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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Hallo Juli!

Ist heute etwa schon der 3. Juli?
Uups, egal.
Wenn man Besuch aus Kalifornien hat, den man über 2 Jahre nicht gesehen hat und auch erstmal nicht wiedersehen wird, dann ist alles andere egal. So ist das nämlich.

Dazu muss ich kurz erzählen:
In letzter Zeit (in Hinblick auf den Besuch) haben wir drei Großen vermehrt von Kalifornien erzählt, Fotos angesehen, Kleidung wiedergefunden..
…und wir haben festgestellt, dass Emilian zwar seinen Akzent verloren hat, aber sich an jede Menge Orte, Personen, Situationen erinnern kann.
Liam.. weiß nichts mehr. Nichts!
Wir haben ihm so viele Fotos gezeigt, Videos.. haach und er hat es uns zuliebe wirklich versucht, sich zu erinnern. Das hab ich ihm angesehen. Aber da war nichts mehr. Mein Herz weint.
Er ist dort drei geworden, er hat dort sprechen gelernt..

Nachdem wir jetzt aber zwei volle Tage mit den Freunden und deren Kindern verbracht haben, der Bildschirmschoner mit über tausend Fotos wieder lief.. da kamen Dinge zurück. Beide Kinder fingen ganz zart und vorsichtig an, wieder englisch zu reden. Liam saß vor den Bildern und in seinem Kopf arbeitete es. Er würde sich erinnern. Wenn wir nur bald wieder dort sein könnten!
Dafür brauchen wir ein Wunder. Oder jede Menge Geld. Oder beides.
Nun stellt euch vor, heute wäre der 1. Juli!

 

Im Juli werde ich…

… Freunde aus Kalifornien wiedersehen.
… mich an unser neues Auto gewöhnen.
(Wir durften meinem Schwiegervater seins abkaufen und haben nun wieder ein Auto. Natürlich waren wir genau während des Jahrhundertregens ohne Auto…

… mit den Kindern zu einer Feier für Blogger gehen.
… Sommerfeste mit Kita, Schule und Freunden feiern.
… aufs Feld zum Himbeeren pflücken gehen. Lecker!
… den MOPS-Jahresabschluss feiern!
… mit Emilian das Ende der 1. Klasse feiern! Yeah!
… Sommerferien genießen!
… in den Zoo und an den See fahren, zum Britzer Garten, Karls Erdbeerhof und anderen Parks gehen.
… Geburtstage feiern.
… Jaris ersten halben Geburtstag feiern!
… ausschlafen.
… lesen.
… in der Sonne sitzen.
… Kuchen backen.
… Himbeeren essen.

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Szenen aus unserem Alltag

Die Tage kommen und gehen. Irgendwas ist immer. Das ist das chaotisch-schöne FamilienLeben und wir lieben es.

Das Glückskind auf dem Tempelhofer Feld

 

* Emilian hat noch dreieinhalb Wochen in der ersten Klasse. Wohooo! Ich bin so stolz auf ihn. Mann, was habe ich vor einem Jahr zu der Zeit gebangt. Und jetzt fragt er vorsichtig, ob er mal allein nachhause kommen kann. Jetzt liest und schreibt und rechnet er wie ein Oller.

Vor ein paar Tagen hatte er seine erste Buchvorstellung. Jetzt hat er neue tolle Freunde. Ich habe neue tolle Freunde. Und jetzt sind wir diese Eltern, die die Sommerferien und die Freizeit und das Ausschlafen kaum erwarten können.

 

* Erinnert ihr euch daran, dass wir Liam ein paar Jahre Streichelzoo vorenthalten haben, weil Emilian das nicht so mochte. Tja.. wir haben noch so eine Sache entdeckt: das Fußball-Training.
Vor Jahren probierten wir das mit Emilian, aber es funktionierte nicht. Emilian ist kein Mannschafts-Typ und keiner, der neue Dinge unbedingt als Erster ausprobieren muss.
Unser armes, geliebtes Mittelkind…
Nachdem nun also Emilian zum Schwimmkurs ging und einen Kletterkurs macht, war klar, dass Liam auch ein Hobby brauchte. Es gab nicht viel Interessantes für 5jährige im näheren Umfeld und so landeten wir schließlich wieder auf dem Fußballplatz, auf dem mein Mann schon als Kindergarten-Kind gestanden hatte.

Es waren 30 Grad, ich saß mit Jari im Schatten und zerfloß – und Liam peeste wie ein Verrückter über den Platz. Mehrmals schickte der Trainer die Jungs zum Trinken raus – und Liam war so im Glück.

Von nun an werdet ihr mich, Mutter von drei Söhnen, in den nächsten Jahren wohl öfter am Rande des Fußballplatzes sehen. Wer hätte das gedacht?

 

* Als wir im Herbst 2011 unser Auto kauften, wussten wir noch nicht, was wir uns da angetan hatten. Wir hatten einen kleinen Sohn, ich war schwanger mit dem zweiten und wir brauchten ein Auto. Wir waren nicht ganz unvorsichtig und wurden trotzdem ordentlich übers Ohr gehauen.
In all den Jahren hat sich eine ordentliche Hass-Liebe zu dem Auto entwickelt. Ja, es begleitete uns auf unzähligen Reisen. Wir schafften es sogar im Mai 2013 ohne Probleme bis an den Gardasee. Zwei Babys wurden in dem Auto aus dem Krankenhaus abgeholt. Aber jeder TÜV versetzte uns in Angst und Schrecken und ihr wollt nicht wissen, wieviel Geld wir in dieses blöde Auto gesteckt haben. Und ich möchte nicht wissen, wie oft wir auf einer Fahrt wunderbar bewahrt wurden, weil dem Auto eigentlich gar nichts mehr zuzutrauen war.
Das Ende ist: Heute haben wir es verkauft.
Der nächste TÜV hätte uns endgültig umgehauen und das ist es jetzt wirklich nicht mehr wert.
Ich machte ein letztes Foto mit Emilian, Liam weinte bittere Tränen. Mir fällt es auch schwer, mich von unserem dunkelblauen Opel zu verabschieden, aber es ist Zeit für etwas Neues! Im Moment ist Sommer und wir sind noch ohne Auto. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.

* Am Wochenende bekommen wir Besuch aus Amerika… ja: aus Kalifornien!!! Die amerikanisch/deutschen Vorbereitungen erinnern mich sehr an unseren Umzug und ich freue mich riesig!
Im März 2015 haben wir uns zuletzt gesehen. In der Zwischenzeit sind zwei Babys dazu gekommen.
It’s gonna be amazing!

 

* Am Freitag findet das letzte MOPS-Treffen in diesem Halbjahr statt. Ich bin begeistert, welche Gespräche, Verabredungen, Freundschaften sich durch unseren Mut ergeben haben. Es gibt noch so viele Pläne und Wünsche in meinem Herzen… Im September geht es mit voller Kraft weiter und ich bin sehr froh, dass MOPS nun auch zu meinem deutschen Leben gehört.

 

* Eben habe ich in meinem kurzen Andachts-Buch für Mütter gelesen. Die Autorin bedauert, dass wir (Kirchen-)Mamas oft auf die drei K’s (Kinder, Küche, Kirche) beschränkt werden und welche grausige Vorstellung das vom Bild der Frau malt.
Sie lud uns, mich, aber dazu ein, diese drei K’s zu genießen und den Schatz und die Möglichkeiten dahinter zu sehen.

Kinder: Kinder sind Augen-Öffner, Tür-Öffner, nichts verändert ein Leben so sehr, wie ein Kind zu bekommen. Eine Gesellschaft kann ohne Kinder nicht überleben.

Küche: Nicht die Ketten am Herd, sondern das große Herz der Gastfreundschaft. Volle Tischrunden, gute Gesellschaft, lachen im Garten, Wein in der Küche, Kekskrümel auf der Picknickdecke. Essen verbindet. Essen macht glücklich.

Kirche: Gesellschaftliche Reform, zur Ruhe kommen, über sich hinaus wachsen. Mit Gott im Herzen die Welt verändern und Frieden bringen. Hoffnung. Glauben. Sicherheit.

Mir hat das heute gut getan, das zu lesen.
Ich finde mich in diesen drei K’s gerade ziemlich gut wieder.

* Über die Nacht im Zelt wollte ich euch natürlich informieren. Obwohl… so viel gibt es gar nicht zu sagen.
Nachdem ich vorgelesen hatte, waren die Kinder schön müde, aber natürlich nicht müde genug, um einfach so in einem Zelt einzuschlafen. Emilian bekam ein bißchen Angst und Liam überlegte, dann auch gleich mit ins Haus zu ziehen.

Mein Mann legte sich zu ihnen, bis sie eingeschlafen waren. Für eine kurze Zeit kam er nochmal zu Jari und mir, aber dann legte er sich ins Zelt und wir gingen ins Schlafzimmer.
Die Nacht (es war die vor dem großen Unwetter) war sehr ruhig und kurz nach 6:00 Uhr kamen alle drei nacheinander ins Haus getappelt. Ende der Geschichte.
Wir alle waren irgendwie müde am nächsten Tag, „wie der Tag nach Silvester“, sagte mein Mann.
Das Zelt wurde abgebaut, denn das Wetter in der nächsten Nacht hätte jedes Zelt weggepustet oder -geschwemmt.
Am Freitag fiel sogar für Emilian die Schule aus, weil es einen Wasserschaden in der Schule gegeben hatte!

 

* Keine große Neuigkeit: Wir lieben unseren Garten!
In diesem Jahr haben wir so viele Himbeeren und Erdbeeren. Die Kirschen sind alle, der Holunder ist verblüht und wir freuen uns über neue Farben und Blüten.

* Am letzten Samstag durften wir beim „Tag der offenen Tür“ in der Firma meines Vaters sein. Er betreut die Maschinen, die Tabletten verpacken – ganz kurz gesagt.

Wir haben nicht nur die allerneueste Maschine bewundert – es ist wirklich beeindruckend, wie schnell viele Tabletten dort sauber eingefüllt und mit Beipackzettel verpackt werden – sondern auch den Weg vom Pulver zur Tablette an kleinen Stationen verfolgen. Die Kinder waren gut dabei und haben ordentlich Anschauungsmaterial eingesammelt. Natürlich gibt es zur Zeit eine Arztpraxis mit sehr vielen kranken Kuscheltieren im Kinderzimmer!

* Und so leben wir unsere Tage in den Sommer hinein.
Wir freuen uns auf Sommerfeste, Kita-Abschlussfeiern, Geburtstage und Ausflüge. Bald werde ich mit den Jungs unsere alljährliche Sommerferien-to-do-Liste erstellen. Und dann genießen wir den Sommer in Berlin!

(Beitrag enthält Affiliate-Links)

Riesen-Kugellabyrinth

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Happy 5 Monate.. und Happy Midsommar!

Zuerst:
Ich habe den Eindruck, dass nicht alle von euch den Link zu den Fotos unserer Familien-Reportage gut gefunden haben.
Hier ist der nochmal: Klick!
Ihr sollt euch gern die Fotos angucken!

Und dann wollte ich ja eigentlich mal ein bißchen von Jari erzählen. Der kleine Fratz ist nämlich heute genau 5 Monate alt. Und er ist das süßeste Baby der Welt!

Aber dann kam Midsommar.
Mir war schon klar, dass heute Midsommar ist. Sommersonnenwende. Ich liebe es!
Ob meine Liebe zu IKEA, mein Name und mein Schwedenhaus etwas damit zu tun haben?
Heute feiere ich und denke mitnichten an kürzer werdende Tage, an Weihnachten oder Winter. Pfui!

Irgendwann möchte ich Midsommar mal ganz toll und feierlich feiern – so wie Frau Frische Brise!
Das sieht sooo toll aus!
Das macht sie mit vier Kindern und dem Augustbaby im Bauch!!!

Aber wir hatten heute anderes Programm. Vielleicht feiere ich im Jahr 2019… wenn der 21. Juni ein Freitag ist. Wer ist dabei?

Mit meinen drei Jungs und zwei Gast-Mädchen haben wir uns heute einen richtig schönen Tag gemacht. Wir hatten Wasser im Planschbecken und aus dem Sprenger, wir hatten Melone und Saft, Kirschen vom Baum und sehr viel Spaß.

Als der Besuch am Abend weg war und wir ein bißchen aufräumten, kam mein Mann aus dem Büro. Es war so warm und so hell. Er sagte: „Warum haben wir kein Zelt??? Wir könnten draussen schlafen!“

Ich sagte: „Wir haben ein Zelt auf dem Dachboden…“
Innerhalb von Minuten war das Ding unten und im Garten aufgebaut.

Und das ist jetzt der Grund, warum Jari heute auf dem Blog ein bißchen zu kurz kommen wird. Das ist das Leben der dritten Kinder.. glaubt mir.

Erst hieß es, Papa schläft mit Emilian draussen und Liam darf mit Jari und Mama im Bett schlafen. Was Liam normalerweise wirklich glücklich gemacht hätte, ließ ihn heute völlig kalt. Also war er natürlich mit von der Partie.

Sie waren so aufgeregt. Und so glücklich. Und hilfsbereit. Und wieder innerhalb  von Minuten hatten sie ihre Schlafanzüge an und ihre Betten im Zelt perfekt vorbereitet. Samt Kuscheltieren und „Notwehr-Knüppel“.

Der Trick, irgendwas anders/verrückt zu machen, wenn die alltäglichen Rituale allen auf die Nerven gehen und wir Eltern nur noch in Endlosschleife reden, funktioniert. Sowas von. Ob es um das Frühstück unterm Tisch, das Mittag auf der Wiese oder eben die Nacht im Garten geht – es funktioniert!

Ich bereitete das Essen vor und flitzte immer mal wieder in den Garten, um ein Foto zu machen oder ein strahlendes Kind anzusehen. Sie konnten kaum in Ruhe essen, ständig mussten sie reden und vor Glück quietschen.

Als die Zähne geputzt waren, nahm ich Jari mit ins Zelt und gab ihm dort seine Flasche. Es war sehr kuschelig und wir hätten locker zu fünft dort schlafen können. Liam saß hinter der Gardine und sagte: „Wann kommt denn endlich mal ein Tier?“

Ganz süß fanden Kuscheltiere, Kissen und Decken ihre Plätze und als ich ein Buch vorlas, kehrte laaangsam ein bißchen Ruhe ein. Papa legte sich dann zu den Jungs, bis sie eingeschlafen waren und jetzt gerade ist er wieder zu ihnen ins Bett gegangen.
Der Abend ist also plötzlich sehr ruhig für mich und die Nacht…
Ich bin gespannt und werde euch berichten.

Und was ist mit Jari?

* Jari ist entspannt, zufrieden und pflegeleicht. Es gibt wirklich ehrlich kaum Momente, in denen er mich nervt oder ich nicht mehr kann.

* Die großen Brüder lieben Jari und er liebt sie. Er lächelt jeden Menschen an – aber nur, wenn er seine Brüder anstrahlt, funkeln seine Augen wie verrückt. Jeder der beiden Großen hat so seine Tricks, Jari zum Lachen zu bringen und es funktioniert. Sie können ihn ablenken, trösten, den Nuckel geben und auch mal die Flasche halten – und natürlich trägt das dazu bei, dass ich so entspannt sein kann.

Ratet, wer ihm die Sonnenbrille aufgesetzt hat?

* Jari schläft mehrmals tagsüber und auch der Schlaf in der Nacht wird langsam länger. Einmal oder zweimal braucht er kurz einen Schluck oder den Schnuller und dann schläft er weiter. Er liebt es, auf der Seite einzuschlafen und nach kurzer Zeit legt er sich auf den Bauch.

* Er weint nur, wenn er müde ist oder Hunger hat. Langes Schreien, bei dem wir nicht wissen, was sein könnte, kennen wir nicht mehr. Am allerliebsten ist er aufrecht auf dem Schoß oder an der Schulter, damit er sehen kann, was passiert. Dann sieht er staunend mit großen Augen zu.
In seinem Wipper juchzt er laut, plappert vor sich hin und lutscht vergnügt an seinen Zehen.

* Wir wissen genau, wo er kitzelig ist und er schreit vor Freude, wenn wir ihn bespaßen. Kleine Versteck-Spielchen oder wiederholte Geräusche bringen ihn sehr zum Lachen.

* Ich habe aufgehört, abzupumpen. Mit 5 Monaten ist das okay für mich. Wäre Jari mein erstes Kind, wäre ich von diesem Durcheinander sehr aufgewühlt. Wenn ich daran denke, dass das meine allerletzten Still-Momente gewesen sein könnten, macht mich das schon traurig. Aber ich sehe, wie gut es ihm geht und so geht es mir auch gut.

* Ab und zu versuchen wir, ihm erste Breie zu geben. Boah, ich habe vergessen, wie langsam das geht und wie sehr 10 Gramm Brei fünf Personen und eine Küche verunstalten können. Aber es macht Spaß und Liam kann es kaum abwarten, ihn richtig zu füttern.

* Bei den großen Jungs habe ich so mit 6 Monaten die ersten Breie versucht und dann doch noch länger gewartet, weil sie noch nicht so weit waren. Jari schaut interessiert zu, wenn wir essen – aber er spielt eher mit dem Essen. Vielleicht warten wir einfach noch ein paar Wochen ab. Am liebsten war mir immer die Kürbiszeit zur Brei-Einführung. (Aber wir wollten ja heut nicht vom Herbst reden!)

* Es ist aber gut zu wissen, dass er nach und nach andere Nahrung bekommen darf. Ich bin da ganz entspannt.
Erstens gibt es da die neue Mode, wie meine Hebamme es nennt: „Baby Led Weaning“ Dabei geht es um Beikosteinführung ohne Füttern. Die Baby bekommen alles selbst in die Hand. Das machen wir, wenn Jari gut im Hochstuhl sitzen kann.
Zweitens ist man inzwischen wohl nicht mehr ganz so streng mit dem „nacheinander einführen der Lebensmittel“. Wir geben hier mal ein Hauch Löffel Banane, Jari darf an der Melone lecken, wir machen Zwieback mit Apfelsaft und essen 98% selbst auf. Wir probieren einfach.
Drittens sehe ich, wie die anderen beiden groß geworden sind. Sie sind sportlich, drahtig, sie mäkeln nicht beim Essen, sie haben keine Allergien/Unverträglichkeiten und sind hoffentlich gute Vorbilder für Jari.

* Die erste Impfung hat er ohne Fieber/Durchfall/sonstige Probleme überstanden. Er ist altersgemäß entwickelt und fängt an, sich zu drehen und das Krabbeln vorzubereiten. Alles, was ihm vor die Nase kommt – sei es ein Spielzeug, ein Löffel oder sein eigener Fuß – wird geschnappt und in den Mund gesteckt.

* Er nimmt gut und weiter zu – und so langsam bemerke ich Wehwehchen, die ich so vier Jahre nicht hatte. Das schmerzende Handgelenk, die verspannte Schulter, die Augenringe, der Haarausfall, der weiche Bauch.. meine Güte, das hatte ich alles vergessen.

* Es gibt weit und breit keine Anzeichen von ersten Zähnen. Jari hat keine Bauchschmerzen. Er schläft sehr gut ein. Er lässt sich gut ablegen, wenn er wach ist – in den Kinderwagen, den Wipper, auf die Couch, auf die Wiese, in Liams Bett…. Das liegt wohl auch wieder am trubeligen interessanten Umfeld.

* Ich trage ihn aber auch sehr gern mit mir rum, wenn es geht. Denn er ist das Baby, das ich am meisten genieße. Ich sauge den Babyduft in mich auf. Ich beiße in die kleinen Wangen. Ich streiche über seinen weichen Kopf. Ich wippe ihn, bis er einschläft und lasse ihn auf meinem Bauch weiterschlafen. So lang es geht, darf er mein Baby bleiben.

Ich bin wirklich sehr glücklich, dass Jari perfekt in unsere Familie passt. Einerseits ist er einfach neben uns dabei – und andererseits dreht sich irgendwie alles um ihn.
Ein tolles Baby haben wir da bekommen!

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Das Foto-Shooting: Familienreportage

So!
Für euch lange genug angekündigt und für uns eine ganz wertvolle Erinnerung:
Heute geht es um ein besonderes Foto-Shooting.

Anfang Mai bekam ich nämlich eine Email.
Klaus Heymach stellte sich als Fotograf und Papa aus Berlin-Kreuzberg vor und schrieb, dass er gern Familien fotografieren würde.
Und zwar nicht verkrampft und gestellt, in einer Reihe mit verzerrtem Lächeln und weinenden Kindern –  sondern als Reportage: „Vom Zähne putzen am Morgen übers gemeinsame Kochen bis hin zum Vorlesen im Bett.“

Ich liebe Familienfotos von uns!
Und ich hatte sofort die Erinnerung von kalifornischen Stränden im Kopf, an denen Fotografen hocken und zu denen Familien mit sämtlichen Kleider-Kollektionen (natürlich farblich exakt aufeinander abgestimmt) pilgern, um die alljährlichen Familienfotos zu schießen.
Dazu gehören genervte Väter, extrem aufgeregte Mütter und schreiende, popelnde, gähnende Kinder.

Wir haben auch so ein Strand-Shooting gemacht.
Wir haben auch unsere Kleidung aufeinander abgestimmt.
Wir waren auch aufgeregt und haben unsere Söhne angefleht, „nur noch einmal bitte, bitte, bitte in die Kamera zu lächeln“.
Und die Fotos hängen im Flur und sind eine schöne Erinnerung.
Aber ich denke, bei hunderten Familien hängen eben diese schicki-micki-glitzer-Fotos im Flur. Gestellt und ein bißchen nicht ganz echt.

Ich las die Email von Klaus mehrmals, besprach das mit meinem Mann und antwortete dem Fotograf, dass wir interessiert seien.

Etwas später telefonierten wir kurz.
Er erzählte von dieser neuen Mode, der „Familien-Reportage“, die vielleicht schon von Hochzeitstagen bekannt ist. Der Fotograf begleitet das Paar oder die Familie eben mehrere Stunden und fotografiert und fotografiert. Es entstehen Aufnahmen von kleinen und großen Momenten. Von Momenten, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen und an die sich später vielleicht niemand erinnert.

Wir verabredeten uns für Samstag, den 20. Mai, um 9:00 Uhr. Der Tag war bis auf eine Einladung zum Kindergeburtstag für Emilian und Liam komplett frei, was wirklich nicht oft vorkommt.
Aber das war genau richtig.
Der Fotograf sagte, dass genau solche Kleinigkeiten, wie Hausaufgaben machen, ein Spiel spielen, Tisch decken… die Fotos wertvoll machen würden.

Auf seinem Blog schreibt er:
„Was gäbe ich heute dafür, in Fotos alltäglicher Rituale aus meiner Kindheit blättern zu können. Wie sah es bei uns am Frühstückstisch aus, als ich drei war? Welche Sonntagsrituale hatten wir in den 80er Jahren? Es gibt keinen Grund, Fotoalben nur nach dem Urlaub oder den Ferien anzulegen. Der ganz normale Alltag ist es, der es verdient, festgehalten zu werden.“

Als der Samstag näher kam, erzählte ich den Jungs von unserem Plan. Ich versuchte natürlich, am Abend vorher aufzuräumen… So, wie man eben mit drei kleinen Söhnen aufräumen kann. Ich wuselte, so gut es ging – was für die Fotos später völlig unwichtig war, wie ihr nachher sehen werdet.

Mama und Papa waren angezogen und äh, ein bißchen zurecht gemacht, die Kinder lagen noch in ihren Betten, als es am Morgen an der Tür klingelte.
Wir begrüßten Klaus, baten ihn herein und er erzählte kurz von der abenteuerlichen Reise am Samstag Morgen durch Berlin. Ohne viel Aufregung schnappte er sich die Kamera und ließ sich den Weg ins Kinderzimmer zeigen.

Wir hörten es plappern und gackern.
„Guck mal hier, meine Bierdeckel-Sammlung!“
„Kannst du mal ein Foto machen, wie ich vom Hochbett springe?“ – Ganz zutraulich und interessiert begegneten die Jungs dem Fotograf und nahmen ihn sofort mit in ihr Reich. Wir fingen an, unser regelmäßiges Pancake-Frühstück vorzubereiten und auf der Terrasse den Tisch zu decken.

Klaus war immer da und fotografierte – aber weder aufdringlich noch störend. Im Gegenteil, er war fast unsichtbar.
Mal nah bei uns, mal von hinten im Garten oder durchs Fenster.
Er frühstückte mit uns uns wir redeten über ihn und uns – und immer wieder nahm er die Kamera vor die Nase, aber das merkten wir fast gar nicht. Auch der aufgeregte Hype der Kinder legte sich irgendwann und es wurde ganz natürlich.

Ich dachte anfangs darüber nach, zu erklären, warum ich was tue. Natürlich muss ich reden und erklären. Vielleicht lag es daran, dass ich noch sehr unsicher und angreifbar war, was das Thema Stillen/Fläschchen anging.
Aber natürlich war das nicht notwendig.
Natürlich fragte er nicht:
„Hää? Stillst du etwa nicht?“
„Warum betet ihr vor dem Essen?“
„Macht ihr das immer so mit euren Kindern?“

Es war so angenehm, so entspannt und natürlich. Wir waren eigentlich ganz unter uns.
Und genau deswegen sind die Fotos so wunderschön und besonders und eine ganz wichtige Erinnerung für uns.

In dieser wuseligen Zeit.. neu mit drei Söhnen, mit Babynahrungs-Stress, mit Kita- und Schulkind, mit einer riesigen to-do-Liste in Haus + Garten… da standen Fotos, die mehr als kleine Handyfotos sind, nicht gerade an erster Stelle.

Und jetzt haben wir aber genau von dieser aufregenden Zeit Familienfotos!
Und nicht irgendwelche Familienfotos!
Wir haben Schätze, die ein Leben lang halten.

… Liam beißt verträumt in ein Stück Bacon.
… die lachenden Augen der Quatsch-Brüder.
… Jari neben uns, aber immer mittendrin.
… ein Geschwisterstreit.
… die verrückte Kleiderwahl der Jungs.
… Emilian muss aufs Klo, kann aber sein Spiel nicht unterbrechen.
… Liam spielt am Handy.
… ein unaufgeräumtes Kinderzimmer.
… unentspannte Gesichtszüge.
… Kinder, die auf dem Geburtstag durchdrehen.
… Fußball spielen mit Papa.
… Schaukeln mit Mama.

Kein einziges Bild ist gestellt.
Der Fotograf sagte nicht ein einziges Mal „Mach das nochmal!“ oder „Stell dich mal so hin.“
Ausdauernd „verfolgte“ er uns den ganzen Tag.
Zuhause, auf einem neuen Spielplatz, im Auto und beim Kindergeburtstag.

Und nicht mal zwei Wochen später kam die Email: Eure Fotos sind fertig! Ich schaute kurz rein, quietschte vor Glück und wartete dann tapfer, bis wir am Abend zu fünft am großen Bildschirm die Fotos ansahen.
Die Fotos sind nachbearbeitet, aber sehr echt.
So echt, dass ich mir an meinem after-baby-Body eigentlich schon so ein bißchen Photoshop gewünscht hätte, lieber Klaus! 😉

Aber das alles ist unsere Familie am 20. Mai 2017.

Klaus war ungefähr 12 Stunden bei uns. Wir haben aus meiner Sicht einen stink-normalen Tag zusammen verbracht –  aber die Fotos zeigen tausend wertvolle Kleinigkeiten. Diese tausend wertvollen Kleinigkeiten werde ich in einem Fotobuch für uns sammeln.

Ein paar Fotos kann ich euch zeigen! Ich freue mich, dass ihr sie euch ansehen könnt und den Tag mit uns erleben könnt.

Seht euch auch bitte den Blog von Klaus Heymach an.
Lest von seinem interessanten Lebenslauf, von seinen Gedanken und schaut euch seine Reportagen von anderen Familien an.

Und wenn ihr das ausprobieren möchtet, wenn ihr ein ganz besonderes und doch normales Geschenk sucht, wenn eure Familie bereit für eine verrückte, neue Idee ist, wenn ihr für eure Kinder und Enkel den Alltag einer Familie im Jahr 2017 festhalten möchtet – dann meldet euch bei Klaus Heymach!

Für Fragen und Erfahrungsberichte stehe ich euch jederzeit gern zur Verfügung!

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12 von 12 im Juni

Ich schaffe es irgendwie immer gerade so, die Fotos vom 12. auch noch am 12. hochzuladen. Und wenn ihr wüsstet, wie die Küche aussieht.. aber so ist das eben.
Und ausserdem ist Sommer! Wen interessiert da meine Küche?

 

1. Es gibt so gewisse Sprüche im Internet, die sind für mich. Das ist einfach so.

 

2. Kindheitserinnerung und Sommer-Morgen-Ritual:
Auf dem Weg zu Schule und Kindergarten werden Erdbeeren genascht.

 

3. Nach dem Gang zur Kita wird nochmal gekuschelt.

 

4. Ach ja, Kita und Schule hat wieder begonnen. Da sind wir anderen doch glatt nochmal irgendwie im Wohnzimmer eingeschlafen…

 

5. Nochmal Nahaufnahme.
(Ja.. ich hab ihm extra fürs Foto die Socken ausgezogen)

 

6. Und das wird der beste Holunderblütengelee!
Wir haben 13 Gelee-Gläser und 12 Liter Likör. Und der Baum wird einfach nicht leer…

 

7. Zum Mittag gibt es Wraps auf der schönen Terrasse in unserem schönen Garten.

 

8. Wenn alle Erdbeeren des Tages abgeerntet sind, geht es auf den Kirschbaum. Es fällt mir so schwer, Emilian zu den Hausaufgaben zu schleifen. Sie sind einfach so gern draussen.
Und Liam möchte jetzt einen Kirschkuchen von Tante Mathilda bei „Die drei ???“ backen. Hat jemand eine Rezept-Idee???

 

9. Vorsichtig besprenkle ich mein neues Beet und sitze daneben in der Sonne. Liam kommt vom Fussball spielen aus dem Nachbargarten und zieht sich auf der Stelle komplett aus, um juchzend durch den Sprenger zu kriechen. Oh, du schöne Kindheit!

 

10. Zum ersten Mal hole ich Emilian vom Kletterkurs ab. Er sichert gerade einen anderen Jungen, der weit oben unter der Decke hängt und sie rufen sich fachmännisch Kletterbegriffe zu. Ich bin ganz stolz.

 

11. Zusammen mit den Jungs lasse ich auch ein paar Kindheitserinnerungen aufleben.
Emilian beginnt, „Mr. Bean“ lustig zu finden. Liam ist eher skeptisch.

 

12. Jari passt endlich einigermaßen in die genähte Hose von meiner Schwester. Süß!

 

Wie immer habe ich mich in die „12von12″er-Liste auf Caros Blog eingetragen und bin heute Nummer 156.
Gute Nacht für heute!

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