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1000 Fragen an dich selbst – Teil 11

auf 26. März 2018

Hallo aus dem Krankenlager!
Ich bin dabei, eine ordentliche Grippe hinter mir zu lassen… ich weiß nicht, ob ich sowas schon mal hatte! Zwei Tage lang habe ich durch geschlafen! Dass sowas überhaupt geht. Aber die Geburtstage sind vorbei, es sind Ferien.. da kann eine Mama auch schon mal umkippen.

Mein tapferer Mann hat für uns gekämpft und durchgehalten. Bis jetzt ist er als einziger gesund geblieben. Die Kinder haben mit Husten und Fieber zum Glück auch viel geschlafen.

Wir freuen uns aber, dass Ferien sind, die Kinder bleiben lange im Schlafanzug und lassen sich viel Zeit, ihre Geburtstagsgeschenke wegzuräumen.

Ich widme mich jetzt Teil 11 der Fragen und Antworten.
Zu mehr werde ich heute auch nicht kommen.

201. Wie gut kennst du deine Nachbarn?
Das ist ganz unterschiedlich. Einige aus der Strasse kenne ich gut und wir könnten ewig am Zaun stehen und quatschen. Andere grüßt man nur und kennt vielleicht den Namen. Im Notfall könnte ich bei vielen klingeln, da bin ich mir sicher. Durch Schule und Kita kenne ich viele Familien in den Strassen hier und manchmal komme ich von der Kita gar nicht mehr nachhause, weil so viel hier und da unterwegs geschnattert wird.

202. Hast du oft Glück?
Was heißt „Glück haben“?
Ich glaube nicht an Zufälle, an rosa Schweinchen, Kleeblätter, an Cent-Stücke und Schornsteinfeger. Manchmal sage ich: „Da hast du aber Glück gehabt.“, aber ich glaube, dass etwas höheres dahinter steht. Ich glaube, dass Gott unser Leben in der Hand hat und unsere Wege lenkt. Das betrifft zum Beispiel Lebensumstände. „Wo bin ich geboren?“ , „Wer ist meine Familie?“. Das war ja nicht meine Entscheidung. Und ob man nun an Gott glaubt oder nicht, liegt es auch an der Lebenseinstellung oder an einer optimistischen oder pessimistischen Wahrnehmung, oft Glück zu sehen, eben die guten oder die schlechten Situationen im Leben hervorzuheben.

203. Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?
Das weiß ich gar nicht. Hab noch nie darüber nachgedacht. Ich glaube, mit vielen meiner Freundinnen hatte oder habe ich eine ähnliche Lebensphase, in der wir uns dann auch ähnlicher verhalten. Ja, sogar der Zyklus passt sich an. Aber dann, vorher oder nachher, gingen oder gehen wir wieder andere Wege. Ist es nicht auch so, dass das, was sich ergänzt, sich anzieht?

204. Was machst du anders als deine Eltern?
Hmm, über die Frage habe ich schon ne Weile nachgedacht. Zuerst waren wir in einer ganz anderen Zeit und Situation Eltern: Meine Eltern haben drei Töchter und einen Sohn, ich habe drei Söhne. Meine Eltern sind mit Kindern dreimal umgezogen und haben ein Haus gebaut, wir wohnen hier im Haus, seit ich mit dem zweiten Kind schwanger war. Mein Vater war berufsbedingt oft weg und arbeitete später im Schichtdienst, mein Mann arbeitet von zuhause aus. Ich wuchs teilweise ohne Auto und Telefon auf, als ich vier Jahre alt war, fiel die Mauer – meine Kinder wachsen in einer völlig anderen Zeit auf. Die Frage „Was machst du wie deine Eltern?“ wäre vielleicht viel interessanter.
Es gibt Dinge, die wir bewusst aus unseren Herkunftsfamilien übernommen haben und Dinge, gegen die wir uns entschieden haben. Aber es kommt jetzt nicht oft vor, dass ich irgendwas tue und mich dabei ertappe: „Oh nein, ich bin wie meine Mutter!“

205. Was gibt dir neue Energie?
Schlafen. Kaffee. Mit meinem Mann reden. Nichts tun. Spazieren. Sonne. Ein sauberes Haus.

206. Warst du in der Pubertät glücklich?
Gut, dass die Frage nicht heißt: Warst du anstrengend? …
Ich denke, ich war glücklich. Unbeschwert. Frei. Viel am gackern und albern sein. Wenig schlafen. Ich war nicht einfach und nicht immer nett, und es war nicht immer leicht, aber ich fand das größer-werden und aber noch nicht zu viel Verantwortung haben, toll.

207. Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?
Ich glaube, ich habe noch nie eine Nacht durchgemacht.. oder? An Silvester und auf Hochzeiten war ich lange wach.. und als wir nach Familie nach Kalifornien geflogen sind, habe ich bestimmt auch nicht viel geschlafen. Aber so ganz ohne Schlaf… ist nicht so gut, glaube ich.

208. Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?
Ich plane gerne. Habe ich doch schon zu Frage 185 geschrieben. Da ging es eher ums Grübeln. Ich habe keine Zeit, in richtige Tagträume zu versinken, aber mein Mann und ich, wir spinnen gerne. „Was wäre, wenn…?“ Und aus einigen Träumen sind auch schon tolle Ideen geworden!

209. Blickst du dich oft um?
Ha, auf diese Frage hab ich mich schon gefreut!
Eine gute Frage.
Ich würde nicht sagen, dass ich mich oft umsehe, so, als würde ich verfolgt.. aber beim Drüber nachdenken ist mir aufgefallen, dass ich automatisch einen guten Überblick habe. Ich nehme meine Umwelt und mein Umfeld instinktiv sehr bewusst wahr und jede kleine Veränderung fällt mir auf, ob ich will oder nicht.
Ich versuche manchmal, die Menschen um mich herum, zu sehen – und sie nicht nur anzusehen. Ein Lächeln – und ein Lächeln kommt zurück.

Foto: Klaus Heymach, www.familienfotografie.berlin

210. Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?
Ich hatte in der 3. Klasse große Angst, das Seepferdchen zu machen und hätte es fast nicht geschafft.

211. Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?
Wir sind ein Paar, das nicht streitet. Wir diskutieren und haben Meinungsverschiedenheiten. Oft geht es dabei um unsere Freizeitplanung. Eine will Party und einer will lieber Ruhe…

212. Worauf freust du dich jeden Tag?
Auf das Frühstück, in der Woche mit meinem Mann, am Samstag mit allen. Mit Jari zu spazieren und die Kinder aus Schule und Kita abzuholen. Meist freuen sie sich dann, uns zu sehen. Die stillen Minuten oder Stunden am Abend, wenn alle Kinder eingeschlafen sind.

213. Welche Freundschaft von früher fehlt dir?
Es gibt ein paar Mädels, die ich sehr gern hatte, Jugenfreundinnen, Kolleginnen.. aber die Kinder oder der Wohnort haben uns voneinander getrennt. Bei den meisten könnte man einfach wieder da anfangen, wo man früher aufgehört hat.. aber dann müsste man ja Zeit haben.

214. Wie gehst du mit Stress um?
Also, meine Antwort „Sonne und Kaffee“ passt ja hier fast zu jeder zweiten Frage… Bei Stress hilft mir Musik, durchatmen, Listen schreiben, einen realistischen Überblick bekommen, Pausen machen und dann wieder durch ackern. Ich bin Meisterin in Hauruck-Aktionen. Lastminute und ohne lange Planung kann ich viel schaffen.

215. Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?
Das müssen vielleicht Menschen sagen, die mich gut kennen. Ich verhalte mich in der Familie so, in der Kirche ein bißchen anders, in der Kita ein bißchen anders, mit Freundinnen ein bißchen anders… das ist doch normal, oder? Also, ist die Frage: Wie bin ich wirklich?

216. In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?
Wir teilen den Sinn für Humor. Ironie, trockene Witze – das hab ich von ihm. Wir lieben Wortspiele und Wortwitze. (Er hat ausserdem noch eine große Begabung, mit Zahlen umzugehen – da war dann wohl für mich nichts mehr übrig.) Wir haben beide ein Herz für Herzen von Menschen. Wir können beide gut unter Druck und lastminute arbeiten, denke ich. Siehe Frage 214. Und daraus folgt auch, dass wir beide Typen sind, die höchst nachtaktiv sind und abends nicht so richtig den Absprung schaffen – und morgens.. naja.. siehe Frage 219.

217. Kann man Glück erzwingen?
Ist aber viel Glück heute. Siehe Frage 202 glaube ich nicht daran. Man kann vor dem Würfeln in den Becher pusten oder dreimal auf den Tisch klopfen oder einen Kopfstand vor dem Kamin machen… und auf eine 6 hoffen. Und die eher optimistisch denkenden sagen „Siehste!“, wenn es geklappt hat und „Dann eben beim nächsten Mal!“, wenn es nicht geklappt hat. Die eher pessimistisch veranlagten sagen vielleicht „Wusste ich doch, bei mir klappt es nie.“, wenn es nicht geklappt hat.
Ich weiß es nicht. Ich finde wieder, es ist Einstellungs- und Ansichtssache.
Und ich merke: Je mehr mir das Glück oder der Segen oder die Geschenke oder die Schätze in meinem Leben bewusst werden, umso mehr finde ich.

218. Welcher Streittyp bist du?
Ich kann nicht gut streiten und gehe Konflikten gern aus dem Weg. Am liebsten kläre ich sowas schriftlich.. so blöd das auch klingt. Dann kann ich nachdenken und mir redet niemand rein und ich lasse mich nicht von Emotionen verunsichern.
Im Gespräch reagiere ich manchmal emotional und das mag ich nicht, weil ich weder Schwäche zeigen möchte, noch den anderen mit Tränen manipulieren möchte. Genauso gut kann ich aber auch bockig und patzig werden.

219. Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?
Nein, ganz großes Nein. Ich wünschte langsam, das wäre anders.. aber so viel Disziplin habe ich gerade nicht.

220. Wie klingt dein Lachen?
Ich finde, das ist auch eine Frage für andere über mich. Früher hieß es, ich würde wie eine Barfrau lachen. Denkt euch selbst, was das heißt. Gackernd passt vielleicht auch. Besonders rühmenswert oder glockenhell scheint es jedenfalls nicht zu klingen. Ich mag es, aus vollem Herzen loszulachen. Muss ich dann mal genauer hinhören.

Und das war Teil 11 auch schon.
Nächste Woche gehts weiter.
Und hier sind die vergangenen Antworten:

Teil 1
http://mamasbusiness.de/?p=9895
Teil 2
http://mamasbusiness.de/?p=9918
Teil 3
http://mamasbusiness.de/?p=9920
Teil 4
http://mamasbusiness.de/?p=9938
Teil 5
http://mamasbusiness.de/?p=9973
Teil 6
http://mamasbusiness.de/?p=10000
Teil 7
http://mamasbusiness.de/?p=10010
Teil 8
http://mamasbusiness.de/?p=10018
Teil 9
http://mamasbusiness.de/?p=10054
Teil 10
http://mamasbusiness.de/?p=10104

Eine Antwort für “1000 Fragen an dich selbst – Teil 11”

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