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Soviel kostet ein Schulleben

Wir haben in dieser Woche die letzten neuen Schulbücher für Emilian bestellt und bekommen.
Zu meiner Zeit gab es die alten Bücher von der nächsten höheren Klasse – heute werden sie neu gekauft. Wir hoffen, dass der Duden vielleicht noch für ein nächstes Kind genommen werden kann – wenn die Lehrerin sich dann auch für den Verlag entscheidet.

Über 50€ haben uns die Schulhefte und -bücher für die 1. Klasse und jetzt auch wieder für die 2. Klasse gekostet. Dafür brauchen wir für die Materialliste jetzt nur teilweise neu einkaufen.

Habt ihr euch schon gefragt, wie teuer so ein Schulleben für ein Kind eigentlich ist?

Mir geht es so, dass mich diese Summen erschlagen – aber natürlich würde ich mich aus diesem Grund nie gegen ein Kind entscheiden – oder dagegen, ein Kind in die Schule zu schicken.

Es gibt Beträge, die geben wir nur einmal für alle Kinder aus, man kann gebraucht kaufen oder selbst kreativ werden und sparen – es gibt ein paar Möglichkeiten. Aber alles in allem, von der Einschulung bis zum Abschlussfest nach dem 12.Schuljahr… da kommt was zusammen:

20.000,00 Euro
Zwanzigtausend Euro

Eine umfangreiche Analyse von idealo hat kürzlich herausgefunden, wie teuer ein Schulleben in Deutschland ist. Unglaublich, oder?

Der Betrag ist allerdings abhängig davon, wo in Deutschland wir leben. Er wird von Klasse zu Klasse kleiner, beinhaltet auch Bücher, Essensgeld und Klassenfahrten und am Anfang der Schulzeit geht ein großer Teil an den Hort, der ja frei wählbar ist. Trotzdem: 20.000,00 Euro sind eine ordentliche Summe.

* Im Osten wird mehr Geld für die Einschulungsfeier ausgegeben. (Hätte ich mir denken können)

* In Berlin werden durchschnittlich 225,00 Euro für Schultüte und den ersten Schulranzen ausgegeben.

* Von allen Bundesländern wird im Saarland das meiste Geld für Schulbücher ausgegeben. Und Berlin ist auf Platz 2 …

* Auf dem letzten Platz der Ausgaben für das Schulessen steht Brandenburg.

* In Niedersachsen kostet ein Schulkind fast doppelt so viel wie in Mecklenburg-Vorpommern.

* Schulmaterial: Die größten Investitionen sind Rucksäcke, Sportbekleidung, Taschenrechner und Zirkel.

* Durchschnittlich 7.900 Euro zahlen Eltern mit einem schulpflichtigen Kind in der Nachmittagsbetreuung.

Tja, ordentliche Zahlen!
Es gibt Ausgaben, die einfach gemacht werden müssen. Dafür darf unser Kind eben eine Schule besuchen, wird betreut und mit Essen versorgt.
Und bei anderen Dingen lohnt sich ein Preisvergleich, es muss nicht unbedingt das teuerste Label auf allem Zubehör sein.

Wir haben ein Schuljahr mit einem Kind hinter uns – ich bin gespannt, was da auf uns zukommt!

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Hallo Juli!

Ist heute etwa schon der 3. Juli?
Uups, egal.
Wenn man Besuch aus Kalifornien hat, den man über 2 Jahre nicht gesehen hat und auch erstmal nicht wiedersehen wird, dann ist alles andere egal. So ist das nämlich.

Dazu muss ich kurz erzählen:
In letzter Zeit (in Hinblick auf den Besuch) haben wir drei Großen vermehrt von Kalifornien erzählt, Fotos angesehen, Kleidung wiedergefunden..
…und wir haben festgestellt, dass Emilian zwar seinen Akzent verloren hat, aber sich an jede Menge Orte, Personen, Situationen erinnern kann.
Liam.. weiß nichts mehr. Nichts!
Wir haben ihm so viele Fotos gezeigt, Videos.. haach und er hat es uns zuliebe wirklich versucht, sich zu erinnern. Das hab ich ihm angesehen. Aber da war nichts mehr. Mein Herz weint.
Er ist dort drei geworden, er hat dort sprechen gelernt..

Nachdem wir jetzt aber zwei volle Tage mit den Freunden und deren Kindern verbracht haben, der Bildschirmschoner mit über tausend Fotos wieder lief.. da kamen Dinge zurück. Beide Kinder fingen ganz zart und vorsichtig an, wieder englisch zu reden. Liam saß vor den Bildern und in seinem Kopf arbeitete es. Er würde sich erinnern. Wenn wir nur bald wieder dort sein könnten!
Dafür brauchen wir ein Wunder. Oder jede Menge Geld. Oder beides.
Nun stellt euch vor, heute wäre der 1. Juli!

 

Im Juli werde ich…

… Freunde aus Kalifornien wiedersehen.
… mich an unser neues Auto gewöhnen.
(Wir durften meinem Schwiegervater seins abkaufen und haben nun wieder ein Auto. Natürlich waren wir genau während des Jahrhundertregens ohne Auto…

… mit den Kindern zu einer Feier für Blogger gehen.
… Sommerfeste mit Kita, Schule und Freunden feiern.
… aufs Feld zum Himbeeren pflücken gehen. Lecker!
… den MOPS-Jahresabschluss feiern!
… mit Emilian das Ende der 1. Klasse feiern! Yeah!
… Sommerferien genießen!
… in den Zoo und an den See fahren, zum Britzer Garten, Karls Erdbeerhof und anderen Parks gehen.
… Geburtstage feiern.
… Jaris ersten halben Geburtstag feiern!
… ausschlafen.
… lesen.
… in der Sonne sitzen.
… Kuchen backen.
… Himbeeren essen.

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Szenen aus unserem Alltag

Die Tage kommen und gehen. Irgendwas ist immer. Das ist das chaotisch-schöne FamilienLeben und wir lieben es.

Das Glückskind auf dem Tempelhofer Feld

 

* Emilian hat noch dreieinhalb Wochen in der ersten Klasse. Wohooo! Ich bin so stolz auf ihn. Mann, was habe ich vor einem Jahr zu der Zeit gebangt. Und jetzt fragt er vorsichtig, ob er mal allein nachhause kommen kann. Jetzt liest und schreibt und rechnet er wie ein Oller.

Vor ein paar Tagen hatte er seine erste Buchvorstellung. Jetzt hat er neue tolle Freunde. Ich habe neue tolle Freunde. Und jetzt sind wir diese Eltern, die die Sommerferien und die Freizeit und das Ausschlafen kaum erwarten können.

 

* Erinnert ihr euch daran, dass wir Liam ein paar Jahre Streichelzoo vorenthalten haben, weil Emilian das nicht so mochte. Tja.. wir haben noch so eine Sache entdeckt: das Fußball-Training.
Vor Jahren probierten wir das mit Emilian, aber es funktionierte nicht. Emilian ist kein Mannschafts-Typ und keiner, der neue Dinge unbedingt als Erster ausprobieren muss.
Unser armes, geliebtes Mittelkind…
Nachdem nun also Emilian zum Schwimmkurs ging und einen Kletterkurs macht, war klar, dass Liam auch ein Hobby brauchte. Es gab nicht viel Interessantes für 5jährige im näheren Umfeld und so landeten wir schließlich wieder auf dem Fußballplatz, auf dem mein Mann schon als Kindergarten-Kind gestanden hatte.

Es waren 30 Grad, ich saß mit Jari im Schatten und zerfloß – und Liam peeste wie ein Verrückter über den Platz. Mehrmals schickte der Trainer die Jungs zum Trinken raus – und Liam war so im Glück.

Von nun an werdet ihr mich, Mutter von drei Söhnen, in den nächsten Jahren wohl öfter am Rande des Fußballplatzes sehen. Wer hätte das gedacht?

 

* Als wir im Herbst 2011 unser Auto kauften, wussten wir noch nicht, was wir uns da angetan hatten. Wir hatten einen kleinen Sohn, ich war schwanger mit dem zweiten und wir brauchten ein Auto. Wir waren nicht ganz unvorsichtig und wurden trotzdem ordentlich übers Ohr gehauen.
In all den Jahren hat sich eine ordentliche Hass-Liebe zu dem Auto entwickelt. Ja, es begleitete uns auf unzähligen Reisen. Wir schafften es sogar im Mai 2013 ohne Probleme bis an den Gardasee. Zwei Babys wurden in dem Auto aus dem Krankenhaus abgeholt. Aber jeder TÜV versetzte uns in Angst und Schrecken und ihr wollt nicht wissen, wieviel Geld wir in dieses blöde Auto gesteckt haben. Und ich möchte nicht wissen, wie oft wir auf einer Fahrt wunderbar bewahrt wurden, weil dem Auto eigentlich gar nichts mehr zuzutrauen war.
Das Ende ist: Heute haben wir es verkauft.
Der nächste TÜV hätte uns endgültig umgehauen und das ist es jetzt wirklich nicht mehr wert.
Ich machte ein letztes Foto mit Emilian, Liam weinte bittere Tränen. Mir fällt es auch schwer, mich von unserem dunkelblauen Opel zu verabschieden, aber es ist Zeit für etwas Neues! Im Moment ist Sommer und wir sind noch ohne Auto. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.

* Am Wochenende bekommen wir Besuch aus Amerika… ja: aus Kalifornien!!! Die amerikanisch/deutschen Vorbereitungen erinnern mich sehr an unseren Umzug und ich freue mich riesig!
Im März 2015 haben wir uns zuletzt gesehen. In der Zwischenzeit sind zwei Babys dazu gekommen.
It’s gonna be amazing!

 

* Am Freitag findet das letzte MOPS-Treffen in diesem Halbjahr statt. Ich bin begeistert, welche Gespräche, Verabredungen, Freundschaften sich durch unseren Mut ergeben haben. Es gibt noch so viele Pläne und Wünsche in meinem Herzen… Im September geht es mit voller Kraft weiter und ich bin sehr froh, dass MOPS nun auch zu meinem deutschen Leben gehört.

 

* Eben habe ich in meinem kurzen Andachts-Buch für Mütter gelesen. Die Autorin bedauert, dass wir (Kirchen-)Mamas oft auf die drei K’s (Kinder, Küche, Kirche) beschränkt werden und welche grausige Vorstellung das vom Bild der Frau malt.
Sie lud uns, mich, aber dazu ein, diese drei K’s zu genießen und den Schatz und die Möglichkeiten dahinter zu sehen.

Kinder: Kinder sind Augen-Öffner, Tür-Öffner, nichts verändert ein Leben so sehr, wie ein Kind zu bekommen. Eine Gesellschaft kann ohne Kinder nicht überleben.

Küche: Nicht die Ketten am Herd, sondern das große Herz der Gastfreundschaft. Volle Tischrunden, gute Gesellschaft, lachen im Garten, Wein in der Küche, Kekskrümel auf der Picknickdecke. Essen verbindet. Essen macht glücklich.

Kirche: Gesellschaftliche Reform, zur Ruhe kommen, über sich hinaus wachsen. Mit Gott im Herzen die Welt verändern und Frieden bringen. Hoffnung. Glauben. Sicherheit.

Mir hat das heute gut getan, das zu lesen.
Ich finde mich in diesen drei K’s gerade ziemlich gut wieder.

* Über die Nacht im Zelt wollte ich euch natürlich informieren. Obwohl… so viel gibt es gar nicht zu sagen.
Nachdem ich vorgelesen hatte, waren die Kinder schön müde, aber natürlich nicht müde genug, um einfach so in einem Zelt einzuschlafen. Emilian bekam ein bißchen Angst und Liam überlegte, dann auch gleich mit ins Haus zu ziehen.

Mein Mann legte sich zu ihnen, bis sie eingeschlafen waren. Für eine kurze Zeit kam er nochmal zu Jari und mir, aber dann legte er sich ins Zelt und wir gingen ins Schlafzimmer.
Die Nacht (es war die vor dem großen Unwetter) war sehr ruhig und kurz nach 6:00 Uhr kamen alle drei nacheinander ins Haus getappelt. Ende der Geschichte.
Wir alle waren irgendwie müde am nächsten Tag, „wie der Tag nach Silvester“, sagte mein Mann.
Das Zelt wurde abgebaut, denn das Wetter in der nächsten Nacht hätte jedes Zelt weggepustet oder -geschwemmt.
Am Freitag fiel sogar für Emilian die Schule aus, weil es einen Wasserschaden in der Schule gegeben hatte!

 

* Keine große Neuigkeit: Wir lieben unseren Garten!
In diesem Jahr haben wir so viele Himbeeren und Erdbeeren. Die Kirschen sind alle, der Holunder ist verblüht und wir freuen uns über neue Farben und Blüten.

* Am letzten Samstag durften wir beim „Tag der offenen Tür“ in der Firma meines Vaters sein. Er betreut die Maschinen, die Tabletten verpacken – ganz kurz gesagt.

Wir haben nicht nur die allerneueste Maschine bewundert – es ist wirklich beeindruckend, wie schnell viele Tabletten dort sauber eingefüllt und mit Beipackzettel verpackt werden – sondern auch den Weg vom Pulver zur Tablette an kleinen Stationen verfolgen. Die Kinder waren gut dabei und haben ordentlich Anschauungsmaterial eingesammelt. Natürlich gibt es zur Zeit eine Arztpraxis mit sehr vielen kranken Kuscheltieren im Kinderzimmer!

* Und so leben wir unsere Tage in den Sommer hinein.
Wir freuen uns auf Sommerfeste, Kita-Abschlussfeiern, Geburtstage und Ausflüge. Bald werde ich mit den Jungs unsere alljährliche Sommerferien-to-do-Liste erstellen. Und dann genießen wir den Sommer in Berlin!

(Beitrag enthält Affiliate-Links)

Riesen-Kugellabyrinth

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Happy 5 Monate.. und Happy Midsommar!

Zuerst:
Ich habe den Eindruck, dass nicht alle von euch den Link zu den Fotos unserer Familien-Reportage gut gefunden haben.
Hier ist der nochmal: Klick!
Ihr sollt euch gern die Fotos angucken!

Und dann wollte ich ja eigentlich mal ein bißchen von Jari erzählen. Der kleine Fratz ist nämlich heute genau 5 Monate alt. Und er ist das süßeste Baby der Welt!

Aber dann kam Midsommar.
Mir war schon klar, dass heute Midsommar ist. Sommersonnenwende. Ich liebe es!
Ob meine Liebe zu IKEA, mein Name und mein Schwedenhaus etwas damit zu tun haben?
Heute feiere ich und denke mitnichten an kürzer werdende Tage, an Weihnachten oder Winter. Pfui!

Irgendwann möchte ich Midsommar mal ganz toll und feierlich feiern – so wie Frau Frische Brise!
Das sieht sooo toll aus!
Das macht sie mit vier Kindern und dem Augustbaby im Bauch!!!

Aber wir hatten heute anderes Programm. Vielleicht feiere ich im Jahr 2019… wenn der 21. Juni ein Freitag ist. Wer ist dabei?

Mit meinen drei Jungs und zwei Gast-Mädchen haben wir uns heute einen richtig schönen Tag gemacht. Wir hatten Wasser im Planschbecken und aus dem Sprenger, wir hatten Melone und Saft, Kirschen vom Baum und sehr viel Spaß.

Als der Besuch am Abend weg war und wir ein bißchen aufräumten, kam mein Mann aus dem Büro. Es war so warm und so hell. Er sagte: „Warum haben wir kein Zelt??? Wir könnten draussen schlafen!“

Ich sagte: „Wir haben ein Zelt auf dem Dachboden…“
Innerhalb von Minuten war das Ding unten und im Garten aufgebaut.

Und das ist jetzt der Grund, warum Jari heute auf dem Blog ein bißchen zu kurz kommen wird. Das ist das Leben der dritten Kinder.. glaubt mir.

Erst hieß es, Papa schläft mit Emilian draussen und Liam darf mit Jari und Mama im Bett schlafen. Was Liam normalerweise wirklich glücklich gemacht hätte, ließ ihn heute völlig kalt. Also war er natürlich mit von der Partie.

Sie waren so aufgeregt. Und so glücklich. Und hilfsbereit. Und wieder innerhalb  von Minuten hatten sie ihre Schlafanzüge an und ihre Betten im Zelt perfekt vorbereitet. Samt Kuscheltieren und „Notwehr-Knüppel“.

Der Trick, irgendwas anders/verrückt zu machen, wenn die alltäglichen Rituale allen auf die Nerven gehen und wir Eltern nur noch in Endlosschleife reden, funktioniert. Sowas von. Ob es um das Frühstück unterm Tisch, das Mittag auf der Wiese oder eben die Nacht im Garten geht – es funktioniert!

Ich bereitete das Essen vor und flitzte immer mal wieder in den Garten, um ein Foto zu machen oder ein strahlendes Kind anzusehen. Sie konnten kaum in Ruhe essen, ständig mussten sie reden und vor Glück quietschen.

Als die Zähne geputzt waren, nahm ich Jari mit ins Zelt und gab ihm dort seine Flasche. Es war sehr kuschelig und wir hätten locker zu fünft dort schlafen können. Liam saß hinter der Gardine und sagte: „Wann kommt denn endlich mal ein Tier?“

Ganz süß fanden Kuscheltiere, Kissen und Decken ihre Plätze und als ich ein Buch vorlas, kehrte laaangsam ein bißchen Ruhe ein. Papa legte sich dann zu den Jungs, bis sie eingeschlafen waren und jetzt gerade ist er wieder zu ihnen ins Bett gegangen.
Der Abend ist also plötzlich sehr ruhig für mich und die Nacht…
Ich bin gespannt und werde euch berichten.

Und was ist mit Jari?

* Jari ist entspannt, zufrieden und pflegeleicht. Es gibt wirklich ehrlich kaum Momente, in denen er mich nervt oder ich nicht mehr kann.

* Die großen Brüder lieben Jari und er liebt sie. Er lächelt jeden Menschen an – aber nur, wenn er seine Brüder anstrahlt, funkeln seine Augen wie verrückt. Jeder der beiden Großen hat so seine Tricks, Jari zum Lachen zu bringen und es funktioniert. Sie können ihn ablenken, trösten, den Nuckel geben und auch mal die Flasche halten – und natürlich trägt das dazu bei, dass ich so entspannt sein kann.

Ratet, wer ihm die Sonnenbrille aufgesetzt hat?

* Jari schläft mehrmals tagsüber und auch der Schlaf in der Nacht wird langsam länger. Einmal oder zweimal braucht er kurz einen Schluck oder den Schnuller und dann schläft er weiter. Er liebt es, auf der Seite einzuschlafen und nach kurzer Zeit legt er sich auf den Bauch.

* Er weint nur, wenn er müde ist oder Hunger hat. Langes Schreien, bei dem wir nicht wissen, was sein könnte, kennen wir nicht mehr. Am allerliebsten ist er aufrecht auf dem Schoß oder an der Schulter, damit er sehen kann, was passiert. Dann sieht er staunend mit großen Augen zu.
In seinem Wipper juchzt er laut, plappert vor sich hin und lutscht vergnügt an seinen Zehen.

* Wir wissen genau, wo er kitzelig ist und er schreit vor Freude, wenn wir ihn bespaßen. Kleine Versteck-Spielchen oder wiederholte Geräusche bringen ihn sehr zum Lachen.

* Ich habe aufgehört, abzupumpen. Mit 5 Monaten ist das okay für mich. Wäre Jari mein erstes Kind, wäre ich von diesem Durcheinander sehr aufgewühlt. Wenn ich daran denke, dass das meine allerletzten Still-Momente gewesen sein könnten, macht mich das schon traurig. Aber ich sehe, wie gut es ihm geht und so geht es mir auch gut.

* Ab und zu versuchen wir, ihm erste Breie zu geben. Boah, ich habe vergessen, wie langsam das geht und wie sehr 10 Gramm Brei fünf Personen und eine Küche verunstalten können. Aber es macht Spaß und Liam kann es kaum abwarten, ihn richtig zu füttern.

* Bei den großen Jungs habe ich so mit 6 Monaten die ersten Breie versucht und dann doch noch länger gewartet, weil sie noch nicht so weit waren. Jari schaut interessiert zu, wenn wir essen – aber er spielt eher mit dem Essen. Vielleicht warten wir einfach noch ein paar Wochen ab. Am liebsten war mir immer die Kürbiszeit zur Brei-Einführung. (Aber wir wollten ja heut nicht vom Herbst reden!)

* Es ist aber gut zu wissen, dass er nach und nach andere Nahrung bekommen darf. Ich bin da ganz entspannt.
Erstens gibt es da die neue Mode, wie meine Hebamme es nennt: „Baby Led Weaning“ Dabei geht es um Beikosteinführung ohne Füttern. Die Baby bekommen alles selbst in die Hand. Das machen wir, wenn Jari gut im Hochstuhl sitzen kann.
Zweitens ist man inzwischen wohl nicht mehr ganz so streng mit dem „nacheinander einführen der Lebensmittel“. Wir geben hier mal ein Hauch Löffel Banane, Jari darf an der Melone lecken, wir machen Zwieback mit Apfelsaft und essen 98% selbst auf. Wir probieren einfach.
Drittens sehe ich, wie die anderen beiden groß geworden sind. Sie sind sportlich, drahtig, sie mäkeln nicht beim Essen, sie haben keine Allergien/Unverträglichkeiten und sind hoffentlich gute Vorbilder für Jari.

* Die erste Impfung hat er ohne Fieber/Durchfall/sonstige Probleme überstanden. Er ist altersgemäß entwickelt und fängt an, sich zu drehen und das Krabbeln vorzubereiten. Alles, was ihm vor die Nase kommt – sei es ein Spielzeug, ein Löffel oder sein eigener Fuß – wird geschnappt und in den Mund gesteckt.

* Er nimmt gut und weiter zu – und so langsam bemerke ich Wehwehchen, die ich so vier Jahre nicht hatte. Das schmerzende Handgelenk, die verspannte Schulter, die Augenringe, der Haarausfall, der weiche Bauch.. meine Güte, das hatte ich alles vergessen.

* Es gibt weit und breit keine Anzeichen von ersten Zähnen. Jari hat keine Bauchschmerzen. Er schläft sehr gut ein. Er lässt sich gut ablegen, wenn er wach ist – in den Kinderwagen, den Wipper, auf die Couch, auf die Wiese, in Liams Bett…. Das liegt wohl auch wieder am trubeligen interessanten Umfeld.

* Ich trage ihn aber auch sehr gern mit mir rum, wenn es geht. Denn er ist das Baby, das ich am meisten genieße. Ich sauge den Babyduft in mich auf. Ich beiße in die kleinen Wangen. Ich streiche über seinen weichen Kopf. Ich wippe ihn, bis er einschläft und lasse ihn auf meinem Bauch weiterschlafen. So lang es geht, darf er mein Baby bleiben.

Ich bin wirklich sehr glücklich, dass Jari perfekt in unsere Familie passt. Einerseits ist er einfach neben uns dabei – und andererseits dreht sich irgendwie alles um ihn.
Ein tolles Baby haben wir da bekommen!

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Ein bißchen Alltag und ein bißchen Hochzeitstag

* Jari hat die U4 erfolgreich bestanden. Er hat mit 5700g wieder gut zugenommen und sieht deutlich altersentsprechender aus. Die Ärztin war erstaunt über seine gute Körperspannung in Bauch- und Rückenlage. Manchmal versucht er tatsächlich, sich aus der Rückenlage hochzuziehen. Aber es knattert nur laut in der Windel – hoch kommt er noch nicht.

* Emilian geht es besser. Nachdem die Halsentzündung mit einem Medikament behandelt wurde, das er eigentlich schon kannte, bekam er aber einen ordentlichen Hautausschlag an Händen und Füßen. Wir waren sehr froh, dass Freitag war – und wir nicht mittendrin in einem langen Wochenende waren. Beim Arzt wurden wir vorgelassen, bekamen Allergiemittel und neue Medizin – jetzt ist alles wieder gut.

* Vor einiger Zeit habe ich mal wieder ein neues Belohnungssystem ausprobiert.
Mein Plan ist, die Kinder an alltägliche Aufgaben zu erinnern, ohne mir den Mund fusslig zu reden. Und ich möchte belohnen, wenn sie allein an ihre Aufgaben denken.

Es gibt also nun ein Glas mit Zetteln in der Küche. Auf den Zetteln stehen kleine tolle Belohnungen. Und wenn ein Sohn selbständig an die Aufgabe denkt oder freiwillig mithilft, besonders aufmerksam oder rücksichtsvoll ist, darf ein Zettel gezogen werden.

Sie lieben das sehr und ein paar Belohnungen haben wir schon zusammen eingelöst. Dieses Glas hat eine hohe Anziehungskraft und besonders, wenn sie völlig überraschend einen Zettel ziehen dürfen, ist die Freude groß.

* Wir lieben unseren Garten!
So viele Farben tauchen jedes Jahr zu dieser Zeit auf. Zum ersten Mal blüht eine Pfingstrose in meinem Beet. Wow! Wie konnte ich diese Blume bis jetzt nicht kennen!

* Den Kampf gegen den bösen Buchsbaumzünsler in unserer Hecke haben wir gewonnen – wie es jetzt aussieht. Unsere kleine Hecke grünt und erholt sich. Wir hoffen sehr, dass wir sie behalten können!

* Und der Holunder! Meine Güte!
Der Duft hängt schwer im Garten und gehört für immer zum Juni dazu. Die ersten Geleegläser stehen hier schon rum und gerade entstehen 6 Liter Holunderblütenlikör. Das. ist. so. lecker.

* Wir durften ViO BiO LIMO testen. Diese Marke war uns bis jetzt fremd. Von dem Geschmack der natürlichen Zutaten waren wir sehr positiv überrascht.

* Emilian fängt an, Geschichten zu gemalten Bildern zu schreiben. Kostbare Werke!

 

Und das Beste zum Schluss:

Gestern haben wir unseren 10. Hochzeitstag gefeiert!
Das heißt, wir sind 10 Jahre verheiratet! Könnt ihr euch das vorstellen?

Ich finde, 10 Jahre sind eigentlich noch ein überschaubarer Zeitraum, obwohl es sich so lang anhört.
Was waren wir jung, als wir mit 22 und 23 Jahren geheiratet haben!

Jetzt haben wir drei Kinder und jede Menge besonderer Erinnerungen in unseren Herzen.
Wir haben schöne und schwere Zeiten zusammen überstanden.
Wir haben ein Jahr im Ausland gelebt.
Wir haben verrückte Entscheidungen getroffen und keine einzige bereut.

Als Eltern- und Ehe- und Liebes-Paar haben wir unseren Stärken und Schwächen so langsam raus und wir sind ein gutes Team. Humor und Zeiten zu zweit sind so wichtig im Alltag, obwohl beides nicht von allein kommt.

Wir passen gut zusammen, wie man so sagt. Es läuft einfach. Das haben wir von Anfang an gemerkt. Trotzdem war es sehr wertvoll und bedeutend für mich, als uns der Birkman-Test im letzten Jahr schwarz auf weiß bestätigte, dass wir wirklich gut zusammen passen und uns wunderbar ergänzen.
Ehepaare: Macht diesen Test mal!
Ich bin sehr glücklich, dass wir beide offen für Neues, offen für Veränderungen sind und auch nach 10 Jahren mit solchen Hilfen bereit sind, an unserer Beziehung zu arbeiten.

Mein Mann ist mein bester Freund und niemand kennt mich so, wie er. Den Alltag, Freizeit, Urlaub und Arbeit erlebe ich am liebsten mit ihm und mein Herz ist voller Glück, wenn wir mit unseren drei Schätzen unterwegs sind.

Unser Tag gestern bestand zuerst aus Großeinkäufen, Kinderarzt-Besuch und bespuckten Baby-Klamotten. Aber das ist unser wahrer Alltag eben gerade.
Meine Schwester war mit den beiden großen Jungs unterwegs und wir fuhren mit Jari los. Ein Restaurant- oder Kino-Besuch, ein Wochenende zu zweit oder Wellness-Urlaub passt gerade nicht in unsere Familienzeit.
Also spazierten wir in Sonne und Ruhe in unserer wunderschönen Umgebung am Schlachtensee. So schön war das!
Auf der Seeterasse gab es Weisswurst und Erdbeerbowle. Jari schlief im Kinderwagen und wir hatten nur uns mit Glück und Liebe.
Am Abend hatten wir allerdings noch einen besonderen Termin…

Zum 10. Hochzeitstag habe ich mir nämlich einen großen Wunsch erfüllt!

Schon im letzten Jahr habe ich auf Pinterest eine Foto-Idee gefunden, bei der die Hochzeitsfotos mit Kindern nachgestellt wurden. Und ich wollte das unbedingt!

Bereits im Januar nach Jaris Geburt war mir also klar, dass ich in ein paar Monaten wieder in mein Hochzeitskleid passen musste. Ich fing einigermaßen diszipliniert mit meinem Sport wieder an – das Ziel vor Augen! Doch nach dem dritten Kind veränderte sich mein Körper deutlich langsamer in die gewünschte Richtung.

Vor ein paar Wochen fuhr ich in mein Elternhaus und probierte das Kleid an. Es passte ganz gut, aber der Reißverschluss ging nicht zu. Überhaupt gar nicht.
Egal. Ich wollte diese Fotos und wenn man von vorn fotografieren würde, würde man ja den blöden Reissverschluss nicht sehen…

Gestern Abend kam also ein Freund, der die Fotos machen würde.
Mein Mann war von dieser Idee lange nicht überzeugt, aber nach und nach stimmte er zu. Erst gestern probierte auch er also seinen Anzug an – und es passte!

Ich zog meine Hochzeitsschuhe an und suchte meine Hochzeitsohrringe. Ich zog meine Corsage an, den Reifrock – und warf mir dann das Kleid über. Ein toller Moment!
Meine Schwester bekam dann tatsächlich den Reißverschluss zu! Ich konnte gut laufen und sogar atmen.

Unsere echten Hochzeitsfotos sind im botanischen Garten in Berlin entstanden. Wir entschieden uns aber, lieber in unserem Garten zu bleiben. Mit meinen gepflanzten Blumentöpfen und einer Bank zauberten wir eine schöne Umgebung. Mein 10 Jahre altes rosa Blumengesteck hätte ich noch gehabt, aber meine Schwester brachte 10 rosa Gerberas (die schönste Blume der Welt) mit und schon hatte ich einen perfekten neuen Strauss. Wir zogen die drei Jungs um und es ging los.

Und es war so schön!
Der Fotograf war locker und entspannt und hatte tolle Ideen. Die Kinder machten wunderbar mit – das liegt auch an der anderen Foto-Geschichte, von der ich euch demnächst erzähle.
Wir machten tolle Familienfotos und stellten auch unsere Hochzeitsfotos nach. Ich bin sehr glücklich und dankbar, natürlich auch ziemlich stolz, in mein Kleid gepasst zu haben.

Diese Fotos bedeuten mir sehr viel und ich werde euch die Ergebnisse natürlich bald zeigen!

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