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Leben mit Kindern

In den letzten zwei Wochen gab es auf Instagram eine Aufgabe, der sich tausende Mütter gemeinsam gewidmet haben.
Es ging darum, an 15 Tagen hintereinander Fotos aus dem Leben mit Kindern zu zeigen und sich so einander vorzustellen. Vorgegeben war für jeden Tag ein Stichwort.

Ich hab erstmal angefangen, weil ich zufällig an Tag 1 den Start mitbekommen habe. Und dann habe ich einfach mitgemacht.. ich meine, im Leben mit Kindern mangelt es wirklich nicht an Ideen und Motiven.

Am Ende war ich so begeistert.
Es gab echt sehr kreative Familien und Fotos.

Ich möchte euch heute meine 15 Fotos mit dem jeweiligen Stichwort mal zeigen. Für die Insta-Welt bin ich ziemlich neu – euch treuen Lesern wird einiges bekannt vorkommen.

1. #ich

Hier bin ich.
Marit, 32 Jahre alt.
Von ganzem Herzen Ehefrau.
Von ganzem Herzen Berlin.
Von ganzem Herzen Mama.
* 2009
2010
2012
* 2016
2017
Der Alltag mit Schulkind, Kindergartenkind und Baby bringt mich manchmal an meine Grenzen. Aber wenn die Sonne scheint und ich Kaffee habe, geht es mir gut. Liebe und Humor sind in unserer Familie ganz wichtig. Eine glückliche Mama ist eine bessere Mama!

 

2. #wearefamily

Papa, Mama, drei Söhne.
Wir sind Familie.
Wir verbringen viel Zeit zusammen.
Im Garten, beim Spazieren spielen wir PokemonGo, wir fahren an den Schlachtensee, wir gehen in den Gottesdienst, wir essen jeden Samstag Pancakes zum Frühstück. Das ist eine Tradition, die wir von unserem Auslandsaufenthalt mitgebracht haben.
Familie sein bedeutet, Zeit haben, zuhören, lachen, Rücksicht nehmen. Uns ist wichtig, gastfreundlich, dankbar und zufrieden zu sein. Das sind wir.

 

3. #ohnegehtsnicht

Zuerst wollte ich schreiben: Ohne Jesus geht es nicht.
Das erschien mir aber zu einfach. Und ich hab überlegt, ohne was es bei uns nicht geht. Natürlich gehört Kaffee dazu. Und Sonne. Jaja, Sommer 2017: Höre zu!
Ohne Kinderbücher geht es nicht. Ohne Geschwister geht es nicht. Ohne Ohrringe kann ich nicht aus dem Haus. Kaum ohne Nagellack. Und mein Staubsauger, niemals ohne!
Seit 2014 – erst durch einen Auslandsaufenthalt, dann selbst gewählt – versuchen wir, mit weniger auszukommen, Weniger Geld, weniger Shoppen, weniger Überfluss. Wir sind überrascht, wie gut das klappt. Wie gesegnet wir sind.
Und da sind wir dann doch wieder beim Thema. Jesus. Ohne geht es nicht.
Ohne Jesus würde ich durchdrehen in dieser verrückten Welt. Ohne Jesus würde ich mich nicht trauen, so lange auf ordentliches Geld zu verzichten. Ohne Jesus würde ich an den Aufgaben im Alltag verzweifeln. Ohne Jesus hätte ich so oft Angst um meine Familie, meine Kinder, unsere Gesundheit.
Also, es stimmt. Ohne Jesus geht es nicht.

 

4. #kinderkunst

Tja, was soll ich dazu sagen?
Malen können alle!

 

5. #spielzeit

Auch wenn meine Kinder gern mal Pokemon oder Ninjago spielen (Ich kann ja da nicht so viel mit anfangen.. Jungskram), liebe ich es, dass sie genau so gern einfach draussen sind. Stundenlang. Mit Freunden. Als Brüder. Mit oder ohne Ball. Phantasie kennt keine Grenzen.

 

6. #unterwegs

Die beiden Großen verbringen das Wochenende bei Oma und Opa. So waren wir zwei Verliebte heute unterwegs zum Frühstück. Nur mit dem Baby.
Ich bin viel und gern mit den Kindern unterwegs. Immer mit dabei sind Kinderwagen und Flipflops. Immer.

 

7. #leckerschmecker

Wie ihr wisst, sind unsere Kinder noch immer bei Oma und Opa.
Wir waren heute auf eine Party eingeladen. Es gab Eis mit frischen Cookie-Krümeln – und ich dachte: Das ist der perfekte Beitrag für heute. Doch dann… kam das Spanferkel!

 

8. #ordnung

Ich hab echt lange heute nach einem guten Motiv gesucht.. oh man. Wir schleppen uns mit letzter Kraft durch die letzten Schultage vor den Sommerferien und Ordnung ist hier grad echt nicht so.
Und da ich hier allein in einem Männerhaushalt lebe, habe ich mir gedacht, ich zeige einfach meine kleine rosa Ordnung.
Das sind nämlich meine Ohrringe an einer selbstgemachten Wand aus Styropor. Ich finde die seit Jahren so toll. Meine kleine Ordnung.

 

9. #kinderbuch

Jep. Mein Thema. Darüber könnte ich ja schreiben.
Ich hatte natürlich auch vor, die Kinder nach ihren Lieblingsbüchern zu fragen, ….aaaaaber ihr glaubt ja nicht, was hier vor den Ferien so los ist.
Der eine Sohn hat plötzlich drei Schnecken zum Haustier und weint bittere Tränen, weil sie nicht in seinem Zimmer schlafen dürfen.
Der nächste Sohn packt feierlich seine Schultasche aus, holt das interessanteste Jungszeug hervor, das da wahrscheinlich das ganze Jahr drin lag und will am liebsten alle Schulhefte auf der Stelle beenden.
Nebenbei Wasserschlacht im Garten, beide Jungs bekamen einen neuen Haarschnitt und der ganz normale Alltag eben.
Aber: Wir lieben Kinderbücher über alles.

 

10. #bunt

Schulschluss.
Sommerferien in Berlin.
Unser Sommer wird bunt!
Und bevor wir die Schultasche für sechs Wochen in die Ecke pfeffern, wird die Federtasche neu gefüllt.
Hausaufgaben werden natürlich trotzdem ein bißchen gemacht.

 

11. #lieblingsplatz

Unsere Terrasse ist unser aller Lieblingsplatz. Wir spielen mit Wasser, wir chillen im Garten, wir bewundern Tomatenpflanze und unsere Bohnen. Wir sitzen dort in der Morgensonne und im Abendhimmel. Wir machen dort Hausaufgaben und trinken Wein mit Freunden.

 

12. #eiseisbaby

Man kann es nicht sehen, aber er hat eine Eiswaffel in der Hand.
Und er ist heute 6 Monate alt!

 

13. #kinderzimmer

Wir waren auf einer wun.der.schö.nen Gartenparty und fast nur draussen. Deswegen kommt das Kinderzimmer-Foto heute von Klaus Heymach, Familienfotografie Berlin.
Bei einer Familienreportage ist das Foto vom fliegenden Sohn entstanden.
Das Kinderzimmer ist fast nie aufgeräumt, aber es ist Bruderschloß, Rückzugsort, Räuberhöhle, Probenraum und Kuschelecke.

 

14. #selbstgemacht

Sowohl die Püppchen, als auch das Kissen und der Stubenwagen-Umhang sind selbstgemacht. Die Kleider der Püppchen waren Reste einer Patchwork-Decke, die Emilian von meiner Mama zur Geburt bekommen hat. Mit ein bißchen Faden und Wolle hat meine Schwester kleine Figürchen daraus gemacht.
Ein Mobile für alle meine Babys.

 

15. #liebeliebeliebe

Ich LIEBE dieses Foto!
Zum 10. Hochzeitstag im Juni haben wir ein Familien-Fotoshooting gemacht. Das ist ein Foto davon.
Wir lieben uns. Immernoch! Sehr!

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12 von 12 im Juli

Es ist Juli.
Meine Güte.. seit Mo-na-ten warte ich auf den Sommer, und jetzt…
Egal. Lassen wir das.

Es ist Juli.
Und das war unser 12. Juli 2017:

1. Liam kann es jeden Morgen kaum erwarten, Jari zu begrüßen, nach dem er ihn die ganze Nacht nicht gesehen hat. Jeden Morgen.

 

2. Ich bringe einer Freundin, die gerade ein Baby bekommen hat, Mittag und frische Blumen.
Bis jetzt dachte ich übrigens, Jari wäre mein kleines, neugeborenes Baby… Ähm, ist er nicht.

 

3. Ich sehe mir kurz die Videos der „neuen“ Kelly Family an. Haaaach. Die Musik haut mich jetzt noch nicht unbedingt so vom Hocker… aber diese Menschen singen zu hören und zu sehen, macht schon was mit mir. Diese Phase gehörte fest zu meiner Jugend.

 

4. Im Kindergarten gibt es eine neue Magnetwand, an die Kunstwerke der Kinder gehängt werden. Ich find’s toll und Liam ist stolz!

 

5. Ich entscheide mich dafür, die Kinder zu Fuß abzuholen. Es endet wieder damit, dass wir alle nass werden. Noch nie war ich so oft im Regen unterwegs. Ich mag es nicht, aber es ist warm und wir machen das Beste daraus! Ich habe rosa Gummistiefel und einen rosa Schirm (der auf dem Foto ist von meinem Mann) – und Emilian geht mal wieder barfuß nachhause.

 

6. Weil Jari im Kinderwagen auch ein bißchen nass geworden ist, baden wir ihn schnell.
Wir kommen auf 
DIE BESTE IDEE überhaupt und legen ihn in die Wanne – in warmes, nur zentimeterhohes Wasser. Er strampelt vergnügt, saugt an seinem Zeh und wird warm und sauber. Natürlich haben wir ihn nicht aus den Augen gelassen und aufgepasst, dass er sich nicht auf den Bauch dreht. Diese Badezeit macht ihm sehr viel Spaß und ist unkompliziert und rückenfreundlich für uns.

 

7. Bei Instagram gibt es gerade eine „Leben mit Kind“-Reihe, zu der Eltern täglich Fotos zeigen.
Heute hieß das Thema: „Ohne geht’s nicht“.
Ich schreibe über unseren Glauben, ohne den es in unserer Familie nicht geht.

 

8. Darauf habe ich mich schon so lange gefreut: Unsere Sommer-Liste!

 

9. Wir beenden zusammen einen Film, den wir sehr mögen.

 

10. Am Abend treffe ich mich mit Freundinnen und laufe – durch den Regen.

 

11. Emilians Rucksack wird vorbereitet. Er macht morgen mit seiner Klasse einen Abschluss-Ausflug.

 

12. Und jetzt wartet noch ein abendliches Ritual auf mich. Gute Nacht!

Caro sammelt alle „12 von 12“ Blogs und da bin ich heute glatt die Nummer 160!

(Beitrag enthält Affiliate-Links.)

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Ein Erlebnis und ein Bekenntnis

Wir waren zu einer Geburtstagsfeier eingeladen!
Im Prenzlauer Berg, an der Schönhauser Allee, gibt es ein kleines süßes Café.
Und dort gab es eine Feier zum 30. Geburtstag von…

FlikFlak

 

 

 

 

Quelle: www.flikflak.com

Wer von euch kennt das???

Ich muss ehrlich sagen, dass ich vor dieser Einladung noch nie von flikflak gehört habe. Wahrscheinlich bin ich zu jung… oder es liegt eben daran, dass ich aus dem Osten komme. Und wir hatten ja nichts…

Gibt es hier Leser, die sagen: „Jaa! Meine erste Kinder-Uhr kam von flikflak!“ ?

Seit 30 Jahren gibt es nämlich diese Uhren aus der Schweiz. Und die sind nicht nur wasserdicht, stossfest, maschinenwaschbar und hautfreundlich – sondern auch echt süß und kinderfreundlich.

Schaut euch auf der Seite mal ein bißchen um!

Ihr werdet viele Informationen, kleine Filme und den Hinweis zu einer tollen „Wir lernen die Uhr“-App finden!
Ich habe die App schon aufs Handy und iPad geladen und werde sie meinem Großen sofort zeigen, wenn er aus der Schule kommt! Am Ende der 1. Klasse fangen sie bereits an, erste Uhrzeiten zu lernen.

***

Im Café Milchbart durften wir nun also Geburtstag feiern!

Es gab die süßesten Kuchen (süß im doppelten Sinn), leckere Limonade und überhaupt fehlte es an nichts! Die Kinder durften basteln, toben und sich schminken lassen. Wir saßen im Hinterhof mitten in Berlin, trafen andere Blogger-Familien und sahen den Kindern beim Spielen zu.

In der Goodie-Bag, die wir zum Abschied bekamen, fanden wir tolle Schätze. Die neue Brotbox wurde heut gleich für die Schule gepackt!

Gegen 18:00 Uhr machten wir uns auf den Weg nachhause.
Wir waren mitten im Prenzlauer Berg und verabredeten uns kurz mit meiner Schwester. Die Sonne schien warm, das Leben tobte in diesem Kiez, den ich so liebe.
An einem Bücherladen konnte ich nicht vorbei gehen und die Jungs durften sich ein Buch aussuchen.

Während wir so vom U-Bahnhof Schönhauser Allee zum U-Bahnhof Eberswalder Str. flanierten und mit der Linie M10 ein paar Stationen fuhren, stellte ich doch schweren Herzens fest: Mit Kindern möchte ich hier nicht wohnen.

Ich entschuldige mich für meine spießbürgerliche Haltung und ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass ich mich einmal auf die Seite der Spießer stellen würde… aber es ist soweit.

Ich liebe den Prenzlauer Berg … und wäre ich allein mit meinem Mann unterwegs gewesen, so wäre ich in jedes kleine Lädchen gegangen. Ich hätte mich in ein vietnamesisches Restaurant gesetzt, ich hätte nebenan einen Cocktail getrunken und hätte mich über die Namen der Geschäfte gefreut, die nirgendwo so kreativ sind, wie hier. Ich hätte Postkarten und Second-Hand-Spielzeug gekauft. Ich hätte mich an die Strasse in die Sonne gestellt und den Straßenmusikern gelauscht. Und ich wäre wahrscheinlich erst gegen 23:00 Uhr schweren Herzens in die S-Bahn Richtung Süden gestiegen. Raus aus der Stadt, in meinen Spießer-Garten…

Meine Kinder sind es gewohnt, frei zu sein und Platz zu haben, auch mal auf der Strasse zu spielen. Im Hinterhof sollte man den Ball nicht ganz so sehr kicken. Im Hausflur sollte man nicht ganz so laut rufen. Und aus dem kleinen Café sollte man nicht auf die Strasse und auf den Fahrradweg stürmen.

Ich weiß, dass wir es der Großzügigkeit unserer Familien zu verdanken haben, dass wir überhaupt aus der Platte in Hohenschönhausen in ein Häuschen im Grünen ziehen konnten.
Ich möchte nicht sagen, dass mir andere Kinder in anderen Bezirken leid tun. Ich möchte niemanden bemitleiden oder verurteilen. Andere Kinder sind cool und welt-offen und kommen mit jedem schnell in Kontakt. Meine Kinder bleiben stehen und staunen, wenn sie eine Person im U-Bahnhof schlafen sehen, wenn sie eine Person ohne Arme im Rollstuhl sitzen sehen, wenn sie eine Person mit rosa/grünen Haaren sehen. Meine Kinder könnten noch nicht in eine Strassenbahn einsteigen und allein ein paar Stationen fahren. Und meine Kinder verpassen Kindercafés und Spielplatzfreundschaften.
Für meinen Coffee to go muss ich schon ein paar Schritte gehen und fancy Sirup gibts nicht dazu. Ich weiß nicht, wo hier in der Nähe so ein kleiner cooler Postkarten-Laden ist und die Restaurant-Auswahl ist klein.
Ich liebe es, dass im Prenzlauer Berg das Leben direkt vor der Haustür stattfindet. Dass man hören kann, welche Musik die Nachbarn gern hören und riechen kann, was in anderen Familien zum Abendessen gekocht wird. Ein Teil von mir liebt dieses Leben.
Ich bin gern hier, ab und zu, auch mit Kindern, ab und zu. Denn das gehört zu mir, zu Berlin. Zu unserer Stadt.

Das „normale Leben“ auf der Schönhauser Allee fand Liam so aufregend und er fragte mich, welche Party hier stattfindet.
Ich war damit beschäftigt, die Kinder bei mir zu halten, zu gucken, wo sie hinfassen und hintreten, Pollern auszuweichen und dabei nicht in ein Fahrrad zu laufen, die Jungs von coolen Sport-Wetten-Geschäften loszureißen. Ich finde es wirklich toll dort – nur eben nicht mit Kindern.

Mir ist schon aufgefallen, wie toll und sicher die Kiez-Kinder Fahrrad fahren und sich sicher durch die Strassenbahnen hangeln. Wie Hinterhöfe von Familien geteilt werden und sowieso: Der Style im Prenzlauer Berg ist einmalig.

Aber ein anderer Teil in mir liebt eben den Stadtrand. Als wir dann, weit weit draußen, aus der S-Bahn ausstiegen, sagte Liam: „Mama! Wie still es hier ist. Fast wie am See!“

Und so träume ich also dem wilden, bunten Leben in Mitte hinterher, der Strassenmusik und der Cockail HappyHour, die ich verpasse, während ich spät am Abend noch die Wäsche in den Garten hänge, ein paar Himbeeren nasche und mit meinem Mann in absoluter Ruhe auf der Terrasse ein Glas Wein trinke. Ich Spießer.

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Hallo Juli!

Ist heute etwa schon der 3. Juli?
Uups, egal.
Wenn man Besuch aus Kalifornien hat, den man über 2 Jahre nicht gesehen hat und auch erstmal nicht wiedersehen wird, dann ist alles andere egal. So ist das nämlich.

Dazu muss ich kurz erzählen:
In letzter Zeit (in Hinblick auf den Besuch) haben wir drei Großen vermehrt von Kalifornien erzählt, Fotos angesehen, Kleidung wiedergefunden..
…und wir haben festgestellt, dass Emilian zwar seinen Akzent verloren hat, aber sich an jede Menge Orte, Personen, Situationen erinnern kann.
Liam.. weiß nichts mehr. Nichts!
Wir haben ihm so viele Fotos gezeigt, Videos.. haach und er hat es uns zuliebe wirklich versucht, sich zu erinnern. Das hab ich ihm angesehen. Aber da war nichts mehr. Mein Herz weint.
Er ist dort drei geworden, er hat dort sprechen gelernt..

Nachdem wir jetzt aber zwei volle Tage mit den Freunden und deren Kindern verbracht haben, der Bildschirmschoner mit über tausend Fotos wieder lief.. da kamen Dinge zurück. Beide Kinder fingen ganz zart und vorsichtig an, wieder englisch zu reden. Liam saß vor den Bildern und in seinem Kopf arbeitete es. Er würde sich erinnern. Wenn wir nur bald wieder dort sein könnten!
Dafür brauchen wir ein Wunder. Oder jede Menge Geld. Oder beides.
Nun stellt euch vor, heute wäre der 1. Juli!

 

Im Juli werde ich…

… Freunde aus Kalifornien wiedersehen.
… mich an unser neues Auto gewöhnen.
(Wir durften meinem Schwiegervater seins abkaufen und haben nun wieder ein Auto. Natürlich waren wir genau während des Jahrhundertregens ohne Auto…

… mit den Kindern zu einer Feier für Blogger gehen.
… Sommerfeste mit Kita, Schule und Freunden feiern.
… aufs Feld zum Himbeeren pflücken gehen. Lecker!
… den MOPS-Jahresabschluss feiern!
… mit Emilian das Ende der 1. Klasse feiern! Yeah!
… Sommerferien genießen!
… in den Zoo und an den See fahren, zum Britzer Garten, Karls Erdbeerhof und anderen Parks gehen.
… Geburtstage feiern.
… Jaris ersten halben Geburtstag feiern!
… ausschlafen.
… lesen.
… in der Sonne sitzen.
… Kuchen backen.
… Himbeeren essen.

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Das Foto-Shooting: Familienreportage

So!
Für euch lange genug angekündigt und für uns eine ganz wertvolle Erinnerung:
Heute geht es um ein besonderes Foto-Shooting.

Anfang Mai bekam ich nämlich eine Email.
Klaus Heymach stellte sich als Fotograf und Papa aus Berlin-Kreuzberg vor und schrieb, dass er gern Familien fotografieren würde.
Und zwar nicht verkrampft und gestellt, in einer Reihe mit verzerrtem Lächeln und weinenden Kindern –  sondern als Reportage: „Vom Zähne putzen am Morgen übers gemeinsame Kochen bis hin zum Vorlesen im Bett.“

Ich liebe Familienfotos von uns!
Und ich hatte sofort die Erinnerung von kalifornischen Stränden im Kopf, an denen Fotografen hocken und zu denen Familien mit sämtlichen Kleider-Kollektionen (natürlich farblich exakt aufeinander abgestimmt) pilgern, um die alljährlichen Familienfotos zu schießen.
Dazu gehören genervte Väter, extrem aufgeregte Mütter und schreiende, popelnde, gähnende Kinder.

Wir haben auch so ein Strand-Shooting gemacht.
Wir haben auch unsere Kleidung aufeinander abgestimmt.
Wir waren auch aufgeregt und haben unsere Söhne angefleht, „nur noch einmal bitte, bitte, bitte in die Kamera zu lächeln“.
Und die Fotos hängen im Flur und sind eine schöne Erinnerung.
Aber ich denke, bei hunderten Familien hängen eben diese schicki-micki-glitzer-Fotos im Flur. Gestellt und ein bißchen nicht ganz echt.

Ich las die Email von Klaus mehrmals, besprach das mit meinem Mann und antwortete dem Fotograf, dass wir interessiert seien.

Etwas später telefonierten wir kurz.
Er erzählte von dieser neuen Mode, der „Familien-Reportage“, die vielleicht schon von Hochzeitstagen bekannt ist. Der Fotograf begleitet das Paar oder die Familie eben mehrere Stunden und fotografiert und fotografiert. Es entstehen Aufnahmen von kleinen und großen Momenten. Von Momenten, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen und an die sich später vielleicht niemand erinnert.

Wir verabredeten uns für Samstag, den 20. Mai, um 9:00 Uhr. Der Tag war bis auf eine Einladung zum Kindergeburtstag für Emilian und Liam komplett frei, was wirklich nicht oft vorkommt.
Aber das war genau richtig.
Der Fotograf sagte, dass genau solche Kleinigkeiten, wie Hausaufgaben machen, ein Spiel spielen, Tisch decken… die Fotos wertvoll machen würden.

Auf seinem Blog schreibt er:
„Was gäbe ich heute dafür, in Fotos alltäglicher Rituale aus meiner Kindheit blättern zu können. Wie sah es bei uns am Frühstückstisch aus, als ich drei war? Welche Sonntagsrituale hatten wir in den 80er Jahren? Es gibt keinen Grund, Fotoalben nur nach dem Urlaub oder den Ferien anzulegen. Der ganz normale Alltag ist es, der es verdient, festgehalten zu werden.“

Als der Samstag näher kam, erzählte ich den Jungs von unserem Plan. Ich versuchte natürlich, am Abend vorher aufzuräumen… So, wie man eben mit drei kleinen Söhnen aufräumen kann. Ich wuselte, so gut es ging – was für die Fotos später völlig unwichtig war, wie ihr nachher sehen werdet.

Mama und Papa waren angezogen und äh, ein bißchen zurecht gemacht, die Kinder lagen noch in ihren Betten, als es am Morgen an der Tür klingelte.
Wir begrüßten Klaus, baten ihn herein und er erzählte kurz von der abenteuerlichen Reise am Samstag Morgen durch Berlin. Ohne viel Aufregung schnappte er sich die Kamera und ließ sich den Weg ins Kinderzimmer zeigen.

Wir hörten es plappern und gackern.
„Guck mal hier, meine Bierdeckel-Sammlung!“
„Kannst du mal ein Foto machen, wie ich vom Hochbett springe?“ – Ganz zutraulich und interessiert begegneten die Jungs dem Fotograf und nahmen ihn sofort mit in ihr Reich. Wir fingen an, unser regelmäßiges Pancake-Frühstück vorzubereiten und auf der Terrasse den Tisch zu decken.

Klaus war immer da und fotografierte – aber weder aufdringlich noch störend. Im Gegenteil, er war fast unsichtbar.
Mal nah bei uns, mal von hinten im Garten oder durchs Fenster.
Er frühstückte mit uns uns wir redeten über ihn und uns – und immer wieder nahm er die Kamera vor die Nase, aber das merkten wir fast gar nicht. Auch der aufgeregte Hype der Kinder legte sich irgendwann und es wurde ganz natürlich.

Ich dachte anfangs darüber nach, zu erklären, warum ich was tue. Natürlich muss ich reden und erklären. Vielleicht lag es daran, dass ich noch sehr unsicher und angreifbar war, was das Thema Stillen/Fläschchen anging.
Aber natürlich war das nicht notwendig.
Natürlich fragte er nicht:
„Hää? Stillst du etwa nicht?“
„Warum betet ihr vor dem Essen?“
„Macht ihr das immer so mit euren Kindern?“

Es war so angenehm, so entspannt und natürlich. Wir waren eigentlich ganz unter uns.
Und genau deswegen sind die Fotos so wunderschön und besonders und eine ganz wichtige Erinnerung für uns.

In dieser wuseligen Zeit.. neu mit drei Söhnen, mit Babynahrungs-Stress, mit Kita- und Schulkind, mit einer riesigen to-do-Liste in Haus + Garten… da standen Fotos, die mehr als kleine Handyfotos sind, nicht gerade an erster Stelle.

Und jetzt haben wir aber genau von dieser aufregenden Zeit Familienfotos!
Und nicht irgendwelche Familienfotos!
Wir haben Schätze, die ein Leben lang halten.

… Liam beißt verträumt in ein Stück Bacon.
… die lachenden Augen der Quatsch-Brüder.
… Jari neben uns, aber immer mittendrin.
… ein Geschwisterstreit.
… die verrückte Kleiderwahl der Jungs.
… Emilian muss aufs Klo, kann aber sein Spiel nicht unterbrechen.
… Liam spielt am Handy.
… ein unaufgeräumtes Kinderzimmer.
… unentspannte Gesichtszüge.
… Kinder, die auf dem Geburtstag durchdrehen.
… Fußball spielen mit Papa.
… Schaukeln mit Mama.

Kein einziges Bild ist gestellt.
Der Fotograf sagte nicht ein einziges Mal „Mach das nochmal!“ oder „Stell dich mal so hin.“
Ausdauernd „verfolgte“ er uns den ganzen Tag.
Zuhause, auf einem neuen Spielplatz, im Auto und beim Kindergeburtstag.

Und nicht mal zwei Wochen später kam die Email: Eure Fotos sind fertig! Ich schaute kurz rein, quietschte vor Glück und wartete dann tapfer, bis wir am Abend zu fünft am großen Bildschirm die Fotos ansahen.
Die Fotos sind nachbearbeitet, aber sehr echt.
So echt, dass ich mir an meinem after-baby-Body eigentlich schon so ein bißchen Photoshop gewünscht hätte, lieber Klaus! 😉

Aber das alles ist unsere Familie am 20. Mai 2017.

Klaus war ungefähr 12 Stunden bei uns. Wir haben aus meiner Sicht einen stink-normalen Tag zusammen verbracht –  aber die Fotos zeigen tausend wertvolle Kleinigkeiten. Diese tausend wertvollen Kleinigkeiten werde ich in einem Fotobuch für uns sammeln.

Ein paar Fotos kann ich euch zeigen! Ich freue mich, dass ihr sie euch ansehen könnt und den Tag mit uns erleben könnt.

Seht euch auch bitte den Blog von Klaus Heymach an.
Lest von seinem interessanten Lebenslauf, von seinen Gedanken und schaut euch seine Reportagen von anderen Familien an.

Und wenn ihr das ausprobieren möchtet, wenn ihr ein ganz besonderes und doch normales Geschenk sucht, wenn eure Familie bereit für eine verrückte, neue Idee ist, wenn ihr für eure Kinder und Enkel den Alltag einer Familie im Jahr 2017 festhalten möchtet – dann meldet euch bei Klaus Heymach!

Für Fragen und Erfahrungsberichte stehe ich euch jederzeit gern zur Verfügung!

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