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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

In diesem Sommer werde ich „Ja“ sagen

auf 10. Juni 2015

(Diesen wunderbaren Text habe ich auf www.mops.org/blog gefunden und für euch übersetzt.)

In diesem Sommer werde ich „Ja“ sagen

Ich sage oft „Nein“ zu meinen Kindern.

„Nein, du darfst das nicht essen.“
„Hör auf, deine Schwester zu hauen.“
„Leg das iPad weg.“

Der Sommer breitet sich vor mir wie ein langes „NEEEEEIIIIIIN!“ am Horizont aus. Und der Horizont heißt Herbst.
Alle sind zuhause, jeder macht seins, es gibt viele lange, helle Tage – unendlich viel Zeit mit wenig bis gar keiner Struktur darin. Und weil ich weiß, dass das Wort „Nein“ unausweichlich sein wird, möchte ich absichtlich „Ja“ sagen. In Wirklichkeit möchte ich mich herausfordern,  zweimal „Ja“ für ein „Nein“ zu sagen. Ich treffe also eine Vereinbarung mit mir, so oft, wie es geht, „Ja“ zu sagen.

Ja…

Ja – zur Unordnung

Ja, wir können aus dem Wohnzimmer eine Festung machen, wir können die Modelleisenbahn aufbauen und aus dem Waschbecken eine Badewanne für dein Spielzeug machen. Ja, wir können malen, Wasserballons machen und Cookies backen. Ja, wir können ein riesiges Bastel-Kunstwerk aus Federn, Glitzer und Perlen machen, oder Schlösser aus Tupperdosen bauen, oder wir können im Garten Tunnel für die Feen graben.

Ja – zum Lärm

Ja, wir können die Nachbarskinder einladen, dieses Computerspiel spielen, Übernachtungsgäste haben.  Ja, wir können diese CD zum soundsovielten Mal im Auto hören! Ja, wir können bei der Wasserschlacht im Garten herum schreien, Power Ranger im Haus spielen und bei jedem Tor in die Tröte blasen.

Ja – zum Urlaub von der Routine

Ja, wir können lange aufbleiben, bis Mittag ausschlafen, den Nachtisch vor dem Essen haben. Ja, wir können unsere Aufgaben im Haushalt später machen, eine Übung auslassen, den ganzen Tag Badesachen tragen. Ja, wir können Babys Mittagsschlaf auslassen, draussen übernachten und im Bett Filme schauen.

Ja – zum Rausgehen und Machen

Ja, wir können in den Park gehen, eine Radtour machen, zum Schwimmbad fahren. Ja, wir können einen Ausflug machen, zelten fahren, in die Bücherei gehen. Ja, wir können Freunde besuchen, wandern und zum Eisladen gehen.

Ich kann dem Sommer mit Furcht oder mit Abenteuerlust entgegensehen. Alle hier werden glücklicher sein, wenn ich, so oft es geht, voller Begeisterung „Ja“ sage!

Wird es mehr Arbeit für mich sein? – Ja, oft.

Wird es mehr kosten? – Das muss es nicht.

Werde ich durch eine Reihe kleiner Gesten wertvolle Erinnerungen schaffen? – Höchst wahrscheinlich.

Ein paar selbst ernannte Regeln loszulassen und andere Dinge dafür einfach mal aufzulockern, wird uns helfen, die langen Tage vorwärts zu bringen, anstatt sie an mir und den Kindern zerren zu lassen.

-Alexandra Kuykendall-


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