mamasbusiness

papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Ostern 2014

Die vier Tage, auf die wir uns so gefreut haben, sind jetzt vorbei.
Wir haben viel Familie um uns gehabt, hatten schönste Sonne, hatten Pausen zwischendurch und die Kinder waren zum ersten Mal nach solchen Feiertagen nicht einfach nur überfordert, so scheint mir. Das macht mich sehr froh!

Die frische Luft hat sicher einen schönen Teil dazu beigetragen, ausserdem gab es nicht zu viele Geschenke, dafür tolle Bücher, Lieblings-Nostalgik-Spielfiguren und Zeit mit Oma, Opa, Tante, Onkel. Auch, dass die Zeit mit den Cousinen immer „effektiver“ wird, rundet die Treffen ab. Emilian ist gerade 4 geworden, die eine Cousine wird im Juni 4. Liam ist gerade 2 geworden und die andere Cousine wird im Oktober 2. Die beiden Großen können reden, können gegenseitig über ihre Witze lachen, tauchen in Rollenspiele ein (heute waren sie „Ninjas“, keiner von beiden wusste, was das ist) und verschwinden stundenlang gackernd im Spielzimmer. Die verdächtige Ruhe bedeutet in diesem Alter nicht mehr gleich Alarm. Die beiden Kleinen sind im Allgemeinen schonmal zufriedener, weil sie die Kleinen sind und mehr Action haben. Liam wird schonmal entzückend in das Spiel der Großen einbezogen und darf dann verwöhnt und verhätschelt werden. Wenn er gerade mal keine Rolle bekommt, ahmt er die Großen einfach nach. Exakt. Zeitversetzt zwar, aber so „stört“ er die Großen nicht und er merkt auch nicht, dass er eigentlich einen Tick zu spät ist. Die Kleine wuselt so um alle herum, wird ignoriert oder in Ruhe gelassen, je nach dem. Alle vier sind zufrieden und es ist genug Spielzeug für alle da.

 

Am Freitag besuchten wir meine Oma. Meine Eltern und alle meine Geschwister waren dabei. Es gab ein vorzügliches Fest-Essen, das ich, als Mama mit zwei kleinen Kindern, unendlich genossen habe. Es gab einen langen Spaziergang im Wald voller Kindheitserinnerungen und dazu fanden wir tatsächlich 15 Geocaches!

Am Samstag war ein ruhiger Tag. Wir bereiteten ein bißchen Essen für das Osterfrühstück am Sonntag vor, ich brachte frische Blumen in die Kirche und der Rasen bekam den ersten Schnitt. Wie oben erwähnt, trägt das Wetter und das derzeitige Alter auch bei meinen beiden kleinen Söhnen dazu bei, dass sie wunderbar miteinander spielen können. Wir Eltern lieben es, am Küchenfenster zu stehen und ihnen zuzusehen. Emilian macht vor, Liam macht nach. Emilian macht Faxen, Liam lacht sich kaputt.
Gegen 17:00 Uhr kam meine Schwester und eine Freundin und wir fuhren zum Osterfeuer in den Britzer Garten. Emilian hatte sich das gewünscht. Ich mochte das als Kind auch. Allerdings waren wir früher immer auf dem Dorf zum Osterfeuer. Da kam dann zwar auch das ganze Dorf… aber trotzdem war das Feuer auch von weitem noch zu sehen. Nicht so im Britzer Garten, in Berlin. Es war nicht kalt, es gab Feuerwehrautos zum Anfassen, wir trafen Freunde aus dem Kindergarten und der Garten hat ja auch noch ein paar andere Attraktionen – sonst wäre ich vielleicht ein bißchen enttäuscht gewesen.

Am Sonntag feierten wir den Auferstehungstag mit einem feierlichen Osterfrühstück vor einem schönen Familiengottesdienst. Meine Eltern und alle Geschwister kamen dann mit zu uns. Wir grillten, erfreuten uns an der guten Laune der Kinder, suchten und versteckten kleine Geschenke, genossen gutes Essen und Kaffe und Fassbier… Es war wunderschön, ich liebe diese Garten-Nachmittage. Ein winzigkleinesbißchen hängen die Abschiedsgefühle schon in der Luft…

Am Montag, heute, schlief ich aus. Wir räumten ein bißchen. Garten, Wäsche, Spielzeug…
Am Nachmittag waren wir bei den anderen Großeltern verabredet. Mein Mann joggte dort hin (5km) und war vor uns da, die wir mit dem Auto fuhren! Es gab Obst, Kaffee, Kuchen und Eis.
Es gab schöne Geschenke im Garten und leckeres Grill-Gut. Perfekte Familienzeit.

 

Ein paar Fotos für euch:

 

Blumen in der Abendsonne
Britzer Garten

Blumenbeet     Tulpenstyle

 

Liam sammelt Geschenke ein

Der Sucher

 

Die Figuren von der Geschichte: „Lurchi, der Salamander“

Lieblingsfiguren

 

Das gemeinsame Suchen

Beim Suchen    Entdeckt!

 

 

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12 von 12 im April

Gestern und heute Morgen hatte ich mal keine Lust, in diesem Monat wieder bei den 12 von 12 mitzumachen. Der Akku meiner Kamera war fast leer und es war Samstag und irgendwie… ach ja.

Ich war mit einer Freundin im Britzer Garten verabredet. Und ich hatte die Kamera mit frischem Akku dann doch dabei. Seht, was draus geworden ist…

Ein bißchen viel Natur heute.. aber schön.
Die Freundin ist meine liebste Jugendfreundin – wir kennen uns länger als 10 Jahre.
Jetzt haben wir zusammen vier Söhne. 1, 2, 3 und 4 Jahre alt. Irgendwie unglaublich.
Also waren wir zwei Mamas heute draussen, in Berlin, unterwegs.
Die Sonne schien so, wie es im Frühling sein muss. Und es war einfach wunderschön!

 

1. In 7 Stunden kommt man da gut rum…

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2. Die ersten Tulpen sind da!

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3. Mutti uff’n Spielplatz

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4. Emilians Übersetzung:
„Achtung! Kröten! Lebensgefahr!“

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5. Frisches Grün

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6. Junge, dreh‘ dich! Junge, dreh‘ dich…

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7. Naturbursche

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8. Auch ein Bursche…

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9. Wie im Traum.

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10. Und ich musste dann den Nuckel aus’m Teich fischen…

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11. Die beiden Kleinen

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12. Das Beste kommt zum Schluss!

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Auf der „12 von 12“-Liste bin ich Nummer 139.
Viel Spaß beim Stöbern!

 

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Wie die Zeit vergeht…

Ich MUSS jetzt einen Blog-Eintrag schreiben. SOFORT!
Dass so lange nichts kam, liegt ohne Zweifel am Sommer. Wir sind viel draussen, es gibt keinen MiniClub und keine Musikschule mehr. Die Kinder sind oft zuhause und ich kann es mir nicht mehr so richtig leisten, am Laptop zu sitzen, während sie hier rumwuseln.

Einerseits ist es komisch, hier, in Berlin und im Haus zu sein, während viele Freunde an der Ostee oder sonstwo im Urlaub rumliegen. Aber andererseits läuft hier auch alles ein bißchen ruhiger ab.
Wir frühstücken später und langsamer, wir sind weniger unterwegs und wir sind viel draussen.
Ich habe festgestellt, dass Liam nicht nur mit Essen oder einem Platz in der Schaukel sofort glücklich gemacht werden kann, sondern dass auch Wasser mit Sand ihn in seinen Bann ziehen. Am Freitag und Samstag waren wir im Britzer Garten und der Liam, der besonders nach einer Impfung gern mal quengelt und an mir hängt, ist im Sand nicht mehr zu hören. Er lässt Sand durch seine Finger rieseln, guckt anderen Kindern zu, krabbelt ein bißchen und schaufelt.

Emilian ist in großen Parks auch lieber irgendwo am Rand und beobachtet. Auch hier zuhause zieht er sich nach einem vollen Tag gern mal in sein Zimmer zurück und sortiert und legt irgendwas.
Die Bilder kennt ihr ja, heute waren es Memory-Kärtchen.

Ich genieße die Sonne sehr, finde es manchmal schade, dass wir noch keinen Urlaub haben und spüre eine leichte Aufregung wegen der ganzen Kindergarten-Geschichte in mir. Die Formulare habe ich ausgefüllt, alle Unterschriften getätigt. Ich habe geschrieben, was Emilian gern isst und trinkt, was er nicht mag, was ihn tröstet und was sonst noch wichtig ist. Ich habe angekreuzt, dass Emilian noch Windeln trägt und habe mich über folgenden Satz gefreut: „Zur Beruhigung: Wir erwarten keine „sauberen“ Kinder, das alles kann noch gelernt werden.“ Am Dienstag lernen wir die Gruppe und die Erzieherin kennen. Ich bin so gespannt! Am Telefon klang sie sehr symphatisch und dass sie Emilian unbedingt kennenlernen möchte, freut mich doch. Das alles beschäftigt mich mehr, als ich dachte – wenn ich es zulasse. Einerseits würde ich der Frau am liebsten schluchzend um den Hals fallen, sobald ich das Gefühl habe, dass Emilian bei ihr in guten Händen ist. Andererseits denke ich an den Abschied, an die Abnabelung, die das bedeutet. Es sind nur ein paar Stunden und im Idealfall wird ihm und mir diese Zeit so gut tun…. aber ich denke auch an jeden Kinderspruch, den ich dann verpasse, an jede Frage, die ich ihm da nicht beantworten kann, an Trost, den ich ihm vielleicht nicht geben kann. Haaaach.
Ich hoffe, dass es eine gute Zeit für ihn wird und ich wünsche mir, dass er uns vertraut und redet und fragt, dass wir Zeit nehmen, zuzuhören, dass wir ihn beim Freunde-kennenlernen unterstützen und stolz auf unser Kindergarten-Kind sein können!

 

Hier sind seine neuesten Kindersprüche:

„Liam hat unbedingt eine volle Windel. Ich hab das geriecht.“

„Ich hab mich krank gelacht.“

Er verwendet immernoch gern Wörter oder Sätze aus Hörspielen oder Büchern, um zu gucken, ob sie passen und wie reagiert wird. Vorgestern sagte er immer wieder: „Na, und ob!“
Und dann fragte er, was das heißt. Hmm.. was heißt: Na, und ob!?

Oder er sagt zu mir: „Grüß dich!“

Gestern abend, nach dem Tag im Britzer Garten, war ein Bad für die Jungs nötignötignötig.
Wir alle (ausser Liam) drücken uns ein bißchen darum, weil das Haare waschen mit Emilian nicht einfach ist. Er hat trotz Taucherbrille, Waschlappen, sämtlichen Verrenkungen zuviel Angst vor Wasser in den Augen. Jedenfalls: Gestern war das Waschen erstens nicht mehr so schlimm und so laut, wie vorher. Zweitens hat er beim Spielen danach mehrmals seine Haare mit Wasser übergossen und war selbst so stolz auf sich und seinen Mut. Und dieser Stolz, dieses Strahlen, dieses Wachsen tut uns Eltern sehr gut. Papa sagte: „Emilian, deine Haare sehen schön aus!“ Er lächelte.. und dann kam: „Danke, Papa!“

Vor ein paar Tagen war Emilian mal wieder länger oben in seinem Zimmer. Er kam dann runter und sagte: „Ich habe eine Schuld gemacht.. und jetzt komme ich und sage Entschuldigung.“
Ein Holzpferd war angebrochen, nicht schlimm. Aber er kam, um es mir zu sagen.

An einem Morgen hat er alle seine kleinen Tiere sortiert – die einen, die Hufen haben und die anderen, die Tatzen haben. Manchmal überrascht er mich.

In der Mittagspause sitze ich gern auf der Terrasse. Emilian mag die Sonne nicht so und sagt dann: „Mama, du sollst nicht chillen. Ich will nicht, dass du braun wirst.“ Und als ich ihn einmal zum Mittagsschlaf in den Wagen legen wollte, sagte er: „Du sollst nicht bei mir stehen.. du sollst Zeitung lesen.“

Ab und zu bringe ich ihm auch was bei. In dieser Woche haben wir beim Mittag mal wieder über Obst/Gemüse geredet. Er fragte und ich antwortete. Als dann Möhrchen, Erbse, Pfirsich und Apfel zugeordnet war, fragte er: „Und was ist Chips?“

Flüssigkeit haben wir auch kennengelernt. Weil wir Eiswürfel machen, weil es regnet, donnert und dampft, haben wir einfach gelernt, was mit Wasser passiert. Und dann haben wir aufgezählt, was alles Flüssigkeit ist. Er fragte: „Was ist Saft?“ und wir antworteten: „Flüssigkeit.“
Irgendwann sagte er: „Und was ist Tisch? – Tischigkeit.“

Heute standen wir im Britzer Garten an einem Schafgehege und sahen den Schafen zu. Liam war begeistert von dem „Määääh“ der Schafe – er lernt gerade richtig gut, Tiergeräusche nachzmachen. Ich entdeckte am Himmel eine einzige kleine Wolke und sagte zu Emilian: „Guck mal, die Wolke da. Die heißt Schäfchenwolke – weil sie genau aussieht, wie ein Schaf.“ Und er: „Jaa! Und wann sehen wir eine Pinguinwolke?“

Nochmal zu Liam: Es gibt Tage, an denen könnte ich ihn nur angucken, ihn süß finden und mich amüsieren. Seine blonden Locken, seine blauen Augen, seine Fratzen, seine Gesten sind zu süß! Manchmal vergesse ich, dass er eigentlich kein Baby mehr ist. Emilian konnte in dem Alter einige Babyzeichen, noch mehr Tiergeräusche.. und laufen konnte er sowieso schon lange. Liam kann auch Babyzeichen. Manchmal, wenn ich ihn den Kinderwagen setzen will, weil wir spazieren, macht er das Zeichen für „schlafen“ und fragt, ob er schlafen muss. Er kennt „High Five“ und sitzt manchmal mit erhobener Hand am Tisch – solange, bis eben jemand einschlägt. Er kann Nase, Auge und Ohr zeigen und er kennt das Zeichen des erhobenen Zeigefingers am Mund für „leise“ – aber manchmal eben verwechselt er Zeichen und bringt uns sehr zum Lachen, wenn er sich aufrichtet und mit erhobenem Zeigefinger in die Runde blickt oder wenn er lustig mit den Armen wackelt, sobald er Musik hört.. oder wenn er klatscht, sobald er einen Spielplatz sieht.

 

Morgen werden wir in unsere Kirche gehen und dort zusammen mit Freunden Mittag essen.
Am Montag möchte ich mit den Jungs in den Zoo und am Dienstag werden wir die Kita-Gruppe kennenlernen. Und wie genießt ihr das sonnige Wochenende?

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Mai – Tage

Die Sonne scheint!
Wir sind draussen!

Ich merke die Wetter-Veränderung an so vielen Dingen… Als mir letztens wieder unser gelbes Kurzzeitwecker-Ei aufgefallen ist, habe ich gemerkt: Es gibt keinen Stress mit dem An- und Ausziehen mehr. Wenn Emilian sich nicht sowieso allein anzieht, weil er gern draussen spielt, dauert es auch mit Bitten nicht mehr lang, weil es dann meist nur um die Schuhe geht. Die Kinder sind entspannt, weil ich sie und weil sie sich im Garten in Ruhe lassen und weil sie Platz und frische Luft haben!

Unser Mann und Papa ist zur Zeit auf einer Konferenz in Kassel.
Am Samstag kommt er wieder und am Montag fahren wir endlich in unseren Urlaub an den Gardasee!

Heute waren wir im Britzer Garten in Berlin. Wir haben gespielt und sind nass geworden…
Aber: Diese Tulpenschau lohnt sich! Sowas von!
Wun der schön!

Tulpen      Tulpenmeer

 

Und.. zwar im Schatten dieser wunderschönen Blumen, aber trotzdem heiß geliebt:
Unsere Himbeere!

Unsere Himbeere

 

Emilian entzückt mich immer wieder mit seiner Sprache. Dieses mein-Kind-spricht-mit-mir wird jeden Tag neu und anders sein, weil Emilian mein erstes Kind ist und jeden Tag lernt. Ich liebe es, wenn er ganz wichtige Wörter wie „übrigens“, „regelmäßig“, „wahrscheinlich“, „foallnding“ usw. einwirft, weil sie meist nicht – oder genau dann passen. Er hört uns zu!

Als ich ihn vor ein paar Tagen fragte, wass er denn gern essen würde, sagt er:
„Mama, kannst du Salat anbieten?“

Oder, begeistert von einem neuen Spiel, rief er:
„Harruu, Harruu!“ (Hurra)
Da musste ich so lachen.

Auch eine schöne Verwechslung:
„Eene, meene Muh!
Du – bist – raus!!“

Gestern hat er ganz allein an seiner Tafel eine Kuh gemalt!
Ich war soo begeistert, weil das das erste Gemälde ist, was zu erkennen ist und was zu dem Titel passt, den er ihm gibt!
(Ihr findet doch auch, dass es passt… oder?)

Kuh

 

Liam hat den ersten Zahnschmerz gut überstanden, aber wenn man genau hinsieht, ist der erste Zahn leider nichtmal zur Hälfte draussen. Seufz. Aber Liam ist zufrieden, solange er irgendws zum „Kauen“ hat, er lacht und quietscht und lässt sich besonders gern von anderen Kindern bespaßen. Er sagt gern „Maaamaaa“ oder auch „Aamaaa“. Gestern habe ich angefangen, zu sagen: „Sag mal ‚Ball‘!“ Und dann strengt er sich sehr an, irgendwas zu sagen, was mit B anfängt…

Freundschaft

 

Freut euch auf meine „12 von 12“ und habt einen schönen Muttertag!

Muttertag

(www.mamikreisel.de)

 

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Wieder neue Kindersprüche

Ich merke, dass ich weniger schreibe, weniger lese, weniger surfe (im Internet) und dass einiges liegen bleibt.
ABER: Das liegt am guten Wetter und deswegen ist es nicht so schlimm.

Wir waren bei meiner Oma, haben eine Freundin mit ihren Söhnen besucht, hatten Gäste zum Grillen, Tanzen, Spielen, haben uns mit Mamas Kolleginnen getroffen (Liam) und waren mit Papa Schuhe kaufen und Eis essen (Emilian).
Wir haben Geburtstage gefeiert, haben die U6 und die U7a und eine Impfung erfolgreich hinter uns gebracht, waren im Zoo, haben uns Berlin angeguckt… Es ist Frühling!

Weil es doch wieder so viele Kindersprüche gab, schreibe ich sie erst auf –
der Eintrag zu den Kinderbüchern folgt sogleich!

 

Emilian stellt fest, dass sein Traktor im Garten nassgeregnet ist und wischt ihn gründlichst. Er legt das Tuch weg, macht dann aber eine Klappe auf und sieht noch mehr Wasser und sagt: „Da drinnen ist noch Regen!“

Er findet irgendetwas eklig und sagt: „Das riecht nach Stinke.“

Im Britzer Garten ist er hochkonzentriert dabei, Seifenblasen zu machen und sagt uns: „Ich bin der Seifenblaserpustermann.“

Wir haben ein kleines Porzellantierchen geschenkt bekommen und die haben doch meist ein kleines Loch im Boden. Emilian entdeckt ganz allein, dass er (natürlich) seinen Finger dort hinein stecken kann, aber dass es auch schön ploppt, wenn er ihn wieder herauszieht. Er will es mir zeigen und bittet mich, auch mal zu „ploppen“. Mit meinen großen Fingern geht das aber nicht. Er sieht mich mitleidig an und sagt: „Du kannst das gar nicht.. Bei dir hört sich das komisch an…“

Wir laufen durch den Garten und Emilian stellt fest, dass die gelben Blüten eines Busches verblüht sind. Er sieht mich an und sagt: „Die sind verblüht…“ Dann wartet er und sagt: „Bist du vielleicht traurig?“

Wir sind bei meiner Schwester und essen auf dem Küchenboden. Ich wische mit einem Tuch über den Boden, weil Liam Marmeladenbrot isst und krabbelt.. und die klebrigen Flecken irgendwie nicht weniger werden. Dabei sage ich: „Ich interveniere mal… oder wie heißt das?“
Und Emilian: „Wischen!“

Als ich meine Haare kämme, sagt Emilian: „Ich könnte auch eine Haarspange gebrauchen…“

Emilian sieht, dass der Sonnenschirm von der Terrasse sich im Küchenfenster spiegelt. Er geht in die Küche, um den Sonnenschirm dort zu suchen.. Ich erkläre ihm die Spiegelung. Später stehen wir immernoch unter dem Sonnenschirm und reden aber über Kinderfilme. Er will wissen, wo er einen Film angucken kann und ich biete ihm das „schwarze Ding an der Wand“ im Wohnzimmer an.
Er versteht irgendwie nicht, was ich meine. Dann sage ich: „Na, am Bildschirm.“ Er guckt den Sonnenschirm an und ist ganz durcheinander. Und wir sind auch nicht richrig erfolgreich geworden, das Wort „Bildschirm“ unter dem Sonnenschirm zu erklären…

Beim Spieleabend ist es voll im Wohnzimmer. Emilian läuft unsicher mit seinem vollen Teller durch den Raum. Dann entdeckt er Papa, der gerade spielt und fragt ihn: „Ist es okay, wenn ich mich neben dich setze?“

Eine Freundin duscht bei uns und kommt aus dem Bad.
Emilian sagt: „Mmhh.. hier riecht es so gut. Deine Seife schmeckt gut.“

Emilian wacht am Morgen auf und merkt, dass er Husten hat. Er sagt: „Mama, meine Sprache ist so komisch. Jetzt ist die wieder nicht, wie sie sein sollte.“

Manchmal vertauscht er Teile von Wörtern ganz komisch. Er weiß dann ungefähr, was er sagen möchte, aber es kommt nicht richtig raus. So sagte er ja mal „Eier Rüh“ zu Rüherei. Heute sagte er: „Der weiße schwarz Ball“ zum schwarz-weißen Ball. Und er kämpft auch mit den deutschen Wortformen. Als er ein Foto mit meiner Oma sah, sagte er: „Ah! Da waren wir bei Oma ge..sind.“

 

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