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Keine „12 von 12 im März“

auf 12. März 2015

Ich habe angefangen, Fotos für euch zu machen, obwohl ich schon um 1:00 Uhr nachts wusste, dass der Tag heute kaum ereignisreich werden wird. Und so ist es gekommen. Zu erzählen habe ich was, aber Fotos gibt’s nicht. Die wollt ihr nicht sehen…

Ich war noch nicht ganz eingeschlafen, da merkte ich, dass Liam unruhig schlief. Er rief nicht nach mir, er suchte kein Trinken oder Tuch.. er jammerte einfach ein bißchen vor sich hin. Als er dann einmal gefährlich hustete, sprang ich aus dem Bett. Gerade rechtzeitig… Das Abendbrot war wieder da.

Als wir das Bett und Liam umgezogen hatten, legten wir uns wieder hin. Obwohl Liam ordentlich gespuckt hatte, roch es kein bißchen danach und ich fragte mich, woher dieses Essen kam. Egal.
Ich versuchte, auf ihn zu hören, damit er nicht erstickte, falls es nochmal passierte. Liam hat bei jeder Erkältung Schwierigkeiten, den Schleim loszuwerden und meistens bricht er dann.

Eine Stunde später, als ich gerade irgendwie eingeschlafen war, ging es wieder los.
Details erspare ich euch.

Wir drei lagen wieder in den Betten, da hörte ich, dass Emilian unruhig wurde. Er wuselte und quengelte. „Mama. Papa. Ich hab Angst.“ flüsterte er. Ich ging mit ihm auf die Toilette und brachte ihn ins Bett zurück.

Vor dem Abendessen war ich mit Emilian einkaufen und er durfte sich kleine Süßigkeiten aussuchen. Er wählte auch für Mama, Papa und Liam welche aus und plante, sie uns nachts als Überraschung ins Bett zu legen. Weil er normalerweise niemals nachts aufwacht, dachte ich mir nichts dabei. Als er nun aber wach im Bett lag, fielen ihm seine Pläne wieder ein. Er bat uns, kleine Schüsseln holen zu dürfen, um die Bonbons aufzuteilen. Es war 3:00 Uhr nachts.

Wir mussten zwischendurch echt lachen und ich fragte mich, ob das ein „Versteckte Kamera – Eltern-Test“ oder so sei. Ehrlich. Emilian tippelte mit den Bonbon und den Schüsseln um unser Bett herum und weinte, weil wir ihn die Schüsseln nicht in unser Bett stellen ließen. Ich stand nochmal auf, um nach Liam zu sehen. Emilian war wach und wollte Bonbons verteilen. Dass es Nacht und Schlafenszeit war, interessierte ihn nicht. Ich fragte ihn, ob er in unserem Bett schlafen wollte. Und das klappte dann.

Er lag neben mir, sah mich mit großen Augen an und machte sich Sorgen um seine Bonbons. Weil er nciht einschlafen konnte, fragte er mich, ob ich für ihn beten könnte. Er sagte: „Mama, kannst du dafür beten, dass ich am Morgen zur richtigen Zeit aufwache, um die Bonbons zu verteilen. Und du kannst dir überlegen, was wir am heutigen Tag machen.“
So seine Worte.

Als ich lachen musste und sagte: „Ich glaub‘ das alles nicht!“, war er beleidigt und sagte: „Jetzt bete doch mal endlich.“
Ich wurde an den Rand des Bettes und der Verzweiflung gedrängt und wir schliefen ein.

 

Natürlich wachte ich am Morgen auf, weil Emilian mit den Schüsslen neben mir stand und mir seine Überraschung präsentieren wollte. Er ließ nicht eher nach, bis ich sie aß. Papa war gerade zur Arbeit gegangen und wir hatten einen ruhigen Morgen. (Bis auf die Tatsache, dass ein Stapel vollgespucktes Bettzeug im Bad, eine volle Waschmaschine und Spülmaschine in der Küche und eine „Packen/Sortieren“-Baustelle im Kinderzimmer auf mich wartete…)

 

Liam war still und kuschelig. Ich fragte ihn: „Liam.. du hast heute Nacht zweimal gespuckt.. Warum denn?“
„Na, is wollte niss den Nudelsalat!“
Er schlief auf meinem Arm ein, während ich mit meiner Schwester skypte. Das war lange nicht mehr passiert. Ich hoffte, dass er einfach nur müde war und legte ihn auf die Couch. Während er wärmer wurde und schlief, schaffte ich ein bißchen Küche und ein bißchen Wäsche. Liam trank ab und zu was.

Wenn er wach war, sagte er alle paar Minuten: „Mama… so wangleilich.“
Aber weder Filme noch Hörspiele noch Bücher noch Spielzeug konnten ihn glücklich machen.

Dann setzte er sich auf, hielt sich den Bauch und jammerte.
Und ich hätte diesen Blick deuten sollen.
Und ich hätte ihn von der Couch nehmen sollen.
Oh, wie sehr ich das hätte machen sollen.

Auf dem Blog Smoorbär von Veronika habe ich am Morgen gelesen, was sie über Magen-Darm-Grippe schreibt und dass ihre Tochter einmal ordentlich die Couch + Teppich bespuckt hat. „Die Arme“, dachte ich nur.
Und dann passierte es bei uns auch.
Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Flüssigkeit aus Liams kleinen Körper kommen kann!

– Wie gut, dass mein iPhone seit letzter Woche eine neue Hülle hat, die vor Flüssigkeiten aller Art schützt!

– Wie gut, dass mein Mann jetzt nicht in Afrika ist!

– Wie gut, dass die Menschen, die sich morgen unsere Wohnung angucken wollten, abgesagt haben.
Sie wollen Ende März einziehen – und der Geruch hätte ihnen nicht gefallen.

– Wie gut, dass Waschmaschine und Trockner gleichzeitig laufen und super-schnell sind!

– Wie gut, dass es youtube gibt!

 

So viel zu unserem 12. März.
Dem ersten Teil davon. Hier ist es ja erst 15:00 Uhr.
Draussen sind es 31 Grad und wir verpassen einen dieser letzten heißen Tage Kaliforniens.

Liam hüpft und lacht jetzt.
Er trinkt Cola und futtert Brezeln. Ein bißchen Cola musste ich eben auch vom Boden aufwischen – aber bevor es in Liams Magen war..

Ich wage mal zu denken, dass das wirklich der Husten-Schleim war. Denn uns, die wir den Nudelsalat auch gegessen haben, geht es gut. Und wir sind eigentlich gar nicht so die Magen-Darm-Grippe-Familie.

Auf der 12 von 12-Liste werde ich also nicht sein.
Aber ihr könnt euch trotzdem gern Fotos der anderen Blogger angucken.


Eine Antwort für “Keine „12 von 12 im März“”

  1. […] wusste ich es noch. Und dann ist es mir gegen 18:00 Uhr wieder eingefallen. Ups. Aber weil ich im März auch schon auslassen musste, habe ich heute doch Fotos für euch. Nicht 12, aber ich habe Fotos. […]

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