ein Lächeln aus Gesichtern sehen, die sonst nicht viel zu lachen haben, Schuhkartons für Kinder in anderen Ländern füllen, um ihnen das erste Weihnachtsgeschenk überhaupt zu bescheren, merkwürdige Gestalten am Weihnachtsabend neben uns unterm Baum zu haben, Essen teilen, Plätzchen in kalten Einkaufspassagen verteilen…

Wir vier Kinder waren immer dabei, es gehörte dazu, diese Leute zu besuchen oder einzuladen. Wenn ich daran denke, wie ich mich jetzt mit meinen eigenen Kindern zum Beispiel in einer Notunterkunft bewege („Fasst das nicht an! Geht eure Hände waschen! Nimm die Finger aus dem Mund! Setz dich bitte nicht dahin! …“), dann bewundere ich meine Eltern, wie entspannt und normal sie uns den Umgang mit „anderen Menschen“ beigebracht haben.

Wir vier wollten gestern zur Weihnachtsfeier in die Notunterkunft gehen, in die wir auch im Sommer regelmäßig zur Teestube gingen. Emilian ließ ich dann aber wegen seiner Erkältung mit Oma zuhause und auch mein Mann blieb im Bett liegen, weil er mal eine Pause brauchte. Ich war mit einer Freundin verabredet, die zum ersten Mal kommen wollte. Zusammen hatten wir Kinderpunsch gekauft und wollten ihn am Abend verteilen.

Liam kam nicht ganz freiwillig mit, aber kurz vor 17:00 Uhr machten wir uns zusammen auf den Weg. Es war dunkel und sehr kalt – fühlte sich ziemlich weihnachtlich an.

Wir parkten vor dem Heim und trafen viele Kinder und Erwachsene, die wir schon kannten, im Hof wieder. Die Tür zum Feierraum war noch abgeschlossen, der Punsch stand in den Wärmebehältern bereit und jemand mit einer Gitarre sammelte die Bewohner in der Mitte des Hofes um einen Kreis aus Kerzen.

Schon durch wenige gewechselte Worte fiel mir auf, wie gut viele Menschen dort inzwischen deutsch gelernt hatten! Mit den Kindern konnten wir uns richtig unterhalten. Und beim gemeinsamen Weihnachtlieder singen war der Text eindeutig zu verstehen. Die leichten Akzente aber machten die deutschen Volkslieder an diesem Abend zu etwas ganz Besonderem.

Nach ein paar Liedern wurden die Kinder ganz aufgeregt, denn die Tür öffnete sich und alle durften in den geschmückten Raum. Es gab einen Weihnachtsbaum, eine kleine Holzkrippe und viele Tische mit Tannengrün, Kerzen, Mandarinen und Keksen – wie es eben in so einem Weihnachts-Raum aussehen sollte. Am Rand standen ein paar Stühle und trotzdem war es kaum möglich, alle in den Raum zu bekommen.
Liam quengelte an mir herum, wir standen hinten und er sah natürlich kaum etwas. Es roch nach vielen aufgeregten Menschen, wir verstanden kaum ein Wort und Liam hatte keine Lust mehr. Ich setzte mich auf den Boden und nahm ihn auf den Schoß.
Ich sah kleine Kinder, die im Sommer noch Babys gewesen waren und jetzt ihre ersten Schritte machten. Ich konnte mich mit einer Mama unterhalten, die mich vorher nur schüchtern anlächeln konnte.
Mir fiel auf, dass viele Bewohner noch immer FlipFlops und zu kurze Hosen trugen.

Ein Mitarbeiter setzte sich hinter die Krippe und brauchte eine Weile, um gehört zu werden, aber mit der Aussicht auf tolle Geschenke, schafften es die aufgeregten Kinder und Jugendliche, der Weihnachtsgeschichte zuzuhören. Bestimmt hatten sie sie in den Schulen schon ein paarmal gehört, denn sie konnten gut folgen. Ein paar kleine Holzfiguren waren Maria, Josef, ein Hirte und zwei Schafe, eine große LED-Kerze war aus Mangel an mehr Figuren ein Engel.

Ich dachte bei mir, dass ich aus Rücksicht auf die Erlebnisse der Geflüchteten die Geschichte ein bißchen vorsichtiger und rücksichtsvoller erzählt hätte… Aber warum eigentlich?
Die weite, beschwerliche Reise der schwangeren Maria, ein großer böser König, kein Platz in den Wohnungen, eine Ruhestätte in einer dunklen, verlassenen Ecke… ist das nicht alles ziemlich genau so, wie die Familien aus Syrien es auch erlebt haben?

Am Ende der Geschichte bat ein anderer Mitarbeiter die Kinder, sich in Ruhe anzustellen. Man hatte uns vorher erzählt, mit wie viel Liebe und Aufwand für wirklich jedes Kind ein Geschenk ausgesucht wurde, in Altersgruppen eingeteilt. Die Kinder sammelten sich hibbelig um den Baum herum, als plötzlich die Tür wieder aufging und ein großer, echter Weihnachtsmann in rotem Kostüm mit Hut und Bart den Raum betrat.
Liam verschlug es die Sprache, noch nie hatte er einen richtigen Weihnachtsmann gesehen. Der Weihnachtsmann sprach leise und ruhig und lieb, wie man sich das so vorstellt. Er begrüßte jede Person mit der Hand und schob sich durch den Raum bis nach vorn zum Baum. Er bat um ein Lied von den Kindern und sofort fingen alle an, laut und aus vollem Herzen „Schneewittchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit?“ zu singen.

Die Mitarbeiter gaben dem Weihnachtsmann danach ein Geschenk nach dem anderen. Es waren volle Schuhkartons, dazu gehörte jeweils ein Schokoladenweihnachtsmann und eine große Tüte voller Süßigkeiten. Die Kartons waren beschriftet und jedes Kind, Jugendliche und auch Eltern wurden mit Namen aufgerufen.
Wenn eine Person nicht sofort reagierte, wuselten alle anderen so lang im Raum, bis sie sie gefunden hatten und zum Weihnachtsmann geschoben hatten.
Jedes beschenkte Kind rannte sofort strahlend zu den Eltern zurück und zeigte den Karton wie einen Schatz. Die kleineren von ihnen stürzten sich sofort auf die Schokolade, die größeren rannten hoch in ihre Zimmer oder zeigten sich gegenseitig ihre Päckchen. Es war ein sehr fröhliches, dankbares, glückliches, lebendiges Gewusel überall.
Liam wartete vergeblich darauf, dass sein Name gerufen wurde, aber ich erklärte ihm, dass wir für unser Weihnachtsfest noch dreimal mehr schlafen müssten.

Die Mädchen schnappten sich die Plätzchen-Teller und rannten über Haus und Hof, um Lebkuchen und Zimtsterne zu verteilen.

Eine Gruppe amerikanischer Besucher bespaßte die Kinder, die über den Hof flitzten. Die Mädchen wurden geschminkt und durften sich die Nägel lackieren lassen, für die Jungs wurden Luftballon-Figuren gedreht. Auch Liam war ganz stolz, als er ein grünes Ballon-Schwert bekam.

Ich freute mich, dass auch Männer und Frauen den warmen Punsch genossen, Plätzchen aßen und redeten und lachten. Einige von ihnen waren im Sommer eher in sich gekehrte Einzelgänger gewesen.
Obwohl es sehr kalt und windig war, war die Stimmung feierlich und festlich.

Ich weiß nicht, wieviele der Bewohner wussten, was Weihnachten für uns ist. Oder ob sie selbst vielleicht bereits Weihnachten gefeiert hatten. Ich weiß nicht, wie viele Geschenke die Kinder in den letzten zwei Jahren bekommen hatten. Ich weiß nicht, ob Kinderpunsch und Lebkuchen und Zimt für fremde Geschmäcker auch festliche Gefühle auslöst…
Aber ich weiß, dass der Abend ein besonderes Weihnachten für mich, für uns, für Berlin war.

„Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt:
Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe! Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“

aus der Bibel, Lukas 2

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Freude spenden.

Habt ihr schonmal einen Persönlichkeitstest gemacht?
Da gibt es ja inzwischen ne ganze Menge, seriös oder eher nicht so.

Es gibt da Tests aus diversen Zeitschriften, die dich und dein Essverhalten, dein Liebesleben oder deine Fitness in Kategorien einteilen.
Dann gibt es die, die deine Launen benennen und dich zu einem bestimmten Typ Mensch ernennen.
Oder die, die dein Verhalten in Gruppen auswerten.
Oder die, die dir helfen sollen, persönlich erfolgreicher zu werden.

Ich hab immer mal wieder Fragen für so Tests beantwortet, denn erstens können sich die Antworten und Auswertungen im Laufe des Lebens ändern, zweitens kann man ja die Fragen auf verschiedene Lebensbereiche (Ehe, Arbeit, Freizeit) beziehen.

Die Ergebnissen dieser Tests haben mir im Großen und Ganzen immer wieder gezeigt und bestätigt, dass ich eine kreative, initiative, äußerst kommunikative Person bin, die lieber mit Menschen, als allein ist, die personenorientiert denkt und handelt und spontan und emotional ist. Und so weiter.

Mir machen solche Tests Spaß, denn es ist ja irgendwie toll, meine „Macken“ da schwarz auf weiss zu einer Kategorie zugehörig zu lesen und zu wissen: „Es ist okay, dass ich so bin. Das entspricht meiner Persönlichkeit. Das ist normal. Es gibt andere, die genauso denken.“

Und dann kam der Birkman Test.
Für den Birkman Test werden zuerst schlappe 300 Fragen beantwortet. Fragen, die merkwürdig erscheinen und teilweise überhaupt nicht auf irgendein Ergebnis schließen lassen. (Damit du beispielsweise mit den Antworten nicht die Auswertung beeinflussen kannst.. soll ja Menschen geben, die sowas machen.)

Zuerst habe ich vom Birkman Test gehört, als ihn alle angestellten Mitarbeiter unserer Kirche gemacht haben und fasziniert, überrascht und dankbar für die Ergebnisse waren.

Viele Persönlichkeitstests zeigen unser Verhalten, das wahrgenommen wird. Die Birkman-Methode zeigt, wie es zu diesem Verhalten kommt, was uns antreibt und motiviert. Das sind unsere „Bedürfnisse“. Erfüllte Bedürfnisse bringen uns zu einem normalen, produktiven Verhalten. Ungestillte Bedürfnisse aber können ein Stressverhalten auslösen.

Ich habe diese 300 Fragen im letzten Jahr beantwortet.
Alle Mitarbeiter unserer Kirche haben ein Birkman-Coaching speziell für Engagement in Kirchen bekommen.
Die Auswertung habe ich in Form eines Heftes bekommen und zusammen mit den Mitarbeitern aus meinem Team angesehen.

Die Themen sind zum Beispiel:
– mein Führungsstil
– gute Motivationen für mich
– mein Arbeits- und Lernstil
– mein Gebets- und Glaubensleben

Wie schon gesagt, unterscheiden sich sowohl die Fragen, als auch dann die Antworten von anderen Tests, die ich gemacht habe. Die Ergebnisse sind teilweise allgemein und könnten gut als Aushängeschild oder Entschuldigung für mein Verhalten genutzt werden.
Aber mir ging es so, dass ich auch erleichtert oder beschämt reagiert habe, oder mich auch ertappt gefühlt habe, als ich durch die Seiten geblättert habe.

Sehr interessant und außergewöhnlich sind die Ergebnisse des Verhaltens und der Bedürfnisse.
Wie ich mich verhalte und wie ich möchte, dass sich andere mir gegenüber verhalten, kann ein riesengroßer Unterschied sein. Und ist kann so erleuchtend und erleichternd sein, das festzustellen, in Worte fassen zu können und als Tatsache nehmen zu können.

Beispielsweise gebe ich anderen Mitarbeitern gern Freiheit bei Entscheidungen und wenig klare Vorgaben. Für mich ist es aber besser, wenn mir direkte Ansagen gemacht werden.

Es ist wirklich umfangreich und es lohnt sich!

Eine weitere tolle Sache ist, dass mit den einmal beantworteten Fragen jederzeit neue Auswertungen zu anderen Lebensbereichen gemacht werden können.

Ich habe inzwischen auch die komplette, allgemeine Auswertung, dann eine Ehe-Auswertung, die unsere Ergebnisse übereinander sieht und vergleicht und neuerdings auch die, die die Beziehung zu meinem Kind ansieht und mich als Eltern-Teil bewertet.
Ich sage euch: Es ist so gut!

Mein Mann und ich haben jetzt schwarz auf weiss, dass sein Normalverhalten genau meinen Bedürfnissen entspricht und -bäm- andersherum genauso. Wir haben uns gesucht und gefunden, Latsch und Bommel, ein Herz und eine Seele.
Natürlich gibt es Felder, an denen wir arbeiten können, über die wir reden sollten und mithilfe denen wir an uns arbeiten können – aber es ist wunderbar, eine Bestätigung für den Weg zu sehen, den wir seit 9 1/2 Jahren!! glücklich zusammen gehen und der uns auf und ab führt.

Die Ergebnisse meiner allgemeinen Auswertung haben wieder gut zu bisherigen Ergebnissen anderer Tests gepasst.
Neu für mich waren aber unter anderem die Auswertungen darüber, wie ich mich anderen Menschen gegenüber verhalte und wie ich aber möchte, dass man sich mir gegenüber verhält.
Das ist fast ein Fass ohne Boden, aber so hilfreich im Umgang mit Kollegen, Familie und Freunden.

Ausserdem steht zum Beispiel meiner Auswertung, dass ich am effektivsten arbeite, wenn ich genug zu tun habe, dass ich besonders auf Situationen anspreche, in denen ich anderen helfen kann, dass eine Unterstützung von anderen mich motiviert, dass ich nicht gezwungen werden sollte, schnelle Entscheidungen zu treffen und auch dass ungewöhnliche Prämien sehr wirkungsvoll sind. (hihi)
Da steht noch viel mehr.
Aber ich stelle mir vor, wie hilfreich es für einen Chef und mich sein würde, das zu wissen. Und ich weiss, dass ich verrückt werde, wenn ich mich schnell entscheiden muss und nicht genug zu tun habe…

Interessengemeinschaften gehören dazu.
Am meisten gehört mein Interesse der Literatur, dem Lesen und kreativen Schreiben (hört, hört) und am allerwenigsten der Mechanik, technischer Verantwortung… ich weiß nichtmal, was damit gemeint ist ;)

Mich hat überrascht und fast genervt, wie oft wirklich in diesen Seiten stand, dass ich Wertschätzung, Achtung, Annerkennung, Wertschätzung und Achtung brauche. Mein Selbstvertrauen verschwindet förmlich, wenn man mich nicht sieht und lobt.
Ich kann nicht behaupten, dass ich nichts davon wusste… aber wer redet denn schon darüber?
Jetzt steht es jedenfalls hier in meinem Zettel! Und jedem, der was von mir will, kann ich sagen, was zu tun ist ;)

Es gäbe noch hundert Beispiele… besonders aus der Eltern-Kind-Beziehung. Für meinen Mann und mich war es wirklich neu und erstaunlich zu lesen, was für Eltern-Typen wir eigentlichlich sind, wo wir uns wohl und sicher fühlen und was unseren Stolz verletzt. Da gibt es jede Menge Redebedarf und habe ich schon gesagt, wie hilfreich das ist?

Die Kategorien sind wieder Normalverhalten, Bedürfnis und Stressverhalten.
Mit der einmaligen Beantwortung dieser Fragen können diese Kategorien immer wieder auf neue Bereiche angewandt werden. Außerdem können meine Ergebnisse mit jeder anderen Person, die den Birkman Test gemacht hat, verglichen und abgestimmt werden.

Warum schreibe ich das alles?
Und wann kommt der Haken, fragt ihr euch vielleicht.

Den „Haken“, falls man ihn so nennen will, gibt es.
Birkman kostet.
Zeit und Geld.
Und vielleicht Stolz und Nerven.

Aber es lohnt sich.
Mehr als „ES LOHNT SICH!“ kann ich euch nicht sagen.
Von ganzem Herzen empfehle ich euch, den „Kosten/Nutzen-Faktor“ abzuwägen und es zu versuchen.
Es tut gut.
Es ist hilfreich.
Es ist nachhaltig.
Es verändert.
Es passt zu jedem Moment des Lebens.
Zu Neuanfängen oder zum Alltag, am Ende eines Lebensphase oder am Anfang einer anderen.

Gibt es Leute von euch, die schon Birkman-Erfahrungen gemacht haben und vielleicht einen Satz dazu in den Kommentaren lassen möchten?

Gerade jetzt zu Weihnachen (und jetzt könnt ihr euch vielleicht denken, warum ich das schreibe) suchen wir wie blöd nach Geschenkideen, die halten, die Wert haben, die weiterbringen und die Freude machen.

Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, eurem Partner, eurer besten Freundin oder euch selbst so ein Birkman-Coaching zu schenken?

Es ist nämlich so, dass zu diesen Auswertungen ein umfassendes, persönliches Coaching gehört – alleine würde man nicht die Hälfte dieser Worte, Diagramme und die Tiefe eben dieser verstehen.
Die Fragen werden online beantwortet und auch die Gespräche hinterher können telefonisch oder per Skype stattfinden. Es ist also nicht nötig, irgendeine Praxis aufzusuchen und hunderte von Zetteln zu beschreiben.

Ich schreibe euch, weil ich einen sehr einfühlsamen, humorvollen, ermutigenden, kompetenten Birkman-Coach kenne.
Er ist täglich mit anderen Menschen im Gespräch, coacht und lässt sich coachen, lernt und gibt weiter, liebt die Herausforderung – und er ist mit mir verheiratet.

www.freudespenden.de 

Ich lade dich ein, über ein Coaching für dich oder als Geschenk nachzudenken. Ich lade dich ein, Birkman kennenzulernen und vielleicht ein Informations-Gespräch zu führen.

Die Weihnachtszeit mit der Sehnsucht nach wertvollen Geschenken und die Neujahrszeit mit dem Wunsch nach Veränderung und Neuanfängen passen so gut dazu.

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Hallo Dezember!

Heute kann mich das nasse Matsch-Wetter nicht stören, denn es ist Dezember! Jetzt gibt’s Gemütlichkeit, Wärme, Kerzenlicht, Weihnachtsmusik, Kekse und Heimlichkeiten – und keiner kann mich daran hindern!

Im Dezember werde ich …

… zu einer neuen Kita-Mama zum Frühstück gehen.
… mit Emilians Klasse eine Weihnachtsfeier feiern.
… einen neuen Neffen bekommen!!!
… Lebkuchen backen.
… Besuch aus Kalifornien bekommen.
… den neuen Haarschnitt der Jungs bewundern.
… ganz viel Pentatonix-Weihnachtsmusik hören.
… mit den Jungs den Adventskalender meiner Kindheit plündern.
… zur Anmeldung ins Krankenhaus gehen.
… gebrannte Mandeln machen und essen.
… mit dem Mann „Prison Break“ zuende gucken. War DAS spannend!
… mit den Jungs in Opas Firma zum Plätzchen backen gehen.
… mit Freundinnen Raclette essen.
… Weihnachtsfilme ansehen.
… die Kinder beim Weihnachtsmusical in der Kirche toll finden.
… weiter auf das Beebi warten.
… das Bettchen und den Kinderwagen wieder aufbauen.
… am Glühwein riechen.
… die ganze Familie sehen und Weihnachten feiern.
… Ferien genießen.
… Silvester mit Freunden feiern und „eine ruhige Kugel schieben“.

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