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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Hallo Juni!

Im Juni werde ich…

… unseren 10. Hochzeitstag feiern. Wohooo! Unglaublich, oder?
… ein krankes Kind pflegen.
… ganz besondere Fotos mit meinen vier Männern machen.
… euch von einem anderen Foto-Abenteuer erzählen, das wir erlebt haben.
… zum ersten Mal Pfingstferien haben.
… endlich wieder in den Zoo und zum Erdbeerhof fahren. Wer möchte mit?
… zum Elternabend in die Schule gehen.
… mich zum abendlichen Youtube-Sport zwingen.
… eine Gartenparty feiern und mit Freunden unseren Garten auf Vordermann bringen.
… meinen Instagram-Account hegen und pflegen.
… mit den Kindern Impfungen anfangen und auffrischen.
… mich über meinen Garten freuen.
… mit meinem Papa Geburtstag feiern.
… meine Nägel lackieren.
… Midsommar feiern.
… die Hebamme wiedersehen.
… meinem Baby vielleicht den ersten Möhrchen-Brei anbieten.
… mal mit Emilian zum Kletterkurs gehen.
… den 5. Monat mit Jari feiern.
… in der Sonne sitzen.
… Erdbeeren ernten.
… euch von einem Buch berichten, das ich testen durfte.
… eine Kleidertauschparty feiern!
… viel Holunderblütengelee kochen. Und essen.

Holunder-Foto von Emilian

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Neue Kindersprüche

Wenn ich schon wegen des Sommerwetters keine großen Berichte schreibe, kann ich wenigstens mal  Kindersprüche veröffentlichen. Oder?

Es geht uns nämlich gut. Sommer, Sonne, Sonnenschein – und wir sind draußen. Britzer Garten, Wasserspielplatz, Wannsee, Gartensprenger – die schönsten Tage und die besten Kindheitserinnerungen.

Nun also zu den Kindersprüchen:

* Wir sind kurz vor dem Abendbrot. Ich brauche Essen und schiebe mir heimlich eine Schokoladenkugel aus dem Kühlschrank in den Mund. Liam sieht doch, dass ich kaue und ruft: „Heee, du fresst ja schon!“

* Zum Geburtstag meines Bruders schreiben wir auf eine Karte, was wir toll an ihm finden.
Wir fragen Emilian: „Was magst du am meisten?“
Und sofort kommt die Antwort: „Seine Frau!“

* Die beiden Großen lieben Jari über alles und er lässt sich so gut von ihnen beruhigen.
Emilian sagt dann sowas wie: „Gaaaaanz ruhig, Jari. Aaaaaaalles ist gut. Du hast gaaaar keinen Grund zum Weinen.“
Und Liam so: „Jari! Was ist denn passiert? Mama kommt gleich wieder. Sie ist nicht gestorben!“

* Liam überrascht uns mal mit so Sätzen wie: „Mal sehen, ob ich wenn ich groß bin, wirklich eine Frau werde. Ich will nämlich lieber ein Mann werden. Was können denn Männer besser als Frauen?“
Oder er sagt: „Wird Jari ein Mädchen oder ein Junge? Werden wir ja dann sehen! Heute sieht er aus wie ein Mädchen…“
Und da stellten wir fest, dass er… naja, nicht wirklich den Unterschied zwischen Jungs und Mädels kennt. Woher auch, vielleicht.
Wir fragten ihn, ob er beim Schwimmen in der Kita … naja, mal die Mädchen gesehen hätte. Und er sagte sowas wie: „Ich kann nicht die ganze Zeit nach unten gucken, dann laufe ich doch gegen eine Wand!“
Liam ist so cool. Er hat viele gute große Gedanken – und ist dann aber einfach auch wieder Kind.

* Nach seinem ersten Schwimmkurs hat Emilian ja eine Email an die Familie geschrieben. Ich hab sie euch hier aufgeschrieben. Als die ersten Verwandten zurückschreiben, rufe ich Emilian zu: „Du hast eine Antwort bekommen!“
Und er sagte: „Auf welche Frage denn?“

* Als Liam die U9 bevor steht, sage ich ihm, das sei ein Test, ob er 5 werden kann. Er ist so aufgeregt und übt sowas wie auf-einem-Bein-hüpfen und so. Ganz anders als Emilian geht er mit der Arzthelferin mit und machte seine Übungen.
Nach der Untersuchung sagt er gleich zu mir: „Ich hab alles richtig gut gemacht. Was, wenn ich nicht 5 werden kann?“
Er war sehr glücklich, dass er dann seinen 5. Geburtstag feiern konnte.

* Und wieder einmal macht sich Liam so seine Gedanken:
„Warum hat Emilian so viel Angst? Ältere müssen doch immer mutig sein. Ich hab keine Angst…. Aber ich will nicht in der längsten Höhle sein. Wenn man da nicht mehr rausfindet, dann hat man ein Problem.“

* Aus einer Babyzeitshrift lese ich von den Wachstumsschüben der Babys vor. Irgendwann hat das Baby beim Weinen Tränen. Irgendwann hat das Baby eine Lieblingsfarbe, die es gern anguckt.
Tage später fragt Liam: „Was ist denn jetzt Jaris Lieblingsfarbe???“

* Wir haben festgestellt, dass Emilian aus vielen T-Shirts rausgewachsen ist. Zu seinem Geburtstag probieren wir mal ein paar alte Schuhe für den Frühling an. Sie passen natürlich kaum noch. Emilian stellt fest: „Das ist ja auch ein Witz, die Schuhe am Geburtstag anzuprobieren, wenn man grade größer wird. Gestern hätten die mir noch gepasst!“

* Wir trinken gerne Brausetabletten mit Vitaminen und erklären dann den Jungs, wozu Calcium, Eisen und Vitamin C gut sind. Liam klettert auf den Schrank, um sich eine Brausetablette zu holen. Er sieht sich die verschiedenen Dosen an und grinst: „Soll ich gesund werden – oder stark???“

* Die Kinder wissen, wenn Mama abends weg ist, ist „Papa-Abend“. Sie dürfen dann bestimmte Sachen machen, von denen ich nichtmal weiss, was es ist… Als Papa dann eines Abends weg geht, läuft Liam in die Küche und sagt: „Oh, heute ist Frauen-Abend! Ich hole uns was Schönes!“

* Emilian hat herausgefunden, dass Jari lacht, wenn er ein gackerndes Geräusch macht. Als der kleine Bruder dann lacht und juchzt, sagt Emilian: „Ich kann gar nicht mehr gackern, so glücklich bin ich!“

* Die Jungs geben sich gegenseitig Aufgaben, die der andere dann erfüllen muss:
Emilian sagt: „Du musst Mama auf den Po küssen!“
Liam sagt: „Nee, das ist mir zu stinkig..“
Emilian: „Die pupst doch nie.“
Liam: „Doch!“

* Nachdem es zur Einschlafzeit lange ruhig im Kinderzimmer war, kommt Liam an.
„Mamaaaa? Ich will nicht immer auf morgen warten.. und alles. Verstehst du das??“

* Die Kinder kriegen ein Gespräch von uns über Verhütung, nächstes Baby, ja oder nein… mit.
Liam ist ganz aufgeregt: „Hast du ein Baby im Bauch? Dann haben wir für jeden eins!“
Er erfährt, dass ich dann zur Kontrolle (nach der Geburt) beim Arzt war und fragt: „Und?? Hat der Arzt gesagt, dass du ein Baby im Bauch hast?“

* Wir bemalen Ostereier. Liam hält ein Ei hoch und ekelt sich: „Überings: Einer hat hier nicht richtig ausgepustet. Ich hab hier Schleim…“

* Ich entdecke im Garten die erste Tulpe und sage: „Guck mal! Da wächst eine Tulpe. Gut, dass du aufgepasst hast, dass Papa die nicht abmäht.“
Emilian gackert: „Haha, oder vielleicht abmuht oder wiehert…“

* Schul-Gespräche. Emilian sagt: „Ich wette, die sind keine Christen. Weil Judo und Ninja ist sowas zum Töten und so..“

* Ich gehe mit Emilian spazieren. Kurz davor hat er gelernt,warum Aprilwetter Aprilwetter heißt – und in diesem Jahr traf das ja ordentlich zu. Er sagt ganz altklug: „Ich trau dem Wetter nicht!“

* Wir stehen in der Küche. Mein Mann hat gern das Licht an – ich aber schalte es am liebsten aus, sobald die Sonne scheint.
Emilian hört von unserer Diskussion, was nun heller und hell genug ist… Er stellt sich unter die Lampe und schimpft: „Kein Vitamin D von der Lampe!“

* Wir reden zusammen über Dankbarkeit.
Papa sagt: „Ich bin dankbar, dass das Fasten vorbei ist!“
Liam sagt: „Da muss ich ja jetzt auf meine Süßigkeiten aufpassen!“

* Wir sprechen über die Bibel-Geschichte zu Pfingsten.
Jesus war in den Himmel zurück gegangen und hatte seinen Jüngern aber den Heiligen Geist zurück gelassen. Jesus ist also überall.
„Auch in der Glasscherbe?“ – fragt Liam.

* Wir haben ein altes Foto von uns beiden gefunden und reden beim Abendbrot darüber, von wann das Foto gewesen sein könnte: „Das war bestimmt vor unserer Hochzeit. Guck mal, du hast noch keinen Bart.“, sage ich.
Und Liam wundert sich: „Hä? Kann man erst einen Bart haben, wenn man verheiratet ist?“

* Ich hole Liam von der Kita ab. Er läuft ein bißchen auf der Strasse und ruft immer wieder: „Ich bin ein Strassenkind!“
Ich merke, dass er dieses Wort gehört hat, aber nicht genau weiß, was es bedeutet. Wir reden darüber und es beschäftigt ihn sehr, dass Strassenkinder Strassenkinder heißen, obwohl sie ja nicht wirklich auf der Strasse leben. Er fragt: „Warum heissen die denn dann nicht Wald-Kind oder Draußen-Kind?“

* Eine Uhr im Flur ist stehen geblieben und mein Mann setzt neue Batterien ein und dreht die Uhrzeiger richtig.
Liam kommt vorbei und fragt: „Häää? Ist heute der Uhr umdrehen Tag?“

* Wir machen den Sprenger im Garten an. Hinter einem Baum ist der Rasen trocken.
Emilian sagt: „So wie Jesus. Der hat sich auch geopfert und die anderen gelassen.“

* Liam sagt: „Mama, die Augen von Jari glänzen, wenn er mit mir redet. Die glänzen wie neu geboren.“

* Jari spuckt zur Zeit viel Milch.
Liam sieht, wie die Milch aus Jaris Mund blubbert. Er sagt: „Da war eine Flutwelle in seinem Mund, aber er hat die Flutwelle wieder runter geschluckt…“

* Jeden Morgen kommt Liam zuerst zu Jari ans Bett, um zu kuscheln.
Er sagt: „Ich hätte auch gern so einen Jari…“

* Wir fahren spät nachhause. Liam sagt im Auto: „Mama, ich habe mal eine Frage: Warum machst du keine Fotos vom Sonnenuntergang?“

 

Immer wieder neu.
Immer wieder schön.

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Ab in den Garten!

Unsere Montage beginnen sehr früh, weil beide großen Jungs kurz vor 8.00 Uhr schon in ihren Gruppen erwartet werden. Wir waren also früh wach und auch früh frei. Dazu noch das tolle Wetter!

Ich habe zwei Maschinen Wäsche gewaschen und abends wieder trocken in den Schrank gelegt! Ich saß mit Jari auf der Terrasse. Ich habe meine Pflanzen gegossen und den Garten genossen.

Jari wird zweimal in der Nacht wach. Wenn seine zweite Trinkpause so um 5.00 Uhr morgens stattfindet, schläft er schlecht wieder ein. Die drei Männer weckt er nicht, mich hält er aber schön wach. Der Vormittag blieb also ruhig und entspannt.

Als die Kinder mittags wieder zuhause waren, hatten wir Zeit und blieben einfach im Garten.
Emilian stocherte in einem Sack mit Blumenerde herum und weil Jari friedlich im Kinderwagen neben uns lag, suchten wir uns ein paar Blumenkästen.

Bei der letzten LadiesNight am Freitag haben wir nämlich zusammen gepflanzt, bzw. selbst ein Saatband für Möhren-Samen hergestellt. Ich legte also in einen Blumenkasten die zwei Saatbänder, in den anderen kamen kleine Salatpflänzchen. Emilian versorgte sie gut mit Erde und Wasser – und Liam ging halbstündlich nachsehen, wie sehr sie gewachsen waren.

Zusammen pflanzten wir einen neuen Flieder-Busch in den Garten, nachdem wir vier ordentlich über den besten Platz diskutieren mussten.

Papa und Emilian machten sich auf den Weg, denn im Kletterkurs, den Emilian im letzten Jahr ausprobiert hatte, war überraschend ein Platz frei geworden. Montag Nachmittag ist also jetzt Papa-Emilian-Kletterzeit!

Weil noch so viel Blumenerde übrig war und ich mich an einen Gutschein für einen Blumenladen an der Ecke erinnerte, zog ich mit meinen beiden kleinen Jungs nochmal los. Im Eiscafé neben dem Blumengeschäft bekam Liam eine Kugel Pfefferminz-Eis und ich sah mir die Blumentöpfe an. Nach ein paar Tipps vom Inhaber entschied ich mich für ein Rose und eine Glockenblume.

Jari war müde und weinte ein bisschen – und während ich meine Blumen im Geschäft bezahlte, sah ich draußen drei Omis um den Kinderwagen herum stehen. Eine versuchte, Jari den Nuckel zu geben, eine andere redete ihm zu und die dritte war mit ihrem Hund beschäftigt. Liam stand ganz nah am Wagen und löffelte sein Eis.

Gestern Mittag im Kindergarten hatte ein Mädchen versucht, Jari den Nuckel reinzustopfen – während er richtig tief schlief. Natürlich wurde er wach und kam lange nicht wieder zur Ruhe. Das hat mich geärgert. Aber die älteren Damen am Blumenladen störten mich nicht. Sie waren so entzückt und glücklich.

Ich nahm Jari am Blumenladen auf den Arm, stellte die Blumentüte in den Wagen und wir liefen durch schöne Abendsonne nachhause. Unterwegs tauschten wir dann wieder und Jari schlief sofort im Wagen ein.

Als die Kletter-Männer wieder kamen, wühlte ich gerade wieder im der Erde und stellte die schönen Töpfe in den Garten.

Wir haben Freunde in ein paar Wochen zu einer Gartenparty eingeladen. Zusammen möchten wir ein paar Aufgaben im Garten erledigen und haben die Freunde um Hilfe gebeten. Um genug Essen und Getränke kümmern wir uns dafür.

Der Garten wächst uns gerade über den Kopf – könnte man sagen. Und ich bin sehr glücklich, dass ich schon ein paar Kleinigkeiten geschafft habe.

Ich habe auch entdeckt, dass wir in diesem Jahr viele Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen haben werden. Und wenn erst der Holunder blüht… Das ist so toll!

Emilian war übrigens begeistert vom ersten Termin. Anders als beim Schwimmen muss er nämlich nichts bestehen oder beweisen – sondern es geht ums Klettern und um Spaß. Und beides kann er ziemlich gut!

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Sommer-Mama

Das ist meine Jahreszeit.
Absolut.

März ist toll fürs Gefühl und für die ersten warmen Strahlen.
April ist toll zum Geburtstag feiern und um sich über die ersten Farben zu freuen. Aber jetzt… das liebe ich!
So warm wie es geht, so sonnig, wie es geht, so hell wie es geht. Immer bitte.

Im Juni 2015 habe ich einen Artikel von MOPS für den Blog übersetzt: In diesem Sommer möchte ich JA sagen

Ich denke immernoch oft daran.
Im Sommer fällt mir das leichter. Der Dreck, die Jungs, der Haushalt, die Termine.

Im Sommer möchte ich meine fröhlichen Kinder ansehen – und nicht den Dreck, den sie machen.

Im Sommer möchte ich in die leuchtenden Augen meiner Jungs sehen – und nicht die Flecken in ihrem Gesicht.

Im Sommer möchte ich an ihren T-Shirts sehen, wie glücklich sie gespielt haben und wie oft sie Eis essen durften – und nicht, wieviel Wäsche das bedeutet.

Im Sommer möchte ich mich an den kleinen Füßen freuen, die barfuß über Wiesen und Steine hüpfen – und nicht die schwarzen Tapsen auf dem Küchenfußboden sehen.

Im Sommer möchte ich die Pflanzen und Blumen ansehen – und nicht den gelben Blütenstaub, der auf allen Möbeln liegt.

Im Sommer möchte ich mich über alles Grün im Garten freuen – und nicht das Unkraut sehen, das wirklich wild wuchert.

Im Sommer möchte ich mich mit den Kindern auf der Terrasse in Wasserschüsseln setzen – und nicht über die Wasserflecken an den Fensterscheiben stöhnen.

Im Sommer möchte ich mit Freunden im Garten sitzen und essen und grillen und Wein trinken – und mich nicht über Geschirrberge ärgern.

Ich freue mich auf den Sommer!

 

Emilian hat heute mit seiner Klasse einen Ausflug zum Wasserspielplatz im Britzer Garten gemacht. Für die Schulkinder, die in der Schule waren, gab es das erste Hitzefrei.

Nach dem Mittag haben wir uns die leckersten holländischen Honigwaffeln gekauft und sind zu fünft ins Schwimmbad gefahren, um Emilian bei seinen letzten Stunden zu unterstützen.

Als ich im Auto über die Hitze gestöhnt habe, hat Liam sofort angemerkt, dass ich mir das doch seit langem gewünscht hätte. Und er hat ja recht.
Nur nicht mit langer Jeans – zu fünft im Auto – bei Feierabendverkehr – und Übelkeit. Hab ich ihm erklärt.

Die ersten Kinder des Kurses springen schon ins Wasser und schwimmen los. Das ist so toll zu sehen und die Eltern an der Scheibe strahlen vor Glück.
Emilian macht sehr gute und saubere Bewegungen – aber der Respekt vor dem Wasser ist noch zu groß. Ich erinnere mich an meine Angst, damals in der 3. Klasse.

Und ich höre zu, wie mein Mann, der Coach, mit Emilian redet und ihm hilft, seine Angst zu überwinden. Das ist unglaublich. Emilian ist ja sozusagen der einzige „Klient“, bei dem ich zuhören darf. Ich hatte hier im Blog schonmal geschrieben, wie das zusätzliche Studium meines Mannes uns geholfen hat… und gerade sehe ich wieder zu und bin sehr begeistert!

Der Nachmittag bestand nach Wasserspielplatz und Schwimmkurs wieder zum größten Teil aus nackt-im-Garten-durch-den-Sprenger-springen-und-vor-Freude-quietschen.

Ich bringe die Kinder zur Zeit nicht sehr pünktlich ins Bett, ehrlich gesagt. Die hellen Abende sind mir einfach zu schade.

Die Tage und Nächte, die jetzt kommen, sind wertvoll.
Für mich. Und für meine Familie.

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FamilienMutMachTag

Als wir vor ein paar Wochen die Einladung zum FamilienMutMachTag bekamen, schrieb ich mir den Termin erstmal nur in den Kalender. Der Samstag kam näher und der Tag blieb frei. Ich besprach es mit meinem Mann, bzw. informierte ich den Rest der Familie, dass wir dort hin gehen würden. Mit einer Email meldete ich uns ganz einfach an.

Pro Familie wurde um einen Betrag von 10,00 Euro gebeten, Kaffee und Kuchen inklusive. Eine Teilnahme mit Kindern ab 3 Jahren wurde empfohlen, das sehe ich auch so. Kleine Kinder stören auf keinen Fall und gehören unbedingt dazu. Ich denke, dass so ein Event zum Beispiel mit Schulkindern richtig viel Wert und einen Schatz für jede Familie bringt.

Ich lud auch Freunde ein, allerdings konnte ich ihnen zur Einladung gar nicht viel sagen. FamilienMutMachTag hört sich ja erstmal nicht schlecht an, aber wer weiß, auf welcher Bühne man am Ende gegen andere Familien antreten oder wem man von seinen familiären Problemen berichten muss..

Ein junges Paar aus unserer Kirche gehörte zum Hintergrund der Veranstaltung und von ihnen und der Internetseite bekam ich mehr Informationen.
Veranstaltungsort war ein Gemeindehaus in Potsdam. Eine Potsdamer Familie hatte das Team samt Material und Erfahrung bereits zum zweiten Mal eingeladen.

Wir waren nun mit vier Familien, die wir kannten, verabredet und trafen nach und nach in Potsdam ein. Auf Grund des schlechten Wetters fand das Event komplett im Gemeindehaus statt. Das war kein Problem, es gab genug Platz – allerdings hätte die Veranstaltung im Sonnenschein auf einer Wiese noch ganz anderen Charme gehabt.

Gegen 14:30 Uhr versammelten sich ungefähr 10-15 Familien um eine Bühne, von der wir offiziell begrüßt wurden. Es gab zwei Motto-Lieder, die für meine Begriffe etwas fetziger hätten gesungen werden können – allerdings halten die Ohrwürmer bei allen von uns bis jetzt an!

Mit einem schönen Anspiel wurde das Thema des diesjährigen FamilienMutMachTages vorgestellt. Es ging um unseren „Gefühls-Eimer“, auch als Liebestank bekannt.
Ist unser Gefühls-Eimer voller guter Gefühle, geht es uns besonders gut. Werden wir verletzt oder gekränkt oder missverstanden, verschwinden die guten Gefühle und wir fühlen uns schlecht. Unsere Jungs haben das gut verstanden.
Wir bekamen einen kleinen Becher mit Skala und Strohhalm und sollten eine Situation erzählen, die uns traurig oder fröhlich gemacht hatte und dazu den Strohhalm hoch- oder runterbewegen.

 

Dann bekamen wir eine Übersicht aller MitMach-Stationen und durften uns frei bewegen. Es gab über zehn verschiedene Ecken, in denen kleine Aufgaben oder Besonderheiten aufgebaut waren.
Alle Familien stürzten sich fröhlich ins Getümmel.
Mein Mann musste Liam zur Toilette begleiten und entdeckte auf dem Rückweg leider, dass das Kaffee/Kuchen Buffett nun auch geöffnet war. Und er landete am Kaffeetisch. Weil die Kinder und ich etwas einsam an unserer ersten Station warteten, holte ich ihn genervt mit einem bösen Blick zurück zu seiner Familie.

Unsere erste Station hieß Trinkrinne.
Zusammen versuchten wir, soviel Wasser wie möglich mit Strohhalmen aus einer Rinne zu schlürfen und so wenig wie möglich unten heraustropfen zu lassen.

Der Weg führte uns weiter in ein Bastelzimmer, in dem wir gemeinsam unseren eigenen Familieneimer bastelten.

Die Idee ist, das Bild für alle sichtbar aufzuhängen und ab und zu einer anderen Person nette Nachrichten an die Klammer zu hängen, um deren Skala nach oben zu bringen.

Unser Gefühls-Eimer hängt am Kühlschrank, glitzert schön und erinnert neben einem verrückten Foto an einen tollen Tag.

Das verrückte Foto gehörte zu einer weiteren Station.
Mit unzähligen Accessoires durfte sich jede Familie verkleiden und neben einer großen Gefühls-Skala fotografieren lassen. Sogar Jari hatte eine schöne grelle Pudelmütze auf dem Kopf! Das Foto wurde sofort ausgedruckt und sorgte für viel Spaß!

An anderen Stationen ging es natürlich auch um Spaß – und um Kommunikation, Vertrauen, Verwöhnen, Zusammenhalt, Gemeinschaft, füreinander stark sein…

Die Ideen haben uns sehr gut gefallen.
Es gab keinen Moment, in dem wir uns irgendwie blamiert oder komisch gefühlt haben. Jede Familie hat nebeneinander her die Stationen abgearbeitet, sich bei Kaffee und Kuchen getroffen oder kurz auf der Wiese draussen gequatscht.

Der ganze Tag hat uns einfach nur gut getan.

Wir haben gelernt, dass Emilian sehr gut mit verbundenen Augen puzzlen kann, während wir ihm die Teile geben und ihn mit unseren Worten leiten.

Wir haben gelernt, dass wir ganz schlecht darin sind, Klötze mithilfe eines Hakens, den wir an vier Schnüren bewegen, aufeinander zu stapeln.

Wir standen zu viert in verschlossenen Boxen und bauten ein Duplo-Gebilde nach, was einer von uns vorgebaut hatte und uns mit Worten beschrieb. Das mag hier im Blog nicht so wirken, aber ich konnte mein Duplo-Dings nicht in diesen Worten beschreiben, die meine Männer verstehen konnten. Überhaupt nicht. Es gibt so viele Möglichkeiten, eine Duplostein-Beschreibung falsch zu verstehen…
Emilian konnte sehr genau beschreiben und über Liams Erklärungen, die aber passten, mussten wir sehr lachen…

Wir bauten zusammen einen Parcour und führten einen von uns, dem die Augen verbunden wurden, mit Worten hindurch.

Es gab einen Lobethron. Die Person, die darauf saß, durfte eine Krone und einen roten Umhang tragen und durfte viel Lob von den anderen Familienmitgliedern empfangen.

Mit langen Greifern sollten wir versuchen, einen Tisch zu decken. Tischdecke, Untersetzer, Teller, Becher, Besteck. Wir hatten viel Spaß!

Es gab einen Wellness-Raum.
Nagellack, Cremes, Massagestühle, leise Musik und Bilderbücher. Ganz toll! Dort wurde Jari auch mal aus der Manduca geholt und bekam sein Fläschchen.

 

Am Ende, als wir uns wieder zur Bühne setzten,  waren alle Familien ein bißchen mehr müde und verschwitzt – aber die Gesichter leuchteten. Die Motto-Lieder klangen voller und lauter – und der FamilienMutMachTag war vorbei!

Wir haben viel zusammen gelacht. Wir hatten hundertprozentig uns als Familie. Die Kinder hatten Mama-Papa-Zeit. Wir haben gespielt, Neues voneinander und miteinander gelernt und zusammen Quatsch gemacht. An jeder Station bekamen wir viele gute Worte, Ermutigung und Wertschätzung von den Mitarbeitern.

Ich hatte vorher keine Ahnung, aber hohe Erwartungen – und ich wurde nicht enttäuscht. Sofort begann ich zu träumen, wie so ein Event in unserer Kirche aussehen könnte und welche Familien ich gern einladen würde.

Ich verspreche euch, dass es eines Tages so weit sein wird!
Und ich hoffe, ihr seid dann dabei!

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