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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Aus meinem Kopf-Chaos

Irgendwie hat sich mein Kopf-Chaos nicht so richtig beruhigt, nachdem mein Mann wieder bei uns gelandet ist. Der Grund dafür ist: In ein paar Tagen geht es für uns auf eine große Reise.
Zu fünft im Auto, ungefähr 1.400km.

Das an-alles-Denken-müssen und dazu nicht-gut-schlafen-können ist eine ganz schlechte Kombination.
Nachdem ich also mehrmals meine Gedanken einfach nicht mehr ordnen konnte und schon eine midlife-, Stress- oder sonstige Krise herannahen sah, hat mein Mann, der tolle Coach, sich mit mir hingesetzt, mir lange zugehört und dann eine große Liste für uns beide erstellt. Jetzt wissen wir, wer wann was machen möchte und kann und muss.

Bücher zur Bücherei bringen und neue Vorlese-Bücher für die Fahrt holen, Baby-Reisepass holen, Nägel lackieren für den Strand (ich, nicht er), Brei für Jari planen und kaufen, Kinderzimmer aufräumen, Koffer packen, Auto packen, Route festlegen… und sowas eben.

Und so sehr wir es auch lieben, Listen abzuhaken… mit einem kleinen Baby läuft der Zeitplan meist doch anders. Die Tage sind gefüllt von „Ich komm‘ hier zu nix!“ und „Ja.. das wollte ich heute eigentlich schaffen!“

Ich bin heute (in der größten Oktoberhitze übrigens) mit Jari gelaufen… zum Einkaufen, zur Schule, zum Einkaufen, zur Kita… und ich war über 3 Stunden unterwegs. Zwar glücklich und in Flipflops, aber.., ne?

Es ist wirklich anstrengend – und es wird sich zuspitzen, bis wir endlich alle im Auto sitzen, Berlin hinter uns lassen, die ersten Brote auspacken und ab in den Süden fahren!

Mein Mann hat mir ein Schmuckstück aus Kalifornien mitgebracht. Einen goldenen Armreif, auf dem ganz miniklein und unscheinbar „Choose Joy“ steht. Und ich trage ihn an jedem Tag. Und ich lese diese beiden Wörter und entscheide mich für die Fröhlichkeit. Zufriedenheit. Dankbarkeit.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter

Wie oft habe ich das schon hier geschrieben? Auch für mich! In den letzten Wochen traf das nicht so oft auf mich zu.

Und so entscheide ich mich im größten Chaos,
trotz dreckiger Küche (sowas mache ich selten und ungern),
trotz schmutziger Böden (es ist rekordverdächtig, wie lange unser heller Küchenfußboden nicht gesaugt wurde),
trotz riesiger, riesiger! Wäscheberge,
trotz unbarmherziger Listen…

… Spass zu haben. Zeit mit den Jungs zu verbringen. Zu lachen. Dazusitzen. Jari zu knutschen. Eine Atempause zu haben. Ein selbstgekochtes, neues Mittag von meinem Mann zu genießen. Auf der Couch einzuschlafen. Mein Hörbuch zu hören.

Die beiden Jungs sind heute nach Schule und Kita lange durch den Garten gestromert. Sie brauchten einfach sich und Ruhe. Platz und Sonne war auch da.

Irgendwann bat ich Emilian, mal auf den Kirschbaum zu klettern und alle Blätter abzuschütteln. Wenn ich irgendwann mal Zeit zum Laub harken hätte, sollte es sich wenigstens lohnen. Als Liam dann sah, wie viele Blätter da heruntersegelten, flitze er in den hinteren Teil des Gartens, holte eine Harke und begann zu harken.

Später riefen sie mich. Sie hatten mehrere kleine Eimer mit Laub gefüllt und wollten, dass ich die Eimer in die große Tonne leerte, weil sie sich vor dem Gestank, der angeblich aus der Tonne kam, ekelten. Und so ging das ein paarmal.

Jari war im Wohnzimmer eingeschlafen, ich fand die Luft draussen so gut und als die beiden Herren verkündeten, sie „hätten jetzt Feierabend“, schnappte ich mir die Harke. Es lag wirklich nicht mehr viel Laub auf dem Boden.

Und die beiden Jungs saßen neben mir auf der Gartenbank, Arm in Arm (wirklich!) und Liam sagte: „Ich erinnere mich grad, wie wir hier draussen im Sommer zusammen gegessen haben…“ (sehnsuchtsvoller Blick).

Ich harkte meine Kirschblätter weiter zusammen, glücklich darüber, das erste Mal in Flipflops Laub zu harken und glücklich über eine tolle neue Harke, die wir vor ein paar Wochen bei Lidl für 3 Euro aus der „Alles muss raus“-Kiste gegriffen haben.

Weil ich mich davor ekele, das nasse Laub mit den Händen in die Tonne zu werfen, bat ich die Jungs nochmal um Hilfe. Liam entschied gönnerhaft, seinen Feierabend um eine Stunde zu verschieben – und wir hatten viel Spaß dabei, die Blätter in den Eimer und dann in die Tonne zu schmeißen. So richtig mit in-den-Laubhaufen-schmeißen und die-anderen-mit-Blättern-abwerfen und so.

Nach kurzer Zeit hatten wir fast den ganzen Vorgarten geharkt und ich stellte begeistert fest, dass die Jungs in diesem Jahr zum ersten Mal wirklich eine Hilfe waren. Nicht diese „Mama, ich helfe dir und du musst dich aber tausendmal bücken und alles dauert viel länger und du hast eigentlich doppelt so viel Arbeit“-Hilfe, sondern es ging wirklich, wirklich schneller und ich hatte weniger Arbeit.

 

Am Abend nahm ich mir einen weiteren Punkt meiner Liste vor. Er war zwar nicht für heute vorgesehen, aber es passte dann einfach gut.

Vor einer Weile habe ich begonnen, im Internet (Danke an unzählige Pinterest-Mamas!!!) nach Ideen für Beschäftigungen auf langen Autofahrten zu suchen.
Weil wir etwas mit Reiseübelkeit zu kämpfen haben und ich nicht viel Extra-Zeug mitnehmen wollte, habe ich heute ein paar Such-und Spiel- und Bingo-Listen für die Jungs ausgedruckt und einlaminiert. (Passende Stifte habe ich heute auch gekauft!)
Und diese Listen wollte ich euch mal zeigen:

Das habe ich alles auf Pinterest gefunden und ich bin sehr glücklich darüber! Natürlich werde ich euch erzählen, ob mein Plan aufging. Auf Facebook und Instagram werde ich sicherlich auch mal zwischendurch ein Lebenszeichen von uns schicken.

Eine andere Pinterest-Idee habe ich meiner Mama geschickt und die hat sie sofort umgesetzt:

Seht ihr, was das ist?
Ein Waschlappen, natürlich, mit Nähten.
In dem Waschlappen sind drei verschieden große Murmeln drin und die Nähte bilden ein Labyrinth.
Sicherlich werden die Jungs sich damit nicht 15 Stunden beschäftigen, aber wenn sie mal nicht nach unten sehen oder denken wollen, wird das eine perfekte ruhige Übung sein.

Ausserdem gibt es kleine Süßigkeiten und Überraschungen. Meine Tante hat sogar Tüten mit Büchern geschickt. Wir werden Hörspiele hören, schlafen, vorlesen und essen.

Weil ich das Laminiergerät gerade am Wickel hatte, habe ich den Kindern noch einen Wunsch erfüllt. (Der fällt jetzt wieder eher in die Kategorie „Choose Joy, obwohl auch andere Aufgaben dran wären“)

Zusammen haben wir schöne Blätter gesammelt und gepresst. Ich habe sie einlaminiert und werde sie ausschneiden. Dann hängen wir sie an die Fenster oder an eine Schnur vor das Fenster.
Und bestimmt auch im nächsten Jahr werden die Blätter aus der Herbstkiste kommen und uns eine Freude machen.

Und so wechseln Anspannung und Entspannung, Zeitrduck und Langeweile, Vorfreude und Sorge, Aufregung und Stress sich ab.

Ich werde mich aus dem Urlaub oder nach dem Urlaub mit tollen Fotos und Berichten hier wieder melden. Bestimmt.

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Mama fragt – Kinder antworten

Willkommen in der neuen Woche!
Hattet ihr bis jetzt einen schönen Montag? Ich habe mich sehr über die Sonne gefreut, ich habe mit meinem Mann zusammen gefrühstückt, während Jari geschlafen hat.. Das hört sich mal wieder nach einem perfekten Wochenstart bei uns an, oder?

Ich könnte euch auch erzählen, was drumherum noch passiert ist… dass Jari nämlich ab 5:o0 Uhr morgens nicht mehr schlafen konnte, (und ich somit auch nicht) weil er eine verstopfte Nase hat… dass er dann bis halb neun irgendwo jammerig und jämmerlich rumhing, weil er natürlich totmüde war… dass mein erster, so nötiger, heißer Kaffee am Morgen umgekippt und mir über die Hose gelaufen ist… dass ich Jari im Schlafanzug mit in die Kita nehmen musste, weil er nach dem Milchfläschchen völlig platt im Kinderwagen eingeschlafen ist – und erst jetzt nach fast drei Stunden wieder aufgewacht ist… dass er mich dann inzwischen auch vollgespuckt und angepinkelt hat und ich mich vor dem Mittag schon mehrmals umgezogen habe… dass er jetzt an mir rumkrabbelt und schnieft und quengelt…
das alles passt doch viel mehr zu einem Montag, oder?

Aber, ihr wisst ja, ich kümmere mich um das Schöne und Gute.
Und das ist dann heute erstmal Sonne und Kaffee!

Falls es bei euch auch mal länger nichts zum Lachen gibt und ihr Lust auf eine etwas andere Art der Unterhaltung mit euren Kindern habt – habe ich heute was für euch:

Paulina Umstandsmode hat mich auf eine Infografik aufmerksam gemacht:

 

Ich habe meinen beiden großen Kindern diese Fragen gestellt!
Schreibt mir doch in die Kommentare, welche Antworten ihr von welchem Kind lesen möchtet – und dann fragt eure Kinder auch. Aber Achtung: Kindermund tut auch manchmal Wahrheit kund… 😉

Ich bin sehr gespannt!!

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Timo Jari – Baby Update

„Update“ hört sich so an, als würde ich euch regelmäßig erzählen, wie unser Baby wächst und gedeiht. Aber in Wirklichkeit weiß ich nichtmal die genaue Größe oder das Gewicht.. Vielleicht schaffe ich es ja… zweimal im Jahr, oder so. Immerhin haben wir bis jetzt von allen Kindern das alljährliche „Halber Geburtstag“-Foto.

Die Zeit vergeht – immer gleich schnell! – aber sie ist gerade so voll von schönen Momenten, dass Bloggen an fast-letzter Stelle steht.

Und Jari – wuselt mittendrin, ist aus unserer Familie nicht mehr wegzudenken und ist in den paar Monaten seines Lebens eine Persönlichkeit geworden. Eine kleine süße, von allen sehr geliebte Persönlichkeit.

Wenn wir eine neue Sache (Brei, im Stuhl sitzen, Zwieback kauen) ausprobieren – und es zu früh ist, dann dauert es oft nur ein paar Tage und dann ist Jari soweit. Die Ereignisse überschlagen sich inzwischen. Und es passiert oft so nebenbei.. Manchmal ist das schade, weil die Brüder natürlich fürs erste Sitzen und Kauen mehr Aufmerksamkeit bekamen – aber andererseits ist Jari so glücklich, wenn er einfach dabei sein kann. Er guckt und staunt ganz viel, was wir vier so wuseln.
Sein Gesicht leuchtet auf, wenn Papa den Raum betritt.
Er strampelt mit Armen und Beinen, wenn einer von uns mit der vollen Milchflasche auf ihn zugeht.
Er kann die Stimmen seiner Brüder aus großer Entfernung erkennen und wenn er sie auch nicht mit den Augen orten kann, so sehen wir ihm genau an, wenn er in die Richtung sucht, aus der die Stimmen kommen.
Sein verschlafenes Lächeln am Morgen mit einem halbe Auge entschädigt auch die unruhigste Nacht.

Wenn der erste Löffel voll Brei noch die Attraktion für die Brüder war, sitzt Jari inzwischen immer mit uns am Tisch und isst eben die Krümel, die für ihn abfallen.

Eine Gurke aus Ur-Omas Garten

Er ist so ein liebes, leises Baby, dass ich mich manchmal frage, ob er überhaupt eine Stimme hat. Dann aber kommt aus dem Nichts ein Freudenschrei aus dem kleinen Körper, dass es in meinen Ohren nur so klingelt.

Ich frage gerade Liam der hier neben mir steht, was er an Jari am liebsten mag: „..dass er so doll lacht und dass ich mit ihm kuscheln kann!“
Ich glaube, für Liam ist Jari ein großer Schatz und auch Jari liebt die stürmischen Liebesbekundungen, die er von Liam regelmäßig bekommt. Er lässt die Küsse und das Getätschel über sich ergehen und juchzt vor Freude, wenn die Brüder am Morgen nacheinander in mein Bett kommen, um zu sehen, ob Jari da ist.

Noch kann er nicht selbständig „verschwinden“, aber er liegt schon lange nicht mehr so, wie wir ihn am Abend hinlegen. Er dreht und wendet sich in alle Richtungen, er strampelt und rutscht und kuschelt und wurschtelt – und schon mehrmals haben wir ihn in letzter Sekunde aufgefangen, wenn er sich neben uns an den Rand der Couch gewuselt hat. Er liebt die Freiheit, er liebt es, plötzlich ganz woanders aufzutauchen, wenn er sich mit dem Kopf in den Decken zentimeterweise nach vorne schiebt und der Perspektivwechsel von Rückenlage auf Bauchlage muss sich wie ein unglaublicher Sieg für ihn anfühlen.

Er trinkt nachts und morgens seine Milchflasche. Am Mittag bekommt er selbstgekochten Brei, den er gut isst, aber auch mit viel Sorgfalt verteilt. Überall. Wenn ich ihn zum Füttern auf dem Schoß habe, kann ich seine Hände besser festhalten, aber sein Gesicht nicht so sehen. Also darf er im Hochstuhl sitzen und eben sein Essen begreifen. Es landet in der Nase, hinter den Ohren, auf mir, am Stühlchen.. sodass ich gerade am liebsten draussen im Garten füttere. Wenn es ihm schmeckt, klopft er laut mit der linken Hand auf das Tischchen.
Manchmal bekommt er einen Griesbrei zum Abend und gerade fangen wir an mit einer Zwieback/Apfelsaft/Bananen-Matsche.
Von dem mageren, unterernährten, mitleiderregenden Baby ist nichts mehr zu sehen.

Jari schläft neben mir im Bettchen, er wird in der Nacht ein paarmal wach, aber das ist okay. Selten braucht er eine neue Windel, meist nur einen Schluck Milch oder den verlorenen Nuckel.
Meiner späten Bettgehzeit nach, kann mein Schlafmangel so groß nicht sein. Wenn ich allerdings daran denke, dass ich in diesem Jahr noch nie durchgeschlafen habe, hört sich das schon traurig an.
Aber wie auch bei allen anderen Phasen, macht mir das bei Kind 3 nicht mehr viel aus. (Selbst der Haarausfall wird gerade weniger, was ich bei keinem Kind für möglich halten konnte)

Tagsüber ist Jari mehr wach und schläft weniger schnell ein. Das Schuckeln auf dem Arm hilft nur noch bei allergrößter Müdigkeit und aus Versehen schläft er kaum noch ein. Aber ein langes Schläfchen am Vormittag und eins am Nachmittag braucht er und macht er. Meist liegt er dann auf dem Bauch, draussen im Kinderwagen, sodass wir im Haus nicht stundenlang den Atem anhalten müssen. Es tut ihm gut, im Garten mit den Wind-, Auto- und Naturgeräuschen zu schlafen.
Die Manduca nehme ich zuhause fast gar nicht mehr und unterwegs nur, wenn dann zwischen ihm und mir nicht unbedingt 35 Grad entstehen.

Jari spielt gern unter seinem Holzgestell, dass ihm, wie seinen Brüdern, auch mal zum Laufen lernen helfen soll. Wir sind sehr begeistert davon. Er sitzt gern im Hochstuhl und kaut an seiner Massage-Bürste. Er liebt es, in den Blättern im Garten die Bewegung von Wind und Sonne zu beobachten. Er sitzt oder liegt auch gern im Kinderwagen und freut sich am meisten an seinen großen Zehen.

Wir üben, mit ihm in der Babyzeichensprache (auch Zwergensprache genannt) zu sprechen. Das hat bei Emilian gut funktioniert, (Beitrag von Juli 2011) und dass Jari dadurch nicht reden lernt, ist bei uns vier lebhaften Personen hier überhaupt nicht meine Sorge. Wir machen die ersten Zeichen essenmehrtrinken… seit ein paar Wochen und er versteht es! Ich bin sogar der Meinung, dass er langsam versucht, es nachzumachen.

So oft es geht, nehme ich ihn aber auf dem Arm mit durchs Haus und lege ihn dann neben mich, wenn ich beide Hände brauche. So lieb und ruhig er auch spielt und guckt, brauche ich doch mein Baby noch bei mir. Die freien Wochen, die die Sommerferien uns bringen, erlauben mir viele ruhige Momente mit den Kindern, mal mit nur einem oder nur zweien – und wir alle merken, wie gut uns das tut.

Gestern ist Emilian für eine Nacht zu Oma und Opa gefahren und es war und ist sehr ungewohnt für Liam, ohne ihn zu sein.
Ich habe allein mit ihm und Jari zu Abend gegessen und Liam schwankte zwischen „Wie ruhig es hier ohne die Männer ist!!“ (aha!?)  und „Wann kommt denn Emilian endlich wieder??“

Diese Kombination aus „5jähriges Mittelkind, das selten ohne großen Bruder ist“ und „Baby, das gern überall dabei ist, aber noch nicht alleine kann“ (um die Jungs mal platt so einzuteilen) war plötzlich sehr herausfordernd für mich. Liam war nicht ganz zufrieden, Jari nicht und ich auch nicht – und trotzdem habe ich fast nichts ordentlich geschafft.

Wenn ich euch da draußen also einen Tipp geben darf:
Lasst zwischen Kind 1 und Kind 2 nicht zu viel Zeit vergehen, meiner Meinung nach. Es mag dann erst ein oder zwei oder drei Jahre herausfordernd sein – aber ab dann wird es die Mühe wert sein. Für immer. Und für alle weiteren Geschwister.
Auch wenn meine großen Jungs uns mit ihren Machtkämpfen gerade hart an die Grenzen bringen und ich in diesen Tagen so viel Pädagogik und Familienwerte und Liebe, wie noch nie, predige… ihr Band, was sie seit 5 Jahren verbindet, ist fest. Und nichts kann ihnen das nehmen. Und im Ernstfall, gegen uns oder den Rest der Welt, werden sie immer zusammenhalten. Chaka!

Ich liebe meine vier Männer sehr und mit ihnen jetzt den freien Sommer zu verbringen, bei Regen oder Sonnenschein, ist (m)ein großes Glück.
Jari (um mal schnell zum Ende wieder die Kurve zur Überschrift zu kriegen.. ) darf unseren Alltag sehr gern verlangsamen, uns mit seinen Freudenjuchzen erschrecken, mir den Schlaf klauen, uns mit orangem Brei vollspucken oder die Bücher der Jungs ansabbern.

Er hat in den vergangenen sechs Monaten unser aller Herz erobert. Wir lieben seine Speckbeinchen, seine Grübchen, seinen blonden Flaum auf dem Kopf und seine neugierigen, feuchten Patschehändchen. Er hat wunderbare große Brüder und eine Familie, die ihn sehr liebt.

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FamilienMutMachTag

Als wir vor ein paar Wochen die Einladung zum FamilienMutMachTag bekamen, schrieb ich mir den Termin erstmal nur in den Kalender. Der Samstag kam näher und der Tag blieb frei. Ich besprach es mit meinem Mann, bzw. informierte ich den Rest der Familie, dass wir dort hin gehen würden. Mit einer Email meldete ich uns ganz einfach an.

Pro Familie wurde um einen Betrag von 10,00 Euro gebeten, Kaffee und Kuchen inklusive. Eine Teilnahme mit Kindern ab 3 Jahren wurde empfohlen, das sehe ich auch so. Kleine Kinder stören auf keinen Fall und gehören unbedingt dazu. Ich denke, dass so ein Event zum Beispiel mit Schulkindern richtig viel Wert und einen Schatz für jede Familie bringt.

Ich lud auch Freunde ein, allerdings konnte ich ihnen zur Einladung gar nicht viel sagen. FamilienMutMachTag hört sich ja erstmal nicht schlecht an, aber wer weiß, auf welcher Bühne man am Ende gegen andere Familien antreten oder wem man von seinen familiären Problemen berichten muss..

Ein junges Paar aus unserer Kirche gehörte zum Hintergrund der Veranstaltung und von ihnen und der Internetseite bekam ich mehr Informationen.
Veranstaltungsort war ein Gemeindehaus in Potsdam. Eine Potsdamer Familie hatte das Team samt Material und Erfahrung bereits zum zweiten Mal eingeladen.

Wir waren nun mit vier Familien, die wir kannten, verabredet und trafen nach und nach in Potsdam ein. Auf Grund des schlechten Wetters fand das Event komplett im Gemeindehaus statt. Das war kein Problem, es gab genug Platz – allerdings hätte die Veranstaltung im Sonnenschein auf einer Wiese noch ganz anderen Charme gehabt.

Gegen 14:30 Uhr versammelten sich ungefähr 10-15 Familien um eine Bühne, von der wir offiziell begrüßt wurden. Es gab zwei Motto-Lieder, die für meine Begriffe etwas fetziger hätten gesungen werden können – allerdings halten die Ohrwürmer bei allen von uns bis jetzt an!

Mit einem schönen Anspiel wurde das Thema des diesjährigen FamilienMutMachTages vorgestellt. Es ging um unseren „Gefühls-Eimer“, auch als Liebestank bekannt.
Ist unser Gefühls-Eimer voller guter Gefühle, geht es uns besonders gut. Werden wir verletzt oder gekränkt oder missverstanden, verschwinden die guten Gefühle und wir fühlen uns schlecht. Unsere Jungs haben das gut verstanden.
Wir bekamen einen kleinen Becher mit Skala und Strohhalm und sollten eine Situation erzählen, die uns traurig oder fröhlich gemacht hatte und dazu den Strohhalm hoch- oder runterbewegen.

 

Dann bekamen wir eine Übersicht aller MitMach-Stationen und durften uns frei bewegen. Es gab über zehn verschiedene Ecken, in denen kleine Aufgaben oder Besonderheiten aufgebaut waren.
Alle Familien stürzten sich fröhlich ins Getümmel.
Mein Mann musste Liam zur Toilette begleiten und entdeckte auf dem Rückweg leider, dass das Kaffee/Kuchen Buffett nun auch geöffnet war. Und er landete am Kaffeetisch. Weil die Kinder und ich etwas einsam an unserer ersten Station warteten, holte ich ihn genervt mit einem bösen Blick zurück zu seiner Familie.

Unsere erste Station hieß Trinkrinne.
Zusammen versuchten wir, soviel Wasser wie möglich mit Strohhalmen aus einer Rinne zu schlürfen und so wenig wie möglich unten heraustropfen zu lassen.

Der Weg führte uns weiter in ein Bastelzimmer, in dem wir gemeinsam unseren eigenen Familieneimer bastelten.

Die Idee ist, das Bild für alle sichtbar aufzuhängen und ab und zu einer anderen Person nette Nachrichten an die Klammer zu hängen, um deren Skala nach oben zu bringen.

Unser Gefühls-Eimer hängt am Kühlschrank, glitzert schön und erinnert neben einem verrückten Foto an einen tollen Tag.

Das verrückte Foto gehörte zu einer weiteren Station.
Mit unzähligen Accessoires durfte sich jede Familie verkleiden und neben einer großen Gefühls-Skala fotografieren lassen. Sogar Jari hatte eine schöne grelle Pudelmütze auf dem Kopf! Das Foto wurde sofort ausgedruckt und sorgte für viel Spaß!

An anderen Stationen ging es natürlich auch um Spaß – und um Kommunikation, Vertrauen, Verwöhnen, Zusammenhalt, Gemeinschaft, füreinander stark sein…

Die Ideen haben uns sehr gut gefallen.
Es gab keinen Moment, in dem wir uns irgendwie blamiert oder komisch gefühlt haben. Jede Familie hat nebeneinander her die Stationen abgearbeitet, sich bei Kaffee und Kuchen getroffen oder kurz auf der Wiese draussen gequatscht.

Der ganze Tag hat uns einfach nur gut getan.

Wir haben gelernt, dass Emilian sehr gut mit verbundenen Augen puzzlen kann, während wir ihm die Teile geben und ihn mit unseren Worten leiten.

Wir haben gelernt, dass wir ganz schlecht darin sind, Klötze mithilfe eines Hakens, den wir an vier Schnüren bewegen, aufeinander zu stapeln.

Wir standen zu viert in verschlossenen Boxen und bauten ein Duplo-Gebilde nach, was einer von uns vorgebaut hatte und uns mit Worten beschrieb. Das mag hier im Blog nicht so wirken, aber ich konnte mein Duplo-Dings nicht in diesen Worten beschreiben, die meine Männer verstehen konnten. Überhaupt nicht. Es gibt so viele Möglichkeiten, eine Duplostein-Beschreibung falsch zu verstehen…
Emilian konnte sehr genau beschreiben und über Liams Erklärungen, die aber passten, mussten wir sehr lachen…

Wir bauten zusammen einen Parcour und führten einen von uns, dem die Augen verbunden wurden, mit Worten hindurch.

Es gab einen Lobethron. Die Person, die darauf saß, durfte eine Krone und einen roten Umhang tragen und durfte viel Lob von den anderen Familienmitgliedern empfangen.

Mit langen Greifern sollten wir versuchen, einen Tisch zu decken. Tischdecke, Untersetzer, Teller, Becher, Besteck. Wir hatten viel Spaß!

Es gab einen Wellness-Raum.
Nagellack, Cremes, Massagestühle, leise Musik und Bilderbücher. Ganz toll! Dort wurde Jari auch mal aus der Manduca geholt und bekam sein Fläschchen.

 

Am Ende, als wir uns wieder zur Bühne setzten,  waren alle Familien ein bißchen mehr müde und verschwitzt – aber die Gesichter leuchteten. Die Motto-Lieder klangen voller und lauter – und der FamilienMutMachTag war vorbei!

Wir haben viel zusammen gelacht. Wir hatten hundertprozentig uns als Familie. Die Kinder hatten Mama-Papa-Zeit. Wir haben gespielt, Neues voneinander und miteinander gelernt und zusammen Quatsch gemacht. An jeder Station bekamen wir viele gute Worte, Ermutigung und Wertschätzung von den Mitarbeitern.

Ich hatte vorher keine Ahnung, aber hohe Erwartungen – und ich wurde nicht enttäuscht. Sofort begann ich zu träumen, wie so ein Event in unserer Kirche aussehen könnte und welche Familien ich gern einladen würde.

Ich verspreche euch, dass es eines Tages so weit sein wird!
Und ich hoffe, ihr seid dann dabei!

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Willkommen im Chaos!

Ich habe in einem Ermutigungsbuch für Mütter gelesen, was das Leben leichter macht.
Zum Beispiel: „Sich auf ein Grundmaß von Chaos einstellen und diese Aussicht abenteuerlich und interessant finden.“

Jap. Da bin ich gerade.
Nicht, dass es bisher kein Chaos in meinem Leben gab. Das kann ich nicht behaupten. Aber ein Grundmaß… naja, jetzt ist es wohl soweit.
„Wie ich lernte, das Chaos mit Gottes Augen zu sehen“ heißt das Buch übrigens. Das brauche ich jetzt!

Bevor diese ganze Geschichte mit Jari losging, war mein Leben auch schon unperfekt. Wirklich. Obwohl ich das auf dem Blog und im echten Leben nicht immer an erste Stelle setze.
Wer mich kennt, kennt meinen Grundoptimismus.
Ich suche das Gute und Schöne – und finde es.

Aber jetzt bin ich in einer Zwischenzeit, in der es fast nur um Milch und Pulver und Gramm und Uhrzeit und Wiegen und Füttern und Windel und Stillen geht. Was glaubt ihr, wieviele Tage ich für diesen Eintrag brauchte? Und er hat nichtmal ein einziges Foto. Aber es lohnt sich, bis zum Ende zu lesen!

Das ist grad keine normale Phase. Wir kämpfen um jedes Gramm und alles andere hat nichts mehr zu melden.
Mir geht das sehr auf die Nerven. Jari futtert ohne Ende. Und ich wecke ihn nach Uhrzeit und stille und füttere und noch mehr und noch mehr. Aber das ist nicht normal.
Ich wünsche mir, dass er weiter gesund zunimmt und wir anderen vier wieder einen etwas normaleren Alltag haben können.

Ich weiß nicht, wie ich das ohne meinen Mann schaffen würde!
Er arbeitet von zuhause und stellt mir (und den Kindern) mehrmals am Tag fertiges, warmes! Essen vor die Nase.
Wie auch immer: Wir müssen jetzt da durch und für Jari kämpfen wir.

Für Jari stopfe ich mich mit Essen voll und weine leise meinem straffen Körper hinterher.
Für Jari verzichte ich auf meinen Sport und weine wieder leise.  (Jillian, ich habe dich nicht vergessen!)
Aber: Papa hat Jari eine Flasche gefüttert und ich konnte in die Badewanne! Zum ersten Mal seit hundert Jahren!

***

Bevor diese ganze Geschichte losging, habe ich mal für euch gesammelt, was hier alles so nicht nach Plan läuft. Damit ihr mir das glaubt! Ich brauchte manchmal gar nicht sammeln, sondern konnte tagsüber einfach mitschreiben..

* Nachdem die drei großen Männer eines Morgens in Richtung Schule und Kita verschwunden waren, klingelte die Nachbarin bei mir: „Hier stand eine Schultasche auf dem Gehweg. Das ist doch eure, oder?“

* Liam war vom letzten Friseurbesuch so fasziniert, dass er das kurz darauf selbst mal mit der Schere ausprobierte. An seinen Haaren. Kurz vor dem Kita-Fotografen-Termin.

* Ich habe einer Freundin an einem falschen Tag zum Geburtstag gratuliert. Hallo? Sowas ist mir noch nie passiert. Willkommen, blödes Chaos…

* Zusammen mit den Kindern war ich auf dem Weg zu meiner Oma. Vorher wollte ich noch schnell zwei Päckchen zur Post bringen. Auf dem Parkplatz stellte ich fest, dass ich mein Geld zuhause vergessen hatte. Ich düste nachhause, denn auch mein Führerschein und Ausweis waren im Portmonee. Vor dem Haus schrieb ich meinem Mann, er solle mir mal bitte mein Portmonee nach draussen bringen.
Keine Antwort.
Emilian ging zum Haus und kam zurück: „Ich glaube, Papa hört das Klingeln nicht.“
Ich ging selbst zum Haus und stellte fest, dass ich auch keinen Schlüssel hatte. Geld und Schlüssel lagen also in einer anderen Tasche – und der Mann war nicht da.. Ich konnte dann schnell zu meinen Schwiegereltern fahren, den Schlüssel vom Mann holen, wieder nachhause, meinen Schlüssel holen, den Schlüssel vom Mann in den Briefkasten legen (seinen Briefkastenschlüssel hatte er behalten) und weiter zu meiner Oma fahren…

* Bei uns kippen Becher um. Volle Becher. Mindestens einer in jeder Woche. Und Eier fallen auf den Boden und platzen. Die Kinder unterbrechen mich. Beim Reden und beim Denken. Und beim Schlafen.

* Auf dem Boden liegen Krümel. Und Bonbonpapier. Und Stöcker. Und Steine. Riesige „Schätze“. Und was die Jungs so sammeln…
Ihr glaubt nicht, wie sehr mich das Kinderzimmer aufregt. Dieses auf-Legosteine-treten und nachts über Kinderstühle stolpern kennen wir.

* Ich vergesse Dinge. Oh ja! Innerhalb von Sekunden, das ist gruselig.
Wir steigen ins Auto, ich habe einen tollen Porzellan-Kaffeebecher von Cynthia Barcomi in der Hand. Um alles ins Auto zu packen, stelle ich ihn auf das Dach und dabei denke ich: „Wie krass, wenn ich den jetzt hier stehen lassen würde!“
Das Zeug ist verstaut, wir setzen uns hin und fahren vom Parkplatz, bei der ersten Kurve rumpelt es auf dem Dach, irgendetwas rollt da. Wir sehen uns fragend an. Dann sehr geräuschvolles Einatmen und aus dem Auto springen meinerseits. Auf dem Dach liegt ein Kaffeebecher. Einfach so. Nicht kaputt. Ihr düft euch gern an den Kopf fassen… hab ich auch gemacht.

* Ich vergesse, an den Müll zu denken und jage meinen Mann nachts aus dem Bett, weil die gelben Säcke nicht an der Straße stehen. Ich vergesse die fertige Wäsche in der Maschine. Tagelang. Ich lasse den Kinderwagen (immerhin ohne Aufsatz) nachts draussen im Regen stehen. Ich vergesse, mich bei Freunden und Verwandten für Post oder Geschenke zu bedanken. Ich erzähle meinen Freunden Geschichten, die ich bereits erzählt habe.

* Ich bekam eine Nachricht von einer Freundin. Sie stand auf dem Schulhof und schrieb: „Wer holt heute eigentlich Emilian ab?“
Ich bin ohne Eintrittsticket zum Schwimmbad gefahren und musste auf halbem Weg umdrehen. Ohne meine Erinnerungs-App wäre mein Alltag eine Katastrophe. Und nicht erst seit der Still-Demenz.

* Wir haben Staub auf dem Boden und Flecken auf der Couch. Ich bügele nicht. Nie. Im Garten schießt das Unkraut und Laubhaufen liegen versteckt in irgendwelchen Ecken. Wir kommen zu spät – manchmal. Ich fahre mit blinkender Tankanzeige.

* Meine Kinder machen verrückte Sachen und ich weiß manchmal nicht, ob ich lachen oder weinen soll:
Wir kaufen sechs Saftflaschen, die so in einer Folie eingeschweißt sind. Emilian schnappt sich sein Schnitzmesser, um die Folie zu entfernen und ritzt eine der Flaschen seitlich auf…

Liam weckt mich mit dem Satz: „Mama, kannst du mal kommen? Mir ist Lego ins Klo gefallen.“
Und nachdem er ins Klo gemacht hatte und auch schon ein bißchen Papier hinterher geworfen hatte, suche ich nach einem kleinen, orangen Legostein. Yeah!

* Wir stolpern manchmal durch den Alltag und schaffen es nicht, die Kinder pünktlich ins Bett zu bringen. Manchmal schaffen wir es nicht, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Manchmal muss ich mit Jari auf dem Arm um den Tisch wippen, während die Jungs Abendbrot essen.

* Ich bin unzufrieden mit dem Bücherstapel, der immer höher wird. Ich bin unzufrieden mit meinem after-baby-body. Ich bin unzufrieden, mit allem, was ich liegen lassen muss. Ich bin unzufrieden, dass ich es nicht mehr schaffe, Geburtstagskarten oder Geschenke zu verschenken und dass ich es gerade so für eine WhatsApp-Nachricht um 23:50 Uhr schaffe.

Aber:
Ich kann da, wo ich bin, zufrieden sein.
Ich kann mich in jedem Moment entscheiden, gelassen zu sein.
Ich kann mich über so viele kleine schöne Dinge freuen.

Ihr wisst, dass ich das Buch „Tausend Geschenke“ mag.
Unser Alltag ist voll von tausend schönen Kleinigkeiten. Tausend Momente, die mich lächeln lassen, die Gänsehaut bringen oder mein Herz berühren.

Und ich übe es, auch mit den Kindern, diese Moment zu finden. Jeden Abend am Bett fragen wir: „Was hat dir heute am besten gefallen? Über was hast du dich heute gefreut?“
Meine Kinder lieben Sonnenuntergänge und Blüten und Farben und süße Tiere und gutes Essen und tolle Musik, wie ich. Weil wir uns darauf hinweisen. Weil wir innehalten. Weil wir im Alltag diese Momente sehen und genießen.

Eine glückliche Mutter ist eine bessere Mutter.

Ich hoffe, ihr habt euch auch amüsiert.
Humor und Optimismus halten uns doch am Leben! Ich kann darüber lachen, über vieles.
Und wenn es drunter und drüber geht, dann helfen diese kleinen Dinge, mich wieder zum Wesentlichen zu bringen. Und dann schreibe ich nicht über Schlafmangel und Pickel und Milchflecken oder über Ehekrisen. Sondern dann schreibe ich über Kindersprüche und Frühlingsgefühle und Bruderliebe.

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