mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Szenen aus unserem Alltag

Mal wieder ein paar kurze Szenen aus unserem Alltag. Mehr geht grad leider nicht…

Unser Leben ist zur Zeit wirklich ruhig. Man kann sagen: Wir genießen die Adventszeit in vollen Zügen und ruhen aus.

Man kann aber auch sagen: Wir kommen einfach zu nichts anderem.

Ein krankes Kind hängt im Wohnzimmer rum, ein kleines Kind hängt an meinem Hosenbein rum. Wir sitzen wirklich viel auf der Couch, lesen vor, hören Hörspiele und wuseln so vor uns hin.

Wir zünden Adventskerzen an.
Wir essen Mandarinen und Marzipankartoffeln.
Wir hören Pentatonix und Rolf Zuckowski.
Wir summen „Oh Holy Night“ und „In der Weihnachtsbäckerei“.
Wir freuen uns jeden Morgen über ein neues Türchen.

 

Die Kinder haben jeden Tag einen Gutschein für uns.

****

Mal schaffe ich, ein paar Blätter im Garten zu harken. Mal schaffe ich, Wäsche zu waschen und sie auch im gleichen Monat zusammengefaltet wieder in den Schrank zu legen.

Mal schaffe ich, etwas zu backen oder ein Fenster zu putzen, damit die Kinder es mit Sternen bekleben können. Mal schaffe ich, mit einer Freundin ein paar WhatsApp-Nachrichten hin und her zu schreiben, ohne dass inzwischen Tage vergehen.

Fast alle Geschenke der Kinder sind schon da und auch eingepackt. Das ist früh in diesem Jahr.. aber die Gefahr, dass etwas gefunden wird, war mir zu groß.
Als die großen Jungs am Wochenende also bei Oma und Opa waren, haben wir eingekauft und gleich verpackt und beschriftet. Kann sich ja sonst kein Mensch mehr merken, was wo drin ist.

Am Wochenende wollen wir auf den Weihnachtsmarkt gehen, Plätzchen backen und das Lebkuchenhaus bauen – und dann könnte es sein, dass am 10. Dezember schon fast alle Weihnachts-Aktionen abgehakt sind und wir uns auf Weihnachten freuen können.

****

Emilian geht gern in die Schule, wenn er nicht gerade krank ist. Er lernt viel und ist ein guter Schüler. Zuhause begeistert er uns mit sehr viel Witz und Humor, mit einem guten Gedächtnis, mit Intelligenz und wirklich guten Dance-Moves.

Liam ist ein großer Vorschul-Junge geworden. Er hat Feuer unterm Hintern, er hat eine blühende Fantasie, viel Mitgefühl und jede Menge gute Ideen. Er kann genauso gut eine durch den Garten sausende brüllende Kanone sein – aber auch der kleine blonde Junge, der an meiner Hand geht und philosophisch über die Welt nachdenkt.

Jari ist ein sehr fröhlicher und süßer kleiner Kerl. Mit fast 11 Monaten macht er erste Schritt-Versuche, hat keinen einzigen Zahn und wird hier von einem mehr geliebt, als vom anderen.
Jeder hat mit Jari so sein Ritual, sein Spiel.
Er juchzt vor Freude, wenn die Brüder den Raum betreten, er ist am liebsten immer an einem von uns dran – und keiner kann ihm für sein Klammern böse sein.
Nachdem wir den letzten der drei übriggebliebenen kleinen Nuckel auch verloren hatten, konnten wir ihm endlich endlich die nächste Größe angewöhnen. Statt kleiner durchsichtiger Nuckel, die nie irgendjemand wiedergefunden hat, habe ich jetzt große Nuckel am Bett, die im Dunkeln leuchten!!

Er versucht, einen Brotkrümel aufzuheben

Es ist schade, dass der Haushalt und die to-do-Listen in jede kleine Lücke gepresst werden müssen – aber diese Entschleunigung und Ruhe tut uns wirklich gut.

Ich bin gestern und heute lange mit den Jungs durch die Stadt spaziert. (Unser Auto ist nämlich in der Werkstatt…) Wir haben gefüllte Stiefel bei dm abgeholt, die ich gestern heimlich abgegeben hatte. (Rätselhafte, Stifte, Badeschaum und eine Orange war drin. Keine Süßigkeiten. Das finde ich ganz toll.)
Wir haben PokémonGo gespielt und uns die Weihnachtslichter angeguckt.

Wir lesen zuhause immernoch unsere Korsika-Reisebücher – gerade ist „Karlsson vom Dach“ dran. Weder die Jungs noch ich kannten die Geschichte bisher, und so lachen wir über den kleinen dicken Mann, wir sagen „Das stört doch keinen großen Geist!“ und verdrehen die Augen über die Streiche, die Karlsson spielt.

Jari hat im Wohnzimmer ein Spiele-Schubfach bekommen und entdeckt so langsam Autos, Würfel und Bücher. Er hat eine Box mit 9 kleinen Büchern von meiner Oma bekommen. Er stürzt sich juchzend darauf und kann es kaum erwarten, die Bücher auszukippen. Solche kleinen Wiederholungs-Spiele, wie umkippen, runterfallen lassen, wegschmeißen machen ihm gerade richtig Spass.

Zusammen haben wir ein neues Spiel ausprobiert, das Ravensburger uns zur Verfügung gestellt hat. Dabei geht es um Schnelligkeit und ganz viel Spaß. Seht selbst:

Ich wünsche euch und uns
Gesundheit, Ruhepausen
und eine entspannte Vorweihnachtszeit!

Keine Kommentare »

Timo Jari – Baby Update

„Update“ hört sich so an, als würde ich euch regelmäßig erzählen, wie unser Baby wächst und gedeiht. Aber in Wirklichkeit weiß ich nichtmal die genaue Größe oder das Gewicht.. Vielleicht schaffe ich es ja… zweimal im Jahr, oder so. Immerhin haben wir bis jetzt von allen Kindern das alljährliche „Halber Geburtstag“-Foto.

Die Zeit vergeht – immer gleich schnell! – aber sie ist gerade so voll von schönen Momenten, dass Bloggen an fast-letzter Stelle steht.

Und Jari – wuselt mittendrin, ist aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken und ist in den paar Monaten seines Lebens eine Persönlichkeit geworden. Eine kleine süße, von allen sehr geliebte Persönlichkeit.

Wenn wir eine neue Sache (Brei, im Stuhl sitzen, Zwieback kauen) ausprobieren – und es zu früh ist, dann dauert es oft nur ein paar Tage und dann ist Jari soweit. Die Ereignisse überschlagen sich inzwischen. Und es passiert oft so nebenbei.. Manchmal ist das schade, weil die Brüder natürlich fürs erste Sitzen und Kauen mehr Aufmerksamkeit bekamen – aber andererseits ist Jari so glücklich, wenn er einfach dabei sein kann. Er guckt und staunt ganz viel, was wir vier so wuseln.
Sein Gesicht leuchtet auf, wenn Papa den Raum betritt.
Er strampelt mit Armen und Beinen, wenn einer von uns mit der vollen Milchflasche auf ihn zugeht.
Er kann die Stimmen seiner Brüder aus großer Entfernung erkennen und wenn er sie auch nicht mit den Augen orten kann, so sehen wir ihm genau an, wenn er in die Richtung sucht, aus der die Stimmen kommen.
Sein verschlafenes Lächeln am Morgen mit einem halbe Auge entschädigt auch die unruhigste Nacht.

Wenn der erste Löffel voll Brei noch die Attraktion für die Brüder war, sitzt Jari inzwischen immer mit uns am Tisch und isst eben die Krümel, die für ihn abfallen.

Eine Gurke aus Ur-Omas Garten

Er ist so ein liebes, leises Baby, dass ich mich manchmal frage, ob er überhaupt eine Stimme hat. Dann aber kommt aus dem Nichts ein Freudenschrei aus dem kleinen Körper, dass es in meinen Ohren nur so klingelt.

Ich frage gerade Liam der hier neben mir steht, was er an Jari am liebsten mag: „..dass er so doll lacht und dass ich mit ihm kuscheln kann!“
Ich glaube, für Liam ist Jari ein großer Schatz und auch Jari liebt die stürmischen Liebesbekundungen, die er von Liam regelmäßig bekommt. Er lässt die Küsse und das Getätschel über sich ergehen und juchzt vor Freude, wenn die Brüder am Morgen nacheinander in mein Bett kommen, um zu sehen, ob Jari da ist.

Noch kann er nicht selbständig „verschwinden“, aber er liegt schon lange nicht mehr so, wie wir ihn am Abend hinlegen. Er dreht und wendet sich in alle Richtungen, er strampelt und rutscht und kuschelt und wurschtelt – und schon mehrmals haben wir ihn in letzter Sekunde aufgefangen, wenn er sich neben uns an den Rand der Couch gewuselt hat. Er liebt die Freiheit, er liebt es, plötzlich ganz woanders aufzutauchen, wenn er sich mit dem Kopf in den Decken zentimeterweise nach vorne schiebt und der Perspektivwechsel von Rückenlage auf Bauchlage muss sich wie ein unglaublicher Sieg für ihn anfühlen.

Er trinkt nachts und morgens seine Milchflasche. Am Mittag bekommt er selbstgekochten Brei, den er gut isst, aber auch mit viel Sorgfalt verteilt. Überall. Wenn ich ihn zum Füttern auf dem Schoß habe, kann ich seine Hände besser festhalten, aber sein Gesicht nicht so sehen. Also darf er im Hochstuhl sitzen und eben sein Essen begreifen. Es landet in der Nase, hinter den Ohren, auf mir, am Stühlchen.. sodass ich gerade am liebsten draussen im Garten füttere. Wenn es ihm schmeckt, klopft er laut mit der linken Hand auf das Tischchen.
Manchmal bekommt er einen Griesbrei zum Abend und gerade fangen wir an mit einer Zwieback/Apfelsaft/Bananen-Matsche.
Von dem mageren, unterernährten, mitleiderregenden Baby ist nichts mehr zu sehen.

Jari schläft neben mir im Bettchen, er wird in der Nacht ein paarmal wach, aber das ist okay. Selten braucht er eine neue Windel, meist nur einen Schluck Milch oder den verlorenen Nuckel.
Meiner späten Bettgehzeit nach, kann mein Schlafmangel so groß nicht sein. Wenn ich allerdings daran denke, dass ich in diesem Jahr noch nie durchgeschlafen habe, hört sich das schon traurig an.
Aber wie auch bei allen anderen Phasen, macht mir das bei Kind 3 nicht mehr viel aus. (Selbst der Haarausfall wird gerade weniger, was ich bei keinem Kind für möglich halten konnte)

Tagsüber ist Jari mehr wach und schläft weniger schnell ein. Das Schuckeln auf dem Arm hilft nur noch bei allergrößter Müdigkeit und aus Versehen schläft er kaum noch ein. Aber ein langes Schläfchen am Vormittag und eins am Nachmittag braucht er und macht er. Meist liegt er dann auf dem Bauch, draussen im Kinderwagen, sodass wir im Haus nicht stundenlang den Atem anhalten müssen. Es tut ihm gut, im Garten mit den Wind-, Auto- und Naturgeräuschen zu schlafen.
Die Manduca nehme ich zuhause fast gar nicht mehr und unterwegs nur, wenn dann zwischen ihm und mir nicht unbedingt 35 Grad entstehen.

Jari spielt gern unter seinem Holzgestell, dass ihm, wie seinen Brüdern, auch mal zum Laufen lernen helfen soll. Wir sind sehr begeistert davon. Er sitzt gern im Hochstuhl und kaut an seiner Massage-Bürste. Er liebt es, in den Blättern im Garten die Bewegung von Wind und Sonne zu beobachten. Er sitzt oder liegt auch gern im Kinderwagen und freut sich am meisten an seinen großen Zehen.

Wir üben, mit ihm in der Babyzeichensprache (auch Zwergensprache genannt) zu sprechen. Das hat bei Emilian gut funktioniert, (Beitrag von Juli 2011) und dass Jari dadurch nicht reden lernt, ist bei uns vier lebhaften Personen hier überhaupt nicht meine Sorge. Wir machen die ersten Zeichen essenmehrtrinken… seit ein paar Wochen und er versteht es! Ich bin sogar der Meinung, dass er langsam versucht, es nachzumachen.

So oft es geht, nehme ich ihn aber auf dem Arm mit durchs Haus und lege ihn dann neben mich, wenn ich beide Hände brauche. So lieb und ruhig er auch spielt und guckt, brauche ich doch mein Baby noch bei mir. Die freien Wochen, die die Sommerferien uns bringen, erlauben mir viele ruhige Momente mit den Kindern, mal mit nur einem oder nur zweien – und wir alle merken, wie gut uns das tut.

Gestern ist Emilian für eine Nacht zu Oma und Opa gefahren und es war und ist sehr ungewohnt für Liam, ohne ihn zu sein.
Ich habe allein mit ihm und Jari zu Abend gegessen und Liam schwankte zwischen „Wie ruhig es hier ohne die Männer ist!!“ (aha!?)  und „Wann kommt denn Emilian endlich wieder??“

Diese Kombination aus „5jähriges Mittelkind, das selten ohne großen Bruder ist“ und „Baby, das gern überall dabei ist, aber noch nicht alleine kann“ (um die Jungs mal platt so einzuteilen) war plötzlich sehr herausfordernd für mich. Liam war nicht ganz zufrieden, Jari nicht und ich auch nicht – und trotzdem habe ich fast nichts ordentlich geschafft.

Wenn ich euch da draußen also einen Tipp geben darf:
Lasst zwischen Kind 1 und Kind 2 nicht zu viel Zeit vergehen, meiner Meinung nach. Es mag dann erst ein oder zwei oder drei Jahre herausfordernd sein – aber ab dann wird es die Mühe wert sein. Für immer. Und für alle weiteren Geschwister.
Auch wenn meine großen Jungs uns mit ihren Machtkämpfen gerade hart an die Grenzen bringen und ich in diesen Tagen so viel Pädagogik und Familienwerte und Liebe, wie noch nie, predige… ihr Band, was sie seit 5 Jahren verbindet, ist fest. Und nichts kann ihnen das nehmen. Und im Ernstfall, gegen uns oder den Rest der Welt, werden sie immer zusammenhalten. Chaka!

Ich liebe meine vier Männer sehr und mit ihnen jetzt den freien Sommer zu verbringen, bei Regen oder Sonnenschein, ist (m)ein großes Glück.
Jari (um mal schnell zum Ende wieder die Kurve zur Überschrift zu kriegen.. ) darf unseren Alltag sehr gern verlangsamen, uns mit seinen Freudenjuchzen erschrecken, mir den Schlaf klauen, uns mit orangem Brei vollspucken oder die Bücher der Jungs ansabbern.

Er hat in den vergangenen sechs Monaten unser aller Herz erobert. Wir lieben seine Speckbeinchen, seine Grübchen, seinen blonden Flaum auf dem Kopf und seine neugierigen, feuchten Patschehändchen. Er hat wunderbare große Brüder und eine Familie, die ihn sehr liebt.

Keine Kommentare »

Hallo August!

Während ich hier sitze und, kurz vor Mitternacht, ein kühles Glas Wein trinke, jucken mich Mückenstiche überall und ich denke dankbar an die zwei letzten vollen Tage. Deswegen jetzt der „Hallo August“-Eintrag.

Gestern haben wir auf einer wunderschönen entspannten (von Mücken abgesehen) Gartenparty den Geburtstag meiner Mama gefeiert. Jari hat seine beiden Cousins wiedergesehen und es ist jedesmal so wertvoll und schön, die drei kleinen Jungs (Dez 16, Jan 17, Feb 17) zusammen zu sehen.

Meine großen Jungs haben sich bei den netten Gästen durch Singen (Liam) und durch Kellnern (Emilian) ein paar Euros verdient, für die sie heute stolz ein Eis gekauft haben.

Wir waren nämlich mit meiner Tante im Familiengarten Eberswalde. Wenn dieser tolle Park nicht so weit weg wäre…

Ich bin mit meinen Kindern Tretboot gefahren, wir waren im Zauberwald (Mücken!), sind Seilbahn gefahren, haben uns an Springbrunnen erfrischt, haben tolle Pflanzen gesehen und sind auf dem Wasser gelaufen.

Die Rückfahrt nach Süd-Berlin hat dann etwas länger gedauert und ein langer Stau + eine volle Blase + ein leerer Tank + ein weinendes Baby haben dann an meinen müden Nerven gezerrt.
Nach einem Not-Stopp an der Tankstelle waren dann die Blasen leer und der Tank wieder voll, der Stau fast vorbei und Jari hat einigermaßen tapfer bis zuhause durchgehalten.

Jetzt sind die Taschen ausgepackt, die Kinder im Bett, die Küche sauber, der Wein im Glas… Hallo August!

Im August werde ich…

… mich sehr über die Sonne freuen! Endlich.
… mich über viele neue Babys meiner InstaMomGang freuen!
… meine Schwester in Dresden besuchen.
… zum ersten Mal länger mit meiner Familie Dresden entdecken.
… Emilian in den Bergen klettern sehen.
… Sommerferien genießen und unsere to-do-Liste weiter abhaken.
… die Schultasche und das Schulkind auf die 2. Klasse vorbereiten.
… Tomaten ernten.
mit Freunden unsere Kapelle auf Vordermann bringen.
… mit Freunden grillen.
… die neuen Pandabären im Zoo sehen.
… meine Oma besuchen.
… Sommerfotos knipsen.
… ausschlafen.
… lesen.

1 Kommentar »

12 von 12 im Juli

Es ist Juli.
Meine Güte.. seit Mo-na-ten warte ich auf den Sommer, und jetzt…
Egal. Lassen wir das.

Es ist Juli.
Und das war unser 12. Juli 2017:

1. Liam kann es jeden Morgen kaum erwarten, Jari zu begrüßen, nach dem er ihn die ganze Nacht nicht gesehen hat. Jeden Morgen.

 

2. Ich bringe einer Freundin, die gerade ein Baby bekommen hat, Mittag und frische Blumen.
Bis jetzt dachte ich übrigens, Jari wäre mein kleines, neugeborenes Baby… Ähm, ist er nicht.

 

3. Ich sehe mir kurz die Videos der „neuen“ Kelly Family an. Haaaach. Die Musik haut mich jetzt noch nicht unbedingt so vom Hocker… aber diese Menschen singen zu hören und zu sehen, macht schon was mit mir. Diese Phase gehörte fest zu meiner Jugend.

 

4. Im Kindergarten gibt es eine neue Magnetwand, an die Kunstwerke der Kinder gehängt werden. Ich find’s toll und Liam ist stolz!

 

5. Ich entscheide mich dafür, die Kinder zu Fuß abzuholen. Es endet wieder damit, dass wir alle nass werden. Noch nie war ich so oft im Regen unterwegs. Ich mag es nicht, aber es ist warm und wir machen das Beste daraus! Ich habe rosa Gummistiefel und einen rosa Schirm (der auf dem Foto ist von meinem Mann) – und Emilian geht mal wieder barfuß nachhause.

 

6. Weil Jari im Kinderwagen auch ein bißchen nass geworden ist, baden wir ihn schnell.
Wir kommen auf 
DIE BESTE IDEE überhaupt und legen ihn in die Wanne – in warmes, nur zentimeterhohes Wasser. Er strampelt vergnügt, saugt an seinem Zeh und wird warm und sauber. Natürlich haben wir ihn nicht aus den Augen gelassen und aufgepasst, dass er sich nicht auf den Bauch dreht. Diese Badezeit macht ihm sehr viel Spaß und ist unkompliziert und rückenfreundlich für uns.

 

7. Bei Instagram gibt es gerade eine „Leben mit Kind“-Reihe, zu der Eltern täglich Fotos zeigen.
Heute hieß das Thema: „Ohne geht’s nicht“.
Ich schreibe über unseren Glauben, ohne den es in unserer Familie nicht geht.

 

8. Darauf habe ich mich schon so lange gefreut: Unsere Sommer-Liste!

 

9. Wir beenden zusammen einen Film, den wir sehr mögen.

 

10. Am Abend treffe ich mich mit Freundinnen und laufe – durch den Regen.

 

11. Emilians Rucksack wird vorbereitet. Er macht morgen mit seiner Klasse einen Abschluss-Ausflug.

 

12. Und jetzt wartet noch ein abendliches Ritual auf mich. Gute Nacht!

Caro sammelt alle „12 von 12“ Blogs und da bin ich heute glatt die Nummer 160!

(Beitrag enthält Affiliate-Links.)

Keine Kommentare »

Szenen aus unserem Alltag

Die Tage kommen und gehen. Irgendwas ist immer. Das ist das chaotisch-schöne FamilienLeben und wir lieben es.

Das Glückskind auf dem Tempelhofer Feld

 

* Emilian hat noch dreieinhalb Wochen in der ersten Klasse. Wohooo! Ich bin so stolz auf ihn. Mann, was habe ich vor einem Jahr zu der Zeit gebangt. Und jetzt fragt er vorsichtig, ob er mal allein nachhause kommen kann. Jetzt liest und schreibt und rechnet er wie ein Oller.

Vor ein paar Tagen hatte er seine erste Buchvorstellung. Jetzt hat er neue tolle Freunde. Ich habe neue tolle Freunde. Und jetzt sind wir diese Eltern, die die Sommerferien und die Freizeit und das Ausschlafen kaum erwarten können.

 

* Erinnert ihr euch daran, dass wir Liam ein paar Jahre Streichelzoo vorenthalten haben, weil Emilian das nicht so mochte. Tja.. wir haben noch so eine Sache entdeckt: das Fußball-Training.
Vor Jahren probierten wir das mit Emilian, aber es funktionierte nicht. Emilian ist kein Mannschafts-Typ und keiner, der neue Dinge unbedingt als Erster ausprobieren muss.
Unser armes, geliebtes Mittelkind…
Nachdem nun also Emilian zum Schwimmkurs ging und einen Kletterkurs macht, war klar, dass Liam auch ein Hobby brauchte. Es gab nicht viel Interessantes für 5jährige im näheren Umfeld und so landeten wir schließlich wieder auf dem Fußballplatz, auf dem mein Mann schon als Kindergarten-Kind gestanden hatte.

Es waren 30 Grad, ich saß mit Jari im Schatten und zerfloß – und Liam peeste wie ein Verrückter über den Platz. Mehrmals schickte der Trainer die Jungs zum Trinken raus – und Liam war so im Glück.

Von nun an werdet ihr mich, Mutter von drei Söhnen, in den nächsten Jahren wohl öfter am Rande des Fußballplatzes sehen. Wer hätte das gedacht?

 

* Als wir im Herbst 2011 unser Auto kauften, wussten wir noch nicht, was wir uns da angetan hatten. Wir hatten einen kleinen Sohn, ich war schwanger mit dem zweiten und wir brauchten ein Auto. Wir waren nicht ganz unvorsichtig und wurden trotzdem ordentlich übers Ohr gehauen.
In all den Jahren hat sich eine ordentliche Hass-Liebe zu dem Auto entwickelt. Ja, es begleitete uns auf unzähligen Reisen. Wir schafften es sogar im Mai 2013 ohne Probleme bis an den Gardasee. Zwei Babys wurden in dem Auto aus dem Krankenhaus abgeholt. Aber jeder TÜV versetzte uns in Angst und Schrecken und ihr wollt nicht wissen, wieviel Geld wir in dieses blöde Auto gesteckt haben. Und ich möchte nicht wissen, wie oft wir auf einer Fahrt wunderbar bewahrt wurden, weil dem Auto eigentlich gar nichts mehr zuzutrauen war.
Das Ende ist: Heute haben wir es verkauft.
Der nächste TÜV hätte uns endgültig umgehauen und das ist es jetzt wirklich nicht mehr wert.
Ich machte ein letztes Foto mit Emilian, Liam weinte bittere Tränen. Mir fällt es auch schwer, mich von unserem dunkelblauen Opel zu verabschieden, aber es ist Zeit für etwas Neues! Im Moment ist Sommer und wir sind noch ohne Auto. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.

* Am Wochenende bekommen wir Besuch aus Amerika… ja: aus Kalifornien!!! Die amerikanisch/deutschen Vorbereitungen erinnern mich sehr an unseren Umzug und ich freue mich riesig!
Im März 2015 haben wir uns zuletzt gesehen. In der Zwischenzeit sind zwei Babys dazu gekommen.
It’s gonna be amazing!

 

* Am Freitag findet das letzte MOPS-Treffen in diesem Halbjahr statt. Ich bin begeistert, welche Gespräche, Verabredungen, Freundschaften sich durch unseren Mut ergeben haben. Es gibt noch so viele Pläne und Wünsche in meinem Herzen… Im September geht es mit voller Kraft weiter und ich bin sehr froh, dass MOPS nun auch zu meinem deutschen Leben gehört.

 

* Eben habe ich in meinem kurzen Andachts-Buch für Mütter gelesen. Die Autorin bedauert, dass wir (Kirchen-)Mamas oft auf die drei K’s (Kinder, Küche, Kirche) beschränkt werden und welche grausige Vorstellung das vom Bild der Frau malt.
Sie lud uns, mich, aber dazu ein, diese drei K’s zu genießen und den Schatz und die Möglichkeiten dahinter zu sehen.

Kinder: Kinder sind Augen-Öffner, Tür-Öffner, nichts verändert ein Leben so sehr, wie ein Kind zu bekommen. Eine Gesellschaft kann ohne Kinder nicht überleben.

Küche: Nicht die Ketten am Herd, sondern das große Herz der Gastfreundschaft. Volle Tischrunden, gute Gesellschaft, lachen im Garten, Wein in der Küche, Kekskrümel auf der Picknickdecke. Essen verbindet. Essen macht glücklich.

Kirche: Gesellschaftliche Reform, zur Ruhe kommen, über sich hinaus wachsen. Mit Gott im Herzen die Welt verändern und Frieden bringen. Hoffnung. Glauben. Sicherheit.

Mir hat das heute gut getan, das zu lesen.
Ich finde mich in diesen drei K’s gerade ziemlich gut wieder.

* Über die Nacht im Zelt wollte ich euch natürlich informieren. Obwohl… so viel gibt es gar nicht zu sagen.
Nachdem ich vorgelesen hatte, waren die Kinder schön müde, aber natürlich nicht müde genug, um einfach so in einem Zelt einzuschlafen. Emilian bekam ein bißchen Angst und Liam überlegte, dann auch gleich mit ins Haus zu ziehen.

Mein Mann legte sich zu ihnen, bis sie eingeschlafen waren. Für eine kurze Zeit kam er nochmal zu Jari und mir, aber dann legte er sich ins Zelt und wir gingen ins Schlafzimmer.
Die Nacht (es war die vor dem großen Unwetter) war sehr ruhig und kurz nach 6:00 Uhr kamen alle drei nacheinander ins Haus getappelt. Ende der Geschichte.
Wir alle waren irgendwie müde am nächsten Tag, „wie der Tag nach Silvester“, sagte mein Mann.
Das Zelt wurde abgebaut, denn das Wetter in der nächsten Nacht hätte jedes Zelt weggepustet oder -geschwemmt.
Am Freitag fiel sogar für Emilian die Schule aus, weil es einen Wasserschaden in der Schule gegeben hatte!

 

* Keine große Neuigkeit: Wir lieben unseren Garten!
In diesem Jahr haben wir so viele Himbeeren und Erdbeeren. Die Kirschen sind alle, der Holunder ist verblüht und wir freuen uns über neue Farben und Blüten.

* Am letzten Samstag durften wir beim „Tag der offenen Tür“ in der Firma meines Vaters sein. Er betreut die Maschinen, die Tabletten verpacken – ganz kurz gesagt.

Wir haben nicht nur die allerneueste Maschine bewundert – es ist wirklich beeindruckend, wie schnell viele Tabletten dort sauber eingefüllt und mit Beipackzettel verpackt werden – sondern auch den Weg vom Pulver zur Tablette an kleinen Stationen verfolgen. Die Kinder waren gut dabei und haben ordentlich Anschauungsmaterial eingesammelt. Natürlich gibt es zur Zeit eine Arztpraxis mit sehr vielen kranken Kuscheltieren im Kinderzimmer!

* Und so leben wir unsere Tage in den Sommer hinein.
Wir freuen uns auf Sommerfeste, Kita-Abschlussfeiern, Geburtstage und Ausflüge. Bald werde ich mit den Jungs unsere alljährliche Sommerferien-to-do-Liste erstellen. Und dann genießen wir den Sommer in Berlin!

(Beitrag enthält Affiliate-Links)

Riesen-Kugellabyrinth

Keine Kommentare »