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papa. mama. drei jungs. haus und garten. berlin.

Soviel kostet ein Schulleben

Wir haben in dieser Woche die letzten neuen Schulbücher für Emilian bestellt und bekommen.
Zu meiner Zeit gab es die alten Bücher von der nächsten höheren Klasse – heute werden sie neu gekauft. Wir hoffen, dass der Duden vielleicht noch für ein nächstes Kind genommen werden kann – wenn die Lehrerin sich dann auch für den Verlag entscheidet.

Über 50€ haben uns die Schulhefte und -bücher für die 1. Klasse und jetzt auch wieder für die 2. Klasse gekostet. Dafür brauchen wir für die Materialliste jetzt nur teilweise neu einkaufen.

Habt ihr euch schon gefragt, wie teuer so ein Schulleben für ein Kind eigentlich ist?

Mir geht es so, dass mich diese Summen erschlagen – aber natürlich würde ich mich aus diesem Grund nie gegen ein Kind entscheiden – oder dagegen, ein Kind in die Schule zu schicken.

Es gibt Beträge, die geben wir nur einmal für alle Kinder aus, man kann gebraucht kaufen oder selbst kreativ werden und sparen – es gibt ein paar Möglichkeiten. Aber alles in allem, von der Einschulung bis zum Abschlussfest nach dem 12.Schuljahr… da kommt was zusammen:

20.000,00 Euro
Zwanzigtausend Euro

Eine umfangreiche Analyse von idealo hat kürzlich herausgefunden, wie teuer ein Schulleben in Deutschland ist. Unglaublich, oder?

Der Betrag ist allerdings abhängig davon, wo in Deutschland wir leben. Er wird von Klasse zu Klasse kleiner, beinhaltet auch Bücher, Essensgeld und Klassenfahrten und am Anfang der Schulzeit geht ein großer Teil an den Hort, der ja frei wählbar ist. Trotzdem: 20.000,00 Euro sind eine ordentliche Summe.

* Im Osten wird mehr Geld für die Einschulungsfeier ausgegeben. (Hätte ich mir denken können)

* In Berlin werden durchschnittlich 225,00 Euro für Schultüte und den ersten Schulranzen ausgegeben.

* Von allen Bundesländern wird im Saarland das meiste Geld für Schulbücher ausgegeben. Und Berlin ist auf Platz 2 …

* Auf dem letzten Platz der Ausgaben für das Schulessen steht Brandenburg.

* In Niedersachsen kostet ein Schulkind fast doppelt so viel wie in Mecklenburg-Vorpommern.

* Schulmaterial: Die größten Investitionen sind Rucksäcke, Sportbekleidung, Taschenrechner und Zirkel.

* Durchschnittlich 7.900 Euro zahlen Eltern mit einem schulpflichtigen Kind in der Nachmittagsbetreuung.

Tja, ordentliche Zahlen!
Es gibt Ausgaben, die einfach gemacht werden müssen. Dafür darf unser Kind eben eine Schule besuchen, wird betreut und mit Essen versorgt.
Und bei anderen Dingen lohnt sich ein Preisvergleich, es muss nicht unbedingt das teuerste Label auf allem Zubehör sein.

Wir haben ein Schuljahr mit einem Kind hinter uns – ich bin gespannt, was da auf uns zukommt!

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Leben mit Kindern

In den letzten zwei Wochen gab es auf Instagram eine Aufgabe, der sich tausende Mütter gemeinsam gewidmet haben.
Es ging darum, an 15 Tagen hintereinander Fotos aus dem Leben mit Kindern zu zeigen und sich so einander vorzustellen. Vorgegeben war für jeden Tag ein Stichwort.

Ich hab erstmal angefangen, weil ich zufällig an Tag 1 den Start mitbekommen habe. Und dann habe ich einfach mitgemacht.. ich meine, im Leben mit Kindern mangelt es wirklich nicht an Ideen und Motiven.

Am Ende war ich so begeistert.
Es gab echt sehr kreative Familien und Fotos.

Ich möchte euch heute meine 15 Fotos mit dem jeweiligen Stichwort mal zeigen. Für die Insta-Welt bin ich ziemlich neu – euch treuen Lesern wird einiges bekannt vorkommen.

1. #ich

Hier bin ich.
Marit, 32 Jahre alt.
Von ganzem Herzen Ehefrau.
Von ganzem Herzen Berlin.
Von ganzem Herzen Mama.
* 2009
2010
2012
* 2016
2017
Der Alltag mit Schulkind, Kindergartenkind und Baby bringt mich manchmal an meine Grenzen. Aber wenn die Sonne scheint und ich Kaffee habe, geht es mir gut. Liebe und Humor sind in unserer Familie ganz wichtig. Eine glückliche Mama ist eine bessere Mama!

 

2. #wearefamily

Papa, Mama, drei Söhne.
Wir sind Familie.
Wir verbringen viel Zeit zusammen.
Im Garten, beim Spazieren spielen wir PokemonGo, wir fahren an den Schlachtensee, wir gehen in den Gottesdienst, wir essen jeden Samstag Pancakes zum Frühstück. Das ist eine Tradition, die wir von unserem Auslandsaufenthalt mitgebracht haben.
Familie sein bedeutet, Zeit haben, zuhören, lachen, Rücksicht nehmen. Uns ist wichtig, gastfreundlich, dankbar und zufrieden zu sein. Das sind wir.

 

3. #ohnegehtsnicht

Zuerst wollte ich schreiben: Ohne Jesus geht es nicht.
Das erschien mir aber zu einfach. Und ich hab überlegt, ohne was es bei uns nicht geht. Natürlich gehört Kaffee dazu. Und Sonne. Jaja, Sommer 2017: Höre zu!
Ohne Kinderbücher geht es nicht. Ohne Geschwister geht es nicht. Ohne Ohrringe kann ich nicht aus dem Haus. Kaum ohne Nagellack. Und mein Staubsauger, niemals ohne!
Seit 2014 – erst durch einen Auslandsaufenthalt, dann selbst gewählt – versuchen wir, mit weniger auszukommen, Weniger Geld, weniger Shoppen, weniger Überfluss. Wir sind überrascht, wie gut das klappt. Wie gesegnet wir sind.
Und da sind wir dann doch wieder beim Thema. Jesus. Ohne geht es nicht.
Ohne Jesus würde ich durchdrehen in dieser verrückten Welt. Ohne Jesus würde ich mich nicht trauen, so lange auf ordentliches Geld zu verzichten. Ohne Jesus würde ich an den Aufgaben im Alltag verzweifeln. Ohne Jesus hätte ich so oft Angst um meine Familie, meine Kinder, unsere Gesundheit.
Also, es stimmt. Ohne Jesus geht es nicht.

 

4. #kinderkunst

Tja, was soll ich dazu sagen?
Malen können alle!

 

5. #spielzeit

Auch wenn meine Kinder gern mal Pokemon oder Ninjago spielen (Ich kann ja da nicht so viel mit anfangen.. Jungskram), liebe ich es, dass sie genau so gern einfach draussen sind. Stundenlang. Mit Freunden. Als Brüder. Mit oder ohne Ball. Phantasie kennt keine Grenzen.

 

6. #unterwegs

Die beiden Großen verbringen das Wochenende bei Oma und Opa. So waren wir zwei Verliebte heute unterwegs zum Frühstück. Nur mit dem Baby.
Ich bin viel und gern mit den Kindern unterwegs. Immer mit dabei sind Kinderwagen und Flipflops. Immer.

 

7. #leckerschmecker

Wie ihr wisst, sind unsere Kinder noch immer bei Oma und Opa.
Wir waren heute auf eine Party eingeladen. Es gab Eis mit frischen Cookie-Krümeln – und ich dachte: Das ist der perfekte Beitrag für heute. Doch dann… kam das Spanferkel!

 

8. #ordnung

Ich hab echt lange heute nach einem guten Motiv gesucht.. oh man. Wir schleppen uns mit letzter Kraft durch die letzten Schultage vor den Sommerferien und Ordnung ist hier grad echt nicht so.
Und da ich hier allein in einem Männerhaushalt lebe, habe ich mir gedacht, ich zeige einfach meine kleine rosa Ordnung.
Das sind nämlich meine Ohrringe an einer selbstgemachten Wand aus Styropor. Ich finde die seit Jahren so toll. Meine kleine Ordnung.

 

9. #kinderbuch

Jep. Mein Thema. Darüber könnte ich ja schreiben.
Ich hatte natürlich auch vor, die Kinder nach ihren Lieblingsbüchern zu fragen, ….aaaaaber ihr glaubt ja nicht, was hier vor den Ferien so los ist.
Der eine Sohn hat plötzlich drei Schnecken zum Haustier und weint bittere Tränen, weil sie nicht in seinem Zimmer schlafen dürfen.
Der nächste Sohn packt feierlich seine Schultasche aus, holt das interessanteste Jungszeug hervor, das da wahrscheinlich das ganze Jahr drin lag und will am liebsten alle Schulhefte auf der Stelle beenden.
Nebenbei Wasserschlacht im Garten, beide Jungs bekamen einen neuen Haarschnitt und der ganz normale Alltag eben.
Aber: Wir lieben Kinderbücher über alles.

 

10. #bunt

Schulschluss.
Sommerferien in Berlin.
Unser Sommer wird bunt!
Und bevor wir die Schultasche für sechs Wochen in die Ecke pfeffern, wird die Federtasche neu gefüllt.
Hausaufgaben werden natürlich trotzdem ein bißchen gemacht.

 

11. #lieblingsplatz

Unsere Terrasse ist unser aller Lieblingsplatz. Wir spielen mit Wasser, wir chillen im Garten, wir bewundern Tomatenpflanze und unsere Bohnen. Wir sitzen dort in der Morgensonne und im Abendhimmel. Wir machen dort Hausaufgaben und trinken Wein mit Freunden.

 

12. #eiseisbaby

Man kann es nicht sehen, aber er hat eine Eiswaffel in der Hand.
Und er ist heute 6 Monate alt!

 

13. #kinderzimmer

Wir waren auf einer wun.der.schö.nen Gartenparty und fast nur draussen. Deswegen kommt das Kinderzimmer-Foto heute von Klaus Heymach, Familienfotografie Berlin.
Bei einer Familienreportage ist das Foto vom fliegenden Sohn entstanden.
Das Kinderzimmer ist fast nie aufgeräumt, aber es ist Bruderschloß, Rückzugsort, Räuberhöhle, Probenraum und Kuschelecke.

 

14. #selbstgemacht

Sowohl die Püppchen, als auch das Kissen und der Stubenwagen-Umhang sind selbstgemacht. Die Kleider der Püppchen waren Reste einer Patchwork-Decke, die Emilian von meiner Mama zur Geburt bekommen hat. Mit ein bißchen Faden und Wolle hat meine Schwester kleine Figürchen daraus gemacht.
Ein Mobile für alle meine Babys.

 

15. #liebeliebeliebe

Ich LIEBE dieses Foto!
Zum 10. Hochzeitstag im Juni haben wir ein Familien-Fotoshooting gemacht. Das ist ein Foto davon.
Wir lieben uns. Immernoch! Sehr!

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Hallo Juli!

Ist heute etwa schon der 3. Juli?
Uups, egal.
Wenn man Besuch aus Kalifornien hat, den man über 2 Jahre nicht gesehen hat und auch erstmal nicht wiedersehen wird, dann ist alles andere egal. So ist das nämlich.

Dazu muss ich kurz erzählen:
In letzter Zeit (in Hinblick auf den Besuch) haben wir drei Großen vermehrt von Kalifornien erzählt, Fotos angesehen, Kleidung wiedergefunden..
…und wir haben festgestellt, dass Emilian zwar seinen Akzent verloren hat, aber sich an jede Menge Orte, Personen, Situationen erinnern kann.
Liam.. weiß nichts mehr. Nichts!
Wir haben ihm so viele Fotos gezeigt, Videos.. haach und er hat es uns zuliebe wirklich versucht, sich zu erinnern. Das hab ich ihm angesehen. Aber da war nichts mehr. Mein Herz weint.
Er ist dort drei geworden, er hat dort sprechen gelernt..

Nachdem wir jetzt aber zwei volle Tage mit den Freunden und deren Kindern verbracht haben, der Bildschirmschoner mit über tausend Fotos wieder lief.. da kamen Dinge zurück. Beide Kinder fingen ganz zart und vorsichtig an, wieder englisch zu reden. Liam saß vor den Bildern und in seinem Kopf arbeitete es. Er würde sich erinnern. Wenn wir nur bald wieder dort sein könnten!
Dafür brauchen wir ein Wunder. Oder jede Menge Geld. Oder beides.
Nun stellt euch vor, heute wäre der 1. Juli!

 

Im Juli werde ich…

… Freunde aus Kalifornien wiedersehen.
… mich an unser neues Auto gewöhnen.
(Wir durften meinem Schwiegervater seins abkaufen und haben nun wieder ein Auto. Natürlich waren wir genau während des Jahrhundertregens ohne Auto…

… mit den Kindern zu einer Feier für Blogger gehen.
… Sommerfeste mit Kita, Schule und Freunden feiern.
… aufs Feld zum Himbeeren pflücken gehen. Lecker!
… den MOPS-Jahresabschluss feiern!
… mit Emilian das Ende der 1. Klasse feiern! Yeah!
… Sommerferien genießen!
… in den Zoo und an den See fahren, zum Britzer Garten, Karls Erdbeerhof und anderen Parks gehen.
… Geburtstage feiern.
… Jaris ersten halben Geburtstag feiern!
… ausschlafen.
… lesen.
… in der Sonne sitzen.
… Kuchen backen.
… Himbeeren essen.

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Szenen aus unserem Alltag

Die Tage kommen und gehen. Irgendwas ist immer. Das ist das chaotisch-schöne FamilienLeben und wir lieben es.

Das Glückskind auf dem Tempelhofer Feld

 

* Emilian hat noch dreieinhalb Wochen in der ersten Klasse. Wohooo! Ich bin so stolz auf ihn. Mann, was habe ich vor einem Jahr zu der Zeit gebangt. Und jetzt fragt er vorsichtig, ob er mal allein nachhause kommen kann. Jetzt liest und schreibt und rechnet er wie ein Oller.

Vor ein paar Tagen hatte er seine erste Buchvorstellung. Jetzt hat er neue tolle Freunde. Ich habe neue tolle Freunde. Und jetzt sind wir diese Eltern, die die Sommerferien und die Freizeit und das Ausschlafen kaum erwarten können.

 

* Erinnert ihr euch daran, dass wir Liam ein paar Jahre Streichelzoo vorenthalten haben, weil Emilian das nicht so mochte. Tja.. wir haben noch so eine Sache entdeckt: das Fußball-Training.
Vor Jahren probierten wir das mit Emilian, aber es funktionierte nicht. Emilian ist kein Mannschafts-Typ und keiner, der neue Dinge unbedingt als Erster ausprobieren muss.
Unser armes, geliebtes Mittelkind…
Nachdem nun also Emilian zum Schwimmkurs ging und einen Kletterkurs macht, war klar, dass Liam auch ein Hobby brauchte. Es gab nicht viel Interessantes für 5jährige im näheren Umfeld und so landeten wir schließlich wieder auf dem Fußballplatz, auf dem mein Mann schon als Kindergarten-Kind gestanden hatte.

Es waren 30 Grad, ich saß mit Jari im Schatten und zerfloß – und Liam peeste wie ein Verrückter über den Platz. Mehrmals schickte der Trainer die Jungs zum Trinken raus – und Liam war so im Glück.

Von nun an werdet ihr mich, Mutter von drei Söhnen, in den nächsten Jahren wohl öfter am Rande des Fußballplatzes sehen. Wer hätte das gedacht?

 

* Als wir im Herbst 2011 unser Auto kauften, wussten wir noch nicht, was wir uns da angetan hatten. Wir hatten einen kleinen Sohn, ich war schwanger mit dem zweiten und wir brauchten ein Auto. Wir waren nicht ganz unvorsichtig und wurden trotzdem ordentlich übers Ohr gehauen.
In all den Jahren hat sich eine ordentliche Hass-Liebe zu dem Auto entwickelt. Ja, es begleitete uns auf unzähligen Reisen. Wir schafften es sogar im Mai 2013 ohne Probleme bis an den Gardasee. Zwei Babys wurden in dem Auto aus dem Krankenhaus abgeholt. Aber jeder TÜV versetzte uns in Angst und Schrecken und ihr wollt nicht wissen, wieviel Geld wir in dieses blöde Auto gesteckt haben. Und ich möchte nicht wissen, wie oft wir auf einer Fahrt wunderbar bewahrt wurden, weil dem Auto eigentlich gar nichts mehr zuzutrauen war.
Das Ende ist: Heute haben wir es verkauft.
Der nächste TÜV hätte uns endgültig umgehauen und das ist es jetzt wirklich nicht mehr wert.
Ich machte ein letztes Foto mit Emilian, Liam weinte bittere Tränen. Mir fällt es auch schwer, mich von unserem dunkelblauen Opel zu verabschieden, aber es ist Zeit für etwas Neues! Im Moment ist Sommer und wir sind noch ohne Auto. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.

* Am Wochenende bekommen wir Besuch aus Amerika… ja: aus Kalifornien!!! Die amerikanisch/deutschen Vorbereitungen erinnern mich sehr an unseren Umzug und ich freue mich riesig!
Im März 2015 haben wir uns zuletzt gesehen. In der Zwischenzeit sind zwei Babys dazu gekommen.
It’s gonna be amazing!

 

* Am Freitag findet das letzte MOPS-Treffen in diesem Halbjahr statt. Ich bin begeistert, welche Gespräche, Verabredungen, Freundschaften sich durch unseren Mut ergeben haben. Es gibt noch so viele Pläne und Wünsche in meinem Herzen… Im September geht es mit voller Kraft weiter und ich bin sehr froh, dass MOPS nun auch zu meinem deutschen Leben gehört.

 

* Eben habe ich in meinem kurzen Andachts-Buch für Mütter gelesen. Die Autorin bedauert, dass wir (Kirchen-)Mamas oft auf die drei K’s (Kinder, Küche, Kirche) beschränkt werden und welche grausige Vorstellung das vom Bild der Frau malt.
Sie lud uns, mich, aber dazu ein, diese drei K’s zu genießen und den Schatz und die Möglichkeiten dahinter zu sehen.

Kinder: Kinder sind Augen-Öffner, Tür-Öffner, nichts verändert ein Leben so sehr, wie ein Kind zu bekommen. Eine Gesellschaft kann ohne Kinder nicht überleben.

Küche: Nicht die Ketten am Herd, sondern das große Herz der Gastfreundschaft. Volle Tischrunden, gute Gesellschaft, lachen im Garten, Wein in der Küche, Kekskrümel auf der Picknickdecke. Essen verbindet. Essen macht glücklich.

Kirche: Gesellschaftliche Reform, zur Ruhe kommen, über sich hinaus wachsen. Mit Gott im Herzen die Welt verändern und Frieden bringen. Hoffnung. Glauben. Sicherheit.

Mir hat das heute gut getan, das zu lesen.
Ich finde mich in diesen drei K’s gerade ziemlich gut wieder.

* Über die Nacht im Zelt wollte ich euch natürlich informieren. Obwohl… so viel gibt es gar nicht zu sagen.
Nachdem ich vorgelesen hatte, waren die Kinder schön müde, aber natürlich nicht müde genug, um einfach so in einem Zelt einzuschlafen. Emilian bekam ein bißchen Angst und Liam überlegte, dann auch gleich mit ins Haus zu ziehen.

Mein Mann legte sich zu ihnen, bis sie eingeschlafen waren. Für eine kurze Zeit kam er nochmal zu Jari und mir, aber dann legte er sich ins Zelt und wir gingen ins Schlafzimmer.
Die Nacht (es war die vor dem großen Unwetter) war sehr ruhig und kurz nach 6:00 Uhr kamen alle drei nacheinander ins Haus getappelt. Ende der Geschichte.
Wir alle waren irgendwie müde am nächsten Tag, „wie der Tag nach Silvester“, sagte mein Mann.
Das Zelt wurde abgebaut, denn das Wetter in der nächsten Nacht hätte jedes Zelt weggepustet oder -geschwemmt.
Am Freitag fiel sogar für Emilian die Schule aus, weil es einen Wasserschaden in der Schule gegeben hatte!

 

* Keine große Neuigkeit: Wir lieben unseren Garten!
In diesem Jahr haben wir so viele Himbeeren und Erdbeeren. Die Kirschen sind alle, der Holunder ist verblüht und wir freuen uns über neue Farben und Blüten.

* Am letzten Samstag durften wir beim „Tag der offenen Tür“ in der Firma meines Vaters sein. Er betreut die Maschinen, die Tabletten verpacken – ganz kurz gesagt.

Wir haben nicht nur die allerneueste Maschine bewundert – es ist wirklich beeindruckend, wie schnell viele Tabletten dort sauber eingefüllt und mit Beipackzettel verpackt werden – sondern auch den Weg vom Pulver zur Tablette an kleinen Stationen verfolgen. Die Kinder waren gut dabei und haben ordentlich Anschauungsmaterial eingesammelt. Natürlich gibt es zur Zeit eine Arztpraxis mit sehr vielen kranken Kuscheltieren im Kinderzimmer!

* Und so leben wir unsere Tage in den Sommer hinein.
Wir freuen uns auf Sommerfeste, Kita-Abschlussfeiern, Geburtstage und Ausflüge. Bald werde ich mit den Jungs unsere alljährliche Sommerferien-to-do-Liste erstellen. Und dann genießen wir den Sommer in Berlin!

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Riesen-Kugellabyrinth

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Neue Kindersprüche

Wenn ich schon wegen des Sommerwetters keine großen Berichte schreibe, kann ich wenigstens mal  Kindersprüche veröffentlichen. Oder?

Es geht uns nämlich gut. Sommer, Sonne, Sonnenschein – und wir sind draußen. Britzer Garten, Wasserspielplatz, Wannsee, Gartensprenger – die schönsten Tage und die besten Kindheitserinnerungen.

Nun also zu den Kindersprüchen:

* Wir sind kurz vor dem Abendbrot. Ich brauche Essen und schiebe mir heimlich eine Schokoladenkugel aus dem Kühlschrank in den Mund. Liam sieht doch, dass ich kaue und ruft: „Heee, du fresst ja schon!“

* Zum Geburtstag meines Bruders schreiben wir auf eine Karte, was wir toll an ihm finden.
Wir fragen Emilian: „Was magst du am meisten?“
Und sofort kommt die Antwort: „Seine Frau!“

* Die beiden Großen lieben Jari über alles und er lässt sich so gut von ihnen beruhigen.
Emilian sagt dann sowas wie: „Gaaaaanz ruhig, Jari. Aaaaaaalles ist gut. Du hast gaaaar keinen Grund zum Weinen.“
Und Liam so: „Jari! Was ist denn passiert? Mama kommt gleich wieder. Sie ist nicht gestorben!“

* Liam überrascht uns mal mit so Sätzen wie: „Mal sehen, ob ich wenn ich groß bin, wirklich eine Frau werde. Ich will nämlich lieber ein Mann werden. Was können denn Männer besser als Frauen?“
Oder er sagt: „Wird Jari ein Mädchen oder ein Junge? Werden wir ja dann sehen! Heute sieht er aus wie ein Mädchen…“
Und da stellten wir fest, dass er… naja, nicht wirklich den Unterschied zwischen Jungs und Mädels kennt. Woher auch, vielleicht.
Wir fragten ihn, ob er beim Schwimmen in der Kita … naja, mal die Mädchen gesehen hätte. Und er sagte sowas wie: „Ich kann nicht die ganze Zeit nach unten gucken, dann laufe ich doch gegen eine Wand!“
Liam ist so cool. Er hat viele gute große Gedanken – und ist dann aber einfach auch wieder Kind.

* Nach seinem ersten Schwimmkurs hat Emilian ja eine Email an die Familie geschrieben. Ich hab sie euch hier aufgeschrieben. Als die ersten Verwandten zurückschreiben, rufe ich Emilian zu: „Du hast eine Antwort bekommen!“
Und er sagte: „Auf welche Frage denn?“

* Als Liam die U9 bevor steht, sage ich ihm, das sei ein Test, ob er 5 werden kann. Er ist so aufgeregt und übt sowas wie auf-einem-Bein-hüpfen und so. Ganz anders als Emilian geht er mit der Arzthelferin mit und machte seine Übungen.
Nach der Untersuchung sagt er gleich zu mir: „Ich hab alles richtig gut gemacht. Was, wenn ich nicht 5 werden kann?“
Er war sehr glücklich, dass er dann seinen 5. Geburtstag feiern konnte.

* Und wieder einmal macht sich Liam so seine Gedanken:
„Warum hat Emilian so viel Angst? Ältere müssen doch immer mutig sein. Ich hab keine Angst…. Aber ich will nicht in der längsten Höhle sein. Wenn man da nicht mehr rausfindet, dann hat man ein Problem.“

* Aus einer Babyzeitshrift lese ich von den Wachstumsschüben der Babys vor. Irgendwann hat das Baby beim Weinen Tränen. Irgendwann hat das Baby eine Lieblingsfarbe, die es gern anguckt.
Tage später fragt Liam: „Was ist denn jetzt Jaris Lieblingsfarbe???“

* Wir haben festgestellt, dass Emilian aus vielen T-Shirts rausgewachsen ist. Zu seinem Geburtstag probieren wir mal ein paar alte Schuhe für den Frühling an. Sie passen natürlich kaum noch. Emilian stellt fest: „Das ist ja auch ein Witz, die Schuhe am Geburtstag anzuprobieren, wenn man grade größer wird. Gestern hätten die mir noch gepasst!“

* Wir trinken gerne Brausetabletten mit Vitaminen und erklären dann den Jungs, wozu Calcium, Eisen und Vitamin C gut sind. Liam klettert auf den Schrank, um sich eine Brausetablette zu holen. Er sieht sich die verschiedenen Dosen an und grinst: „Soll ich gesund werden – oder stark???“

* Die Kinder wissen, wenn Mama abends weg ist, ist „Papa-Abend“. Sie dürfen dann bestimmte Sachen machen, von denen ich nichtmal weiss, was es ist… Als Papa dann eines Abends weg geht, läuft Liam in die Küche und sagt: „Oh, heute ist Frauen-Abend! Ich hole uns was Schönes!“

* Emilian hat herausgefunden, dass Jari lacht, wenn er ein gackerndes Geräusch macht. Als der kleine Bruder dann lacht und juchzt, sagt Emilian: „Ich kann gar nicht mehr gackern, so glücklich bin ich!“

* Die Jungs geben sich gegenseitig Aufgaben, die der andere dann erfüllen muss:
Emilian sagt: „Du musst Mama auf den Po küssen!“
Liam sagt: „Nee, das ist mir zu stinkig..“
Emilian: „Die pupst doch nie.“
Liam: „Doch!“

* Nachdem es zur Einschlafzeit lange ruhig im Kinderzimmer war, kommt Liam an.
„Mamaaaa? Ich will nicht immer auf morgen warten.. und alles. Verstehst du das??“

* Die Kinder kriegen ein Gespräch von uns über Verhütung, nächstes Baby, ja oder nein… mit.
Liam ist ganz aufgeregt: „Hast du ein Baby im Bauch? Dann haben wir für jeden eins!“
Er erfährt, dass ich dann zur Kontrolle (nach der Geburt) beim Arzt war und fragt: „Und?? Hat der Arzt gesagt, dass du ein Baby im Bauch hast?“

* Wir bemalen Ostereier. Liam hält ein Ei hoch und ekelt sich: „Überings: Einer hat hier nicht richtig ausgepustet. Ich hab hier Schleim…“

* Ich entdecke im Garten die erste Tulpe und sage: „Guck mal! Da wächst eine Tulpe. Gut, dass du aufgepasst hast, dass Papa die nicht abmäht.“
Emilian gackert: „Haha, oder vielleicht abmuht oder wiehert…“

* Schul-Gespräche. Emilian sagt: „Ich wette, die sind keine Christen. Weil Judo und Ninja ist sowas zum Töten und so..“

* Ich gehe mit Emilian spazieren. Kurz davor hat er gelernt,warum Aprilwetter Aprilwetter heißt – und in diesem Jahr traf das ja ordentlich zu. Er sagt ganz altklug: „Ich trau dem Wetter nicht!“

* Wir stehen in der Küche. Mein Mann hat gern das Licht an – ich aber schalte es am liebsten aus, sobald die Sonne scheint.
Emilian hört von unserer Diskussion, was nun heller und hell genug ist… Er stellt sich unter die Lampe und schimpft: „Kein Vitamin D von der Lampe!“

* Wir reden zusammen über Dankbarkeit.
Papa sagt: „Ich bin dankbar, dass das Fasten vorbei ist!“
Liam sagt: „Da muss ich ja jetzt auf meine Süßigkeiten aufpassen!“

* Wir sprechen über die Bibel-Geschichte zu Pfingsten.
Jesus war in den Himmel zurück gegangen und hatte seinen Jüngern aber den Heiligen Geist zurück gelassen. Jesus ist also überall.
„Auch in der Glasscherbe?“ – fragt Liam.

* Wir haben ein altes Foto von uns beiden gefunden und reden beim Abendbrot darüber, von wann das Foto gewesen sein könnte: „Das war bestimmt vor unserer Hochzeit. Guck mal, du hast noch keinen Bart.“, sage ich.
Und Liam wundert sich: „Hä? Kann man erst einen Bart haben, wenn man verheiratet ist?“

* Ich hole Liam von der Kita ab. Er läuft ein bißchen auf der Strasse und ruft immer wieder: „Ich bin ein Strassenkind!“
Ich merke, dass er dieses Wort gehört hat, aber nicht genau weiß, was es bedeutet. Wir reden darüber und es beschäftigt ihn sehr, dass Strassenkinder Strassenkinder heißen, obwohl sie ja nicht wirklich auf der Strasse leben. Er fragt: „Warum heissen die denn dann nicht Wald-Kind oder Draußen-Kind?“

* Eine Uhr im Flur ist stehen geblieben und mein Mann setzt neue Batterien ein und dreht die Uhrzeiger richtig.
Liam kommt vorbei und fragt: „Häää? Ist heute der Uhr umdrehen Tag?“

* Wir machen den Sprenger im Garten an. Hinter einem Baum ist der Rasen trocken.
Emilian sagt: „So wie Jesus. Der hat sich auch geopfert und die anderen gelassen.“

* Liam sagt: „Mama, die Augen von Jari glänzen, wenn er mit mir redet. Die glänzen wie neu geboren.“

* Jari spuckt zur Zeit viel Milch.
Liam sieht, wie die Milch aus Jaris Mund blubbert. Er sagt: „Da war eine Flutwelle in seinem Mund, aber er hat die Flutwelle wieder runter geschluckt…“

* Jeden Morgen kommt Liam zuerst zu Jari ans Bett, um zu kuscheln.
Er sagt: „Ich hätte auch gern so einen Jari…“

* Wir fahren spät nachhause. Liam sagt im Auto: „Mama, ich habe mal eine Frage: Warum machst du keine Fotos vom Sonnenuntergang?“

 

Immer wieder neu.
Immer wieder schön.

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