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Oatmeal Cookies with Chocolate

Vielleicht erinnert ihr euch an meine Back Challenge… ich erinnere mich auch. haha
Und ich merke, dass ich mich vor so manchen Rezepten drücke und es deswegen offensichtlich nicht weiter geht. Aber ich backe! Und auch nicht immer die Rezepte, die ich immer so backe.

Deswegen habe ich heute ein neues, leckeres, schnelles, fast gesundes Rezept für euch, natürlich von Cynthia Barcomi. Mich hat es erst abgeschreckt, vielleicht wegen der Kirschen? Ich nehme jedenfalls Cranberries und wir alle lieben diese Cookies!

Oatmeal Cookies with Chocolate

140 g Mehl
1/2 TL Natron
1/4 TL Salz

140 g Butter, Zimmertemperatur
100 g Zucker
100 g brauner Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt

100 g kernige Haferflocken
200 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
125 g getrocknete (Sauer-)Kirschen, 20 Minuten in warmem Wasser eingeweicht und abgegossen
100 g Mandelstifte, leicht angeröstet

1.
Ofen auf 175 Grad vorheizen. Backblech mit Backpacker auslegen. Mehl, Natron und Salz in einer mittelgroßen Schüssel mischen. Mit einem elektrischen Mixer in einer zweiten Schüssel Butter, weißen und braunen Zucker verschlagen, bis sie gut vermischt sind. Ei und Vanilleextrakt untermischen. Die Mehlmischung hineinschlagen. Haferflocken, Schokoladenstückchen, Sauerkirschen und Mandeln dazugeben und kurz untermischen.

2.
Gehäufte Esslöffel Teig in 3 cm Abstand aufs Backblech setzen. Cookies backen, bis sie goldfarben sind. (10-12 Minuten)

3.
Auf dem Backblech abkühlen lassen.

 

Und das war’s!
Guten Appetit!

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Rückblick und Vorschau

Ich hatte so einen tollen Geburtstag!!!
Voll und laut und lang – und ich im Mittelpunkt. haha
So muss es sein!

Meine neue Lieblingsart zu Feiern ist: Ich lade Freunde ein, den Tag über vorbeizukommen. Fertig.
Jeder kommt, wenn er kann.
Der Tag ist gut gefüllt.
Es gibt nicht ein Anfang und ein Ende, sondern vielleicht sogar kleine Pausen zwischendurch. Vielleicht.

Weil wir meinen 30. Geburtstag mit unserem Zurückkommen im letzten Jahr so groß gefeiert haben und über den Tag verteilt 70 Menschen bei uns vorbeikamen, habe ich in diesem Jahr versucht, nicht alle meine Freunde einzuladen. Und wir waren ja dann auch nur 40…

Die ersten kamen zum Frühstück und die letzten gingen nach einem Glas Wein, als der 4. April eigentlich schon vorbei war. Ich liebe es!

Ich liebe es, dass „nur ein paar Leute einladen“ so eine große Freundesschar bedeutet.
Ich liebe es, wenn die Freunde kommen und gehen und sich auch untereinander sehr gut verstehen, während wir rumwuseln.
Ich liebe es, dass unser Haus ein Ort ist, wo gespielt, gelacht, geredet und gefeiert wird.
Ich liebe es, dass ich mit vielen Freunden tiefe Beziehungen habe, auch wenn wir uns nicht ganz so oft sehen.

Processed with MOLDIV

Danke für die vielen Blumen.
Danke für die Gutscheine im Wert von über 100 Euro!
Danke für die Lieblingsschokolade!
Danke für die Pentatonix Tickets! (aaaaaaahh)
Danke für die Karten mit euren lieben Grüßen.
Danke für das Ausmalbuch, mit dem ich jetzt voll im Trend bin.
Danke für die selbstgemachten Schätze.
Danke für die neuen schönen Blumen im Beet.

Ich habe gestern Vormittag erst die Geschenke in Ruhe angeguckt und gestern Abend die Böden sauber gemacht. Für heute habe ich mir vorgenommen, alle Emails und Nachrichten zu beantworten. Die Blumen strahlen noch auf dem Wohnzimmertisch und die Essensreste…. ach ja, es gab ja gar keine Reste.

Ich habe mir aus irgendeinem Grund in den Kopf gesetzt, an meinem Geburtstag zum ersten Mal einen Käsekuchen zu backen. Also einen American Cheesecake!
Seit bestimmt 6 Jahren habe ich das erste Backbuch von Cynthia Barcomi… und ich habe es, weil eine Freundin uns einen Cheesecake gebacken hat, den wir seit dem nicht mehr vergessen haben.
Aus Respekt habe ich den Cheesecake dann erfolgreich vor mir her geschoben… bis jetzt.

Während die ersten Gäste eine wunderbare selbstgemachte Pizza Calzone frisch vom Grill von meinem Mann serviert bekamen, schlug ich also mal wieder das Backbuch auf und fing an.

Obwohl mir schnell wieder sehr deutlich wurde, warum ich dieses Rezept so lange verdrängt hatte, klappte das Backen des Bodens sehr gut. Für die Füllung fehlte ein bißchen Frischkäse, was schnell vom Laden um die Ecke besorgt wurde.

In meiner wachsenden Genervtheit habe ich das auf zwei Seiten aufgeschriebene Rezept nicht so ganz sorgfältig bis zum Ende gelesen. Nun war es schon so 15:00 Uhr und nun stand da irgendwas von „60 Minuten backen“ und dann „60 Minuten kühlen“ und dann „4 Stunden in den Kühlschrank“…
Das weiß doch jeder, denkt ihr jetzt vielleicht.
Naja, jeder.. außer Marit.

Wir zauberten Schoko-Muffins, Joghurt und Eistorte auf den Tisch und den Gästen ging es gut.
Die Vorfreude stieg und ich war mir aber sicher, dass ich diese Cheesecake-Rezepte von nun an besser wieder in Ruhe lassen würde.

Als der Kuchen warm und weich und duftend aus dem Ofen kam, beschlossen wir, die letzten 5 Stunden Kühlung sein zu lassen und den Kuchen einfach ohne die heißen Kirschen und noch warm und wackelig zu servieren …
Ich sagte ja schon, dass es keine Reste gab.
Es war sehr, sehr, sehr lecker und mein Mann sagte: „Den hast du nicht zum letzten Mal gemacht…“

Sehr spät am Abend fiel mir dann ein, dass ich meinen Kollegen im Büro für die Dienstbesprechung am nächsten Tag Kuchen versprochen hatte… Ich fiel gegen 1:00 Uhr ins Bett und überlegte und überlegte.
Mein Stolz sagte: „Wir kaufen doch keinen Kuchen!“
Meine Augenringe sagten: “ Aber wir müssen schlaaaafen…“

Ich entschied mich aber dazu, vor der Arbeit kurz beim Bäcker anzuhalten und .. naja, vielleicht Erdbeertorte zu kaufen. Als der Wecker dann um 6:40 Uhr klingelte und ich überraschend wach und fit war, schlich ich in die Küche und machte schnell 12 Schoko-Muffins. Viel zu früh Pünktlich und mit noch warmen Muffins auf dem Fahrrad kam ich im Büro an und hatte vorher auch die Kinder in den Kindergarten gebracht. Manchmal wundere ich mich selbst über mich…

Weil ich von diesem Cheesecake dann so überrascht war und weil es keine un-ausprobierten Cynthia Barcomi-Rezepte geben sollte und weil ich Emilian auch oft sage: „Die Angst vor etwas lässt dich manchmal auch ganz Schönes verpassen!“ habe ich mir was vorgenommen:

Ich möchte jedes Rezept aus meinen Cynthia Barcomi Büchern mindestens einmal probiert haben!

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Ich habe drei Backbücher von ihr (die anderen beiden stehen auf meiner Wunschliste) und in dem ersten Backbuch habe ich jetzt mal 60 Rezepte gezählt – ohne Variationen.

Es gibt viele Rezepte von Cynthia, die ich schon mehr als einmal gebacken habe. Dazu gehören die Pancakes, die Cookies, Coffee Cake, Lemon Bars, Blaubeer Muffins, Bagels, Pizza und so weiter.

Aber es gibt eben auch viele, an die ich mich noch nicht gewagt habe – und ich wette, sie sind lecker!
Wenn mich jemand nach guten Rezepten oder Ideen fragt, dann möchte ich auch ordentlich antworten können.

Ihr könnt euch gern als Tester anmelden, mich an meine Challenge erinnern, euch zum Kaffee einladen oder vielleicht sogar Kuchen in Auftrag geben – irgendjemand muss das Zeug ja auch essen.

Ich bin sehr gespannt!

Bis mir dann in der Mitte des Buches die Käsekuchen begegnen, werde ich wohl jede Menge Mut und Erfolge brauchen… Los geht’s erstmal mit French Toast, Scones und Zimtschnecken im ersten Buch. (In die Zimtschnecken kommt Kartoffelpüree??)
Das kriege ich hin, oder?

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Szenen aus unserem Alltag

Es gibt Zeiten, da passt dieser Titel einfach ganz gut.

* Nach dieser letzten krassen Woche kamen mir die vergangenen Tage sehr ruhig vor. Am Dienstag, als dann alles vorbei war, hat mein Mann mich zum Frühstück ausgeführt, nachdem die Kinder im Kindergarten abgegeben waren. Und danach hab ich mich einfach auf unsere Couch gelegt und hab geschlafen, vor 12:00 mittags. Was sein muss, muss sein.

 

* Die kleine Feier am Mittwoch Nachmittag mit den beiden Cousinen + Cousin war schön und ein Witz im Vergleich zu den Tagen davor. Ich brachte Reste der Götterspeise und einen Apfelkuchen mit und die Kinder aßen, tobten im Keller, aßen und tobten im Keller. Sie bekamen  tolle Geschenke und waren glückliche Jungs.

 

* Die Übergabe im Kindergarten war in letzter Zeit nicht so einfach für Emilian. Es gibt keinen richtigen Grund dafür.. er sagt, er möchte gern, dass ich bei ihm in der Kita bleibe und er sagt, die Kita sei ihm zu langweilig. Das kann bei einem fast-Schulkind auch tatsächlich stimmen. Wir nahmen uns also Zeit und machten die Abschiede so angenehm wie möglich. Am Montag und am Mittwoch blieb Emilian zuhause, weil seine Gruppe geschlossen oder aufgeteilt wurde, und die Zeit allein zuhause und allein mit uns tat ihm sehr gut. Gerade die großen Kinder haben eher weniger alleine-Zeit mit Mama oder Papa. An der Sache mit dem vollen Liebestank ist echt was dran. Der Abschied am Donnerstag Morgen klappte perfekt und die freie Zeit genießen wir alle jetzt sowieso.

 

* Zum ersten Mal war ich zusammen mit meinen Jungs in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Zusammen mit einer anderen Kirche ist unsere Kirche Mavuno Berlin sozusagen Initiator einer wöchentlich stattfindenden „Teestube“. Und weil das eben ein lockeres Treffen am Nachmittag ist, habe ich die Kinder einfach mal mitgenommen. Zusammen mit einer Freundin sind wir mit den Fahrrädern dorthin gefahren.
In einem Hinterhof, auf dem ein paar Männer rauchten und Kinder spielten, stellten wir unsere Räder ab. Bunte Zettel mit der Aufschrift „Teestube“ zeigten uns, wohin wir gehen mussten und es erwartete uns ein kleiner Raum voller Menschen. Sofort wurden wir lächelnd begrüßt, wir bekamen Tee und Kaffee und leckere Kuchenspenden eines Bäckers aus der Umgebung.
Um in Ruhe anzukommen und weil an allen Tischen lebhafte Gespräche stattfanden, setzten wir uns an einen freien Tisch. Die Kinder aßen ihren Pfannkuchen, ich trank meinen Kaffee und wir beobachteten die Menschen um uns herum. Junge Mütter mit Babys saßen an dem einen Tisch, junge Männer an dem anderen. In einer Couch-Ecke spielte man irgendein Spiel.
Ich ermutigte meine schüchternen Kinder, draußen nach anderen Kindern zu suchen.. aber zuerst sahen sie zu, was an dem Tisch gespielt wurde.
Wir setzten uns dazu und spielten eine Weile „Schokoladen-Osterhasen schießen“ mit.

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Später gingen wir doch zusammen raus und entdeckten einen Spielplatz. Es war kühl draußen und nur zwei Mädchen kamen mit uns mit. Freundinnen von uns spielten mit ihnen Fangen und ich ließ meine Jungs erstmal allein auf der Rutsche und der Schaukel spielen. Sie sollten sich in Ruhe an die Umgebung gewöhnen, dann würden sie sicher irgendwann selbst ihre ersten Kontakte knüpfen.

Ich war lange nicht mehr mit Flüchtlingsfamilien zusammen und mir fiel auf, wie gut viele von ihnen inzwischen deutsch sprechen konnten. Die Kinder gingen wahrscheinlich zur Schule und sprachen fast fehlerfrei. Und genau das würde es Emilian und Liam dann auch leichter machen.

Sie schossen einen Ball hin und her und später kamen ein paar größere Jungs dazu. Sie waren mit dem Fahrrad zu einem anderen Spielplatz unterwegs gewesen und kamen nun nach und nach nachhause. Fasziniert sahen sie meinen Kindern zu und versuchten, sie zu verstehen. Sie luden uns ein, morgen wiederzukommen. Ein Gespräch war so gut möglich, weil wir in einer Sprache reden konnten!

Zuhause erzählten die Kinder Papa, sie hätten jetzt neue Freunde. Das war es, was sie von diesem Nachmittag mitgenommen haben. Kein „Warum hatten die Kinder FlipFlops an?“, kein „Wohnen die alle da?“ oder so. Sondern: Wir haben neue Freunde!

 

* Die ersten Tage im Hochbett waren neu und ungewohnt für die Jungs. Liam kam, mal mit, mal ohne Decke zu uns getappelt, weil sein Bett ihm zu lang sei.
Emilian schmiß jeden Abend die neue Decke über Board, weil sie seine Büchersammlung im Bett verdeckte… Als wir dann wieder jeden Morgen zu viert im Bett aufwachten, mit kleinen Füßen an der Schulter und einem Popo im Genick, gab es eine Familienbesprechung.
Emilian sagte, er käme zu uns, weil sein Zimmer in der Nacht zu dunkel sei. Gut, wir ließen also das Rollo zur Probe mal oben.
Für Liam reichte es schon, dass wir sagten, dass in seinem Bett viel, viel mehr Platz für ihn sei, als bei uns.

In den letzten zwei Nächten blieb jeder die ganze Nacht in seinem Bett und keine Decke flog durch die Gegend. Heute habe ich heimlich die alten Decken zum Waschen geklaut und Liam sagte dann, er wollte die alte, blaue Decke nie wieder sehen! So schnell wird er groß.
Heute konnten sie es zum ersten Mal so richtig genießen, sich bis zum Hals einzukuscheln und trotzdem immernoch warme Füße zu haben.

 

* Heute war ein sehr ruhiger Tag für uns. Der Mann kochte vor dem Frühstück eine Hühner-Nudel-Suppe und verschwand dann für den Rest des Tages im Bett. Eigentlich hätten wir ins Legoland gehen können, weil wir alle vier nämlich jetzt stolze Besitzer einer Jahreskarte sind!!! Aber es regnete und wir räumten die Geburtstagstische ab, hörten Hörspiele ohne Ende und wuselten hier und da. Ich schaffte zwei Ladungen Wäsche und richtete den Kindern am Gästezimmer-Schreibtisch eine Kreativ-Ecke ein, weil wir unzählige Mal-/Sticker- und Vorschulhefte besitzen. Und so ein leerer Schreibtisch macht ja eigentlich schon von ganz alleine kreativ…

 

* Durch den Bibel-Kalender, den wir jeden Abend lesen, (den ich als Kind schon hatte) und dessen Lernverse Emilian vorbildlichst seit Anfang des Jahres kennt, werden die Kinder einfach so mit in die Zeit genommen, die wir Christen jetzt begehen. So kindgerecht, wie man die Ostergeschichte eben machen kann, bewegt und beschäftigt sie die Jungs doch sehr.
Ich kann mich sehr gut an eine Phase mit Emilian erinnern, in der er große Angst vor dem Sterben hatte und immer wieder mit Tränen in den Augen gefragt hat, ob wir vor ihm sterben. Da war er so dreieinhalb und mich hat das alles ganz schön aufgewühlt.
Vorgestern stellte Liam ähnliche Fragen. Etwas sicherer, aber doch mit zitternder Stimme. Und ich weiß jetzt, dass es eine Phase ist, die dazu gehört und kann die Fragen beruhigend beantworten.
„Wie fühlt sich denn tot sein an?“, fragte Liam.
Na, da konnte ich ihm ganz einfach sagen, dass ich das ja noch nicht weiß. Ich glaube daran, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und schwärmte den Jungs ein bißchen von diesem Leben vor.
Und beim Beten war Liam wieder gefasster und betete: „Danke Gott, dass wir nicht mehr beten müssen, wenn wir bei dir sind. Nur die anderen, die noch nicht da sind.“
Diese kleinen Köpfe und diese großen Gedanken…
Am Sonntag werden wir Ostern feiern!

 

* Morgen werde ich Cake Pops und den weltbesten Apfelkuchen für das Osterfrühstück in der Kirche backen. Obwohl wir sehr früh da sein müssen und die Zeit morgen vorgestellt wird, überlege ich ja, ihn Sonntag früh erst zu backen, weil er frisch einfach. nur. gut. schmeckt.
Wir werden zum Osterfeuer gehen und die zweistelligen Temperaturzahlen sehr genießen. Heute habe ich die Schuhe und Jacken für die wärmeren Monate vom Dachboden geholt…

 

Ich wünsche euch sonnige Ostertage!
Macht eure Familien glücklich, genießt das Lachen eurer Kinder und nehmt die Hoffnung in euch auf, die diese Feiertage versprechen!

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Pack die Badehose ein…

Wir genießen die Kita-Pause sehr!
Wir versuchen, auszuschlafen, wir treffen Freunde, wir schauen uns Familienfilme an, wir essen Eis, wir sind viel im Garten und wir lieben die Sommernächte!!!

Jetzt gerade sind die Kinder mit Oma und den Cousinen auf dem Spielplatz. Und ich versorge ein Vogelbaby, das uns in den Garten gefallen ist. Zwei tote Geschwister mussten wir entsorgen, aber unser Baby ist noch zu fit, um es einfach.. naja, liegenzulassen. Es zappelt und fiept, meine Güte.
Ich kann den allgemeinen Zustand schwer einschätzen, ich hab keine Ahnung, was für ein Vogel das ist und gehe nicht davon aus, dass es bei uns einen Namen bekommen und fliegen lernen wird… Aber solange es fiept und den Schnabel aufsperrt, werde ich mich wie eine Mutter darum kümmern. Ich habe Wasser mit Traubenzucker vermischt und eben hat es zwei dicke grüne Fliegen und einen Regenwurm verschlungen..
Mein Mann, der nicht so begeistert war, aber der mich gut kennt, ging auf Fliegenjagd. Emilian fand zwei Regenwürmer und Liam, der das Baby am liebsten sofort in den Arm nehmen und nie mehr loslassen würde, redet ihm eben gut zu. „Die Mama beschtimmt geschtorbn odaa?“
Ich finde irgendwie, zum Thema „Ja“ sagen und Sommer und so… so ein Vogelbaby aufziehen (oder es versuchen), dass muss man als Familie doch auch mal gemacht haben, oder?
Wir werden sehen.

Was ich euch eigentlich erzählen wollte:
Ich war gestern zum ersten Mal im Strandbad Wannsee!

Wenn wir früher (oder immernoch heute) als Kinder mit unseren Eltern draussen unterwegs waren und an einem See vorbeikamen, dann sind wir schwimmen gegangen. Wir hatten schon Badezeug dabei, meistens, und wir sind auch nicht in jeden Tümpel gesprungen, meistens. Aber von wegen Eintritt bezahlen, um in einen See zu gehen – das kannte ich nicht.

Vom Strandbad Wannsee hatte ich schon einiges gehört. Voller Strand, lange Warteschlangen und so. Dass die Badestellen an und nahe der Havel nicht ganz so sauber sind, wusste ich auch. Die vielen Boote und Schiffe, die vorbei kommen, machen schöne Wellen, aber wie an der Ostsee fühlt man sich noch lange nicht.

Weil Ferien sind, weil das Wetter schön werden sollte und weil wir beide (ohne Männer) nichts vor hatten, verabredete ich mich also mit einer Freundin für 10:00 Uhr am Wannsee.

Von uns aus fuhren wir 20 min. bis dahin. Für einen Ausflug an den See, mit Kindern, ist das eine wunderbare Zeit!
Auch kurz nach zehn an einem Mittwoch mussten wir vor den Kassen in der Schlange stehen. Aber wir bekamen ein Familienticket (2 Erwachsene und 5 Kinder), Liam musste nicht bezahlen und wir mieteten uns sogar noch einen Strandkorb.

Hinter den Kassen, mit Sicht auf das Strandbad und den Wannsee, fühlte ich mich irgendwie sofort wie in eine andere Zeit versetzt, so als würden uns sofort Badekappen und diese riesigen Badeanzüge angezogen werden. Das Strandbad sieht aus, wie es wahrscheinlich immer aussah und es fühlt sich so kultig an!

Dass es in der „Ladenstrasse“ aufblasbare Flugzeuge vom Film „Planes“ zu kaufen gibt und wie viele Menschen eigentlich Tattoos tragen, erinnert mich dann daran, dass es nicht Anfang 1900 ist, denn seit dieser Zeit ungefähr gibt es das Strandbad.

Bis nach 17:00 Uhr verbrachten wir dort eine wunderschöne Zeit. Der Strand ist riesig, voller Menschen, aber gestern war es nicht zu voll. Wir saßen in einem dieser blau-weiß-gestreiften Strandkörbe, spielten mit einem Wasserball von „Nivea“ (wie passend!), aßen Brezeln, Äpfel und Bouletten und fühlten uns so richtig wohl in unserem Berlin.

Die Menschenmassen, die von der S-Bahn oder vom Parkplatz auf ihr Handtuch plumpsen und Punkt 12 nach Pommes und Currywurst anstehen, gehören genauso hierhin wie die regelmäßigen Ansagen der Frau Bademeister, die die Halbstarken bittet, „nich von die Plattfoarm der Wassarutsche zu spring“. (Na gut, das war übertrieben. Sie hat fast hochdeutsch gesprochen…)

Wir haben es genossen!
Es war bewölkt, aber schön warm. Ein paar Sonnenstrahlen haben uns aber doch verbrannt. Das Wasser ist lange sehr flach und für meine Nichtschwimmer-Jungs war das perfekt!

 

 

 

Die Formen für diesen Sand-Saurier lagen vor ein paar Tagen zusammen mit vielen anderen Buddelsachen in einer blauen Karstadt-Tüte in unserem Garten. Wir haben keine Ahnung, wann und wie sie dorthin kam.

Wenn irgendjemand genau diese Buddelsachen vermisst: Hier sind sie gelandet!

Wenn die Tüte so still und heimlich hier ankommen sollte oder eines Nachbars Enkel aus dem Buddel-Alter raus ist: Vielen Dank! Meine Jungs freuen sich!

Der Tag gestern wurde mit italienischer Pasta von Freunden, Prosecco und Kerzenschein abgeschlossen und geht als glücklicher Sommertag in die Familiengeschichte ein!

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Coffe Cake

Heute bin ich mal großzügig und teile ein wunderbares Kuchenrezept mit euch! Diesen Kuchen habe ich heute gebacken, und wenn ihr wüsste, wie das gerochen hat, würdet ihr mir sofort zustimmen. Es ist irgendwie ein stinknormaler Nachmittagskuchen – aber irgendwie auch nicht.

Das Rezept kommt -Überraschung!- aus einem Buch von Cynthia Barcomi. Es geht wirklich schnell. Die Zutaten hat man wirklich eigentlich immer im Haus. Der Kuchen schmeckt frisch und auch nach 1 oder 2 Tagen. Wenn ihr ihn einmal gebacken habt und mit Freunden (oder mit Schlagsahne) gegessen habt, werdet ihr wissen, warum ich es mit euch teile.

Cynthia schreibt dazu:

„Der Name täuscht, Kaffee ist keiner drin. Schmeckt köstlich und ist ganz einfach zu machen. Nächstes Mal, wenn Sie sich mit ein paar Freunden zum Tratschen treffen, backen Sie diesen Kuchen – Sie werden schon sehen, was passiert…“

 

Coffee Cake

Trockene Zutaten

210 g Mehl
4 TL Backpulver
1/4 TL Salz
65 g Zucker

75 g weiche Butter

Flüssige Zutaten

1 Ei, leicht verschlagen
250 ml Milch

Topping

75 g weiche Butter
100 g Zucker
1 TL Zimt
100 g gehackte Pekannüsse oder Walnüsse oder 40 g Mandelblättchen und 50 g Rosinen
1 Prise Salz

 

1
Ofen auf 190 C vorheizen. Eine rechteckige Backform (32 cm x 24 cm) oder eine runde Backform (Durchmesser 26 cm) einfetten und leicht mit Mehl bestäuben.

2
Alle trockenen Zutaten abmessen, in eine Rührschüssel geben und die weiche Butter stückchenweise hinzufügen. Mit den Fingerspitzen ins Mehl einarbeiten.

3
Milch und Ei hinzufügen und unterheben, sodass die Zutaten gerade so verrührt sind.

4
Den Teig in die vorbereitete Backform geben und das Topping, also den Guss, zubereiten.

 

Coffee Cake Topping

1
Alle Zutaten in einer Rührschüssel mit den Fingerspitzen oder mit einem Holzlöffel verrühren.

2
Die Mischung klümpchenweise über dem Kuchen verteilen.

3
25 Minuten backen. Garprobe machen. Abkühlen lassen und dann servieren.

 

Variante mit Preiselbeeren

Den Kuchen wie oben zubereiten und 1 EL abgeriebene unbehandelte Orangenschale zum Teig geben. Eine Handvoll frische Preiselbeeren über den Kuchen streuen und dann das Topping folgen lassen. Backen, wie oben beschrieben.

 

Variante mit Apfel

Den Kuchen wie oben zubereiten und einen in feine Scheiben geschnittenen Apfel auf dem Teig verteilen. Mit Ihrer Lieblingszimtglasur toppen und wie oben backen.

 

Und das war’s!
Guten Appetit!

Wenn ich euch doch nur den Duft posten könnte…

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