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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Einen neuen Alltag finden

auf 3. September 2015

Seit 5 Monaten sind wir wieder in Deutschland.
Unser Sommer, der so ziemlich 13 Monate lang war, neigt sich dem Ende zu.

Unser Alltag, der sich irgendwie schön und unnormal und entspannt und locker und frei anfühlt, wird jetzt ein bißchen geregelter, weil beide Jungs nun Kindergartenkinder sind. So richtig mit morgens aus dem Haus gehen, zu Mama und Papa Tschüß sagen, in einer Kindergruppe sein und so. Liam hat es noch nicht so leicht, uns gehen zu lassen. Bei Emilian war es auch (lange) so und es wurde natürlich gut, trotzdem ist es jetzt nochmal mindestens genauso schwer. Alle sechs zugehörigen Erzieher kümmern sich wirklich gut um unsere Jungs und machen es ihnen und uns leicht.

Wir vier stehen am Morgen zusammen auf, was mal besser, mal schlechter klappt.. bei allen von uns. Ich denke zur Zeit mal wieder über einen kreativen Wochenplan nach, der den Jungs helfen soll, die morgendlichen Uhrzeiten mit gewissen Aufgaben zu verbinden. Im Kindergarten sind wir nämlich nicht unbedingt die ersten, die ankommen… Die Jungs frühstücken ein bißchen – mit Laufrad und Fahrrad geht’s dann ab zum Kindergarten. Der Weg ist meist ein Spaß für die beiden, es gibt unterwegs immer was zu sehen, und weil sie meist irgendwie um die Wette fahren, sind wir schnell da. Ich renne mit Frühstücksbox und Fahrradschloß hinterher. Meine Theorie „Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter.“ ist auch am Morgen sehr wahr. Sowieso.

Ein einziges Mal sind beide Jungs bis nach der Mittagsruhe in der Kita geblieben, was ungefähr 14:30 Uhr war. Aber das war lang. Einerseits für die Kinder, die beide nicht geschlafen haben und danach sehr müde waren. Und für uns auch. Als Mama, die fünf Jahre lang rund um die Uhr eben Mama war… was soll ich denn zwischen 9:00 und 14:30 Uhr alles anstellen?
Manchmal frühstücke ich oder wir zusammen in aller, aller Ruhe.
Manchmal gehe ich einkaufen.
Manchmal lese ich, mache Wäsche, räume auf.
Manchmal treffe ich mich mit Freundinnen oder schreibe was.

Obwohl die Kinder wachsen – wir haben heute Schuhgröße 28 und 25 gekauft – sind sie aber noch klein und weil ich für sie da sein kann, möchte ich das unbedingt.
Der Schuhkauf heute war anstrengend und lang, hungrig und müde kamen wir gegen 18:00 Uhr nachhause. Liam kündigte an, er würde jetzt auf der Couch schlafen und Emilian weinte ein bißchen und sagte, dass er lieber nicht in Kindergarten oder Schule gehen, sondern in seinem Zimmer spielen möchte.

Ich verstehe ihn so gut und möchte versuchen, die Nachmittage frei zu halten. Ich liebe es, wie er sagen kann, was er braucht und wünscht.

Am Nachmittag sind wir also zuhause, laden Freunde ein oder besuchen Kindergarten-Freunde oder Familie. Wir wollen demnächst ein Fußballtraining für die Jungs ausprobieren, aber ich finde nicht, dass die beiden mit 5 und 3 schon ein volles Wochenprogramm brauchen. Ich genieße es, diese Entscheidungen mit meiner kleinen Familie treffen zu können.
Weil die Tage kürzer werden, werden wir sowieso mehr im Haus als im Garten sein. Und dann freue ich mich tatsächlich auf Besuche in der Bücherei! Da waren wir lange nicht. Nach einem vollen, lauten Tag im Kindergarten brauchen die Jungs mehr Mama und Papa.

Abends sind die Kinder müde. Wir reden und beten – und oft nur dann erfahre ich kleine Details aus dem Kita-Alltag. Liam schläft (eigentlich zum ersten Mal im Leben) schnell ein.. der Kleine. Ich bin froh, dass meine Kinder reden und erzählen können. Das auf-Mama-hören und das dann auch tun, klappt zwar nicht immer so auf Anhieb – aber wenn es stille Zeiten gibt, in denen wir reden können, dann finde ich es wunderbar, was meine kleinen großen Kinder da so von sich geben.

Heute Abend saßen sie beispielsweise im Kinderzimmer und zerschnitten Papierschnipsel. Es war lange wirklich ruhig und dann fingen sie an, ein bißchen zu reden. Sie unterhielten sich, welchen Film sie gern sehen würden. Die Wahl fiel erst auf Micky Maus.

E: Wir wollen doch nicht Micky Maus gucken. Wir sind doch keine Babys mehr!
L: Ja, ich bin kein Baby mehr. Ich bin ein großer Junge! … Aber dann wir ein neues Baby brauchen.
E: Warum?
L: Na, das dann Micky Maus gucken kann.

Ratet, was wir am Abend zusammen angeguckt haben…

 

Brüder


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