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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Hallo April!

auf 1. April 2015

Im April werde ich…

… ankommen, packen und räumen!
… viele liebe Menschen wieder sehen.
… in mein altes Leben eintauchen.
… ein bißchen trauern und Sehnsucht haben.
… Ostern mit der Familie und der Kirche feiern!
… zu meiner Schwester nach Dresden fahren.
… an die Geburtstage von vielen Freunden und Schwester, Schwägerin, Schwager, Schwägerin und Tante denken.
… meinen Garten neu entdecken.
… wieder Euro-Geld in der Hand haben.
… meine Läden und meinen Kiez neu entdecken.
… wahrscheinlich frieren.
… Tulpen kaufen.
… mich aber über jeden Frühlings-Sonnenstrahl freuen.
… 30 !

Ein bißchen in eigener Sache:

Wir sind gestern nach gutem Flug mehr als eine Stunde früher, als geplant, in Berlin gelandet. Damit haben wir sämtlichen Freunden einen kleinen Schreck eingejagt und ihre Planung durcheinander gebracht. Letztendlich kamen fast 20 Freunde zum Frühstück vorbei und es war einfach wunderschön, in eigenem Haus wie früher mit lieben Menschen zusammenzusein. So gefällt mir das.

Die beiden Jungs sind erst allein, dann mit sechs Freundes-Kindern im Kinderzimmer verschwunden. Und es sieht dort auch noch so aus, als hätten 8 Kinder… naja.. gespielt. Aber ich hab mich gefreut, Emilian und Liam so zu sehen und hab alle Augen zugedrückt. So wird es hier wahrscheinlich noch ein paar Tage aussehen. Beide Jungs haben sich doch an viel erinnert, aber wir alle entdecken ständig alte Schätze wieder und freuen uns darüber.

Kinderzimmer

Dass es gestern draussen schneite, war der Witz überhaupt und der Unterschied zu Kalifornien hätte größer nicht sein können. Es ist sehr stürmisch und kalt draussen, aber die Sonne scheint. Und das ist schön!

Die Jungs, oder wir alle eigentlich, haben im Flugzeug wenig geschlafen – umso härter traf uns diese Müdigkeit plus Jetlag. Die Kinder hielten gut durch und fielen dann gegen 14.00 Uhr buchstäblich um. Liam schlief im Sitzen am Tisch ein, Emilian brauchte noch zwei Bücher und war weg. Mein Mann legte sich hin und schlief wie ein Stein. Ich wollte mich nicht ins Bett legen, weil ich mich danach oft noch schlimmer fühle. So hielt ich bis 23:00 Uhr durch, aber schön war es nicht. Ich war soo müde!
Unser Ehebett in Amerika war ziemlich hoch, ungefähr Hüft-Höhe. Das IKEA-Malm-Bett kam mir vor, wie ein süßes Maträtzchen. Ich wusste nicht mehr, wie schön hart die Matratzen waren und dieses Gefühl, mich in vertraute, saubere Bettwäsche zu kuscheln und im eigenen Schlafzimmer und auf guten Matratzen und so… unglaublich.

 Unsere 11 Gepäckstücke sind alle zur richtigen Zeit mit uns mitgekommen, was wunderbar ist!
Sie alle liegen geöffnet neben meinem Bett und setzen mich ordentlich unter Druck.
Dazu kommt, dass ich unsere Sommersachen wahrscheinlich wegsortieren muss und irgendwelche Übergangs-Klamotten und Schuhe suchen muss.

Koffer-Explosion

Ich muss ehrlich sagen, dass ich heute morgen schon einen kleinen bis mittleren Überforderungs-Anfall hatte.
Die erste Ankommens-Freude legt sich langsam und ich sehe nur noch Aufgaben.
Aufgaben, die jetzt einfach nach der langen Reise auf mich warten und auch Aufgaben, die ich 10 Monate nicht hatte, wie Garten, Kleiderschränke, Reparaturen, ein Haus sauber halten und so. Da brauche ich wohl viel Kaffee und viel Geduld und viele Freunde und viel Sonne und Musik, um nicht zu ersticken, Echt jetzt.
Einkaufen gehe ich noch nicht.. das wäre dann wohl der Kulturschock.

Uns beiden ist aufgefallen, dass wir ganz schnell alle unsere Sachen an den Platz räumen, an dem sie vor 10 Monaten lagen und dass wir einfach wieder zurück ins deutsche Leben flutschen – und Kalifornien ist sooo weit weg. Das fühlt sich wirklich komisch an. Ich meine, wer zieht denn aus – und zieht 10 Monate später wieder in das alte Haus ein? Sowas kommt normalerweise nicht so oft vor. Für mich ist es neu. Und ich möchte ein bißchen dafür kämpfen, dass mein Leben nicht einfach so wie vorher weitergeht.

Ich habe eben die Müll-Abholtermine aufgeschrieben und mir ist aufgefallen, dass mich die Normalität schon wieder nervt. In Kalifornien gab es einen ganz anderen Alltag für mich. Einerseits mehr Ruhe und nichts-tun – andererseits auch viele feste Punkte. An dem Tag kommen Gäste und an dem Tag die nächsten und dann reisen wir ab. Es gab immer einen Tag, auf den wir uns gefreut oder auf den wir gewartet haben. Und das ist jetzt weg. Nicht, dass ich mich auf nichts mehr freue… aber, ich weiß nicht. Versteht ihr? Es ist alles wieder „normal“. Und das kann ganz schnell langweilig oder erdrückend werden. Denke ich.
Vielleicht sollte ich nicht gleich am zweiten Tag solch eine Bilanz ziehen.

Ich wünsche mir, dass Kalifornien mit allem drumherum für immer in meinem Herzen, in unserem Haus und in unserem Leben bleibt. Ich wünsche mir, dass wir das Gefühl und die Erinnerungen nicht vergessen. Ich wünsche mir, dass wir nicht so tun und handeln und denken und sind, als wäre nichts gewesen.

Frühling


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