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Happy 5 Monate.. und Happy Midsommar!

Zuerst:
Ich habe den Eindruck, dass nicht alle von euch den Link zu den Fotos unserer Familien-Reportage gut gefunden haben.
Hier ist der nochmal: Klick!
Ihr sollt euch gern die Fotos angucken!

Und dann wollte ich ja eigentlich mal ein bißchen von Jari erzählen. Der kleine Fratz ist nämlich heute genau 5 Monate alt. Und er ist das süßeste Baby der Welt!

Aber dann kam Midsommar.
Mir war schon klar, dass heute Midsommar ist. Sommersonnenwende. Ich liebe es!
Ob meine Liebe zu IKEA, mein Name und mein Schwedenhaus etwas damit zu tun haben?
Heute feiere ich und denke mitnichten an kürzer werdende Tage, an Weihnachten oder Winter. Pfui!

Irgendwann möchte ich Midsommar mal ganz toll und feierlich feiern – so wie Frau Frische Brise!
Das sieht sooo toll aus!
Das macht sie mit vier Kindern und dem Augustbaby im Bauch!!!

Aber wir hatten heute anderes Programm. Vielleicht feiere ich im Jahr 2019… wenn der 21. Juni ein Freitag ist. Wer ist dabei?

Mit meinen drei Jungs und zwei Gast-Mädchen haben wir uns heute einen richtig schönen Tag gemacht. Wir hatten Wasser im Planschbecken und aus dem Sprenger, wir hatten Melone und Saft, Kirschen vom Baum und sehr viel Spaß.

Als der Besuch am Abend weg war und wir ein bißchen aufräumten, kam mein Mann aus dem Büro. Es war so warm und so hell. Er sagte: „Warum haben wir kein Zelt??? Wir könnten draussen schlafen!“

Ich sagte: „Wir haben ein Zelt auf dem Dachboden…“
Innerhalb von Minuten war das Ding unten und im Garten aufgebaut.

Und das ist jetzt der Grund, warum Jari heute auf dem Blog ein bißchen zu kurz kommen wird. Das ist das Leben der dritten Kinder.. glaubt mir.

Erst hieß es, Papa schläft mit Emilian draussen und Liam darf mit Jari und Mama im Bett schlafen. Was Liam normalerweise wirklich glücklich gemacht hätte, ließ ihn heute völlig kalt. Also war er natürlich mit von der Partie.

Sie waren so aufgeregt. Und so glücklich. Und hilfsbereit. Und wieder innerhalb  von Minuten hatten sie ihre Schlafanzüge an und ihre Betten im Zelt perfekt vorbereitet. Samt Kuscheltieren und „Notwehr-Knüppel“.

Der Trick, irgendwas anders/verrückt zu machen, wenn die alltäglichen Rituale allen auf die Nerven gehen und wir Eltern nur noch in Endlosschleife reden, funktioniert. Sowas von. Ob es um das Frühstück unterm Tisch, das Mittag auf der Wiese oder eben die Nacht im Garten geht – es funktioniert!

Ich bereitete das Essen vor und flitzte immer mal wieder in den Garten, um ein Foto zu machen oder ein strahlendes Kind anzusehen. Sie konnten kaum in Ruhe essen, ständig mussten sie reden und vor Glück quietschen.

Als die Zähne geputzt waren, nahm ich Jari mit ins Zelt und gab ihm dort seine Flasche. Es war sehr kuschelig und wir hätten locker zu fünft dort schlafen können. Liam saß hinter der Gardine und sagte: „Wann kommt denn endlich mal ein Tier?“

Ganz süß fanden Kuscheltiere, Kissen und Decken ihre Plätze und als ich ein Buch vorlas, kehrte laaangsam ein bißchen Ruhe ein. Papa legte sich dann zu den Jungs, bis sie eingeschlafen waren und jetzt gerade ist er wieder zu ihnen ins Bett gegangen.
Der Abend ist also plötzlich sehr ruhig für mich und die Nacht…
Ich bin gespannt und werde euch berichten.

Und was ist mit Jari?

* Jari ist entspannt, zufrieden und pflegeleicht. Es gibt wirklich ehrlich kaum Momente, in denen er mich nervt oder ich nicht mehr kann.

* Die großen Brüder lieben Jari und er liebt sie. Er lächelt jeden Menschen an – aber nur, wenn er seine Brüder anstrahlt, funkeln seine Augen wie verrückt. Jeder der beiden Großen hat so seine Tricks, Jari zum Lachen zu bringen und es funktioniert. Sie können ihn ablenken, trösten, den Nuckel geben und auch mal die Flasche halten – und natürlich trägt das dazu bei, dass ich so entspannt sein kann.

Ratet, wer ihm die Sonnenbrille aufgesetzt hat?

* Jari schläft mehrmals tagsüber und auch der Schlaf in der Nacht wird langsam länger. Einmal oder zweimal braucht er kurz einen Schluck oder den Schnuller und dann schläft er weiter. Er liebt es, auf der Seite einzuschlafen und nach kurzer Zeit legt er sich auf den Bauch.

* Er weint nur, wenn er müde ist oder Hunger hat. Langes Schreien, bei dem wir nicht wissen, was sein könnte, kennen wir nicht mehr. Am allerliebsten ist er aufrecht auf dem Schoß oder an der Schulter, damit er sehen kann, was passiert. Dann sieht er staunend mit großen Augen zu.
In seinem Wipper juchzt er laut, plappert vor sich hin und lutscht vergnügt an seinen Zehen.

* Wir wissen genau, wo er kitzelig ist und er schreit vor Freude, wenn wir ihn bespaßen. Kleine Versteck-Spielchen oder wiederholte Geräusche bringen ihn sehr zum Lachen.

* Ich habe aufgehört, abzupumpen. Mit 5 Monaten ist das okay für mich. Wäre Jari mein erstes Kind, wäre ich von diesem Durcheinander sehr aufgewühlt. Wenn ich daran denke, dass das meine allerletzten Still-Momente gewesen sein könnten, macht mich das schon traurig. Aber ich sehe, wie gut es ihm geht und so geht es mir auch gut.

* Ab und zu versuchen wir, ihm erste Breie zu geben. Boah, ich habe vergessen, wie langsam das geht und wie sehr 10 Gramm Brei fünf Personen und eine Küche verunstalten können. Aber es macht Spaß und Liam kann es kaum abwarten, ihn richtig zu füttern.

* Bei den großen Jungs habe ich so mit 6 Monaten die ersten Breie versucht und dann doch noch länger gewartet, weil sie noch nicht so weit waren. Jari schaut interessiert zu, wenn wir essen – aber er spielt eher mit dem Essen. Vielleicht warten wir einfach noch ein paar Wochen ab. Am liebsten war mir immer die Kürbiszeit zur Brei-Einführung. (Aber wir wollten ja heut nicht vom Herbst reden!)

* Es ist aber gut zu wissen, dass er nach und nach andere Nahrung bekommen darf. Ich bin da ganz entspannt.
Erstens gibt es da die neue Mode, wie meine Hebamme es nennt: „Baby Led Weaning“ Dabei geht es um Beikosteinführung ohne Füttern. Die Baby bekommen alles selbst in die Hand. Das machen wir, wenn Jari gut im Hochstuhl sitzen kann.
Zweitens ist man inzwischen wohl nicht mehr ganz so streng mit dem „nacheinander einführen der Lebensmittel“. Wir geben hier mal ein Hauch Löffel Banane, Jari darf an der Melone lecken, wir machen Zwieback mit Apfelsaft und essen 98% selbst auf. Wir probieren einfach.
Drittens sehe ich, wie die anderen beiden groß geworden sind. Sie sind sportlich, drahtig, sie mäkeln nicht beim Essen, sie haben keine Allergien/Unverträglichkeiten und sind hoffentlich gute Vorbilder für Jari.

* Die erste Impfung hat er ohne Fieber/Durchfall/sonstige Probleme überstanden. Er ist altersgemäß entwickelt und fängt an, sich zu drehen und das Krabbeln vorzubereiten. Alles, was ihm vor die Nase kommt – sei es ein Spielzeug, ein Löffel oder sein eigener Fuß – wird geschnappt und in den Mund gesteckt.

* Er nimmt gut und weiter zu – und so langsam bemerke ich Wehwehchen, die ich so vier Jahre nicht hatte. Das schmerzende Handgelenk, die verspannte Schulter, die Augenringe, der Haarausfall, der weiche Bauch.. meine Güte, das hatte ich alles vergessen.

* Es gibt weit und breit keine Anzeichen von ersten Zähnen. Jari hat keine Bauchschmerzen. Er schläft sehr gut ein. Er lässt sich gut ablegen, wenn er wach ist – in den Kinderwagen, den Wipper, auf die Couch, auf die Wiese, in Liams Bett…. Das liegt wohl auch wieder am trubeligen interessanten Umfeld.

* Ich trage ihn aber auch sehr gern mit mir rum, wenn es geht. Denn er ist das Baby, das ich am meisten genieße. Ich sauge den Babyduft in mich auf. Ich beiße in die kleinen Wangen. Ich streiche über seinen weichen Kopf. Ich wippe ihn, bis er einschläft und lasse ihn auf meinem Bauch weiterschlafen. So lang es geht, darf er mein Baby bleiben.

Ich bin wirklich sehr glücklich, dass Jari perfekt in unsere Familie passt. Einerseits ist er einfach neben uns dabei – und andererseits dreht sich irgendwie alles um ihn.
Ein tolles Baby haben wir da bekommen!

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12 von 12 im Juni

Ich schaffe es irgendwie immer gerade so, die Fotos vom 12. auch noch am 12. hochzuladen. Und wenn ihr wüsstet, wie die Küche aussieht.. aber so ist das eben.
Und ausserdem ist Sommer! Wen interessiert da meine Küche?

 

1. Es gibt so gewisse Sprüche im Internet, die sind für mich. Das ist einfach so.

 

2. Kindheitserinnerung und Sommer-Morgen-Ritual:
Auf dem Weg zu Schule und Kindergarten werden Erdbeeren genascht.

 

3. Nach dem Gang zur Kita wird nochmal gekuschelt.

 

4. Ach ja, Kita und Schule hat wieder begonnen. Da sind wir anderen doch glatt nochmal irgendwie im Wohnzimmer eingeschlafen…

 

5. Nochmal Nahaufnahme.
(Ja.. ich hab ihm extra fürs Foto die Socken ausgezogen)

 

6. Und das wird der beste Holunderblütengelee!
Wir haben 13 Gelee-Gläser und 12 Liter Likör. Und der Baum wird einfach nicht leer…

 

7. Zum Mittag gibt es Wraps auf der schönen Terrasse in unserem schönen Garten.

 

8. Wenn alle Erdbeeren des Tages abgeerntet sind, geht es auf den Kirschbaum. Es fällt mir so schwer, Emilian zu den Hausaufgaben zu schleifen. Sie sind einfach so gern draussen.
Und Liam möchte jetzt einen Kirschkuchen von Tante Mathilda bei „Die drei ???“ backen. Hat jemand eine Rezept-Idee???

 

9. Vorsichtig besprenkle ich mein neues Beet und sitze daneben in der Sonne. Liam kommt vom Fussball spielen aus dem Nachbargarten und zieht sich auf der Stelle komplett aus, um juchzend durch den Sprenger zu kriechen. Oh, du schöne Kindheit!

 

10. Zum ersten Mal hole ich Emilian vom Kletterkurs ab. Er sichert gerade einen anderen Jungen, der weit oben unter der Decke hängt und sie rufen sich fachmännisch Kletterbegriffe zu. Ich bin ganz stolz.

 

11. Zusammen mit den Jungs lasse ich auch ein paar Kindheitserinnerungen aufleben.
Emilian beginnt, „Mr. Bean“ lustig zu finden. Liam ist eher skeptisch.

 

12. Jari passt endlich einigermaßen in die genähte Hose von meiner Schwester. Süß!

 

Wie immer habe ich mich in die „12von12″er-Liste auf Caros Blog eingetragen und bin heute Nummer 156.
Gute Nacht für heute!

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Sommerloch (Pfingstferien)

Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, nehme ich mir irgendwie vor, einen Blog-Eintrag über die letzten Tage zu schreiben… und dann geht es mir aber so, wie Frau Frische Brise, die einfach mal die Ruhe und Routine des Alltags genießt.

Wir hatten eine Woche Pfingstferien, ganz neu für Berlin, und obwohl das Wetter erst am Ende besser wurde, war irgendwie immer was los.

Wer mir auf Instagram (mamasbusiness) folgt, wird ein paar Bilder schon kennen.
Macht aber nix, oder?

Zum Beispiel waren wir an drei Tagen hintereinander in drei verschiedenen Streichelzoos. Mir ist nämlich ein großes Licht aufgegangen, als ich einmal im Britzer Garten beobachtete, mit wie viel Liebe und Hingabe Liam die Ziegen fütterte.
Und wisst ihr was?
Vor 4 oder 5 Jahren wurde Emilian einmal im Streichelzoo sehr von einer neugierigen Ziege erschreckt. Weil er im Kinderwagen saß, kam sie ihm irgendwie genau auf Augenhöhe entgegen. Und als sie dann auch noch alle unsere Reiskekse wegschnappte, war der Spaß vorbei. Und seitdem ist hier nie wieder jemand auf die Idee gekommen, in einen Streichelzoo zu gehen!

Obwohl Liam bei Freunden, die Hunde und Hasen haben, nicht von den Tieren wegzukriegen ist, hab ich nie daran gedacht. Bis jetzt.

Also waren wir im Zoo (und hätten fast David Hasselhoff getroffen!), im Vogelpark Teltow und im Erlebnishof Klaistow.

Der Spargelhof Klaistow ist fast, fast so toll, wie Karls Erdbeerhof in Elstal, ein paar Kilometer weiter weg, besser zu erreichen und scheinbar noch nicht so bekannt. Bei fast 30 Grad, am Freitag, einem Wochenend- und Ferientag, waren wir dort mit nur ein paar anderen Familien und hatten eine wunderbare Zeit!

Die Jungs haben neue Trikots bekommen und sind im Glück. Dass die beiden am allerliebsten sich haben und nicht viel mehr brauchen, ausser vielleicht verrückte Ideen, lautes Gackern und Platz zum Rennen, ist ja nicht neu.
Heute waren sie beide alleine bei meiner Schwägerin im Pool.
Emilian sagt: „Liam, wenn irgendwas passiert.. ich bin da!“

Natürlich streiten sie sich! Sonst wären es nicht Brüder und sonst wäre irgendwas nicht normal.
Aber doch, ich denke, die beiden haben sich am allerliebsten.

Und gestern haben wir Freunde zu einer Party eingeladen bzw. sie gebeten, uns im Garten zu helfen.
Und es war ein sehr schöner Tag!
Wir haben uns um Essen und Getränke gekümmert und haben mit den 6 Freunden, die kamen, sehr viel geschafft.
Mein Vater hat in der Zeit mehrere Radtouren mit den Jungs gemacht, auf der sie tolle Sachen erlebt haben und glücklich zurück kamen.

Es gibt leider keine richtigen Vorher/Nachher-Bilder – aber: Unser Garten ist wunderschön!

Es ist jetzt fast 22.00 Uhr, ich sitze hier auf der Terrasse und ein schwerer Holunderblütenduft liegt in der Luft, dass es fast erdrückend ist.

Wir haben Unkraut gerupft, Hecken geschnitten, die Terrasse und Wege mit dem Kärcher gereinigt, Büsche gepflanzt, Beete vergrößert und meine Mama hat mir ein sehr schönes Steingarten-Beet angelegt.

Die Kinder ernten jeden Tag Erdbeeren und Süßkirschen und wir sehen zu, wie Salatpflanzen, Tomaten und Himbeeren wachsen.

In jedem Jahr beobachten wir, wie durchdacht die Vorbesitzer die Beete bepflanzt haben. Wöchentlich blüht eine andere Pflanze und unser Garten ist grün und bunt und schön. Ich bin sehr glücklich!

Morgen ist der 12. Juni.
Bleibt also dabei, wenn ihr unsere 12 Fotos sehen möchtet.
Und auf jede Fall erzähle ich euch in der Woche von dem schönen Foto-Projekt, das wir machen durften und das ich nun schon eine ganze Weile ankündige. Diese Woche!

Morgen früh geht die Schule auch wieder los.
Noch ein paar Wochen – dann beendet Emilian die 1. Klasse. Unglaublich!

Das jetzt sind die schönsten Monate des Jahres!
Ich freue mich drauf!

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Hallo Juni!

Im Juni werde ich…

… unseren 10. Hochzeitstag feiern. Wohooo! Unglaublich, oder?
… ein krankes Kind pflegen.
… ganz besondere Fotos mit meinen vier Männern machen.
… euch von einem anderen Foto-Abenteuer erzählen, das wir erlebt haben.
… zum ersten Mal Pfingstferien haben.
… endlich wieder in den Zoo und zum Erdbeerhof fahren. Wer möchte mit?
… zum Elternabend in die Schule gehen.
… mich zum abendlichen Youtube-Sport zwingen.
… eine Gartenparty feiern und mit Freunden unseren Garten auf Vordermann bringen.
… meinen Instagram-Account hegen und pflegen.
… mit den Kindern Impfungen anfangen und auffrischen.
… mich über meinen Garten freuen.
… mit meinem Papa Geburtstag feiern.
… meine Nägel lackieren.
… Midsommar feiern.
… die Hebamme wiedersehen.
… meinem Baby vielleicht den ersten Möhrchen-Brei anbieten.
… mal mit Emilian zum Kletterkurs gehen.
… den 5. Monat mit Jari feiern.
… in der Sonne sitzen.
… Erdbeeren ernten.
… euch von einem Buch berichten, das ich testen durfte.
… eine Kleidertauschparty feiern!
… viel Holunderblütengelee kochen. Und essen.

Holunder-Foto von Emilian

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Neue Kindersprüche

Wenn ich schon wegen des Sommerwetters keine großen Berichte schreibe, kann ich wenigstens mal  Kindersprüche veröffentlichen. Oder?

Es geht uns nämlich gut. Sommer, Sonne, Sonnenschein – und wir sind draußen. Britzer Garten, Wasserspielplatz, Wannsee, Gartensprenger – die schönsten Tage und die besten Kindheitserinnerungen.

Nun also zu den Kindersprüchen:

* Wir sind kurz vor dem Abendbrot. Ich brauche Essen und schiebe mir heimlich eine Schokoladenkugel aus dem Kühlschrank in den Mund. Liam sieht doch, dass ich kaue und ruft: „Heee, du fresst ja schon!“

* Zum Geburtstag meines Bruders schreiben wir auf eine Karte, was wir toll an ihm finden.
Wir fragen Emilian: „Was magst du am meisten?“
Und sofort kommt die Antwort: „Seine Frau!“

* Die beiden Großen lieben Jari über alles und er lässt sich so gut von ihnen beruhigen.
Emilian sagt dann sowas wie: „Gaaaaanz ruhig, Jari. Aaaaaaalles ist gut. Du hast gaaaar keinen Grund zum Weinen.“
Und Liam so: „Jari! Was ist denn passiert? Mama kommt gleich wieder. Sie ist nicht gestorben!“

* Liam überrascht uns mal mit so Sätzen wie: „Mal sehen, ob ich wenn ich groß bin, wirklich eine Frau werde. Ich will nämlich lieber ein Mann werden. Was können denn Männer besser als Frauen?“
Oder er sagt: „Wird Jari ein Mädchen oder ein Junge? Werden wir ja dann sehen! Heute sieht er aus wie ein Mädchen…“
Und da stellten wir fest, dass er… naja, nicht wirklich den Unterschied zwischen Jungs und Mädels kennt. Woher auch, vielleicht.
Wir fragten ihn, ob er beim Schwimmen in der Kita … naja, mal die Mädchen gesehen hätte. Und er sagte sowas wie: „Ich kann nicht die ganze Zeit nach unten gucken, dann laufe ich doch gegen eine Wand!“
Liam ist so cool. Er hat viele gute große Gedanken – und ist dann aber einfach auch wieder Kind.

* Nach seinem ersten Schwimmkurs hat Emilian ja eine Email an die Familie geschrieben. Ich hab sie euch hier aufgeschrieben. Als die ersten Verwandten zurückschreiben, rufe ich Emilian zu: „Du hast eine Antwort bekommen!“
Und er sagte: „Auf welche Frage denn?“

* Als Liam die U9 bevor steht, sage ich ihm, das sei ein Test, ob er 5 werden kann. Er ist so aufgeregt und übt sowas wie auf-einem-Bein-hüpfen und so. Ganz anders als Emilian geht er mit der Arzthelferin mit und machte seine Übungen.
Nach der Untersuchung sagt er gleich zu mir: „Ich hab alles richtig gut gemacht. Was, wenn ich nicht 5 werden kann?“
Er war sehr glücklich, dass er dann seinen 5. Geburtstag feiern konnte.

* Und wieder einmal macht sich Liam so seine Gedanken:
„Warum hat Emilian so viel Angst? Ältere müssen doch immer mutig sein. Ich hab keine Angst…. Aber ich will nicht in der längsten Höhle sein. Wenn man da nicht mehr rausfindet, dann hat man ein Problem.“

* Aus einer Babyzeitshrift lese ich von den Wachstumsschüben der Babys vor. Irgendwann hat das Baby beim Weinen Tränen. Irgendwann hat das Baby eine Lieblingsfarbe, die es gern anguckt.
Tage später fragt Liam: „Was ist denn jetzt Jaris Lieblingsfarbe???“

* Wir haben festgestellt, dass Emilian aus vielen T-Shirts rausgewachsen ist. Zu seinem Geburtstag probieren wir mal ein paar alte Schuhe für den Frühling an. Sie passen natürlich kaum noch. Emilian stellt fest: „Das ist ja auch ein Witz, die Schuhe am Geburtstag anzuprobieren, wenn man grade größer wird. Gestern hätten die mir noch gepasst!“

* Wir trinken gerne Brausetabletten mit Vitaminen und erklären dann den Jungs, wozu Calcium, Eisen und Vitamin C gut sind. Liam klettert auf den Schrank, um sich eine Brausetablette zu holen. Er sieht sich die verschiedenen Dosen an und grinst: „Soll ich gesund werden – oder stark???“

* Die Kinder wissen, wenn Mama abends weg ist, ist „Papa-Abend“. Sie dürfen dann bestimmte Sachen machen, von denen ich nichtmal weiss, was es ist… Als Papa dann eines Abends weg geht, läuft Liam in die Küche und sagt: „Oh, heute ist Frauen-Abend! Ich hole uns was Schönes!“

* Emilian hat herausgefunden, dass Jari lacht, wenn er ein gackerndes Geräusch macht. Als der kleine Bruder dann lacht und juchzt, sagt Emilian: „Ich kann gar nicht mehr gackern, so glücklich bin ich!“

* Die Jungs geben sich gegenseitig Aufgaben, die der andere dann erfüllen muss:
Emilian sagt: „Du musst Mama auf den Po küssen!“
Liam sagt: „Nee, das ist mir zu stinkig..“
Emilian: „Die pupst doch nie.“
Liam: „Doch!“

* Nachdem es zur Einschlafzeit lange ruhig im Kinderzimmer war, kommt Liam an.
„Mamaaaa? Ich will nicht immer auf morgen warten.. und alles. Verstehst du das??“

* Die Kinder kriegen ein Gespräch von uns über Verhütung, nächstes Baby, ja oder nein… mit.
Liam ist ganz aufgeregt: „Hast du ein Baby im Bauch? Dann haben wir für jeden eins!“
Er erfährt, dass ich dann zur Kontrolle (nach der Geburt) beim Arzt war und fragt: „Und?? Hat der Arzt gesagt, dass du ein Baby im Bauch hast?“

* Wir bemalen Ostereier. Liam hält ein Ei hoch und ekelt sich: „Überings: Einer hat hier nicht richtig ausgepustet. Ich hab hier Schleim…“

* Ich entdecke im Garten die erste Tulpe und sage: „Guck mal! Da wächst eine Tulpe. Gut, dass du aufgepasst hast, dass Papa die nicht abmäht.“
Emilian gackert: „Haha, oder vielleicht abmuht oder wiehert…“

* Schul-Gespräche. Emilian sagt: „Ich wette, die sind keine Christen. Weil Judo und Ninja ist sowas zum Töten und so..“

* Ich gehe mit Emilian spazieren. Kurz davor hat er gelernt,warum Aprilwetter Aprilwetter heißt – und in diesem Jahr traf das ja ordentlich zu. Er sagt ganz altklug: „Ich trau dem Wetter nicht!“

* Wir stehen in der Küche. Mein Mann hat gern das Licht an – ich aber schalte es am liebsten aus, sobald die Sonne scheint.
Emilian hört von unserer Diskussion, was nun heller und hell genug ist… Er stellt sich unter die Lampe und schimpft: „Kein Vitamin D von der Lampe!“

* Wir reden zusammen über Dankbarkeit.
Papa sagt: „Ich bin dankbar, dass das Fasten vorbei ist!“
Liam sagt: „Da muss ich ja jetzt auf meine Süßigkeiten aufpassen!“

* Wir sprechen über die Bibel-Geschichte zu Pfingsten.
Jesus war in den Himmel zurück gegangen und hatte seinen Jüngern aber den Heiligen Geist zurück gelassen. Jesus ist also überall.
„Auch in der Glasscherbe?“ – fragt Liam.

* Wir haben ein altes Foto von uns beiden gefunden und reden beim Abendbrot darüber, von wann das Foto gewesen sein könnte: „Das war bestimmt vor unserer Hochzeit. Guck mal, du hast noch keinen Bart.“, sage ich.
Und Liam wundert sich: „Hä? Kann man erst einen Bart haben, wenn man verheiratet ist?“

* Ich hole Liam von der Kita ab. Er läuft ein bißchen auf der Strasse und ruft immer wieder: „Ich bin ein Strassenkind!“
Ich merke, dass er dieses Wort gehört hat, aber nicht genau weiß, was es bedeutet. Wir reden darüber und es beschäftigt ihn sehr, dass Strassenkinder Strassenkinder heißen, obwohl sie ja nicht wirklich auf der Strasse leben. Er fragt: „Warum heissen die denn dann nicht Wald-Kind oder Draußen-Kind?“

* Eine Uhr im Flur ist stehen geblieben und mein Mann setzt neue Batterien ein und dreht die Uhrzeiger richtig.
Liam kommt vorbei und fragt: „Häää? Ist heute der Uhr umdrehen Tag?“

* Wir machen den Sprenger im Garten an. Hinter einem Baum ist der Rasen trocken.
Emilian sagt: „So wie Jesus. Der hat sich auch geopfert und die anderen gelassen.“

* Liam sagt: „Mama, die Augen von Jari glänzen, wenn er mit mir redet. Die glänzen wie neu geboren.“

* Jari spuckt zur Zeit viel Milch.
Liam sieht, wie die Milch aus Jaris Mund blubbert. Er sagt: „Da war eine Flutwelle in seinem Mund, aber er hat die Flutwelle wieder runter geschluckt…“

* Jeden Morgen kommt Liam zuerst zu Jari ans Bett, um zu kuscheln.
Er sagt: „Ich hätte auch gern so einen Jari…“

* Wir fahren spät nachhause. Liam sagt im Auto: „Mama, ich habe mal eine Frage: Warum machst du keine Fotos vom Sonnenuntergang?“

 

Immer wieder neu.
Immer wieder schön.

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