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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Das Foto-Shooting: Familienreportage

So!
Für euch lange genug angekündigt und für uns eine ganz wertvolle Erinnerung:
Heute geht es um ein besonderes Foto-Shooting.

Anfang Mai bekam ich nämlich eine Email.
Klaus Heymach stellte sich als Fotograf und Papa aus Berlin-Kreuzberg vor und schrieb, dass er gern Familien fotografieren würde.
Und zwar nicht verkrampft und gestellt, in einer Reihe mit verzerrtem Lächeln und weinenden Kindern –  sondern als Reportage: „Vom Zähne putzen am Morgen übers gemeinsame Kochen bis hin zum Vorlesen im Bett.“

Ich liebe Familienfotos von uns!
Und ich hatte sofort die Erinnerung von kalifornischen Stränden im Kopf, an denen Fotografen hocken und zu denen Familien mit sämtlichen Kleider-Kollektionen (natürlich farblich exakt aufeinander abgestimmt) pilgern, um die alljährlichen Familienfotos zu schießen.
Dazu gehören genervte Väter, extrem aufgeregte Mütter und schreiende, popelnde, gähnende Kinder.

Wir haben auch so ein Strand-Shooting gemacht.
Wir haben auch unsere Kleidung aufeinander abgestimmt.
Wir waren auch aufgeregt und haben unsere Söhne angefleht, „nur noch einmal bitte, bitte, bitte in die Kamera zu lächeln“.
Und die Fotos hängen im Flur und sind eine schöne Erinnerung.
Aber ich denke, bei hunderten Familien hängen eben diese schicki-micki-glitzer-Fotos im Flur. Gestellt und ein bißchen nicht ganz echt.

Ich las die Email von Klaus mehrmals, besprach das mit meinem Mann und antwortete dem Fotograf, dass wir interessiert seien.

Etwas später telefonierten wir kurz.
Er erzählte von dieser neuen Mode, der „Familien-Reportage“, die vielleicht schon von Hochzeitstagen bekannt ist. Der Fotograf begleitet das Paar oder die Familie eben mehrere Stunden und fotografiert und fotografiert. Es entstehen Aufnahmen von kleinen und großen Momenten. Von Momenten, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen und an die sich später vielleicht niemand erinnert.

Wir verabredeten uns für Samstag, den 20. Mai, um 9:00 Uhr. Der Tag war bis auf eine Einladung zum Kindergeburtstag für Emilian und Liam komplett frei, was wirklich nicht oft vorkommt.
Aber das war genau richtig.
Der Fotograf sagte, dass genau solche Kleinigkeiten, wie Hausaufgaben machen, ein Spiel spielen, Tisch decken… die Fotos wertvoll machen würden.

Auf seinem Blog schreibt er:
„Was gäbe ich heute dafür, in Fotos alltäglicher Rituale aus meiner Kindheit blättern zu können. Wie sah es bei uns am Frühstückstisch aus, als ich drei war? Welche Sonntagsrituale hatten wir in den 80er Jahren? Es gibt keinen Grund, Fotoalben nur nach dem Urlaub oder den Ferien anzulegen. Der ganz normale Alltag ist es, der es verdient, festgehalten zu werden.“

Als der Samstag näher kam, erzählte ich den Jungs von unserem Plan. Ich versuchte natürlich, am Abend vorher aufzuräumen… So, wie man eben mit drei kleinen Söhnen aufräumen kann. Ich wuselte, so gut es ging – was für die Fotos später völlig unwichtig war, wie ihr nachher sehen werdet.

Mama und Papa waren angezogen und äh, ein bißchen zurecht gemacht, die Kinder lagen noch in ihren Betten, als es am Morgen an der Tür klingelte.
Wir begrüßten Klaus, baten ihn herein und er erzählte kurz von der abenteuerlichen Reise am Samstag Morgen durch Berlin. Ohne viel Aufregung schnappte er sich die Kamera und ließ sich den Weg ins Kinderzimmer zeigen.

Wir hörten es plappern und gackern.
„Guck mal hier, meine Bierdeckel-Sammlung!“
„Kannst du mal ein Foto machen, wie ich vom Hochbett springe?“ – Ganz zutraulich und interessiert begegneten die Jungs dem Fotograf und nahmen ihn sofort mit in ihr Reich. Wir fingen an, unser regelmäßiges Pancake-Frühstück vorzubereiten und auf der Terrasse den Tisch zu decken.

Klaus war immer da und fotografierte – aber weder aufdringlich noch störend. Im Gegenteil, er war fast unsichtbar.
Mal nah bei uns, mal von hinten im Garten oder durchs Fenster.
Er frühstückte mit uns uns wir redeten über ihn und uns – und immer wieder nahm er die Kamera vor die Nase, aber das merkten wir fast gar nicht. Auch der aufgeregte Hype der Kinder legte sich irgendwann und es wurde ganz natürlich.

Ich dachte anfangs darüber nach, zu erklären, warum ich was tue. Natürlich muss ich reden und erklären. Vielleicht lag es daran, dass ich noch sehr unsicher und angreifbar war, was das Thema Stillen/Fläschchen anging.
Aber natürlich war das nicht notwendig.
Natürlich fragte er nicht:
„Hää? Stillst du etwa nicht?“
„Warum betet ihr vor dem Essen?“
„Macht ihr das immer so mit euren Kindern?“

Es war so angenehm, so entspannt und natürlich. Wir waren eigentlich ganz unter uns.
Und genau deswegen sind die Fotos so wunderschön und besonders und eine ganz wichtige Erinnerung für uns.

In dieser wuseligen Zeit.. neu mit drei Söhnen, mit Babynahrungs-Stress, mit Kita- und Schulkind, mit einer riesigen to-do-Liste in Haus + Garten… da standen Fotos, die mehr als kleine Handyfotos sind, nicht gerade an erster Stelle.

Und jetzt haben wir aber genau von dieser aufregenden Zeit Familienfotos!
Und nicht irgendwelche Familienfotos!
Wir haben Schätze, die ein Leben lang halten.

… Liam beißt verträumt in ein Stück Bacon.
… die lachenden Augen der Quatsch-Brüder.
… Jari neben uns, aber immer mittendrin.
… ein Geschwisterstreit.
… die verrückte Kleiderwahl der Jungs.
… Emilian muss aufs Klo, kann aber sein Spiel nicht unterbrechen.
… Liam spielt am Handy.
… ein unaufgeräumtes Kinderzimmer.
… unentspannte Gesichtszüge.
… Kinder, die auf dem Geburtstag durchdrehen.
… Fußball spielen mit Papa.
… Schaukeln mit Mama.

Kein einziges Bild ist gestellt.
Der Fotograf sagte nicht ein einziges Mal „Mach das nochmal!“ oder „Stell dich mal so hin.“
Ausdauernd „verfolgte“ er uns den ganzen Tag.
Zuhause, auf einem neuen Spielplatz, im Auto und beim Kindergeburtstag.

Und nicht mal zwei Wochen später kam die Email: Eure Fotos sind fertig! Ich schaute kurz rein, quietschte vor Glück und wartete dann tapfer, bis wir am Abend zu fünft am großen Bildschirm die Fotos ansahen.
Die Fotos sind nachbearbeitet, aber sehr echt.
So echt, dass ich mir an meinem after-baby-Body eigentlich schon so ein bißchen Photoshop gewünscht hätte, lieber Klaus! ;)

Aber das alles ist unsere Familie am 20. Mai 2017.

Klaus war ungefähr 12 Stunden bei uns. Wir haben aus meiner Sicht einen stink-normalen Tag zusammen verbracht –  aber die Fotos zeigen tausend wertvolle Kleinigkeiten. Diese tausend wertvollen Kleinigkeiten werde ich in einem Fotobuch für uns sammeln.

Ein paar Fotos kann ich euch zeigen! Ich freue mich, dass ihr sie euch ansehen könnt und den Tag mit uns erleben könnt.

Seht euch auch bitte den Blog von Klaus Heymach an.
Lest von seinem interessanten Lebenslauf, von seinen Gedanken und schaut euch seine Reportagen von anderen Familien an.

Und wenn ihr das ausprobieren möchtet, wenn ihr ein ganz besonderes und doch normales Geschenk sucht, wenn eure Familie bereit für eine verrückte, neue Idee ist, wenn ihr für eure Kinder und Enkel den Alltag einer Familie im Jahr 2017 festhalten möchtet – dann meldet euch bei Klaus Heymach!

Für Fragen und Erfahrungsberichte stehe ich euch jederzeit gern zur Verfügung!

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Sommerloch (Pfingstferien)

Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, nehme ich mir irgendwie vor, einen Blog-Eintrag über die letzten Tage zu schreiben… und dann geht es mir aber so, wie Frau Frische Brise, die einfach mal die Ruhe und Routine des Alltags genießt.

Wir hatten eine Woche Pfingstferien, ganz neu für Berlin, und obwohl das Wetter erst am Ende besser wurde, war irgendwie immer was los.

Wer mir auf Instagram (mamasbusiness) folgt, wird ein paar Bilder schon kennen.
Macht aber nix, oder?

Zum Beispiel waren wir an drei Tagen hintereinander in drei verschiedenen Streichelzoos. Mir ist nämlich ein großes Licht aufgegangen, als ich einmal im Britzer Garten beobachtete, mit wie viel Liebe und Hingabe Liam die Ziegen fütterte.
Und wisst ihr was?
Vor 4 oder 5 Jahren wurde Emilian einmal im Streichelzoo sehr von einer neugierigen Ziege erschreckt. Weil er im Kinderwagen saß, kam sie ihm irgendwie genau auf Augenhöhe entgegen. Und als sie dann auch noch alle unsere Reiskekse wegschnappte, war der Spaß vorbei. Und seitdem ist hier nie wieder jemand auf die Idee gekommen, in einen Streichelzoo zu gehen!

Obwohl Liam bei Freunden, die Hunde und Hasen haben, nicht von den Tieren wegzukriegen ist, hab ich nie daran gedacht. Bis jetzt.

Also waren wir im Zoo (und hätten fast David Hasselhoff getroffen!), im Vogelpark Teltow und im Erlebnishof Klaistow.

Der Spargelhof Klaistow ist fast, fast so toll, wie Karls Erdbeerhof in Elstal, ein paar Kilometer weiter weg, besser zu erreichen und scheinbar noch nicht so bekannt. Bei fast 30 Grad, am Freitag, einem Wochenend- und Ferientag, waren wir dort mit nur ein paar anderen Familien und hatten eine wunderbare Zeit!

Die Jungs haben neue Trikots bekommen und sind im Glück. Dass die beiden am allerliebsten sich haben und nicht viel mehr brauchen, ausser vielleicht verrückte Ideen, lautes Gackern und Platz zum Rennen, ist ja nicht neu.
Heute waren sie beide alleine bei meiner Schwägerin im Pool.
Emilian sagt: „Liam, wenn irgendwas passiert.. ich bin da!“

Natürlich streiten sie sich! Sonst wären es nicht Brüder und sonst wäre irgendwas nicht normal.
Aber doch, ich denke, die beiden haben sich am allerliebsten.

Und gestern haben wir Freunde zu einer Party eingeladen bzw. sie gebeten, uns im Garten zu helfen.
Und es war ein sehr schöner Tag!
Wir haben uns um Essen und Getränke gekümmert und haben mit den 6 Freunden, die kamen, sehr viel geschafft.
Mein Vater hat in der Zeit mehrere Radtouren mit den Jungs gemacht, auf der sie tolle Sachen erlebt haben und glücklich zurück kamen.

Es gibt leider keine richtigen Vorher/Nachher-Bilder – aber: Unser Garten ist wunderschön!

Es ist jetzt fast 22.00 Uhr, ich sitze hier auf der Terrasse und ein schwerer Holunderblütenduft liegt in der Luft, dass es fast erdrückend ist.

Wir haben Unkraut gerupft, Hecken geschnitten, die Terrasse und Wege mit dem Kärcher gereinigt, Büsche gepflanzt, Beete vergrößert und meine Mama hat mir ein sehr schönes Steingarten-Beet angelegt.

Die Kinder ernten jeden Tag Erdbeeren und Süßkirschen und wir sehen zu, wie Salatpflanzen, Tomaten und Himbeeren wachsen.

In jedem Jahr beobachten wir, wie durchdacht die Vorbesitzer die Beete bepflanzt haben. Wöchentlich blüht eine andere Pflanze und unser Garten ist grün und bunt und schön. Ich bin sehr glücklich!

Morgen ist der 12. Juni.
Bleibt also dabei, wenn ihr unsere 12 Fotos sehen möchtet.
Und auf jede Fall erzähle ich euch in der Woche von dem schönen Foto-Projekt, das wir machen durften und das ich nun schon eine ganze Weile ankündige. Diese Woche!

Morgen früh geht die Schule auch wieder los.
Noch ein paar Wochen – dann beendet Emilian die 1. Klasse. Unglaublich!

Das jetzt sind die schönsten Monate des Jahres!
Ich freue mich drauf!

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Ein bißchen Alltag und ein bißchen Hochzeitstag

* Jari hat die U4 erfolgreich bestanden. Er hat mit 5700g wieder gut zugenommen und sieht deutlich altersentsprechender aus. Die Ärztin war erstaunt über seine gute Körperspannung in Bauch- und Rückenlage. Manchmal versucht er tatsächlich, sich aus der Rückenlage hochzuziehen. Aber es knattert nur laut in der Windel – hoch kommt er noch nicht.

* Emilian geht es besser. Nachdem die Halsentzündung mit einem Medikament behandelt wurde, das er eigentlich schon kannte, bekam er aber einen ordentlichen Hautausschlag an Händen und Füßen. Wir waren sehr froh, dass Freitag war – und wir nicht mittendrin in einem langen Wochenende waren. Beim Arzt wurden wir vorgelassen, bekamen Allergiemittel und neue Medizin – jetzt ist alles wieder gut.

* Vor einiger Zeit habe ich mal wieder ein neues Belohnungssystem ausprobiert.
Mein Plan ist, die Kinder an alltägliche Aufgaben zu erinnern, ohne mir den Mund fusslig zu reden. Und ich möchte belohnen, wenn sie allein an ihre Aufgaben denken.

Es gibt also nun ein Glas mit Zetteln in der Küche. Auf den Zetteln stehen kleine tolle Belohnungen. Und wenn ein Sohn selbständig an die Aufgabe denkt oder freiwillig mithilft, besonders aufmerksam oder rücksichtsvoll ist, darf ein Zettel gezogen werden.

Sie lieben das sehr und ein paar Belohnungen haben wir schon zusammen eingelöst. Dieses Glas hat eine hohe Anziehungskraft und besonders, wenn sie völlig überraschend einen Zettel ziehen dürfen, ist die Freude groß.

* Wir lieben unseren Garten!
So viele Farben tauchen jedes Jahr zu dieser Zeit auf. Zum ersten Mal blüht eine Pfingstrose in meinem Beet. Wow! Wie konnte ich diese Blume bis jetzt nicht kennen!

* Den Kampf gegen den bösen Buchsbaumzünsler in unserer Hecke haben wir gewonnen – wie es jetzt aussieht. Unsere kleine Hecke grünt und erholt sich. Wir hoffen sehr, dass wir sie behalten können!

* Und der Holunder! Meine Güte!
Der Duft hängt schwer im Garten und gehört für immer zum Juni dazu. Die ersten Geleegläser stehen hier schon rum und gerade entstehen 6 Liter Holunderblütenlikör. Das. ist. so. lecker.

* Wir durften ViO BiO LIMO testen. Diese Marke war uns bis jetzt fremd. Von dem Geschmack der natürlichen Zutaten waren wir sehr positiv überrascht.

* Emilian fängt an, Geschichten zu gemalten Bildern zu schreiben. Kostbare Werke!

 

Und das Beste zum Schluss:

Gestern haben wir unseren 10. Hochzeitstag gefeiert!
Das heißt, wir sind 10 Jahre verheiratet! Könnt ihr euch das vorstellen?

Ich finde, 10 Jahre sind eigentlich noch ein überschaubarer Zeitraum, obwohl es sich so lang anhört.
Was waren wir jung, als wir mit 22 und 23 Jahren geheiratet haben!

Jetzt haben wir drei Kinder und jede Menge besonderer Erinnerungen in unseren Herzen.
Wir haben schöne und schwere Zeiten zusammen überstanden.
Wir haben ein Jahr im Ausland gelebt.
Wir haben verrückte Entscheidungen getroffen und keine einzige bereut.

Als Eltern- und Ehe- und Liebes-Paar haben wir unseren Stärken und Schwächen so langsam raus und wir sind ein gutes Team. Humor und Zeiten zu zweit sind so wichtig im Alltag, obwohl beides nicht von allein kommt.

Wir passen gut zusammen, wie man so sagt. Es läuft einfach. Das haben wir von Anfang an gemerkt. Trotzdem war es sehr wertvoll und bedeutend für mich, als uns der Birkman-Test im letzten Jahr schwarz auf weiß bestätigte, dass wir wirklich gut zusammen passen und uns wunderbar ergänzen.
Ehepaare: Macht diesen Test mal!
Ich bin sehr glücklich, dass wir beide offen für Neues, offen für Veränderungen sind und auch nach 10 Jahren mit solchen Hilfen bereit sind, an unserer Beziehung zu arbeiten.

Mein Mann ist mein bester Freund und niemand kennt mich so, wie er. Den Alltag, Freizeit, Urlaub und Arbeit erlebe ich am liebsten mit ihm und mein Herz ist voller Glück, wenn wir mit unseren drei Schätzen unterwegs sind.

Unser Tag gestern bestand zuerst aus Großeinkäufen, Kinderarzt-Besuch und bespuckten Baby-Klamotten. Aber das ist unser wahrer Alltag eben gerade.
Meine Schwester war mit den beiden großen Jungs unterwegs und wir fuhren mit Jari los. Ein Restaurant- oder Kino-Besuch, ein Wochenende zu zweit oder Wellness-Urlaub passt gerade nicht in unsere Familienzeit.
Also spazierten wir in Sonne und Ruhe in unserer wunderschönen Umgebung am Schlachtensee. So schön war das!
Auf der Seeterasse gab es Weisswurst und Erdbeerbowle. Jari schlief im Kinderwagen und wir hatten nur uns mit Glück und Liebe.
Am Abend hatten wir allerdings noch einen besonderen Termin…

Zum 10. Hochzeitstag habe ich mir nämlich einen großen Wunsch erfüllt!

Schon im letzten Jahr habe ich auf Pinterest eine Foto-Idee gefunden, bei der die Hochzeitsfotos mit Kindern nachgestellt wurden. Und ich wollte das unbedingt!

Bereits im Januar nach Jaris Geburt war mir also klar, dass ich in ein paar Monaten wieder in mein Hochzeitskleid passen musste. Ich fing einigermaßen diszipliniert mit meinem Sport wieder an – das Ziel vor Augen! Doch nach dem dritten Kind veränderte sich mein Körper deutlich langsamer in die gewünschte Richtung.

Vor ein paar Wochen fuhr ich in mein Elternhaus und probierte das Kleid an. Es passte ganz gut, aber der Reißverschluss ging nicht zu. Überhaupt gar nicht.
Egal. Ich wollte diese Fotos und wenn man von vorn fotografieren würde, würde man ja den blöden Reissverschluss nicht sehen…

Gestern Abend kam also ein Freund, der die Fotos machen würde.
Mein Mann war von dieser Idee lange nicht überzeugt, aber nach und nach stimmte er zu. Erst gestern probierte auch er also seinen Anzug an – und es passte!

Ich zog meine Hochzeitsschuhe an und suchte meine Hochzeitsohrringe. Ich zog meine Corsage an, den Reifrock – und warf mir dann das Kleid über. Ein toller Moment!
Meine Schwester bekam dann tatsächlich den Reißverschluss zu! Ich konnte gut laufen und sogar atmen.

Unsere echten Hochzeitsfotos sind im botanischen Garten in Berlin entstanden. Wir entschieden uns aber, lieber in unserem Garten zu bleiben. Mit meinen gepflanzten Blumentöpfen und einer Bank zauberten wir eine schöne Umgebung. Mein 10 Jahre altes rosa Blumengesteck hätte ich noch gehabt, aber meine Schwester brachte 10 rosa Gerberas (die schönste Blume der Welt) mit und schon hatte ich einen perfekten neuen Strauss. Wir zogen die drei Jungs um und es ging los.

Und es war so schön!
Der Fotograf war locker und entspannt und hatte tolle Ideen. Die Kinder machten wunderbar mit – das liegt auch an der anderen Foto-Geschichte, von der ich euch demnächst erzähle.
Wir machten tolle Familienfotos und stellten auch unsere Hochzeitsfotos nach. Ich bin sehr glücklich und dankbar, natürlich auch ziemlich stolz, in mein Kleid gepasst zu haben.

Diese Fotos bedeuten mir sehr viel und ich werde euch die Ergebnisse natürlich bald zeigen!

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Hallo Juni!

Im Juni werde ich…

… unseren 10. Hochzeitstag feiern. Wohooo! Unglaublich, oder?
… ein krankes Kind pflegen.
… ganz besondere Fotos mit meinen vier Männern machen.
… euch von einem anderen Foto-Abenteuer erzählen, das wir erlebt haben.
… zum ersten Mal Pfingstferien haben.
… endlich wieder in den Zoo und zum Erdbeerhof fahren. Wer möchte mit?
… zum Elternabend in die Schule gehen.
… mich zum abendlichen Youtube-Sport zwingen.
… eine Gartenparty feiern und mit Freunden unseren Garten auf Vordermann bringen.
… meinen Instagram-Account hegen und pflegen.
… mit den Kindern Impfungen anfangen und auffrischen.
… mich über meinen Garten freuen.
… mit meinem Papa Geburtstag feiern.
… meine Nägel lackieren.
… Midsommar feiern.
… die Hebamme wiedersehen.
… meinem Baby vielleicht den ersten Möhrchen-Brei anbieten.
… mal mit Emilian zum Kletterkurs gehen.
… den 5. Monat mit Jari feiern.
… in der Sonne sitzen.
… Erdbeeren ernten.
… euch von einem Buch berichten, das ich testen durfte.
… eine Kleidertauschparty feiern!
… viel Holunderblütengelee kochen. Und essen.

Holunder-Foto von Emilian

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Neue Kindersprüche

Wenn ich schon wegen des Sommerwetters keine großen Berichte schreibe, kann ich wenigstens mal  Kindersprüche veröffentlichen. Oder?

Es geht uns nämlich gut. Sommer, Sonne, Sonnenschein – und wir sind draußen. Britzer Garten, Wasserspielplatz, Wannsee, Gartensprenger – die schönsten Tage und die besten Kindheitserinnerungen.

Nun also zu den Kindersprüchen:

* Wir sind kurz vor dem Abendbrot. Ich brauche Essen und schiebe mir heimlich eine Schokoladenkugel aus dem Kühlschrank in den Mund. Liam sieht doch, dass ich kaue und ruft: „Heee, du fresst ja schon!“

* Zum Geburtstag meines Bruders schreiben wir auf eine Karte, was wir toll an ihm finden.
Wir fragen Emilian: „Was magst du am meisten?“
Und sofort kommt die Antwort: „Seine Frau!“

* Die beiden Großen lieben Jari über alles und er lässt sich so gut von ihnen beruhigen.
Emilian sagt dann sowas wie: „Gaaaaanz ruhig, Jari. Aaaaaaalles ist gut. Du hast gaaaar keinen Grund zum Weinen.“
Und Liam so: „Jari! Was ist denn passiert? Mama kommt gleich wieder. Sie ist nicht gestorben!“

* Liam überrascht uns mal mit so Sätzen wie: „Mal sehen, ob ich wenn ich groß bin, wirklich eine Frau werde. Ich will nämlich lieber ein Mann werden. Was können denn Männer besser als Frauen?“
Oder er sagt: „Wird Jari ein Mädchen oder ein Junge? Werden wir ja dann sehen! Heute sieht er aus wie ein Mädchen…“
Und da stellten wir fest, dass er… naja, nicht wirklich den Unterschied zwischen Jungs und Mädels kennt. Woher auch, vielleicht.
Wir fragten ihn, ob er beim Schwimmen in der Kita … naja, mal die Mädchen gesehen hätte. Und er sagte sowas wie: „Ich kann nicht die ganze Zeit nach unten gucken, dann laufe ich doch gegen eine Wand!“
Liam ist so cool. Er hat viele gute große Gedanken – und ist dann aber einfach auch wieder Kind.

* Nach seinem ersten Schwimmkurs hat Emilian ja eine Email an die Familie geschrieben. Ich hab sie euch hier aufgeschrieben. Als die ersten Verwandten zurückschreiben, rufe ich Emilian zu: „Du hast eine Antwort bekommen!“
Und er sagte: „Auf welche Frage denn?“

* Als Liam die U9 bevor steht, sage ich ihm, das sei ein Test, ob er 5 werden kann. Er ist so aufgeregt und übt sowas wie auf-einem-Bein-hüpfen und so. Ganz anders als Emilian geht er mit der Arzthelferin mit und machte seine Übungen.
Nach der Untersuchung sagt er gleich zu mir: „Ich hab alles richtig gut gemacht. Was, wenn ich nicht 5 werden kann?“
Er war sehr glücklich, dass er dann seinen 5. Geburtstag feiern konnte.

* Und wieder einmal macht sich Liam so seine Gedanken:
„Warum hat Emilian so viel Angst? Ältere müssen doch immer mutig sein. Ich hab keine Angst…. Aber ich will nicht in der längsten Höhle sein. Wenn man da nicht mehr rausfindet, dann hat man ein Problem.“

* Aus einer Babyzeitshrift lese ich von den Wachstumsschüben der Babys vor. Irgendwann hat das Baby beim Weinen Tränen. Irgendwann hat das Baby eine Lieblingsfarbe, die es gern anguckt.
Tage später fragt Liam: „Was ist denn jetzt Jaris Lieblingsfarbe???“

* Wir haben festgestellt, dass Emilian aus vielen T-Shirts rausgewachsen ist. Zu seinem Geburtstag probieren wir mal ein paar alte Schuhe für den Frühling an. Sie passen natürlich kaum noch. Emilian stellt fest: „Das ist ja auch ein Witz, die Schuhe am Geburtstag anzuprobieren, wenn man grade größer wird. Gestern hätten die mir noch gepasst!“

* Wir trinken gerne Brausetabletten mit Vitaminen und erklären dann den Jungs, wozu Calcium, Eisen und Vitamin C gut sind. Liam klettert auf den Schrank, um sich eine Brausetablette zu holen. Er sieht sich die verschiedenen Dosen an und grinst: „Soll ich gesund werden – oder stark???“

* Die Kinder wissen, wenn Mama abends weg ist, ist „Papa-Abend“. Sie dürfen dann bestimmte Sachen machen, von denen ich nichtmal weiss, was es ist… Als Papa dann eines Abends weg geht, läuft Liam in die Küche und sagt: „Oh, heute ist Frauen-Abend! Ich hole uns was Schönes!“

* Emilian hat herausgefunden, dass Jari lacht, wenn er ein gackerndes Geräusch macht. Als der kleine Bruder dann lacht und juchzt, sagt Emilian: „Ich kann gar nicht mehr gackern, so glücklich bin ich!“

* Die Jungs geben sich gegenseitig Aufgaben, die der andere dann erfüllen muss:
Emilian sagt: „Du musst Mama auf den Po küssen!“
Liam sagt: „Nee, das ist mir zu stinkig..“
Emilian: „Die pupst doch nie.“
Liam: „Doch!“

* Nachdem es zur Einschlafzeit lange ruhig im Kinderzimmer war, kommt Liam an.
„Mamaaaa? Ich will nicht immer auf morgen warten.. und alles. Verstehst du das??“

* Die Kinder kriegen ein Gespräch von uns über Verhütung, nächstes Baby, ja oder nein… mit.
Liam ist ganz aufgeregt: „Hast du ein Baby im Bauch? Dann haben wir für jeden eins!“
Er erfährt, dass ich dann zur Kontrolle (nach der Geburt) beim Arzt war und fragt: „Und?? Hat der Arzt gesagt, dass du ein Baby im Bauch hast?“

* Wir bemalen Ostereier. Liam hält ein Ei hoch und ekelt sich: „Überings: Einer hat hier nicht richtig ausgepustet. Ich hab hier Schleim…“

* Ich entdecke im Garten die erste Tulpe und sage: „Guck mal! Da wächst eine Tulpe. Gut, dass du aufgepasst hast, dass Papa die nicht abmäht.“
Emilian gackert: „Haha, oder vielleicht abmuht oder wiehert…“

* Schul-Gespräche. Emilian sagt: „Ich wette, die sind keine Christen. Weil Judo und Ninja ist sowas zum Töten und so..“

* Ich gehe mit Emilian spazieren. Kurz davor hat er gelernt,warum Aprilwetter Aprilwetter heißt – und in diesem Jahr traf das ja ordentlich zu. Er sagt ganz altklug: „Ich trau dem Wetter nicht!“

* Wir stehen in der Küche. Mein Mann hat gern das Licht an – ich aber schalte es am liebsten aus, sobald die Sonne scheint.
Emilian hört von unserer Diskussion, was nun heller und hell genug ist… Er stellt sich unter die Lampe und schimpft: „Kein Vitamin D von der Lampe!“

* Wir reden zusammen über Dankbarkeit.
Papa sagt: „Ich bin dankbar, dass das Fasten vorbei ist!“
Liam sagt: „Da muss ich ja jetzt auf meine Süßigkeiten aufpassen!“

* Wir sprechen über die Bibel-Geschichte zu Pfingsten.
Jesus war in den Himmel zurück gegangen und hatte seinen Jüngern aber den Heiligen Geist zurück gelassen. Jesus ist also überall.
„Auch in der Glasscherbe?“ – fragt Liam.

* Wir haben ein altes Foto von uns beiden gefunden und reden beim Abendbrot darüber, von wann das Foto gewesen sein könnte: „Das war bestimmt vor unserer Hochzeit. Guck mal, du hast noch keinen Bart.“, sage ich.
Und Liam wundert sich: „Hä? Kann man erst einen Bart haben, wenn man verheiratet ist?“

* Ich hole Liam von der Kita ab. Er läuft ein bißchen auf der Strasse und ruft immer wieder: „Ich bin ein Strassenkind!“
Ich merke, dass er dieses Wort gehört hat, aber nicht genau weiß, was es bedeutet. Wir reden darüber und es beschäftigt ihn sehr, dass Strassenkinder Strassenkinder heißen, obwohl sie ja nicht wirklich auf der Strasse leben. Er fragt: „Warum heissen die denn dann nicht Wald-Kind oder Draußen-Kind?“

* Eine Uhr im Flur ist stehen geblieben und mein Mann setzt neue Batterien ein und dreht die Uhrzeiger richtig.
Liam kommt vorbei und fragt: „Häää? Ist heute der Uhr umdrehen Tag?“

* Wir machen den Sprenger im Garten an. Hinter einem Baum ist der Rasen trocken.
Emilian sagt: „So wie Jesus. Der hat sich auch geopfert und die anderen gelassen.“

* Liam sagt: „Mama, die Augen von Jari glänzen, wenn er mit mir redet. Die glänzen wie neu geboren.“

* Jari spuckt zur Zeit viel Milch.
Liam sieht, wie die Milch aus Jaris Mund blubbert. Er sagt: „Da war eine Flutwelle in seinem Mund, aber er hat die Flutwelle wieder runter geschluckt…“

* Jeden Morgen kommt Liam zuerst zu Jari ans Bett, um zu kuscheln.
Er sagt: „Ich hätte auch gern so einen Jari…“

* Wir fahren spät nachhause. Liam sagt im Auto: „Mama, ich habe mal eine Frage: Warum machst du keine Fotos vom Sonnenuntergang?“

 

Immer wieder neu.
Immer wieder schön.

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